Mit ‘Steilküste’ getaggte Beiträge

Erst lassen mich die Prinzen nicht los und dann habe ich es pausenlos mit den Gespenstern. Schlimm,  diese Silberdistel, oder? Aber ich stehe auf dem Standpunkt, was man tut, das sollte man schließlich auch mit Hingabe und möglichst intensiv tun. Also lasst uns noch einmal über Gespenster reden oder besser noch über den Wald, in dem sie leben. Im Grunde genommen sieht dieser Gespensterwald, über den ich mit Euch ein wenig plaudern möchte, ja eigentlich nur irgendwie gespenstisch aus und daher hat er auch seinen Name, so denkt man.

Gibt es hier tatsächlich Gespenster?

Gibt es hier tatsächlich Gespenster?

Ob aber wirklich Gespenster in ihm leben? Als moderner und aufgeklärter Mensch kann man das ja wohl eher nicht glauben. Obwohl … Also, wenn man das Bild hier oben betrachtet, dann könnte es vielleicht doch sein …

Baumgeister halte ich dann doch nicht für ganz ausgeschlossen

Baumgeister halte ich dann doch nicht für ganz ausgeschlossen

Oder dieses Foto hier oben … gespenstisch, oder? Wenn da mal nicht ein Baumgeist versucht, sich zumindest tagsüber in dieser etwas starren Haltung zu verstecken. Wer weiß, was er des Nachts oder wenn’s nebelt, alles treibt?

Oh, oh, ein wenig spukt es wohl tatsächlich - sogar am helllichten Tag

Oh, oh, ein wenig spukt es wohl tatsächlich – sogar am helllichten Tag

Aber bevor wir uns jetzt ganz im oder an den Wald der Gespenster verlieren, will ich noch ein wenig über ihn, und wie wir überhaupt auf ihn kamen, erzählen. Es handelt sich um ein Stückchen Küstenwald hier ganz in meiner Nähe, das ich, ich schäme mich auch ein wenig, vor gerade mal 1  1/2 Wochen das erste Mal überhaupt angeschaut habe. Die Rede ist vom Nienhäger Gespensterwald.

Nienhagen - das Ostseebad mit dem berühmten Gespensterwald

Nienhagen – das Ostseebad mit dem berühmten Gespensterwald

In Nienhagen selbst, einem Ostseebad westlich von Warnemünde, war ich bereits recht oft, schließlich wohne ich hier oben an der Küste schon fast mein ganzes Leben lang, aber bis zum Gespensterwald hatte ich es bisher noch nie geschafft. Warum? Fragt mich lieber, wie spät es gerade ist. Die Frage könnte ich sofort, und ohne lange in den Tiefen meines Hirns zu graben, beantworten. Vielleicht dachte ich bisher auch, Wald ist gleich Wald. Was sollte an dem in Nienhagen schon so Besonderes sein? Und andererseits, was man in seiner Nähe hat, das kennt man oft genug eh nicht so genau. Dafür hat man später immer noch Zeit. Es läuft schon nicht weg. Da schweift man lieber erst einmal in die weite Ferne, als sich zunächst vor der eigenen Haustür etwas intensiver umzuschauen. Dabei gibt es mitunter genau dort vor der eigenen Tür das zauberhafteste Stückchen Natur überhaupt. Nun ja, wäre da nicht meine liebe Leserin, Frau Hummel, gewesen, die unlängst genau dort für ein paar Tage Urlaub gemacht hat, wo ihr der Gespensterwald quasi zu Füßen lag, dann würde ich dieses herrliche Stückchen Natur an unserer Ostseeküste, an der Küstenstraße zwischen Warnemünde und Dad Doberan gelegen, vielleicht immer noch nicht kennen. Inzwischen weiß ich nun, was ich beinahe versäumt hätte.
In einem Teil des Nienhäger Holzes, so nennt sich dieses ca. 180 ha große Waldgebiet eigentlich, war ich bereits öfter einmal unterwegs, die skurrilen Bäume jedoch, die in einem etwa 100 m breiten Streifen entlang der bis zu 12 m hohen Steilküste dem Seewind trotzen, hatte ich bisher allerdings noch nicht gesehen. Dem Aussehen dieser Bäume mit ihren kahlen vom Seewind glattgeschliffenen Stämmen ist es wahrscheinlich zu verdanken, dass der Volksmund hier vom Gespensterwald spricht. Besonders bei Nebel und Dunkelheit gaukelt der seltsam verdrehte, an Schlagen erinnernde, Wuchs der Bäume dem Betrachter gern einmal gespenstige Wesen vor. Ein rufendes Käuzchen dazu und  die gruslige Atmosphäre ist perfekt.

Da, wo der Wind das Gras mäht

Da, wo der Wind das Gras mäht

Übrigens sprechen die Einheimischen, wenn vom Gespensterwald die Rede ist, auch gern von „da, wo der Wind das Gras mäht“. Die Gräser des Waldes, dem ständig wehenden Seewind ausgesetzt, scheinen immer die gleiche Länge zu behalten. Auch ein wenig gespenstisch, oder? Vor allem sah man es sicher in früheren Zeiten so, als man viele unerklärliche Dinge gern einmal Gespenstern oder anderen übernatürlichen Wesen  zuschrieb. Da muss doch einfach jemand Geheimnisvolles umhergehen und stets und ständig die Sense schwingen. Wir Silberdistels waren an einem wunderschön sonnigen Herbsttag im Gespensterwald und natürlich auch am Meer, auf das man von der Steilküste aus weit, weit hinausschauen kann. Im Sonnenschein sah es rundum eher weniger gespenstisch aus, obwohl wir dann doch mitunter nicht so ganz sicher waren, als wir durch den Wald liefen und die doch irgendwie eigenartig geformten Bäume, übrigens vorrangig Buchen und Eichen, etwas genauer anschauten …

Die Ostsee vor Nienhagen

Die Ostsee vor Nienhagen

Aber genug von den Gespenstern! Werfen wir lieber noch einen Blick an den Strand vor Nienhagen mit seiner imposanten Steilküste. Der Blick hinunter aufs Wasser lohnt sich nämlich auch. Was soll ich sonst noch sagen? Natürlich! Danke, Frau Hummel! Danke für diese Inspiration! Wir hatten einen wundervollen Tag und wir waren ganz sicher nicht das letzte Mal dort – im Nienhäger Holz und seinem Gespensterwald. Wir haben ein wunderschönes Stückchen Natur für uns hinzugewonnen, wofür wir sehr, sehr dankbar sind. Doch jetzt möchte ich Euch zu einem kleinen Spaziergang einladen, einem Spaziergang an einem einmal etwas anderen Stück Ostseeküste. Viel Spaß dabei!

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Sicher erinnert Ihr Euch an meinen Beitrag „Stürmische Grüße“ aus der „Blauen Serie“.

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Die Ostsee – wild und schön

Ich denke schon. Oder? Er ist ja auch gerade erst erschienen – fast könnte man sagen – zwischen zwei Übeln. Gut, ein bisschen Herbstfeeling war auch noch zwischen den Übeln zu sehen. Aber lange ist es noch nicht her, als hier wieder einmal mein Meer zu sehen war.

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Die Buhnen machten ihrem Wellenbrecherdasein an diesem Tag alle Ehre

Ich möchte mit Euch heute noch einmal dorthin zurückkehren und eine ganz besondere Entdeckung mit Euch teilen. Ich hatte meinen kleinen Spaziergang am Warnemünder Strand schon fast beendet, schaute noch ein wenig den Wellen zu, die über die hölzernen Buhnen spritzten …

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Für den Surfer gab es an diesem Tag ordentlich Wind für sicher exzellenten Spaß

… und natürlich dem wagemutigen Surfer und machte mich dann wieder auf in Richtung Strandzugang, um auf die Promenade am Strandweg zu wechseln.

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Westlich von Warnemünde liegt die Stoltera mit ihren bizarren Steilwänden

Vom Rande der Dünen aus blickte ich noch ein letztes Mal für diesen Tag den Strand entlang und hinüber zur Steilküste, die westlich von Warnemünde in der Ferne zu sehen ist. Ich nahm den schönen Anblick nicht nur in Gedanken mit, sondern auch auf dem Speicherchip meiner Kamera. So kann ich auch zuhause im warmen Kämmerlein meinen Strandspaziergang nach Lust und Laune wiederholen.

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Die Dünen dürfen nicht betreten werden, sind deshalb ein wenig abgezäunt

Wenig später drehte ich mich um und wechselte vom feinen Sanduntergrund auf den Holzsteg über, der noch als eines der letzten Überbleibsel vom Sommer an die Badesaison und die vielen Sommergäste erinnerte. Er führte mich zwischen den Dünen entlang zurück auf die Promenade und somit auch wieder in den Strandweg, in dem mein Auto auf mich wartete.

Sanddorn wächst fast überall in den Dünen

Sanddorn wächst fast überall in den Dünen

Ich freute mich dieses Mal richtig auf meinen fahrbaren Untersatz. Seine Heizung würde mir Wärme spenden und meine kalten Finger sicher schnell wieder auftauen. Es war fast winterlich kalt an diesem Tag und ich war doch ziemlich durchgefroren. In den Sträuchern neben der Promenade tummelten sich laut lärmend zahlreiche Spatzen, die mir mit ihrem munteren Treiben auch das letzte Stück meines Spazierganges noch verschönten.

In den Sträuchern am Rand zwischen Promenade und Dünen ist reger Betrieb

In den Sträuchern am Rand zwischen Promenade und Dünen ist reger Betrieb

Ganze Spatzenfamilien schienen sich hier versammelt zu haben. Auch einige Amseln waren im Sanddorn unterwegs und verkosteten die saftigen Beeren.

Was ist das für ein kleiner Prinz?

Was ist das für ein kleiner Prinz?

Plötzlich vernahm ich ein etwas anderes Piepsen, ein Piepsen, das ganz sicher weder Spatzen noch Amseln zuzuordnen war. Ich blieb stehen und schaute aufmerksam in Richtung der Vogellaute und dann sah ich es – ein winziges Vögelchen. Es hatte, wie mir schien, eine kleine goldene Krone auf dem Kopf. War es etwa ein verwunschener Prinz? Was für ein kleines flinkes Kerlchen da im Gesträuch herumwuselte. Pickte es Insekten oder naschte es wie die Amseln von den so hübsch leuchtenden Sanddornbeeren? Was es letztendlich pickte, konnte ich nicht ausmachen, aber wer sich hinter dem kleinen Prinzen versteckte, das konnte ich dann doch erkennen. Nein, es handelte sich bei dem kleinen Federball nicht um einen Zaunkönig, wobei der ja nicht einmal eine Krone trägt. Der bildet sich höchstens ein, der König auf dem Zaun zu sein. Hier hüpfte vor meinen Silberdistelaugen ein Wintergoldhähnchen durchs Geäst und zwar unwahrscheinlich flink. Ob mir einige Fotos gelingen würden? Es war gar nicht so einfach, das winzige Kerlchen gegen den hellen Hintergrund und im verwirrenden Geäst des Sanddorns auszumachen. Doch ein paar Mal war der kleine Federball so lieb, einen Sekundenbruchteil länger auf einem Ast zu verweilen und mich freundlich anzuschauen, sodass ich am Ende doch einige passable Bilder mit nach Hause nehmen konnte. Sieht es nicht wirklich aus, als trüge der kleine Prinz eine winzige Krone? Dieser flauschige Wicht war ein wundervoller Abschluss für meinen Strandspaziergang und weil ich so stolz darauf bin, dass er mir am Ende doch einige Fotos erlaubte, soll er selbstverständlich einen extra kleinen Beitrag in meiner „Blauen Serie“ bekommen, obwohl er selbst ja alles andere als blau ist. Es sei denn, er hat von den Sanddornbeeren genascht, die mitunter noch am Strauch zu gären beginnen. Aber egal, ob er nüchtern oder leicht beschwipst war, seit dieser Begegnung gehört er für mich nun auch ans Meer und somit in diese mir so liebe Serie.

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… war das Wetter, als ich Anfang Februar zu einer kleinen Strandwanderung unterwegs war. Ich hatte einige Tage nach meinem Ausflug darüber berichtet und Euch damals bereits ein wenig daran teilhaben lassen. Es gab so viel Schönes und Interessantes zu entdecken. Alles mochte ich Euch nicht auf einmal zumuten. Vielleicht habt Ihr ja jetzt Lust – mit etwas Abstand zu den Bildern aus dem Februar – auf ein kleines Dessert? Ich hoffe, es mundet Euch genauso wie der Hauptgang. Also, dann macht es Euch schön bequem, ich serviere sofort.

Miesmuschel

Miesmuschel

Mögt Ihr Muscheln? Miesmuscheln? Auf heißem Stein gebacken? Ach, die hatten wir letztes Mal bereits? Oh ja, richtig, ich wollte schließlich auch keine Vorspeise servieren, es sollte ein Dessert sein. Dann muss ich schnell mal schauen, was ich Euch sonst noch anbieten kann.

Bunter Salatteller

Bunter Salatteller

Wie wär’s denn mit ein wenig Salat? Soll doch sehr gesund sein. Immer und überall bekommt man ihn als Beilage. Wie bitte? Hier ist nicht immer und überall? Außerdem gab’s den auch schon letztes Mal? Hm, stimmt natürlich auch wieder. Verzeiht meine Vergesslichkeit, das muss das Alter sein 🙄

Zitrone zur Abrundung des bunten Salattellers

Zitrone zur Abrundung des bunten Salattellers

… und wenn wir den bunten Salatteller mit ein paar Spritzern Zitrone aufpeppen? Auch nicht? Ihr wollt keine Beilage, Ihr wollt ein ordentliches Dessert? Okay …

Zutaten für die einzigartige Meeresschaumtorte

Wie wäre es denn dann mit einer Meeresschaumtorte – lieblich gewürzt – mit echtem Meersalz? Punktgenau getroffen? Ich wusste doch, dass bei diesem schaumigen Anblick einige Augen leuchten würden.

Meeresschaum mit würziger Zimtnote

Meeresschaum mit würziger Zimtnote

Wer mag, kann natürlich den Meeresschaum auch pur, also nicht als kalorienreiche Torte, genießen. Vielleicht mit würziger Zimtnote?

Spritziges Eiswasser

Spritziges Eiswasser

Und wer während unserer kleinen Wanderung Durst bekommt, dem kann ich zu einem Glas wundervoll spritzigen Eiswassers raten.

Unterwegs am Strand bei Elmenhorst - westlich von Warnemünde

Unterwegs am Strand bei Elmenhorst – westlich von Warnemünde

So, alle versorgt? Okay, dann machen wir uns mal auf den Weg, d.h. ICH mache mich auf den Weg. Ihr dürft Euch entspannt zurücklehnen, von der Meeresschaumtorte oder dem leckeren Zimtberg naschen und Euch ab und zu mit dem spritzigen Eiswasser erfrischen. Wenn es mir zu warm wird während des kleinen Ausflugs entlang der Ostsee, dann kann ich mir auch ein Becherchen von dem kühlen Nass einfüllen.  Ich hab’s ja hier quasi aus erster Hand. Genug geschwatzt! Los jetzt! Wir gehen noch ein Stückchen in Richtung Westen weiter, in Richtung Nienhagen, von dort aus, wo wir das letzte Mal stehen geblieben sind, d.h. ich gehe, Ihr dagegen braucht nur ganz entspannt mit Eurem Mäuseken auf die Bilder hier unten zu klicken. Wie? Ja, wer mag, der darf natürlich auch mit dem Fingerchen auf dem Bildschirm herumtippen. Egal wie, so oder so hört Ihr gleich wie ich …

Strandwetter - auch für Bello

Strandwetter – für Mensch und Tier

… den Hund dort hinten bellen, dem der Strandspaziergang mindestens genauso viel Freude macht wie uns. Wenn wir nun aber Bellos laute Freudenrufe herausfiltern, dann hören wir nur noch das Meer rauschen, die Steine klappern, vielleicht die Möwen schreien und den Wind pfeifen … und sonst gar nichts mehr … außer Meer …

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Richtig geraten, ich war wieder einmal an der Ostsee unterwegs. Herr Silberdistel hatte gerade anderes zu tun, so musste ich den Sonntag vor gut einer Woche irgendwie allein gestalten. Die Sonne lachte so verlockend vom Himmel, da fiel mir die Entscheidung leicht. Ich wollte nichts wie hinaus und das schöne Wetter genießen, vielleicht sogar ein wenig die wärmenden Strahlen von Frau Sonne im Gesicht spüren. Was lag da näher, als meiner geliebten Ostsee einen Besuch abzustatten? Warm eingepackt, mit einem Rucksack für eventuelle Fundstücke versehen und natürlich in Begleitung meiner Kamera machte ich mich auf den Weg. Ein kleiner Parkplatz ganz nah am Strand unweit des Ortes Elmenhorst war mein Ziel. Schon aus der Ferne sah ich, dass auch andere die Idee mit dem Ausflug ans Meer hatten. Ich würde also nicht einsam und allein an der Ostsee stehen.

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Als ich aus dem Auto stieg, fiel mein Blick auf die riesigen Windräder, von denen man hier an der Küste immer mehr sieht. Ich mag diese Monster nicht, auch wenn sie aus der Ferne und mit Fotografenaugen betrachtet mitunter ganz nett aussehen können, wie mein Beispiel hier oben vielleicht belegt. Es gibt von ihnen inzwischen schon so viele, zu viele für meinen Geschmack. Überall drängeln sie sich in unsere schöne Natur und nicht immer passen sie so gut ins Bild wie auf meinem Foto.

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Schauen wir uns lieber etwas anderes an – das kleine Bächlein vielleicht dort vorn. Auf dem kurzen Weg zum Strand laufe ich durch einen schmalen Streifen Küstenwald. Rechts neben meinem Weg plätschert leise ein kleines Bächlein.

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Es begleitet mich mit seinem munteren Glitzern bis hinunter zur Ostsee …

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… und vereinigt sich dort mit den rauschenden Wellen des Meeres.

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An diesem Tag rauscht das Meer nicht nur ganz besonders eifrig, es schäumt auch wie der wunderbarste Badeschaum.

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Der Betrieb auf dem Parkplatz ließ es bereits vermuten, außer mir sind noch etliche weitere Strandliebhaber, Meeresanbeter, Jäger und Sammler unterwegs. Einen solch schönen Sonnentag muss man einfach nutzen. Für mich gibt es kaum einen Ort, an dem es mir besser gelingt, zu entspannen, abzuschalten und mein inneres Gleichgewicht wiederzufinden.

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Dann endlich stehe ich ganz nah am Meer und schaue hinaus, hinaus in die blaue Ferne, lausche dem Pfeifen des Windes und dem Gesang der ans Ufer rauschenden Wellen.

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Wie wunderbar beruhigend und melodisch es klingt, beruhigend und schön, so als würde ich dem Herzschlag des Meeres lauschen können. Hört und fühlt ihr ihn auch?

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Das Pfingstwochenende soll, wettertechnisch gesehen, perfekt ausfallen – so zumindest haben es uns die Wetterfrösche versprochen. Alles Weitere liegt in unserer Hand. Hier ein kleiner Vorschlag, wie man das Pfingstwochenende gestalten könnte – auf der Insel Poel zum Beispiel. Wir Silberdistels waren am Sonntag letzter Woche für einige Stunden auf der hübschen in der Wismarer Bucht gelegenen Insel. Die Bilder hier habe ich aus Timmendorf mitgebracht. Von einer Bank aus, direkt am Meer sitzend, konnten wir diesen wunderschönen Blick genießen. Falls Ihr jetzt so richtig auf diese liebenswerte Ostseeinsel neugierig geworden seid, dann lohnt es sich, einmal bei Strandsigi vorbeizuschauen. Sie lebt nämlich in dieser herrlichen Gegend, in der andere Urlaub machen, und bei ihr gibt es noch viel mehr Meer und alles, was damit zu tun hat, zu sehen. Für mich selbst gehört die Insel Poel zu den schönsten Kindheitserinnerungen, denn wir waren unzählige Male im Sommer auf der Insel und haben Wasser, Sand und Sonne genossen. Ich bin dort oft im flachen Wasser mit Taucherbrille und Schnorchel ausgerüstet umhergepaddelt und habe das aufregende Leben unter mir auf dem Meeresboden und neben mir im Wasser bewundert. Dort gab es kleine Fischschwärme zu sehen, Muscheln, Seegras und natürlich auch Quallen, die allerdings standen nicht so hoch in meiner Gunst. Obwohl ich sie schon immer ein wenig eklig fand, besonders dann, wenn ich sie aus Versehen beim Schwimmen berührte, habe ich dennoch bei meinen Schnorchelunternehmungen  die anmutigen Schwimmbewegungen der Quallen bewundert. Als wir jetzt dort in Timmendorf in Familie auf der Bank am Meer saßen, sah ich plötzlich wieder das kleine Mädchen im flachen Wasser umherpaddeln – froh und glücklich und zufrieden mit sich und der Welt. Auch wenn die Eisbecher damals noch nicht so fantastisch aussahen, was waren das doch für herrliche Sommer …
Also, genießt das Pfingstfest und macht es Euch schön!

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Der 1. Mai war hier an der Küste wundervoll sonnig. Er schrie förmlich nach einem Aufenthalt im Freien. Wir Silberdistels konnten und wollten diesen Schrei nicht überhören. Wenn das Wetter auch alle Welt ins GRÜNE zog, wir hörten doch eher etwas BLAUES nach uns rufen – das blaue Meer. Obwohl ich zugeben muss, dass es manchmal stellenweise auch etwas grün aussieht. Aber egal, wir wollten Sand und Steine unter den Füßen spüren, uns Wind um die Ohren wehen lassen und frische Seeluft atmen. Offensichtlich ging es nicht nur uns Silberdistels so. Es war erstaunlich viel los am blauen Meer. Die Angler muss ich vielleicht gar nicht erwähnen, sie nutzten den ersten Maitag im Jahr natürlich wie jeden anderen Tag auch, um die Angel zu schwingen, Seeluft zu schnuppern und dem Seewind zu trotzen. Aber ich vermute mal ganz einfach, für Angler gibt es eh nie schlechtes Wetter. Sie sind eben immer da – am Strand. Sie gehören dort einfach hin. Sicher würden sie mir fehlen, wenn sie plötzlich nicht mehr vorn im Wasser stehen würden.  So war auch dieses Mal auf sie Verlass. Kaum am Strand angekommen, sahen wir bereits die ersten Petrijünger – gut und warm in ihre Watthosen eingepackt. Wir Silberdistels merkten auch recht schnell, dass man trotz der herrlichen Maisonne gut beraten war, wenn man eine möglichst warme und winddichte Jacke dabei hatte. Die Jungs mit der Angel hatten nicht nur an wasserdichte Hosen und warme Jacken, sie hatten sogar an ein warmes Mützchen gedacht. Es ging nämlich ein recht kühler Wind. So waren denn ein Stückchen weiter am FKK-Strand auch noch sämtliche Gäste äußerst sittsam bekleidet. Wenn es nicht so gewesen wäre, hätte ich vor lauter Ehrfurcht sicherlich meinen nicht vorhandenen Hut gezückt.
Die Hunde am Hundestrand waren da wesentlich mutiger als die Freikörperkulturler, sie sprangen nicht nur völlig unbehost am Strand umher, sie getrauten sich auch schon mal ins eiskalte Wasser, um dort nach verborgenen Schätzen zu graben oder in die Wellen zu beißen. Ja, es war schon so allerhand los am blauen Meer. Aber lange wird es nicht mehr dauern, dann wird sich die Zahl der Menschen hier vervielfacht haben, nur so wimmeln wird es von Sonnenhungrigen mit und ohne Hose. Dann haben wir Silberdistels wieder Pause von der Ostsee, es sei denn, wir mischen uns ab und zu unter das badelustige Völkchen hier am Strand. Aber bis dahin ist vielleicht noch ein wenig Zeit. Erst einmal wird noch gelaufen und nicht geschwommen oder in der Sonne gefaulenzt. Ach, wisst Ihr was? Schaut einfach selbst, wie sich der 1. Mai an der Ostseeküste zeigte. Vielleicht bekommt Ihr dann genau wie wir öfter einmal ein wenig Lust auf Meer.

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Passend zum wilden Sturmgebraus am vergangenen Wochenende habe ich heute noch einmal ein paar wilde Wasserspiele der Ostsee anzubieten. Mitgebracht habe ich von meinem stürmischen Ausflug an die See, wie schon so oft, auch wieder einmal einige Hühnergötter. Wenn es stürmisch ist an der See, dann hat man gute Chancen, ein paar nette Versteinerungen mit nach Hause nehmen zu können. Wenn Wind und Wellen ihre Kräfte spielen lassen, dann können Sand und Steine schon ganz tüchtig durcheinandergewirbelt werden und das Unterste kann regelrecht zu oberst gekehrt werden. Wer da sucht, der wird auch finden. Natürlich bleibe ich den Beweis nicht schuldig. Ich habe drei Hühnergötter gefunden und eine interessante Versteinerung. Dieses eine meiner vier Mitbringsel vom Strand, an dem eine kleine kreisrunde Vertiefung zu sehen ist, wäre übrigens ein guter Anwärter auf den Titel eines richtig echten Hühnergottes gewesen. Ein ECHTER Hühnergott ist nämlich ein Stein, meistens ein Feuerstein, in dem ursprünglich ein fossiles Überbleibsel eingelagert war, das im Laufe vieler, vieler Jahre durch die Arbeit von Wind, Sand und Wasser ausgeschliffen und ausgewaschen wurde. Meistens handelt es sich bei der Einlagerung um einen Seelilienstängel. Hätte ich also diesen Stein nicht eingesammelt und ihn noch viele Jahre Wind, Wasser und dem feinen schmirgelnden Ostseesand überlassen, hätte einer meiner Nachfahren vielleicht einmal einen richtig schönen echten Hühnergott finden können. Irgendwann hätten die Kräfte der Natur das im Stein befindliche Fossil nämlich ganz und gar ausgewaschen und der Stein hätte ein Loch in Lilienstängelgröße vorzuweisen. Somit hätte er sich, wie schon so viele andere vor ihm, in einen wunderschönen echten Hühnergott verwandelt. In meinem Fundstück wird dieser versteinerte Rest eines Lilienstängels nun erhalten bleiben – für mich ein hübscher Zugewinn in einer netten kleinen Sammlung von Versteinerungen.
So, genug von Fossilien und Steinen geredet. Schließlich wollt Ihr Euch auch noch auf die Suche machen und nicht nur meinem Geschwätz über tote Dinge lauschen. Also dann, viel Spaß am brausenden Meer und natürlich viel Erfolg bei der Suche nach Hühnergöttern oder sonstigen schönen Versteinerungen. Ach, eins muss ich schnell noch loswerden: Meine drei anderen Steinfunde haben vergleichsweise mehr oder weniger unrunde Löcher. Hier sind lediglich im Laufe der Jahre durch Wind, Sand und Wasser weichere meist kalkhaltige Stellen aus dem Stein herausgewaschen oder -geschliffen worden. Diese Art löchriger Steine gelten zwar im Allgemeinen auch als Hühnergott – sind aber nur die unechten Nachahmungen. Was lernen wir also daraus? Auch in der Natur gibt es das teure Original und die billige Kopie 😉 Natürlich gibt es außerdem noch eine ganz billige Kopie – die billigste der billigen. Bei der hat ein wilder Bastler eine Bohrmaschine am Stein arbeiten lassen und sich unter Selbstbetrug einfach seinen eigenen Hühnergott gebastelt  😉
Jetzt aber endlich auf die Suche – aber wirklich s u c h e n  und nicht Basteln  😉

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