Mit ‘Weihnachten’ getaggte Beiträge

Während ich in diversen Büchern und Zeitschriften so vor mich hinblätterte, fiel mir plötzlich ein kleines Heftchen in den Schoß. Im ersten Moment dachte ich noch: Interessiert mich nicht die Bohne! Schließlich war ich gerade nicht auf Bohnen aus. Ich suchte vielmehr nach einem neuen Rezept für Weihnachtsplätzchen. Mir war danach, wieder einmal etwas Neues auszuprobieren. Weihnachten ist doch das Fest der Freude und der Überraschungen. Warum nicht sich selbst und die Familie mit einer neuen Plätzchensorte überraschen? Aber irgendwie gaben meine Backbücher nicht so recht das her, was mir vorschwebte. Die Rezepte schienen mir alle mehr oder weniger ähnlich zu sein.

Dann fiel mein Blick doch noch einmal auf dieses kleine A6-Heftchen, das ich nach seinem vorwitzigen Sprung auf meinen Schoß neben mich auf die Couch gelegt hatte. Naja, durchblättern konnte ich es ja mal.

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Aus irgendeinen Grunde musste ich es wohl als des Aufhebens wert eingestuft haben. Ich nahm es erneut zur Hand und  … ach, schau an, die „kleinen Espressokuchen“ sehen gar nicht einmal so übel aus. Aber Muffins und Konsorten  standen gerade nicht auf meinem Programm. Merken sollte ich sie mir dennoch gut. Sie könnten durchaus irgendwie ins weihnachtliche Schlemmerprogramm passen. Ich blätterte weiter und nach „Karamellsoße mit Espresso“ und „Kaffee-Pannakotta“ blieb mein Blick auf der nächsten Seite hängen. „Mokkakekse“ stand dort zu lesen. Die Dinger sahen gar nicht so unappetitlich aus. Ich überflog das Rezept und … mir lief das Wasser im Munde zusammen. Und außer den schokoladigen Mokkabohnen hatte ich sogar alles im Hause. Na, Mokkabohnen würden sich ja wohl noch besorgen lassen. Und schon standen sie auf meiner Einkaufsliste.

Wie sich anderen Tags herausstellte, war die Sache mit den Mokkabohnen doch nicht so einfach. Ich war einst ein richtiger Fan dieser kleinen Schokoladenteilchen. Irgendwann hatte ich sie dann aus den Augen verloren. Warum eigentlich? Waren sie still und heimlich aus dem Angebot verschwunden? Und wie es dann so ist – aus den Augen, aus dem Sinn?
Ich suchte im größten vorhandenen Supermarkt gefühlt Hunderte von Regalreihen ab. Was ich dort alles für herrliche Dickmacher entdeckte, die mir noch dazu nachschrien: „Nimm mich mit, nimm mich mit!“ Nix da, ich blieb standhaft. Ich wollte nur diese verdammten Mokkabohnen. Wo waren die nur abgeblieben? Konnten auch gewisse Schokoladenteilchen unmodern werden?
Entnervt verließ ich die Abteilung mit all dem Süßen und widmete mich zunächst den sonstigen noch fehlenden Backzutaten auf meinem Schummelzettel. Endlich hatte ich alles beisammen. Nur die Mokkabohnen fehlten noch. Während ich grübelnd vor mich hinstarrte, fiel mein Blick auf all das Dekozeugs für Kuchen, Torten und Gebäck. Und da … da standen sie zwischen Schokoperlen, den buntesten aller Streuseln und all dem anderen schokoladigen und bunten Kram, mit dem man die schönsten aller Geburtstags-, Hochzeits- oder sonstigen Torten würde gestalten können. Wie froh leuchteten meine Augen, sie endlich, endlich gefunden zu haben. Begeistert griff ich mir ein Päckchen der langersehnten Mokkabohnen und machte mich mit meinem Einkauf auf zur Kasse.

Aber wie es so ist, wenn man sich im Glückstaumel befindet, trifft einen oft hinterher die kalte Ernüchterung. Genau, Liebe macht blind bzw. verhindert, dass das Gehirn richtig arbeitet. Diesen Effekt spürte ich allerdings erst etwas später, nämlich an dem Tag, als ich mich anschickte, die „Mokkakekse“ aus diesem kleinen Heftchen nachzubacken. Aber beginnen wir erst einmal mit den

Zutaten für ca. 50 Mokkakekese:

1 gehäufter Teelöffel löslicher Kaffee
250 g Butter
75 g Mokkabohnen (diese schokoladigen Teilchen)
150 g Zucker
1 Prise Salz
2 Esslöffel Sahne
350 g Mehl
1 gestrichener Teelöffel Backpulver

Außerdem:
etwa 50 Mokkabohnen zum Garnieren

Zubereitung:

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Nachdem ich alles dekorativ vor mir aufgebaut hatte, kümmerte ich mich zunächst um den löslichen Kaffee.

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Er sollte mit einem Esslöffel kochenden Wassers aufgelöst und dann zum Abkühlen zur Seite gestellt werden.
Anschließend widmete ich mich der Butter, gab sie in einen Topf und ließ sie vorsichtig auf kleiner Flamme bräunen. Das dauerte gut 10 Minuten. Ich denke, das Bräunen ist wichtig für den späteren Geschmack der Kekse. Also, nicht einfach nur die Butter flüssig machen. Wir brauchen sie gebräunt – gewissermaßen als natürlichen Geschmacksverstärker.

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Nach dem Bräunungsvorgang die Butter wieder fest werden lassen. Ich habe sie hinaus in unseren derzeit angenehm kühlen Wintergarten gestellt. Das brachte recht schnell den gewünschten Erfolg.

Jetzt kam der spannende Moment. Die 75 g Mokkabohnen sollten gehackt oder grob gemahlen werden. Moment mal … 75 g? Äh, ja, aber in der Packung sind doch nur 75 g. Was, was nehme ich dann nachher noch für die Dekoration?

Und schon sind wir wieder bei der Blindheit. Vor lauter Begeisterung, die Mokkobohnen endlich gefunden zu haben, habe ich nicht darauf geachtet, dass 75 g in den Teig gehörten und weitere mindestens 50 Stück von den Bohnen noch für die Dekoration gebraucht würden. Wieder einmal dumm gelaufen! Mal vergesse ich die Eier, dann habe ich zu viel Teig und nun, nun habe ich nicht genug Mokkabohnen.

Okay, ich hätte jetzt schnell noch einmal loseilen können in den Supermarkt meines Vertrauens, zumal der Teig nach dem allgemeinen Verkneten eh eine Stunde im Kühlschrank ruhen sollte. Aber dazu hatte ich irgendwie so gar keine Lust. Tja, und wie ich noch aus früheren Zeiten weiß, Not macht erfinderisch.
Ich inspizierte, bevor ich mich  noch einmal voreilig ins vorweihnachtliche Gewühle stürzte, unsere Schokoladenvorräte. Mokkabohniges war schon mal nicht darunter. Das hätte mich auch ungeheuer überrascht.

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Aber viele kleine tobleronige Riegelchen sprangen mir förmlich entgegen. Gut, sie würden den Geschmack der Kekse sicher in eine etwas andere Richtung bringen, aber sicher nicht unbedingt in eine nachteilige. Kurzerhand zerschredderte ich die leckeren Schokoteilchen, gab alle anderen Zutaten hinzu und knetete alles gut durch.

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Fertig! Also, ab damit in den Kühlschrank! Der Teig sollte nun etwa eine Stunde in Ruhe seinem kalten Schicksal überlassen werden.

Uups, wie doch die Zeit vergeht. Die Stunde ist wie im Sauseschritt vergangen. Holen wir den Teig aus dem Kühlschrank. Schnell noch den Backofen ein wenig vorheizen – 180 Grad Umluft sollten genügen.  Nun formen wir aus dem Teig jeweils etwa walnussgroße Kugeln. Die Kugeln setzen wir mit etwas Abstand zueinander auf ein mit Backpapier oder Backfolie belegtes Blech und als kleines i-Tüpfelchen drücken wir ihnen je eine der schokoladigen Mokkabohnen aufs Haupt.

So, nun ab mit ihnen in den Ofen. Sie sollten etwa 10 bis 12 Minuten backen.

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Na, sieht das Ergebnis nicht vielversprechend aus? Und was soll ich sagen? Herr Silberdistel und ich mussten, wir MUSSTEN einfach, ob wir wollten oder nicht, wir MUSSTEN sogleich kosten.

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Der Duft der Mokkakekse war einfach unwiderstehlich. Der Duft? Nein, nicht nur der Duft! Sie sind überhaupt unwiderstehlich. Sie … sie machen süchtig! Ich musste die Dose gaaaanz weit wegschließen, damit zu Weihnachten noch welche übrig sind. Nein, nein, das halten wir nicht aus. Ich muss einfach nochmal und nochmal welche backen. Wir sind nach nur einem Keks unheilbar süchtig nach ihnen geworden. Also, wenn Ihr mit einer solchen Sucht leben könnt und wollt, dann dürft Ihr sie nachbacken. Falls nicht, dann lasst es lieber sein, denn einmal probiert, seid Ihr unhaltbar an diese Kekse verloren. Und mein Tipp: Macht sie unbedingt mit diesen Riegelchen, diesen Toblerdingsen. Ich glaube, die toppen als „geheime“ INNERE Zutat jede Mokkabohne. Aber obenauf ist die Mokkabohne selbstverständlich unverzichtbar, wenn nicht gar Pflicht.

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Uups, vor lauter Mokkakekssucht hätte ich fast vergessen,

Euch einen wunderschönen keksigen dritten Advent zu wünschen.

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Ach, und glaubt mir, nur mit diesen Mokkakeksen ist Advent Advent und Weihnachten erst Weihnachten. Also, schnell noch backen – es ist ja noch ein wenig Zeit 😉

Und schon ist er da – der 2. Advent. Irgendwie habe ich das Gefühl, der Advent hat es in diesem Jahr besonders eilig. Geradezu in Riesensprüngen scheint mir der 2. seinem älteren Bruder nachgeeilt zu sein. Aber was soll’s, wir müssen die vier Brüder nehmen, wie sie kommen – ob schnell oder langsam.

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Übrigens hatte es mein Weihnachtkaktus (Schlumbergera) auch wieder einmal sehr eilig. Er konnte sich mit seinen roten Blüten so gar nicht bis zum Weihnachtsfest gedulden. Aber von ihm bin ich es schon gewohnt, dass er bereits spätestens im November die Weihnachtszeit mit seinen roten Blüten einläutet. Zum eigentlichen Weihnachtsfest dann steht er schon wieder ganz entspannt und in reinem Grün da.
Gewöhnlich verschläft er so die Weihnachtstage und auch zu Beginn des Jahres hält er sein kleines Winterschläfchen noch durch. Doch dann, zu Ostern, gibt er noch einmal eine kleine Vorstellung in Rot, wenn auch etwas verhaltener als jeweils zum Jahresende.
Anfang November war er auch in diesem Jahr wieder startklar für sein rotes Blütenkleid. Trägt er nicht ein schönes Weihnachtsrot? Ob er so ein Frühstarter ist, weil er in all dem Rot, das gewöhnlich mit dem Weihnachtsfest daherkommt, nicht untergehen will?

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Dieses Jahr habe ich ihn natürlich wie immer ausgiebig bewundert, gehegt und gepflegt und ihm viele liebe Worte zukommen lassen. Ja, ich bin eine, die nicht nur mit ihrem Herrn Silberdistel und ihren Tieren spricht, ich bin eine von denen, die auch mit  ihren Blumen spricht  😉 Aber manche Blumen hören einfach nicht auf mich. Sie haben ihren eigenen Kopf und tun einfach das, was SIE wollen. So auch dieser Weihnachtskaktus. Meine Bitte, all die Blütenpracht wenigstens ein einziges Mal erst ab der Adventszeit zu zeigen, bleibt seit Jahren ungehört.

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Aber einmal möchte ich auch zu Weihnachten einen blühenden Weihnachtskaktus bewundern dürfen. Sein Name sollte doch schon Grund genug sein, mir diesen Wunsch zu erfüllen. Aber wer nicht hören will, der muss fühlen 😉 Und so habe ich meinen Frühstarter ganz einfach überlistet. Ich habe ihm still und leise einen zweiten Kumpel an die Seite gestellt. Und der, der beginnt nun gerade damit, seine Blütenpracht zu entfalten 😉

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Da er noch diverse Knospen hat, hoffe ich, dass er mich auch am Heiligabend noch mit einigen seiner hübschen Blüten erfreut. Ich bin gespannt.
Vor allen Dingen bin ich aber gespannt, ob auch dieser Weihnachtskaktus sich im kommenden Jahr zu einem solchen Frühstarter entwickelt oder ob er der eigentliche Weihnachtskaktus sein wird. Ich werde berichten 😀

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Und mit diesem blumigen Adventsgruß wünschen sowohl die zwei zwei- als auch die drei vierbeinigen Silberdistels allen, die heute unser Adventstürchen öffnen und zu uns hineinschauen, …

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… einen wunderschönen und ganz geruhsamen zweiten Advent.

… und so tritt hier im Blog wieder einmal etwas Ruhe ein. Ob wir Silberdistels das mit der Ruhe auch sonst hinbekommen, das wird sich zeigen.

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Bei diesen Geschenken hier oben war allerdings nicht ich der Verpackungskünstler

Alle Geschenke sind zumindest beisammen und mit viel Liebe und auch ein wenig im Schweiße meines Angesichts verpackt worden. Warum mir dabei der Schweiß auf der Stirn stand? Nun, weil man neuerdings gaaaaanz, ganz vorsichtig verpacken muss, als würde man Seidenpapier dafür verwenden, so dünn ist das Geschenkpapier mittlerweile geworden. Eine kleine Unvorsichtigkeit und schon kann man seine Verpackungskunst erneut unter Beweis stellen. Ich habe den Verdacht, dass die Geschenkpapierhersteller derweil aus einer Rolle, wie es sie noch von vor ein paar Jahren gab – haltbar und reißfest – inzwischen drei Rollen zaubern. In meiner bibliothekarischen Ausbildung habe ich vor vielen Jahren einmal dabei zuschauen dürfen, wie man Papier spaltet. Verwendet wurde diese Technik damals bei der Restauration von Büchern. Ich habe den Verdacht, dass man es heute für die Spaltung von Geschenkpapier verwendet. Auch wenn jetzt aus einer ehemaligen Rolle drei gespalten werden, der Preis hat sich dummerweise keineswegs durch 3 dividiert. Naja, verständlich, Papierspaltung ist bestimmt nicht so ganz preiswert und andererseits hat man jetzt ganz wunderbar zartes und hauchdünnes Papier, das auf dem Geschenk so gar nicht aufträgt. Hat doch auch irgendwie was, oder?

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Lieblingsnusskekse nach Art der Frau Spätlese

Aber nicht nur die Geschenke sind verpackt, auch alles, was in meiner Backstube entstanden ist, wartet nun darauf, dass es auf die Weihnachtsteller springen darf, um alsbald verschlungen verkostet zu werden. Da sind nicht nur Elisenlebkuchen oder Schwarzweißgebäck vom Blech gesprungen, auch diese leckeren  Nusskekse nach Art der Frau Spätlese drängelten sich aufs Backblech und anschließend in die Vorratsdose. Okay, okay, manchmal sprang auch eins daneben, so wie in den Mund von Bäckerin und Vorkoster Herrn Silberdistel.

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An dem Rezept habe ich allerdings wieder einmal ein wenig herumgeschlimmbessert. Statt der 50 g Pistazienkerne, die ich gerade nicht zur Hand hatte, habe ich gemahlene Haselnüsse verwendet und an Stelle von 100 g Walnüssen, die ich erst hätte knacken müssen, wozu ich zu faul war, habe ich noch einmal gehackte Mandeln hinzugefügt und mein Früchtemix bestand zur Hälfte aus einem Soft-Früchte-Mix und zur anderen Hälfte aus getrockneten Mangofrüchten (siehe Abb.).
Die Kekse sind übrigens überaus leckerig geworden. Dieses Rezept von Frau Spätlese regt mich sicher noch öfter zum freudigen Experimentieren an. Es gibt ja sooo viele Früchte und Nüsse, die irgendwann auch noch einmal eine Zutat zu diesen Keksen sein wollen. Aber man muss ja nicht gleich alles auf einmal probieren. Kommt Zeit, kommen neue Kekse. Danke also, liebe Frau Spätlese, ich kann es nicht oft genug sagen, für das tolle Grundrezept!

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Ja, und dann waren da noch meine Lieblingsdominosteine. Ich hoffe, ich kann davon noch einige für die Weihnachtsteller retten. Wir mussten auch hier schon fleißig probieren. Ja, wir MUSSTEN, sie haben nämlich enorm magische Anziehungskräfte, diese Dominosteine. Und wenn sie ihr Opfer erst einmal angezogen haben, dann wollen sie fast automatisch in den Mund wandern. Wehren ist zwecklos.

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Inzwischen aber ist der Backofen gut ausgekühlt, die pelzigen Jungspunde mussten meine Behauptung natürlich testen, und ich musste ihm, also dem Backofen, versprechen, dass er nun erst einmal Pause hat. Das Versprechen konnte ich leichten Herzens abgeben, denn um den Kuchen für die Feiertage kümmert sich eine andere Bäckerin. Wir Silberdistels haben lediglich mit der Verkostung zu tun – übrigens ein ungemein toller und überaus befriedigender Job. Man sollte in solch einem Job natürlich voll und ganz bei der Sache sein. Neberher geht da gar nichts mehr. Da sollte nicht einmal mehr ein winziges Bücherstaubkörnchen ruhelos herumhüpfen. Und so macht der „Bücherstaub“ jetzt seine wohlverdiente Weihnachtspause. Er legt sich sanft und leise, wie es nur Bücherstaub kann, dort nieder, wo er hingehört, auf seine Bücher, denn wo sonst könnte er besser ruhen? So betrachtet haben wir doch eigentlich eine gute Grundlage für gemütliche und ruhige Weihnachtstage geschaffen.
Aber irgendwann nach Weihnachten wird einer von uns Silberdistels die bücherstaubigen Körnchen sicher wieder aufwirbeln und sie neue Geschichten in den Staub schreiben lassen. Bis dahin macht’s gut, habt wundervolle, fröhliche und hoffentlich auch friedvolle Weihnachtstage.

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Lasst Euch schön beschenken und verschenkt auch selbst ein wenig – und wenn’s nur solche Kleinigkeiten wie ein bisschen Freude, ein kleines Lächeln, eine liebe Umarmung und dazu ein schönes Buch sind. Bis denne! Wir lesen uns!

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Na, ist das nicht das richtige Licht für eine perfekte Adventsstimmung? So und nicht anders hätten wir es gern, oder? Nur leider wird es heute zum 4. Advent damit wohl eher nichts werden. Und weil ich das bereits befürchtet habe, habe ich unseren schönen Sonnenuntergang jetzt vom Freitag noch schnell eingefangen, schließlich brauchte ich für den heutigen Adventsbeitrag etwas Stimmungsvolles.

Wie? Stimmungsvolles Licht ist gut, aber was ist mit den Keksen? Ja, natürlich, was dachtet Ihr denn? Natürlich habe ich in der letzten Woche Kekse gebacken und wir Silberdistels haben sogar schon fleißig gekostet, denn schließlich musste ich mich davon überzeugen, dass alles gut gelungen ist. Naja, nicht nur ich musste mich von meiner Backkunst überzeugen, mein Herr Silberdistel möchte ebenfalls immer gern überzeugt werden und das geht natürlich nur durch Verkostung.

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Diese leckeren Elisenlebkuchen z. B. haben die Verkostung mit Bravour bestanden. Sie sind aber nicht nur überaus köstlich, sie sind auch unwahrscheinlich schnell gemacht. Das Rezept habe ich vor fast genau drei Jahren hier schon einmal veröffentlicht. Wer also rasch noch welche backen will – nur zu!

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„Hm, was soll das denn? Ich dachte, bei dem heutigen Adventsbeitrag geht es um mich und nicht um irgendwelche anderen Kekse?“

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„Duften tut es ja irgendwie gut, das, was die Silberdistel da außer mir noch als Keks bezeichnet. Meinst Du, Torty, wir bekommen auch etwas davon ab? Ob das so etwas ist, wie es unsere Leckerchen sind?“

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„Wir können ja nachher mal gucken, ob wir welche probieren dürfen, Keks. Bestimmt trinken unsere Silberdistels bald Kaffee und dazu haben sie doch diese Keksdingse immer gegessen.“

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„Ja, Torty, wenn der Stern da oben leuchtet, dann ist immer Kaffeezeit.“

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„Aber noch leuchtet der Stern nicht, da können wir noch weiter Vögel angucken, Torty.“

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„Torty, guck mal, bei der Meise ist es schon Nachmittagsessenszeit.“

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„Ob unsere Silberdistels nicht auch langsam ihren Kaffee trinken und diese so lecker duftenden Kekse essen wollen? Vielleicht ist die Lampe vom Stern kaputt und dann verpassen sie am Ende noch das Nachmittagsessen.“

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„Ich geh‘ jetzt mal gucken, Torty.“

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Und kaum war unser Keks drinnen, fing auch der Stern an zu leuchten …

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… und wir Silberdistels durften es uns endlich bei Kaffee, Elisenlebkuchen und Keksen gemütlich machen.

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Nur unser pelziger Keks war etwas enttäuscht, weil diese Art von Leckerchen, wie wir Silberdistels sie gleich verspeisen würden, so gar nicht für einen Katzenmagen geeignet ist. Aber er bekam statt dessen die kleinen Katzenkekse und seine beiden Mitbewohnerinnen kamen natürlich auch nicht zu kurz. Und so waren am Ende alle zufrieden.

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Und so wünschen wir fünf Silberdistels auch Euch einen gemütlichen 4. Advent, an dem alle mit sich und ihrer kleinen Welt rundum zufrieden sind. Die große Welt blenden wir heute einmal aus, denn mit der kann man wohl nie rundum und ganz zufrieden sein. Schade eigentlich, aber wohl ein Traum, der immer nur ein Traum bleiben wird.

 

Wie die Zeit doch rennt, als hätte sie einen neuen Schnell-Laufrekord zu brechen. Oder erscheint es nur mir so, weil mich am letzten Novemberwochenende der 1. Advent mit seinem Erscheinen so völlig überrumpelt hatte? Naja, irgendwie gehört der Advent doch auch mehr in den Dezember, oder? Kein Wunder also, dass ich so überrascht war, weil er sich dieses Jahr bereits im November ins vorweihnachtliche Rampenlicht gesetzt hat. Vielleicht befinde ich mich deshalb gedanklich und irgendwie auch gefühlsmäßig immer noch eine Woche zurück.

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Aber egal, angekommen sind wir Silberdistels inzwischen schon im Advent, denn an Gemütlichkeit fehlt es hier durchaus nicht, auch nicht am vorweihnachtlichen Kerzenschimmer oder dem würzigen Duft nach Weihrauch, den das eine oder andere Kerlchen aus der großen bei uns Silberdistels wohnenden Räuchermännchenfamilie verbreitet.

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Jetzt zur Adventszeit sind sie alle wieder aus ihren geheimen Schrankverstecken hervorgekrochen und schmücken nun mit ihrem lustigen Aussehen unser Haus.

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An der Plätzchenbackerei hapert es allerdings noch. Die ist erst für die kommende Woche eingeplant. Vorerst sollten zur Kaffeezeit vielleicht auch die leckeren kleinen Angebermuffins unsere Gaumen bestens verwöhnen können. Ich finde, sie passen ausgezeichnet in die Vorweihnachtszeit und schnell gemacht sind sie allemal.
Die bisher noch fehlenden Plätzchen sind aber ein unbedingtes Muss, gehören sie doch alljährlich als eine der leckersten Kalorienbömbchen auf unsere Weihnachtsteller. Und als bekennende Plätzchen- bzw. Keksliebhaber ginge Weihnachten für uns ohne Kekse gar nicht und ohne Dominosteine erst recht nicht.

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Dominosteine werde ich, wie bereits die Jahre zuvor, auch dieses Mal wieder selbst zusammenzaubern. Seitdem ich mich vor drei Jahren in der Kunst ihrer Herstellung versucht habe, gehören auch sie nur noch als selbstgemachtes süßes Backwerk auf unsere Weihnachtsteller. Speziell ich bin nämlich nicht nur bekennender Keksliebhaber, ich liebe auch Dominosteine über alles. Und gerade Dominosteine sind ein weites Feld – ein Feld zwischen abgrundtief schlecht und dem vollendeten Geschmackserlebnis.
Richtig gut schmecken nur die vom Lieblingsbäcker oder eben die selbstgemachten. Und wenn jetzt dem einen oder anderen das Wasser im Munde zusammengelaufen sein sollte und er sich liebend gern auch einmal selbst in der Dominosteinbackkunst üben möchte, dem kann ich gern mein Rezept empfehlen. Ansonsten gibt es sicher auch noch 101 andere Rezepte, die man ausprobieren könnte, aber dieses, dieses ist mein Lieblingsrezept und für mich schmecken gerade diese Dominosteine unübertroffen gut.

Nun denn, genug übers Backen geredet! Frisch ans Werk, sonst wird es am Ende vor den Festtagen gar nichts mehr mit der vollen Keksdose und mit dem Teller voller Berge von Dominosteinen. Dabei muss doch alles auch noch vor Weihnachten verkostet werden.

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Aber zum heutigen Adventssonntag beißen wir keksvertretungs- und dominovertretungsweise noch einmal in die Angebermuffins. Ihr könnt sicher sein, sie sind die perfekten Keksstellvertreter.

Und

in diesem Sinne wünschen wir Silberdistels Euch allen einen fröhlichen, kuscheligen und genussvollen 3. Advent.

… und wir Silberdistels sind doch tatsächlich derweil auch im Advent angekommen.

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Kekse habe ich zwar noch nicht gebacken, aber gemütliche Nachmittage bei Kaffee und Kerzenschein gehörten dennoch in unsere Adventswoche und irgendwie gehörte trotz null Backaktivität auch immer ein Keks dazu. Was wäre ein Advent ohne Keks? Wohl dem also, der immer einen Keks im Hause hat – auch ohne aufwendige Backkunst.
Mein Keks ist allerdings von etwas anderer Natur als der gewöhnliche Weihnachtskeks, mein Keks ist etwas pelzig wie guter Rotwein auf der Zunge, andererseits auch recht fusselig und daher würde ich eher davon abraten, diesen Keks wie Rotwein zu behandeln und gar zu verkosten. Unter Umständen könnte das Pelzige schnell in Kratziges umschlagen und wer will das schon?
Mein Keks leistet mir übrigens überall Gesellschaft. So auch, als ich mich jetzt in der Woche mit den restlichen Gartenarbeiten beschäftigte, von denen mich das bis dahin vorwiegend unangenehme nasse und nebelgraue Wetter abgehalten hatte. Plötzlich und unerwartet gab es nun noch einmal eine Schönwettergelegenheit, um endlich die restlichen Gartenarbeiten abschließen zu können.
Mein kleines Moorbeet schrie förmlich nach Winterfestmachung. Die pflanzlichen Fleischfresser waren zum Glück schon vor unserer kleinen Schneekatastrophe hier in meinem Teil des Nordens in den Wintergarten umgezogen, denn nicht alle sind frosthart und es hätte mir in der Seele wehgetan, wenn sie Schaden genommen hätten.

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Und genau bei dieser Winterfestmachung warf sich mir besagter Keks förmlich vor die Füße – pelzig, im dezenten grauen Tigerlook.
Er bot sich mir als Gartenhelfer an und er hatte auch gleich eine durchreißende Idee, als ich davon sprach, das Wasser aus dem Pflanzenfresserbottich schöpfen zu wollen, damit es nicht bei Frost zu Eis gefriert und evtl. dadurch am Ende den Bottich zerstört. Der geniale Keks meinte, er würde das Wasser ganz einfach austrinken und schon wäre mir und dem Moorbottich geholfen.

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So trank er und trank und trank, aber dann stürzte er plötzlich eilig davon und begann kurz darauf, im Freiluftkatzenklo zu scharren.
Er wollte es zwar später nicht zugeben, aber ich denke, er hatte sich mit seinem kühnen Vorhaben dieser Art von Bottichentleerung wohl doch ein wenig übernommen, denn dass aus ihm das viele Wasser auch wieder raus musste, das hatte er wohl nicht bedacht.
Da mein Keks nun erst einmal anderweitig beschäftigt war, musste ich die weiteren Arbeiten am Moorbottich allein ausführen. Ich vermutete, dass mir das mit dem Austrinken des Bottichs wohl auch nicht ganz problemlos gelingen würde und so schöpfte ich das Wasser schließlich lieber mit einem Topf per Hand aus.

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Die beiden vierbeinigen Damen beschäftigten sich, während sich der pelzige Keks im Freiluftkatzenklo amüsierte und ich schwer schöpfend bis zur Erschöpfung arbeitete, mit einer anderen Art von Gartenarbeit. Sie befassten sich schon mal mit der Vogelzählung – gewissenmaßen als Vorübung für die nächste „Stunde der Wintervögel“.

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Über diese Blaumeise gab es allerdings Meinungsverschiedenheiten unter den pelzigen Damen und zwar darüber, wer sie in seiner Zählliste erfassen dürfe.

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Unsere Torty behauptete, die Blaumeise dort an der Hängetasse zuerst entdeckt zu haben. Unsere graue Eminenz war da ganz anderer Ansicht, denn sie hätte die Meise bereits viel früher gesehen. Sie hätte die Blaumeise bereits entdeckt, als diese noch im Roten Hartriegel saß und sich einbildete, sie wäre dort für Katzenaugen unsichtbar.

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Torty müsse sich also für ihre Vogelzählung eine neue Meise suchen.
Wie der Streit ausging, ist mir leider irgendwie entgangen, denn ich ärgerte mich derweil mit meinem Moorbottich herum, den ich nach dem Ausschöpfen mit einer Folie gegen Regen und Schnee abzudecken gedachte.
Als ich nach Herrn Silberdistel rief und um Hilfe beim Festbinden der Abdeckung bat, tauchte der zwischenzeitlich verschollen gewesene Keks plötzlich wieder auf und ging mir mit seiner erneuten Hilfsbereitschaft auf selbigen.

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Er setzte sich nämlich kurzentschlossen mitten auf die Folie und erklärte mit, wir könnten das allein, wir bräuchten den Herrn Silberdistel nicht. Wenig überzeugt von dieser Variante, machte ich mich an die Arbeit. Wenn doch Keks nur hätte stillsitzen können. Aber das gelang ihm irgendwie nicht. Wahrscheinlich drückten die im Bottich verbliebenen Steine zu schmerzhaft auf seinen zarten Katerpopo. Nebenher pfötelte er mir auch noch ständig zwischen den Fingern und am Bindfaden herum, weil er angeblich besser wusste als ich, wie man einen Bindfaden bändigt.
Schließlich musste ich doch Herrn Silberdistel um seine freundliche Mithilfe ersuchen. Keks zog da allerdings beleidigt davon. Er jedenfalls hätte alles im Griff gehabt, nur ich wäre zu ungeschickt gewesen. Aber wenn ich seine Hilfe nicht wollte …
Nun ja, dass mein keksiger Helfer alles im Griff gehabt hatte, das muss ich schon zugeben, aber … aber … Naja, lassen wir das lieber.

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Irgendwann jedenfalls war der Bottich endlich verpackt und damit Keks bei seinen nächsten Sitzversuchen darauf nicht wieder blaue Flecken am pelzigen Hinterteil  bekommt,  wurde er noch mit einer Drahtgeflechtabdeckung versehen – also der Bottich, nicht der Keks. Torty, hier gerade als pelzige Gutachterin tätig, fand unser Gesamtkunstwerk sehr gelungen.

Ach und neben der Arbeit am Moorbottich habe ich es sogar noch geschafft, den Garten vom größten Teil des Laubes zu befreien. Das war eine Arbeit, die erneut das Interesse des keksigen Gartenhelfers weckte, und so war er schnell wieder zur Hilfe bereit. Und während ich harkte und mein Helfer die Blätter, die sich heimlich davonmachen wollten, geschickt wieder einfing, legten wir unseren Bindfadenstreit ganz unauffällig bei.
Sogar unseren Geräteschuppen haben wir noch in schöner Eintracht aufgeräumt. Obwohl wir auch hier mitunter etwas unterschiedliche Ordnungsvorstellungen hatten. Aber man darf nicht immer alles so verbissen sehen. Schließlich ist gleich Weihnachten – das Fest von Friede, Freude, Keks und Gänsebraten. So durfte dann auch Keks ab und zu gern wieder etwas nach unten werfen stellen, dem ich gerade oben einen Platz zugeteilt hatte. Und so haben wir schließlich alles geschafft – irgendwie. Weihnachten darf also kommen.

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In diesem Sinne wünschen wir zwei- und vierbeinigen Silberdistels Euch allen einen schönen und besinnlichen 2. Advent und passt beim Verzehr der Kekse auf – nicht die falschen in den Mund nehmen 😉

… wünschen Euch und Euren Lieben die drei vier- und die zwei zweibeinigen Silberdistels.

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Macht es Euch schön gemütlich und genießt die Weihnachtstage. Viel Freude im Kreise Eurer Familien, Eurer Freude und aller anderen, die Euch lieb und teuer sind.

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Vielleicht gehören dazu auch bei Euch liebe tierische Freunde. Auch sie wollen zum Weihnachtsfest nicht vergessen werden. Ganz sicher kann man ihnen und auch sich selbst mit einer Extra-Spielstunde oder einer besonders schönen Gassirunde eine wundervolle weihnachtliche Freude bereiten.

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Natürlich freuen auch sie sich über ein besonders schmackhaftes Leckerli oder gar ein neues Spielzeug – so wie wir es über einen lieben leckeren Keks und ein ganz besonders liebevoll ausgesuchtes Weihnachtsgeschenk tun. Und sonst … sonst gönnt Euch endlich ein bisschen Ruhe – nach all den stressigen Weihnachtsvorbereitungen.

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Schaut es Euren pelzigen Freunden ab, die sind Meister im Meditieren und Entspannen.

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Und in einem solch ruhigen Moment werden wir auch den pelzigen Mitbewohner wieder bei uns haben, der so viele Weihnachten gemeinsam mit uns verlebt hat. Er wird zwar nicht persönlich dabei sein können, aber in unseren Herzen wird er da sein und sicher schaut er ganz interessiert von hoch oben auf die beiden kleinen Pelzwesen herab, die im Oktober mit  winzig kleinen Füßen in seine doch recht großen Fußstapfen getreten sind.

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Ich bin sicher, er hätte die beiden Frechdachse gemocht und er wird sich darüber freuen, wenn sie das eine oder andere kleine Holzspielzeug von unserem Tannenbäumchen pflücken werden, so wie er es an seinem ersten Weihnachten voller Begeisterung tat. Wie es der Zufall wollte … die beiden kleinen Nachfolger sind auf den Tag genauso alt wie unser Bärchen damals, als er freudig mit dem Baumschmuck spielte – ein seltsamer, aber irgendwie auch schöner Zufall. Sie sind wie er an einem 4. Juli geboren.05Bei uns Silberdistels steht das Weihnachtsfest wieder ganz im Zeichen der Familie. Wir bekommen lieben Besuch und so freuen wir uns ganz besonders auch auf das gemütliche Beisammensein. Es wird viel zu erzählen und hoffentlich auch viel zu lachen geben.

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 In diesem Sinne:

Fröhliche Weihnachten