Mit ‘Vogelzählung’ getaggte Beiträge

… hatten scheinbar die Vögel in meinem Garten, als dieses Mal die „Stunde der Wintervögel“ geschlagen hatte. Für das Wochenende vom 5. bis 7. Januar war von NABU und LBV wieder zur Teilnahme an der bundesweiten Zählung der Federbälle aufgerufen worden.

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Eine Blaumeise als Gast an einer unserer Futterstellen

Ich hatte mir den sonnigen Sonntag für meine Mitarbeit ausgesucht. Sogar meine versierten pelzigen Vogelkenner, d. h. zwei von ihnen – unsere beiden Katzendamen, die graue Eminenz und Torty – hatten einen Blick aus dem Fenster hinab in unseren Garten geworfen – ganz nach dem Motto: Vier bzw. sechs Augen sehen mehr als nur zwei menschliche, die noch dazu mit Katzenaugen nicht vergleichbar sind. So war ich über die Hilfe recht erfreut.

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Torty hat vor, mir bei der Zählung der Federbälle Hilfestellung zu leisten

Als Vorbereitung auf die Zählstunde hatte ich mich nicht nur mit Stift, Papier, Bestimmungsbuch, Fernglas und Kamera bewaffnet. Ich hatte auch alle Futterstellen noch einmal gut gefüllt. Wenn das die gefiederten Gäste nicht anlocken würde!

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Unsere graue Eminenz ist nicht weniger gespannt als ich

Mensch und Tier warteten also voller Spannung auf das, was sich im Garten während der nächsten Stunde tun würde.

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Zwei Schwanzmeisen sitzen ganz kurz an unserer Knödelstation

Ich hatte mich noch gar nicht richtig auf meinem Beobachtungsplatz eingerichtet, als zwei Schwanzmeisen durch den Garten flatterten. Nur kurz ließen sie sich an unserer Knödelstation nieder. Dann waren sie wieder fort. Das fing so schlecht nicht an. Ich war guter Dinge.

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Der Zaunkönig ist auch wieder da – das Foto hier ist allerdings bereits am Neujahrstag aufgenommen

Und dann zeterte plötzlich der kleine Zaunkönig, der bereits seit etlichen Tagen immer wieder an den Futterplätzen auftaucht. Aber warum schimpfte er so erbost? Aufgeregt flatterte und hüpfte er von Ast zu Ästchen. Unsere Katzen konnten nicht der Grund dafür sein, hatten sie doch während der Zählstunde Ausgehverbot. War eine andere Katze unterwegs?

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Nein, keine Katze, ein anderer Vogel war scheinbar zum Störenfried ernannt worden. Dieser Störenfried schien aber auch nicht ganz ohne zu sein. Er war gerade dabei, mit vollem Körpereinsatz eine der Schwanzmeisen von der Futterkette zu vertreiben. Aber was sah ich da? Diese Art von Störenfried müsste doch eigentlich im sonnigen Süden weilen. Oder hatte ich mich jetzt so arg verguckt?

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Der kämpferische Vogel ist tatsächlich eine Mönchsgrasmücke – normalerwiese ist sie ein Zugvogel

Ein Blick durchs Fernglas bestätigte mir, dass es sich um einen Mönchsgrasmückenmann handelte. Er gehört so gar nicht zu den typischen Wintervögeln unserer Gärten. Gewöhnlich verbringen diese Vögel den Winter im sonnigen und warmen Süden. Aber auch unter dem Vogelvolk scheint nicht mehr alles so zu sein, wie es mal war. Bereits im vergangenen Winter war eine Grasmücke in meinem Garten zu Gast.

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Dieser Herr mit der schwarzen Kopfplatte jedenfalls schien sich in meinem Garten völlig zuhause zu fühlen, so sehr zuhause, dass er sogar der Meinung zu sein schien, dass für andere Vögel absolut kein Platz an Futterhaus, Knödelstation oder Futterkette wäre. Er bemühte sich kämpferisch, nicht nur Schwanzmeisen und Zaunkönig zu vertreiben.
Einer Blaumeise erging es wenig später ähnlich wie den beiden anderen vom Futterplatz Vertriebenen. Ständig war Herr Mönchsgrasmücke hinter ihr her.

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Die flinke Blaumeise ist pfiffig und kommt zu ihrem Leckerbissen

Doch die Blaumeise ließ sich nicht so schnell entmutigen. Sie kam trotz Streiterei zu dem einen oder anderen Leckerbissen.

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Sie ist wohl doch ein bisschen zu fix für Herrn Grasmücke

Auch das wenig später auftauchende Rotkehlchen wurde von der Kampfgrasmücke nicht gerade freundlich begrüßt.

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Ein Rotkehlchen taucht auf. Die Mönchsgrasmücke beäugt den Rotbauch misstrauisch

Aber der kleine Vogel mit dem roten Latz ist durchaus ebenso kampferprobt wie die Mönchsgrasmücke. Er ließ sich nicht so schnell abschrecken.

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Keck blieb der Rotbauch sitzen und wenig später landete er auf dem Boden und pickte dort in aller Ruhe Heruntergefallenes auf.

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Ich war also während meiner Zählstunde durchaus beschäftigt, aber viel mehr als der Kampf der kleinen 😉 Titanen tat sich die ganze Zeit über nicht. Eine Amsel tauchte noch kurz auf und in der Nähe waren zwei Elstern, eine Möwe und drei Nebelkrähen zu sehen. Kurz vor Ende meiner Zählstunde flatterten noch zwei Kohlmeisen herbei. Das war’s dann auch schon. Weit und breit kein einziger Sperling, was mich sehr erstaunte. Oft sind so viele von ihnen an den Futterstellen, dass ich Mühe habe, sie zu zählen. Wer weiß, wo sie gerade unterwegs waren.

Später am Abend hörte ich noch Kraniche. Das war ein schöner Tagesabschluss, auch wenn die Kraniche nicht während meiner Zählstunde vorüberzogen. Aber trotz des eher sparsamen Betriebs in meinem Vogelgasthaus habe ich einen interessanten Nachmittag erleben dürfen, konnte ich doch einige eher außergewöhnliche Gäste zählen.
Unser Keks fand das alles allerdings weniger spannend. Vögel vom Fenster aus zu beobachten, ist nicht so sehr sein Ding. Wenn er schon nicht draußen Federbälle zählen darf, dann lieber gar nicht. Da ist eine Mütze voll Schlaf auf der warmen Heizung viel schöner.

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Glück ist eine warme Heizung

Erneut hatten NABU & Co. zur Vogelzählung aufgerufen. Vom 12. bis 14. Mai durfte wieder einmal eine Stunde lang gezählt werden, welche gefiederten Gäste während dieser Stunde den Garten frequentierten.
Dieses Mal hatten meine pelzigen Mitbewohner keine Lust zum Zählen, jedenfalls nicht so, wie sich in meinen Augen die Zählung gestalten sollte – mit Stift, Papier und Fernglas. Sie hätten lieber das zu zählende Vogelvolk herbeigetragen, weil man es so ganz aus der Nähe ja viel besser bestimmen kann. Da ich mich von dieser Art Zählung dann aber doch nicht überzeugen ließ, gingen sie lieber anderen spannenden Tätigkeiten nach.

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Keks hatte es sich auf der Fensterbank im Bad gemütlich gemacht.

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„Was? Vögel zählen? Och nee, Silberdistel, wenn ich sie Dir nicht bringen darf, …

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… dann, dann mache ich lieber andere katerwichtige Dinge …“

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„Vögel zählen? Wozu soll das gut sein, Silberdistel? Du siehst doch, ich hab Wichtigeres zu tun.“ So Tortys Antwort auf meine Bitte um Unterstützung bei der Gartenvogelzählung.

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Und hier wurde mein Anliegen nicht einmal angehört. Die graue Eminenz schnarchte mir nur etwas vor.

Tja, so saß ich also allein mit meinem Stift, Papier, Fernglas und Fotoapparat am Fenster. Und irgendwie hatten die Katzen wohl Recht. Es passierte auch zunächst nichts Besonderes. Es waren nur die üblichen Verdächtigen da. Okay, ein paar Schwalben flatterten noch hoch über unserem Garten dahin und ein Hausrotschwanz trällerte sein kurzes Lied vom Dach gegenüber.
Doch dann, dann wurde meine Ausdauer zumindest noch ein wenig belohnt, zwei Stare tummelten sich nämlich auf einmal am Futterplatz. Die zähle ich dann doch nicht so ganz zu den üblichen Verdächtigen. Das Futter mit den leckeren Mehlwürmern sagt wohl auch ihnen zu.

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Naja, da sah meine Vogelzählung so schlecht doch eigentlich gar nicht aus. Allerdings ließ mich mein Rotkehlchen völlig im Stich und Familie Gimpel hätte auch ruhig einmal vorbeischauen können.
Aber als ich schon fast einpacken wollte, bekam ich doch noch etwas ganz Besonderes zu sehen. Mir war in unserem Hollerbusch zwischendurch schon für einen kurzen Moment ein kleiner Feldsperlings-Zweierpack aufgefallen. Als ich das nächste Mal hinschaute, war er wieder fort. Doch dann hatte ich doch noch Glück. Plötzlich kam tatsächlich die gesamte Familie Feldsperling noch einmal eingeflogen, und ich durfte bei der Fütterung der Jungvögel zuschauen.
Ein paar Tage zuvor war mir das bereits geglückt. Aber jetzt zur „Stunde der Gartenvögel“ war diese Vorführung für mich natürlich ein ganz besonderes Highlight. Aber seht selbst! Ist es nicht allerliebst?

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Der NABU hatte für das vergangene Wochenende wieder einmal zur „Stunde der Wintervögel“ aufgerufen. Wer Lust und Spaß dran hatte, konnte wieder einmal zählen, welche Vogelarten und wie viele jeweils davon im, am und über dem eigenen Garten innerhalb einer Stunde zu sehen sein würden. Natürlich hätte man seine Beobachtungen auch irgendwo in der freien Natur machen können. Anschließend konnte man diese Beobachtungen an den NABU melden.
So saß ich mit Zettel, Stift, Fernglas und Kamera bewaffnet jetzt am Sonntag am Fenster und schaute erwartungsvoll in meinen Garten hinunter. Würden mehr oder andere Federbälle kommen als am Freitag? Da hatte ich mir nämlich auch schon eine Stunde Zeit für die gefiederten Gartengäste genommen.
Ich war mächtig gespannt, ob ich am Sonntag außer den üblichen Verdächtigen, die ich bereits am Freitag in meine Liste aufnehmen konnte, noch andere, vielleicht nicht ganz so alltägliche, Gäste würde zählen können.

Es lief recht betulich an und ich überlegte schon, ob ich die Zeit nicht lieber für etwas anderes nutzen sollte, denn meine Liste war im Grunde genommen fertig. Ich könnte also problemlos meine Beobachtungen vom Freitag an den NABU melden. Doch dann kam doch noch Bewegung in mein kleines Gärtchen. Ein Trupp Haussperlinge war gerade eingeflogen, als ich schon fast das Handtuch werfen wollte. Einige der Sperlinge stürzten sich sogleich auf die Futterstellen, doch ein Außenseiter hüpfte erst einmal auf eines der beiden runden Teichlein in unserem Garten zu. Sicher wollte er zunächst seinen Durst stillen, denn in den letzten Tagen war hier alles gefroren – also Mangel an offenen Trinkstellen. Oder aber er hatte wie wir Silberdistels über die Feiertage ein wenig zugenommen und da soll es ja durchaus hilfreich sein, wenn man vor dem Futtereinwurf ein wenig Wasser trinkt, damit der Magen meint, er wäre bereits gut gefüllt und somit passt nicht mehr so viel kalorienreiche Festnahrung hinein 😉 Egal wie, jedenfalls hatte das Tun des kleinen einzelgängerischen Federballs einen Sogeffekt.

Im Laufe der Nacht zum Sonntag hatte hier in meinem Norden wieder Tauwetter eingesetzt und so hatte auch die Eisfläche auf den beiden Teichlein begonnen aufzutauen.
Der kleine Haussperling stillte, wie vermutet, tatsächlich dort zunächst seinen Durst. Doch dann sprang er plötzlich mitten hinein ins nasse Vergnügen. Das blieb nicht ohne Folgen.

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Die Teichlein waren trotz Tauwetter immer noch von einer dünnen Eisschicht bedeckt, auf der aber inzwischen Wasser stand – wahrscheinlich jetzt genau die richtige Art von Badewanne. Kaum nämlich hatte der eine Spatz lustig zu platschen begonnen, gesellten sich die nächsten hausspätzischen Badegäste hinzu und schließlich sogar Frau Amsel, die sich offensichtlich hatte anstecken lassen vom fröhlichen Badegetummel der Spatzenfamilie.
Das Wasser muss ganz schön kalt gewesen sein, am Rande des Teichleins sieht man sogar noch letzte Eisreste. Aber die Kälte, knapp über 0° C, tat dem Badevergnügen von Familie Spatz und Frau Amsel offensichtlich keinen Abbruch. Sie hatten augenscheinlich viel Spaß dabei und ich ebenso – schon allein vom reinen Zuschauen.

Welche Wintergäste außer diesen Badegästen noch kamen? Die üblichen Verdächtigen waren da. Die meisten von ihnen waren allerdings eher weniger badefreudig gestimmt. Sie interessierten sich dann doch mehr für die Speisekarte des Vogelgasthauses „Zur Silberdistel“. Ich konnte Blaumeisen, Kohlmeisen, natürlich Großfamilie Haussperling wie oben bereits zu sehen, einen Feldsperling, Amseln, unser Rotkehlchen, Ringeltauben, Saatkrähen und eine Nebelkrähe beobachten und während meiner Zählung überflogen noch etliche Möwen und drei Stockenten unseren Garten.
Das Vogelbild in meinem Garten vom Sonntag glich in etwa dem vom Freitag. Ich war recht zufrieden mit meiner Zählung, auch wenn es keine Überraschungsgäste gab.

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Doch dann, ich wollte meinen Platz am Fenster gerade räumen, gab es doch noch eine Überraschung. Mir fiel nämlich plötzlich eine Bewegung an unserem Geräteschuppen auf. Im ersten Moment glaubte ich, unser Rotkehlchen würde dort schon wieder umherhuschen. Es hatte mich mit seinem Anblick an diesem Tag ohnehin schon sehr verwöhnt. Bei genauerer Betrachtung fehlte meinem vermeintlichen Rotkehlchen dann aber der rote Latz. Ich brachte schnell die Kamera in Anschlag und dann war ich mir sicher.
Ich hatte nämlich eine Vermutung. Im vergangenen Herbst mussten sich unsere Katzen recht häufig von einem Zaunkönig beschimpfen lassen. Manchmal bekam selbst ich etwas von den Schimpftiraden ab, einmal sogar mit doppelter Schimpfgewalt – da zeigten sie mir zu zweit, was sie von mir und meinen Katzen hielten.
Leider hatte ich nie eine Kamera parat und wenn ich schnell hinein eilte und sie holte, war nach meinem Wiedererscheinen weit und breit kein kleines keckes braunes Vögelchen mehr zu sehen. Wie schön, dass mir jetzt eins von ihnen doch noch vor die Kamera gekommen ist.

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Rechts neben meinem Logo sitzt der kleine Zaunkönig

Leider sind die Bilder, als das winzige Kerlchen am Schuppen herumwuselte, nicht berauschend geworden. Sie eignen sich fast mehr als eine Art von Vogelsuchbild. Ich zeige aber trotzdem eines der Fotos. Man sieht auf jeden Fall sehr schön, wie gut der kleine Bursche durch seine braune Farbe getarnt ist. Und was man noch sieht, das sind die grünen Spitzen der Krokusse. Der Frühling lässt also in gewisser Weise schon ein wenig grüßen 😉

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Aber am Ende hatte der Zaunkönig doch noch Mitleid mit mir. Er setzte sich für einen winzigen Moment an den Rand der Vogeltränke. Auch diese Bilder sind alles andere als perfekt. Ein wenig deutlicher ist der kleine Federball aber doch zu erkennen als auf dem Foto zuvor.

Meine Katzenfamilie hatte dieses Mal übrigens keine Lust, mir bei der Vogelzählung Gesellschaft zu leisten. Sie nahmen lieber ein Mütze voll Schlaf. Ich vermute, sie veranstalten bei etwas wärmeren Außentemperaturen ihre eigene kleine Vogelzählung und die dann in der freien Natur. Vom Fenster aus Vögel zu zählen, das haben sie bereits bei der letzten Vogelzählung, bei der sie mir noch mehr schlecht als recht Gesellschaft geleistet hatten, als reichlich albern eingestuft. So saß ich nun also allein am Fenster. Meinen Spaß hatte ich trotzdem dabei – auch ohne pelzige Unterstützung.

Jaja, aufs neue Jahr sowieso. Aber auch sonst gab es hier viel zu tun. Nein, nicht zu Weihnachten. Da hatten wir nur zu tun, dem vielen Besuch aus dem Wege zu gehen. Aber der ist ja nun wieder weg und wir können uns anderen Dingen widmen – z. B. der Vogelzählerei. Die Silberdistel hat uns nämlich verraten, dass wir bald Vögel zählen dürfen. Da ist demnächst so etwas wie die Stunde der Wintervögel. Alle Katzen und Menschen sind von so einem Vogelzählverein aufgerufen worden, die Vögel zu zählen, die in und um ihren Garten oder um ihr Haus flattern. Wir Katzen sind nun dabei, die besten Zählplätze zu erkunden. Die Oberkatze hat berichtet, dass sie schon öfter mitgezählt hat, wir aber leider nicht draußen im Garten zählen dürfen. Warum wusste sie auch nicht. Wobei das doch viel spannender wäre. Dabei könnten wir gleich so schön üben, der Silberdistel die Vögel zu bringen. Das wäre auch fürs Zählen viel einfacher. Naja, egal, bis zur Vogelzählerei werden wir wohl die besten Fensterplätze gefunden haben. Wenn Ihr wollt, könnt Ihr uns jetzt schon mal beim Probelauf Gesellschaft leisten. Ach, dies ist übrigens endlich mein Beitrag, den mir die Silberdistel versprochen hat, meiner ganz allein. Der Keks und die Vögel haben nur kleine Nebenrollen. Also die müsst Ihr nicht so vordergründig beachten. Ich bin hier heute wichtig, die Torty, okay? So, los geht’s!

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„Also, zu Eurer Orientierung: Ich bin hier im Wintergarten und schaue, von wo aus man die beste Sicht auf Vögel hat. Von diesem Stuhl aus könnte ich das Vogelhäuschen schon mal ganz gut sehen. Ob es noch besser geht?“

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„Irgendwie ist dieses Bäumchen, das gerade noch im Wohnzimmer mit so buntem Spielzeugs rumstand, etwas im Wege. Aber, naja, zur Not geht es irgendwie mit dem Gucken.“

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„Ah, leise jetzt! Da sind schon die ersten Vögel zum Zählen.“

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„Ob ich vom Tischchen aus vielleicht etwas besser sehen kann?“

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„Probieren geht über studieren.“

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„Hm, jetzt sehe ich zwar nicht mehr das Vogelhäuschen, aber dafür diese Bälle, die die Silberdistel in den Baum gehängt hat. Boahhhh, und Vögel zum Zählen sind auch da.“

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„Schade, dass ich nicht draußen zählen darf. Ich wär bestimmt gut im Draußenzählen.“

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„Ich muss mal gucken, ob es noch andere gute Vogelzählplätze gibt.“

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„Oh, da sind schon wieder Vögel zum Zählen.“

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„Die Silberdistel wär bestimmt stolz auf mich, wenn wir heute schon zählen sollten.“

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„Ach so,  ich wollte ja noch andere Plätze erkunden. Auf dem Dach wär es bestimmt auch gut. Aber … aber da komme ich wohl nicht rauf. Sieht ziemlich hoch aus. Muss ich später mal erkunden.“

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„Aber da hinten am Kakteenregal ist bestimmt auch ein guter Beobachtungsplatz. Ich schau das mal aus der Nähe an.“

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„Oh ja, das könnte ein guter Platz sein.“

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„Wow, wie toll. Besser, als ich dachte. Hier kann ich all die Vögel sehen, die da in den Sträuchern lauern und sich einbilden, sie wären nicht zu entdecken.“

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„Doch Katzenaugen sehen alles. Ich glaube, ich werde am Ende die Meistervogelzählerin werden.“

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„Der Keks hängt da drinnen im Wohnzimmer auf der warmen Heizung rum und bildet sich ein, dass er von dort aus alles im Blick hat. Na, der wird sich noch wundern, wer hier am meisten Vögel zählen wird.“

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„Ich, die Torty, habe schon 12 Vögel gezählt und der Keks erst diesen einen jämmerlich kleinen, der dort gerade im bunten Strauch hockt.“

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„So, nun wisst Ihr, wie wir uns aufs Vogelzählen, das in etwas mehr als einer Woche losgeht, vorbereiten. Hm. Da war doch noch was. Was war das bloß? Ach ja, jetzt fällt es mir wieder ein. Ich soll von der Silberdistel noch viele Grüße bestellen und Euch einen guten Rutsch ins nächste Jahr wünschen und Gesundheit und Glück und solche Sachen. Aber vielleicht wollt Ihr ja lieber Reichtum, Schönheit und eine hübsche kleine Katze. Aber ich stehe nicht zur Verfügung. Ich bleibe hier. Hier darf ich Vögel zählen und auch sonst ist es nett bei den Silberdistels. Außerdem bin ich eine Glückskatze und als solche bin ich den Silberdistels zugeteilt. Ich habe also genau hier eine wichtige Aufgabe zu erfüllen. Aber Ihr findet sicher auch noch Eure, Eure ganz eigene, Glückskatze, wenn Ihr das wollt.
So, ich gehe dann jetzt lieber rein. Da draußen ist so ein seltsamer Lärm, der immer mehr wird. Das ist mir nun doch ein wenig unheimlich. Also, bis später dann, macht’s gut bis dahin, wo wir die Vögel zählen wollen.“

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Torty war so freundlich, mir, der Silberdistel, am Ende ihres Beitrags doch noch einige Worte zu gestatten, obwohl sie ja eigentlich schon alles gesagt hat. Natürlich weiß ich diese Ehre zu schätzen, in ihrem ersten eigenen Post gewissermaßen das letzte Wort haben zu dürfen.

So möchte ich es nicht versäumen, Euch im Namen aller Silberdistels einen guten Rutsch nach 2016 zu wünschen. Kommt gut und gesund hinüber und legt einen guten Start hin – in diesem neuen Jahr, auf dass es für Euch, für uns alle ein gutes 2016 wird. Für uns Silberdistels darf es gern ein besseres als das 2015er werden, denn das hatte zwar auch schöne Seiten für uns, aber der Kummer, den es uns gebracht hat, war dann doch ein wenig zu massiv. Wir mussten uns in diesem vergangenen Jahr schweren Herzens von drei lieben Menschen für immer verabschieden und auch den Abschied von unserem lieben Katerling Bärchen wollen wir nicht vergessen. Der Abschied von ihm fiel uns nicht weniger schwer als der Abschied von den drei Menschen. Hoffen wir also, dass 2016 Besseres mit uns und unseren Lieben im Sinn hat als 2015.

Und nun noch ein paar Worte an Dich, Du kleine Glückskatze: Du und Dein Bruder, das keksige kleine Übel, der Bluebär, Ihr seid etwas von dem Guten, das uns in diesem Jahr passierte. Leider musste zuvor etwas sehr Schmerzvolles geschehen. Ohne das allerdings wären wir Euch nie begegnet. So hoffen wir sehr, dass mit Dir und dem Bluebär an unserer Seite 2016 ein wenig besser werden wird als das Jahr, das wir jetzt gleich hinter uns lassen werden. Danke dafür, dass wir Euch finden durften und dass Ihr unseren Schmerz zumindest um unser Bärchen ein wenig erträglicher gemacht habt.

Wir Silberdistels haben am vergangenen Wochenende wieder einmal die Vögel gezählt, die rund um unseren und in unserem Garten unterwegs waren. Der NABU hatte nämlich zur „Stunde der Gartenvögel“ aufgerufen und alle Vogelfreunde darum gebeten, eine Stunde lang die Vögel zu zählen, die man in seinem Garten beobachten würde. Natürlich hatte ich wieder zwei Mitarbeiter, die allerdings bei dieser Zählung nicht ganz so eifrig bei der Sache waren wie bei der „Stunde der Wintervögel“. Dieses Mal lagen meine pelzigen Mitarbeiter zu Beginn unserer Arbeit mehr faul herum, als dass sie mir eifrig beim Zählen geholfen hätten.

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Die Katzendame fand es wichtiger, sich mit ihrer Schönheitspflege zu beschäftigen als mit der Vogelwelt, was mich dann doch etwas verwunderte.

So machte ich mich erst einmal allein an die Arbeit. Es dauerte auch gar nicht lange, da entdeckte ich die erste Kohlmeise, die fleißig in unserer Stechpalme nach Insekten suchte. Wenig später zwitscherten einige Rauchschwalben am Himmel über mir miteinander. Ab und zu ließ sich eine von ihnen gegenüber auf dem Dach nieder und plauderte zu meiner Freude dort lustig weiter. Sie hatte ganz schön viel zu erzählen.

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Das alles störte unsere Katzendame wenig. Wahrscheinlich waren die Federbälle viel zu weit weg. Vielleicht hatte ich auch ganz einfach nur einen unpassenden Moment für meine Zählung gewählt, denn irgendwie war es wohl gerade Zeit für den Mittagsschlaf bei Katzens. … und wer zählt zu dieser für Katzen nachtschlafenden Zeit schon Vögel?

Ein wenig interessierter schaute meine graue Herrschaft dann allerdings doch, als unsere Amseldame in der Dachrinne unseres Wintergartens herumhüpfte und dabei laute Klopfgeräusche hören ließ. Auch in diesem Jahr hat es sich die Amsel wieder in den Kopf gesetzt, in meinem alten Kakteenregal brüten zu wollen. Ich hoffe, sie überlegt es sich noch anders, denn dort sitzt sie für die Katzen förmlich auf dem Präsentierteller. Allerdings konnte ich jetzt im Moment nicht bemerken, dass die Katze auffallend viel  Interesse für die Amsel zeigte. Lediglich an ihren Ohren war zu erkennen, dass die Katze den klopfenden Geräuschen doch aufmerksam lauschte. Aber schließlich wurde das Pochen fachkätzisch als etwas einsortiert, das nicht lohnte, dafür auch nur ein Auge zu öffnen. Herr Silberdistel, der eben noch ganz in ein Buch vertieft neben mir saß, war auch aufmerksam geworden. Gemeinsam schauten wir gespannt und sehr interessiert hinauf zum Dach des Wintergartens, in der Hoffnung, erkennen zu können, was die Amsel dort trieb. Wir wurden auch nicht enttäuscht, denn ein wenig später hüpfte die braune Dame aus der Rinne wieder hinauf auf die Dachkante. Im Schnabel trug sie eine Sammlung von alten und feuchten Blättern, die sich im Laufe der Zeit in der Dachrinne angesammelt hatten. Mit etwas Fantasie kann man es auf dem einen Bild, das mir davon gelang, vielleicht erkennen. Auf jeden Fall sieht man doch, dass Vögel nicht nur, wie unlängst unsere Hausspatzen, einen Tennisrasen in der Dachrinne anlegen. Andere räumen die Dachrinne durchaus auch vorbildlich auf. Die Amsel hat durch ihre Tätigkeit bei mir sogleich einige Pluspunkte gesammelt.

Die Katze machte weiter ihr Nickerchen und Herr Silberdistel zog sich jetzt ebenfalls zurück. So schaute ich allein weiter in meinen Garten und lauerte auf das Federvolk. Dabei glitt mein Blick immer wieder über die vielen Blüten in meinem kleinen Gartenreich. Täglich gibt es jetzt neue kleine und große Blühwunder zu entdecken. Mein Gärtnerherz macht jeden Tag über so viel Schönes kleine Freudensprünge.

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Plötzlich wuschelte etwas an meinem Bein entlang. Der Kater war’s, sagte damit: „Hallo!“, und setzte sich auf sein kleines Sonnenbänkchen im Wintergarten und schaute zu mir hinüber. Ob er seinen Mittagsschlaf abgebrochen hatte, um mir ein wenig bei meiner mühsamen Arbeit der Vogelzählung zu helfen? Irgendwie sah er noch immer recht verschlafen aus.

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… und plötzlich wurden wir alle, Mensch und Tier, dann doch hellwach. Es rumpelte und pumpelte über unseren Köpfen. War da schon wieder die Amsel unterwegs? Die Katzendame schnatterte dieses Mal ganz aufgeregt zum Dach hinauf.

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Wo schaute sie hin? Ach, jetzt sah auch ich, wer dort oben für Unruhe sorgte. Eine der beiden Ringeltauben, die sich vorgenommen haben, ihre Zelte in unserem Garten aufzuschlagen, saß mit einem Stöckchen im Schnabel auf dem Dach.

Von dort aus kann sie den Wacholder, der gleich neben dem Wintergarten steht, gut anfliegen. Seit einigen Tagen wird dort oben fleißig an einem Nest gearbeitet. Ich werde demnächst noch genauer berichten.

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Die graue Eminenz, nun wohl doch endgültig vom Lärm der Taube aus dem Schlaf gerissen, beschließt, einen kleinen nachmittäglichen Gartenrundgang zu unternehmen. Die Taube auf dem Dach ist eh unerreichbar. Vielleicht kann sie ihrer Vogelzählerin ja den einen oder anderen Spatzen bringen. Gut getarnt schleicht sie durch den Garten. Schließlich versteht sie ihr Handwerk und weiß, wie man sich bei der Vogeljagd Vogelzählung bewegt. Wer, wenn nicht diese Katze, ist eine begeisterte Ornithologin, außer sie ist einmal ausgesprochen müde.

Zunächst entdeckt sie nichts Flatterndes und Fliegendes – nur Vergissmeinnicht, die kleinen blauen Blümchen, die nicht nur sie, sondern auch die Silberdistel sehr mag, und durch eine kleine Lücke in all dem Grün vor ihren Augen sieht sie die hübschen Tulpen, neben denen sie so gern liegt. Von dort aus kann man nämlich den Vögeln so schön beim Bade zuschauen.

Als die Katzendame noch einmal, um Zwischenmeldung zu machen, zur Silberdistel hinüberblickt, entdeckt sie dann doch tatsächlich den ersten Spatzen. Will er etwa auch im Wacholder sein Nest bauen, gleich neben der Taubenfamilie? Das muss unter Beobachtung bleiben. Als sich die pelzige Herrschaft weiter umschaut, sieht sie einen Vertreter der Feldsperlinge auf dem Dach gegenüber sitzen und gleich daneben unterhalten sich Frau und Herr Haussperling über den diesjährigen Nestbau. Vom Dachfirst eines anderen Hauses trällert Herr Amsel sein hübsches Lied. Für den Anfang gar nicht schlecht, was die Katze für die Vogelzählung aufzuweisen hat.

Inzwischen hatte sich auch der Kater auf den Weg gemacht, um zu schauen, ob er ebenfalls etwas für die „Stunde der Gartenvögel“ beitragen kann. Ach, da ist er ja schon wieder.

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„Silberdistel, zählst Du auch Frösche und Kröten?“

„Eigentlich nicht, Katerchen. Wieso? Hast Du welche gesehen?“

25-Kröte

„Hier im Teichlein sonnt sich gerade unsere Kröte Arni.“

„Ach, zeig, Katerchen! Oh, tatsächlich, ich dachte schon, er wäre uns untreu geworden, weil ich ihn im letzten Jahr dann gar nicht mehr gesehen habe. Wie schön, dann können die Gartenabenteuer mit Arni ja weitergehen. Hast Du sonst noch etwas entdeckt, Kater?“

„Ja, Silberdistel, die Blaumeise, die gerade neben Dir in der Stechpalme herumturnt, dann die Elster, die dort drüben auf dem Dach lärmt und die Klappergrasmücke hier oben im Hollerbusch.“

„Oh, Kater, da warst Du ja ganz schön erfolgreich. Dankeschön, dass Du mir dann doch noch geholfen hast.“

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„Na, Kater, findest Du Vogelzählung auch so anstrengend? Ich verstehe gar nicht, was die Silberdistel daran so entspannend findet. Für mich ist das aufregend und stressig und es macht soooo müde.“

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„Oh ja, Katze, ich finde das auch total anstrengend und ich muss mich jetzt erst einmal wieder von der anstrengenden Arbeit erholen.“

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„So, Silberdistel, dürfen wir nun ein Ruhepäuschen einlegen? Haben wir genug Vögel gezählt?“

„Naja, Katze, im Winter haben wir wohl auch nicht mehr unterschiedliche Arten gezählt. Auf jeden Fall war es nett, hier einfach nur zu sitzen und zu schauen, was in unserem Garten so los ist. Dank Katerchen wissen wir sogar, dass unsere Kröte Arni wieder in unserem Garten wohnt. Bestimmt werden wir bald noch andere Bewohner entdecken. … und während Ihr beide auf Vogelsuche unterwegs ward, habe ich noch einen Girlitz entdeckt, zwei Mäusebussarde kreisen sehen, ein Stockentenpaar über uns hinwegfliegen sehen und mehrere Silbermöwen haben sich ebenfalls noch sehen lassen. Also, ich finde, das ist gar nicht so übel. Danke für Eure Hilfe und nun ruht Euch ein wenig aus. Ich mache inzwischen die Meldung für den NABU fertig.“

Für das vergangene Wochenende (9. bis 11. Januar 2015) hatten NABU und LBV zur „fünften Stunde der Wintervögel“ aufgerufen. Wieder einmal waren alle interessierten Vogelfreunde dazu aufgefordert, an einer bundesweiten Vogelzählung teilzunehmen. Natürlich waren auch wir Silberdistels dabei. Schließlich leben in unserem Haushalt ganz schön viele Vogelfreunde. So eine Vogelzählung sollte uns nicht nur Verpflichtung, sie würde für uns auch das reinste Vergnügen sein. Einige Vogelzähler aus unserer Familie waren allerdings ganz schön aufgeregt. Naja, endlich bekamen sie nun einen zahlenmäßigen Überblick über das, was so in unserem Garten los war. Wer weiß, wozu so ein Wissen noch nützlich sein könnte.
Allerdings hatten sich NABU und LBV ein ganz schön stürmisches und überaus nasses Wochenende für diese Aktion ausgesucht. Aber egal, wir würden sehen, welche Federbälle trotz der unangenehmen Witterungsbedingungen unseren Garten besuchen würden. Es war schon irgendwie Spannung pur.

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„Was sagst Du, Silberdistel? Wir sollen Vögel zählen? Oh, ist das spannend! Ich bin ganz aufgeregt. Lass mich mal gucken! Soll ich sie Dir bringen, damit Du sie besser zählen kannst?“

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„Also Katze, sooo ist das mit dem Zählen nicht gemeint. Wir sollen schon die herumflatternden Vögel zählen und vom Fangen ist eher nicht die Rede. … und außerdem … wenn Du draußen umherspringst, dann brauchen wir mit dem Zählen ohnehin nicht zu beginnen. Dann kommt eh kein Vogel in unseren Garten.“

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„Ach, Silberdistel, lass mich mal machen, lass mich einfach raus. Ich zeige Dir, wie Vogelzählung geht.“

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„Na gut Katze, dann schwimm mal los!“

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„Oh, Silberdistel, was ist das denn?“

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„Da … da macht aber Vogelzählung keinen Spaß, wenn alles so nass ist, Silberdistel.“

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„Ich, ich geh doch lieber von oben zählen, von meinem Vogelbeobachtungsplatz aus.“

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„Guck, Silberdistel, hier haben wir alles gut im Blick.“

„Okay, Katze, Du guckst und ich schreibe auf, welche Vögel Du gesehen hast. Das ist doch echte Teamarbeit, oder? … und nachher hilfst Du mir, alles in das Formular einzutippen.“

„Jaja, pass lieber auf, Silberdistel … da eine freche Blaumeise und da … noch eine … und der Spatz mit dem weißen Wintermantel ist auch wieder da.“

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„Katze? Wo willst Du denn auf einmal hin? Ist es Dir schon langweilig geworden?“

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„Brrrrr … puhhhh … brrrrr … puhhhh … brrrr … puhhh …..“

„Oh, pssssst, gaaaaaaaaanz leise. Vogelzählung ist wohl doch ein ziemlich anstrengender Job. … und ich dachte immer, Vogelzählung ist Entspannung pur … Hm, naja, nun muss ich unsere Zählergebnisse wohl doch ohne Katzenhilfe eintippen.“

Fazit unserer Beobachtungen: Obwohl Sturm und Regen unseren Garten doch recht gewaltig heimsuchten, haben wir fleißig Federbälle zählen können. Die Vögel waren also nicht so wasserscheu wie die Katze. Naja, okay, die Silberdistel saß auch lieber drinnen im trockenen und warmen Kämmerlein. Sie hat wohl doch mehr Ähnlichkeit mit einer Katze, als sie wahrhaben will. Aber von Hunden und ihren Besitzern sagt man ja auch, sie würden sich mit der Zeit des Zusammenlebens immer ähnlicher werden. Was Katzen und ihr Personal betrifft, warum sollte es da eigentlich anders sein?
Übrigens waren die Spatzen natürlich wie immer in der Überzahl – weit voran die Haussperlinge – zeitweilig waren es über dreißig auf einmal. Die drei Feldspatzen, die sich unter sie gemischt hatten, waren da eher bescheiden vertreten. Beim Zählen dieser kleinen Spatzenkolonie hatten wir ganz schön zu tun, um nicht durcheinander zu kommen. Aber wir haben es dennoch gepackt. Schließlich hatte ich kompetente Hilfe. Den Spatzen folgten dann zahlenmäßig die kleinen flinken Blaumeisen, mehrere Amseln, Kohlmeisen und Grünfinken. Das Rotkehlchen war ebenfalls so freundlich, während unserer Zählstunde vorbeizuschauen und Elster, Ringeltaube und eine Silbermöwe ließen sich auch noch kurz sehen. Außergewöhnliche Gäste waren aber dieses Mal nicht dabei – halt nur die üblichen Verdächtigen, aber die waren uns treu wie immer.