Mit ‘Tiere’ getaggte Beiträge

… unsere graue Eminenz, denn sie hat heute …

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Geburtstag

Und so, wie auf dem Bild hier oben, sah sie aus, als sie am 23. September 2003 zu uns kam. Auch wenn sie auf dem Foto so unschuldig und vielleicht auch ein wenig ängstlich schaut, …

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… das täuschte gewaltig, denn sie war ein enormer Wirbelwind und sie ging nicht nur über Tische und Bänke, sie machte auch vor uns Silberdistels nicht halt. Jeans tragen wurde plötzlich für uns geradezu zur Pflicht, denn unser Katzenkind krabbelte mit wahrer Begeisterung und in rasanter Geschwindigkeit an unseren Hosenbeinen hoch, um Tische, Regale und Schränke zu erreichen, auf die sie noch nicht springen konnte. Wir dienten als Ersatzkletterbaum.

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Einen Tag später brachten wir ihr einen Spielkameraden mit – einen 12 Wochen alten Maine Coon Kater, der sie an Größe nahezu mächtig überragte. Ich hatte später immer Angst, er würde unser kleines Katzenmädchen eines Tages beim Spiel erdrücken. Aber der kleine graue Wirbelwind ließ sich nie unterkriegen. Schnell wurden die beiden zu engen Freunden.

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Viel Schönes, Lustiges und mitunter auch Aufregendes haben wir mit ihr und natürlich auch mit ihrem und unserem langjährigen Begleiter Bärchen erlebt. Etliche Geschichten habe ich hier im Blog festgehalten. Für mich sind es wundervolle Erinnerungen.

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Inzwischen ist unsere nun schon 14 Jahre alte graue Lady nicht mehr ganz so aktiv. Sie schläft gern und viel. Ihr allerliebster Schlafplatz ist schon eine ganze Weile mein Schreibtischsessel. Und wenn ich ihn gerade besetze, weiß sie sehr wohl, wie sie mich nötigen kann, aufzustehen und den Sessel ihr zu überlassen.

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Wer kann diesem Blick schon widerstehen? Aber wenn ich das dann doch einmal kann, fuscht sie mir auch mal ordentlich ins Handwerk und übernimmt mal schnell die Arbeit am PC  – ganz nach dem Motto:  Wenn die Arbeit getan ist, wird die Silberdistel ja wohl den Sessel freigeben.

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Da zeigt sie mir, was eine Katze in ihrem Alter noch alles kann. Ganz flink klimpert sie mit ihren flauschigen Zehen über die Tastatur und …

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… schon hat sie ein Screenshot geschossen und gleich noch gut abgespeichert.

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Katze müsste man sein. Ich grüble jedes Mal neu, wie das noch war mit den Screenshots. Aber wozu habe ich schließlich meine kluge graue Eminenz?

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Und da ich nun eh schon wieder einmal vor meinem Schreibtischstuhl stehe, kann ich auch gleich die obligatorische Thunfischgeburtstagsfrühstücksdose öffnen und dann wird ordentlich Katzengeburtstag gefeiert.

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Also, als es zur Welt kam, das Übel, heute vor genau zwei Jahren, da ahnten wir Silberdistels noch gar nichts davon, dass etwa drei Monate später mehrere Übel über uns herfallen könnten.
ESONY DSCs gab auch so gar keine Veranlassung über irgendwelches Übel nachzudenken. Im Gegenteil, wir waren glücklich und zufrieden, hatten wir doch gerade einen 12. Geburtstag gefeiert, nämlich den unseres Katers Bärchen. Und natürlich hatten wir vor, mit ihm noch viele weitere Geburtstage zu feiern.
Aber irgendwie hatte das Schicksal etwas anderes mit uns und vor allem mit unserem Bärchen vor.
Dass wir damals an jenem Julitag, als unsere graue Eminenz ihrem langjährigen Begleiter ein liebevolles Geburtstagsküsschen zukommen ließ, noch nichts von alledem ahnten, war vielleicht auch gut so. Hätten wir sonst noch unbeschwert in die Zukunft schauen können? Sicher nicht.
Unser Kater Bärchen erlebte noch den Sommer mit uns und dann kam der Herbst und mit ihm auch ein Abschied für immer von unserem pelzigen Mitbewohner, ein Abschied, der uns unendlich traurig machte.

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Das kleine Übel – später Keks genannt

Aber heißt es nicht irgendwo, jedes Ende hätte auch einen neuen Anfang? So wagten auch wir, weil wir die Hoffnung hatten, über den Abschied von unserem vierbeinigen Freund besser hinwegkommen zu können, auch unsere graue Eminenz litt unter dem Verlust, einen neuen Anfang und beschlossen, noch einmal ein Kätzchen zu uns zu nehmen und damit nahm das Übel seinen weiteren Lauf. Ich hatte damals ausführlich darüber berichtet.
Der kleine Kerl, der im Oktober 2015 unser neuer Mitbewohner wurde, hatte stets viel Unsinn im Kopf und so kam er schnell zu dem Spitznamen „Das kleine Übel„.
Bei dem aber blieb es nicht. Die graue Eminenz plädierte bald für den Namen „Keks“, denn der kleine wilde Neuzugang ging ihr ziemlich auf selbigen. Er wollte rumtollen, sie aber gedachte, in Ruhe ihren Lebensabend zu genießen. Sie hatte einfach keine Lust auf Katzenkindbespaßung. Und das gab für uns schließlich den Ausschlag, diesem kleinen Übel ein Geschwisterchen hinzuzugesellen.

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Ein Übel kommt selten allein – Übel Nr. 2 – Torty

Dass wir damit das Übel verdoppeln könnten, befürchteten wir zwar irgendwo auch, aber Optimisten, die wir sind, hofften wir auf die gute Lösung für alle Seiten. Wir hofften, dass unsere alte Katzendame so ihre Ruhe zurückerhalten würde, da der kleine Jungspund nun einen entsprechenden, noch dazu gleichaltrigen, Spielkameraden hätte.
Letztendlich ging unser Plan auf, auch wenn Bruder und Schwester unser bis dahin doch recht geruhsames Leben ziemlich auf den Kopf stellten, denn sie verzapften einen Unsinn nach dem anderen an. Wir waren also auch weiterhin übel dran. Aber mochten wir dieses Übel im Doppelpack noch missen? Nein! Ganz sicher nicht! Wir brauchen es jetzt einfach irgendwie. Schon komisch, dass einem Übles so sehr ans Herz wachsen kann.

Heute nun jährt sich der Tag, an dem diese beiden Jungspunde das Licht der Welt erblickten, das 2. Mal. Sie feiern ihren 2. Geburtstag.

Herzlichen Glückwunsch, Ihr beiden inzwischen recht großen Übel!

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Einiges von dem, wie übel uns das pelzige Geschwisterpaar mitunter mitgespielt hat, durftet Ihr hier in unserem  bücherstaubigen Blog miterleben. In der folgenden Bilderschau gibt es noch einmal einen Rückblick auf die letzten zwei üblen Jahre in unserem Leben, die genau genommen gar nicht so übel waren, mit Ausnahme des Abschieds von unserem Bärchen natürlich und mit Ausnahme der Sorgen, die wir uns mitunter mal um Keks und dann auch wieder mal um Torty gemacht haben. Wer den Weg unserer zwei Jungspunde hier im Blog mit verfolgt hat, der wird sich sicher an die eine oder andere Begebenheit erinnern.

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2015

2016

2017

 

Herr Silberdistel hatte unlängst Geburtstag. Ich war an jenem Geburtstagsmorgen bereits ein wenig eher wach als das Geburtstagkind und so schlich ich mich leise wie eine Katze hinaus aus dem Schlafgemach, um mit einigen kleineren und einem etwas größeren Geschenk wieder zurückzuschleichen, schließlich wollte ich Herrn Silberdistel sogleich, wenn er die Augen aufschlagen würde, mit diesen Geburtstagsüberraschungen überhäufen.  Als ich zurück ins Schlafzimmer schlich, hatte ich, wie hätte es auch anders sein können, drei weitere Schleicher im Schlepptau.
Doch ganz so leise, wie ich es mir gewünscht hätte, ging unser Schleichen wohl doch nicht vonstatten Oder aber Herr Silberdistel hat, mit der Zeit mag die Nähe von Katzen vielleicht doch ein wenig abfärben, irgendwie etwas von einem Kater. Möglich, dass er schlichtweg nur enorm gut hören kann – wie ein Kater halt. Und somit entgingen diesem hochsensiblen Katergehör natürlich auch unsere schleichenden Schritte nicht.
Naja, ICH machte mich vielleicht noch ganz gut als schleichende Katze, unsere drei pelzigen Mitbewohner dagegen … Die polterten mehr ins Schlafzimmer, als dass sie leise und vorsichtig schlichen.
Und da geht immer die Saga, dass Katzen extrem leise umherschleichen würden – gewissermaßen kaum wahrnehmbar für das menschliche Ohr. Jetzt aber mal im Ernst, wer’s glaubt …
Aber egal, unsere pelzigen Mitbewohner polterten also teils hinter mir her, teils rannten sie mich fast über den Haufen, denn sie mussten schließlich VOR mir im Schlafzimmer sein. Ansonsten bestand die Gefahr, dass ich ihnen einfach die Tür vor ihrer pelzigen Nase zuschlagen würde, denn eigentlich haben sie nichts in unserem silberdisteligen Schlafgemach zu suchen. Eigentlich … Ausnahmen bestätigen wie immer und überall die Regel.
Okay, Geburtstage zählen zu diesen zahlreichen Ausnahmetagen, die sich unsere Herrschaft immer wieder einfach so herausnimmt, wenn wir einmal einen Moment lang etwas unaufmerksam jene magische Tür öffnen oder aber ihrem kläglichen Jammern einfach nicht mehr widerstehen können.

Derweil hatte also Herr Silberdistel nicht nur die Augen geöffnet und unsere Glückwünsche entgegengenommen, er war auch tätig geworden und hatte bereits die kleineren Geschenke ausgepackt. Das eine schwere ruhte noch verpackt auf seinen Knien und ganz oben drauf wiederum unser Keks.

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„Guck mal, Herr Silberdistel, ich habe gestern beim Einpacken der Geschenke geholfen.“

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„Diese Löckchen habe ich gemacht. Schau! So geht das – das Band zwischen die Zähne nehmen und durchziehen. Dann entstehen aus dem Bandende kleine Ringellocken. Geht ganz leicht und sieht total geburtstagsmäßig schick aus.“

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„Häh, was plapperst Du da, graue Eminenz? Torty hat die Locken gemacht und nicht ich?“

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„Torty, ich hab doch auch welche von den Locken gemacht, stimmt’s?“

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„Jaja, Keks, aber ich musste Dir erst zeigen, wie das funktioniert. Super schick sind sie geworden, unsere Locken, nicht wahr, Herr Silberdistel?“

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„Ich führ’s Dir noch einmal vor, Herr Silberdistel, damit Du das demnächst auch kannst. Wir haben nämlich auch bald Geburtstag. Also, zwischen die Zähne nehmen und das Bandende ganz kräftig durchziehen.“

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„Lang und länger durchziehen – bis zum Ende und ordentlich kräftig und dann … zack, loslassen.“

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„Guck, und schon hast Du aus dem schlappen langen Faden lustige Ringellocken gemacht  und … und … und  natürlich auch gleich ein Spielzeug für Katzen.
Nun pack schnell aus, Herr Silberdistel, damit wir Gäste auch was von Deinem Geburtstag haben. Wir wollen nämlich endlich spielen – mit den Ringellöckchen. Anstrengung muss schließlich belohnt werden und Ringellocken machen IST anstrengend.“

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„Alle weg da von den Ringellöckchen!“

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„Meine, ganz allein meine! Nehmt Euch die anderen, Herr Silberdistel hat noch mehr davon! Dieses passt am besten zu meiner Pelzfarbe.“

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„Oder will ich doch lieber das goldene Bändchen? Oder das grüne? Die passen doch alle zu meinem Pelz und nur zu meinem …“

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Da sind wir Silberdistels wieder. Wir waren noch einmal für einige Tage ausgeflogen und flatterten fern unserer norddeutschen Heimat umher – in Franken. Unsere Katzen hatten derweil Ausgangssperre. Aber nun geht alles wieder seinen gewohnten Gang, und so können auch unsere pelzigen Mitbewohner wieder ihrem normalen Tagesgeschäft nachgehen. Doch wie ich merken sollte, lief es dann doch etwas anders als gewohnt. Es begann mit dieser dummen Einbildung von mir.

Ich hatte mir nämlich unlängst eingebildet, sie gut und katzensicher weggestellt zu haben, schließlich brauchten sie Erholung vom letzten Trip unserer pelzigen Mitbewohner.
Nichts Böses ahnend, ließ ich unsere Torty auch heute wieder einmal zur Vordertür hinaus. Meistens hält die pelzige Dame ihre Nase dort nur recht kurz in den Wind, nur, um irgendwie auf dem Laufenden zu sein. Schließlich muss sie wissen, was rund um ihr Heim so vor sich geht und welcher pelzige Fremdling vielleicht unerlaubt ihr Revier betreten haben könnte. Gewöhnlich ist unsere Torty aber schnell wieder im Haus, denn dort vorn promeniert auch öfter einmal ein Vierbeiner aus der Familie der Canidae, also aus der Familie der Hunde. Mit einem solchen Vertreter muss sich eine kluge Katze nicht unbedingt anlegen, auch wenn schon das kleinste Kätzchen weiß, dass Katzen von ihrer Kampfkraft her selbst dem größten Bello haushoch überlegen sind. Aber warum sollte man sich unnötigen Stress machen? Katzen hassen Stress. So auch unsere Torty und deshalb geht sie ihnen lieber aus dem Weg – dem Stress und dem Hund.

Dieses Mal aber tauchte unsere jungspundige Katzendame gar nicht so schnell, wie bisher gewohnt, wieder auf. Wo mochte sie abgeblieben sein? Was hielt sie so sonderbar lange dort draußen vor der Tür auf? Sollte ich vielleicht, nur der Ordnung halber, einen kurzen Blick hinaus werfen? Möglicherweise musste ich Nachbars Hundemädchen vor unserer Torty aus einer misslichen Lage retten.
Ich schaute also zur Tür hinaus und sah im ersten Moment nichts, was mir hätte Sorgen bereiten müssen – kein ängstlich winselnder Hund auf dem Baum vor unserem Haus, aber auch keine Torty weit und breit. Moment … Was wuschelte denn da rechts in meinem Augenwinkel?

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Ach nee! Mit verklärtem Blick hockte unsere Torty auf genau denen, die ich zur Erholung und vollständigen Genesung auf den Fenstersims gestellt hatte – katzensicher, wie ich meinte. Unsere Glückskatze hockte auf den Katzenminzen, die unlängst von zwei felinen Pelzwesen so höllisch gequält wurden. Ich hatte hier darüber berichtet.

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Als Torty meiner ansichtig wurde, schmuste sie verliebt mit der Minze, so, als wollte sie mir damit deutlich machen, wie glücklich sie war, den Stoff ihrer schlaflosen Nächte endlich wiedergefunden zu haben.

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Wonniglich drückte Torty die Minzen platt und platter, …

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… und meine Bitte, die armen Pflanzen nicht schon wieder schonplatzreif zu schmusen, verhallte ungehört. Tortys verklärter Blick sagte alles. Meine Bitte war auf taube Katzenohren gestoßen.

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Während Torty sich in den Minzen aalte, verströmten diese vor lauter Qual ihren katzenminzigen Duft. Der blieb natürlich nicht unerschnüffelt, und schwups … saß auch Keks auf dem Fenstersims.

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Auch seine Katzenminzenliebe entfaltete sich sofort ungebremst und hemmungslos. Verliebt biss er in die frischen grünen Blätter und schmatzte sie wonniglich in sich hinein.

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Und so nahm das erneute Leiden der Minzen seinen Lauf. Keks quälte das linke Pflänzchen und Torty das rechte. Immer, wenn ich versuchte, einzugreifen, um die Minzen vor dem Schlimmsten zu bewahren, bekam ich Katzenkrallen zu spüren.

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Aber irgendwann waren die beiden Drogensüchtigen ausreichend vollgepumpt mit dem minzigen Aroma und ließen ab von den gemarterten Pflänzchen.
Seltsamerweise ließen die beiden Junkies die Pflanzen im unteren Minzenkasten völlig in Ruhe. Wahrscheinlich brauchen unsere süchtigen Pelztiere bereits die härteren Drogen und die stehen nun mal oben auf dem Fenstersims. Aber einem Süchtigen ist natürlich kein Fenstersims zu hoch, um an den entsprechenden Stoff zu kommen. Man lernt doch nie aus. Nun weiß auch ich, wohin Drogensucht führen kann.

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Tja, etwas gequält schauen sie schon drein, die Minzen, oder? Aber ich hoffe, sie packen es auch dieses Mal wieder, schließlich sind sie starke Minzen, die sich nicht so schnell von zwei abhängigen Katzen unterkriegen lassen.

Zum kalendarischen Frühlingsanfang war er, jedenfalls hier bei uns, nicht da – der Frühling. Da hat er einfach die Regentrude vorgeschickt und die, die hatte nichts anderes zu tun, als uns den ganzen Tag über etwas vorzuheulen. Der Herr, auf dessen Ankunft wir eigentlich sehnsüchtig warteten, hatte wohl keine Lust tätig zu werden – schließlich war es ein Montag. Wer mag am Montag schon gern arbeiten? Der Frühling scheint da also keine Ausnahme zu sein. Glücklicherweise  konnte uns der Anblick unseres Wintergartens trösten. Dort war nämlich Frühling – so, wie es sich gehört und meine Kamelie war der Star. Inzwischen zeigt sie mehr denn je, was sie kann, sie wird mit jedem Tag hübscher. Gestern Nachmittag hatte sie bereits fünf geöffnete Blüten. Damit dürfte es aber noch lange nicht genug sein, denn ich konnte noch etliche weitere Knospen zählen.
Dann endlich, mit zweitägiger Verspätung, kam er doch noch in die Puschen – der Herr Frühling – und als kleine Entschuldigung für diese Verspätung ließ er die Blüten der Kamelie ganz besonders hübsch in der Sonne leuchten. In der Bilderschau unten gibt es ein kleines Blüh-Update der Lady in red zu sehen

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Aber auch sonst blüht es heftig in unserem kleinen Zimmergarten. Die erste Tulpenblüte wetteifert mit der Kamelie um den schönsten Rotton, die weißen Hyazinthen bezaubern mit ihrem herrlichen Duft und meine Alpenveilchen zeigen ebenfalls, was sie können. Der trödelige Frühling konnte uns also am Montag gestohlen bleiben. Unser Zimmerfrühling war ein perfekter Ersatz.

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Was Regen und anschließend zwei Tage Sonnenschein doch ausmachen. Inzwischen sieht es auch im Garten fast berauschend farbig aus. Vielleicht war die Sache mit der Regentrude vom Frühling doch ganz gut durchdacht. Nur haben wir sein Tun nicht gleich so ganz durchschaut. Was blühen will, braucht auch Wasser. Eigentlich doch logisch, oder? Okay, Meister Frühling, ich hab’s verstanden. Ich bitte also um Nachsicht, dass ich Dir unterstellt habe, faul zu sein.
Du hast diesen tränenreichen Tag inzwischen rundum wieder gutgemacht. Sogar die ersten Schmetterlinge hast Du nun mitgebracht. Zwar taumelten sie noch halb im Winterschlaf durch mein erwachendes grünes Reich und einer von ihnen brauchte sogar ein wenig Starthilfe von mir, aber ich habe die Flattermänner durchaus als bunten Frühlingsgruß verstanden.
Ein kleiner Fuchs brauchte diese Starthilfe. Er lag nämlich ganz leblos an der Tür zu unserem Wintergarten. Vorsichtig hob ich ihn auf. Ich hatte die Hoffnung, dass ihm einfach nur zu kalt war. Und tatsächlich, als er auf meiner warmen Hand saß, begannen plötzlich die Flügel zu zittern und er richtete sich auf. Wenig später faltete er sie auseinander. Fliegen mochte er aber immer noch nicht. Ich hoffte, die von der Sonne erwärmten Steinplatten im Garten würden ihm helfen, um ganz aus seiner Starre zu erwachen. Nur, die Idee erwies sich doch nicht als so klug, denn unsere Katzen waren schnell zur Stelle, als der kleine Flattermann erneut einige Flügellockerungsübungen machte. So habe ich ihn noch einmal umsetzen müssen. Der sonnige Platz an unserem Geräteschuppen war dann scheinbar perfekt, denn als ich später noch einmal nach ihm schauen wollte, war er verschwunden. Und nein, unsere Katzen hatten ihre Pfoten dabei nicht im Spiel. Ich hatte die Vierbeiner nämlich vorsichtshalber gut im Auge behalten.

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Für Schmetterlings Nahrung sollte im Garten eigentlich gut gesorgt sein, denn es blüht derweil so allerlei. Eine kleine Auswahl gibt es in der folgenden Bilderschau zu sehen. Bei meinem Gartenrundgang hatte ich übrigens einen hübschen kleinen gefiederten Begleiter – das freche und neugierige Rotkehlchen, das immer und überall dabei sein muss.

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Noch einmal geht es zurück in den letzten Sommer, aber nicht nur das, eigentlich geht es noch viel weiter zurück – nämlich in die Zeit unserer Eltern, Großeltern und Urgroßeltern und damit ein bisschen sogar in meine eigene Vergangenheit. Wir Silberdistels haben unserer Enkeltochter im letzten Sommer bei unserem Ferienprogramm nicht nur Tiere, Sand und Meer geboten, ein kleiner Rückblick in die dörfliche Vergangenheit unserer Vorfahren war auch dabei. Ich denke, auch das fand unser Feriengast durchaus interessant und spannend. Angeschaut haben wir uns das Freilichtmuseum in Klockenhagen. Hier im Bücherstaub gab es schon öfter etwas über dieses Dorfmuseum zu lesen und zu sehen.

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Obwohl wir Silberdistel schon so oft in diesem Museum waren, gibt es immer wieder Neues zu entdecken. Dieses Mal waren es neue alte Fahrräder, die nicht nur mein Interesse geweckt haben, auch unsere Enkelin fand die alten Drahtesel erstaunlich interessant.

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Was mir persönlich neben den alten Fahrrädern ganz besonders gut gefallen hat, das war das große Mecklenburg-Panorama, das den Betrachter nicht nur anhand alter Bilder, sondern auch lautmalerisch in die Zeit unserer Vorfahren entführt. Wenn man dieses Panorama, das in dem Nachbau einer Göpelscheune aus dem Jahre 1900 zu sehen ist, auf sich wirken lässt und anschließend noch einmal durch das Museumsdorf läuft, wird Geschichte wirklich lebendig – zumindest in unserem Kopf.

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Hat doch was, oder? So können wir ein weiteres Mal geschickt dem gegenwärtigen Einheitsgrau, der Kälte, der Nässe, der schlechten Laune oder wem auch immer entfliehen. Wer also mag – mir nach!
Im letzten August haben unsere Enkeltochter und ich eine solche Zeitreise unternommen und ich dachte mir, ich könnte sie jetzt noch einmal mit Euch wiederholen. Wir waren nämlich im Darwineum des Rostocker Zoos. Das Tolle an dieser Reise dort durch die Zeit ist übrigens, dass man nicht nur durch die Geschichte der Erdentwicklung wandelt, es gibt sogar einen schönen Nebeneffekt. In der riesigen Tropenhalle des Darwineums kann man sich so ganz nebenbei noch bestens aufwärmen. Na, das sollte doch wohl wieder einmal gegen norddeutsches winterliches Einheitsgrau helfen, oder? Wer mag, kann sich gern das kleine nachfolgende Video anschauen, um zu erfahren, was es überhaupt mit diesem  Darwineum im Rostocker Zoo auf sich hat.

Auch wenn wir beiden Mädels nach der Reise durchs Darwineum schon ziemlich pflastermüde waren, haben wir natürlich trotzdem noch bei etlichen anderen Tieren, die im Zoo Rostock ein Zuhause haben, vorbeigeschaut. Danach aber waren wir ganz schön k.o., aber es war insgesamt ein toller und spannender Nachmittag, der uns viel Spaß gemacht hat.

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