Mit ‘Wiesen’ getaggte Beiträge

… hat Herr Silberdistel sie doch tatsächlich noch an unserem letzten Urlaubstag in der Rhön Anfang Juni – die Stelle, wo der Hund begraben liegt. Bisher nahmen wir an, dass es sich dabei nur um eine Redensart handelt. Nun wissen wir es besser. Es gibt ihn tatsächlich, diesen Ort, an dem der Hund begraben liegt.

Im Biergarten des Klosters Kreuzberg

Im Biergarten des Klosters Kreuzberg

Obwohl …  zunächst dachte ich schon, Herr Silberdistel hätte etwas zu tief in den Krug mit dem dunklen Bier geschaut, das er dort oben auf dem Kreuzberg wonniglich Schluck für Schluck genossen hatte. Ganz schön heiß war der Tag auch noch. Wir hatten uns zwar ein schattiges Plätzchen unter den Bäumen am Rande des Biergartens des Klosters Kreuzberg gesucht, aber vielleicht war die heiße Mittagssonne doch an einigen lichteren Stellen durch den Blätterwald über unseren Köpfen hindurchgedrungen und hatte bei meinem Herrn Silberdistel in fröhlicher Zusammenarbeit mit dem Bier ihre Spuren hinterlassen.

Herr Silberdistel auf dem Weg zu der Stelle, wo der Hund begraben liegt

Herr Silberdistel auf dem Weg zu der Stelle, wo der Hund begraben liegt

Zunächst verstand ich gar nicht, was mein Gatte mir da aus der Ferne zurief. Wir waren nach einem schönen Mittagessen, das bei Herrn Silberdistel wie erwähnt mit Kreuzbergbier einherging, wieder unterwegs zu unserem Autoparkplatz. Die wunderschöne Natur rundherum wollte ich mir keinesfalls entgehen lassen. Meine Kamera hatte Futter ohne Ende.

Vieles gab es wieder, das ich fotografieren musste

Vieles gab es wieder, das ich fotografieren musste

So sprang ich von einer Blumenschönheit zur anderen, von einem Insekt zum nächsten und somit trödelte ich wie gewöhnlich ein wenig hinter Herrn Silberdistel her. Die vielen Motive brauchten halt ihre Zeit. Was rief mein Gatte da schon wieder? Die berühmte Stelle mit dem Hund …? Was für ein Hund? War ihm jetzt doch noch das Bier zu Kopfe gestiegen? Oder brannte die Sonne zu sehr auf sein unbemütztes Haupt? Musste ich mir Sorgen um ihn machen? Ich sollte mich vielleicht doch etwas beeilen und schauen, wie es um sein Wohlbefinden stand.

Schnee noch ein Foto und dann schaue ich, was Herr Silberdistel entdeckt hat

Schnell noch ein Foto und dann schaue ich, was Herr Silberdistel gerade gerufen hat

Schnell noch ein Foto von diesem herrlichen weißen Blütentraum und dann musste ich aber schnell schauen, was Herr Silberdistel für Probleme hatte.

Wie schön gerade der Weißdorn blüht

Wie schön gerade der Weißdorn blüht

So, fertig, nun aber los! Hund und begraben … Seltsam irgendwie … Hm, ich konnte mir so gar keinen Reim auf seine doch etwas vom Winde verwehten Worte machen. Aber sicher hatte ich da etwas ganz falsch verstanden.

Das ist sie, die berühmte Stelle, von der ich nie dachte, dass man sie wirklich finden kann

Das ist sie, die berühmte Stelle, von der ich nie dachte, dass man sie wirklich finden kann

Dann endlich stand ich neben meinem Herrn Silberdistel und mir wurde langsam klar, wovon er gesprochen hatte. Er hatte sie entdeckt, die berühmte Stelle, von der wohl jeder schon einmal gehört hat, die Stelle, wo der Hund begraben liegt. Vor mir stand ein kleines Holzkreuz mit einem Namen und einer Jahreszahl drauf. Ich befand mich genau an der Stelle, die ich immer nur für eine Redensart gehalten hatte, an der Stelle, wo der Hund begraben liegt. Ein wenig beruhigt war ich nun doch, also wegen meines Herrn Silberdistel. Ihm wenigstens ging es gut, Bier und Sonne hatten ihn nicht verwirrt. Dem Hund zu unseren Füßen ging es wohl eher weniger gut oder jetzt vielleicht auch wieder doch. Wer weiß das schon? Es tat mir irgendwie leid um ihn.

Von der Stelle, an der der Hund begraben liegt, hat man einen wunderschönen Blick auf den Kreuzberg

Von der Stelle, an der der Hund begraben liegt, hat man einen wunderschönen Blick auf den Kreuzberg

Andererseits … Wer hat für seine letzte Ruhe schon einen so schönen Platz? Ein idyllisches Fleckchen Erde mit Blick auf den Kreuzberg. Irgendwie gefiel mir die Stelle, wo der Hund begraben liegt. Wenn es denn ein Hund ist. Aber vielleicht ja doch, eventuell  sogar der treue Begleiter eines Rhönschäfers. Vielleicht war er ja genau hier einst glücklich mit seinem Schäfer und seinen Schafen.

Ach, übrigens weiß man gar nicht so genau, woher dieser Ausspruch kommt mit dem begrabenen Hund. Es wird vermutet, dass es dabei gar nicht um einen Hund im heutigen Sinne geht, sondern um einen Schatz oder um eine gewisse Art von Beute. Wenn man das Wort Hund nämlich auf das Mittelhochdeutsche zurückführt, dann würde „Hunde“ nämlich Beute oder Schatz bedeuten. Dann ginge es um die Stelle, an der der Schatz begraben liegt. Das wäre eine von vielen Deutungen für diese Redensart. Ansonsten gibt es noch vielerlei andere Erklärungen und Vermutungen, aber die lassen wir hier lieber weg, sonst wird uns am Ende doch noch ganz wirr im Kopf und wir geben wieder Sonne und Bier die Schuld.

Wenig später verabschiedeten wir uns von Erhard und grübelten unterwegs noch ein Weilchen darüber nach, wie und warum er wohl dort hingekommen ist.
Es war an diesem Tag nicht nur ein Abschied von Erhard und dem idyllischen Fleckchen Erde, in dem er ruht, es war für uns auch das Ende unseres diesjährigen Frühjahrsurlaubs in der Rhön und die Bilder in der Diaschau hier unten zeigen, was mir an diesem letzten Tag außer dem kleinen Grabkreuz noch vor die Kamera kam.

Für Diaschau eines der Bilder anklicken!

Donnerstag, der 4. Juni, war in Hessen ein Feiertag – Fronleichnam. Er fiel in diesem Jahr in unseren Frühjahrsurlaub. Als Einkaufstag war er damit also ohnehin nicht zu gebrauchen, so war er natürlich für einen Wandertag wie geschaffen. Allerdings sollten wir uns gut überlegen, wohin wir unsere Schritte lenken würden. Am besten wäre ein Ziel, an dem man sich trotz vieler Menschen, weil vielleicht alle die gleiche Idee haben, nicht bedrängt fühlt. Da herrliches Wetter angesagt war, würden mit Sicherheit nicht nur wir Silberdistels unterwegs sein.

Panorama - von der Wasserkuppe aus aufgenommen

Panorama – von der Wasserkuppe aus aufgenommen

Die Wasserkuppe könnte durchaus eine gute Wahl sein, auch wenn wir sie gerade erst besucht hatten. Aber wie heißt es so schön? Viele Wege führen nach Rom, so auch hinauf zum Berg der Flieger.

Bis hoch zur Wasserkuppe gibt es, nutzt man den Wanderweg über den Guckaisee, immer wieder hübsche Aussichtspunkte

Bis hoch zur Wasserkuppe gibt es, nutzt man den Wanderweg über den Guckaisee, immer wieder hübsche Aussichtspunkte

Vom Guckaisee aus gibt es einen sehr schönen Wanderweg, der unterwegs herrliche Aussichtspunkte zu bieten hat. Ausgangspunkt für unsere Wanderung könnte der Parkplatz am Guckaisee sein. Als wir dort schließlich um kurz nach 12.00 Uhr eintrafen, herrschte schon fast Parkplatzknappheit und wie wir wenig später sahen, hatten sich am Guckaisee, dem einzigen natürlich entstandenen See der Rhön, bereits viele Sonnenhungrige niedergelassen.

Ein Teil des Guckaisees ist unterwegs noch einmal gut vom Wanderweg aus zu sehen

Ein Teil des Guckaisees ist unterwegs noch einmal gut vom Wanderweg aus zu sehen

Aber für uns war kein Badetag, wir wollten hoch zur Wasserkuppe und noch einmal die wundervolle Fernsicht dort oben genießen. So ließen wir den See links liegen und wanderten bergauf.

Wiesen und Viehweiden prägen die Landschaft um uns

Wiesen und Viehweiden prägen die Landschaft um uns

Die Landschaft unterwegs ist geprägt durch zahlreiche Wiesen und Viehweiden und war gerade jetzt ausgesprochen hübsch anzusehen, da alles in voller Blüte stand.

Die Kälbchen sind im hohen Gras und zwischen den bunten Wiesenblumen oft kaum zu sehen

Die Kälbchen sind im hohen Gras und zwischen den bunten Wiesenblumen oft kaum zu sehen

Die Rinder, die in so mancher Wiese versteckt in der Sonne lagerten, zauberten die schönsten Postkartenblicke in die Landschaft. Meine Fotografenaugen haben natürlich wieder viel Schönes entdeckt, was sich mitzunehmen lohnte. Nicht nur bunte Blumenvielfalt und hübsche Kuhaugen, sogar kleine Kälbchen waren zu sehen. Man musste allerdings schon sehr genau hinschauen, um die Minirinder zu entdecken. Oft verschwanden sie fast ganz im hohen Gras.

Von nun an ist der große Fußball - das Radom - auf der Wasserkuppe nicht mehr zu übersehen

Von nun an ist der große Fußball – das Radom – auf der Wasserkuppe nicht mehr zu übersehen

Nachdem das letzte Stückchen Anstieg geschafft war, konnten wir die Wasserkuppe nun wirklich nicht mehr verfehlen, selbst wenn wir diesen Weg noch nie gegangen wären. Der Riesenfußball, das Radom, ein Überbleibsel aus der militärischen Zeit des Berges, war als guter Zielpunkt einfach nicht mehr zu übersehen.

Ein paar Meter Anstrengung braucht es noch, bis wir den Fußball erreicht haben

Ein paar Meter Anstrengung braucht es noch, bis wir den Fußball erreicht haben

Aber bevor man endlich vor dem Ball steht, muss man sich noch ganz schön oft die Schweißperlen aus dem Gesicht wischen, denn der Anstieg bis dort oben ist nicht ohne. Wir sahen übrigens schon aus der Ferne, dass auf der Wasserkuppe wirklich viel Betrieb war. Aber wir hatten es ja bereits vermutet.

An diesem Tag schaut es wieder wie ein Bikertreffen auf der Wasserkuppe aus

An diesem Tag schaut es wieder wie ein Bikertreffen auf der Wasserkuppe aus

Natürlich hatten nicht nur Wanderer wie wir, Radler und Autotouristen diesen freien und herrlich sonnigen Tag für einen Ausflug auf den Berg genutzt, auch Motorräder gab es wieder sehr zahlreich zu sehen. Mein Herr Silberdistel umrundete unter anderem begeistert ein schickes Beiwagengespann.

Auch die Modellflieger haben bei diesem schönen Wetter Flugtag

Auch die Modellflieger haben bei diesem schönen Wetter Flugtag

Nach einem kleinen Imbiss mit einem Eis als Dessert schlenderten wir zurück zum höchsten Punkt der Wasserkuppe und bewunderten unterwegs noch einige gar nicht so kleine Segelflugmodelle.

Sogar eine lebensecht aussehende Besatzung sitzt in den Modellfliegern

Sogar eine lebensecht aussehende Besatzung sitzt in den Modellfliegern

Erstaunt sah ich, dass so ein Modellflugzeug sogar mit einer lebensecht ausschauenden eigenen Besatzung fliegt. Ich fand, die Burschen in dem Modellflieger sahen verdammt gut aus.

Ganz schön riesig, dieser Fußball

Ganz schön riesig, dieser Fußball

Schließlich umrundeten wir noch einmal den aus der Nähe nahezu überwältigend großen Fußball, …

Den Gleitschirmfliegern zuzuschauen, macht immer wieder Spaß

Den Gleitschirmfliegern zuzuschauen, macht immer wieder Spaß

… schauten den Gleitschirmfliegern noch ein Weilchen zu …

Einfach fantastisch, wie weit man von der Wasserkuppe aus bei klarem Wetter schauen kann

Einfach fantastisch, wie weit man von der Wasserkuppe aus bei klarem Wetter schauen kann

… und bewunderten nicht das erste Mal den fantastischen Ausblick, den der Berg von hier oben bietet.  Genug geschaut. Wir hoffen sehr, dass wir diesen schönen Blick noch oft im Leben werden genießen können. Aber für dieses Mal nahmen wir Abschied von der Wasserkuppe und ihrer wundervollen Landschaft. Unser nächstes Ziel war nun wieder der Guckaisee, dieses Mal auf einer Wanderroute, die wir bisher noch nicht kannten und die uns recht steil wieder ins Tal hinabführte. Auf dem letzten Stück landeten wir leider auf einer Straße, die sich mit ihrem geschotterten Belag nicht gerade als wandererfreundlich auszeichnete. Trotz guten Schuhwerks leisteten wir uns immer wieder kleine Ausrutscher. Aber was soll’s, letztendlich kamen wir gut und heil unten an.
Am Guckaisee war inzwischen Hochbetrieb und wahrscheinlich würde es am Abend viele sonnenverbrannte Körper geben. Einige der Sonnananbeter sahen schon jetzt einem gekochten Krebs recht ähnlich.

Für Diaschau eines der Bilder anklicken!

Ab und zu sollte es hier ja mit dem einen oder andern Bericht aus unserem diesjährigen Frühjahrsurlaub weitergehen. Am Tag nach meinem Bachstelzenerlebnis, ich hatte hier darüber berichtet, hatten wir Silberdistels eine Wanderung zur Milseburg, der „Perle der Rhön“, wie dieser Berg auch gern genannt wird, geplant. Der Sage nach soll in dem Berg ein Riese begraben sein. Wer mehr darüber wissen möchte, der kann hier gern darüber nachlesen. Die Milseburg ist mit ihren 835 Metern über dem Meeresspiegel und ihrer markanten Gestalt einer der schönsten und bekanntesten Berge der Rhön.

Panoramablick von der Milseburg aus hinüber zum Wasserkuppenmassiv

Vom Gipfel aus hat man einen fantastischen Fernblick. Bei klarem Wetter kann man bis zum Wasserkuppenmassiv, dem Berg der Flieger, hinüberschauen. Oft schon haben wir auf dem Gipfel gesessen und die unermessliche Weite auf uns wirken lassen.

Dort soll es an diesem Tag hingehen - zur Milseburg

Dort soll es an diesem Tag hingehen – zur Milseburg

An unserem Milseburg-Wandertag hatten wir recht lange geschlafen. Es war bereits 3/4  9 Uhr, als ich die Augen aufschlug. Entsprechend spät sind wir natürlich auch erst zum Riesen Mils unterwegs gewesen, denn ein ausgiebiges Frühstück ließen wir uns trotz des schon reichlich vorangeschrittenen Vormittags nicht nehmen. So standen wir kurz nach 12.00 Uhr auf dem Parkplatz vom „Grabenhöfchen“, einer Gaststätte, in der wir uns bei früheren Ausflügen schon so manches Eis und so manchen leckeren Kuchen haben munden lassen. Aber erst einmal waren wir noch satt und zufrieden vom reichlichen Frühstück, sodass wir die Gaststätte im wahrsten Sinne des Wortes einfach unbeachtet links liegen lassen und uns auf in Richtung Milseburg machen konnten. Der Weg rechts des „Grabenhöfchens“ führt bis zur Milseburg erst ein ganzes Stückchen am  Waldrand entlang und später direkt durch den Wald weiter. Er ist, da er bis zum Fuße der Milseburg kaum nennenswerte Steigung aufweist, ein recht angenehmer Weg durch ein Stückchen wunderhübsche Natur.

Überall gibt es Hübsches zu entdecken - hier Ehrenpreis

Überall gibt es Hübsches zu entdecken – hier Ehrenpreis

So gab es für mich und meine Kamera natürlich auch wieder viel zu entdecken, sodass die Zeit mit den zahlreichen hübschen Motiven fast wie im Fluge verging.

Der Anstieg auf die Milseburg hat es in sich

Der Anstieg auf die Milseburg hat es in sich

Das Beste kommt zum Schluss, sagt man mitunter. So auch hier. Bisher war es ein recht gemütlicher Weg, doch jetzt bekam der Kreislauf ordentlich zu tun. Es ging steil nach oben. Der Milseburganstieg hat es durchaus in sich. Aber schließlich hatte auch ich den steilen Anstieg hoch auf den Berg gemeistert. Mein Herr Silberdistel war mir natürlich schon wieder weit vorausgeeilt.

Während ich noch damit beschäftigt bin, wieder zu Atem zu kommen, kommt bereits die Verpflegung, die mich sicher wieder zu Kräften bringt

Während ich noch damit beschäftigt bin, wieder zu Atem zu kommen, ist bereits die Verpflegung da, die mich sicher wieder zu Kräften bringt

Als ich endlich ziemlich atemlos oben ankam, hatte mein Herr und Meister bereits einen Tisch besetzt und fragte, ob ich ebenfalls eine Bratwurst wollte. Natürlich wollte ich.

Der Blick vom Berg entschädigt für den schweißtreibenden Aufstieg

Der Blick vom Berg entschädigt für den schweißtreibenden Aufstieg

Nachdem die Bratwurst vertilgt war und ich mich auch gleich wieder etwas kräftiger fühlte, kraxelten wir noch auf den höchsten Punkt der Milseburg. Im Gegensatz zu den Ausflügen in anderen Jahren hielten wir es dieses Mal allerdings dort oben nicht allzu lange aus. Der Wind war unangenehm stark und frisch. Einige Fotos mussten aber unbedingt sein. So würden wir auch am Abend noch einmal am Laptop den sagenhaften Ausblick zurückholen können, ohne dabei gleich erfrieren zu müssen. Genug geknipst, auf zu neuen Taten! Also kraxelten wir wieder hinunter von des Riesen Mils‘ letzter Ruhestätte und machten uns auf den Weg zum „Eselsbrunn“, einem Jausenhof, der uns schon oft mit seinem leckeren  Walnuss-Apfelkuchen angelockt hatte. So ging es zunächst steil bergab und dann über den Malerweg, über den ich hier im vergangenen Jahr bereits berichtet hatte, und über die Poppenhausener Kunstmeile, die inzwischen meinen langjährigen Lesern ebenfalls ein Begriff sein sollte, unserem ersehnten Kaffeenachmittag entgegen.

Das hätte uns der

Das hätte uns der „Eselsbrunn aber nun wirklich nicht antun dürfen

Das Wasser lief uns bereits voller Vorfreude auf unseren Lieblingskuchen im Munde zusammen. … und dann das – ein Schildchen, das enttäuschender nicht ausfallen konnte. Wie kann uns der „Eselsbrunn“ das nur antun? Eine Familienfeier! Wir sind ohne Kuchen und der Eselsbrunn feiert! Irgendwie verhext!

Wenn mal nicht die Rhönhexe bei den beiden Schließtagen die Finger im Spiel hatte

Wenn mal nicht die Rhönhexe bei den beiden Schließtagen die Finger im Spiel hatte – der Hexenkünstler ist Elmar Baumgarten

Im Grunde kein Wunder, die Rhönhexe stand ja auch fast vor der Tür des „Eselsbrunn“. Sicher war ihr langweilig auf ihrem Baumstamm und dem dürren Ziegenbock und so hatte sie ein wenig herumgehext und der Familie des „Eselsbrunn“ eingeredet, genau jetzt, wo wir uns auf den hausbackenen leckeren Kuchen freuten, eine Familienfeier einzuplanen. Aber die Rechnung hatte die Hexe ohne den Wirt vom „Grabenhöfchen“ gemacht. Er war uns nämlich nicht gram, weil wir sein Gasthaus zu Beginn unserer Wanderung hatten einfach links liegenlassen. So konnten wir der Rhönhexe doch noch ein Schnippchen schlagen und kamen trotz Hexerei noch zu Kaffee und Kuchen – sehr leckerem sogar.

Sehr lecker - diese Erdbeersahnetorte

Sehr lecker – diese Erdbeersahnetorte

Ich ließ mir ein Stückchen köstliche Erdbeertorte munden …

Auch diese Kaffee-Sahne-Torte war nicht zu verachten

Auch diese Kaffee-Sahne-Torte war nicht zu verachten

… und  mein Herr Silberdistel vergnügte sich mit einem Stück Kaffee-Sahne-Torte. Natürlich verkosteten wir unsere Torte kreuz und quer. Schließlich wollte ich mir auch über meines Gatten Torte eine Meinung bilden können. Na, und Herr Silberdistel musste doch ebenso wissen, wie lecker mein rot-weißes Teilchen schmeckte. So vergaßen wir schnell die Enttäuschung über den verpassten Kuchen im „Eselsbrunn“ und die Hexe, die dumme Spielchen mit uns getrieben hatte, sowieso. Das „Grabenhöfchen“ hatte alles wieder wettgemacht und unseren Wandertag zu einem guten Abschluss gebracht. Natürlich haben wir an diesem Tag noch wesentlich mehr Bilder eingesammelt als hier oben zu sehen waren. Wer schauen mag, was uns noch alles vor die Linse gekommen ist, der kann sich jetzt gern auch noch durch die Diaschau hier unten klicken.

Für Diaschau eines der Bilder anklicken!

Weiter geht’s mit einem Bericht aus unserem diesjährigen Frühjahrsurlaub Ende Mai/Anfang Juni.  Im Urlaubsbericht zuvor hatte ich Euch mit in die Katholische Pfarrkirche in Hilders genommen. Im Anschluss an die Kirchenbesichtigung bin ich hinter der Kirche die Straße weiter bergauf gelaufen und zu einer Fototour durch die hübsche Natur rund um Hilders aufgebrochen. Kurz hinter dem Ortsausgang bog ich links in einen als Rundweg 4 ausgeschilderten Wanderweg ein. Bisher hatten wir Silberdistels diesen Weg noch so gar nicht erkundet. Meistens hatten wir auch längere Touren vor als ich an diesem Tag, als ich ausnahmsweise einmal ohne meine männliche Begleitung unterwegs war. Warum sollte ich nicht auch im Alleingang neue Wege erforschen können?

Blick auf Hilders

Blick auf Hilders

Wie es aussah, würde ich von dort oben aus, es ging noch weiter bergan, auch einen schönen Blick auf Hilders haben. Also, nichts wie los! Wie ich recht schnell merkte, war dieser Weg eine gute Entscheidung, er führte mich durch eine fast reine Wiesenlandschaft und je weiter ich kam, umso bunter wurde es um mich herum.

Ein buntes Blütenmeer erwartete mich

Ein buntes Blütenmeer erwartete mich

Zu meiner Freude waren die meisten Wiesen noch nicht gemäht worden und so erwartete mich ein wunderhübsches farbenfrohes Blumenmeer. Ich wusste gar nicht, worauf ich meine Kamera zuerst richten sollte, so viel Interessantes und Schönes gab es zu sehen …

Der Blick auf Hilders war wunderhübsch - auf Blumen gebettet lag es vor mir

Der Blick auf Hilders war wunderhübsch – auf Blumen gebettet lag es vor mir

… und der Blick auf Hilders war fast noch schöner als vermutet, als hätte die Natur den kleinen Ort auf Blumen gebettet.
Meine Fototour dauerte gut zwei Stunden und endete schließlich mit einem kleinen Erkundungsgang durch Hilders – ein wenig abseits der Hauptstraßen und üblichen Wege. Mein von der Wanderung des Vortages noch leicht lädiertes Knie setzte dann den Schlusspunkt hinter meine Fototour. Es war der Meinung, dass es nach der Strapaze vom Vortag genug guten Willen gezeigt hätte und sich jetzt gern ein wenig erholen würde.

Kaffee und Kuchen auf dem Balkon der Ferienwohnung passten perfekt als Abschluss meiner kleinen Tour

Kaffee und Kuchen auf dem Balkon der Ferienwohnung bildeten den perfekten Abschluss meiner kleinen Wanderung

Einen kleinen Umweg zum örtlichen Bäcker gestattete mir mein Knie trotzdem noch, sodass ich den Nachmittag mit Kaffee, leckerem Himbeerkuchen und zuckersüßem Amerikaner ausklingen lassen konnte. Wobei … da gab es dann doch noch ein wenig Aufregung. Für meinen Kaffeenachmittag hatte ich es mir auf dem Balkon unserer Ferienwohnung gemütlich gemacht. Während ich Kaffeezeit und wärmende Nachmittagssonne genoss, machte ich nebenher eine merkwürdige Entdeckung. Davon berichte ich aber dann lieber ein anderes Mal, sonst wird es hier am Ende für heute doch zu lang. Aber die Bilder von meinem kleinen Fotoausflug rund um und durch Hilders will ich Euch natürlich nicht vorenthalten.

Für Diaschau eines der Bilder anklicken!

In loser Folge wird es hier ab heute immer wieder einmal den einen oder anderen Bericht aus unserem gerade vergangenen Wanderurlaub in der Rhön geben. Wir haben in dieser uns so lieb gewordenen Region im Laufe der Jahre bereits viele Urlaube verlebt. Sie machen uns immer noch Spaß, lenken mitunter ganz wundervoll von Alltagssorgen ab, bringen neue Kraft für Körper und Geist. Was will man mehr? In diesem Jahr haben wir die letzten Tage des Mai und die ersten Tage des Juni in dieser wunderschönen Gegend verbracht und wie schon so oft möchte ich Euch auch dieses Mal gern ein wenig daran teilhaben lassen.

***

Da waren wir nun wieder – in der Rhön, und das, obwohl die Katzen mit ihren ausgedehnten Kofferbesetzungsattacken und zutiefst traurigen Blicken versucht hatten, genau das zu verhindern. Ich weiß, wir sind mitunter gemein zu den beiden Pelztieren. Aber manchmal muss man auch ganz einfach an sich selbst denken, denn ab und zu ein bisschen Erholung soll so schlecht nicht sein. Und die Katzen, die konnten sich endlich einmal ganz in Ruhe ausschlafen. Das ist doch auch für sie eine angenehme Art von Entspannung und Krafttanken und das Wiedersehen am Ende zwischen Mensch und Tier ist dann um so schöner. Nein, ich will jetzt gerade nicht darüber nachdenken, ob die Katzen das ebenso sehen wie wir. Wenn Urlaub ist, dann sollte auch im Kopf Urlaub sein!

Wir Silberdistels hatten die erste Nacht im neuen Quartier recht gut geschlafen. Leider steht uns die Ferienwohnung, die uns im Laufe der Jahre schon fast zu einem zweiten Zuhause geworden war, seit diesem Jahr nicht mehr zur Verfügung – Eigenbedarf war dort angesagt. Wir würden also ganz einfach schauen müssen, wie uns unser neues Domizil gefallen würde. Auf den ersten Blick machte es einen sehr netten und gemütlichen Eindruck. Am Ende des Urlaubs würden wir sicher mehr wissen. Jetzt lag erst einmal der erste Urlaubstag vor uns. Die Wetterfrösche hatten für diesen Tag recht passables Wetter angesagt. Mein Herr Silberdistel schlug auch gleich voller Elan eine Wanderung zum Thüringer Rhönhaus vor. Recht lang – zum Eingewöhnen und für den ersten Tag. Aber was sollte es? Wir würden das schon packen. Schließlich zählen wir ja noch nicht so ganz zum alten Eisen. Jedenfalls rede ich mir das gern immer wieder ein. So machten wir uns gegen 11.00 Uhr auf den Weg. Unsere Wanderung begann in dem kleinen Ort Hilders und führte uns zunächst von der Ortsmitte aus in Richtung der weithin sichtbaren Kirche.

Blick in die Katholische Kirche in Hilders

Blick in die Katholische Kirche in Hilders

Erstaunlicherweise stand die Kirchentür sperrangelweit offen. Natürlich verlockte es mich, schnell einmal hineinzuschauen.  Da aber drinnen fleißig gehandwerkelt wurde, getraute ich mich dann doch nicht ganz hinein und machte nur einige weniger gute Fotos. Ein Baldachin nahm fast die ganze Sicht auf den Altarraum. Schade, aber vielleicht würde sich irgendwann später noch einmal eine bessere Gelegenheit für einen Kirchenbesuch ergeben.
Weiter ging’s also – Richtung Buchschirm, einem Berg östlich von Hilders, den wir erst einmal bezwingen mussten, bevor wir etwas bequemer und ohne atemraubende Steigung vorankommen könnten.

Wir gönnen uns in einer Verschnaufpause noch einmal einen Blick auf Hilders

Wir gönnen uns in einer Verschnaufpause noch einmal einen Blick auf Hilders

So lassen wir die Kirche und den Ort hinter uns und laufen tapfer straff bergan. Allerdings verlaufen wir uns doch tatsächlich an einer Weggabelung und landen sehr viel weiter links von der Straße, die wir eigentlich hätten weiter hinauflaufen müssen. Leider bemerken wir unseren Irrtum erst relativ spät, sodass wir ein ganzes Ende mehr gelaufen sind als nötig gewesen wäre. So oft sind wir nun den Wanderweg hoch zum Buchschirmberg schon gelaufen, verlaufen können wir uns scheinbar trotzdem noch immer. Wir machen kehrt und biegen nach einem kurzen Stück auf der Straße links in einen Weg ein, der uns zwischen Waldrand und einer großen Wiese entlangführt.

Oberhalb Hilders' gibt es eine kleine Feriensiedlung mit einem Weg, der diesen interessanten Namen trägt

Oberhalb Hilders‘ gibt es eine kleine Feriensiedlung mit einem Weg, der diesen interessanten Namen trägt

Wir kennen diesen Weg noch aus dem letzten Jahr und hoffen, dass wir ihn noch richtig in Erinnerung haben. Er sollte uns auf halber Höhe über die Wiese rechter Hand hin zum sogenannten Galgenrasen führen. Von dort aus würden wir dann wieder auf den verfehlten Weg treffen und über das Thomas-Morus-Haus, einem kirchlichen Jugendheim, hoch zum Buchschirm laufen. Galgenrasen – ob es hier einst einen Richtplatz gab?

Die Aussichtsplattform auf dem Buchschirmberg

Die Aussichtsplattform auf dem Buchschirmberg

Etwa eine Stunde nach unserem Aufbruch sind wir tatsächlich auf dem Buchschirmberg gelandet. Schon aus der Ferne sehen wir die kleine Aussichtsplattform und etwas dahinter das ebenfalls auf dem Berg stehende Kreuz des Ostens.

Unsere

Unsere „Deutsche Bank“ mit Blick weit nach Thüringen hinein

Erfreut stellen wir wenige Meter später fest, dass unsere „Deutsche Bank“ wieder steht, die im letzten Jahr traurig und zerbröselt am Boden lag. Oft schon haben wir hier gesessen und in die Ferne geschaut.
Da dachten ich nun, diese, UNSERE, Bank wäre etwas ganz Besonderes, hatte sie mir doch einst erstmals einen ganz besonderen Weltblick, nämlich den vom wunderschönen Hessen hinüber ins malerische Thüringen beschert, einen Blick von einem Stück Welt, von dem ich bis 1989 nie gedacht hätte, dass ich ihn jemals würde von der Hessischen Rhön aus erleben dürfen.

Für Diaschau eines der Bilder anklicken!

Und nun das! Ein Stückchen weiter gab es noch eine ganz besondere, persönliche Bank – Mikes Weitblickbank. Wer immer Du bist, Mike, ich war so frei, mich ganz leise neben Dich zu setzen, um mir auch einmal einen anderen Weltblick bzw. Weitblick zu gönnen. Wunderschön ist sie – die herrliche Weite, die uns Deine Bank ganz nahe bringt, eine Weite, die auch wir in den vielen Jahren, in denen wir die Rhön bisher durchwandert haben, lieben gelernt haben. Unter uns, ich mag auch den Teil, der sich hinter Deiner Weitblickbank verbirgt, den vierbeinigen Teil der Rhön, der ebenso zu dieser fantastischen Gegend gehört wie ihre wundervollen Blumenwiesen, die Berge, die Wälder, die Moore. Danke, dass ich hier neben Dir ein wenig verweilen durfte, Mike. Ich muss dann mal weiter, schauen, dass ich meinen Herrn Silberdistel wieder einhole. Also dann, bis irgendwann vielleicht mal wieder auf dieser, Deiner, Weitblickbank.

Ich eile meinem Herrn Silberdistel, der fast nur noch als kleines Pünktchen am Horizont zu sehen ist, flugs hinterher. Immer wieder allerdings werde ich während unserer Wanderung durch die Flora und Fauna um mich herum aufgehalten. Fasziniert von all der blühenden, krabbelnden, flatternden und fliegenden Schönheit ringsum richte ich meine Kamera auf viele interessante kleine und große Entdeckungen und irgendwann, noch eine gute halbe Stunde vor unserem Ziel, dem Thüringer Rhönhaus, fühle ich mich bereits seltsam fußlahm. Zunehmend schmerzhafter machen sich meine noch relativ neuen Wanderschuhe bemerkbar. Für eine solch lange Strecke sind sie offensichtlich doch noch nicht richtig eingelaufen.

09-Wir sind am Ziel - am Thüringer Rhönhaus

Wir sind am Ziel – am Thüringer Rhönhaus

Gegen 13.15 Uhr sind wir endlich am Ziel. Ich freue mich darauf, meinen Füßen endlich eine Pause gönnen zu können und gemeinsam freuen wir Silberdistels uns auf die Thüringer Rostbratwurst, ein Tonic und ein kühles Bier. Für meinen Herrn Silberdistel gibt es sogar ein Kreuzbergbier – quasi als kleine Vorfreude auf eine unserer nächsten Wandertouren hinauf zum Kreuzberg.

Für Diaschau eines der Bilder anklicken!

Wir haben draußen auf der überdachten Terrasse des Gasthauses Platz genommen und beobachten, während wir auf das Essen warten, zwei Kohlmeisen, die fleißig mit dem Füttern ihres Nachwuchses beschäftigt sind. Der eine Nistkasten in der Nähe unseres Sitzplatzes ist besetzt. Die Meiseneltern fliegen fleißig ein und aus. Mir gelingen sogar einige Fotos von den Altvögeln – den Schnabel voll mit Futter.
Gegen 14.00 Uhr manchen wir uns auf den Rückweg. Mir fällt der Weg immer schwerer, die Schuhe scheinen immer enger zu werden. Oder werden die Füße immer größer? Jedenfalls passen beide so gar nicht mehr zueinander.

Der Weg rechts hinter dem Funkturm führt uns wieder zur Mikes Weitblickbank, dem Kreuz des Ostens und zur Aussichtsplattform auf dem Buchschirmberg

Der Weg rechts hinter dem Funkturm führt uns wieder zur Mikes Weitblickbank, dem Kreuz des Ostens und zur Aussichtsplattform auf dem Buchschirmberg

Ich bin froh, als ich den Funkturm vor mir auftauchen sehe. Er halbiert in etwa unsere Wegstrecke. Aber dieses Mal ist der sonst so angenehme Markierungspunkt nur ein schwacher Trost für mich. Es schmerzt inzwischen überall und am Ende schimpft auch noch mein rechtes Knie mit mir. Es erklärt sich mit den gemarterten Füßen solidarisch und lässt mich noch zusätzlich leiden. Irgendwie schaffe ich die Strecke trotzdem. Kaum sind wir in der Ferienwohnung, ich habe noch nicht einmal die Schuhe von mir geworfen, da beginnt  es zu regnen. Unterwegs waren bereits einige wenige Tropfen gefallen, allerdings verzog sich die dunkle Wolke da wieder. Jetzt aber gießt es in Strömen. Irgendwie doch Glück gehabt.
Nach dem Kaffee sind wir in einer Regenpause zum Einkaufen gefahren, Verpflegung fürs Wochenende kaufen – etwas unangenehm mit den schmerzenden Füßen. Obwohl ich ihnen nun andere Schuhe gegönnt hatte, kam mir der Weg durch den Supermarkt trotzdem ein wenig wie eine Strafe vor.  Zum Trost gab es abends ein Bier, einen Extrastuhl für die geplagten Füße und viele, viele Bilder zum Anschauen.

Für Diaschau eines der Bilder anklicken!

06-Nun noch ein kleiner Rundgang auf der Burg

… und wickeln einfach unsere Beute ein. Fressen können wir sie dann später. So ähnlich kam es mir vor, als wir von der Giechburg aus an einem unserer Urlaubstage im August in Franken …

05-Nicht zu viel versprochen, oder?

… nach dem Eisessen und der leckeren Torte (Ihr erinnert Euch an diesen Rieseneisbecher, den wir für Frau Müllers
Meiner ist der Größte“ brauchten?) …

08-Schnell noch einen Blick vom Burgturm ...

… auf einem der Burgtürme landeten und von dort oben hinunter auf eine große Wiese schauten,

09-Oh, wie interessant! Da müssen wir doch glatt noch ein wenig zuschauen

auf der gerade das frisch gemähte Gras eingesammelt und maschinell zu dicken runden Silage-Ballen gepresst wurde. Nach dem Pressvorgang spuckte die Maschine den Grasballen wieder aus.

???????????????????????????????

Nun hatte die große maschinelle Spinne ihren Auftritt. Sie schlich sich äußerst vorsichtig an den grünen Ballen heran, packte ihn mit ihrem großen gefährlichen Greifarm, hievte ihn auf ihr „Spinnennetz“ und wickelte das arme Gras unbarmherzig mit einem breiten weißen Band ein bis nichts, aber auch gar nichts mehr von seinem herrlichen Grün zu sehen war. Der weiße Spinnfaden umhüllte alles – ohne Gnade. Nun, es war natürlich keine Spinne, aber mindestens ebenso spannend wie das, was eine Spinne gewöhnlich mit ihrer Beute tut, war der ganze Vorgang schon.

10-Silage-Ballen

Weder Herr Silberdistel noch ich hatten jemals zuvor gesehen, wie diese weißen Stroh-, Heu- oder Silage-Ballen, die man im Herbst gewöhnlich auf Äckern und Wiesen liegen sieht, zustande kommen.

07-Oh, oh, das sieht aber finster aus am Himmel

Umso faszinierter schauten wir natürlich zu, obwohl wir uns hätten bereits eiligst an den Abstieg vom Burgturm machen sollen, um noch rechtzeitig unser Auto zu erreichen. Vom Himmel drohte nämlich Fürchterliches. In der Ferne schien es sogar schon zu regnen. Wir mussten jedoch das äußerst spannende Szenario mit dem Gras erst bis zum bitteren Ende miterleben. Erst danach konnten wir im Eiltempo den Turm auf der Giechburg verlassen …

Genau dorthin wollten wir dieses Mal – wo das Bier am besten schmeckt – zum Kloster Kreuzberg in der Bayerischen Rhön.

03-Hier im Kloster wird bereits seit 1731 Bier gebraut, das weit über die Region hinaus als besondere Köstlichkeit gilt

Dort gibt es nämlich ein ganz besonders leckeres Dunkelbier. Bereits seit 1731 brauen die Mönche des Franziskanerklosters diesen edlen Saft.

22-Na? Noch einen Blick auf das Brauhaus ders Klosters gefällig?

Natürlich tun sie das inzwischen mit einer hochmodernen Anlage, die einen Jahresausstoß von bis zu 9500 Hektolitern aufzuweisen hat. In diesem Jahr kam die Klosterbrauerei doch tatsächlich wegen des zeitweise sehr heißen Wetters an ihre Grenzen, sodass jene Gaststätten, die jenseits des Kreuzbergs auch gern einmal ihre Gäste mit einem Kreuzbergbier verwöhnen, nicht mehr beliefert werden konnten, wie hier zu lesen ist. In der Klosterschänke war allerdings immer ausreichend des begehrten Gebräus vorhanden.
Alljährlich, wenn wir Silberdistels in der Rhön Urlaub machen, zieht es uns früher oder später natürlich auch auf den Kreuzberg zu diesem edlen Gesöff Bier. Dazu ein leckeres Käsebrot unter Gottes freiem Himmel. Was will man mehr, um glücklich zu sein?
Herr Silberdistel hatte wieder einmal die Gelegenheit genutzt, um sich am Kloster Kreuzberg mit einem Bekannten zu treffen, nett zu plauschen und sich dabei eines der leckeren Biere munden zu lassen.

24-jetzt haben wir uns aber einen kühlen Schluck dieses edlen Saftes verdient. Hmmmm - einfach lecker!

Naja, vielleicht waren es auch zwei oder … So genau mitzählen konnte ich eigentlich nicht, denn nach dem herrlich köstlichen Käsebrot und einigen Schlückchen Bier aus Herrn Silberdistels Krug ließ ich die beiden Jungs allein und begab mich ein wenig auf Wanderschaft durch den Klosterbereich.

11-Läuft einem bei diesem Anblick nicht das Wasser im Munde zusammen?

Dabei entdeckte ich am Hintereingang des Klosters etwas, was die beiden Herren hätte sicher dahinschmelzen lassen. Aber wahrscheinlich waren sie auch so bereits äußerst zufrieden – mit dem Bierkrug vor sich und ohne Gattin neben sich. Der Anblick dieser Ansammlung von Kreuzberg-Bierfässchen hätte sicher nur unnötige Verwirrung gestiftet.

12-Oh, wen haben wir denn da? Hugo ist heute ganz allein im Zwinger.

Apropos Fässchen … Wen sehe ich denn da? Sind das nicht diese Hunde, die man öfter einmal auf Abbildungen mit so einem Fässchen um den Hals sieht? Ach ja, jetzt erinnere ich mich, bei Ernst Blumenstein etwas darüber gelesen zu haben. Da gab es doch einen Beitrag über die Geschichte dieser gutmütigen Riesen unter den Hunden, über die Geschichte der Bernhardiner. Ob Ernst auch schreibt, was besagtes Fässchen einst enthielt? Naja, egal, unser Bernhardiner hier, der übrigens Hugo heißt, hat gerade keine Lust, Fässer durch die Gegend zu tragen. Ihm ist langweilig. Wo mag denn seine Frau Rana sein? Ob sie sich in den hinteren Gemächern um den gemeinsamen Nachwuchs kümmert? Seit einigen Jahren werden nämlich, nach einer längeren Zuchtpause, im Kloster Kreuzberg wieder Bernhardiner gezüchtet. Wer mag, kann sich hier gern ein Video über das erste Zusammentreffen von Hugo und Rana anschauen.
So, da Hugo ohnehin schläft, werde ich meinen Rundgang ganz einfach fortsetzen. Ich möchte schließlich noch ganz hoch hinaus – auf den Gipfel des Kreuzbergs. Das Kloster liegt ja nur auf einer Höhe von 864 m ü. NN, während der Berg an sich doch um einiges höher ist. Er ist übrigens der dritthöchste Berg der Rhön. Nicht schlecht, oder?

15-...und nun wird es schweißtreibend. Ich will die letzten der 927,8 m ü. NN, die der Kreuzberg aufzuweisen hat, auch noch schaffen

Einige Höhenmeter muss ich also schon noch überwinden, bis ich die Spitze des Eisberges Kreuzberges mit ihren 927,8 m ü. NN erreicht habe. Die dunklen Wolken sehen schlimmer aus, als sie in der Wirklichkeit waren. Sie drohten immer wieder einmal damit, nicht mehr an sich halten zu können, umnebelten zeitweise sogar den Sendemast des Senders Kreuzberg, letztendlich konnten sie sich dann doch beherrschen und behielten ihr Wasser bei sich. Also dann, auf geht’s und zur Belohnung gibt es oben einen Blick in die weite Ferne.

17-Von einer Bank aus schaue ich eine Weile in die weite Ferne - leider ist die Sicht heute nicht so spektakulär wie bei ganz klarem Wetter

Nun gut, ein wenig undurchsichtig ist der Blick in die Ferne heute schon. Aber schön finde ich ihn trotzdem. Außerdem muss ich jetzt erst einmal wieder zu Atem kommen, denn diese vielen Treppenstufen hatten es ganz schön in sich. Unterwegs habe ich doch vor lauter Anstrengung ganz vergessen, sie zu zählen.

16-Ich bin bei den drei Kreuzen des Kreuzwegs angekommen

Egal, jetzt sitze ich auf der Bank neben den drei Kreuzen vom Kreuzweg, atme bereits wieder etwas ruhiger und genieße noch ein Weilchen ganz einfach die unendliche Weite vor mir. Das bisschen Dunst stört nicht. Irgendwie gehört auch das mit in diese schöne Landschaft, verzaubert sie auf andere, nicht minder schöne Weise.

28-Die Wiesen rundum zeigen einen fantastischen Farbenzauber

Inzwischen ist mein Puls wieder auf Normalniveau. Auch wenn ich mich noch gar nicht von dem schönen Anblick um mich herum trennen mag, ist es vielleicht doch Zeit dafür zu schauen, wie meine beiden Herren dort unten das viele Bier verkraftet haben. … und so langsam könnten wir uns auch wieder auf den Rückweg zu unserem Auto machen. Es steht eine kleine Wanderstunde vom Kloster Kreuzberg entfernt auf einem Wanderparkplatz. Der Weg dorthin führt durch eine malerische Wiesenlandschaft und zum Anfang und Ende jeweils durch ein kleines Waldgebiet. Ich liebe diesen Weg über alles. Ich kann schon verstehen, warum die Franziskaner einst ihr Kloster auf diesem einmalig schönen Fleckchen Erde errichtet haben. Aber schaut selbst, was wir unterwegs noch alles entdeckt haben. Ich mag diese Gegend unwahrscheinlich gern. Nicht umsonst komme ich immer und immer und immer wieder …

Für Diashow eines der Bilder anklicken!