Mit ‘Zimmerpflanzen’ getaggte Beiträge

Und schon ist er da – der 2. Advent. Irgendwie habe ich das Gefühl, der Advent hat es in diesem Jahr besonders eilig. Geradezu in Riesensprüngen scheint mir der 2. seinem älteren Bruder nachgeeilt zu sein. Aber was soll’s, wir müssen die vier Brüder nehmen, wie sie kommen – ob schnell oder langsam.

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Übrigens hatte es mein Weihnachtkaktus (Schlumbergera) auch wieder einmal sehr eilig. Er konnte sich mit seinen roten Blüten so gar nicht bis zum Weihnachtsfest gedulden. Aber von ihm bin ich es schon gewohnt, dass er bereits spätestens im November die Weihnachtszeit mit seinen roten Blüten einläutet. Zum eigentlichen Weihnachtsfest dann steht er schon wieder ganz entspannt und in reinem Grün da.
Gewöhnlich verschläft er so die Weihnachtstage und auch zu Beginn des Jahres hält er sein kleines Winterschläfchen noch durch. Doch dann, zu Ostern, gibt er noch einmal eine kleine Vorstellung in Rot, wenn auch etwas verhaltener als jeweils zum Jahresende.
Anfang November war er auch in diesem Jahr wieder startklar für sein rotes Blütenkleid. Trägt er nicht ein schönes Weihnachtsrot? Ob er so ein Frühstarter ist, weil er in all dem Rot, das gewöhnlich mit dem Weihnachtsfest daherkommt, nicht untergehen will?

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Dieses Jahr habe ich ihn natürlich wie immer ausgiebig bewundert, gehegt und gepflegt und ihm viele liebe Worte zukommen lassen. Ja, ich bin eine, die nicht nur mit ihrem Herrn Silberdistel und ihren Tieren spricht, ich bin eine von denen, die auch mit  ihren Blumen spricht  😉 Aber manche Blumen hören einfach nicht auf mich. Sie haben ihren eigenen Kopf und tun einfach das, was SIE wollen. So auch dieser Weihnachtskaktus. Meine Bitte, all die Blütenpracht wenigstens ein einziges Mal erst ab der Adventszeit zu zeigen, bleibt seit Jahren ungehört.

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Aber einmal möchte ich auch zu Weihnachten einen blühenden Weihnachtskaktus bewundern dürfen. Sein Name sollte doch schon Grund genug sein, mir diesen Wunsch zu erfüllen. Aber wer nicht hören will, der muss fühlen 😉 Und so habe ich meinen Frühstarter ganz einfach überlistet. Ich habe ihm still und leise einen zweiten Kumpel an die Seite gestellt. Und der, der beginnt nun gerade damit, seine Blütenpracht zu entfalten 😉

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Da er noch diverse Knospen hat, hoffe ich, dass er mich auch am Heiligabend noch mit einigen seiner hübschen Blüten erfreut. Ich bin gespannt.
Vor allen Dingen bin ich aber gespannt, ob auch dieser Weihnachtskaktus sich im kommenden Jahr zu einem solchen Frühstarter entwickelt oder ob er der eigentliche Weihnachtskaktus sein wird. Ich werde berichten 😀

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Und mit diesem blumigen Adventsgruß wünschen sowohl die zwei zwei- als auch die drei vierbeinigen Silberdistels allen, die heute unser Adventstürchen öffnen und zu uns hineinschauen, …

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… einen wunderschönen und ganz geruhsamen zweiten Advent.

Was uns Silberdistels blüht? Etwas Schönes blüht uns. Etwas mit gaaanz vielen roten Blüten. Bis eben wusste ich nicht einmal seinen Namen. Ich habe das, was uns da nun so unverschämt reichhaltig blüht, nämlich vor einer ganzen Weile als kleine namenlose Ableger geschenkt bekommen. Ich habe die Winzlinge gehegt und gepflegt, ohne zu wissen, welche Ansprüche sie haben. Scheinbar habe ich intuitiv alles richtig gemacht. Aber vielleicht war es auch nur unsere Abwesenheit während zweier Wochen im September. Da fiel meine Pflege nämlich schlichtweg aus. Diese seltsamen Phänomene gab es in meiner Zimmerpflanzenwelt schon öfter. Nämlich die, dass sich meine Lieblinge dankbar zeigten, ließ ich sie für eine Weile in Ruhe. Sie belohnten mich sogar für diese „Lieblosigkeit“ mit wundervollen Blüten. Nun ja, wer will auch immerzu geknuddelt werden? Ab und zu braucht man vielleicht doch eine Pause davon.
Der Katzenpfleger, dem ich, so wir fernab unseres Heims urlauben, neben den Katzen auch gern die Pflanzenpflege aufs Auge drücke, entschuldigt sich jeweils damit, dass er nicht über den berühmten grünen Daumen verfügt. Aber wer weiß, vielleicht ahnt er nur noch nichts von seinem Glück. Möglich, dass er seinen Daumen total unterschätzt.
Aber egal, ob unser Katzenersatzpfleger meine „Columnea“ oder „Rachenrebe“ zum Blühen animiert hat oder ob die kleine Bewässerungskugel, die ich ihr vor unserer Reise verpasst habe, dieses Zauberkunststück mit den schicken roten Blüten vollbracht hat. Wichtig ist, dass sie blüht. Und das tut sie über und über. Aber seht selbst!

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Dabei soll sie ein richtiges Sensibelchen sein, wie ich nun gelesen habe. Aber wer weiß, vielleicht gefällt es dem Sensibelchen bei uns Silberdistels.
Sie mag angeblich hohe Luftfeuchtigkeit, einen hellen Platz und Zugluft ist so gar nicht ihr Ding. Die hohe Luftfeuchtigkeit bringt vielleicht unsere Küche mit sich. Wo man kocht, dort lässt sich vielleicht nicht nur der Mensch gern nieder, möglicherweise auch gern das eine oder andere Pflänzchen. Nur hat es beim Pflänzchen wohl weniger mit gutem Essen zu tun. Vielmehr mag es im Pflänzchenfalle mit der etwas höheren Luftfeuchtigkeit als an anderen Örtlichkeiten im Hause zu tun haben. Direkt vor dem Fenster, vor dem sie hängt, dürfte es hell genug sein und zugig ist es dort eher selten. Scheinbar passte rein zufällig alles.
Ich will nur hoffen, dass sie mir nicht auf einmal übel nimmt, dass ich jetzt all ihre Ansprüche kenne und nun nichts mehr nur rein intuitiv tue, was ihre Behandlung betrifft. Aber wenn ich es ihr nicht verrate, merkt sie eventuell gar keinen Unterschied zur Pflege zuvor. Und vielleicht, vielleicht erfreut sie uns dann ja sogar noch öfter mit ihrer roten Blütenpracht.

Nein, nein, keine entlaufene Katze. Sie ist noch da und läuft bereits wieder etwas entspannter durch die Gegend – unsere Torty.

Nein, es blüht uns zur Abwechslung etwas Schönes – nämlich zwei meiner Wachsblumen erfreuen uns mit ihren hübschen Blüten. Ihre Blätter schauen tatsächlich aus, daher wohl auch ihr Name, als wären sie mit einer feinen Wachsschicht überzogen. Besonders die Hoya carnosa glänzt im wahrsten Sinne des Wortes nicht nur mit ihren rosa Blüten, sondern auch mit ihren glänzenden Blättern.
Vielleicht aber kennt der eine oder andere sie auch unter der Bezeichnung Porzellanblumen. Diesen Namen verdanken sie ihren an feines Porzellan erinnernden Blüten.

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Der Duft der Blüten allerdings ist gewöhnungsbedürftig. Selbst wenn ich einmal nicht mitbekommen habe, dass eine meiner porzellanblumigen Mitbewohner an versteckter Stelle erste Blütenknospen entfaltet hat, erkenne ich am Geruch, dass wieder einmal irgendwo im Hause eine Hoya blüht.

Neben der Hoya carnosa, die oben in der Bilderschau zu sehen ist, blüht außerdem noch eine Hoya, die mit herzförmigen Blättern daherkommt. Wegen dieser herzigen Blätter wird sie oft auch mit einem einsamen Blättchen in Erde gesteckt und zum Valentinstag als kleines Geschenk für die Liebste oder den Liebsten angeboten.
Wenn man viel Glück hat, dann wächst dieses Blättchen sogar an. So ging es mir einst. Ich bekam ein solches Minitöpfchen einmal von einer meiner Töchter geschenkt. Wenn ich mich recht erinnere, war es allerdings nicht zum Valentinstag. Aber egal, das Blättchen stand ewig auf meiner Fensterbank. Das eine Herzchen blieb ein einzelnes Herzchen. Da es aber immer noch hübsch grün aussah, gab es auch keine Veranlassung, es nicht an seinem Platz unter den anderen Zimmerpflanzen auf der Fensterbank zu belassen. Ich würde heute glatt behaupten, es dauerte länger als ein Jahr und dann, dann tat sich tatsächlich noch etwas an meinem Herzblatt.
Ob es an meinem liebevollen Blick lag, der tagtäglich auf dem Herzchen ruhte oder/und an den regelmäßigen Wassergaben, mit denen ich es versorgte, wenn ihm durstig war? Oder vielleicht an meiner unendlichen Geduld, die mich immer noch auf ein kleines Wunder hoffen ließ, auf das Wunder, dass das Herzchen zu schlagen beginnen würde.
Ich weiß es nicht. Jedenfalls schob sich eines Tages ganz vorsichtig eine kleine grüne Spitze aus dem Herzen, die es dann aber plötzlich ganz eilig hatte, so als hätte die Pflanze durch ihre lange Ruhephase etwas Wesentliches in ihrem Leben verpasst. Sie wollte offensichtlich ganz schnell alles nachholen. Sie wollte endlich leben, das Leben genießen, wachsen und gedeihen und groß und stark werden.
Inzwischen ist aus meiner Herzigen eine recht ansehnliche Pflanze mit vielen hübschen Herzen geworden und seit einigen Jahren blüht sie auch recht zuverlässig. Und eben weil sie mich einst so lange warten ließ, liegt sie mir ganz besonders am Herzen und die Freude ist jedes Mal riesig, wenn ich die ersten Blütenknospen entdecke. Und hier unten in der Bilderschau ist sie, meine Herzige – eine Hoya kerrii.

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Ich schrieb es bereits in meinem Neujahrsbeitrag, das Jahr 2016 war uns Silberdistels durchaus recht gewogen. Wir haben viel Schönes erleben dürfen und dafür sind wir sehr dankbar. Sicher, es gab auch einige Dinge, die nicht so gelaufen sind, wie wir es uns erhofft hatten, aber am Ende überwog doch bei Weitem das Positive.

Andere Menschen werden nicht so dankbar auf das vergangene Jahr zurückschauen können, vielleicht haben sie einen lieben Angehörigen oder Freund verloren. Aber auch erstaunlich viele Prominente sind  2016 für immer von uns gegangen. Oder erschien es nur mir so, dass ausgerechnet im vergangenen Jahr in die Reihen von Politikern, Musikern und Schauspielern erstaunliche Lücken gerissen wurden? Menschen, die wir mit markanten Wendepunkten in unserem Leben in Verbindung bringen, oder solche, die uns mit ihrer Musik oder ihren Filmen ein Stück durch unser Leben begleitet haben, mussten sich für immer verabschieden. Ich möchte hier nur Hans-Dietrich Genscher, Götz George und Manfred Krug nennen.
Aber es gab auch Menschen, die vorzeitig einen gewaltsamen Tod sterben mussten, die eigentlich ihr Leben noch vor sich hatten. Ihre Angehörigen und Freunde werden auf das Jahr 2016 ganz sicher nicht mit Dankbarkeit zurückblicken. Ich denke da beispielsweise an die Menschen, denen das Zugunglück von Bad Aibling in Bayern zum Verhängnis wurde, oder an die Opfer des Anschlags auf den Berliner Weihnachtsmarkt im Dezember – tragische Ereignisse, die wohl niemanden unberührt gelassen haben.

Wir Silberdistels hatten in all dem Unglück, das es 2016 auch in noch anderer Form rund um den Erdball gab, Glück. Das Jahr 2016 war gut zu uns. Es hat uns rundum verwöhnt und wir wissen das sehr zu schätzen und wir haben all diese schönen Augenblicke in unserem Leben gern in uns aufgenommen. Sie haben uns Kraft gegeben und uns ein wenig mit den Jahren zuvor versöhnt, in denen wir schwer zu tragen hatten. Vergessen werden wir diese Jahre dennoch nicht, werden sie uns doch immer an liebe Menschen und einen lieben Kater erinnern.

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Januar 2016
Das Jahr 2016 beginnt für uns allerdings gar nicht so lustig. Man hätte schon fast glauben können, es würde so weitermachen wie das Vorjahr und dabei scheint ihm ein kleiner getigerter Vierbeiner Schützenhilfe zu leisten. Unser pelziger Mitbewohner, der hier im „Bücherstaub“ auch als  „Kleines Übel“ schon mehrmals Furore machte,  schrottet gleich zum Jahresauftakt Herrn Silberdistels Laptop. Herr Silberdistel trägt es zum Glück mit Fassung und gibt weder dem Jahr, noch unserem kleinen Tunichtgut die Schuld an diesem Unfall. Wer sich Katzenjungspunde ins Haus holt, muss halt auch mit derartigen Ereignissen leben können.

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Die „Stunde der Wintervögel“ im Januar ist nicht nur für mich wieder ein spannendes Ereignis, auch die Katzen schauen begeistert in den Garten auf die flatternden Gesellen. Unsere graue Eminenz führt die Jungspunde in diese wichtige Aufgabe ein.

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Der Januar ist auch der Monat, der unsere beiden Katzenkinder mit ihrem ersten Winter an sich bekanntmacht. Es gibt z. T. recht eisige Temperaturen – zunächst noch ohne Schnee, der folgt aber bald.  Und genau da ist der Augenblick gekommen, an dem unsere Jungspunde ihren ersten richtigen Freigang erleben sollen. Das ist eine aufregende Zeit für die jugendlichen Pelzträger und auch für uns Menschen.

Ende Januar setzt das Jahr 2016 erneut zum Gegenschlag an. Unsere beiden Katzenkinder werden ziemlich krank – Fieber, Erbrechen, Durchfall. Wer tierische Mitbewohner hat, wird wissen, wie sehr man in solch einem Fall mitleidet. Fünf zittrige Tage bangen wir um unsere beiden Jungspunde. Torty geht es vergleichsweise schnell wieder gut, Keks dagegen macht uns ernsthaft Sorgen. Aber dann wendet sich alles zum Guten, Keks behält die ersten kleinen Nahrungsbröckchen bei sich und bald darauf blitzt wieder der Schalk in seinen Augen und wir bringen vorsichtshalber schnell unsere Laptops in Sicherheit. Und nach diesen beiden aufregenden Ereignissen hatte uns das Jahr dann offensichtlich genug erschreckt – fast, denn im Dezember hatte es noch einmal einen Schrecken im Gepäck.

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Februar 2016
Nach den kalten und verschneiten Januartagen zeigt sich der Februar vergleichsweise mild. Auch wenn die Landschaft zwischendurch noch einmal von einem leichten Schneehauch bedeckt wird, der Frühling drängt bereits überall ans Licht.
Und der Frühling schlägt auch bei unseren beiden Jungspunden zu. Da wir Silberdistels nicht vorhaben, eine Katzenzucht aufzumachen, müssen wir etwas gegen die aufwallenden Hormone unserer pelzigen Mitbewohner tun und so machen wir beim Tierarzt einen OP-Termin aus. Torty, offensichtlich die Stärkere der beiden Pelzträger, ist auch hier wieder erstaunlicherweise schneller obenauf als Keks.

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Zum Ende des Monats bin ich wieder einmal an der Warnow unterwegs. Das Wasser des Flusses glitzert an diesem späten Nachmittag bereits im rötlichen Licht der Abenddämmerung und auf einmal höre ich wohlbekannte Frühlingslaute hoch über mir in den Bäumen. Die ersten Stare des Jahres erzählen von ihrer Reise. Kein Zweifel – der Frühling hält endgültig Einzug.
Im Februar haben wir auch wieder Geburtstage zu feiern, einer davon ist der 93. meiner Mutter. Leider gehört für uns zu diesem Tag nicht nur Freude, sondern auch ein bitterer Wermutstropfen. Dieser Tag verbindet sich seit einigen Jahren auch mit dem Todestag meines Vaters.

März 2016
Der März lockt mich hinaus zu ersten Aufräumungsarbeiten in den Garten. Schließlich soll alles, was blühen will, auch ungehindert ans Licht kommen dürfen.

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In diesem Monat bricht sich der Frühling nicht nur im Pflanzenreich Bahn, auch vom Himmel hören wir ihn rufen – riesige Kranichformationen zieht es zu ihren Nistplätzen. Und apropos Nistplätze – ich besuche im März auch wieder einmal die kleine Zwerghuhnfamilie, von der hier im „Bücherstaub“ schon ab und zu einmal die Rede war, und ich bekomme sogar pünktlich zum Osterfest ein paar der niedlichen kleinen Eier geschenkt.

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Das Osterfest verbringen wir Silberdistels allerdings gemeinsam mit unseren Enkelkindern in Bayern. Wir haben viel Spaß beim Ostereiersuchen und auch sonst beim gemeinsamen Spiel.

April 2016
Der April gehört fast ausschließlich dem Garten. Vieles, was ich schon lange geplant hatte, beginne ich endlich umzusetzen. Im Wintergarten gibt es z. B. mit neuen Pflanzkästen viel Platz viel Kräuter, Tomaten und Paprika.

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Die Katzen leisten mir bei allem fleißig Gesellschaft und von dem kurzen winterlichen Aufbäumen zum Ende des Monats lassen sich weder die Frühblüher im Garten, noch die  Katzen beeindrucken. Und mir, mir geht es natürlich nicht anders, schließlich haben wir April und so etwas gehört natürlich zu seinen kleinen Späßen. Obwohl … ein bisschen Staunen von Seiten der Katzen ist schon angesagt.

Mai 2016
Für Mai war eigentlich unser Wanderurlaub in der Rhön geplant. Leider kommt meinem Herrn Silberdistel etwas dazwischen, sodass wir den Urlaub auf den Herbst verschieben. Ich bin so gar nicht böse darüber, denn der Garten wartet auf weitere Umgestaltung.

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Zunächst aber bin ich auch im Mai wieder, wie auch regelmäßig in den Monaten zuvor, bei meiner Mutter in Wismar. Dieses Mal fahre ich durch ein gelbes Mecklenburg – der Raps blüht.
Im Mai ist wieder zur „Stunde der Gartenvögel“ aufgerufen. Natürlich sind wir ebenfalls dabei. Allerdings ist das Wetter an diesem Wochenende nicht sehr gartenvogelfreundlich. Dennoch zählen wir fleißig die Federbälle, die unseren Garten besuchen oder vom Dach gegenüber misstrauisch zu mir und meiner pelzigen Mitarbeiterin hinüberschauen.
Im Mai beginne ich mit meinem größten Gartenumgestaltungsprojekt – mit einem neuen Teichlein. In ihm finden auch meine fleischfressenden Pflanzen Platz und es dient zugleich als Ablauf für das Wasser aus der Regenrinne vom Wintergartendach – ein Experiment, das, aus der Erfahrung eines inzwischen fast 3/4 Jahres gesprochen, perfekt funktioniert.

Juni 2016
Auch der Juni ist ein perfekter Gartenmonat. Es gibt viel Blühendes zu sehen – sowohl draußen unter freiem Himmel, als auch im Wintergarten, in dem z.B. die Kakteen zeigen, was sie können.

Der Juni ist nicht nur ein reich blühender Monat, er ist auch ein Monat, in dem die Vogelwelt ihren Nachwuchs hinaus ins feindliche Leben entlässt. Und wie gefährlich die Welt für ein so junges Vogelleben ist, müssen wir selbst voller Schrecken erleben, als eines Tages unsere Torty mit einem Eisvogel von einem Gartenausflug zurückkehrt. Zum Glück kommt der hübsche Vogel mit dem Schrecken davon. Wir nehmen es zumindest an, denn wir konnten ihn wohlbehalten wieder in die Freiheit entlassen.

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Die wichtigsten Gartenarbeiten sind geschafft. Ich habe Zeit und Lust zum Nähen. Aus Stoffresten bekommt unsere Sitzecke im Wintergarten ein neues sommerlich grünes Outfit. Scherzhaft bezeichnen wir unseren Wintergarten von da an als unsere „Grüne Hölle“, in der wir uns allerdings sehr wohlfühlen, denn auch die kommenden Monate verbringen wir mehr in dieser „grünen Hölle“ als in einem anderen Raum unseres Hauses.

Juli 2016
Der Juli beginnt für mich mit einem Ausflug nach Warnemünde. An diesem Tag, kurz nach der „Warnemünde Woche“, die immer mit großen Segelereignissen verbunden ist, wehte ein recht steifer und kühler Wind – für Segler sicher ideales Wetter, für Badegäste eher weniger.

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Aber durch die wegen des Wetters eher spärlich am Strand vorhandenen Badegäste , komme ich doch noch zu ein paar Fotos. Mir macht die Zeit am Wasser viel Spaß, war ich doch lange nicht mehr hier. Ich merke erst jetzt, wie sehr mir die See, die salzige Luft, die ganz eigene Atmosphäre hier gefehlt hat. Schön, wieder einmal in meinem geliebten Warnemünde zu sein.

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Der Juli hält noch zwei andere schöne Ereignisse für uns bereit. Unsere Jungspunde und unsere graue Eminenz feiern Geburtstag. Die beiden Geschwister werden zu Anfang des Monats ein Jahr alt und unsere First Lady erlebt gegen Ende des Monats bereits ihren 13. Sommer.

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Und sonst ist der Juli natürlich ein wundervoller Gartenmonat. Wir genießen ihn in vollen Zügen und es gibt immer wieder erhebende Momente, wie z. B. den Augenblick, als unsere Echinopsis subdenudata“ eines Nachts ihre wundervolle weiße Blüte öffnet. Und so geht auch der Juli mit vielen schönen ruhigen, bezaubernden und entspannenden Stunden vorüber.

***

Bis hierher – Ende Juli – war das Jahr 2016 für uns recht ruhig, nahezu gemütlich und entspannt gelaufen. Ab August wurde es dann durchaus etwas aufregender und abwechslungsreicher. Wir sind viel herumgereist, haben viel Neues erlebt und wir hatten auch unsere Enkeltochter für eine ganze Weile zu Besuch. Aber darüber erzähle ich demnächst – im Teil II meines Jahresrückblicks.

Ja, so etwas gibt es auch. Bei mir im Zimmergarten wohnen einige dieser Fans. Sie laufen erst so richtig zur Hochform auf, wenn die Sonne nur so vom Himmel knallt, uns Menschen bereits das Atmen schwerfällt, weil die Luft zu stehen scheint und gefühlt nur noch minimale Mengen an Sauerstoff enthält. Wir lechzen nach einem schattigen und möglichst kühlen Plätzchen, nach Eis, erfrischenden Getränken und tun mögen wir so gar nichts mehr. Wir lassen uns einfach hängen. Das Gehirn arbeitet nur noch im Spargang, wenn überhaupt. Wir konnten das alles gerade einmal wieder fleißig üben, als die Anzeige des Thermometers tagsüber zwischen 30 und 40° C umhertänzelte.
Ich habe da einige kleine grüne Mitbewohner, die ganz wild sind auf das, was uns Menschen jetzt fast schon zu viel war – kleine grüne Mitbewohner mit einem stacheligen Köpfchen. Sie finden solche Tage voller Hitze fantastisch. Während wir die Sonnencreme, Sonnenbrillen und -hüte hervorkramen, unsere Füße in Bottiche mit kaltem Wasser hängen, schmeißen diese grünen Mitbewohner die Sonnenbrille glatt in die nächste Ecke und recken ihr Stachelgesicht voller Wonne der heißen Scheibe dort oben am Himmel entgegen. Je sonniger es ist, umso mehr zeigen sie, wie fantastisch sie dieses für uns Menschen fast unerträgliche Klima finden. Sie genießen es und blühen im wahrsten Sinne des Wortes jetzt erst so richtig auf. Beispiele gefällig? Hier sind sie – meine kleinen stacheligen aufgeblühten Sonnenanbeter. Natürlich verbringen sie diese für sie herrlichste Zeit des Jahres nicht im Zimmergarten, sondern an der frischen heißen Gartenluft.

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Auf jeden Fall hat das mein Weihnachtskaktus (Schlumbergera) so beschlossen. Er blüht pünktlich zum Advent. Obwohl … er blüht auch gern zu Ostern noch ein zweites Mal, wenn auch nicht ganz so üppig wie in der Weihnachtszeit. Wegen dieser doppelten Blühfreude, die er zweimal jährlich zu genannten Feierlichkeiten an den Tag legt, muss er sich inzwischen so ganz familienintern von uns Silberdistels die Bezeichnung Weihsternkaktus  gefallen lassen. Beleidigt scheint er wegen dieser Namenswahl nicht zu sein, offensichtlich ist das eher Ansporn für ihn, diesem Namen gerecht zu werden, denn er blüht bereits seit etlichen Jahren ganz zuverlässig zu diesen beiden Terminen. Somit hat er sich zum diesjährigen 1. Advent endlich einmal einen extra Blogbeitrag verdient.

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So kommt das Prachtstück natürlich auch in einem satten weihnachtlichen Rot daher. Mit Sicherheit könnte er jede Weihnachtsmannmütze vor Neid erblassen lassen. Aber nein, das wollen wir nicht, nicht wahr, Ihr Weihnachtsmannmützen? Wenn Ihr Euch nämlich ordentlich freut, dann strahlt Ihr ganz sicher mindestens ebenso wundervoll rot wie die Blüten von unserem kleinen Weihnachtskaktus. Na, kommt da nicht schon ein bisschen Freude auf, die das Mützchen leuchtend erstrahlen lässt? Gaaaaanz sicher, oder?
Und so wünschen wir Silberdistels samt unserer pelzigen Herrschaft und natürlich samt freundlichem Weihnachtskaktus allen, die heute durch die vorweihnachtlichen Bücherstaubflocken hinein in unser Weihnachtszimmer blinzeln, einen wunderschönen 1. Advent.

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Wir werden es uns heute sehr gemütlich machen – bei Kerzenschein, wunderschöner Weihnachtsmusik und dann, dann gibt es da noch diese herrlichen kleinen Angeber-Muffins, die sich ab heute Weihnachts-Muffins  😀 nennen dürfen. Also, macht auch Ihr es Euch schön!

Es blüht wieder einmal in Silberdistels Zimmergarten. Die erste Hoya hat ihren Frühlingsgefühlen Luft gemacht. Wie schon so oft, habe ich es auch dieses Mal erst bemerkt, als ich abends in der Nähe der Pflanze stand und mir ein recht bekannter, ein wenig strenger, aber nicht unangenehmer, Duft in die Nase stieg. Erstaunt schaute ich die vor mir auf dem Fensterbrett stehenden Wachsblumen oder Porzellanblumen, wie man sie auch noch nennt, an. Wie konnte es sein, dass ich nicht schon eher bemerkt hatte, dass eine der Blumen kurz vor der Blüte stand? Heimlich, still und leise hat die „Hoya spec. sulavesi“ Knospen geschoben und sie wahrscheinlich gerade erst an diesem Tag, als ich abends vor ihr stand, entfaltet. Der Duft der Blüten ist ohnehin zum Abend hin und in der Nacht am stärksten. Wie hübsch diese kleinen wachsartig glänzenden Blüten doch sind. Ich freue mich immer wieder neu darüber, und natürlich möchte ich auch Euch an meiner Freude teilhaben lassen, auch wenn ich Euch diese Hoya mit ihren hübschen Blüten hier schon mehr als einmal gezeigt habe.

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