Mit ‘Yoga’ getaggte Beiträge

Ssssssrr sssssrr sssssrr sssssrr sssssrr sssssrr … Was ist denn das für ein Geräusch? Bringt mir etwa ein Bienchen zu dieser späten Jahreszeit noch ein Ständchen? Im Sommer gab es kaum Insekten und nun, nun hat sich eins dieser pelzigen Brummer häuslich in meinem Zimmer eingerichtet?
Langsam wende ich meinen Kopf vom PC-Bildschirm weg in Richtung des sirrenden Geräusches, das vom Fenster zu kommen scheint. Nein, irgendwie muss der Sänger etwas unterhalb des Fensters sitzen. Da, er muss auf der Heizung …
Und schon klappt mir vor lauter Verblüffung der Unterkiefer herunter. Sprachlos blicke ich auf das singende Etwas, das jetzt, nachdem ich es entdeckt habe, noch lauter zu singen scheint. Das auf- und abschwingende Geräusch klingt nun in meinen Ohren auch etwas anders als das feine melodische Summen dieser lustigen pelzigen Insekten aus dem Garten. Dieses Summen hier mit dem leisen r-Kratzer am Ende gleicht mehr einem verzweifelten Hilferuf. Und Hilfe ist wohl in der Tat angesagt. Ganz schlapp und gebrochen hängt der Sänger mit der kratzigen Stimme gerade noch so mit dem  sprichwörtlichen seidenen Faden an seinem Platz. Krampfhaft klammert er sich fest, als wisse er, dass ohne ihn hier nichts, aber auch gar nichts mehr geht. Trotz tiefer Wunde will er weiter seiner Pflicht nachkommen.
Nur … ich befürchte, ihm ist nicht mehr zu helfen. Seine letzte Stunde dürfte gerade geschlagen haben – seine letzte Stunde als derjenige, der lange Jahre zuverlässig über gemütliche Wärme in meinem Zimmerchen wachte. Nun, nun werden wir ihn zur letzten Ruhe betten müssen. Seine Wunde ist zu tief, geht sie doch mitten durch sein Herz. Es schmerzt mich sehr, ihn so sehen zu müssen. Helfen können wir ihm wohl nur noch, wenn wir ihn von seiner Arbeit entbinden, ihn abschrauben von seinem zweiten Ich – vom Heizkörper, mit dem er so viele Jahre eng verbunden war.
Danke, Du Lieber, Du lieber Heizungsthermostat für die vielen Jahre, in denen Du mir immer und genau zur rechten Zeit Wärme und Wohlbefinden geschenkt hast. Mit Deiner Hilfe hatte mein Zimmerchen erst das besondere Etwas – unendliche Gemütlichkeit und ich warme Füße.

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Sieht der arme Kerl nicht echt jammervoll aus – wie er dort so schief, traurig und mit gebrochenem Herzen hängt? Was aber ist ihm nur zugestoßen? So ein Teil bricht doch nicht einfach aus heiterem Himmel ab – ohne fremdes Zutun.
Nachdem Herr Silberdistel den schwer Gebrochenen von seinem Leiden erlöst hatte, mussten wir einen Kollegen des verunglückten Heizungsthermostaten aus dem Ruhestand zurückrufen. Glücklicherweise war der Ruheständler willig, seinen Dienst am Heizkörper noch einmal aufzunehmen.

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Aber wie es so ist mit der etwas älteren Generation, sie steht mehr auf Handfestes und einfach zu Handhabendes. So ist also vorerst wieder meine Mitarbeit angesagt. Was eben noch die moderne Technik wie von allein auf wundersame Weise vollbrachte, muss z. T. nun wieder ich tun, um mein Zimmerchen warm und gemütlich zu halten. Ich muss dem alten Herrn Thermostaten zumindest sagen, wann er schalten und walten soll. Aber er meinte, das würde er hinkriegen. Ausgeruht wäre er ja durchaus. Und wieder einmal eine Aufgabe wäre gar nicht so übel.

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Tja, aber wem der jugendliche vollautomatische Wärmeregulierer diese klaffende Wunde zu verdanken hat, das würden wir Silberdistels nur zu gern wissen.
Einen Verdacht haben wir da schon. Ach, was sag ich? EINEN Verdacht? Es gibt sogar mehrere Verdachtsmomente – pelzige Verdachtsmomente.

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Als ich den ersten … ähem … Verdachtsmoment – die graue Eminenz – mit den nackten Tatsachen konfrontiere und frage,  ob sie nicht versehentlich …. auf den Thermostaten  getreten sein könnte, ernte ich einen empörten Blick. Sie? Mit ihrem Leichtgewicht? Da könne eher ich, die Silberdistel, darüber nachdenken, ob ich nicht auf dem Thermostaten Balanceübungen gemacht hätte, sprach’s und …

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… schaute konsterniert ob dieser haltlosen Verdächtigung zum Fenster hinaus. Für die Beantwortung weiterer Fragen stand die graue Lady nicht mehr zur Verfügung.

Nun ja, ich muss zugeben, sie ist wirklich ein Leichtgewicht. Und große Sprünge macht sie eh nicht mehr. Sie geht alles langsam und ruhig an. Und ihr Forscherdrang ist auch nicht mehr so groß wie einst, schließlich ist sie inzwischen so alt und weise, dass es fast nichts mehr gibt, was sie nicht weiß. Warum also sollte sie plötzlich wissen wollen, wie ein Heizungsthermostat funktioniert und nach seinem Innenleben schauen wollen? Ich glaube, wir können sie bedenkenlos von der  Verdächtigenliste streichen.

Dann wäre da noch ein weiterer Kunde, ein Kunde, der bereits so einiges auf dem berühmten Kerbholz hat. Ich denke da nur an Herrn Silberdistels PCli oder an unseren krallengestylten Fliegenvorhang im Wintergarten. Ich werde den Burschen mal befragen.

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„Hähhh, was, wie, wo? Heizung? Ich hab‘ keine Ahnung, wovon Du sprichst, Silberdistel. Ich hab‘ doch genug mit der Mäusejagd zu tun. Wie sollte ich da noch Zeit haben, um irgendwelche Heizungs …, Heizungs … was(?) zu untersuchen? Auf was für Ideen Du kommst, Silberdistel. So, nun mach endlich die Tür auf, ich hab‘ draußen einen Maustermin“, sprach’s und …

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… machte sich auf und davon in den Garten.

Hm, tja, da bleibt dann wohl nur noch ein Kandidat aus der Liste der Verdächtigen übrig. Besser gesagt: Eine Kandidatin – eine, die überaus klettergewandt und auch sehr klettertüchtig ist. Na, und ihr Forscherdrang grenzt fast schon an Besessenheit.

Ah, da ist sie ja, die Hauptverdächtige. Sie scheint gerade schwer beschäftigt zu sein. Na, mal schauen, ob wir trotzdem bei der Dame Gehör finden.

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„Hallo, Torty, hast Du ein paar Sekunden Zeit für mich? Ich muss Dich was fragen.“

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„Frag‘, aber beeil Dich, Silberdistel. Ich hab‘ zu tun.“

„Sag mal, Torty, weißt Du, wer den Thermostaten vom Heizkörper in meinem Zimmer zerbröselt hat?“

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„Den was, Silberdistel?“

„Das Teil, das an der Seite oben an der Heizung in meinem Zimmer hängt. Es reguliert normalerweise die Wärme vom Heizkörper. Aber damit ist es nun vorbei, weil es kaputt ist und schräg auf halb acht hing.“

„Ach dieses Dingens meinst Du. Aber, wer das war, Silberdistel, das fragst Du jetzt nicht im Ernst, oder? Du kannst nämlich froh sein, dass Du mich nicht mit zerschmettertem Hirn aufgefunden hast und Du nicht noch zusätzlich zu den Kosten für ein neues Heizungdingsda auch noch hohe Kosten bei meinem Arzt Deines, wohlgemerkt nicht meines, Vertrauens zu tragen hast. Du, Du allein, Silberdistel, bist die Schuldige an dem schiefen Thermosdings. Als ich wie immer von Deinem Schreibtisch aus auf meinen Fensterplatz steigen wollte, musste ich wieder einmal zunächst einen Müllberg bewältigen, bevor ich auf meinem Lieblingsplatz abruhen konnte.“

„Einen was? Einen Müllberg, Torty?“

„Na, was war dieses rutschige Gerümpel, das mich in die Tiefe rauschen ließ, denn sonst? Im letzten Moment konnte ich mich noch an diesem Heizungsdings festkrallen. Aber besonders hilfreich war es nicht. Mit einem lauten Knack hat es mich dann doch noch abgeworfen.“

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„Ach deshalb lagen meine Bücher und CDs dort unten vor statt auf dem Schreibtisch. Aber Gerümpel, Torty, ist was anderes. Ich dachte, Du als versierte Ornithologin könntest zwischen wertvollen Sachbüchern und Gerümpel sehr wohl unterscheiden.“

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„Guck hier, Silberdistel, auf diesen Fuß ist am Ende noch eins von Deinen wertvollen Sachbüchern gedonnert. Ich hab‘ unter Schmerzen gelitten und Du, Du jammerst, weil der Müll unten lag und das Heizungsdings zerbrochen ist.“

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„Okay, Torty, ich seh’s ein, ich bin an der ganzen Misere schuld. Aber Du musst ja ganz schön Schwung gehabt haben, als du den Thermostaten abgebrochen hast. Naja, und Dein momentanes Wintervorbereitungsgewicht ist ja auch gar nicht mal das einer fliegengewichtigen Katze. Da kam wohl eins zum anderen.“

„Unterstelle mir mal jetzt nicht Unsportlichkeit wegen zu hoher Körperfülle, Silberdistel. Du kannst gern ausprobieren, ob Du Deinen rutschigen Müllberg besser hättest bewältigen können. Du hättest bestimmt gleich die ganze Heizung abgebrochen.“

„Okay, okay, Torty, ich seh’s ein. Es war alles meine Schuld. Und Euren Zugang zum Fenster, den ich gerade schon wieder als Ablage benutzt habe, werde ich auch gleich beräumen. Kannst Du mir noch einmal verzeihen, dass ich Dir Bücher in den Weg gelegt habe?“

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„Ja, ja, schon verziehen, Silberdistel! Und so wie jetzt sieht der Fensterzugang schon besser aus. Das kleine Teil da darfst Du liegen lassen, das rutscht nicht. Das hab‘ ich schon öfter getestet. So und jetzt muss ich meine Verletzung noch ein wenig pflegen.“

„Ach, Du pflegst Deine Verletzung, Torty? Und ich dachte, Du machst Yoga.“

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„Auch, Silberdistel, auch. Ich verbinde das Angenehme mit dem Nützlichen. Ich muss schließlich fit bleiben. Wie ich gemerkt habe, lauern überall Gefahren, auch dort, wo man sich sicher glaubt, in den eigenen vier Wänden.“

Vor einer ganzen Weile hatte ich schon einmal darüber berichtet, dass es in unserer silberdistelschen Familie zwei Yoga-Liebhaber gibt – mich selbst und den Kater des Hauses. Im Laufe der Zeit ist aus meiner Solo-Übung ein gemeinschaftliches Entspannungs-Training geworden. Eines Tages nämlich gesellte sich der Kater während meiner Übungen zu mir, schaute mir eine Weile interessiert zu, vielleicht nicht wenig erstaunt oder verwundert darüber zu sehen, dass ich versuchte, mich einigermaßen annähernd wie eine Katze zu verbiegen und zu verrenken. Offensichtlich meinte er nach ausgiebiger Begutachtung meiner Bemühungen, mir zeigen zu müssen, wie es richtig geht.

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Als ich mich gerade anschickte, mich auf eine meiner stehenden Übungen vorzubereiten, besetzte der Kater den vorderen Teil meiner Yogamatte.

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Kurz darauf bewies mir mein tierischer Yoga-Meister, wie elastisch und beweglich eine Katze wirklich ist und wie weit ich von dieser Hohen Kunst mit meinen lächerlichen Yogaübungen noch entfernt war.

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Wenig später nach dieser kleinen Lehrvorführung gab mein Yogalehrer die blaue Matte wieder frei, legte sich auf den Teppich neben mich und forderte mich auf, ihm nachzueifern. Im Laufe vieler weiterer Übungsstunden schaute ich meinem Meister so einiges ab und bildete mir bereits ein, gar nicht so schlecht zu sein. Doch dann erhielt ich einen enormen Tiefschlag. Zufällig las ich bei Kastanies-Leseecke und staunte nicht schlecht. Nicht nur für mich, auch für meinen Kater gibt es noch viel zu lernen. Inzwischen arbeiten wir beide intensiv an der Vervollkommnung unserer gemeinsamen Yogaübungen. Wie das geht, konnten wir genau dort bei Kastanie lernen, nämlich in ihrem Beitrag „Katzen und Yoga“.

Ein kleines Video vervollständigte den interessanten Post, der zugleich auch auf ein Buch von Susanne Fröhlich „Der Hund die Krähe, das Om … und ich“ verweist. Wer mag, kann sich also auch gleich noch lesetechnisch mit der Kunst des Yoga befassen. Was jedoch für meinen Kater und mich am wichtigsten war, endlich wissen wir nun, wie wir zu einem außerordentlich harmonischen Kater-Mensch-Yoga-Team zusammenwachsen können. Das Video aus Kastanies Beitrag gab uns Aufschluss darüber, wie es geht.

Yoga mit Kater

Tagtäglich eifern wir seit jenem Tag, als dieses kleine Video in unser Leben trat, dem Yoga-Paar aus dem Lehr-Film mit seiner Schritt-für-Schritt-Anleitung nach und üben und üben und üben. Übung macht schließlich den Meister. Inzwischen sind wir, wie man sieht, uns und der Hohen Yoga-Kunst, die das Video in überaus hohem Maße veranschaulicht, bereits ein ganz klein wenig nähergekommen 😉

Vor einer ganzen Weile habe ich schon einmal darüber berichtet, dass unser Kater eine kleine Leidenschaft hat, die er mit mir teilt. Diese Leidenschaft heißt Yoga. Kaum breite ich meine Übungsmatte auf dem Fußboden aus, ist unser Kater zur Stelle.  Wenn ich mich nicht schnell genug darauf platziere, habe ich schlechte Karten. Dann muss ich auf dem Teppich üben. Da man Yogaübungen ja nun nicht hektisch, sondern ganz ruhig und nahezu getragen ausführen soll, gehe ich oft schon beim reinen Ausbreiten der Matte in Vorbereitung auf mein Übungsprogramm in mich und führe alle Bewegungen schön ruhig, wenn nicht gar ausgesprochen langsam aus. Oft denke ich in diesen Momenten nur an die Ruhe der Bewegungen und nicht vordergründig an den Kater, der im Hinterhalt lauert. Dies ist nun mein Verderben und des Katers Chance. Bevor ich überhaupt weiß, wie mir geschieht, ist meine himmelblaue Yogamatte besetzt – besetzt von einem Kater, der seine Übungen ebenso wie ich auf einer weichen Matte und nicht auf dem harten Fußboden ausüben möchte – ach was heißt hier möchte, er MUSS sie auf einer weichen Matte ausüben, denn nichts lieben Katzen mehr als weiche Unterlagen. So gibt es einen ewigen Kampf um diese Matte. Mitunter schleiche ich mich neuerdings ganz leise und vom Kater möglichst unbemerkt klammheimlich in mein Zimmer, um ganz in Ruhe für ein halbes Stündchen meinen Entspannungsübungen nachgehen zu können. Einen Nachteil hat dieses Davonschleichen allerdings. Ich muss auf das wundervolle Schnurren verzichten, das die Yogaübungen des Katers gewöhnlich begleitet.

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Vor einigen Tagen nun, ich habe meine Yogaübungen eben hinter mir und komme mit meiner himmelblauen Unterlage aus meinem kleinen Yogaheiligtum, fühle mich frisch und wundervoll entspannt, als mein Gatte mich leise ruft: „Komm mal schnell her und bringe den Fotoapparat mit!“ Wunschgemäß tauche ich wenig später neben meinem Gatten auf. Der deutet wortlos auf unseren Kater.

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In perfekter Yogahaltung liegt ein Yogabär auf der Couch im Zimmer meines Gatten. Wenn das Personal ihn nicht mitüben lässt, absolviert er eben jetzt sein eigenes Yogaprogramm und zwar nicht nur auf einer simplen Yogamatte, sondern auf einer Couch, die viel, viel weicher ist als dieses harte Plastikdingens.

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Genüsslich, ohne die klassische Yogastellung zu verlassen, blickt er so furchtbar entsetzlich wohlig zu mir hinauf, dass mir bei derartig überströmendem Wohlbehagen doch glatt der Neid den Nacken hochkriecht und die eben noch verspürte Entspannung mir wie weggeblasen erscheint. … und des Katers Unterlage – so herrlich blaukariert, eine kuschelweiche Babydecke. Da kann meine Matte eh nicht mithalten. „Siehst Du, hättest Du mal geteilt“, scheint mir der Kater per Augenkontakt zu signalisieren.

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Kurz grüble ich darüber nach, ob ich nicht mit dem Kater tauschen sollte – er die Matte, ich die Couch? 🙄

Vor zwei Tagen habe ich einen Beitrag über Yoga veröffentlicht und darin beschrieben, wie wunderbar Mensch und Tier miteinander harmonieren können, wenn sie beispielsweise gemeinsam Yoga praktizieren. Dass Katzen diverse Yogaübungen perfekt beherrschen und sie immer weiter vervollkommnen, haben schon lange, lange vor mir Traudl und Walter Reiner festgestellt. Sie haben sogar ein Yogafachbuch für Katzen geschrieben. Ich schaue immer wieder einmal in dieses Buch hinein (obwohl es meinem Kater gehört 😉  ), weil ich hoffe, den Meister des Katzenyogas in unserer Familie doch irgendwann einmal an Grazie, Ausdauer und Schönheit bei den Yogaübungen übertreffen zu können. Ich befürchte allerdings, dass ich noch unendlich viel üben muss, um zu einer so hohen Meisterschaft zu gelangen. Auch, wenn dieses Buch schon 1989 erschienen ist, gehört es immer noch zu den Standardwerken des Katzenjammersyogas. Ich glaube, mein Kater kann die Übungen aus diesem Buch in- und auswendig. Er muss schon lange nicht mehr hineinschauen, und wenn es einmal irgendwo aufgeschlagen herumliegt, weil ich mich über einen Übungsablauf noch einmal informieren muss, legt er sich eher AUF das Buch drauf als dass er hineinschaut. Vielleicht ist diese Methode gar nicht so schlecht. Eventuell übertragen sich die Übungen automatisch auf meinen Körper, wenn ich quasi hautnahen Kontakt zu dem Buch habe. Ich sollte das vielleicht einmal in Erwägung ziehen, auch wenn sich mein bibliothekarisches Ich irgendwie dagegen sträubt, sich auf ein Buch zu setzen, geschweige denn zu legen. Aber …, gut, genug philosophiert!

Eigentlich wollte ich allen Katzen schlicht und einfach nur dieses Buch empfehlen. Schaut hinein, zeigt es Eurem Menschen und erlebt gemeinsam wunderbare schnurrige Minuten oder gar Stunden! Ihr werdet es mit Sicherheit nicht bereuen.

Ach, und schnurrige Grüße an die völlig kopflose Katzendame bei Rosenruthie – gute Übung, sprach mein Kater 🙂

Wir machen Yoga

Veröffentlicht: 15. September 2011 in Tiere, Unterhaltendes
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Sitzende Übung

Zur Entspannung und damit ich nicht total einroste, mache ich in regelmäßigen Abständen ein paar Yogaübungen. Wenn ich meine blaue Matte ausbreite, ist sofort unser Kater zur Stelle. Ich muss aufpassen, dass er mir die Matte nicht total streitig macht. Oft genug muss ich sie mit ihm teilen. Wenn ich dann endlich mit meinen Übungen beginnen darf, liegt unser Katerling schnurrend neben mir und dreht und wendet sich, ballt die Pfoten und streckt sie wieder, als würde er fleißig seine eigenen Yogaübungen machen.

Fertig

Immer, wenn ich bei meiner letzten Übung angelangt bin, steht Katerlein schon mal auf (grundsätzlich ist er ein paar Sekunden vor mir fertig), setzt sich an die Tür und sagt: „Mau!“ Er kennt meinen Übungsablauf beinahe genauer als ich selbst und weiß, nach dem Yoga gibt es Abendfutter für Tier und Mensch, damit Entspannung und Zufriedenheit vollkommen sind.

Für mich hat dieses leise schnurrende Hintergrundgeräusch während unserer  Übungen einen besonders entspannenden Effekt. Mir fehlt da richtig etwas, wenn unser Kater, was selten vorkommt, einmal unsere gemeinsame Yoga-halbe-Stunde verpasst.

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