Mit ‘Silvester’ getaggte Beiträge

… wünschen wir Silberdistels all unseren Lesern für 2018.

Möge es ein interessantes und spannendes, aber auch ein friedliches und vor allem gesundes Jahr werden.

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Wenn wir alle nach dem Rezept von Mutter Goethe handeln, sollte aus 2018 durchaus ein gutes Jahr werden können. Wie wär’s mit einem Test?

Man nehme

Man nehme 12 Monate,
putze sie ganz sauber von Bitterkeit, Geiz, Pedanterie und Angst,
und zerlege jeden Monat in 30 oder 31 Teile,
so dass der Vorrat genau für ein Jahr reicht.

Es wird ein jeder Tag einzeln angerichtet aus einem Teil Arbeit
und zwei Teilen Frohsinn und Humor.
Man füge drei gehäufte Esslöffel Optimismus hinzu,
einen Teelöffel Toleranz, ein Körnchen Ironie und eine Prise Takt.

Dann wird das Ganze sehr reichlich mit Liebe übergossen.
Das fertige Gericht schmücke man
mit einem Sträußchen kleiner Aufmerksamkeiten
und serviere es täglich mit Heiterkeit!

 (Katharina Elisabeth Goethe)

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Wir Silberdistels haben zwar nicht geknallt, dennoch sind die bösen Geister hier auch ohne unser Zutun äußerst lautstark in die Flucht getrieben worden. Sogar unsere graue Eminenz, die bereits etliche Silvester miterlebt hat, hat sich dieses Mal um Mitternacht lieber hinter Herrn Silberdistels Couch zurückgezogen. Es muss wohl nicht nur für mich gefühlt etwas lauter als die Jahre zuvor gewesen sein.
Na, und unsere arme Torty war schon ab dem späten Nachmittag nicht mehr zu sehen. Sie hat sich in weiser Voraussicht gleich den besten Platz, nämlich den unter den Schubkästen meines Schreibtisches, gesichert.

So konnte ich nur noch unserem Keks die Pfote halten. Aber er war stark und hat die Knallerei mit mehr oder weniger Fassung getragen. Trotzdem war ihm der dunkle Flur um Mitternacht der liebste Ort.

Mein neues Jahr begann übrigens gleich mit zwei freudigen Ereignissen. Als ich heute Nachmittag zusammen mit der grauen Eminenz einen vorsichtigen Blick in meinen Garten wagte, …

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Unsere graue Eminenz bei einem kurzen Neujahrsspaziergang im Garten

… wurden wir beide lautstark beschimpft. Zum Glück waren es keine Knallgeräusche wie die um Mitternacht. Im Vergleich zu dem mitternächtlichen Lärm waren diese Schimpfkanonaden eher wie Musik für unsere Ohren. Wobei … für die Katze sicher aus anderen Gründen als bei mir 😉
Das Gezeter kam von mehreren Federbällen, die gerade ihren Nachmittagsimbiss an einem unserer Futterhäuser bzw. an der Knödelstation einnehmen wollten.

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Zaunkönig

Ganz standesgemäß saß keck ein winziges Vögelchen auf unserem Gartenzaun und tat lautstark seinen Unmut über unser Erscheinen kund. Der kleine Kerl war ein Zaunkönig. Wahrscheinlich aber schimpfte er mehr mit meiner vierbeinigen Begleiterin als mit mir.

Als die Katzendame kurz zum Nachbarn abtauchte, flatterten plötzlich zwei weitere Vögelchen fast direkt vor meiner Nase herum. Wie gut, dass ich die Kamera dabei hatte.

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Schon öfter waren die beiden Schwanzmeisen in den letzten Tagen an unseren Futterstellen zu Besuch. Aber jedes Mal waren sie schneller wieder fort, als ich die Kamera zur Hand hatte.
Gut, die Qualität der Bilder lässt durchaus zu wünschen übrig. Aber kurz nach 16 Uhr dämmerte es bereits. Ich bin froh, dass die Fotos überhaupt noch erkennen lassen, wer unserem Gärtchen einen Besuch abgestattet hat.

Na, das war doch schon mal ein guter Jahresbeginn, oder? Hoffen wir, dass es so spannend und interessant weitergeht.

***

Hier im Blog wird es aber erst einmal für ein Weilchen etwas ruhiger. Mein alter PC macht mir schon eine Weile Sorgen. Er hat angedeutet, dass er in den Ruhestand möchte. Sein Nachfolger steht nun bereit und wartet auf seinen Einsatz. Gewöhnlich braucht es aber etwas Zeit, bis man alles wieder so eingerichtet hat, wie man es gern hätte. Ich hoffe, mit Herrn Silberdistels Hilfe dauert mein Fernbleiben hier nicht allzu lange. Macht es also vorerst gut und nehmt Euch für den Start ins noch jugendliche Jahr das Rezept von Mama Goethe zu Herzen 😀 😉

Vor genau einem Jahr schrieb ich in meinem ersten Beitrag des Jahres 2016: „Wir wünschen ein gesundes neues Jahr … und dass es für uns alle erlebnisreich und mit vielen schönen Momenten im Gepäck daherkommt. Es könnte zur Abwechslung, zumindest für uns Silberdistels, mal wieder ein kleiner Freudenspender werden. Schweres hatten wir 2015 genug zu tragen. Schauen wir also optimistisch in dieses erst wenige Stunden alte neue Jahr hinein. Letztendlich werden wir es meistern müssen, egal, was es uns bringen mag. Natürlich hoffen wir auf viel Schönes und möglichst wenig oder besser noch auf gar nichts von der schweren und schlimmen Sorte. Packen wir es also an!“

Und das Jahr 2016 hat uns diesen Wunsch, ein kleiner Freudenspender zu werden, tatsächlich erfüllt. Wir Silberdistels sind sehr dankbar dafür. Wir haben viel Schönes erlebt – mit und in der Familie, zu zweit und natürlich auch mit unseren drei Pelzträgern. Besonders glücklich hat uns das gute Miteinander unserer drei Vierbeiner gemacht, denn anfänglich gab es da doch kleine Problemchen. Unsere graue Eminenz fühlte sich vom jungspundigen Katerchenzuwachs, den wir nach dem Tod unseres Bärchens im Herbst des Jahres 2015 zu uns geholt hatten, doch mitunter gewaltig genervt, denn der kleine Kerl suchte in der betagten Katzendame eine Spielkameradin. Sie dagegen hatten sich mehr auf einen ruhigen Lebensabend eingestellt. Der kleine Kater musste etliche Faucher einstecken und nicht selten gab es auch etwas hinter die Ohren.
So wagten wir ein Experiment, das ebenso hätte nach hinten losgehen und alles noch viel schlimmer machen können. Wir holten zu dem kleinen Keks Bluebär ein weiteres Katzenkind, eine Schwester von Keks, hinzu. Wir hegten die Hoffnung, dass sich die beiden Katzenkinder mehr miteinander als mit unserer alten Katzenlady beschäftigen würden.
Unsere Hoffnung erfüllte sich. Die beiden Kleinen tobten gemeinsam und voller Elan und Freude durchs Haus und ließen unserer grauen Eminenz weitestgehend ihre Ruhe. Sie dagegen konnte den  Jungspunden bei ihren lustigen Spielen aus angemessener Entfernung und ohne selbst bedrängt zu werden, zuschauen. Dabei erkannte sie bald, dass nicht jeder Kätzchenangriff eine bösartige Kampfansage war, sondern nur eine Spielaufforderung. Die Faucher unserer alten Lady wurden weniger und weniger und schließlich lebte sie sogar auf, erinnerte sich scheinbar sogar an die eigene Zeit als Katzenkind und so sprang auch sie bald voller neuer Energie und Lebensfreude mit den kleinen Pelzträgern durchs Haus.
Inzwischen gehören gegenseitiges Putzen und miteinander Spielen zum normalen Katzenalltag. Wir sind sehr glücklich darüber, dass sich unsere drei Vierbeiner so gut zusammengerauft haben.

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Den gestrige Silvesterabend haben wir Silberdistels, wie bereits seit vielen Jahren, wieder zuhause mit und bei unseren pelzigen Mitbewohnern verbracht – unser kleines Räucherwinterdorf vor uns mit gemütlichem Kerzenschein. Na, und nebenher gab es auch ein wenig Sekt für uns Menschen.
Die beiden Jungspunde waren wegen der Knallerei ein wenig aufgeregt. Selbst unsere sonst so verfressene Torty konnte ich nicht mit einem leckeren Abendessen locken. Sie versteckte sich lieber fernab unter unserem Bett und ließ Futter Futter sein. Ich vermute, sie saß dort sogar und hielt sich mit den Pfoten krampfhaft die Ohren zu.

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Keks dagegen rannte unruhig von einem Fenster zum anderen und fragte sich sicher, was dieser ganze Lärm und die viele so ungewohnte Farbe am Himmel wohl zu bedeuten hätte. Auch er ignorierte den gefüllten Futternapf.

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Nur unsere graue Eminenz setzte sich irgendwann nach ihrem leckeren Abendschmaus zu uns und ließ sich den vollen Bauch kraulen. So hatten wir beiden Menschen zum gemütlichen Kerzenschein vor uns auch noch ein angenehmes und leises Schnurren im Ohr. So in der Art könnte das Jahr durchaus weitergehen – gemütlich und leise schnurrend 😉

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Hoffen wir also auch unter uns Menschen insgesamt auf ein gutes Miteinander und dass das vor uns liegende Jahr ein schönes, erlebnisreiches und friedliches Jahr wird. Habt Ihr mit Euren Familien und Freunden ein gutes und natürlich vor allem auch gesundes 2017, macht es Euch einfach so schön wie möglich.

Rums! Was war das eben für ein seltsamer Knall? Erschrocken blicke ich vom meiner Tippserei am PC auf. Nein, auch wenn es schon seit Tagen immer wieder knallt, ein Silvesterknaller war dieses Geräusch eben ganz sicher nicht. Dieser Knall klang irgendwie anders und er kam auch nicht von draußen. Er war ganz nah. War er nicht aus dem Zimmer gegenüber gekommen?  Seltsam! Noch seltsamer ist diese unheimliche Ruhe nach dem dumpfen Knall. Während ich noch erschrocken auf meinem Schreibtischsessel verharre, spielen sich gruselige Szenarien vor meinem inneren Auge ab. Ich sehe umstürzende Schrankteile und darunter erschlagene Katzen liegen. Bis hierher war das Jahr doch so gut gelaufen. Wollte es uns jetzt fast am Ende doch noch einen Dämpfer aufsetzen?
Es hilft nichts, länger reglos im Sessel zu verharren, ich muss schauen gehen, was passiert ist und ob ich noch erste Hilfe leisten kann – egal, ob an Mensch, Katz oder Schrank. Die Hauptsache ist, es ist überhaupt noch etwas zu flicken.

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Vorsichtig schaue ich ins Zimmer gegenüber und atme einigermaßen entspannt aus. Nur die Kiste mit unserer Walnusssammlung liegt am Boden und  die Nüsse haben sich großflächig im Zimmer verteilt. Torty liegt unschuldig dreinschauend auf dem Tisch hinter der Kiste.

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„Torty, hast Du die Walnusskiste auf dem Gewissen? Sie stand doch eben noch genau dort auf dem Tisch, wo Du jetzt so lässig ausgebreitet herumliegst.“

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„Ich hab gar nichts gemacht, Silberdistel. Das war die Kiste ganz allein. Mir war nur langweilig und da bin ich so gelangweilt durchs Haus geschlendert und dabei habe ich diese Kiste mit den kleinen Holzbällen entdeckt. Als ich sie so ansah, dachte ich, ich könnte mir und Keks ein paar Bälle zum Spielen aus der Kiste angeln. Naja, und damit ich besser rankomme an die Bälle, musste ich auf den Rand der Kiste steigen. Guck so! Also, naja, mehr so auf den schmalen Rand, dem hier vorne, und plötzlich, als ich mitten im Angeln war, hat die Kiste auch Lust zum Spielen bekommen und ist im hohen Bogen unter mir weg und vom Tisch gesprungen. Und die kleinen Bälle, die hatten erst Spaß am Spiel. Du hättest sehen sollen, Silberdistel, wie fröhlich sie aus ihrem Kistengefängnis gehüpft sind. Ganz aufgeregt haben sie durcheinandergekichert und einer wollte schneller aus der Kiste springen als der andere.“

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„Nur ein paar Bälle hatten keine Lust zum Spielen, diese hier, die immer noch ganz tatenlos in der Kiste hocken. Aber ich krieg sie noch zum Hüpfen. Pass auf! Magst Du auch einen Spielball, Silberdistel? Es sind genug für alle da.“

„Ich mag diese Bälle schon, Torty, aber ich esse sie lieber, als dass ich mit ihnen spiele.“

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„Ach, die kann man auch essen, Silberdistel? Hm, ich kann schnuppern, wie ich will, die riechen so gar nicht nach leckerem Futter.“

„Naja, Torty, für einen reinen Fleischfresser wie Dich sind sie auch nichts. Aber wir Menschen mögen diese Bälle sehr gern. Es sind übrigens Walnüsse. Sie haben für unseren Menschengeschmack einen ganz leckeren Kern. Und mit einem Nussknacker kann man so eine Nuss öffnen und schon kann man den Kern essen.“

„Ach nee, Silberdistel, Du meinst aber jetzt nicht den roten hölzernen Kerl, der uns da im Moment im Wohnzimmer  im Weg herumsteht? Mit DEM kann man diese Holzbälle aufknacken? Das will ich sehen!“

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„Okay, Torty, komm mit! Ich kann’s Dir gern vorführen, obwohl wir diesen Nussknacker eigentlich nur als Weihnachtsdekoration stehen haben. In der Regel muss er sich bei uns nicht durch einen Berg von Nüssen arbeiten. Zum Knacken der Nüsse, die wir essen wollen, verwenden wir lieber eine Art kleine Zange, um die Zähne unseres hölzernen Burschen zu schonen. Ein bisschen angenagt sehen seine Beißerchen nämlich schon aus, denn wir mussten natürlich schon öfter einmal probieren, warum so ein Holzkerl eigentlich Nussknacker heißt und ob er auch kann, was sein Name verspricht. Naja, und dabei hat sein Zahnweiß ein wenig gelitten.

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„Na, überzeugt, Torty?“

„Hm, naja, das Ihr das essen mögt … Nee, Silberdistel, ich mag lieber Thunfisch. Lass die Nüsse mal zu. Ich möchte doch lieber mit ihnen Ball spielen.“

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„Okay, Torty, dann spielen wir mal ’ne kleine Runde Walnussschießen. Lass uns die Kiste als Tor nehmen. Wir schießen die Entsprungenen alle wieder hinein. Guck, Torty, Keks geht schon in Startposition. Und naja, ein, zwei oder drei Nüsse könnten wir dann ja als Katzenspielbälle draußen lassen. Wäre das ein Deal?“

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„Na gut, Silberdistel, lass uns die Walnussbälle wieder in die Kiste schießen und wer  am meisten Bälle in die Kiste geschossen hat, der bekommt Thunfisch. Oder magst Du Dir, Silberdistel, lieber ein paar von den Bällen knacken? Aber Du gewinnst ja eh nicht.“

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„Aber dann, wenn ich nicht gewinnen sollte, darf ich mir Nüsse als Trostpreis knacken, Torty, oder?“

„Na gut, aber ein paar Bälle müssen zum Spielen übrig bleiben, Silberdistel.“05-dsc07266-blink-porta-nebel

Ach ja, und bevor  hier gleich die Walnussbälle klackern und wir uns anschließend auf den Jahreswechsel vorbereiten, muss ich, die Silberdistel, dann doch noch ein paar ganz persönliche Worte loswerden. Ich wünsche nämlich allen, die sich vielleicht am heutigen Silvestertag noch hierher zu uns in den „Bücherstaub“ verirren, einen guten Rutsch nach 2017. Rutscht nicht zu heftig, rutscht schön sanft, damit die Landung weich und angenehm wird. Das wäre doch schon mal ein guter Einstieg ins Jahr 2017. Also, alles Gute, besonders Gesundheit, Arbeit und ein friedliches Miteinander für das neue Jahr, Ihr Lieben, die Ihr hier immer wieder reinschaut! Und natürlich ein ganz herzliches und riesengroßes DANKESCHÖN für all Eure lieben Besuche, Eure vielen Kommentare und ebenso für Eure so zahlreichen Likes! Es war ein schönes Jahr mit Euch. Uns jedenfalls hat es viel Spaß gemacht und wir Silberdistels würden uns sehr freuen, wenn Ihr uns auch 2017 wieder die Treue haltet und ab und zu bei uns vorbeischaut. Natürlich wünschen wir uns, dass Spaß und Freude auf beiden Seiten vorhanden sind. Wir Silberdistels versuchen auf jeden Fall weiterhin, unser Bestes zu geben, damit Eure Aufenthalte hier interessant, spannend, lustig und vielleicht  ab und zu auch ein wenig lehrreich sind. Aber erst einmal kommt gut rein ins neue Jahr und *daumendrück*, dass es ein in jeder Hinsicht gutes Jahr für uns alle wird.

… und dass es für uns alle erlebnisreich und mit vielen schönen Momenten im Gepäck daherkommt. Es könnte zur Abwechslung, zumindest für uns Silberdistels, mal wieder ein kleiner Freudenspender werden. Schweres hatten wir 2015 genug zu tragen. Schauen wir also optimistisch in dieses erst wenige Stunden alte neue Jahr hinein. Letztendlich werden wir es meistern müssen, egal, was es uns bringen mag. Natürlich hoffen wir auf viel Schönes und möglichst wenig oder besser noch auf gar nichts von der schweren und schlimmen Sorte. Packen wir es also an!

Dsc00504-textur-Linsensp.-RahmenWir Silberdistels haben das alte Jahr in trauter Fünfsamkeit verbracht – wir zwei Menschen und die drei flauschigen Vierbeiner.

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Alles war gut und äußerst gmütlich. Die Pelzigen ruhten gemütlich auf der Fensterbank im Bad …

03… oder zerrten voll mit überschüssiger Energie an den Handtüchern , die da im Bad sicher nur für solche Zerrspiele herumhängen.

04Die Pelzträgerin aus der etwas älteren Generation verbrachte die Ruhe vor dem Sturm lieber noch einmal im Garten, ließ sich dort die letzte Sonne des Jahres auf den Pelz scheinen und den sanften Duft von Petersilie, Pfefferminze und Lavendel um die Nase wehen. So ging der Nachmittag des letzten Jahres im Hause Silberdistel je nach persönlichen Vorlieben dahin.

Als die ersten bunten Lichter den Himmel erleuchteten und der Kanonendonner immer näher kam, spielte sich das Leben dann doch wieder ganz im Hause ab. Katzenohren mögen diesen Lärm nicht. Die Zweibeiner widmeten sich ihrem Kartoffelsalat – sehr lecker – und den dazugehörigen Wiener Würstchen. Alles war äußerst schmackhaft und auch der Sekt hat gepasst. Und der Mitternachtssnack für unsere pelzige Herrschaft muss ebenso verdammt lecker gewesen sein. Sie haben ihn förmlich inhaliert. Mit der Knallerei um Mitternacht hatten unsere drei tierischen Mitbewohner zum Glück kein Problem. Keiner verfiel in Panik, alles blieb im grünen Bereich, d.h. draußen leuchtete es eher bunt – nicht nur grün. Ich hab ein wenig aus unserem Kranichausguck geschaut und das bunte Treiben am Himmel bewundert und die Euros gezählt, die dort oben explodierten. Apropos Kranichausguck, am Vormittag querten doch tatsächlich noch etliche Kraniche den Himmel über unserem Haus. Das allein war für mich Grund genug, um den letzten Tag des Jahres für mich mit einem großen Pluspunkt zu versehen. Die Kamera war leider nicht rechtzeitig zur Hand. So habe ich den Anblick einfach nur genossen – auch wunderschön, einmal nur zu schauen. Ich hoffe, die Vögel waren rechtzeitig zu den vielen Raketenstarts wieder irgendwo in Sicherheit und nicht mehr am Himmel. Silvester ist sicher nicht nur für unsere Haustiere enormer Stress, da draußen gibt es ebenfalls viele Tiere, die sich vor unserem menschengemachten Krach fürchten. Aber darum sorgen sich viele unserer Mitmenschen so gar nicht. Selbst haben wir, auch unseren Haustieren zu Liebe, nicht zu dem lauten Getöse um Mitternacht beigetragen. Dennoch habe ich ein wenig vom dem festgehalten, was an unserem norddeutschen Himmel um die Mitternachtsstunde zu sehen war. Faszinierend ist es schon irgendwie, aber wahrscheinlich wirklich nur für uns Menschen. Eigentlich sollten bei der gewaltigen Knallerei die bösen Geister wohl vertrieben worden sein. Hoffen wir also, dass das Jahr 2016 ein gutes für uns alle wird. Ich hoffe, auch Ihr seid gut gestartet. Alles Weitere wird sich finden. Macht ein gutes Jahr für Euch daraus!!! Vor allem bleibt gesund und Euch, die Ihr 2015 eher weniger mit der Gesundheit zufrieden ward, wünsche ich, dass 2016 in dieser Hinsicht wieder alles in den grünen Bereich bringt. Alles, alles Gute für Euch!

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… den Berliner, denn wir Silberdistels haben ihn zum Fressen gern. … und da ich weiß, dass Berliner nicht käuflich sind, machen wir sie uns ganz einfach selbst. Ich weiß das mit dem „Nichtkäuflich“ noch aus meiner Berliner Zeit vor vielen Jahren. Eine Urberliner Bäckersfrau hat mich zu Beginn meines Berlindaseins einmal ganz rüde zurechtgewiesen, als ich in ihrem Laden zwei Berliner verlangte. Total empört fuhr sie mich an, sie wären alle Berliner und man könne sie nich koofen. Inzwischen bin ich älter und auch ein wenig klüger geworden und kann beweisen, dass die Bäckersfrau mich damals zu unrecht rügte. Ich hab’s derweil in der Literatur nachgeschlagen. Ein Berliner Zuckerbäcker nämlich hat diese herrlichen runden gezuckerten Kuchen 1756 erfunden. Er wollte, wie man auch hier nachlesen kann, unter Friedrich dem Großen als Kanonier dienen. Der arme Kerl erwies sich allerdings als wehruntauglich. Zu seiner Freude durfte er jedoch als Feldbäcker dienen. Als kleines Dankeschön für diese Ehre erfand er den heute als „Berliner“ bekannten Pfannkuchen. Der Feldbäcker gab dem Kuchen aus Hefeteig die Form einer Kanonenkugel, schließlich wäre er gern Kanonier gewesen, und in Ermangelung eines Backofens im Felde buk er seine kugelförmigen Kuchen über offenem Feuer in mit heißem Fett gefüllten Pfannen. … et voilà … fertig war der Ur-Berliner Pfannkuchen. Also, wenn das kein Berliner ist, dann weiß ich auch nicht.
Meine Mutti zeigte mir einst, wie es geht, diese Sache mit den Berlinern, und  sie wiederum hat es auch von ihrer Mutti gelernt, also meiner Großmutter. Ob denn meine Großmutter das Berlinerbacken nun wiederum auch den Backkünsten ihrer Mutti zu verdanken hat, das verliert sich während unser Familiengeschichte leider irgendwo unterwegs in den bewegten Zeiten mehrerer Generationen. Wer weiß, vielleicht gab es ja auch diesen Berliner Zuckerbäcker irgendwo in einer Abzweigung unseres Familienstammbaums … Aber egal, wichtig ist schließlich, dass diese Kunst bis zu mir vorgedrungen ist. Da fällt mir ein, habe ich diese Kunst aller Künste eigentlich schon an meine Töchter weitergegeben? Naja, vielleicht lesen sie ja auch ab und zu einmal hier in meinem Blog und schütteln über den Unsinn, den ich in die Welt hinausposaune, den Kopf. Aber genau jetzt sollten sie vielleicht doch mit dem Kopfschütteln innehalten und lieber einmal aufpassen – wegen der Familientradition und so, damit sie sich im Falle der Fälle einen überaus knackigen und süßen Berliner backen können. Man weiß ja nie, wozu das mitunter noch gut sein kann. Ein Genuss ist so ein Berliner auf jeden Fall – irgendwie zum Reinbeißen süß.
Also los geht’s – selbst ist die Frau.

Man nehme ganz einfach:
500 g Mehl
100 g Zucker
80 g Margarine
1 Prise Salz
1 Päckchen Vanillinzucker
1/4 Liter Milch
2 Eier
1 Päckchen Trockenhefe (oder alternativ 30 g frische Hefe wie bei Oma)
Marmelade oder Konfitüre nach Wahl

Weiterhin benötigen wir:
Ausbackfett (ich nehme Schweineschmalz)
Zucker oder Zuckerglasur

Bastelanleitung:
Die Margarine, den Zucker, Vanillinzucker, Salz und Eier zu einem Teig verarbeiten.

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Mehl und Trockenhefe gut miteinander vermischen und ebenfalls unterarbeiten und nach und nach die Milch hinzugeben.

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Wenn wir mit frischer Hefe arbeiten, sollten wir das Hefestück zerbröckeln, in die etwas angewärmte (handwarme) Milch geben, gut miteinander verrühren und anschließend zu den übrigen Zutaten dazugeben und gut verarbeiten.

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Nun sollte der Teig an einen warmen, aber nicht heißen, Platz gestellt werden, damit er gehen kann. Ich decke die Schüssel gewöhnlich mit einem Geschirrtuch ab. Eine Zeitung tut es aber auch recht gut. So kann der Teig in Ruhe gehen und man muss nicht befürchten, dass ihm kalte Zugluft schaden könnte und ein Aufgehen des Teigs verhindert oder ihn sogar wieder zusammenfallen lässt.

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Nach 90 bis 120 Minuten sollte der Teig gut gegangen sein, d.h. unsere Teigkugel sieht deutlich größer aus als zu Beginn des Gehvorganges.

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Nun wird der Teig zusammengestoßen und noch einmal kurz durchgeknetet. 

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Anschließend geht es ans Formen unserer Berliner. Dazu reißen wir jeweils einen kleinen Teil von unserer Teigkugel ab, ziehen ihn zu einer handtellergroßen Teigscheibe zurecht, setzen ein teelöffelgroßes Stück Marmelade oder Konfitüre unserer Wahl in die Mitte …

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… und schließen die Teigscheibe zu einer Kugel, indem wir sie einfach über unserem Marmeladenklecks zusammenfalten oder zusammendrehen.

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Wenn der gesamte Teig in dieser Art geformt wurde, müssen die Berliner noch einmal auf einem bemehlten Brett …

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… oder Tablett für etwa eine viertel bis halbe Stunde zum erneuten Gehen warmgestellt werden.

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In der Zwischenzeit können wir das Ausbackfett erhitzen …

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… und schließlich die Berliner in dem siedenden Fett backen.

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Nach dem Abtropfen werden sie in Zucker gewälzt oder in Zuckerglasur getaucht. Wenn man nach obigem Rezept arbeitet, sollte man am Ende, je nachdem wie groß man die Berliner formt, 20 bis 25 Stück erhalten.

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Ich habe die Zutaten halbiert. Herr Silberdistel und ich hatten insgesamt 12 herrlich leckere mit schwarzer Johannisbeerkonfitüre gefüllte Berliner vor uns stehen. Noch warm schmecken sie übrigens am besten.

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Bei uns gibt es selbstgebackene Berliner gewöhnlich am Silvestertag, wie auch das letzte Bild hier oben zeigt. Das ist schon seit vielen Jahren so. Als ich noch nicht dazu übergegangen war, meine eigenen Berliner zu backen, kam mein Vater am letzten Tag des Jahres immer mit einer großen Schüssel voller Berliner zu uns, damit auch wir Silberdistels UNSERE Berliner hatten – eine schöne und liebe Erinnerung. Als wir dann eines Tages wegzogen aus dem Ort meiner Kindheit und nicht mehr ganz so nah bei meinen Eltern wohnten, war ich selbst gefragt und so backe ich seitdem fast alljährlich meine eigenen Berliner.

Übrigens ist das Backen und Essen der Berliner nicht zwingend an den Silvestertag gebunden. Hier im kühlen Norden isst man sie gern auch während der Faschingszeit. Auch wenn wir Norddeutschen nicht DIE Faschingsfans sind, aber ein Berliner am 11.11. oder/und am Faschingsdienstag darf’s dann doch gern sein – unsere Art,  Fasching zu feiern  😉

Ihr habt Euch hoffentlich elegant und leicht über den Gartenzaun geschwungen, hinter dem das Jahr 2015 auf uns lauerte?

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Fein, Ihr habt den Sprung also gut überstanden. Wir Silberdistels sind auch gut angekommen.

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Da stehen wir nun samt unserer pelzigen Herrschaft und schauen neugierig und voller Spannung ins neue Jahr hinein. Was mag es uns bringen? Ich befürchte, wir werden es im Laufe der vor uns liegenden 365 Tage schon noch erfahren. Beispielsweise erfuhren wir bei unserer Erstbetrachtung des neuen Jahres, dass die gesamte schöne Schneepracht bereits wieder verschwunden ist.

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Das Gartentor steht nun wieder ohne diesen hübschen weißen Wintermantel da. Tja, irgendwie konnten wir diesen Teil des neuen Jahres schon mal nicht beeinflussen. Aber manches andere geht sicherlich. Machen wir, soweit es in unserer eigenen Hand liegt, ein schönes Jahr draus. Eine ganze Menge kann man durchaus selbst für ein gutes, gelungenes und entspanntes Jahr tun. Mit meinem Gartenzaun habe ich es bereits versucht. Ich habe ihm meinen eigenen Anstrich verpasst, das beginnende Jahr den Zaun nach meinen ganz persönlichen Vorstellungen ein wenig verändert, ich habe ihm meinen ganz eigenen Stempel aufgedrückt. Sicher, nicht alles geht so einfach, das gebe ich zu. Da gibt es mitunter eben doch Dinge, die wir leider nicht beeinflussen können, die wir nur einfach hinnehmen müssen. Dennoch können und sollten wir versuchen, sie so gut wie möglich zu meistern. Auch solche Dinge machen unser Leben aus und gestalten ein Jahr. Bei jedem von uns wird so ein Jahr am Ende anders ausfallen. Was sagte ich hier am letzten Tag des gerade vergangenen Jahres zu Euch? Richtig! Packen wir’s einfach mal an!

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In diesem Sinne wünscht Euch allen ein ganz besonders schönes, mit vielen positiven Ereignisses gewürztes, fantastisches, wundervolles, vor allem aber friedliches und gesundes Jahr 2015 …

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Eure Silberdistel samt all ihrer Mitbewohner

… wünschen wir Silberdistels allen Besuchern des Bücherstaubs.

… und nicht nur das, wir wünschen Euch und Euren Lieben auch ein gutes, sorgenfreies, friedliches und vor allem ein gesundes neues Jahr. Möge dieses neue Jahr viele interessante, schöne und spannende Erlebnisse für uns alle bereithalten. Ich hoffe sehr, dass wir uns auch im kommenden Jahr wieder lesen werden – hier bei mir oder dort bei Euch.

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Wo immer wir uns treffen werden, ich freue mich drauf – so wie auf dieses kleine putzige Kerlchen, das eben noch über den grünen Rasen meines Gartens hüpfte. 

Weißes Gartenreich

Seit Sonntagabend muss es nun Schneeschuhe tragen, wenn es auf der Suche nach Futter durch mein ungewohnt weißes Gartenreich trippelt.

Es taut

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und tropft

Aber wer weiß, die flockige Pracht taut bereits wieder, vielleicht darf das kleine Rotkehlchen ja gleich wieder durch eine grüne Gartenwelt schlendern.

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Egal wie, ob mit Schneeschuhen oder ohne solche, ich wünsche ihm, dem kleinen rotbusigen Federball, Euch und uns eine gute und sanfte Landung dort drüben, hinter dem Gartenzaun, wo bereits das Jahr 2015 mit all seinen Überraschungen auf uns lauert. Wir können nur hoffen, dass diese Überraschungen überwiegend positiver Art sein werden. So oder so, wir werden es meistern – packen wir’s also an …

… und seid vorsichtig beim Sprung nach 2015 – es könnte hier und da ein wenig glatt sein. Springt nicht unbedacht mitten hinein, macht es ganz vorsichtig … so wie unsere Katzen, setzt den ersten Schritt in den Schnee ins neue Jahr ganz vorsichtig an die richtige Stelle …

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