Mit ‘Wetter’ getaggte Beiträge

Katzen sind doch enorm clevere Wesen. Sie können quasi aus nichts immer noch ein Wunder an beneidenswerter Behaglichkeit machen. Okay, ihr pelziges Outfit kommt ihnen da mitunter schon sehr entgegen. Naja, und so ein Pelz ist eben doch alles andere als nichts. Er ist enorm universell einsetzbar. Nicht nur als simpler Wintermantel.

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Da geht noch wesentlich mehr – wie Torty bestens beweisen kann. Schon toll, wenn man sein Kopfkissen stets und ständig dabei hat, oder?
Kein Wunder also, dass Katzen immer und überall schlafen können – äußerst komfortabel noch dazu. Egal, wo sie schläfrig niedersinken, das warme und weiche Kopfkissen ist immer an der Katz und somit sofort und ohne Umschweife einsetzbar.

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Als Torty ihre Lehrvorführung in puncto Kopfkissen, Bequemlichkeit und Behaglichkeit gab, schien uns hier in meinem Teil der Ostseeküste noch die Sonne auf den Pelz und ließ nicht nur Torty vom nahen Frühling träumen.

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Tja, diesen Wetterbericht müssen wir leider inzwischen schon wieder korrigieren. Frau Holle schüttelt gerade noch einmal – zwar mehr oder weniger lustlos – an ihren Betten herum.

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Ob aus dieser lustlosen Bettenschüttelei noch mehr wird? Torty meinte gerade, ihr sei es völlig egal, was die diesen Winter so verwirrte Holle da oben treibt oder nicht. Und schon eilte unsere pelzige Dame beherzten Schrittes ins Bad, sprang auf den Wäschetrockner, stieg dort ins Weidenkörbchen und legte das flauschige milchkaffeefarbene Kopfkissen zurecht.  Das bunte Torty-Köpfchen sank sanft dagegen, die Augen schlossen sich. Schließlich war noch ein zutiefst entspannter Grunzer zu hören und weg war’s, das Kätzchen, im Land der Träume.

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Herr Silberdistel lernte schnell von Torty. Bei solchem Wetter ist ein Mittagsschlaf eine wundervolle Idee. Nur mit dem Kopfkissen klappte es nicht ganz so perfekt wie bei unserer Tortellini. Was man nämlich nicht dabei hat, ist oft schon durch andere besetzt …

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Obwohl, wie man sieht, die doch eigentlich auch wie Torty ihr eigenes Kopfkissen dabei haben … Aber warum sollte man auf Gemütlichkeit nicht immer noch eins drauflegen können?

… war das Wetter am letzten Sonntag – endlich einmal so, wie wir es uns in letzter Zeit immer sehnlicher gewünscht hatten. Es war ein Vorfrühlingstag, wie er im Buche steht. Mein Garten rief ganz laut nach mir und ich konnte und wollte ihn nicht überhören. Meinen beiden vierbeinigen Mitbewohnern ging es ähnlich.

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So werkelte ich fleißig zwischen all den bunten Blumen, die in den letzten Tagen nahezu explosionsartig aus dem Boden geschossen sind und die Katzen leisteten mir den Tag über Gesellschaft.

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Allerdings beschränkte sich die Gartenarbeit der Pelzträger mehr darauf, übermütig durch den Garten zu springen …

01 … oder eine Sitzprobe auf ihrer kleinen Sonnenbank zu machen und ganz nebenher von dort aus die Gartenarbeiten der Silberdistel zu überwachen. Ich arbeitete also und sie behielten den Überblick über unser kleines Gartenreich und über mein Tun, schließlich müssen solche wichtigen Arbeiten von kompetenter Seite aus im Auge behalten werden.

02 Und der Cappuccino, den ich mir in einer kleinen Arbeitspause gönnte, der schmeckte draußen an der frischen Luft ganz besonders gut. Wie hatte ich doch gerade das vermisst, die geliebte Kaffeepause endlich wieder im Grünen genießen zu können. Übrigens flatterte nicht nur ein Zitronenfalter durch meinen Garten, auch die erste Biene des Jahres gab sich die Ehre und naschte fleißig am Nektar der Krokusse. Den Beweis muss ich allerdings schuldig bleiben. Als ich nämlich mit der Kamera in der Hand wieder im Garten auftauchte, war das kleine summende Insekt schon weitergezogen. Auch in anderen Gärten lockten die Frühblüher. Der gelbe Flattermann hielt es ähnlich. Er tauchte zwar immer wieder auf, aber ebenso schnell verschwand er auch wieder in Nachbars Garten.

04 Wie schön es in unserem Garten im Moment blüht? Ich denke, die Bilder belegen das durchaus recht anschaulich. So einiges mehr schaut schon aus dem Boden, bisher aber nur die grünen Spitzen. Bis zur Blüte wird es noch ein Weilchen dauern. Doch auch Schneeglöckchen, Krokusse, Märzenbecher, Zwergiris, Zaubernuss und Winterjasmin sind ein schöner Vorgeschmack auf all das, was da in den nächsten Tagen und Wochen noch kommen wird.

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Was die Sonne doch alles kann, wenn sie nur will – heute zwischen 17.12 und 17.13 Uhr aufgenommen 🙂

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Es regnet

… und wie war das Wetter im deutschen Norden am letzten Wochenende?

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… es regnete …

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… und regnete …

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… und regnete immer wieder und setzte nicht nur den Garten der Silberdistels unter Wasser  …

 

Ihr erinnert Euch an den 19. Januar? Nicht? Na gut, ich verrat’s Euch. Das war der Tag, an dem die Wetterfrösche für Nord- und Ostsee eine Sturmflutwarnung herausgegeben hatten. Bis zu einem Meter über dem normalen Wasserstand sollte die Ostsee an die Strände schwappen. Ich war an diesem Tag mit der Kamera dabei. Ich musste ganz einfach dem Ruf der tobenden See folgen. Sie rief so laut nach mir, ich konnte einfach nicht widerstehen. Wenn Ihr Euch schon nicht an diesen Sonntag erinnert, dann vielleicht an das Video, das ich von meinem stürmischen Ausflug mitgebracht hatte. Heute möchte ich noch einige Eindrücke mehr von denen, die ich an jenem Tag mit der Kamera eingesammelt habe, mit Euch teilen.
Wer schon einmal die See so wild und ungestüm erlebt hat wie ich, der wird vielleicht verstehen können, dass ich sie einfach anschauen musste, dabei sein musste, als sie zeigte, was in ihr steckt, als sie uns wieder einmal bewies, um wie viel stärker sie  ist als wir Menschen, die wir uns oft für die Größten überhaupt halten.
Mich erstaunt es inzwischen nicht mehr, dass man bei derartigem Wetter nicht allein am Strand ist. Es gibt gerade an solchen Tagen noch andere Meerbegeisterte, die am Strand stehen und diese stürmische Begegnung mit der See begeistert in sich aufnehmen. Jeder tut es auf seine Art. Da sind die Angler, die in der tobenden See stehen und auf einen reichen Fang hoffen, die Steinsüchtigen, die nach schönen Versteinerungen Ausschau halten, die die See genau jetzt bei Sturm freispülen könnte. Da sind die Jogger, die bei jedem Wetter ihre Strandkilometer abarbeiten müssen und schließlich gibt es da noch die Neugierigen und Sensationssüchtigen, die auf gestrandete Wale oder Schiffe hoffen, oder ganz einfach diejenigen, die nur dastehen, staunen, genießen und dabei glücklich sind, einen solchen Moment miterleben zu dürfen.
Nicht weit von mir entfernt stand so ein einzelner Genießer in einem langen schwarzen Mantel. Er erinnerte mich fast ein wenig  an eine Figur aus Patricia Koelles Roman „Das Meer in Deinem Namen“ – an den Sturmflut-Claas, einer etwas unwirklichen Gestalt, die immer mal wieder in einigen Szenen am Meer auftaucht.  Meine Gestalt hier aus der Wirklichkeit muss manchmal schon fast im Wasser gestanden haben, so gewaltig peitschte die See mitunter ihre Wellen Richtung Steilküste. Trotzdem stand der Mann ganz still und eisern wie ein Fels in der Brandung an der tobenden See und blickte aufs Meer hinaus. In seinen Ohren trug er kleine Ohrhörer. Ich fragte mich die ganze Zeit, was er wohl gehört haben mag. Es interessierte mich unbändig, aber ich mochte ihn nicht stören. Er stand so weltentrückt an der Steilküste, er muss dieses aufgewühlte, tobende, wütende Meer unwahrscheinlich genossen haben. Da wäre jede Störung fehl am Platze gewesen. Er schien die Welt um sich herum vergessen zu haben.
Irgendwie fühlte ich mich mit dieser einsamen dunklen Gestalt dort an der Steilküste auf seltsame Weise verbunden. Starrte ich nicht fast genauso verzückt auf die peitschenden Wellen und bemerkte dabei weder meine vom eisigen Wind steifen Finger noch die nassen und kalten Füße? Nur die Musik, die der einsame „Fels in der Brandung“ scheinbar hörte, die brauchte ich nicht, um glücklich zu sein. Für meine Ohren war der Gesang des Meeres Musik genug. MEIN Glück wäre nahezu vollkommen, wenn ich von einem solchen Ausflug eine kleine versteinerte Schönheit mit nach Hause nehmen könnte. … und tatsächlich ließ das Glück an diesem Tag voller Sturm und Kälte nicht auf sich warten. Es lenkte meinen Blick urplötzlich auf ein kleines gelbliches Etwas ähnlich einer Zigarettenkippe inmitten eines Meeres voller von Wasser und Sand glattgeschliffener Steine – auf einen Donnerkeil. Begeistert ob so vielen Glücks hob ich meine versteinerte Kippe auf, betrachtete sie eine Weile ganz in Bewunderung versunken und ließ sie schließlich in meine Tasche gleiten. Ziel erreicht! Welch schöne Erinnerung diese kleine steinerne Schönheit doch für einen wunderbaren Tag am Meer sein wird.

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So, aber jetzt endlich zum Urlaub. Obwohl, eigentlich sollte ich noch ein wenig den Herrn Löwenzahn mit seiner Familie im Auge behalten. Na, und das viele Wasser aus dem Garten zu schöpfen und an die Bedürftigen zu verteilen, das wäre auch nicht schlecht. Aber versprochen ist versprochen. Jetzt muss ich erst einmal von unserem Urlaub berichten. Und? Wo waren wir? Richtig! Wieder einmal zum Wandern in der Rhön … dachten wir …

Der diesjährige Urlaub der Silberdistels begann so wie immer – nein, genau betrachtet eigentlich nicht wie immer – er begann sogar etwas eher als all die anderen Urlaube in den Jahren zuvor. Die Silberdistel konnte doch tatsächlich den Herrn des Hauses damit überraschen, dass die beiden Ehegatten mit nur einer Dreiviertelstunde Verspätung nebeneinander im Auto saßen und gen Süden düsten.

Die Fahrt ist nicht weiter erwähnenswert, es ging gut und zügig voran. Der kleine Zwischenaufenthalt bei der Verwandtschaft hat hier auch nichts zu suchen, wohl aber die Wetterverhältnisse am eigentlichen Zielort der beiden Erholungssuchenden sollten keinesfalls unerwähnt bleiben – es regnete nämlich zur Begrüßung der Wanderwilligen wie aus Eimern. Somit konnte der erste Urlaubstag in aller Ruhe mit dem Auspacken von Koffern und Taschen und dem Einkaufen von Verpflegung für die nächsten Tage ausgefüllt werden. Als Herr Silberdistel später am Abend die Wetterprognose für die nächsten Tage betrachtete, überkam ihn eine schlimme Ahnung. Drohte dieser Wanderurlaub in einem riesigen Schwall von Wasser zu versinken? Die nächsten Tage sollten lt. Vorhersage der Wetterfrösche vorwiegend mit einem, mit Regen, ausgefüllt sein. Nichtsdestotrotz, die Silberdistels blieben guter Dinge. Es war Urlaub und den würde man sich so oder so so angenehm und erholsam wie möglich gestalten. Schließlich gab es mehr als genug Lesestoff im Gepäck und sowohl PCli als auch Tablet waren als kleine Spaßmacher ebenso mit von der Partie. Was sollte da noch schiefgehen? Es wäre ja gelacht, wenn man damit nicht einige feuchte Tage würde überbrücken können.

Andern Tags hielt das Wetter auch haargenau, was es dem Herrn Silberdistel in seiner Prognose versprochen hatte. Das Wasser floss im großen Schwall vom dunklen Himmel. Einen kleinen Lichtblick sollte es an diesem Tag allerdings geben, so hatte Herr Silberdistel herausgefunden – gegen Mittag. Zum Nachmittag hin sollte sich dieser Lichtblick sogar noch weiter vergrößern. Welche Freude! Also machten sich die beiden Silberdistels, als sie meinten, der Himmel hätte ihnen just in einem kurzen Moment um die Mittagszeit herum freundlich mit seinen blauen Augen zugezwinkert, auf den Weg zum Schloss Fasanerie, unweit von Fulda. Dort sollte nämlich am Muttertagswochenende ein Töpfermarkt stattfinden. Den wollten die Silberdistels auf keinen Fall versäumen. In ihrer sonnigen Jugend hatten sie sich nämlich selbst einmal recht erfolgreich im Töpfern versucht. Seitdem ziehen solche Märkte die beiden Keramikfans immer wieder magisch an. Schloss Fasanerie, das an bewusstem Wochenende den Töpfern Gelegenheit bot, einem breiten Publikum ihre aus erdigem Gold gefertigten Kunst- und Gebrauchsgegenstände anzubieten, gilt als das schönste Barockschloss Hessens. In vergangener Zeit wurde das Schloss als fürstliche Sommerresidenz genutzt. Seit 1816 befindet sich das Schloss im Besitz des Hessischen Fürstenhauses. Noch heute gehört es der Familienstiftung der Landgrafen von Hessen. Die Hessische Hausstiftung kümmert sich um den Erhalt von Schloss und Park und betreibt außerdem das seit 1951 bestehende Museum von Schloss Fasanerie.

Der alljährlich um diese Zeit stattfindende Töpfermarkt hat somit zugleich einen recht malerischen historischen Hintergrund. So gibt es eben nicht nur Töpferwaren zu sehen, sondern auch interessante Baukunst zu bestaunen, die dank der Stiftung in vielen Teilen ihren alten Glanz erhalten konnte. Leider blieb den Silberdistels an diesem Tage nicht genug Zeit, um beides ganz ausführlich anzuschauen – Töpfermarkt und Schloss Fasanerie samt seiner wundervollen Parkanlage. Die Silberdistels hatten nämlich nach einer kleinen Schlossstippvisite gerade noch genug Zeit für einen kurzen Rundgang auf dem Töpfermarkt und einen winzigen Imbiss, dann schlossen sich die blauen Augen des Himmels wieder und langsam kullerten die ersten zarten Tränen zur Erde. Sie wurden mehr und mehr, größer und stärker und konnten überhaupt kein Ende mehr finden. Die Silberdistel suchte, bevor alles zu spät war, schnell noch einmal nach dem Stand mit diesen hübschen kleinen getöpferten Schwimmtieren für den Gartenteich, den sie kurz vor dem Beginn des Regens entdeckt hatte, fischte den Froschkönig ihres Lebens aus dem kleinen Teich der Töpferin, verliebte sich so ganz nebenbei noch in eine kleine Eule, die ebenso wie der Frosch, künftig im Garten der Silberdistel ein Zuhause finden sollte, und erlöste dann endlich Herrn Silberdistel, der ungeduldig von einem Bein aufs andere trat, während sich die Himmelstränen zu dicken Hagelkörnern verwandelt hatten und auf die Erde trommelten. Fluchtartig verließen die beiden Ausflügler den Töpfermarkt. Bis zum Parkplatz war es noch ein gutes Stück Fußweg. Schließlich, froh, endlich am Auto angekommen zu sein, waren die Distels nass bis auf die Haut. Dumm gelaufen – dieser erste Urlaubstag. Wenigstens hatte die Silberdistel zum Trost für all das Elend einen Froschkönig und eine Eule im Gepäck. Übrigens schien dem Froschkönig all die viele Feuchtigkeit wenig auszumachen. Die Silberdistel hatte sogar den Verdacht, dass er erstaunlich viel Freude an den Himmelstränen hatte. So sind sie, diese Frösche. Dummer Spruch also: Sei kein Frosch! Wären wir Frösche gewesen, hätten wir diesen Tag überaus toll gefunden 😉

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Gestern wurde wieder einmal die Erde getränkt. Auch sie hat mitunter Durst. Der Wettergott, der für die Erfüllung dieser feuchtfröhlichen Wünsche zuständig ist, hat auch gar nicht lange gezögert. Er hat das köstliche Nass sogar so vorsichtig ausgeschüttet, dass Erde und Pflanzen es in aller Gemütssruhe aufnehmen und trinken konnten. Die Pflanzen waren glücklich und zufrieden, tranken und schmückten sich sogar voller Übermut mit einem Teil von diesem herrlichen Nass. Die glänzenden Regentropfen machten sich hübsch als Schmuck, denn alles konnten die Pflanzen nun doch nicht trinken, so viel kam aus den Wolken herabgerieselt. Sehen die kecken und vorwitzigen Regentropfen nicht lustig aus auf dem Grün und Rosa und den vielen wundervollen Farben, die Blumen, Baum und Strauch zur Schau stellen?