Mit ‘Schwebfliege’ getaggte Beiträge

… werden wir Silberdistels jetzt – wir machen Blogpause …

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… und sind dann also mal fort, weil … der Sommer hat noch einiges mit uns vor. Oder war es die Enkeltochter, die uns wieder einmal so allerlei Beschäftigung angedroht hat? Nun, wer auch immer, das wirkliche Leben meint, es gibt auch fernab von Schreibtisch und PC so allerlei Interessantes zu tun und zu entdecken. Und wenn wir jetzt nicht endlich zu unserer sommerlichen Entdeckungsreise aufbrechen, ist dieser ohnehin sehr schwächelnde Sommer vielleicht still und leise an uns vorüber gegangen und wir haben es noch nicht einmal gemerkt.

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Wir machen uns denn mal auf die Socken, um zumindest das Wenige, was der Sommer in diesem Jahr im Gepäck zu haben scheint, noch mitzunehmen.

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Unsere graue Eminenz hat sich schon mal den besten Platz gesichert – im Grünen, wie man sieht, noch dazu äußerst gemütlich gepolstert und für alle Fälle trocken. Man weiß ja nie, zumal der Sommer momentan sehr tränenreich unterwegs ist. Andererseits ist sie mit ihrem regensicheren Plätzchen dennoch dicht an der Natur – an Vogelgezwitscher, summenden Insekten und bunter Blumenpracht. Was will man mehr als Katzendame im fortgeschrittenen Alter?

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Andere aus der Familie Silberdistel schauen vielleicht lieber den Rotschwänzen bei ihrer Arbeit zu.

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Und sollte der Sommer doch noch heiß werden, dann wissen wir Silberdistels auch für Abhilfe zu sorgen.

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Dann machen wir es wie unsere Kröte Arni, wir springen ins kühle Nass. Nur keine Angst, wir bringen nicht Arnis kleines Gartenteichlein zum Überlaufen. Das lassen wir ihm. Wir springen lieber in die große Badewanne vor unserer Haustür – in unsere Ostsee.

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Und die silberdisteligen Familienmitglieder, die es nicht so gern nass mögen, die baden voller Vergnügen in der Katzenminze.

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Und noch wieder andere baden einfach in Glückseligkeit.

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Kurz und gut, jeder von uns wird den Sommer auf seine Weise genießen und am Ende hoffentlich ganz erholt und fit hier wieder in unser bücherstaubiges Stübchen zurückkehren. Ja, da dürfte es fast schon Herbst sein. Bis dahin aber alles Liebe für Euch, habt eine schöne Zeit und genießt auch Ihr den Sommer und lasst Euch nicht von seiner eventuellen kalten Schulter beeindrucken! 😉

… und das nicht nur auf dem Kalender, dann sollte man sich auch die Zeit nehmen, um ihn ordentlich zu genießen. Und genau das werden wir Silberdistels jetzt tun. Bei uns ist jetzt Sommer- und Blogpause angesagt.

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Auch Euch wünschen wir einen wunderschönen Rest vom Sommer, freut auch Ihr Euch über die Sonne, die Wärme, die Blumen, das Summen der Insekten, vielleicht auch über das Meer, die Berge und den wunderschönen blauen Himmel darüber. Und ab und zu gehört vielleicht auch bei Euch ein schönes Buch zu einem erholsamen Sommer. Bei mir wäre ein Sommer ohne eine schöne Lektüre draußen im Garten – an meinem Lieblingsleseplatz – undenkbar. Also, habt viel Spaß, erholt Euch gut und bleibt gesund.

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Hier bei uns wird jeder das tun, was ihm am meisten gefällt, unsere pelzige Herrschaft wird sicher ihren beiden Lieblingsbeschäftigungen nachgehen – durch den Garten streifen und zwischendurch immer wieder eine kleine Ruhepause einlegen. Die aber möglichst immer draußen im Garten. Zur Not darf’s auch gern der Wintergarten sein, wobei der mehr Tortys Spezialität ist. Nur unser Keks scheint nie zu schlafen. Er ist fast immer im Laufschritt unterwegs, so, als müsse er immer und überall sein. Für ihn wird dieser Sommerurlaub wohl mehr ein einziger großer Abenteuerurlaub werden. Es gibt ja noch soooo viel zu entdecken. Wer weiß, vielleicht haben wir ja am Ende des Sommers so allerlei Aufregendes, Interessantes und sogar Spannendes zu berichten.
Jetzt aber tauchen wir zwei- und vierbeinigen Silberdistels erst einmal ab in unseren Sommergarten und wer weiß, möglich, dass wir auch das eine oder andere Mal außerhalb unseres Gartens unterwegs sein werden. Wir werden sicher zu gegebener Zeit berichten.
Und wer von Euch jetzt immer noch nicht so richtig auf Sommer, Urlaub und Erholung eingestellt ist, der darf sich ganz schnell noch in unserem kleinen summenden, brummenden, blühenden, bunten silberdisteligen Sommerglück ein Auge, eine Nase, ein Ohr voll Sommer holen. Und falls wir uns unterwegs irgendwo verlieren sollten, spätestens am Ende des Sommers lesen wir uns doch hoffentlich wieder. Macht’s gut bis dahin und macht ihn Euch schön – Euren Sommer!

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Das Märchen vom tapferen Schneiderlein dürfte wohl bekannt sein. Nicht? Doch, doch! Da ganz hinten im Gedächtnis schlummert es noch – aus Kindertagen. Das war diese Sache mit dem Schneiderlein, einem Fingerhut und das mit den Riesen auf dem Pflaumenmus oder so ähnlich. Bei uns war es zwar kein Schneiderlein, sondern der Kater Keks, den es gerade nach einem Pflaumenmusbrot gelüstete. Oder … naja, vielleicht gelüstete es ihn auch nur nach den Fliegen. Aber halten wir uns nicht mit Nebensächlichkeiten auf. Jedenfalls muss Keks in meinem Lieblingsmärchenbuch gelesen haben und darin stand, dass auf ein ordentliches Pflaumenmusbrot mindestens sieben Riesen gehören. Riesen? Würde er sich da nicht ganz einfach übernehmen? Nach erneutem Nachschlagen beruhigte sich unser Keks wieder. Es ging natürlich um Fliegen. Das mit den Riesen kam erst später. So machte sich unser Keks also guten Mutes auf in die große weite Welt unseres Gartens. Dort blieb er dann auch gleich, wie schon etliche Tage zuvor, an unserem neuen kleinen Teichlein hängen. Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah?

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Im Laufe seines immerhin schon 11-monatigen Lebens hatte unser Tausendsassa  bereits so allerlei Erfahrungen gesammelt. Und so dünkte ihn, dass ein Blick ins Teichlein nicht schaden könne, hatte er doch in den letzten Tagen dort immer wieder fliegende Riesen … ähem … riesige Fliegen gesehen.

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Und siehe da, während er noch so schaute, drang ein leises Summen an sein Ohr. Allerdings kam es nicht vom weisen Erdmittelpunkt dort unten im Teichlein.

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Es kam von etwas höher – vom allwissenden Rand des kleinen Teichleins, den eine hübsche Sammlung aus kleinen Felsensteinen ziert.

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Kaum vernommen, schon hatte unser Keks das Summen punktgenau geortet. Es kam von einer schwarzgelben Schwebfliege, die sich eben auf einem der besagten Steine niedergelassen hatte.

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Vorsichtig schlich unser tapferes Schneiderlein näher an den Stein heran.

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Wohlig aalte sich die Fliege in der Sonne und ließ sich den geplagten Rücken bescheinen. Auch Fliegen können „Rücken“ haben. Aber das nur am Rande.

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Doch dann, oh Schreck, sauste plötzlich etwas Pelziges auf das arme Fliegentier zu. So schnell kann es mitunter gehen – eben noch genießt man wohlig die Sonne und Bruchteile von Sekunden später findet man sich auf einem Musbrot wieder.

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Halt, Stopp! Entspannung … Die Fliege hatte wohl doch noch all ihre Augen offen und konnte gerade noch rechtzeitig der pelzigen Pfote entkommen. Erstaunt über sein kleines Missgeschick schaute unser Keks der entschwebenden Fliege hinterher.

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Aber wer Fliegen für ein Musbrot braucht, der lässt sich durch einen solch kleinen Fehlschlag nicht entmutigen. Geduld ist die Mutter der Porzellankiste und mitunter auch die des Keks.

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Na? Wer sagt’s denn? Da schwebt dem Keks doch tatsächlich erneut etwas vor.

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Glückes Geschick! Es hat sich ausgeschwebt und niedergesetzt.

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Dieses Mal hält sich Keks nicht lange mit dem Vorspiel auf, dieses Mal handelt er überaus zügig – wegen des Überraschungseffektes, falls es wieder die Fliege von eben sein sollte. Da wäre eine abwechslungsreiche Taktik gefragt.

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Wow! Ging die geänderte Taktik tatsächlich auf? Fliege weg, Keks weg! Liegt das Fliegentier bereits auf dem  Musbrot?

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Doch nein, auch der zweite Versuch scheint dem Jäger missglückt zu sein.

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Aber wie es ausschaut, hat er das Subjekt seiner Begierde immer noch fest im Blick.

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Narrt ihn dieses schwarzgelbe Fliegentier etwa? Ist es schon wieder weiter geschwebt?

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Aber Keks wäre nicht Keks, wenn er sich so einfach vom Fliegenkurs abbringen ließe. Da gehört schon mehr dazu, als einfaches Schweben.

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Nun wieder die Anfangstaktik verfolgend, die mit dem vorsichtigen Herantasten an die Beute, schleicht Keks näher. Wo will seine Musbrotfliege hin?

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Ha! Will das Fliegentier etwa im Wintergarten Schutz suchen? Es schwebt nämlich genau in jene Richtung. Keks eilt, jetzt zu allem entschlossen, hinterher. Nichts kann ihn mehr aufhalten. Er WILL die Fliege, setzt zum Sprung an und …

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… dann geht ein lauter Aufschrei durch die kleine Gartenwelt, ein Aufschrei des Entsetzens, ein Aufschrei der Fassungs- und Hilflosigkeit. Im selben Moment nämlich, als der Silberdistel klar wird, was gleich geschehen würde, war es auch schon passiert. Und vor lauter Verblüffung und Erstarren in völliger Bewegungslosigkeit war die Distel nicht einmal mehr in der Lage, die Kamera in Anschlag zu bringen, um den einzigartigen und überaus gekonnten Sprung des Ritters Keks, des kleinen tapferen hauseigenen Schneiderleins, im Bild festzuhalten. Was für ein Bild, ein Bild, das hätte um die Welt gehen können! Das Bild von dem für wenige Augenblicke am brandneuen Fliegenvorhang klebenden Keks. Natürlich hat der Schrei der Silberdistel das tapfere pelzige Schneiderlein irritiert, die Fliege hingegen nicht, die entkam – wieder einmal. Was blieb, das sind die Löcher im Fliegenvorhang, die der zunächst unerschrockene, dann vom Aufschrei erschrockene und sich daraufhin erschrocken am Vorhang festkrallende, Springer hinterließ. Was soll’s, Fliegen fangen auf einem Musbrot kann schließlich jeder, aber dekorative Löcher beim Fliegen fangen in einen Vorhang stanzen und noch dazu weit mehr als sieben – auf nur einen einzigen Streich, das hat schon ein bisschen was von Kunst und eine ganze Menge Mut obendrein braucht es auch, denn unser pelziges Schneiderlein konnte eigentlich nicht davon ausgehen, dass die beiden Silberdistels nach der Auflösung ihrer kurzzeitigen Schreckstarre loslachen würden. Aber das Ganze war so komisch, da blieb kein Auge trocken und kann, wer lachen muss, noch ernsthaft schimpfen?

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Naja, und wenn der Lochkünstler auch gleich noch sein eigen Abbild auf dem Vorhang hinterlässt, dann kann man ihm schon gar nicht böse sein. Und das, das konnte der Schneider aus dem Grimmschen Märchen nun doch nicht mit seinem Musbrot und seinen läppischen sieben Fliegen. Nicht mal auf seinem selbst gestickten Angeber-Gürtel „Sieben auf einen Streich“ hat er das hingekriegt. Na, und Keksens Löcher sind schon allemal mit Riesen zu vergleichen, nicht so die winzigen Fliegen von dem Grimmschen Schneiderlein.

Wir sind in diesem Jahr völlig umzingelt von schnurrenden, summenden und brummenden Geräuschen – sehr angenehmen Geräuschen – beruhigend und schön. Wohin wir auch gehen, drinnen schnurrt’s und draußen summt und brummt es überall.

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Pssst, leise! Der Kater ist gerade in das einschläfernde Summen der Lavendelbesucher vertieft

Der Schnurrer von drinnen lässt sich gern auch draußen bei den sanften Brummern nieder und lauscht ihrem einschläfernden Gesang.

Hörst Du das auch, Silberdistel? Ist es nicht schön, wie es hier am Lavendel summt und brummt?

Hörst Du das auch, Silberdistel? Ist es nicht schön, wie es hier am Lavendel summt und brummt?

Oder ob ihm ganz einfach nur der Duft von Lavendel, Thymian und Co. gefällt? Denken könnte ich es mir schon, zumal er auch Katzenminze über alles liebt. Warum also sollte er nicht auch die anderen so herrlich aromatisch duftenden Gartenpflanzen mögen?

Hmmmm ... und es riecht hier so gut, Silberdistel

Hmmmm … und es riecht hier so gut, Silberdistel

Und dort, wo ständig Hummeln, Bienen und andere Insekten die Pflanzen durch ihre Nektarsuche bewegen, entströmt ihnen natürlich unweigerlich auch dieser herrliche Sommerduft. Da möchte selbst ich immerzu nur vor dem Lavendel hocken.

Lassen wir unseren Genießer also weiterträumen ...

Lassen wir unseren Genießer also weiterträumen …

Ich glaube, unser Kater ist ein Kenner und  Liebhaber besonders dieser exotischen Düfte. Wo Lavendel, Thymian, Oregano, Minze, Salbei und mehr duften, da ist natürlich ständiger Flugbetrieb. Und immer wieder entdeckt man neue Gäste unter den Insekten. Unlängst wurde hier bei den Kommentaren ja bemängelt, dass in unserer Insekten-Hotelanlage ein Hummelhotel fehlen würde.

Ein Hummelhotel aus Stein - der rote Pfeil zeigt auf den schmalen Eingang

Ein Hummelhotel aus Stein – der rote Pfeil zeigt auf den schmalen Eingang

Nix da, auch an die Hummeln ist gedacht. Sie wohnen bei uns Silberdistels nämlich schon seit Jahren. Allerdings bevorzugen sie nicht die Hotels in Holzbauweise, sie haben sich die warme und sichere Steinmauer unseres Wohnhauses für ihre Großfamilie ausgesucht. In manchen Jahren haben wir vorn am Haus Gäste, dann wieder hinten, mitunter sogar sowohl vorn als auch hinten. In diesem Jahr ist mir allerdings das erste Mal ganz oben am Haus etwas aufgefallen.

Hier ist gerade eine Hummel im Anflug auf den schmalen Eingang zum Hummelnest

Hier ist gerade eine Hummel im Anflug auf den schmalen Eingang zum Hummelnest

Als ich irgendwann wieder einmal vor meinem PC saß und in einer Denkpause sinnend aus dem Fenster schaute, fiel mir auf, dass über meinem Zimmerfenster immer wieder Hummeln eine ganz bestimmte Stelle anflogen. Wie ich später feststellte, peilten die wuscheligen Brummer einen der Lüftungsschlitze in der Klinkerwand unseres Hauses an.

Schwer bepackt mit Nektar krabbelt die Hummel nach der Landung ins Innere des Nestes

Schwer bepackt mit Nektar krabbelt die Hummel nach der Landung ins Innere des Nestes

Offensichtlich hatte sich dort eine Hummelgroßfamilie häuslich eingerichtet. Bisher waren meistens die Lüftunggschlitze des Hauses in Bodennähe gefragt gewesen. In der Regel hatten dort Steinhummeln ihre Nester gebaut. Was mochte denn neuerdings dort oben wohnen? Da sich immer mal wieder von diesen fliegenden Hausgästen auch welche in unseren Wintergarten verirrten, hatte ich bald raus, wer dort oben über meinem Fenster Quartier bezogen hatte.

Baumhummeln sind also unsere neuen Untermieter

Baumhummeln sind also unsere neuen Untermieter

Es handelt sich um Baumhummeln. Wie ich lesen konnte, nutzen sie durchaus gern solche Mauerschlitze. So ein Baumhummelvolk kann 80 bis 400 Tiere umfassen und wie ich nun weiß, hätten sie durchaus auch Kandidaten für unseren in ein Wespennest umgewidmeten Vogelnistkasten sein können, denn auch solche Nistmöglichkeiten nutzen sie durchaus nicht selten. Die Baumhummel ist im Vergleich zu anderen Hummelarten eher eine kleine Hummel. Schön, dass auch sie nun neben den zahlreichen anderen Hummeln, den vielen Bienen, Schwebfliegen und sonstigen fliegenden Gästen unser kleines grünes Reich bevölkern. In der Diaschau hier unten ist eine Auswahl unserer vielen schwirrenden und fliegenden kleinen Gäste zu sehen und wenn Ihr ganz genau lauscht, dann hört Ihr es auch summen, brummen und vielleicht sogar das leise Schnurren unseres Katers, der den wohligen Duft des Lavendels inhaliert und sich die Füße in der Sonne wärmt.

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Gymnocalycium mihanovichii

Gymnocalycium mihanovichii

… als dieser Kaktus blühte. Es war Juli, warm und angenehm. Da wussten wir noch, was die Sonne ist. … und jetzt? Jetzt haben wir nicht einmal Winter. Von der Sonne will ich lieber erst gar nicht reden. Eben fiel mein Blick in das graue hässliche Nass in meinem Garten und streifte dabei das Regal mit meinen Kakteen, die im Moment in unserem Wintergarten ihren Winterschlaf halten. Der eine kleine dort, der hatte uns mit seiner blassgelben Blüte wundervoll den letzten Sommer  verschönt. Er wollte gar nicht wieder aufhören zu blühen. Kaktus, weißt Du was? Wenn der Winter schon keine Lust hat, uns eine hübsche Winterlandschaft vor das Wohnzimmerfenster zu zaubern, dann machen wir es uns doch ganz einfach auf unsere eigene Art schön. Da sind ja noch all die vielen Bilder, die ich zur Erinnerung an Deine wunderhübsche Blüte aufgehoben habe. Lass sie uns noch einmal hervorzaubern. Ich bin sicher, sie bringt uns den Sommer und die Sonne noch einmal zurück und lässt uns diese trübe und dunkle Zeit besser verkraften.
Wie hieß doch mein kleiner stacheliger Freund noch? Hm … wo ist nur das kleine Namensschildchen? Ob der Kater wieder einmal seine Zähne im Spiel hatte und dem Kaktus seinen Namen gestohlen hat? Das Pelztier liebt nämlich diese kleinen netten Plastikschildchen, die in der Regel in meinen Kakteentöpfen stecken, damit ich mir die Namen all meiner pflanzlichen Exoten nicht immerzu krampfhaft merken muss. Eines schönen Tages begann der Kater damit, die Schildchen ganz geschickt mit den Zähnen aus den Töpfen herauszuziehen. Er zieht sie aber nicht nur, er nutzt sie als irrsinnig interessantes Spielzeug, schießt sie voller Begeisterung über den Boden und macht ein wildes Spiel daraus. Fliesen eignen sich als Spielfeld ganz besonders gut. Da zischen die flachen Plastikstreifen wie kleine Geschosse umher – sehr zur Freude unseres Katers. Nicht selten aber bleibt nach so einem Spiel auch einmal ein Schildchen verschollen. Da ich zwar Kakteen sehr mag, aber durchaus kein Spezialist auf diesem Gebiet bin und eher selten die Namen in meinem Gehirn speichere, muss ich die Kakteen entweder mühevoll anhand von Büchern neu bestimmen oder aber der stachelige Mitbewohner bleibt dann einfach namenlos im Blumenregal stehen. Meistens bleibt es beim Namenlos, denn ich habe in unserem Kater meinen Meister gefunden. Er ist schneller mit dem Ziehen der Schildchen als ich mit dem Wiederfinden und Zurückstecken. Aber da der kleine Kaktus nun Hauptdarsteller des heutigen Beitrags sein sollte, war er der Meinung, jede andere Berühmtheit hätte einen Namen. Er wolle seinen auch zurück. So habe ich mir also die Mühe gemacht und meine Kakteenbücher um Rat gefragt und tatsächlich konnte mir und dem bis eben noch namenlosen Kaktus geholfen werden. Er müsste ein „Gymnocalycium mihanovichii“ sein.

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Verraten hat mir den Namen Erik Hausteins Buch „Der Kosmos-Kakteenführer : Bestimmung, Pflege, Vermehrung. – 2. Aufl. – Stuttgart : Franckh-Kosmos Verl., 1998. – ISBN 3-440-07685-7“ – übrigens ein sehr empfehlenswertes Buch. Es ist eine gute Übersicht über die wichtigsten Kakteen. Die Kakteen sind kurz und knackig beschrieben und es gibt jeweils ein Farbfoto des blühenden Kaktus dazu. Wenn man nicht gerade ein Raritätensammler ist, sollte man hier eigentlich in der Regel finden, was man sucht. So malte ich in meiner Sonntagsnachmittagsausgehhandschrift die Worte „Gymnocalycium mihanovichii“ auf ein weißes Plastikkärtchen und reichte es dem kleinen Stachelfreund. Mal schauen, wie lange er nun stolzer Besitzer eines neuen Namesschildchen ist. Eigentlich sollte er es mit seinen Stacheln bestens verteidigen können. Aber die Entwendetechnik des Katers scheint auch nicht von schlechten Eltern zu sein.

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„Was sagt die Silberdistel? Neues Namensschildchen? Wo?“

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„Ich geh‘ mal gucken. Das wäre ja gelacht, wenn ich das neue Schildchen nicht finden würde. Wo war noch dieser Kaktus, von dem die Silberdistel da sprach?“

Heute möchte ich meine kleine Rückschau auf unseren Wanderurlaub in der Rhön einmal kurz unterbrechen.

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Wandern macht ja gewöhnlich mächtig hungrig und eine kleine Stärkung, bevor wir zur nächsten Tour in die Wanderschuhe steigen, sollte so falsch nicht sein.

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Wie wär’s da mit einer leckeren Konfitüre aus der Zauberwerkstatt der Silberdistel?

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Wer es noch nicht bemerkt haben sollte, es ist Johannisbeerzeit. Dieser kleinen Schwebfliege hier oben ist es bereits längst aufgefallen. Sie hat schon einmal getestet, wie die Johannisbeeren bei Silberdistels in diesem Jahr ausfallen. Dabei ist ihr aufgefallen, dass Johannisbeeren … Was? … sauer sind? Naja, gut, die roten sind noch nicht ganz reif. Die dürfen noch ein Weilchen im  Garten Sonne tanken. Die Schwebfliege kommt dann zur rechten Zeit und berichtet mir, wenn die hübschen Roten erntereif sind. Aber apropos  sauer, da wären wir doch gleich wieder beim Titel meines heutigen Blogbeitrags „Sauer macht lustig“. Na, und lustig ist doch irgendwie schön, oder nicht?

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Aber unter uns … die weißen Johannisbeeren sind schon voll gut, wie meine Enkeltochter sagen würde. Sie sind gar nicht so sauer, wie man das gemeinhin den Johannisbeeren nachsagt, sie sind sogar recht süß und sehr aromatisch.

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Ein Großteil von ihnen ist bereits vernascht – direkt vom Strauch in den Mund, so lecker sind sie. Das spricht doch für sie, oder?… und eben weil sie so lecker sind, habe ich gedacht, sie würden sich auch ausgesprochen gut als Konfitüre für unser Sonntagsfrühstück machen. So kam es also zu dieser kleinen Wanderpause, denn wir müssen Konfitüre kochen und natürlich auch gleich noch ein Testessen veranstalten – ein gemütliches sonntägliches Konfitüren-Test-Frühstück. Danach können wir dann frisch gestärkt weiter durch die herrliche Rhön wandern. So, also dann erst einmal mir nach – in die Küche!
Ich verspreche, auch diese süße Kreation aus dem Hause Silberdistel ist wieder sehr gelungen. Wer mir nicht glaubt, der sollte es ganz einfach einmal selbst ausprobieren.

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Natürlich war ich, wie ich es meistens tue, bevor ich meine Versuche am Kochherd starte, ein wenig auf Ideensuche. Zuerst habe ich selbstverständlich meine geliebten Kochbücher zu Rate gezogen und wurde dort auch sogleich fündig. In „Großmutters Marmeladen“ lockte mich auf Seite 10 eine „Johannisbeerkonfitüre mit Mandeln“. Dennoch war ich mit der Zutatenliste nicht so ganz zufrieden. Wie schon so oft habe ich auch dieses Rezept etwas abgewandelt und ein wenig mehr an Zutaten hineingeschüttet als es die Großmutter von damals tat. Die Großmütter von heute sind eben auch nicht mehr das, was sie einst waren. Die moderne Großmutter bleibt nicht einfach auf Altem und Bewährtem sitzen, sie ist auch kreativ und entwickelt voller Tatendrang und mit viel Erfindungsgeist weiter.

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So, und hier ist nun die Zutatenliste für die Johannisbeerkonfitüre mit Mandeln à la Silberdistel:

100 g Mandelblättchen
1 kg weiße Johannisbeeren
500 g Gelierzucker (2:1)
1 Päckchen Vanillezucker
1 Fläschchen Rum-Aroma
2 Fläschchen Vanille-Aroma
Saft einer Zitrone 
1/2 Teelöffel abgeriebene Orangenschale
1/2 Teelöffel gemahlenen Zimt
100 ml Kirschwasser

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(Für diejenigen, die gern auch das Rezept von der Großmutter aus dem Buch testen wollen, möchte ich hier auch diese Zutaten noch nennen:

100 g Mandelblättchen
1kg rote Johannisbeeren
1 Messerspitze Einmachhilfe
1 Päckchen Zitronensäure
1 kg Gelierzucker (1:1)
100 ml Himbeergeist)

Hier schnell noch die vollständigen Angaben zum Buch. Ich habe es übrigens früher schon einmal erwähnt. Mein herrliches Minzgelee geht nämlich ebenso auf dieses großmütterliche Kochbuch zurück:
Großmutters Marmeladen. – Renningen : Garant Verl., 2008. – 63 S. – ISBN 978-3-86766-713-5

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Zubereitung:

Die Johannisbeeren waschen, abtropfen lassen, von den Stielen befreien und anschließend in einen genügend großen Kochtopf geben.

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Nebenher kann man schon die Mandelblättchen auf ein Kuchenblech geben und bei 180 bis 200° C im Backofen goldbraun rösten lassen.

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Zu den Johannisbeeren kommen dann die aufgeführten Zutaten, natürlich einschließlich der gerösteten Mandelblättchen.

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Das Ganze wird zum Kochen gebracht, dabei immer schön fleißig umrühren. Es sollte ca. 4 Minuten sprudelnd kochen (Kochzeit evtl. der Kochanleitung auf der Gelierzuckerpackung entnehmen).

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Anschließend kann unsere Konfitüre in die vorbereiteten Schraubgläser gefüllt werden.

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Wir Silberdistels haben selbstverständlich unser Testessen schon wieder hinter uns – mit dem Ergebnis: superlecker und sehr empfehlenswert.

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In diesem Sinne ein fröhliches Wochenende, gute Erholung und lasst Euch die frisch gekochte Johannisbeerkonfitüre zum sonntäglichen Frühstück munden. Wir treffen uns dann am Montag zur Fortsetzung unserer Wandertour durch die Rhön. Ab 8.00 Uhr get’s los. Wer später kommt, folgt uns einfach unauffällig 😉

Was fliegt denn da? Na, was wohl – Fliegen. Auch sie gibt es wie die Käfer in vielerlei Gestalt. Am interessantesten sind wohl die Schwebfliegen, die gern so tun, als wären sie gefährliche stachelbewehrte Wespen. Sie tarnen sich durch ihr gestreiftes Kleid wirklich als Wespe. So mancher Fliegenfeind wird sich in die Irre leiten lassen und vorsichtig sein, nicht dass er gestochen wird. Da wird sich so manche kleine Schwebfliege sicher eins ins Fliegenfäustchen lachen, denn die Tarnung scheint fast perfekt zu sein. Ich habe schon so manchen Menschen nach einer Schwebfliege schlagen sehen aus lauter Furcht, er könne von der gefährlichen Wespe gestochen werden. Dabei kann man eine Schwebfliege und eine Wespe recht gut auseinanderhalten, wenn man nur die Ruhe behält, genau hinhört und hinschaut. Die typischen Fliegenaugen sind doch recht deutlich zu erkennen und das Summen der Fliegen ist viel diskreter als das der Wespen. Außerdem sind die Schwebfliegen anders gebaut als Wespen, oftmals viel zarter und natürlich schweben die Schwebfliegen, wie uns schon ihr Name verrät. Die Wespe dagegen tänzelt mehr durch das Wespenleben. Hier heißt es ganz einfach Augen und Ohren auf, dann weiß man, wen man vor sich hat. Schwebfliegen sind aber wie Bienen, Wespen und Hummeln durchaus auch kleine naschhafte Insekten. Man findet sie ebenso wie die Stachelträger an vielen Blumen. Auch sie tun sich gern an dem süßen Nektar der Blüten gütlich. Will man also Schwebfliegen vor die Linse bekommen, ist man gut beraten, die Blumen im Garten einmal etwas genauer unter die Lupe zu nehmen. Ich habe die schwebenden Insekten am Lavendel, an der Schafgarbe und an meiner Sibirischen Buschastern gefunden, aber auch der Nektar der Prachtscharte scheint ihnen ausgezeichnet zu munden.
Die Fliege mit den roten Augen fand ich übrigens ebenfalls hochinteressant. Bisher war mir noch keine Rotäugige vor die Linse gekommen. Wieder einmal fiel mir auf, wie enorm doch die Vielfalt besonders unter den Fliegen ist. Spannend und interessant, was man in einem relativ kleinen Garten alles entdecken kann.

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