Mit ‘Trinknapf’ getaggte Beiträge

Es war Ende Februar, als mich Keks das erste Mal nervte und fragte, wann ich mich endlich um das neue Teichlein kümmern würde, schließlich wäre das der wichtigste Outdoor-Trinknapf für ihn und seine zwei pelzigen Mitbewohnerinnen. Doch das Teichlein wäre im Moment eher eine Stöckchensammelstelle als ein durstlöschender Wassernapf.

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„Silberdistel, hast Du schon mal ins neue Teichlein geschaut?“
„Nein, Keks. Warum sollte ich? Da gibt es doch um diese Jahreszeit gar nichts Interessantes zu sehen?“

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„Komm mal mit, Silberdistel!“

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„Guck mal, was alles im Teichlein herumliegt – …

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… ein Stöckchen vom ehemaligen Elsternnest aus unserem Wacholder. Und davon ist nicht nur dieses eine in den Teich gefallen. Es haben sich in ihm gleich mehrere davon zusammengerottet.“

„Ja und, Keks? Lass die Stöckchen doch liegen. Irgendwann werde ich sie schon rausräumen. Jetzt aber stören sie doch niemanden. Ihr könnt doch trotzdem aus dem Teichlein trinken. Da hat das Wasser sogar ein bisschen leckeres Vogelaroma. Im Moment ist es mir noch viel zu kalt für solche wasserlastigen Gartenarbeiten.“

„Silberdistel, das Teichlein ist doch aber unsere Trinkstelle. Wir wollen eine reine Trinkstelle – eine ohne den Müll von Familie Elster.“

„Keks, Ihr habt doch überall im Haus Trinkstellen, und als das Teichlein zugefroren war, konntet Ihr doch auch nicht aus ihm trinken. Ich kümmere mich, wenn es wärmer ist, um die Stöckchensammlung, okay?“

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Dann war es Mitte März und Keks drängte mich erneut, Hand an das Teichlein zu legen: „Silberdistel, wann kümmerst Du Dich endlich um unsere Wasserstelle? Inzwischen liegen auch noch Blätter im Teich und man kann gar nicht mehr genussvoll trinken.“

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„Hm, naja Keks, es stimmt schon, ich sehe jetzt auch, dass das Teichlein momentan wohl mehr eine Stöckchen- und Altblättersammelstelle als ein Trinknapf für Katzen ist.“

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„Guck, Silberdistel, wenn man trinken will, geht es jetzt nur noch so: Blätter angeln und ablecken. Probier‘ mal selber, Silberdistel! Du wirst merken, dass das ganz schön mühsam ist.“

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„Warte, Silberdistel, ich hole Dir ein Blatt. Dann kannst Du gleich mal selbst lecken.“

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„Guck, so musst Du lecken, Silberdistel.“

„Äh … ja, Keks, ich glaube Dir auch so. Ich muss das nicht extra selbst probieren. Du hast das sehr anschaulich vorgeführt und mich davon überzeugt, dass wir etwas tun müssen, damit Eure Trinkstelle wieder eine Trinkstelle wird. Hilfst Du mir dabei, Keks? Du hast doch inzwischen schon mächtig Übung im Rausangeln der Blätter und Stöckchen.“

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„Silberdistel … ich … ähhh … Moment mal …“

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„Hehh Keks!!! Ich dachte, Du hilfst mir beim Säubern des Teichleins.“

„Psssst, Silberdistel, sei leise!“

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„Warum soll ich leise sein, Keks? Was siehst Du denn gerade?“

„Psssst, da raschelt es, Silberdistel. Ich hab‘ jetzt keine Zeit für Gartenarbeit. Fang Du schon mal an!“

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„Ohne Dich soll ich anfangen, Keks? Nein, ich will auch sehen, was hier raschelt. Aber ich sehe nur Krokusse und die rascheln nicht.“

„Pssst, Silberdistel, leg‘ Dich neben mich und guck‘ und lausche aufmerksam wie eine Katze.“

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„Aber ich höre nichts rascheln, Keks, es summt. „

„Es hat aber erst geraschelt , Silberdistel, im Krokus. Nun, nun summt es vor Schreck, weil Du so laut warst.“

„Ach, Keks, und ich dachte, Du bist eher ein Schreckgespenst für ein Bienchen als ich. Kümmern wir uns nun ums Teichlein?“

„Später Silberdistel, ich muss weiter lauschen. Frag doch Torty, ob sie Dir hilft.“

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„Heh, Torty! Hilfst Du mir dabei, die Stöckchen und Blätter aus dem Teich zu angeln, damit Eure Trinkstelle wieder bestes Trinkwasser liefert? Keks hat gerade keine Zeit dafür.“

„Ruhe, Silberdistel! Stör mich nicht! Ich hab‘ anderes zu tun!“

„Zu tun? Was tust Du denn, Torty? Du sitzt doch da nur rum.“

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„Ich befasse mich mit Vogelkunde und dabei möchte ich nicht gestört werden, Silberdistel.“

„Aha! Vogelkunde nennst Du das. Ich dachte schon, es wäre eine Ansitzjagd auf den Amselmann dort auf der Blumenschale.“

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„Hihi, wie er dort herumtanzt, Torty. Ich glaube, der will Dich provozieren, springt wie ein Clown zwischen den Blumenschalen hin und her.“

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„Guck doch, wie er grinst, Torty.“

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„Nein, Silberdistel, der will nur dem Star dort oben im Apfelbaum beweisen, dass er, der Amselmann, hier im Garten der eigentliche Star ist.“

„Ach, ein Star ist auch noch da? Tatsächlich! Du bist ja wirklich eine Vogelkundlerin, Torty.“

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Tja, so waren sie alle beschäftigt, unsere Pelzträger, und keiner hatte Zeit, mir beim Saubermachen des Teichleins zu helfen. Selbst unsere graue Eminenz schaute mich ganz lustlos an, als ich um ihre Mitarbeit bat.

Allein hatte ich dann auch keine Lust mehr. Ich fand die Bienen und Vögel natürlich auch viel spannender, als im Teichlein nach Blättern und Stöckchen zu angeln. Und so habe ich die Arbeit schnell auf einen späteren Zeitpunkt verschoben.

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Inzwischen ist es nun gleich Ostern. Da wird es Zeit für eine Blogpause. Schließlich müssen wir uns, wie Keks es hier oben sehr schön demonstriert, seelisch und moralisch auf Ostern vorbereiten.

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Und vielleicht schaffen wir es doch noch, nicht nur die Ostereier in unserem Garten aufzuhängen, sondern auch noch, aus unserem Teichlein bis zum Osterfest eine ordentliche Outdoor-Trinkstelle zu machen, damit unsere pelzige Herrschaft zum Osterfest klares und reines Osterwasser trinken kann.

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In diesem Sinne wünschen wir Silberdistels Euch allen wunderschöne, sonnige und erholsame Ostertage mit Euren Lieben und viel Spaß beim Suchen der vielen Ostereier!