Mit ‘Teich’ getaggte Beiträge

Das Märchen vom tapferen Schneiderlein dürfte wohl bekannt sein. Nicht? Doch, doch! Da ganz hinten im Gedächtnis schlummert es noch – aus Kindertagen. Das war diese Sache mit dem Schneiderlein, einem Fingerhut und das mit den Riesen auf dem Pflaumenmus oder so ähnlich. Bei uns war es zwar kein Schneiderlein, sondern der Kater Keks, den es gerade nach einem Pflaumenmusbrot gelüstete. Oder … naja, vielleicht gelüstete es ihn auch nur nach den Fliegen. Aber halten wir uns nicht mit Nebensächlichkeiten auf. Jedenfalls muss Keks in meinem Lieblingsmärchenbuch gelesen haben und darin stand, dass auf ein ordentliches Pflaumenmusbrot mindestens sieben Riesen gehören. Riesen? Würde er sich da nicht ganz einfach übernehmen? Nach erneutem Nachschlagen beruhigte sich unser Keks wieder. Es ging natürlich um Fliegen. Das mit den Riesen kam erst später. So machte sich unser Keks also guten Mutes auf in die große weite Welt unseres Gartens. Dort blieb er dann auch gleich, wie schon etliche Tage zuvor, an unserem neuen kleinen Teichlein hängen. Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah?

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Im Laufe seines immerhin schon 11-monatigen Lebens hatte unser Tausendsassa  bereits so allerlei Erfahrungen gesammelt. Und so dünkte ihn, dass ein Blick ins Teichlein nicht schaden könne, hatte er doch in den letzten Tagen dort immer wieder fliegende Riesen … ähem … riesige Fliegen gesehen.

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Und siehe da, während er noch so schaute, drang ein leises Summen an sein Ohr. Allerdings kam es nicht vom weisen Erdmittelpunkt dort unten im Teichlein.

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Es kam von etwas höher – vom allwissenden Rand des kleinen Teichleins, den eine hübsche Sammlung aus kleinen Felsensteinen ziert.

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Kaum vernommen, schon hatte unser Keks das Summen punktgenau geortet. Es kam von einer schwarzgelben Schwebfliege, die sich eben auf einem der besagten Steine niedergelassen hatte.

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Vorsichtig schlich unser tapferes Schneiderlein näher an den Stein heran.

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Wohlig aalte sich die Fliege in der Sonne und ließ sich den geplagten Rücken bescheinen. Auch Fliegen können „Rücken“ haben. Aber das nur am Rande.

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Doch dann, oh Schreck, sauste plötzlich etwas Pelziges auf das arme Fliegentier zu. So schnell kann es mitunter gehen – eben noch genießt man wohlig die Sonne und Bruchteile von Sekunden später findet man sich auf einem Musbrot wieder.

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Halt, Stopp! Entspannung … Die Fliege hatte wohl doch noch all ihre Augen offen und konnte gerade noch rechtzeitig der pelzigen Pfote entkommen. Erstaunt über sein kleines Missgeschick schaute unser Keks der entschwebenden Fliege hinterher.

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Aber wer Fliegen für ein Musbrot braucht, der lässt sich durch einen solch kleinen Fehlschlag nicht entmutigen. Geduld ist die Mutter der Porzellankiste und mitunter auch die des Keks.

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Na? Wer sagt’s denn? Da schwebt dem Keks doch tatsächlich erneut etwas vor.

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Glückes Geschick! Es hat sich ausgeschwebt und niedergesetzt.

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Dieses Mal hält sich Keks nicht lange mit dem Vorspiel auf, dieses Mal handelt er überaus zügig – wegen des Überraschungseffektes, falls es wieder die Fliege von eben sein sollte. Da wäre eine abwechslungsreiche Taktik gefragt.

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Wow! Ging die geänderte Taktik tatsächlich auf? Fliege weg, Keks weg! Liegt das Fliegentier bereits auf dem  Musbrot?

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Doch nein, auch der zweite Versuch scheint dem Jäger missglückt zu sein.

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Aber wie es ausschaut, hat er das Subjekt seiner Begierde immer noch fest im Blick.

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Narrt ihn dieses schwarzgelbe Fliegentier etwa? Ist es schon wieder weiter geschwebt?

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Aber Keks wäre nicht Keks, wenn er sich so einfach vom Fliegenkurs abbringen ließe. Da gehört schon mehr dazu, als einfaches Schweben.

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Nun wieder die Anfangstaktik verfolgend, die mit dem vorsichtigen Herantasten an die Beute, schleicht Keks näher. Wo will seine Musbrotfliege hin?

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Ha! Will das Fliegentier etwa im Wintergarten Schutz suchen? Es schwebt nämlich genau in jene Richtung. Keks eilt, jetzt zu allem entschlossen, hinterher. Nichts kann ihn mehr aufhalten. Er WILL die Fliege, setzt zum Sprung an und …

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… dann geht ein lauter Aufschrei durch die kleine Gartenwelt, ein Aufschrei des Entsetzens, ein Aufschrei der Fassungs- und Hilflosigkeit. Im selben Moment nämlich, als der Silberdistel klar wird, was gleich geschehen würde, war es auch schon passiert. Und vor lauter Verblüffung und Erstarren in völliger Bewegungslosigkeit war die Distel nicht einmal mehr in der Lage, die Kamera in Anschlag zu bringen, um den einzigartigen und überaus gekonnten Sprung des Ritters Keks, des kleinen tapferen hauseigenen Schneiderleins, im Bild festzuhalten. Was für ein Bild, ein Bild, das hätte um die Welt gehen können! Das Bild von dem für wenige Augenblicke am brandneuen Fliegenvorhang klebenden Keks. Natürlich hat der Schrei der Silberdistel das tapfere pelzige Schneiderlein irritiert, die Fliege hingegen nicht, die entkam – wieder einmal. Was blieb, das sind die Löcher im Fliegenvorhang, die der zunächst unerschrockene, dann vom Aufschrei erschrockene und sich daraufhin erschrocken am Vorhang festkrallende, Springer hinterließ. Was soll’s, Fliegen fangen auf einem Musbrot kann schließlich jeder, aber dekorative Löcher beim Fliegen fangen in einen Vorhang stanzen und noch dazu weit mehr als sieben – auf nur einen einzigen Streich, das hat schon ein bisschen was von Kunst und eine ganze Menge Mut obendrein braucht es auch, denn unser pelziges Schneiderlein konnte eigentlich nicht davon ausgehen, dass die beiden Silberdistels nach der Auflösung ihrer kurzzeitigen Schreckstarre loslachen würden. Aber das Ganze war so komisch, da blieb kein Auge trocken und kann, wer lachen muss, noch ernsthaft schimpfen?

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Naja, und wenn der Lochkünstler auch gleich noch sein eigen Abbild auf dem Vorhang hinterlässt, dann kann man ihm schon gar nicht böse sein. Und das, das konnte der Schneider aus dem Grimmschen Märchen nun doch nicht mit seinem Musbrot und seinen läppischen sieben Fliegen. Nicht mal auf seinem selbst gestickten Angeber-Gürtel „Sieben auf einen Streich“ hat er das hingekriegt. Na, und Keksens Löcher sind schon allemal mit Riesen zu vergleichen, nicht so die winzigen Fliegen von dem Grimmschen Schneiderlein.

Was ich alles so während meiner kleinen Blogpause gemacht habe? Naja, dass ich gelesen habe, das hatte ich ja schon erzählt. Und dass ich viel im Garten gewerkelt habe, das hatte ich ebenso bereits erwähnt. Und dann, dann war da noch diese Sache mit dem Mittelpunkt der Erde, den ich, wie Keks meinte, entdecken wollte. Na, und bei einer solch wichtigen Angelegenheit konnte er doch nicht außen vor bleiben …

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„Was macht die Silberdistel da im Garten? Sie buddelt und buddelt und hört überhaupt nicht mehr auf. Ob sie den Mittelpunkt der Erde sucht? Den will ich auch sehen. Die Silberdistel hatte da neulich nämlich ein Buch, auf dem was vom Mittelpunkt der Erde stand. Daraus hat sie bestimmt gelernt, wie man den findet und nun, nun buddelt sie nach ihm. Boahhh, ist das spannend!“

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„Warum hast Du das Loch hier zugedeckt, Silberdistel? Ich will auch sehen, was Du darunter versteckt hast.“

„Unter der Folie ist nur Erde versteckt, mein Keks.“

„Nee, Silberdistel, ich hab Dich durchschaut, Du willst den Mittelpunkt der Erde entdecken. Ich hab‘ gesehen, wie Du neulich ganz interessiert in das Buch geguckt hast, in das mit dem Mittelpunkt der Erde.“

„Nein, Katerchen, bis zum Mittelpunkt der Erde müsste ich noch viel, viel weiter graben. Das wäre mir dann doch zu mühsam.“

„Ich hab’s, Silberdistel, Du baust uns ein neues Freiluftkatzenklo. Aber Du denkst schon daran, dass da noch Sand rein muss, ja?“

„Nein, Keks, das wird auch kein neues Freiluftkatzenklo.“

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„Dann setz ich mich jetzt hier hin und beobachte Deine Buddelei, Silberdistel. Und wenn Du doch zum Mittelpunkt der Erde willst, dann sehe ich das sofort und dann musst Du mich mitnehmen. Du weißt doch, ohne mich geht hier gar nichts.“

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„Jaja, Katerchen, dann lass Dich mal überraschen. Aber es könnte noch ein Weilchen dauern.“

„Brrrrpuhhh, brrrrpuhhh …“

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„Na, das ist mir vielleicht ein aufmerksamer Beobachter. Er sitzt noch nicht einmal richtig auf seinem kleinen Thron und schon fallen ihm die Augen zu.“

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„Wie? Was hast Du eben gesagt, Silberdistel?“

„Du sollst nicht ganz von Deinem Thron fallen. Das hast Du wohl gar nicht gemerkt, dass Du eben mit dem Pöpöchen abgerutscht bist, oder? Pass bloß auf, dass Du nicht noch weiter  nach hinten rutscht. Am Ende bist Du schneller am Mittelpunkt der Erde, als Du dachtest, Katerchen.“

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„Wie? Was für ein … Mittelpunkt … der … der … Erde? Brrrrpuhhh … puhhh …“

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„Heh, Katerchen, aufwachen!!! Das Spannendste hast Du schon verpasst – nämlich den Mittelpunkt der Erde.“

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„Was? Warum hast Du mich nicht geweckt, Silberdistel?“

„Katerchen, Du hast so schön geschlafen. Da konnte ich Dich doch nicht einfach wecken. So haben Herr Silberdistel und ich den Mittelpunkt der Erde allein angeschaut und dann haben wir schnell alles mit Wasser aufgefüllt.“

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„Schau mal, was hier entstanden ist, als Du tief und fest geschlafen hast.“

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„Silberdistel, Ihr seid gemein, habt den sicher wunderschönen Mittelpunkt der Erde einfach mit Wasser zugeschüttet. Ich wollte ihn doch auch sehen.“

„Tja, Keks, wenn Du den nun sehen willst, dann wirst Du wohl tauchen müssen. Aber wie ich Dich kenne, ist das mit dem Tauchen ganz sicher kein Hinderungsgrund. Torty und die graue Eminenz hätten damit schon eher ein Problem.“

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„Ich weiß noch, wie entsetzt die beiden Damen geguckt haben, als es der Wettergott Ende April hier bei uns wieder einmal zu gut mit dem Wasser meinte, das er über uns ausschüttete. Da hatten wir ja nicht zum ersten Mal in unserem Garten die Mecklenburgische Seenplatte en miniature.“

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„Wie schnell die beiden Katzendamen doch damals wieder hinein ins Trockene wollten.“

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„Nur Du, Kekschen, warst eine Weile länger in der nassen Landschaft verschwunden. Guck mal, dort, wo der Pfeil hinzeigt, dort ist nun unser neues Teichlein. Das passt doch perfekt. Und wenn es dann wieder einmal etwas zuuuu viel regnet, dann haben wir, zumindest scheinbar, den ganz perfekten Wassergarten. Bin ich nicht furchtbar klug, Katerchen? Nicht jeder kann aus einer Überschwemmungsnot eine Tugend machen.“

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„So, Katerchen, ein paar Rest- und Verschönerungsarbeiten an unserer Seenplatte sind noch zu machen. Dabei hilfst Du mir doch bestimmt und verschläfst nicht wieder den spannendsten Teil, oder? Katerchen? Katerchen? Wo bist Du plötzlich?“

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„Pssssst, Silberdistel, sei still! Ich hab‘ zu tun!“

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„Was hast Du denn … zu tun, Katerchen? Nee, ne? Katerchen, die steht unter meinem ganz persönlichen Schutz.“

„Ich pass ja nur auf sie auf, Silberdistel. Du machst das neue Teichlein fertig und ich erzähl‘ der Amsel schon mal, wo der neue Badeteich ist.“

Der Frühlingsauftakt ist zumindest hier bei uns ein durchaus gelungener Tag geworden. Die Sonne kam zwar spät, aber sie kam. Sie musste sich erst durch eine Menge zähen Dunst kämpfen, aber gegen Mittag hatte sie es geschafft.

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Unser kleiner Ententeich

So wurde es doch noch ein schöner Frühlingsbeginn, den wir Silberdistels für einen kleinen Spaziergang zu unserem Ententeich genutzt haben. Viel Farbiges hat die Natur allerdings noch nicht zu bieten. Aber wie auch, wir hatten in den letzten Nächten immer noch recht eisige Temperaturen.

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Am Ententeich war allerdings bereits reges Leben. Nicht nur, dass es auch andere Spaziergänger außer uns in den kleinen Park gezogen hatte, auch die Teichbewohner waren in Frühlingslaune. Ein Schwan machte sich hübsch für die Dame seines Herzens und die Entendamen hatten jeweils gleich mehrere Kavaliere im Schlepptau.

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Buntes entdeckten wir erst auf unserem Rückweg, der uns durch ein kleines Wäldchen führte. Dort leuchteten kleine Krokusinseln aus dem Laub am Waldboden. Die urigen Kopfweiden, auf die wir ein wenig später an einer alten Straße trafen, hatten zwar noch kein Grün vorzuweisen, aber interessant sahen sie dennoch aus, je knorriger umso urtümlicher. Manches wird halt im Alter immer schöner.

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Eine Erle mit reichlich Kätzchenbehang

Dass aber außer den kleinen Zwiebelblumen, die wir unterwegs entdeckt hatten, noch mehr blühen musste, das sagten mir recht deutlich meine tränenden Augen. Und dann entdeckte ich auch die Übertäter, die mich zu Tränen rührten – die Blüten der Erlen. In langen Kätzchen baumelten sie hoch über unseren Köpfen und der recht steife Wind übte sich als Helfer beim Verteilen der vielen staubfeinen Allergene. Trotz dieses Wermutstropfens, der eigentlich schon wesentlich mehr als nur ein Tropfen war, hatten wir Silberdistels einen schönen ersten Frühlingstag.

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Und die Farbe, von der es am und um den Ententeich herum nur wenig zu sehen gab, die aber doch auch irgendwie zum Frühling dazu gehört, die sammelte ich am Ende unseres schönen Spazierganges dann auch noch ein. In unserem Garten konnte ich da regelrecht aus dem Vollen schöpfen. Nur die Bienchen hatten nicht die rechte Lust für einen Ausflug. Sie hatten sich zum Frühlingsauftakt wohl doch weniger Wind und etwas mehr Wärme erhofft. Aber zu Ostern soll das ja wohl alles schon bestellt sein. Lassen wir uns also überraschen und für die Bienen hoffen, dass es auch für sie wieder ein schöner und ertragreicher Ausflugstag wird.

Gestern gab es hier ein rätselhaftes Foto zu sehen. Von etlichen Rätselbegeisterten wurde in die richtige Richtung getippt – etwas Eisiges oder Gefrorenes. Aber, ich bediene mich jetzt mal bei Fontane, so pauschal eisig war es mir dann doch ein zu weites Feld. Eisig oder Gefrorenes kann alles sein von leckerem Speiseeis über Eingefrorenes aus dem Tiefkühlschrank über einen zugefrorenen Bachlauf, See oder Teich bis hin zum Schneemann. Ich wollte es gern noch etwas genauer wissen. Bei der mehr beiläufigen Bemerkung vom Katerchen neigte ich schon fast dazu, das Fotorätsel als gelöst zu betrachten, aber da gab es Gegenstimmen aus meinem Garten. Katerchen hatte nämlich geschrieben, sie hätte zunächst an eine zugefrorene Pfütze gedacht. Pfütze wollten meine beiden Miniteiche im Garten nicht so ganz gelten lassen. Ein bisschen mehr wären sie ja wohl doch, vielleicht nicht umfänglich größer, auf jeden Fall aber tiefer als eine schnöde Pfütze, dienen sie im Sommer doch als wichtige Frosch- und Krötenbadestätte. Sogar Molche haben sie bereits beherbergt.

Bärchen am Teich

Es handelt sich genau um die beiden Teichlein, die unser Bärchen so sehr liebte und an denen er gern ein Sonnenbad nahm. Und da wäre doch Pfütze wirklich ein wenig unter der Gürtellinie 😉

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Für den silbernen Schimmer der Eisfläche war wohl die Sonne zuständig, die sich dann bei meiner Nahaufnahme ganz schön ins Zeug gelegt hat. Aber nun schaut selbst die eisigen Kleinode in meinem Gärtchen an, um die herum es im Moment noch recht karg aussieht. Aber das wird sich im Laufe des Sommers wieder gewaltig ändern. Ein bisschen Grün drumherum hat sich bereits gezeigt, wenn auch noch mehr als dürftig.

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Aber nun allen, die hier fleißig geraten haben, vielen Dank fürs Mitmachen. Ich hoffe, es hat Euch genauso viel Spaß gemacht wie mir. Die Mehrzahl von Euch war nahe dran. Am dichtesten war es zunächst  Katerchen und letztendlich auf den Punkt gebracht hat es Frau Tonari. Herzlichen Glückwunsch!

Man muss sicher nicht unbedingt Goethes Farbenlehre studiert haben, um  zu merken, wie wundervoll das viele Gelb, das im Moment die Landschaft um uns verzaubert, auf unser Gemüt wirkt. Es heitert unsere Stimmung auf, erfreut unser Auge und erwärmt uns das Herz. Auf mich hat es genau diese Wirkung und ich würde es sicher auch ohne Goethes kluge Feststellung so empfinden 😉

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Mein Mecklenburg trägt gerade fast überall diese freundliche, sonnige und warme Farbe und sie steht ihm gut zu Gesicht.

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Natürlich hat der viele blühende Raps einen nicht unerheblichen Anteil am derzeitigen sonnigen Frühlingskleid meiner Heimat.

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Gestern war ich wieder einmal an dem kleinen Krötenteich, an dem ich im letzten Jahr rein zufällig genau zur Massenhochzeit der Kröten zur Stelle war. Jetzt, Mitte Mai, ist die Hochzeit der Kröten längst vorbei. Dass es aber auch in diesem Jahr eine gegeben haben muss, konnte ich dennoch deutlich erkennen.

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Das Ergebnis der Hochzeitsfeierlichkeiten schwamm nämlich als kleine schwarze Kindlein im Teich und ließ sich in seinem Uferbereich von der Sonne wärmen.

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Aber was den Teich für mich dieses Mal so ganz besonders anziehend machte, war seine leuchtend gelbe Umgebung und genau deshalb hatte ich ihm jetzt einen Besuch abgestattet. Ich wollte Euch ein Stückchen gelbes Mecklenburg von dort mitbringen. Der Krötennachwuchs war dabei eine interessante und wunderschöne Zugabe von Meister Frühling, und natürlich will ich Euch dieses kleine schwimmende schwarze Frühlingswunder ebenso wenig vorenthalten wie das leuchtende Gelb rund um die Krötenkinderstube mit seinen das Auge erfreuenden, das Herz erwärmenden und das Gemüt erheiternden Eigenschaften.
Aber nicht nur der Raps mit seiner sonnigen Farbe und seinem betörenden Duft verwandelt die Natur momentan in ein gelbes Wunderland, der Löwenzahn steht dem Raps in fast nichts nach. Lasst Euch mit mir verzaubern von dieser gelben Welt in meinem schönen Mecklenburg.

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Wir Silberdistels haben am vergangenen Wochenende wieder einmal die Vögel gezählt, die rund um unseren und in unserem Garten unterwegs waren. Der NABU hatte nämlich zur „Stunde der Gartenvögel“ aufgerufen und alle Vogelfreunde darum gebeten, eine Stunde lang die Vögel zu zählen, die man in seinem Garten beobachten würde. Natürlich hatte ich wieder zwei Mitarbeiter, die allerdings bei dieser Zählung nicht ganz so eifrig bei der Sache waren wie bei der „Stunde der Wintervögel“. Dieses Mal lagen meine pelzigen Mitarbeiter zu Beginn unserer Arbeit mehr faul herum, als dass sie mir eifrig beim Zählen geholfen hätten.

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Die Katzendame fand es wichtiger, sich mit ihrer Schönheitspflege zu beschäftigen als mit der Vogelwelt, was mich dann doch etwas verwunderte.

So machte ich mich erst einmal allein an die Arbeit. Es dauerte auch gar nicht lange, da entdeckte ich die erste Kohlmeise, die fleißig in unserer Stechpalme nach Insekten suchte. Wenig später zwitscherten einige Rauchschwalben am Himmel über mir miteinander. Ab und zu ließ sich eine von ihnen gegenüber auf dem Dach nieder und plauderte zu meiner Freude dort lustig weiter. Sie hatte ganz schön viel zu erzählen.

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Das alles störte unsere Katzendame wenig. Wahrscheinlich waren die Federbälle viel zu weit weg. Vielleicht hatte ich auch ganz einfach nur einen unpassenden Moment für meine Zählung gewählt, denn irgendwie war es wohl gerade Zeit für den Mittagsschlaf bei Katzens. … und wer zählt zu dieser für Katzen nachtschlafenden Zeit schon Vögel?

Ein wenig interessierter schaute meine graue Herrschaft dann allerdings doch, als unsere Amseldame in der Dachrinne unseres Wintergartens herumhüpfte und dabei laute Klopfgeräusche hören ließ. Auch in diesem Jahr hat es sich die Amsel wieder in den Kopf gesetzt, in meinem alten Kakteenregal brüten zu wollen. Ich hoffe, sie überlegt es sich noch anders, denn dort sitzt sie für die Katzen förmlich auf dem Präsentierteller. Allerdings konnte ich jetzt im Moment nicht bemerken, dass die Katze auffallend viel  Interesse für die Amsel zeigte. Lediglich an ihren Ohren war zu erkennen, dass die Katze den klopfenden Geräuschen doch aufmerksam lauschte. Aber schließlich wurde das Pochen fachkätzisch als etwas einsortiert, das nicht lohnte, dafür auch nur ein Auge zu öffnen. Herr Silberdistel, der eben noch ganz in ein Buch vertieft neben mir saß, war auch aufmerksam geworden. Gemeinsam schauten wir gespannt und sehr interessiert hinauf zum Dach des Wintergartens, in der Hoffnung, erkennen zu können, was die Amsel dort trieb. Wir wurden auch nicht enttäuscht, denn ein wenig später hüpfte die braune Dame aus der Rinne wieder hinauf auf die Dachkante. Im Schnabel trug sie eine Sammlung von alten und feuchten Blättern, die sich im Laufe der Zeit in der Dachrinne angesammelt hatten. Mit etwas Fantasie kann man es auf dem einen Bild, das mir davon gelang, vielleicht erkennen. Auf jeden Fall sieht man doch, dass Vögel nicht nur, wie unlängst unsere Hausspatzen, einen Tennisrasen in der Dachrinne anlegen. Andere räumen die Dachrinne durchaus auch vorbildlich auf. Die Amsel hat durch ihre Tätigkeit bei mir sogleich einige Pluspunkte gesammelt.

Die Katze machte weiter ihr Nickerchen und Herr Silberdistel zog sich jetzt ebenfalls zurück. So schaute ich allein weiter in meinen Garten und lauerte auf das Federvolk. Dabei glitt mein Blick immer wieder über die vielen Blüten in meinem kleinen Gartenreich. Täglich gibt es jetzt neue kleine und große Blühwunder zu entdecken. Mein Gärtnerherz macht jeden Tag über so viel Schönes kleine Freudensprünge.

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Plötzlich wuschelte etwas an meinem Bein entlang. Der Kater war’s, sagte damit: „Hallo!“, und setzte sich auf sein kleines Sonnenbänkchen im Wintergarten und schaute zu mir hinüber. Ob er seinen Mittagsschlaf abgebrochen hatte, um mir ein wenig bei meiner mühsamen Arbeit der Vogelzählung zu helfen? Irgendwie sah er noch immer recht verschlafen aus.

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… und plötzlich wurden wir alle, Mensch und Tier, dann doch hellwach. Es rumpelte und pumpelte über unseren Köpfen. War da schon wieder die Amsel unterwegs? Die Katzendame schnatterte dieses Mal ganz aufgeregt zum Dach hinauf.

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Wo schaute sie hin? Ach, jetzt sah auch ich, wer dort oben für Unruhe sorgte. Eine der beiden Ringeltauben, die sich vorgenommen haben, ihre Zelte in unserem Garten aufzuschlagen, saß mit einem Stöckchen im Schnabel auf dem Dach.

Von dort aus kann sie den Wacholder, der gleich neben dem Wintergarten steht, gut anfliegen. Seit einigen Tagen wird dort oben fleißig an einem Nest gearbeitet. Ich werde demnächst noch genauer berichten.

13-Katze geht nun doch auf Vogelpirsch

Die graue Eminenz, nun wohl doch endgültig vom Lärm der Taube aus dem Schlaf gerissen, beschließt, einen kleinen nachmittäglichen Gartenrundgang zu unternehmen. Die Taube auf dem Dach ist eh unerreichbar. Vielleicht kann sie ihrer Vogelzählerin ja den einen oder anderen Spatzen bringen. Gut getarnt schleicht sie durch den Garten. Schließlich versteht sie ihr Handwerk und weiß, wie man sich bei der Vogeljagd Vogelzählung bewegt. Wer, wenn nicht diese Katze, ist eine begeisterte Ornithologin, außer sie ist einmal ausgesprochen müde.

Zunächst entdeckt sie nichts Flatterndes und Fliegendes – nur Vergissmeinnicht, die kleinen blauen Blümchen, die nicht nur sie, sondern auch die Silberdistel sehr mag, und durch eine kleine Lücke in all dem Grün vor ihren Augen sieht sie die hübschen Tulpen, neben denen sie so gern liegt. Von dort aus kann man nämlich den Vögeln so schön beim Bade zuschauen.

Als die Katzendame noch einmal, um Zwischenmeldung zu machen, zur Silberdistel hinüberblickt, entdeckt sie dann doch tatsächlich den ersten Spatzen. Will er etwa auch im Wacholder sein Nest bauen, gleich neben der Taubenfamilie? Das muss unter Beobachtung bleiben. Als sich die pelzige Herrschaft weiter umschaut, sieht sie einen Vertreter der Feldsperlinge auf dem Dach gegenüber sitzen und gleich daneben unterhalten sich Frau und Herr Haussperling über den diesjährigen Nestbau. Vom Dachfirst eines anderen Hauses trällert Herr Amsel sein hübsches Lied. Für den Anfang gar nicht schlecht, was die Katze für die Vogelzählung aufzuweisen hat.

Inzwischen hatte sich auch der Kater auf den Weg gemacht, um zu schauen, ob er ebenfalls etwas für die „Stunde der Gartenvögel“ beitragen kann. Ach, da ist er ja schon wieder.

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„Silberdistel, zählst Du auch Frösche und Kröten?“

„Eigentlich nicht, Katerchen. Wieso? Hast Du welche gesehen?“

25-Kröte

„Hier im Teichlein sonnt sich gerade unsere Kröte Arni.“

„Ach, zeig, Katerchen! Oh, tatsächlich, ich dachte schon, er wäre uns untreu geworden, weil ich ihn im letzten Jahr dann gar nicht mehr gesehen habe. Wie schön, dann können die Gartenabenteuer mit Arni ja weitergehen. Hast Du sonst noch etwas entdeckt, Kater?“

„Ja, Silberdistel, die Blaumeise, die gerade neben Dir in der Stechpalme herumturnt, dann die Elster, die dort drüben auf dem Dach lärmt und die Klappergrasmücke hier oben im Hollerbusch.“

„Oh, Kater, da warst Du ja ganz schön erfolgreich. Dankeschön, dass Du mir dann doch noch geholfen hast.“

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„Na, Kater, findest Du Vogelzählung auch so anstrengend? Ich verstehe gar nicht, was die Silberdistel daran so entspannend findet. Für mich ist das aufregend und stressig und es macht soooo müde.“

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„Oh ja, Katze, ich finde das auch total anstrengend und ich muss mich jetzt erst einmal wieder von der anstrengenden Arbeit erholen.“

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„So, Silberdistel, dürfen wir nun ein Ruhepäuschen einlegen? Haben wir genug Vögel gezählt?“

„Naja, Katze, im Winter haben wir wohl auch nicht mehr unterschiedliche Arten gezählt. Auf jeden Fall war es nett, hier einfach nur zu sitzen und zu schauen, was in unserem Garten so los ist. Dank Katerchen wissen wir sogar, dass unsere Kröte Arni wieder in unserem Garten wohnt. Bestimmt werden wir bald noch andere Bewohner entdecken. … und während Ihr beide auf Vogelsuche unterwegs ward, habe ich noch einen Girlitz entdeckt, zwei Mäusebussarde kreisen sehen, ein Stockentenpaar über uns hinwegfliegen sehen und mehrere Silbermöwen haben sich ebenfalls noch sehen lassen. Also, ich finde, das ist gar nicht so übel. Danke für Eure Hilfe und nun ruht Euch ein wenig aus. Ich mache inzwischen die Meldung für den NABU fertig.“

 … dann sorgt die Vogeldame gewöhnlich für eine gewaltige Spritzorgie aus zauberhaft glitzernden kleinen Perlen. Man sieht ihr die Wonne, die ihr das erfrischende Bad bereitet, regelrecht an. Fast möchte man zu ihr ins Teichlein steigen und mit ihr um die Wette plantschen, so ansteckend wirkt ihre Badebegeisterung. Aber dafür ist unsere kleine Teichlandschaft dann doch nicht gemacht. Für die Vögel allerdings reicht sie vollkommen aus und sie erfreut sich größter Beliebtheit unter den Federbällen. Beobachtet man Frau Amsel beim Bade, dann entgeht einem nicht, wie sehr auch Vögel ein reinigendes und erfrischendes Bad genießen können.

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