Mit ‘Vorweihnachtszeit’ getaggte Beiträge

Wie gut, dass zumindest einer unserer Nachbarn gewöhnlich sehr zeitig mit seiner Weihnachtsdekoration beginnt. Als grobe Orientierung ist so ein Frühstarter gar nicht so übel. Auf jeden Fall habe ich durch ihn schon mal eine leichte Ahnung davon, dass es auch in diesem Jahr wieder einen 1. Advent geben wird. Gefühlt hätte ich auch dieses Mal noch Wochen Zeit haben müssen bis zum Anzünden der ersten roten Kerze. Doch dann steht das erste Adventswochenende trotz aller Vorwarnung wieder einmal ganz plötzlich und unerwartet vor der Tür. So grübelte ich dann auch gleich angestrengt  ob des an die Tür klopfenden 1. Advents, wo ich wohl zu Beginn des Jahres all das weihnachtliche Dekozeugs verstaut hatte.

Aber während ich gestern tatsächlich noch einmal für letzte Arbeiten in meinem Gärtchen herumwerkelte, wurde mein Kopf an der erstaunlich frischen Luft angenehm frei. Und siehe da, nach und nach tauchten vor meinem inneren Auge all die Versteckplätze auf, an denen die vorweihnachtliche Gemütlichkeit verbreitenden Sterne, Kugeln, Figuren und Häuschen die meiste Zeit des Jahres verbracht haben.

Nach meiner Gartenarbeit inspizierte ich dann auch an den vermuteten Stellen Schränke & Co., und bald darauf war alles im Haus verteilt, um ab sofort seinen unnachahmlichen Weihnachtszauber verbreiten zu können. Nur einer der Adventssterne hatte keine Lust auf Advent. Sein Lichtlein war ihm scheinbar im dunklen Schrank abhanden gekommen. Aber so einfach konnte er mir nicht davonkommen.

Unseren Weihnachtsbaum im Garten schmückt dieses Jahr eine neue Lichterkette. Aus der alten war er derweil herausgewachsen. Die Minikette, die er bisher in der Weihnachtszeit gewöhnlich trug, war nun noch übrig. Ob ich dem Stern damit neues Leben einhauchen könnte? Und siehe da, ich konnte. Der alte Bursche erstrahlte nach einer kleinen Umbauaktion in neuem Lichterglanz und macht uns hoffentlich mit seinem neuen leuchtenden Innenleben noch lange Freude.

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Also, Advent, obwohl Du mich wie jedes Jahr, auch dieses Mal wieder, mit Deinem gefühlt viel zu zeitigen Erscheinen überrascht hast, Du bist willkommen. Wir Silberdistels sind bereit!

Na, und wenn der Winter will, dann darf auch der kommen. Für die gefiederten Gartengäste habe ich gestern auch noch ausreichend gesorgt. Zu Futterhaus und Knödelstation sind im Garten noch ein zusätzlicher Futtersilo und eine zweite Stelle für die Knödelliebhaber gekommen.
Sogar im Vorgarten hat unser Vogelgasthaus so einiges im Angebot. Schließlich sollen die Federbälle merken, dass Weihnachten nicht nur ein Fest für uns Menschen ist. Wenn wir schon reichlich und meistens viel zu viel essen, dann sollen selbstverständlich auch die gefiederten Gäste nicht darben.

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Mein Angebot wurde übrigens sofort fleißig genutzt. Spatzen, Blau- und Kohlmeisen bedienten sich begeistert, und auch mein Rotkehlchen fehlte nicht.

Und dann war da noch ein kleines Vögelchen, das ich zunächst für eine Kohlmeise hielt. Erst als sich die vermeintliche Kohlmeise an die Wasserstelle setzte, konnte ich sie etwas genauer betrachten. Das war doch …, das war doch keine Kohlmeise. Dieser lange weiße Nackenfleck, der fast wie ein Scheitel wirkte, gehörte doch einer ganz anderen Meise. Dort saß eine Tannenmeise in meinem Garten – ein eher seltener Gast hier bei mir. Umso größer war meine Freude.

Und um mein Glück vollkommen zu machen, tauchten sogar noch zwei Schwanzmeisen auf. Sie hatten es allerdings sehr eilig. Oder ich war nicht schnell genug. Jedenfalls gelang mir kein Beweisfoto. Aber vielleicht schauen sie irgendwann noch einmal vorbei und ich habe mehr Fotoglück.

So, mit der Gartenarbeit ist es aber jetzt vorbei. Der Rest hat Zeit bis zum nächsten Frühjahr. Nun widmen wir uns in aller Ruhe der Adventszeit. Wir Silberdistels werden’s uns ganz gemütlich machen.

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Unser Keks macht sich schon mal hübsch für den gemeinsamen Adventsnachmittag – mit einer kurzen Katzenwäsche – das muss reichen, wie er meint.

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Unsere beiden Damen wählten für die Schönheit die weniger aufwendige Variante – den Schönheitsschlaf.

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Und wir Silberdistels sind von Natur aus schön. Eigenlob? Okay, okay, aber wir wissen, dass Kaffee schön macht und das eine und/oder andere Plätzchen doch wohl auch 😉

In diesem Sinne macht auch Ihr es Euch gemütlich und habt zusammen mit Euren Lieben einen wunderschönen 1. Advent!

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Ganz rasant haben sich die 4 Adventssonntage durch den Monat Dezember bewegt. Oder kam es mir nur so vor? War eventuell  auch nur unser Terminkalender so sehr gefüllt, dass ich den Eindruck hatte, dieser Monat würde ganz besonders schnell unterwegs sein? Obwohl, eigentlich haben wir eine recht entspannte Zeit verbracht. 06Vielleicht ist es aber auch so, dass uns der Dezember einfach nur einen Gefallen tun möchte, weil er weiß, wir mögen die Monate mit den langen und hellen Tagen viel lieber als ihn, den dunkelsten Monat des Jahres überhaupt. Mag sein, dass er deshalb so schnell an uns vorbeigerauscht ist. Andererseits könnte er für meinen Geschmack auch gern noch ein wenig bleiben, denn für mich persönlich ist dieser letzte Monat im Jahr doch irgendwie ein ganz besonderer – ein Monat mit gemütlichem Beisammensein bei Kerzenschein, wohliger Wärme im Haus und  ja, auch Süßigkeiten und Heimlichkeiten gehören dazu. Am Ende finde ich es sogar immer ein wenig schade, dass die heimelige Weihnachtszeit vorbei ist und der normale Alltag wieder in unser Leben zurückkommt. Wenn wir jedoch diese wundervoll spannende und geheimnisvolle Zeit immer hätten, wäre sie bald nichts Außergewöhnliches mehr und wir würden uns sicher recht schnell nach etwas anderem sehnen, nach etwas, das nicht immer da ist, das unserem Leben Abwechslung und Spannung bietet. Sicher hat jeder im Leben seine eigenen kleinen oder auch größeren wundervollen Erlebnisse, die er nicht missen mag. Aber ist es nicht besonders schön, wenn ein solches  Ereignis wie das Weihnachtsfest mit seinem ganzen Drumherum unser aller Leben irgendwie bestimmt, wir uns gemeinsam auf die Zeit der Heimlichkeiten, der Geschenke, des Tannen- und Kerzendufts, auf den Duft der Weihnachtsleckereien, die Treffen mit Freunden und Familie freuen können? Ich mag diese Zeit und ich mag sie nicht missen. Sie ist für mich fast ein schönerer Jahresabschluss als das Silvesterfest mit all seinem lauten Getöse. So werden wir den heutigen 4. Advent auch wieder sehr genießen – ganz in Ruhe – zwei Menschen und um sie herum drapiert zwei pelzige schnurrende Vierbeiner, denen diese Ruhe und Geborgenheit scheinbar ebenso gut gefällt wie ihren beiden Menschen.

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In diesem Sinne wünschen wir allen, die hier heute vorbeischauen, einen gemütlichen, ruhigen und entspannten 4. Advent. … und freut Euch auf Weihnachten – gleich ist es soweit. Wir Silberdistels schnurren und summen Euch liebe weihnachtliche Grüße in den Advent!

01Wer da meinte, meine Backstube wäre nun nach den Dominosteinen vor Weihnachten schon geschlossen, der irrt jedoch gewaltig. 02In meiner kleinen hübschen weihnachtlichen App verbarg sich noch ein anderes nettes Rezept. Ich hatte es schon irgendwo angedeutet – Elisenlebkuchen sollten in meiner hauseigenen Bäckerei noch rechtzeitig zum Weihnachtsfest das Licht des silberdisteligen Heims erblicken. Die Geburt, es war erwartungsgemäß eine Mehrlingsgeburt, ist gut und zügig verlaufen. Komplikationen gab es nicht. Alle unsere Kindlein sind gesund dem Backofen entsprungen, und wie süß die kleinen Elisen sind. Herr Silberdistel und ich, die glücklichen Eltern, sind ganz hin und weg ob dieser hübschen kleinen Lebküchlein. Da sieht man mal wieder, dass auch Kinder, die man in etwas höherem Lebensalter noch fabriziert, durchaus perfekt gelingen können. Herr Silberdistel ist ganz besonders vernarrt in diese kleinen Teilchen. Manchmal muss ich sie schon vor ihm wegsperren, sonst wird er mir noch zu übermütig. Aber ich will der Reihe nach berichten.

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Bevor es zur Geburt kommen kann, stehen natürlich andere anstrengende Tätigkeiten auf dem Plan. Schließlich soll nichts schiefgehen. Zunächst sollte man sich um eine kleine aber feine Babyausstattung kümmern.

Folgendes sollte auf der Einkaufsliste stehen:
3 Eier
225 g Puderzucker
1 Teelöffel Zimt
1/4 Teelöffel Nelkenpulver
1/4 Teelöffel Muskat (gemahlen)
1 Esslöffel geriebene Zitronenschale
100 g Mandeln <besser 200 g> (gemahlen)
100 g Haselnüsse (gemahlen)
75 g Zitronat
75 g Orangeat
Backoblaten
6 Teelöffel Zitronensaft

So, die Ausstattung für die kleinen Elisen wäre beisammen. Herr Silberdistel war übrigens begeistert bei der Auswahl dabei. Nun aber beginnt der schweißtreibende Teil, nämlich der der Fertigung der kleinen Kuchen. Aber gewöhnlich geht so etwas ja immer schneller als man zunächst glaubt.

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Wie gesagt, es ist eigentlich ganz einfach. Die Eier, 150 g Puderzucker, Zimt, Nelkenpulver und Muskat werden miteinander verheiratet, d. h., wir sollten daraus eine cremige Masse schlagen.

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Wenn das soweit gelungen ist, müssen noch Zitronenschale, Mandeln, Haselnüsse Zitronat, Orangeat und 3 Teelöffel Zitronensaft untergehoben werden. Die 3 Teelöffel Zitronensaft sind meine eigene Abwandlung des Rezeptes. Es geht sicher auch ohne.

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Nun brauchen die Kleinen nur noch ein hübsches Kopfkissen in Form einer Backoblate pro Elisenkind. Ich habe die einzelnen Oblaten in die Hand genommen und die Teigmasse mit einem Teelöffel auf die Oblaten gestrichen.

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Anschließend  konnten unsere kleinen Schöpfungen ab in den Ofen. Wenn wir uns ordentliche, hübsche und süße Kinder Elisenlebkuchen backen wollen, dann sollten sie bei etwa 150° C etwa 30 Minuten lang im Backofen verweilen.
Übrigens habe ich festgestellt, dass der Lehm der Teig, aus dem ich unsere Kindlein Elisen formen wollte, hätte ich nach dem Rezept aus meiner hübschen kleinen App gehandelt, recht dünnflüssig daherkam. Ich habe deshalb nicht nur 100 g gemahlene Mandeln sondern 200 g verwendet. Allerdings hatte ich im Vergleich zum ursprünglichen Rezept dem Teig ja noch 3 Teelöffel Zitronensaft hinzugefügt. Also, selber schauen, der Teig sollte nicht zu dünn sein, dann würde er beim Backen wahrscheinlich von den Oblaten herunterlaufen und das wollen wir ja eigentlich nicht.

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So, inzwischen sind die 30 Minuten, die unsere kleinen Elisen brauchten, um hübsch und knackig zu werden, vorüber. Wir können sie nun aus dem Backofen befreien.

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Da sie noch ein wenig erhitzt sind von dem ganzen Geburtsvorgang, sollten wir ihnen ein wenig Zeit zum Abkühlen gönnen.

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Anschließend können wir ihren zarten Körper mit einer Emulsion aus 75 g Puderzucker und 3 Teelöffeln Zitronensaft bestreichen. Jetzt sehen die Kleinen nicht nur besonders süß aus, jetzt sind sie es auch. Wenn unsere Elisen dann irgendwann hinter den Ohren trocken sind, können sie gern vernascht werden. Schließlich sind sie dazu da. Wir Silberdistels konnten natürlich nicht bis Weihnachten warten. Wenn ich mich recht erinnere, dann waren es ursprünglich einmal 43 kleine Elisenlebkuchen. Aber wir müssen ohnehin eine zweite Runde ansetzen, wenn wir auch noch welche von diesen herrlichen Leckereien auf unseren Weihnachtstellern finden wollen.

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All denen, die sich selbst noch ein paar kleine Elisen backen wollen, wünschen wir Silberdistels viel Spaß dabei, gutes Gelingen und natürlich auch guten Appetit!

Natürlich konnte ich mich nicht beherrschen, auch noch richtige Dominosteine zu backen. Ich habe da eine kleine aber feine App für Weihnachtsplätzchen und verschiedene weihnachtliche Kuchen und Torten. Als ich das Rezept für Dominosteine sah, konnte ich nicht widerstehen. Ich musste es unbedingt ausprobieren. Inzwischen haben wir die kleinen Köstlichkeiten bereits so fleißig getestet, dass zu befürchten ist, dass ich noch einmal für Nachschub sorgen muss. Das Rezept ist eigentlich recht simpel, aber vielleicht ist gerade das das große Geheimnis dafür, dass sie so außerordentlich lecker schmecken. Wenn also jemand Lust und Zeit hat, vor Weihnachten noch ein paar Dominosteine für den Weihnachtsteller zu zaubern, dann los. So geht’s:

Zutaten für die Dominosteine:
125 g Butter
150 g brauner Zucker
Mark einer Vanilleschote
2 Eier
70 g Mehl
60 g Kakao
1/2 Teelöffel Backpulver
100 g gemahlene Haselnüsse

Zutaten für die Füllung:
100 g Marzipanrohmasse
40 g Puderzucker
1 EL Himbeergeist oder ein andere beliebige Sorte (ich hatte nur Kirschgeist zur Verfügung)
1 EL Amaretto (bei mir taten es Rum und einige wenige Tropfen Bittermandelaroma)
160 g Himbeerkonfitüre oder eine beliebige andere Sorte (ich verwendete schwarze Johannisbeerkonfitüre)

Zutaten für die Glasur:
100-200 g Halbbitter-Kuvertüre (wahrscheinlich dürften 100 g reichen – in meinem Rezept waren 400 g angegeben, ich hatte zum Schluss noch etwa die Hälfte der ursprünglichen Menge übrig)
400 g dunkle Kuchenglasur

Zubereitung:
Die weiche Butter schaumig schlagen, den braunen Zucker und das Mark der Vanilleschote hinzufügen, nacheinander die Eier zugeben und wieder alles gut verrühren. Nun Mehl, Kakao und Backpulver dazu geben, wiederum gut verrühren und schließlich die gemahlenen Haselnüsse unter die Masse heben.


Ein Backblech mit Backpapier auslegen, das etwa eine Größe von 40 x 22 cm hat. Den Teig auf das Backpapier streichen und dieses an der langen Seite, die keine Begrenzung durch das Kuchenblech hat, etwas hochklappen, damit der Teig nicht nach vorn weglaufen kann. Wer ein Backblech besitzt, das in der Größe verstellbar ist, hat gute Karten, denn er muss so keine komplizierten Papierränder basteln. Er stellt das Blech einfach auf 20 cm Tiefe ein.


Gebacken wird der Teig nun etwa 17 bis 20 Minuten bei 175°C. Nach dem Backen den fertigen Teig einschließlich Backpapier auf ein Kuchengitter ziehen und auskühlen lassen.
Während die Kuchenplatte auskühlt, können wir uns mit der Füllung beschäftigen. Marzipan, Puderzucker, Himbeer- oder Kirschgeist und Amaretto oder Rum werden gut miteinander verknetet. Bei Verwendung von Rum bitte noch 3 bis 5 Tropfen Bittermandelaroma hinzugeben.
Wenn nun unser Kuchenteig ausgekühlt ist, wird er vom Backpapier befreit und die Platte wird in zwei gleichgroße Teile geteilt, so dass 2 Quadrate von 20 x 20 cm entstehen. Jetzt wird die Marzipanmasse zwischen z. B. Frischhaltefolie ausgerollt. Sie sollte am Ende auch etwa 20 x 20 cm groß sein.

Die eine Teigplatte wird nun mit der Hälfte der Konfitüre bestrichen.

Darauf platzieren wir die ausgerollte Marzipanmasse, natürlich entfernen wir vorher die Frischhaltefolie. Sie sollte lediglich verhindern, dass die klebrige Masse an der Kuchenrolle hängenbleibt. Wie man sieht, habe ich die Marzipanplatte beim Ausrollen nicht exakt auf 20 x 20 cm rollen können. So habe ich beim Belegen ganz schön doll ein wenig stückeln müssen. Schlechter schmeckt es am Ende trotzdem nicht.

Nun geben wir noch einmal eine Schicht Konfitüre auf das Marzipan.

Zum guten Schluss kommt die zweite Teigplatte auf die Marzipan-Konfitüren-Schicht.

Nun kann der Kuchen auf eine Platte oder wieder auf das Backblech gelegt werden, darauf platzieren wir ein Schneidbrett und beschweren dieses mit irgendwelchen Gewichten.

Das Ganze sollte nun mindesten 4 Stunden kaltgestellt werden. Ich habe es die ganze Nacht in Ruhe vor sich hinkühlen lassen.

Nach dieser Ruhephase wird die Kuchenplatte mit einem angefeuchteten Messer in Würfel geschnitten. Bei mir waren es 7 x 7 Würfel. Wer das jetzt nicht ausrechnen kann, dem verrate ich schnell, dass er am Ende der Schneidprozedur 49 kleine Würfel vor sich liegen haben wird.

Nun ist es endlich an der Zeit, sich um die Glasur zu kümmern. Kuvertüre und Kuchenglasur werden in einem Wasserbad erhitzt und miteinander vermischt.

Wenn alles geschmolzen ist, die Kuchenwürfel nacheinander in die Glasur tauchen und anschließend z. B. auf Alufolie zum Auskühlen ablegen. Von der Folie lassen sich die einzelnen Dominosteine später recht leicht ablösen.

… und hier kann nun das Endprodukt bewundert werden. An der Formschönheit muss ich sicher noch basteln, aber am Geschmack gibt es absolut nichts zu bekritteln. 😉

Achtung! Angeblich soll ein einziger Dominostein 155 kcal in sich tragen!!! Zu Risiken und Nebenwirkungen befragen Sie bitte Ihren Gatten, Hausfreund oder Lebensabschnittsgefährten. Er sollte Ihnen sagen können, ob er Sie nach dem Verzehr mehrerer Dominosteine mit der zweifellos neuen Figur immer noch mag oder ob Sie auf dieses Highlight der Weihnachtsbackkunst leider verzichten müssen.

Den ganz Wackeren, die sich zu Weihnachten die Kalorien nicht vorzählen lassen, wünsche ich überaus guten Appetit!

Geht es Euch auch so, dass Ihr meint, mit Siebenmeilenstiefeln auf Weihnachten zuzueilen? Eben noch habe ich gestaunt, dass wir bereits Dezember haben und der 1. Advent an unsere Tür klopfte. Nun zünden wir bereits das zweite Lichtlein an.

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Ich muss mich sputen, damit ich bis zum Heiligabend alle Geschenke zusammen habe. Aber nein, ich lass mir die Adventszeit nicht von den Damen Hektik und Panik verderben. Ihr beiden bleibt schön draußen, für Euch ist in Silberdistels gemütlichem Wohnzimmer kein Platz. Ich schaffe es ganz allein und ohne Euch, die letzten Geschenke einzukaufen. Immerhin weiß ich inzwischen, was meine Lieben sich wünschen. Das ist schon die halbe Miete. Alles andere erledige ich in aller Ruhe, esse nebenher vielleicht auf dem Weihnachtsmarkt  leckere Mutzen, gebrannte Mandeln oder … oder einen Bratapfel. Nein, ich glaube, der Bratapfel schmeckt zuhause besser, frisch aus dem Ofen und mit leckerer Vanillesoße dazu.

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Der Bratapfel

Kinder, kommt und ratet,
was im Ofen bratet!
Hört, wie’s knallt und zischt.
Bald wird er aufgetischt,
der Zipfel, der Zapfel,
der Kipfel, der Kapfel,
der gelbrote Apfel.

Kinder, lauft schneller,
holt einen Teller,
holt eine Gabel!
Sperrt auf den Schnabel
für den Zipfel, den Zapfel,
den Kipfel, den Kapfel,
den goldbraunen Apfel!

Sie pusten und prusten,
sie gucken und schlucken,
sie schnalzen und schmecken,
sie lecken und schlecken
den Zipfel, den Zapfel,
den Kipfel, den Kapfel,
den knusprigen Apfel.
(Volksgut)

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In diesem Sinne, Euch allen einen superschönen 2. Advent bei Kerzenschein, netter Weihnachtsmusik und vielleicht sogar mit einem Bratapfel, der im warmen Ofen auf uns wartet – zum Aufwärmen nach dem kleinen Spaziergang, von dem wir eben gerade wieder zurück sind.

Ach, und hier noch etwas Katzenmusik zu Weihnachten. Wir üben gerade fleißig, um es am Heiligabend genauso gut zu können wie diese drei hervorragenden Künstler, deren Video  unsere Silberdistel bei YouTube gefunden hat. Als dritte Katze muss bei uns aber die Silberdistel ran. Herr Silberdistel meint, das kriegt sie hin.

Liebe Grüße von den beiden Pelzträgern aus dem Hause Silberdistel

… und schon haben wir Dezember und das erste Lichtlein brennt. Wie ging das nur so schnell? 🙄

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Es ist Advent

Die Blumen sind verblüht im Tal, die Vöglein heimgezogen;
Der Himmel schwebt so grau und fahl, es brausen kalte Wogen.
Und doch nicht Leid im Herzen brennt: Es ist Advent!

Es zieht ein Hoffen durch die Welt, ein starkes, frohes Hoffen;
das schließet auf der Armen Zelt und macht Paläste offen;
das kleinste Kind die Ursach kennt: Es ist Advent!

Advent, Advent, du Lerchensang von Weihnachts Frühlingstunde!
Advent, Advent, du Glockenklang vom neuen Gnadenbunde!
Du Morgenstrahl von Gott gesendt! Es ist Advent!

(Friedrich Wilhelm Kritzinger <1816 – 1890>)

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Die Silberdistels – die vier- und auch die zweibeinigen – wünschen allen, die hier heute hereinschauen, einen wunderschönen 1. Advent. Macht es Euch gemütlich bei Kerzenschein, Kaffee, Kakao, Tee, Glühwein, was auch immer der Gemütlichkeit dienlich ist – seid lieb zueinander – und wenn Ihr mögt, dann nehmt Euch einen leckeren Dominostein mit.

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Na? Schuhe schon geputzt? Falls nicht, gibt es morgen nichts vom Nikolaus! Sicher ist das besser für die Figur, andererseits sollte man es um die Weihnachtszeit herum lieber sein lassen, an der schlanken Linie zu arbeiten. Das gelingt jetzt ohnehin nicht. Darauf können wir uns später immer noch konzentrieren. Der Handel wird uns gleich nach Weihnachten mit seinem Überangebot an Sportgeräten und diätischen Lebensmitteln daran erinnern, dass wir irgendwie wieder von unserem Winter… äh Weihnachtsspeck herunterkommen müssen. Aber bis dahin haben wir noch VIEL Zeit, um hemmungslos zu essen – vor allem diese glücklich machende Schokolade, womit wir wieder beim Thema wären – dem Schuheputzen.

In unserer Familie wurden nie gern Schuhe geputzt. Ich schließe mich da durchaus mit ein.

Unsere Kinder liebten das Schuheputzen ebensowenig wie ihre Eltern. Ich will nicht ausschließen, dass es da an einer gewissen Vorbildwirkung mangelte bzw.,  was sage ich da, diese Vorbildwirkung fehlte im Grunde ja absolut gar nicht, sie war wohl eher besonders ausgeprägt vorhanden. Nun, egal, wie auch immer, wenn Nikolasi zu kommen drohte, änderte sich das Schuhputzverhalten in unserer Familie stets dramatisch. Sogar den Sohnemann, der quasi gar nicht putzte, verlangte es am 5. Dezember alljährlich nach Schuhcreme und Schuhputzbürste, weil in unserer Familie die Mär ging, wenn die Schuhe nicht geputzt sind, wird da auch frühmorgens am 6. Dezember nichts, aber auch rein gar nichts, drin zu finden sein. Nie, wirklich niemals, hat jemand ausprobieren wollen, ob diese Geschichte Wirklichkeit geworden wäre, die da mit dem inhaltslosen Schuh am Nikolausmorgen.

Inzwischen sind unsere Kindlein erwachsene Menschen und ich befürchte, sie putzen immer noch nicht gern Schuhe. Ob sie diese Geschichte derweil weitergegeben haben, dass der Nikolaus nur in sauberen Schuhen kleine Herrlichkeiten hinterlässt, weiß ich nicht, aber ich muss das demnächst einmal hinterfragen. Ein ganz klein wenig neugierig bin ich doch. Vielleicht sind aus ihnen inzwischen auch große Schuhputzteufel geworden. Man soll ja die Hoffnung nie aufgeben. Irgendwo schlummert immer etwas Gutes im Menschen 😉