Mit ‘Weihnachtsbaum’ getaggte Beiträge

Vom Prinzip her verliefen unsere Weihnachtstage recht nett und entspannt – bis auf … Nun ja, ein paar kleine Pleiten, ein bisschen Pech und die eine oder andere Panne gaben sich dennoch die Hand.

Dsc06787Es begann damit, dass ich am Nachmittag des Tages vor Heiligabend unser Nadelbäumchen aus dem Garten hinüber an seinen Platz in unser Wohnzimmer stellen wollte. Voller Tatendrang schaute ich vom Wohnzimmerfenster aus hinaus auf das Bäumchen. Etwas Hilfe würde ich für die Umsetzung wohl brauchen. Herr Silberdistel musste her. Ich atmete eben tief ein, um meinen Gatten lautstark herbeirufen zu können, als mir bei einem erneuten Blick auf den Baum abrupt der Atem stockte. Mein Gott, wo, wo endete nur die Spitze des ehemals kleinen Bäumchens? Ich schaute irritiert hinaus in den Garten, dann hoch zum Wintergartendach, das nur unwesentlich niedriger ist als unsere Wohnzimmerdecke. Das Bäumchen aber ragte etliche Zentimeter über das gläserne Dach des Wintergartens hinaus. Wie konnte mir das bisher entgangen sein? Oder lag hier eine der berühmten optischen Täuschungen vor? Ich schaute noch einmal und noch einmal, einmal aus diesem, dann wieder aus jenem Winkel. Das Ergebnis blieb unverändert. Schließlich ging ich hinaus, blickte langsam und ein bisschen furchtsam am Baum empor. Mein Gott, er endete ja überhaupt nicht. War er nicht fast doppelt so groß wie ich selbst? Warum nur war mir das nicht bereits aufgefallen, als ich ihm seine neue Lichterkette umhängte? Ich muss irgendwie betriebsblind gewesen sein. Mir würde wohl nichts anderes übrig bleiben, als vor der geplanten Umsetzung zunächst seine exakte Höhe festzustellen.

Einigermaßen irritiert über die Steine, die mir so unerwartet in den Weg gerollt waren, eilte ich zurück ins Haus und wenig später mit einem Zollstock bewaffnet wieder in den Garten. Zuletzt hatte der Baum Weihnachten 2015 festlich geschmückt in unserem Wohnzimmer gestanden. Mein Gott, wie schnell die Kleinen doch groß werden! Dass Kinder das können, habe ich bereits mehrmals erfahren. Aber dass mir auch mein kleines Bäumchen, das ich einst samt Topf locker unter einen Arm geklemmt nach Hause getragen hatte, das antun würde, fand ich nahezu unbegreiflich.
Wenig später sprach mein Zollstock Bände. Unser eben noch so kleines Weihnachtsbäumchen war um 20 cm zu groß für unser Wohnzimmer. Was nun? Ob Herr Silberdistel Lust hatte …? Nein, er hatte keine Lust, wie meine bescheidene Nachfrage ergab. Und ich? Ich hatte auch keine Lust, mich jetzt noch nach Weihnachtsbaumsuche auf den Weg zu machen, d.h. … Moment mal … Und schon stand ich erneut draußen im Garten und schaute auf ein winziges spirreliges Etwas. Nun ja, es war ein wenig dürftig benadelt, aber immerhin benadelt. Es war fast noch ein Baby. Zwischenzeitlich, wie ich zu meiner Schande gestehen muss, hatte ich es sogar recht stiefmütterlich behandelt. Es hatte zu lange in einem äußerst winzigen Topf ausharren müssen und so sah es halt wegen des zu langen Ausharrens in seinen zu kleinen Schuhen besonders mickrig aus. Aber immerhin war es ein Nadelbäumchen. Ob ich mein stiefmütterliches Verhalten wieder gutmachen könnte – mit einem ganz speziellen Vorschlag? Oder würde es sich, immer noch beleidigt, empört von mir abwenden? Egal, ich fragte es einfach. Ich fragte, ob es Lust hätte, sich schick weihnachtlich herausputzen zu lassen und uns Silberdistels als Weihnachtsbäumchen zu dienen? Welche Frage? Natürlich, und wie es Lust hatte. Es plusterte sich vor lauter Stolz richtig auf wie eine kleine Henne und sah gleich gar nicht mehr so mickrig aus.

Und so kam es, dass ein stolzes kleines Babynadelbäumchen uns vor einer Beinahe-Weihnachtsbaumpanne errettete. Es ist übrigens ein echtes Rhöner Nadelgehölz – aus dem Samen eines aus dem Urlaub mitgebrachten Fichtenzapfens gezogen – von mir selbst. Das Bäumchen trug mir nicht länger mein stiefmütterliches Verhalten nach. Es gab einfach alles und rettete mit seinem kleinen bescheidenen, aber dennoch wunderfeinen Glanz unser Weihnachtsfest.Dsc06854

„So ein Mist aber auch! Wie konnte das nur so schiefgehen? Irgendwie muss es doch wohl zu schaffen sein, den Silberdistels die Weihnachtstage zu verderben!“, dachte sich die Panne beim Anblick des winzigen Ersatzweihnachtsbaumes und holte sich flugs bei Kollegin Pleite Rat. Die Pleite grinste auch sogleich listig und flötete der Panne ins Ohr, sie hätte bereits Vorsorge getroffen. Es würde schon noch einiges schiefgehen. Sie, die Panne, könne sich ganz darauf verlassen.
So kam es, dass uns zwar ein niedliches und bezauberndes Bäumchen aus der Baumpatsche half, aber ein Teil der Geschenke, die unter dem Weihnachtsbäumchen liegen sollten, reisten nicht an. Drei von ihnen hatten sich auf dem Weg zu uns von Frau Pleite irgendwie aufhalten lassen. Der heilige Abend war rechtzeitig da, sogar stilgerecht mit Bäumchen, nur diese drei Schlendriane waren nicht zur Stelle. Aber Not kann bekanntlich nicht nur einmal erfinderisch machen. Und so bastelte ich eilig einige Gutscheine zusammen und legte diese mit viel Liebe unter unser Bäumchen. Wie war die Pleite da sauer, als sie das sah! Aber sie versprach der Panne, noch eins drauflegen zu können. Eine Pleite würde so schnell nicht aufgeben.

Die Panne murmelte sich etwas in ihren nicht vorhandenen Bart, war sie doch recht unzufrieden mit der Arbeit der Pleite, und rief sicherheitshalber lieber noch das Pech zu Hilfe. Viel hilft vielleicht am Ende doch viel, sagte sich die Panne.

Das Pech zierte sich natürlich nicht lange und gesellte sich auch sogleich, noch am Abend des 1. Weihnachttages, an meine Seite. Ich stand gerade mit Rührschüssel und Handrührgerät bewaffnet in der Küche und werkelte an einem Brötchenteig für das Frühstück am nächsten Morgen herum. Das Pech blickte mir neugierig über die Schulter und bemerkte, dass umgehendes Handeln angesagt war. Der Teig schien fast fertig zu sein. Und knacks … hatte das Pech unverzüglich zugeschlagen. Ein Knethaken war mit einem trockenen Knackgeräusch durchgebrochen – einfach so, ohne Vorwarnung. Mit offenem Munde starrte ich auf den zweigeteilten Knethaken. Alles hätte ich erwartet, dass das Getriebe seinen Geist aufgibt oder die Knethaken sich unerlaubt aus ihrer Halterung entfernen, aber nicht, dass ein Knethaken einfach abschert. Mittlerweile durch unvorhergesehene Ereignisse bereits ein wenig abgehärtet, klaubte ich den Knethakenrest aus der Schüssel, begutachtete kurz den Brötchenteig, befand ihn einfach für gut, auch wenn er noch ein paar Knetgänge hätte gebrauchen können, bedeckte die Schüssel mit einer Folie und stellte mein Werk zum Gehen zur Seite. Ich würde mir nicht von einem Knethaken die Laune verderben lassen. Das Pech schaute mich fassungslos an und später ebenso fassungslos auf die trotz Sabotage perfekt gelungenen Frühstücksbrötchen.

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Die Pleite jedoch sprach zu den Damen Panne und Pech: „Wartet es nur ab, wir kriegen sie noch!“

Und so zog langsam der zweite Weihnachtstag ins Land. Wir Silberdistels hatten noch ein gemeinsames Mittagsessen mit unserem Sohn geplant und anschließend einen Weihnachtsbesuch bei meinem Mütterchen.
Huch, ich musste ja schnell noch die Geschenke einpacken, denn ohne Geschenke kein Weihnachtsbesuch. Aber das würde ich alles noch locker gebacken kriegen. Ich suchte eilig Weihnachtspapier und Geschenkband zusammen und schon war alles eingepackt. Doch dann … da war doch noch was? Ich schaute auf meine zwei Päckchen und dabei beschlich mich ein ungutes Gefühl. Es sah irgendwie aus, als würde noch etwas fehlen. Richtig! Es fehlte der Küchenkalender, den wir schon seit vielen Jahren fast traditionsgemäß an meine Mutter verschenken. Sie wartet regelrecht auf dieses Geschenk, in das sie alle wichtigen Termine eintragen kann und das sogar noch nette Rezepte parat hat. So eilte ich in mein Zimmer, um mit einem Griff besagten Kalender zur Hand zu nehmen. Aber, aber … wo war er nur? Lag er nicht eben noch deutlich sichtbar auf meinem Schreibtisch? Ich wühlte hier, ich wühlte da – nichts. Lag er vielleicht bei den anderen Kalendern unten auf dem einen Bücherregal? Nein, dort war er auch nicht. Vielleicht im Schrank im Schlafzimmer? Weder dort, noch sonst wo war dieser blöde Kalender.
Mein Blutdruck eilte in ungeahnte Höhen. Herr Silberdistel getraute sich schon gar nicht mehr, mich anzusprechen, musste er, nach meinen Rumpelstilzchentänzen zu urteilen, doch befürchten, ich könne mich ebenso wie dieses Männeken vor lauter Ärger über meine eigene Dummheit mitten hindurchreißen und anschließend in Luft auflösen. Wie käme er dann zu seinem Mittagessen?

Der Verzweiflung bereits recht nahe, fiel mein Blick rein zufällig auf die Uhr. Mein Gott, hatte ich die ganze Zeit etwa mit der Sucherei verplempert? Unser Mittagsgast würde gleich aufschlagen und ich hatte noch nichts vorbereitet. Egal wo sich der Kalender versteckte, ich musste mich jetzt schnellstens um das Mittagessen kümmern.

Köcheln kann mitunter recht entspannend sein. Ich merkte bald, dass zumindest mein Blutdruck das so sah und sich erlöst auf den Normalwert zurückfallen ließ. Sogar mein zuvor noch rauchender Kopf hatte sich abgekühlt und schlug mir vor, doch einfach einen anderen Kalender mitzunehmen. Ich hatte glücklicherweise den Geschenken von Apotheke & Co. nicht widerstehen können und somit reichlich Auswahl.
Andererseits waren es noch ein paar Tage bis zum Jahresende. Vielleicht würde der Vermisste doch noch rechtzeitig wieder auftauchen. Ich war sicher, er lag irgendwo ganz offensichtlich und unübersehbar herum.

Auch wenn ich ein weiteres Mal den drei Unglücksdamen die Stirn geboten hatte, ein bisschen hatte die Pleite mich an diesem Tag doch am Haken gehabt. Aber immerhin hatten mir die Damen nicht auch noch in die Suppe gespuckt. Diese Chance hatten die drei verpasst. Das Essen, Reh-Medaillons mit Schupfnudeln und Buttergemüse und anschließendem Eis, war durchaus gelungen. Und der Rest des Tages verlief so übel auch nicht. Mein Mütterchen sah die Kalendersache recht entspannt und freute sich auch über das Ersatzstück. Wahrscheinlich zweifelten Pleite, Pech und Panne am Ende selbst ein wenig an ihrer Kunst und vor lauter Ratlosigkeit ließen sie mich den Rest des Tages in Ruhe, sodass ich ihn ganz entspannt mit meiner Familie genießen konnte.

Ich ahnte allerdings nicht, dass die drei gehässigen Unglücksdamen so schnell dann doch nicht aufgeben würden. Sie hockten nämlich immer noch in unserem Haus zusammen und schmiedeten Pläne. Das Pech führte dabei den Vorsitz und sprach selbstsicher und gehässig aus: „Einen, einen hab ich aber doch noch!“

Auch wenn es nicht mehr ins Weihnachtsgeschehen reinhaute, das war dem Pech herzlich egal, wichtig war, dass es überhaupt noch einmal reinhaute.
So klopfte mir das Pech dann schnell noch am nächsten Morgen auf die Finger, just in dem Moment, als ich am Abwaschbecken stand und Herrn Silberdistels Lieblingsallroundglas abzuwaschen gedachte. Das Pech schlug einmal kurz und knackig auf meine Finger und schon sauste das Glas aus meiner Hand und schlug mit einem Klirrlaut hart im Abwaschbecken auf. Zart besaitet wie es war, zerbrach es in viele kleine Einzelteile. Eines davon biss mir sogar noch heftig in den Finger. Ich hörte das Pech schallend laut hinter mir lachen, wusste es doch, dass Herr Silberdistel unlängst voller Stolz auf dieses Glas gewiesen hatte, eines der letzten in unserem Bestand, das noch, wie es vor Urzeiten einmal üblich war, einen Eichstrich trug. Entsprechend betrübt war mein Herr Silberdistel natürlich, als ich ihm mein Pech beichtete.

Irgendjemand muss am Ende aber doch Mitleid mit mir gehabt haben. Vielleicht hatte das Glück auch inzwischen seinen Weihnachtsschlaf beendet und bemerkt, wie mir dieses gehässige Dreiergespann das Leben schwergemacht hatte. Vielleicht fühlte es sich gemüßigt, einen kleinen Ausgleich zu schaffen.

Jedenfalls saß ich an jenem Morgen nach Weihnachten an meinem PC und grübelte noch einmal über den verschwundenen Küchenkalender nach. Ich hatte ihn damals zusammen mit einigen anderen Büchern in einer Online-Buchhandlung bestellt. Was waren das noch für Bücher? Hatte ich eventuell alles zusammen weggelegt? Wenig später hatte ich über mein Konto bei der Buchhandlung erfahren, dass es sich um einen Roman und ein Brotbackbuch gehandelt hatte. Ob der Kalender bei dem Backbuch …? Ich hatte den Satz noch nicht richtig zu Ende gedacht, als rechts von mir eine kleine Ecke von so etwas wie geriffeltem Packpapier aufblitzte.

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Es schaute keck unter zwei Rechnungen hervor, die ich dort zum späteren Abheften abgelegt hatte. Neugierig zupfte ich an der braunen Ecke und was kam zum Vorschein? Richtig, der gesuchte Kalender.

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Ende gut – und FAST alles gut 😉 – fast,
denn die drei bummelnden Geschenke sind noch immer nicht eingetrudelt.

Apropos Ende – auch das alte Jahr nähert sich seinem Ende. So will ich doch jetzt gleich noch die Gelegenheit nutzen und allen, die bis zum Ende meiner Weihnachtsgeschichte durchgehalten haben, einen guten Rutsch ins neue Jahr wünschen.

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Wir Silberdistels werden es uns bei einem Glas Wein oder/und Sekt gemütlich machen. Unser Keks steht uns da in nichts nach. Auch er liebt die Gemütlichkeit und den Wein. Nein, nein, weder er noch wir sind Trinker, d.h. wir dann irgendwie schon eher als er. Er hat eine ganz andere Liebe zum Wein entwickelt – eine die mehr mit dem Drumherum um den Wein zu tun hat. Es ist Liebe zum Weinkarton. Die ist allerdings recht intensiv, wie man sehen kann. Na, und den kleinen Ball mag er mindestens ebenso wie die tolle Weinkiste.

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Wenn’s am Silvesterabend um Mitternacht überall knallt und kracht, wird dieses vergnügliche Spiel vielleicht ein abruptes Ende finden. Aber wir Silberdistels sind ja da und halten bei Bedarf unseren pelzigen Mitbewohnern die Pfoten. Euch halte ich nicht die Pfoten, aber ich drücke die Daumen, dass das kommende Jahr ein überaus Gutes für Euch wird.

Kommt also gut dort drüben an in 2018 und geht bitte möglichst sämtlichen Pleiten, Pechs und Pannen aus dem Weg. Ich halte uns allen die Daumen, dass wir diesem fiesen Dreigestirn 2018 gar nicht erst begegnen. Auch um Krankheiten und all die anderen Miesmacher dieser Erde machen wir alle einen großen Bogen, versprochen? Also, habt ein gutes, ein gesundes, aber auch ein abwechslungsreiches und spannendes  2018!

Und ich freue mich auf ein Wiederlesen in 2018! Also, bis bald!

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… und wir Silberdistels verabschieden uns nun in eine kleine Weihnachtspause. Es gibt noch ein wenig vorzubereiten, aber die meiste Arbeit ist getan.

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Die Geschenke sind derweil alle verpackt – unser vierbeiniger Keks ging mir dabei ja fleißig zur Hand.

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Mit Plätzchen sind wir auch gut versorgt. Ich habe gerade noch einmal Nachschub, Mokkakekse, aus dem Ofen geholt.  Nur die Weihnachtstorte wartet nun noch auf die Zauberkunst der Hausfrau.

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Alles in allem können wir uns also schon fast entspannt zurücklehnen und uns auf die gemeinsamen Tage mit der Familie unterm Weihnachtsbaum freuen.

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Was mögen unsere vierbeinigen Mitbewohner dieses Mal wohl zu unserem Weihnachtsbaum sagen? Eigentlich sollten sie ihn gut kennen, steht er doch sonst in einem Topf in unserem Garten.

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Der Platz unter dem Baum ist nämlich einer der Lieblingssitzplätze unserer Vierbeiner dort draußen – etwas erhöht und mit guter Rundumsicht. Die Deckung von oben ist sicher auch ganz nach ihrem Geschmack.

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Ich bin äußerst gespannt, wie speziell unsere beiden Jungspunde auf die Umsetzung ihres Garten-Stammsitzplatzes in unser Wohnzimmer reagieren werden. Im vergangenen Jahr waren wir Silberdistels zum Weihnachtsfest nicht daheim. So blieb der Baum draußen, wenn auch geschmückt mit Lichterkette.

Ob sich unsere beiden jungen Plüschlöwen noch an ihr erstes Weihnachten hier bei uns erinnern? Die kleinen Diebe stahlen immer mal wieder eines der winzigen Holzspielzeuge, die am Baum hingen. Wie konnten wir sie auch so provozieren und ihnen solch zappeliges und klimperndes Spielzeug vor die neugierigen Pelznasen hängen?

Schau’n wir also mal, wie unsere Katzenweihnacht in diesem Jahr abläuft, denn Spielen steht noch immer hoch im Kurs bei ihnen, wie die folgenden Bilder von unserer tobenden Torty beweisen dürften. Sie war so schnell unterwegs, dass die Kamera bei dem noch dazu sehr diffusen Licht gar nicht hinterher kam.

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Lassen wir uns also überraschen.

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In diesem Sinne Euch allen einen schönen vierten Advent und natürlich einen fröhlichen und spannenden Heiligabend. Lass Euch schön beschenken und genießt es, wenn Eure eigenen Geschenk Freude bereiten.

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Vor allem aber wünschen wir Euch wundervolle gemütliche Stunden mit Euren Lieben daheim oder wo immer Ihr die Weihnachtstage verbringen werdet.

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Habt viel Spaß miteinander und genießt die Gemeinsamkeit.

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Macht’s gut und bis bald. Wir lesen uns wieder – spätestens Anfang nächsten Jahres – bei Euch oder vielleicht auch hier bei uns – wenn Ihr mögt.

… wünschen Euch und Euren Lieben die drei vier- und die zwei zweibeinigen Silberdistels.

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Macht es Euch schön gemütlich und genießt die Weihnachtstage. Viel Freude im Kreise Eurer Familien, Eurer Freude und aller anderen, die Euch lieb und teuer sind.

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Vielleicht gehören dazu auch bei Euch liebe tierische Freunde. Auch sie wollen zum Weihnachtsfest nicht vergessen werden. Ganz sicher kann man ihnen und auch sich selbst mit einer Extra-Spielstunde oder einer besonders schönen Gassirunde eine wundervolle weihnachtliche Freude bereiten.

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Natürlich freuen auch sie sich über ein besonders schmackhaftes Leckerli oder gar ein neues Spielzeug – so wie wir es über einen lieben leckeren Keks und ein ganz besonders liebevoll ausgesuchtes Weihnachtsgeschenk tun. Und sonst … sonst gönnt Euch endlich ein bisschen Ruhe – nach all den stressigen Weihnachtsvorbereitungen.

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Schaut es Euren pelzigen Freunden ab, die sind Meister im Meditieren und Entspannen.

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Und in einem solch ruhigen Moment werden wir auch den pelzigen Mitbewohner wieder bei uns haben, der so viele Weihnachten gemeinsam mit uns verlebt hat. Er wird zwar nicht persönlich dabei sein können, aber in unseren Herzen wird er da sein und sicher schaut er ganz interessiert von hoch oben auf die beiden kleinen Pelzwesen herab, die im Oktober mit  winzig kleinen Füßen in seine doch recht großen Fußstapfen getreten sind.

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Ich bin sicher, er hätte die beiden Frechdachse gemocht und er wird sich darüber freuen, wenn sie das eine oder andere kleine Holzspielzeug von unserem Tannenbäumchen pflücken werden, so wie er es an seinem ersten Weihnachten voller Begeisterung tat. Wie es der Zufall wollte … die beiden kleinen Nachfolger sind auf den Tag genauso alt wie unser Bärchen damals, als er freudig mit dem Baumschmuck spielte – ein seltsamer, aber irgendwie auch schöner Zufall. Sie sind wie er an einem 4. Juli geboren.05Bei uns Silberdistels steht das Weihnachtsfest wieder ganz im Zeichen der Familie. Wir bekommen lieben Besuch und so freuen wir uns ganz besonders auch auf das gemütliche Beisammensein. Es wird viel zu erzählen und hoffentlich auch viel zu lachen geben.

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 In diesem Sinne:

Fröhliche Weihnachten

 

Ich melde mich einmal ganz kurz aus dem Weihnachtsurlaub zurück, denn ich habe da noch eine kleine Weihnachtsgeschichte zu erzählen. Später passt sie vielleicht nicht mehr so gut. Unsere Katzendame hat offensichtlich das schönste Weihnachtsgeschenk von uns allen bekommen – ein selbst gewähltes, mit dem sie immer noch unendlich viel Spaß hat.

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„Oh, Bäumchen, was machst Du denn hier? Warum bist Du nicht draußen im Garten?“

„Die Silberdistel will mir wieder glänzende Kugeln, Sterne und kleines Holzspielzeug in die Zweige hängen, Katze, weil Weihnachten ist. Ich werde das Zimmer zum Leuchten und Glitzern bringen. Du wirst staunen.“

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„Staunen werde ich, Bäumchen? Noch sehe ich keine Kugeln. Sag mir lieber, was Du hier unter dem Deckchen versteckt hast, Bäumchen, das ist viel interessanter als glänzende Kugeln. Lass mich mal nachsehen!“

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„Hm, ich kann so gar nichts drunter finden, Bäumchen. Aber das Deckchen raschelt so wunderschön. Es ist bestimmt zum Spielen für uns Katzen gedacht.“

„Aber Katze, das Deckchen ist dazu da, dass es schön um mich herum aussieht. Nun hast Du alles ganz unordentlich gemacht. Die Silberdistel ist bestimmt ärgerlich, weil Du das Deckchen so verwuselt hast.“

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„Heh, Katze! Was hast Du hier für eine Unordnung unter unserem Weihnachtsbäumchen gemacht!“

„Unordnung? Wieso Unordnung? … und wieso immer ich?“

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„Hm, Du warst das nicht, Kätzchen? Hallo Kater, warst Du das dort am Weihnachtsbaum mit dem zerknautschten Deckchen? Kaaaaater! Huhu, Kaaaater! Katze, Du erzählst mir Märchen. Der Kater schläft tief und fest. Der hat sich bestimmt nicht an dem Deckchen zu schaffen gemacht.“

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„So, nun ist es wieder hübsch. … und Katze, lass das Deckchen jetzt in Ruhe. Das ist nicht für Dich zum Spielen gedacht.“

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„Hm, vorher sah es viel hübscher aus mit den Wellen und Locken und Bergen im Deckchen. Die Silberdistel hat gar keinen Sinn für Schönheit. Ich muss das mal aus der Nähe betrachten.“

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„Ist sie weg, die Silberdistel?“

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„Hier kann sie mich, glaub ich, nicht sehen.“

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„Mal schauen, wie ich das Deckchen wieder schön gestalten kann – mit Bergen und Tälern und Falten.“

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„Oh, wie schön das raschelt, wenn man es schiebt und knautscht!“

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„Oh, wie macht das Spaß, schnell hier noch einen kleinen Berg formen und dann auf der anderen Seite auch noch. Uups, die Silberdistel kommt. Schnell weg!“

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„Och neiiiiiin! Katze, du willst mich ärgern! Jetzt hast Du schon wieder alles unordentlich gemacht.“

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„Aber wenn das doch solchen Spaß macht, Silberdistel. Probier doch auch einmal! Dann merkst Du, wie wundervoll es raschelt, wenn man das Deckchen schiebt und knetet.“

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„Katze, ich hole jetzt die Weihnachtsgeschenke und lege sie unter den Baum, und Du lässt das alles in Ruhe – wenigstens bis wir die Geschenke nachher verteilt haben.“

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Das Bäumchen gibt sein Bestes, um uns den Heiligabend schön zu machen.

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Seine Kugeln glänzen und glitzern.

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Seine Kerzen strahlen Wärme und Gemütlichkeit aus. Wir Menschen sind mit dem Auspacken unserer Geschenke beschäftigt, und die Katzen vernaschen ihre Weihnachtsleckerli …

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… und dann stürzt sich unsere Katzendame auf das schönste aller Weihnachtsgeschenke – auf das kleine Rascheldeckchen unter dem Weihnachtsbaum.

2013

Nun ist es endlich soweit – Heiligabend hat sich in unser Haus geschlichen. Mit einem Weihnachtsbäumchen, das uns schon seit vielen Jahren das Weihnachtsfest verschönt, hat sich eine geheimnisvolle weihnachtliche Stimmung in unserem Heim ausgebreitet. Weihnachten ist immer wieder etwas Besonderes, nicht nur für uns, auch für unser Bäumchen, denn es verbringt die restliche Zeit des Jahres gewöhnlich in unserem kleinen Garten. Auf das Weihnachtsfest freut es sich schon immer sehr, denn es verbindet damit nicht nur ein warmes und gemütliches Zimmer, sondern auch wunderschöne Erinnerungen an längst vergangene Zeiten. Es lernte vor vielen Jahren, dass es gar nicht so hässlich war, wie es immer dachte und wie es ihm die anderen Bäume einreden wollten, die, mit denen es vor langer Zeit im Gartenmarkt auf einen Käufer wartete. Damals nämlich stand es ganz einsam und verlassen in einer Ecke eines Gartenmarktes. 2006-01Niemand wollte es, niemand schaute es an, denn es sah nicht ganz so wohlgeraten aus wie die vielen anderen Bäume, die bereits einen Käufer gefunden hatten. Traurig blickte es vor sich hin. Ein Baum nach dem anderen verschwand, nur unser kleines Bäumchen blieb zurück – bis … ja, bis die Silberdistel in den Gartenmarkt kam und nach einem Weihnachtsbaum im Topf Ausschau hielt. Sie konnte keinen anderen Baum mehr entdecken, nur dieses kleine windschiefe und ungleichmäßig gewachsene Ding stand noch da. Einsam und verlassen sah es aus, wie es dort so stand mit seinen dünnen, vor lauter Traurigkeit ganz schlapp herunterhängenden, Zweigen. Die Silberdistel ging um das Bäumchen herum,  drehte und wendete  es und sprach schließlich: „Weißt Du was? Komm mit! Aus Dir wird schon noch ein wunderschönes Bäumchen. Du wirst sehen, wir kriegen das hin.“ So landete ein kleines trauriges Entlein Bäumchen im Einkaufswagen und später im Wohnzimmer der Silberdistel. Zunächst sah es sich von seinem Platz aus in dem großen Raum noch recht schüchtern um. Es kam sich so verloren vor. Was sollte es hier? Es gehörte doch in den Garten. 2011Dort hätte es sich auch viel wohler gefühlt – dort zwischen all den anderen Pflanzen, die zu dieser kalten Jahreszeit auch nicht gerade betörend schön aussahen. Doch dann stand die Silberdistel plötzlich mit einem Karton voller kleiner glitzernder Kugeln vor ihm und schaute es freundlich an. „Jetzt machen wir Dich hübsch“, sprach die Silberdistel und nahm eine der glänzenden kleinen Kugeln aus dem Karton. Vorsichtig hängte sie dem Bäumchen das Kügelchen in einen Zweig. Nach und nach folgten andere Kugeln, kleine Papiersterne, winziges Holzspielzeug, silberne Glöckchen und zum Schluss war sogar noch ein wenig Platz für einige Kerzen. Das Bäumchen schaute an sich herab und staunte, staunte darüber, wie schön es plötzlich geworden war. Ganz stolz blickte es nun die Silberdistel an, die freundlich zurücklächelte und fragte: „Na, gefällst Du Dir, mein Bäumchen?“ Vor lauter Aufregung war das Bäumchen ganz sprachlos, es konnte nur aufgeregt mit den Zweigen zittern. Am schönsten aber war es, als die Silberdistel auch noch die Kerzen am Bäumchen entzündete. Da strahlte es wie es noch nie zuvor in seinem Leben gestrahlt hatte und davon, dass es nicht ganz so gleichmäßig gewachsen war wie seine Schwestern und Brüder aus dem Gartenmarkt, davon sah man vor lauter Glanz rein gar nichts mehr.

2013-01Seit vielen Jahren begleitet uns nun schon dieses Bäumchen, dass inzwischen zu einem großen Baum herangewachsen ist. Bald wird unser Großer wieder in einen neuen Topf umziehen müssen und irgendwann wir er wohl nicht mehr in unser Wohnzimmer passen. Doch dann wird er im Garten seinen Weihnachtsschmuck tragen und uns mit seinem Leuchten und Glitzern erfreuen, so wie er es jetzt auch schon immer während der Adventszeit tut. Ein kleiner Nachfolger steht schon bereit. Aber bis zu seinem Einsatz dürfte wohl noch einige Zeit ins Land gehen. Bis dahin wird unser getreuer Baum den kleinen Nachwuchs in seine neuen weihnachtlichen Aufgaben eingewiesen haben und dann darf unser alter Freund seinen Ruhestand genießen – in unserem Garten, versteht sich.

In diesem Jahr hat unser Baum  natürlich seinen Platz in unserem Wohnzimmer schon wieder eingenommen. Wir freuen uns auf den heutigen Abend, das Flackern der Kerzen am Baum, auf das Glitzern und Leuchten unseres Baumes in seinem hübschen Weihnachtsgewand und auf den wunderschönen harzigen Duft, den uns unser Freund, der Weihnachtsbaum, mit ins Zimmer gebracht hat. Wir werden sie genießen, die Tage, die vorrangig unserer Familie gehören.

Die Silberdistels

Dsc09153… und weil uns sehr viel an diesen Tagen mit der Familie, zu der auch unsere beiden lieben Vierbeiner gehören, liegt, möchten wir uns für dieses Jahr in einen ruhigen und gemütlichen Weihnachtsurlaub verabschieden. Euch allen wünschen wir ein wundervolles Weihnachtsfest, viel Freude beim Beschenken Eurer Lieben und natürlich auch enorm viel Spaß beim Auspacken der eigenen Geschenke. Macht es Euch schön! Wir lesen uns dann irgendwann im neuen Jahr wieder. Liebe Grüße schicken Euch die Silberdistels – die zwei Zweibeiner und natürlich auch die zwei pelzigen Vierbeiner.

Ein Weihnachtsbaum und Katzen bringen gelegentlich Probleme mit sich. Unsere beiden jetzigen pelzigen Mitbewohner sind zum Glück recht gutartig und auch nicht ganz so experimentierfreudig wie es ihr Vorgänger war. Dieser Kater war sehr temperamentvoll und manchmal in seinem Tun absolut nicht zu bremsen. Als er das erste Mal in seinem Leben gemeinsam mit uns Weihnachten erlebte, war das ein aufregendes Abenteuer für ihn und für uns allerdings auch.

Ich darf nicht in den Baum - dann werfe ich das Spielzeug runter - so!

Am Heiligabend schmückten wir, wie alljährlich zu dieser Zeit, den Weihnachtsbaum. Zunächst war unser Kater irgendwo anders in der Wohnung unterwegs oder schlief er sogar in irgendeinem Eckchen? Jedenfalls konnten wir in aller Ruhe den Baum aufstellen und damit beginnen, ihn zu schmücken. Unser Weihnachtsbaum sah schon richtig gut aus, die Kugeln hingen bereits hübsch verteilt am Baum, kleine Glöckchen hier und da und einige kleine hölzerne Aufhänger hatten wir auch noch am Baum verteilt. Die Kerzen und das Lametta gaben dem Baum seinen letzten Schick.

Plötzlich stand unser Kater neben uns und bewunderte mit großen Augen diesen Baum. Er schnupperte hier, er schnupperte da, war sehr vorsichtig und umrundete den Baum einmal, zweimal, setzte sich hin und schaute dieses neue Gebilde, dass eigentlich nach Wald und nicht nach Wohnzimmer roch, aufmerksam an. Dann arbeitete er sich vorsichtig unter den Baum vor. Wir Baumgestalter standen, entzückt über die Verwunderung unseres Katers, vor dem Baum und lächelten vor uns hin. Sah der Kater nicht niedlich aus, wie er so über den Weihnachtsbaum staunte? Wirklich, so niedlich aber auch!

Aber diese Kiste vom Nussknacker ist dafür jetzt meine, wenn ich schon nicht in den Baum darf!

Doch dann war der Moment des Staunens vorüber. Unser Kater hatte den Baum als das erkannt, was er war – nämlich als einen Baum. Da unser Pelztier Ausgang hatte, wann immer er wollte, kannte er also auch Bäume und Bäume waren eine seiner Leidenschaften. Er kletterte begeistert auf ihnen umher so oft ihn die Lust danach überkam und genau in diesem Moment überkam ihn die Lust, auch auf diesen Baum zu klettern. In rasanter Geschwindigkeit war unser Katertier ganz unter dem Baum verschwunden, umklammerte plötzlich den Stamm und stieg hurtig und mit leuchtenden Augen den Weihnachtsbaum hinauf, ohne Rücksicht auf all die klimpernden Kugeln, Glöckchen und Holzanhänger zu nehmen. Im Gegenteil, dieses Geklingele und Geklimpere spornte ihn noch an, schneller, weiter, höher zu klettern. Ich war für einen Moment sprach- und regungslos, doch dann musste ich den Baum und all die schönen Kugeln retten. Der Baum drohte samt Kater umzufallen, weil dieser katzenartige Teufel so wild darin umherturnte, dass der Baumständer diese enormen Kräfte nicht mehr ausbalancieren konnte. Ich griff in den Baum, um den Kater herauszuzerren. Doch das Pelztier hielt sich ganz fest an seinem Baum. Fast wäre ich mit Kater und Baum zu Boden gestürzt. Im letzten Moment ergriff eine unserer Töchter den Baum und hielt ihn fest. Dann mussten wir um weitere Hilfe rufen, damit noch jemand aus der Familie beim Abpflücken des Katers half, denn er ließ und ließ seinen Baum nicht los. Irgendwie und irgendwann hatten wir dann endlich Kater und Baum voneinander getrennt. Von da an durfte dieses Untier nur unter strengster Aufsicht ins Wohnzimmer und beim geringsten Versuch, wieder den Weihnachtsbaum zu erklimmen, wurde der Vierbeiner ausgesperrt. Irgendwann hatte er dann begriffen, dass der Baum eine verbotene Zone war und wir hatten Ruhe. Nur die Kugeln und Glöckchen und das kleine Holzspielzeug ließ er nie in Ruhe. Immer wieder lag etwas davon verstreut im Zimmer umher, weil unser Kater es abgehängt und dann durchs Wohnzimmer geschossen hatte. Lametta ging gar nicht mehr. Das mussten wir für immer von unseren Weihnachtsbäumen verbannen, denn unser Kater liebte es über alles und versuchte sogar, es zu fressen. Das ging nicht, wenn uns das Leben dieses kleinen Schlawiners lieb war.

Simon Tofield mit seinen Katzenfilmchen hat sicher schon ähnliche Erlebnisse gehabt wie wir, denn folgender Film gibt das wieder, was auch wir mit unserem Katertier erlebt haben. Viel Spaß also beim Anschauen und dann für Euch alle einen schönen, gemütlichen und ganz geruhsamen Heiligabend – bitte ohne solche oder ähnliche Aufregung und Hektik wie damals bei uns.