Mit ‘Schlafplatz’ getaggte Beiträge

Katzen sind doch enorm clevere Wesen. Sie können quasi aus nichts immer noch ein Wunder an beneidenswerter Behaglichkeit machen. Okay, ihr pelziges Outfit kommt ihnen da mitunter schon sehr entgegen. Naja, und so ein Pelz ist eben doch alles andere als nichts. Er ist enorm universell einsetzbar. Nicht nur als simpler Wintermantel.

01-DSC07747

Da geht noch wesentlich mehr – wie Torty bestens beweisen kann. Schon toll, wenn man sein Kopfkissen stets und ständig dabei hat, oder?
Kein Wunder also, dass Katzen immer und überall schlafen können – äußerst komfortabel noch dazu. Egal, wo sie schläfrig niedersinken, das warme und weiche Kopfkissen ist immer an der Katz und somit sofort und ohne Umschweife einsetzbar.

02-DSC07748

Als Torty ihre Lehrvorführung in puncto Kopfkissen, Bequemlichkeit und Behaglichkeit gab, schien uns hier in meinem Teil der Ostseeküste noch die Sonne auf den Pelz und ließ nicht nur Torty vom nahen Frühling träumen.

03-DSC07752

Tja, diesen Wetterbericht müssen wir leider inzwischen schon wieder korrigieren. Frau Holle schüttelt gerade noch einmal – zwar mehr oder weniger lustlos – an ihren Betten herum.

Für Diaschau eines der Bilder anklicken!

Ob aus dieser lustlosen Bettenschüttelei noch mehr wird? Torty meinte gerade, ihr sei es völlig egal, was die diesen Winter so verwirrte Holle da oben treibt oder nicht. Und schon eilte unsere pelzige Dame beherzten Schrittes ins Bad, sprang auf den Wäschetrockner, stieg dort ins Weidenkörbchen und legte das flauschige milchkaffeefarbene Kopfkissen zurecht.  Das bunte Torty-Köpfchen sank sanft dagegen, die Augen schlossen sich. Schließlich war noch ein zutiefst entspannter Grunzer zu hören und weg war’s, das Kätzchen, im Land der Träume.

10-DSC07749
Herr Silberdistel lernte schnell von Torty. Bei solchem Wetter ist ein Mittagsschlaf eine wundervolle Idee. Nur mit dem Kopfkissen klappte es nicht ganz so perfekt wie bei unserer Tortellini. Was man nämlich nicht dabei hat, ist oft schon durch andere besetzt …

11-DSC01718

Obwohl, wie man sieht, die doch eigentlich auch wie Torty ihr eigenes Kopfkissen dabei haben … Aber warum sollte man auf Gemütlichkeit nicht immer noch eins drauflegen können?

Hallo, da seid Ihr ja endlich.

01

Ich sitze hier schon eine ganze Weile und warte auf Euch. Ich will Euch nur sagen, dass wir im Moment so gar keine Zeit haben. Hier ist mächtig was los. Wir erwarten nämlich Besuch.

Für Diaschau eines der Bilder anklicken!

Da haben wir natürlich jetzt gewaltig zu tun – mit der ganzen Putzerei und so.

09

Ihr glaubt gar nicht, wie erschöpfend das sein kann.

10

Naja, ich bin jetzt wenigstens fertig mit dem Putzen.

11

Ich will mal kurz schauen, wie weit die Silberdistel damit ist.

12
Hier unten ist sie scheinbar fertig. … und auch sonst höre ich nichts mehr. Ich geh‘ mal vorsichtig gucken.

13

Ja, hier ist die Luft rein und der Teppich auch. Wie himmlisch – endlich wieder Ruhe … Ach, … und ehe ich’s vergesse, wir machen erst einmal Sommerpause. Wir müssen uns um unsere Gäste kümmern. Da bleibt keine Kümmerzeit für den Bücherstaub übrig. Ihr müsst jetzt erst einmal eine Weile ohne uns auskommen.

14

Und ich, ich muss mich nun von der Putzerei erholen. Bin völlig erschöpft und hundemü… ähh … katermüde. Also dann … bis irgendwann nach … nach unserer Sommerpause. Das kann aber dauern. Kater schlafen gewöhnlich lange … gaaaaanz lange … Also, bis später dann … brrrr … puhhhhhhhh …

15-Dsc08026

Was? Warum weckt Ihr mich noch mal? Katzen? Was ist mit Katzen?

15-Schlafende Prinzessin

Ach so, … Katzen … ja, die schlafen auch lange, viel länger als Kater, weil … sie haben die besseren Schlafplätze …

17-Wir machen Sommerpause

So, aber nun ist Ruhe hier! Gute Nacht … und dann bis nach dem Schlaf um acht im Bücherstaub!… brrrr … puhhhh … brrrr … puhhhhhhh …

… spricht die Katze und inspiziert interessiert die frisch gewaschene und auf dem Schaukelstuhl zum Trocknen ausgelegte Tischdecke. Oh, sieht das hübsch aus und irgendwie auch gemütlich und diese wunderbare königliche Farbe.

01-IMG_0395

Dieses Rot sollte doch zu ihrem grauen Pelz ganz wunderbar passen. Ja, vielleicht sollte sie ganz einfach den Test machen, ob diese leuchtende Farbe ihr wirklich so gut zu Gesicht steht, wie sie ganz stark vermutet. Wo ist die Silberdistel? Weit und breit nicht zu sehen. Das passt der Katzendame natürlich ungeheuer gut in den Kram.

02-IMG_0386

Vorsichtig steigt sie auf den schaukelnden Thron, balanciert gekonnt die Kippbewegungen des Stuhls aus und dreht und wendet sich dann geschickt auf der hübschen roten Unterlage. Dieses Rot sieht wirklich königlich aus zu dem wuschelweichen grauen Pelzmantel. … und wie frisch es rundherum riecht.

03-IMG_0385

Die Katze dreht sich noch mehrmals genüsslich im Kreise und formt sich auf diese Weise elegant eine Art kleine Schlafhöhle und fällt kurz darauf in tiefen Schlummer.

04-IMG_0391

Als die Silberdistel irgendwann ins Zimmer kommt und zum Schaukelstuhl blickt, klappt ihr vor Erstaunen der Unterkiefer runter. Mit offenem Munde starrt sie auf das frisch gewaschene rote Wäschestück, in dem weich gebettet ein graues Fellbündel liegt. Einigermaßen verwirrt verlässt die Distel kurze Zeit später auf äußerst leisen Sohlen das Zimmer. Wer bringt es schon übers Herz, ein solches Traumpaar in Rot und Grau abrupt aus dem Schlaf zu reißen? Also, die Silberdistel nicht. Außerdem lässt die Körperwärme der Katze die Decke sicher etwas schneller trocknen. Man kann mitunter schon aus der Not eine Tugend machen 😉

05-IMG_0393

Herr Silberdistel meint später lediglich: „Denk das nächste Mal daran, solltest Du wieder einmal eine Tischdecke zum Trocknen auf dem Schaukelstuhl auslegen, dass Du sie gleich mit der Unterseite nach oben legst – wegen der Katzenhaare.“ Da denkt die Silberdistel: „Wo er recht hat, hat er recht, aber wer kommt schon darauf, dass sich die Katze zum Trocknen einer feuchten Tischdecke berufen fühlt?“

Sehen sie nicht aus, als wären sie für alle Ewigkeit verstoßen worden und als würden sie meinen, nie, nie wieder ins Haus gelassen zu werden? Sind zwei Stubentiger bis in alle Ewigkeit ins wilde, feindliche Leben hinaus geschubst worden? Erwecken sie nicht den Eindruck, als hätten sie tagelang dort draußen ausharren müssen? Werden sie jemals ihren warmen und weich gepolsterten Lieblingsschlafplatz wiedersehen und unter sich spüren können?

01

Hätten sie noch dichter an die Scheibe gekonnt, sie wären sich nicht zu schade dafür gewesen, an der Scheibe zu kleben. Doch dann, ein Hoffnungsschimmer? Drinnen im Haus bewegt sich etwas.

02

Des Katers Blick ins Haus – ein einziger Schrei: „Lass mich reeeeeeeein!“ Die Katze dagegen glaubt nicht mehr daran, dass sie jemals wieder in die Behaglichkleit darf. Ihr Blick drückt Resignation aus.
Aber was ist das? Die Silberdistel kommt, schaut, lacht, kehrt um und ist wieder verschwunden. Mutlosigkeit erfasst die beiden Verstoßenen. Aus der Traum vom gemütlichen und behaglichen Heim. Fassungslosigkeit über so viel menschliche Hartherzigkeit macht sich in zwei Katzenherzen breit.

03

Doch da, da ist sie wieder, die Silberdistel – ganz breit grinsend und in der Hand die schwarze Knipse. Muss sie nun auch noch das Leid zweier verstoßener Pelzwesen dokumentieren? Ja, sie muss! Wie peinlich! Nur nicht hingucken! Das ist ja beschämend! Bitte, Distelchen, Du Allerliebste unter den Lieben, lass uns rein! Wir wollen auch nie wieder raus. Die Silberdistel öffnet die Terrassentür und zwei graue Katzenblitze schießen durch die offene Tür ins Haus.
Die Silberdistel steht da und schüttelt den Kopf. Sie schwört, die beiden Katzen waren nur für Sekunden dort draußen in des Winters Kälte.

04

Lasst Euch nicht vormaunzen, dass diese beiden Tiger stunden- oder gar tagelang draußen in Sturm und Kälte ausharren mussten.

05

Völlig erschöpft von zwei Minuten Winterfreuden in der herrlichen Natur sinken die pelzigen Vierbeiner auf ihren Schlafplätzen nieder – laut schnurrend vor lauter Seligkeit und Dankbarkeit darüber, dass diese Lieblingsplätze noch da sind und sie nun nicht weiter draußen vor der Tür ausharren und auf Einlass warten müssen, der nicht einmal gewiss ist.

Katzen sind von Natur aus überaus neugierig und an allem interessiert, was neu für sie ist bzw. aus irgendeinem Grunde ihr Interesse erregt. Er stört sie dabei überhaupt nicht, dass man den Wäschetrockner, den sie gerade inspizieren, just in diesem Moment zum Trocknen der frisch gewaschenen Wäsche benötigt.

Die Waschschüssel, die für den Wäschetransport von der Waschmaschine zum Wäschetrockner herhalten soll, ist mitunter auch gerade besetzt und wird freiwillig nicht so schnell wieder geräumt.

Wer viel forscht, ist natürlich irgendwann auch völlig erschöpft und müde und muss ruhen, wo immer das möglich ist. …und es ist nahezu überall möglich, sodass Mensch manchmal dann doch völlig verdutzt dasteht, wenn er einem so natürlichen Bedürfnis, wie dem Händewaschen, nachkommen möchte. Das jedoch kann sich das Katzenpersonal im Bad natürlich abschminken, es sei denn, es benutzt Dusche oder Badewanne für dieses absonderliche Ansinnen. Dieser Platz hier ist jedenfalls ein Katzenschlafplatz – nix da mit Wasser rumplantschen.

Also gut, steuert Mensch auf die Badewanne zu, um sich dort schnell die Hände zu waschen. Oh, geht auch nicht – ebenso besetzt. Wohl oder übel muss das Waschbecken in Küche oder Gästetoilette herhalten, um den Wunsch nach sauberen Händen zu befriedigen. Zu dem Waschbecken- und Badewannenbild muss vielleicht noch erklärend hinzugefügt werden, dass diese Schlafplätze nur im Sommer bevorzugt werden, wenn es draußen für Pelzträger ein ganz klein wenig zu warm ist.

 

In einem Anfall von Arbeitswut  fällt mir ein, dass ich noch die frisch gewaschene Wäsche zusammenlegen und wieder in die Schränke räumen könnte. Ich gehe mit meinem Wäscheberg ins Zimmer meines Gatten, in dem ein Tisch steht, der sich für solche Arbeiten hervorragend eignet. Nur, er eignet sich auch für andere lebensnotwendige Dinge – zum Schlafen nämlich.

Seltsam, wie können zwei, nur ZWEI, Katzen so allgegenwärtig sein? Es heißt doch immer, Katzen wären so leise, unaufdringlich und überhaupt nicht zu merken. Sie wären völlig unauffällige Mitbewohner. Habe ich da etwas falsch verstanden?