Mit ‘Winterschlaf’ getaggte Beiträge

Katzen sind doch enorm clevere Wesen. Sie können quasi aus nichts immer noch ein Wunder an beneidenswerter Behaglichkeit machen. Okay, ihr pelziges Outfit kommt ihnen da mitunter schon sehr entgegen. Naja, und so ein Pelz ist eben doch alles andere als nichts. Er ist enorm universell einsetzbar. Nicht nur als simpler Wintermantel.

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Da geht noch wesentlich mehr – wie Torty bestens beweisen kann. Schon toll, wenn man sein Kopfkissen stets und ständig dabei hat, oder?
Kein Wunder also, dass Katzen immer und überall schlafen können – äußerst komfortabel noch dazu. Egal, wo sie schläfrig niedersinken, das warme und weiche Kopfkissen ist immer an der Katz und somit sofort und ohne Umschweife einsetzbar.

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Als Torty ihre Lehrvorführung in puncto Kopfkissen, Bequemlichkeit und Behaglichkeit gab, schien uns hier in meinem Teil der Ostseeküste noch die Sonne auf den Pelz und ließ nicht nur Torty vom nahen Frühling träumen.

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Tja, diesen Wetterbericht müssen wir leider inzwischen schon wieder korrigieren. Frau Holle schüttelt gerade noch einmal – zwar mehr oder weniger lustlos – an ihren Betten herum.

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Ob aus dieser lustlosen Bettenschüttelei noch mehr wird? Torty meinte gerade, ihr sei es völlig egal, was die diesen Winter so verwirrte Holle da oben treibt oder nicht. Und schon eilte unsere pelzige Dame beherzten Schrittes ins Bad, sprang auf den Wäschetrockner, stieg dort ins Weidenkörbchen und legte das flauschige milchkaffeefarbene Kopfkissen zurecht.  Das bunte Torty-Köpfchen sank sanft dagegen, die Augen schlossen sich. Schließlich war noch ein zutiefst entspannter Grunzer zu hören und weg war’s, das Kätzchen, im Land der Träume.

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Herr Silberdistel lernte schnell von Torty. Bei solchem Wetter ist ein Mittagsschlaf eine wundervolle Idee. Nur mit dem Kopfkissen klappte es nicht ganz so perfekt wie bei unserer Tortellini. Was man nämlich nicht dabei hat, ist oft schon durch andere besetzt …

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Obwohl, wie man sieht, die doch eigentlich auch wie Torty ihr eigenes Kopfkissen dabei haben … Aber warum sollte man auf Gemütlichkeit nicht immer noch eins drauflegen können?

Schlaftrunken ließ ich heute zu nachtschlafender Zeit die Katzen nach draußen. Herr Silberdistel musste früh raus. Damit es ihm nicht gar so schwerfiel, leistete ich ihm Gesellschaft. Als die Katzen hinaus in den Garten wuselten, fiel mir im ersten Moment gar nicht auf, dass sie kurz stockten. Es war noch dunkel – morgens kurz vor 6 Uhr. Ich musste, um nicht vom rechten Wege abzukommen, im Wintergarten Licht machen. Viel vom Draußen sah ich nicht, zumal  sich die Lampen in den großen Scheiben spiegelten. Was sollte es dort im finsteren Garten auch großartig zu sehen geben? Gut, die Katzen würden mir sicher eine ganze Menge an Interessantem aufzählen können. Aber mich interessierte das gerade so gar nicht. Ich wollte, wenn ich schon nicht ins Bett konnte, wenigstens schnell zurück ins Warme.

Als ich wenig später in der Küche stand, bereits etwas wacher, und mein Blick aus dem Fenster fiel, staunte ich nicht schlecht. Eine dünne Schneeschicht lag auf der Häuserlandschaft vor dem Küchenfenster. War etwa hinten im Garten auch alles weiß? Wie konnte mir das entgangen sein? Ob ich doch kein Licht angeschaltet hatte, als ich die Katzen raus ließ? Eigentlich sollte ich ja den Weg schon so wie mit geschlossenen Augen finden können. Ja, wahrscheinlich war es so, dass ich noch irgendwie schlafwandelnd die Tür zum kalten Garten hin geöffnet hatte, um unseren drei drängelnden Pelzträgern ihren Wunsch nach Freiheit und herrlicher Dunkelheit zu erfüllen.

Wie ich gar nicht soviel später erfuhr, war es im Garten tatsächlich ebenso winterlich weiß wie vor dem Haus. Die Katzenmädels standen schon wieder schreiend an der Wintergartentür und begehrten zügigen Einlass in die wohlige Wärme des Hauses. Nur unser Keks, der war nicht dabei, der musste natürlich erst einmal wieder alles ganz genau anschauen und untersuchen. Die Mädels dagegen sahen in der dünnen weißen Schneedecke wohl eher das Zeichen für eine gemütliche Winterschlafrunde. Entspannt schmissen sie sich auf ihre Lieblingsschlafplätze.

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Die graue Eminenz schaute zwar zwischendurch noch einmal kurz aus dem Fenster, die Welt könnte ja schon wieder ganz anders aussehen, …

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… doch dann besetzte sie schnell meinen Schreibtischsessel, bevor ich vielleicht noch auf dumme Ideen kommen könnte.

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Schließlich weiß man nie, ob sich die Silberdistel nicht auch auf dem Sessel würde zusammenrollen und ein Nickerchen würde machen wollen.
Nur unser Keks, der hatte gerade keine Zeit für den Winterschlaf. Der musste erst einmal seinem Forscherdrang nachgeben. Schlafen konnte er immer noch, denn wer weiß, in letzter Zeit war dieses weiße Etwas immer schnell wieder fort gewesen – noch bevor er es so richtig ergründet hatte.

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Na, und Amsel, Rotkehlchen und Blaumeise hatten ebenso keine Zeit für Winterschlaf, wie Keks nach diversen Ausflügen in die mit einer hauchzarten weißen Schneeschicht bedeckte Winterlandschaft später berichtete.

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…… also an so richtig schön viel Ruhe hier bei uns Silberdistels, denn die rechte Ruhe war bisher dann doch noch nicht eingekehrt.

SternNein, es gab keinen Stress im Sinne von Hektik und Panik, mehr eine gewisse andere Art von Ruhelosigkeit. Wir waren nämlich viel unterwegs, vor Weihnachten schon, dann über Weihnachten und auch danach noch einmal. Über Weihnachten waren wir z. B. bei dem bayerischen Spross unserer Familie. Dort ging es lustig und fröhlich zu. Die Enkelkinder haben uns nicht die kleinste Spielpause gegönnt. Natürlich haben wir tapfer durchgehalten, ging ja auch gar nicht anders. Wer kann schon bittenden Kinderaugen widerstehen. Außerdem … wenn man unter Kindern ist, wird man gewöhnlich selbst wieder zum Kind und die Spiellaune stellt sich quasi von ganz allein ein. Es war schon schön, Weihnachten wieder einmal mit Kinderaugen zu sehen. Dann, am zweiten Weihnachtsfeiertag, riefen auch schon wieder die Heimat und die Katzen nach uns. Wir hatten versprochen, unsere pelzigen Mitbewohner nicht zu lange allein zu lassen. So starteten wir nach einem ausgiebigen Weihnachtsfrühstück, bepackt mit so allerlei Geschenken, in Richtung Norden. Dass einige Gegenden zwischen dem sonnigen Süden und dem kühlen Norden doch noch, wenn auch beinahe ein wenig zu spät, weiße Weihnachten gehabt haben, sahen wir dann auf unserem Weg zurück in die Heimat. Wir fuhren nämlich durch herrlich verschneite Gegenden und das Weiß begleitete uns sogar fast bis nach Hause, aber eben nur fast, denn direkt an der Küste war es noch schneefrei – noch.
Gestern nun haben wir mit dem Rest der Familie, den wir hier oben im Norden zu den Weihnachtstagen schmählich im Stich gelassen hatten, noch einmal ein wenig Weihnachten gefeiert, natürlich auch Geschenke verteilt, sogar Gänsebraten gab es noch und eine Kalorienbombe von Torte zum Kaffee. Tochter Nr. 2 hatte uns zum Weihnachtsessen eingeladen. So waren wir also noch einmal mit unserem fahrbaren Untersatz unterwegs.

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Nach dem leckeren Gänsebraten auch noch das schokoladige Torten-Kunstwerk zu bewältigen, das glich schon einer echten Herausforderung. Aber wir haben die Herausforderung nicht nur angenommen, wir haben sie sogar gemeistert.  Allerdings gibt es dieses Mal kein Rezept zu dem Tortenwunder. Ihr müsst Euch ganz einfach an dem Foto sattsehen, denn die Backkünstlerin hat bei ihrer Tortenkreation nicht Buch über die einzelnen Zutaten geführt und so durfte ich auch nur ein Foto machen, weil ich versprach, nicht auch noch das Rezept wissen zu wollen. Wahrscheinlich ist es auch besser so, denn ich möchte mir lieber nicht vorstellen, wie viel dieser kleinen hässlichen Kalorien so ein Tortenstück in sich birgt. Herr Silberdistel musste später zuhause zu den Tortenkalorien noch weitere hinzufügen, denn er musste erst einmal ein Schnäpschen auf die gehaltvolle Torte in seinem Magen gießen. Aber wahrscheinlich war nicht die Torte die einzig Schuldige an dem Wunsch des Magens nach einer Verdauungshilfe. Das Schokowunder war, wie ich finde, fantastisch anzuschauen … einfach märchenhaft schön und sehr wahrscheinlich auch märchenhaft figurformend. Aber es war nicht nur etwas fürs Auge, es war auch überaus appetitlich, lecker … köstlich … hinreißend und enorm sättigend … Ein Abendessen war später weder notwendig noch möglich. Ja, so war das bei uns Silberdistels mit dem Weihnachtsfest und seinen Nachwehen.
Ihr seht also, wir sind immer noch sehr beschäftigt, mit Weihnachten und dem Danach, mit Essen und Trinken.

Adventskranz

Aber nicht nur. Da sind auch noch ein paar Kerzenreste, die nun viele Tage für geruhsame Gemütlichkeit im Hause Silberdistel sorgen werden.

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Wenn es hier also vorerst noch mit gebremstem Schaum weitergeht, dann bitten wir um Verständnis. Wir haben noch ein wenig in der wirklichen Welt zu tun. Meine Nähmaschine beispielsweise wartet noch auf ein Stelldichein, das ich ihr für die Blogpause versprochen hatte. Dieses Versprechen muss ich erst noch einlösen, bevor es hier ganz wie gewohnt weitergeht.
Ach, ich habe ja noch gar nicht zu Ende erzählt wie der Abend nach diesem nachweihnachtlichen Festessen sich weiter gestaltete. Also, als wir Silberdistels dann nach diesem Festmahl endlich wieder zuhause waren, …

Katze

… forderten die Katzen lauthals ihr Recht ein und schrien nach Streicheleinheiten und gemütlichem Beisammensein.

Abendessen

Nach dem Abendessen der Katzen trafen wir uns endlich zu einer lauschigen Katzen-Mensch-Runde.

Kater

Bei einem netten Tässchen Tee, den Kater zu Füßen, …

Katzenrolle

die Katze auch nicht fern, …

Tee

… machten wir es uns gemütlich. Eigentlich fehlte nur noch eine weiße Winterlandschaft zu alldem. … und ganz still und leise und von uns zunächst völlig unbemerkt versank tatsächlich nun auch der Norden unter einer Decke von flaumigem weißem Schnee. Als ich später am Abend irgendwann unser Teegeschirr in die Küche brachte und so ganz nebenbei aus dem Fenster schaute, glaubte ich, meinen Augen nicht trauen zu können. Ganz erstaunt blickte ich auf die Welt vor meinem Küchenfenster.

Schneelandschaft

Sie war plötzlich weiß geworden und verstärkte noch den Wunsch nach Ruhe und Gemütlichkeit im warmen Zimmer. Die Katzen waren mit ihrem leisem Schnarchen und Schnurren auf dem besten Wege dahin, diesen unseren Wunsch in Wirklichkeit zu verwandeln.

Mitunter ist es das Zusammenleben mit Höhlenbewohnern gar nicht so einfach. Gerade jetzt, wo der Winter vor der Tür steht, ist es für unsere pelzigen Mitbewohner wichtig, gemütliche und durchaus auch einmal neue Winterschlafplätze für sich zu gewinnen. Immer nur die üblichen Ruheplätze sind auf die Dauer langweilig. Katzen lieben in dieser Beziehung durchaus die Abwechslung und was wir Menschen ihnen zugedacht haben, das muss nicht immer gut und richtig sein. Katzen haben oft ganz eigene Vorstellungen von Gemütlichkeit. So war ich unlängst gerade damit beschäftigt, mehrere Shirts nach dem Waschen wieder in eines meiner Schrankfächer  einzuräumen. Die Schranktür stand offen, während ich etwas abseits vom Schrank einige der Shirts zusammenlegte, als unsere Katzendame zur Tür hereinstolziert kam. Neben dem Schrank steht gewöhnlich ein Stuhl. Kaum hatte unsere kätzische Herrschaft das offene Schrankfach entdeckt, war sie auch schon auf dem Stuhl und versuchte, von dort aus in den Schrank zu klettern. Die Operation gestaltete sich etwas schwierig, denn das Fach war bereits besetzt – mit einem Teil meiner Shirts. Das allerdings stellte für die graue Eminenz so gar kein Problem dar, sie meisterte es mit Bravour. Mit ein paar Tatzenschwüngen verschaffte sie sich den entsprechenden Platz …

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„Also, ich glaub’s nicht! Heh, Katze, was machst Du denn da in meinem Schrank?“

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„Hm, was ist das hier alles für Müll? Oder ob ich davon noch etwas gebrauchen kann, um es mir hier ein wenig gemütlich einzurichten?“

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„Haaaaaallo, Katze! Ich habe Dich eben etwas gefrahagt!“

„Silberdistel, hilfst Du mir mal? Ich muss hier noch ein wenig umräumen. So ist das zu unbequem, dieses ganze Zeugs hier vorne, das brauche ich nicht in meiner Winterschlafhöhle. Das kann auch noch raus, …

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… das kann zu dem anderen Zeugs da unten.“

„Also, nein, Katze, nun ist es aber genug. Was Du da eben aus dem Schrank geworfen hast, das habe ich gerade zusammen- und vor ein paar Sekunden ordentlich in den Schrank gelegt. Das ist nicht DEIN Winterschlafplatz, das ist MEIN Schrank.“

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„Was? Dein Schrank, Silberdistel? Lass mich mal lachen, Du passt doch hier überhaupt nicht rein. Für mich ist er gerade so richtig. Schau nur. Du, Silberdistel, brauchst einen größeren Schrank. Guck Dich doch einmal an, Du bist doch mindestens doppelt so groß wie ich, und eine doppelt so große Katze wie ich passt hier nun wirklich nicht rein. Nein, Silberdistel, du musst Dir schon etwas anderes suchen. Vielleicht kannst Du ja den Kleiderschrank vom Herrn Silberdistel haben. Da lag ich schon öfter unten drin. Da könntest Du gerade so reinpassen.“

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„So, Silberdistel, aber nun leg mir mal dieses weiche rote Teil da unten noch hier rein, damit ich es bequem und gemütlich habe. Der Winter kann lang werden und da möchte man es schon schön haben. Ach, und vergiss nicht, die Knöpfe vorher abzuschneiden, die könnten sonst drücken und das mag ich ja so gar nicht.“

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Na endlich seid Ihr Silberdistels aufgestanden. Ich warte schon seit Stunden von der Tür.

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Du wartest seit Stunden vor der Tür, meine Katze? Worauf denn nur?

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Darauf, dass ich hier in den weichen Federn meinen Winterschlafplatz einnehmen kann. Es wird jetzt nämlich Winter und den muss ich verschlafen, weil der kalt und eklig wird.

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Was ist denn hier so laut? Machst Du mal die Tropfen vom Fenster ab, Silberdistel? Die stören mich in meinem Winterschlaf, wenn sie so aufs Dach trommeln.

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Die Tropfen stören Dich in Deinem Winterschlaf, weil sie so laut sind? Lass mich lachen, Katze! Ich hätte eher gedacht, Du meinst, das Licht wäre noch an, weil die Tropfen hell wie eine Lampe strahlen und das würde Deinen Schlaf stören.

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Also, wenn’s Dir zu laut ist, könnte ich mir eher vorstellen, dass Dich die Vögel da draußen am Futterplatz im Garten mit ihrem Gezeter um das Futter stören, Katze. Aber so ein winziger und noch dazu strahlend schöner Tropfen … *kopfschüttel*

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Nein, Vogelgezwitscher ist wie Musik für mich. Das schläfert mich ein und lässt mich schöne Vogelgeschichten träumen. Wenn es tropft, dann träume ich aber vielleicht, dass ich im strömenden Regen vor der Terrassentür hocke und niemand lässt mich rein. Nein, ich will etwas Schönes träumen, Silberdistel.

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Dieser hübsche Tropfen dort stört Dich? Ach Katze, das verstehe, wer will, ich nicht. Naja, wie auch immer. Uups, guck mal, nun ist der Tropfen weg – ohne mein Zutun. Die Sonne hat wohl Deinen Wunsch gehört und ihn mit sich fortgenommen.

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Dann ist ja gut, dann kann ich jetzt … jetzt … Winterschlaf …

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… halten und davon träumen, dass mir die Vögel … alle … ins … Maul … fliegen …

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Heh, Katze, und wo soll ich schlafen, wenn Du hier den Winter verbringen willst?

Mach nicht solchen … Lärm, Silberdistel, … kannst … kannst meinen … Sessel nehmen.

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Meinst Du den Sessel am PC, der aber doch wohl meiner und nicht Deiner ist, Katze? Ach, Du denkst sicher, ich kann mich darauf zusammenrollen wie eine Katze und dann dort Winterschlaf halten, während Du hier im wundervoll weichen und warmen Bett dem Herrn Silberdistel die Füße wärmst?

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Was störst Du mich dauernd, Silberdistel! … und was regst Du Dich so auf? Du willst wohl auch warme Füße haben?

Naja, ich soll dort unten auf den Sessel und Ihr habt es hier so gemütlich. Ich komme mir so ausgeschlossen vor. Ich mag nicht allein sein im kalten Winter.

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Na gut, darfst … mit herkommen …  rrrrrrrrrrrpuhhh … in mein Bett, Silberdistel … rrrrrrrrrpuhhh … aber mach‘ Dich  … rrrrrrpuhhhhhh …..nicht so breit … rrrrrrrpuhhhh … rrrrrrrrrpuhhhhhh ….

Heute gibt es wieder einen gemeinsamen Beitrag von Frau Hummel und der Silberdistel zu sehen und zu lesen. Frau Hummel hat die Vogelbilder, sowie eine Igelgeschichte samt Bildern beigesteuert. Die Silberdistel hat diese Geschichte in Worte gefasst, zwei eigene kleine Igelgeschichten vorangestellt und eine Igelbuchempfehlung hinten angefügt, sodass es hier heute ganz furchtbar igelig zugeht.

Die Silberdistel hatte unlängst darüber berichtet, dass in ihrem Garten die ersten Vorbereitungen auf den Winter stattgefunden haben. Im Garten muss noch einiges aufgeräumt werden und die frostempfindlichen Pflanzen brauchen noch ihren Winterschutz. Der erste Frost, den es hier an der Ostseeküste gegeben hatte, hat Frau Silberdistel nicht nur an die Pflanzen, sondern auch an die Tiere in ihrem Garten denken lassen. Die Spitzmäuse sorgen für sich selbst, denn sie sind in Silberdistels Komposter eingezogen und leben dort wie im Schlaraffenland. Für die Vögel ist die Körnerbar, wie Elke aus dem Eifel-Tussi-Blog es so schön bezeichnete, errichtet worden. Somit kann der Winter, wenn er denn möchte, in Silberdistels Garten Einzug halten.

Aber ist es wirklich schon Zeit für den Winter? Unlängst beobachtete die Silberdistel in ihrem Garten noch einen kleinen stacheligen Vierbeiner. Frau Silberdistels kleine Wildkamera kann nicht nur Kunst fabrizieren, nein, sie kann auch das, wozu sie eigentlich da ist, sie kann Fotos vom ach so wilden Gartenleben machen. Für die Interessierten hat Frau Silberdistel hier einige Fotos über das nächtliche Treiben in ihrem kleinen Hausgarten zu zeigen. Die Bilder sind nur schwarz-weiß, denn es geht hier nicht um Schönheit, sondern um den Nachweis über die Bewohner des Gartens, die bevorzugt in der Dunkelheit unterwegs sind. Na, und im Dunkeln erscheint ohnehin alles nur in Grautönen.

So ist die Silberdistel ganz zufrieden mit der Nachtarbeit ihrer tagsüber so wundervoll künstlerisch und farbenfreudig tätigen kleinen Wildkamera und möchte nun auch die Schwarz-Weiß-Kunst ihrer kleinen Mitarbeiterin mit Euch teilen. Die Kamera arbeitet mit einem Bewegungsmelder und zeichnet so auf, was sich in ihrer Umgebung tut. Frau Silberdistel fragte sich unlängst, ob ihr Igel wohl schon seinen Winterschlaf halten würde. Die kleine Kamera hatte die Antwort parat, der Igel war noch dabei, sich um eine ausreichende Fettschicht für seine lange Schlafenszeit zu kümmern und suchte fleißig nach Schnecken und anderen Köstlichkeiten im Garten der Familie Silberdistel.

… und nicht nur Silberdistels Igel war noch aktiv, wenige Tage später entdeckte die Silberdistel, als sie zusammen mit ihrem Gatten mitten in der Innenstadt ihrer großen an der Ostsee gelegenen Heimatstadt unterwegs war, sogar in einem der großstädtischen Hinterhöfe noch einen Igel beim Abendspaziergang. Offensichtlich war  auch dieser Igel damit beschäftigt, sich um eine dicke Schicht von Winterspeck zu kümmern. Sicher ist sicher!

Herr Silberdistel hatte seine kleine Kompaktkamera sofort schussbereit, nur … das gefiel dem Igel so gar nicht. Er rollte sich ganz schnell zu einer Kugel zusammen und zeigte dem Menschenvolk, das ihm überraschend bei seinem Abendspaziergang über den Weg gelaufen war, die kalte stachelige Igelschulter. Erst, als sich diese Zweibeiner etwas weiter entfernt hatten, blinzelte er vorsichtig unter seinem stacheligen Kleid hervor und setzte dann ganz eilig seinen Weg fort. Hurtig war Meister Igel im grünen Hinterhofreich verschwunden und ließ staunende Menschen zurück, die nie gedacht hätten, dass Igel auch mitten in der Großstadt zuhause sind. Man lernt doch tatsächlich immer noch dazu.

Damit aber nicht genug, auch Frau Hummel, die uns kürzlich hier auf diesem Blog mit so herrlichen Ostseebildern erfreut hat, berichtete der Silberdistel, dass sie in ihrem Garten tatsächlich zu dieser späten Jahreszeit noch Igelbesuch hatte. Im Hummelgarten ist ebenso wie bei den Silberdistels bereits für das Wohl der Vögel, die den Winter bei uns verbringen werden, gesorgt.

An den Futterstellen ist bereits reger Betrieb, wie man sieht.

Frau Hummel hat sogar an die Amseln gedacht und ihnen einen Apfel als Futter zur Verfügung gestellt, denn Obst ist auch für Amseln gesund. All diese leckeren Speisen, die angeboten wurden, blieben auch dem Haus- und Hofigel der Familie Hummel nicht verborgen. Dieser Apfel dort, hmmmmm, der muss so lecker gerochen haben, da konnte der Igel einfach nicht widerstehen. Er musste, egal, dass es helllichter Tage war, schnell dorthin, wo sich diese vielen Vögel tummelten, um von dem so wundervoll duftenden Obst zu kosten. Ein Apfel und ein Igel – wer versucht da jetzt, wen zu bezwingen? Der Apfel gewinnt. Schließlich ist dieser Apfel für die Amsel und nicht für den Igel bestimmt. Da ist der saftige Apfel ganz eigen und hochnäsig und gibt nichts von seinem leckeren Fleisch her. Der Igel, traurig und enttäuscht, sucht weiter nach Fressbarem. Diese Körner, die die Vögel hinunterwerfen, die könnten doch auch für den Igel schmackhaft sein. Er kostet hier, er kostet dort, nichts … Die Vögel hatten nur die Schalen der Sonnenblumenkerne übriggelassen. Das ist für einen Igel dann doch eine zu trockene Kost.

Frau Hummel, die gerade einen Blick in ihren Garten wirft, um ihre Vogelschar zu bewundern, glaubt, ihren Augen nicht zu trauen. Was ist das da? Ein Igel? Jetzt noch, Anfang November? Sollte er nicht schon schlafen? Der Igel dachte aber gar nicht ans Schlafen, er wollte sich noch ein wenig mehr Speck anfressen. Wer weiß, wie lang der Winter sein würde. Frau Hummel, ganz begeistert über den stacheligen Gast, nimmt ihre Kamera und knipst ein Bild nach dem anderen von ihrem kleinen Untermieter. Dann jedoch bemerkt sie, dass Meister Igel ganz enttäuscht von der obstigen Mahlzeit ist und sich nun an Sonnenblumenkernen versucht. Das kleine Kerlchen, oder war es gar ein Mädchen (?), tut ihr Leid, wie es dort nach Futter sucht und nicht so recht zufrieden ist mit dem, was im Angebot ist. Da hat Frau Hummel eine Idee. Vielleicht mag der Igel Katzenfutter. Gedacht, getan! Tatsächlich, es dauert gar nicht lange und der stachelige Geselle hebt seine Nase und spaziert zielgerichtet auf das Schälchen mit dem Katzenfutter zu. Hmmmm, wie er schmatzt und leckt, er kann gar nicht genug bekommen und fordert sogar Nachschlag. Damit er auch ja kein Stückchen vergisst, sucht er noch hier und da und rund um das Schälchen nach dem letzten Krümchen Futter. Endlich scheint er ein wenig gesättigt und zufrieden zu sein. „Schön, so einen vollen Bauch zu haben. So, aber jetzt schnell weg und einen Platz für den Winterschlaf gesucht! Oh, diese dumme Treppe hier. Egal, es ist bald Winterschlafenszeit, ich muss hier hoch und dann schnell nach Hause, mich zusammenrollen und versuchen zu schlafen. Wenn ich noch nicht schlafen kann, kann ich ja noch einmal wiederkommen“, denkt der Igel und ist fort.

Hier vielleicht noch eine Buchempfehlung für diejenigen, die mehr über diese kleinen stacheligen Vierbeiner wissen möchten:

Lohmann, Michael: Das praktische Igel-Buch : Verhalten, Nahrung, Krankheiten, Schutz, Hilfe, Pflege, Überwintern. – 2., durchges. Aufl. – München : BLV Verl.ges., 2003. – 79 S.
ISBN 3-405-16015-4

Wenn ich heute so aus dem Fenster schaue, fühle ich mich schon gleich wieder in eine Gespenstergegend versetzt – es ist neblig.

November, wie er im Buche steht

Dazu würden gut die Gespenster vom Halloweenabend passen. Heute früh dachte ich noch, dass es sich bestimmt bald lichtet und ein wenig Gartenarbeit auch am Sonntag nicht schaden kann. Im Garten gibt es noch mehr als genug zu tun. Aber eher das Gegenteil von Licht und Sonne ist der Fall. Der Nebel wird immer dichter – Novemberwetter, wie es im Buche steht. Sogar die Katzen haben keine Lust auf Natur.

Dösender Katerling

Der Kater liegt im Bad auf dem kleinen Kratzbaum und döst vor sich hin, die Katzendame ist hin- und hergerissen zwischen Rauswollen und Reinwollen ins Warme.

Umherhuschender grauer Schatten

Man sieht sie heute nur als grauen Schatten hin- ud herhuschen, raus, rein, raus, rein. Irgendwie befindet sich unsere Wuselpetra heute dauernd auf der falschen Seite der Terrassentür. Kaum hat man sie raus gelassen, begehrt sie schon wieder Einlass. Das erinnert mich doch fatal an Simons cat und sein Filmchen „Let me in“.

Ich sehe unser Katzenmädchen förmlich mit dem Blumentopf drohen, wenn man nicht schnell genug zur Stelle ist, um die Tür zu öffnen. Sogar das kleine Kissen, das ich ihr auf die Gartenbank gelegt habe, damit sie es bequem und gemütlich hat, ignoriert sie heute, obwohl sie ihren Garten unendlich liebt und gern draußen ist, dort sogar mit Vorliebe schläft, dort fühlt sie sich sicher. Aber heute ist das irgendwie nicht ihr Garten. Was bleibt uns übrig? Wir beginnen jetzt einfach mit dem Winterschlaf.

Unser Igel

Unser Igel schläft bestimmt auch schon. Sicher ist das Wetter strahlend schön, wenn wir wieder aufwachen, die Sonne lacht, es ist warm, die Schmetterlinge … die Bienen … die Hummeln … *gähn* … dann also bis zum Frühling … vielleicht ist er nachher schon da. Bestimmt. Ganz bestimmt …

Frühlingstraum