Mit ‘Sand’ getaggte Beiträge

Fast auf den Tag genau vier Monate ist es her, dass ich das letzte Mal an der Ostsee war, wobei … damals war ich sogar auf ihr unterwegs. Ich berichtete hier von der recht stürmischen Fahrt zur Insel Poel und zurück zum Wismarer Hafen. So lange ist das bereits her?
Es wurde also Zeit, der Ostsee wieder einmal in ihr nasses Angesicht zu blicken – am besten vom Strand in Warnemünde aus.
Als ich am Mittwoch vor Ostern endlich einen erneuten kleinen Strandspaziergang in Warnemünde unternahm, ahnte ich noch nicht, dass uns hier an der Küste noch einmal ein Wintereinbruch bevorstehen würde. Gut, es war an jenem Tag nicht gerade frühlingshaft warm, aber die Vorbereitungen, die am Strand liefen, ließen doch eher an die Eröffnung der Badesaison denken als daran, dass man für eine Strandwanderung zu Ostern mit Skiern wesentlich besser ausgerüstet sein könnte als mit Wanderschuhen oder Gummistiefeln.

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Die Strandzugänge wurden nämlich bereits mit den hölzernen Stegen für die Sommersaison ausgestattet. Ich durfte gleich einen der Stege testen, als ich meinen Spaziergang begann.

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Apropos Badesaison … sie wurde an dem Tag in der Tat eröffnet. Es stürzte sich nämlich just zu dem Zeitpunkt, als ich am Strand entlangspazierte, eine mutige Badenixe in die recht bewegten Fluten. Ob sie wohl am schneereichen Osterwochenende auch ihr Seebad genommen hat? Aber einen echten Eisbader hält auch kein Schnee zurück. Und wie ich weiß, badet die Dame den ganzen Winter hindurch in der salzigen See.

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Die Badenixe hatte übrigens reichlich Zuschauer. Ich vermute mal, in Warnemünde waren bereits die ersten Osterurlauber unterwegs. Der kleine Küstenort hat ihnen über die Feiertage auch tatsächlich etwas Besonderes geboten – mit seinem ausnahmsweise einmal etwas anderen weißen Strand. Ein Ostseeurlaub zu Ostern kann halt mitunter, so wie in diesem Jahr, auch in einen kleinen Winterurlaub ausarten. Die See ist eben immer wieder einmal auch für ganz spezielle Überraschungen gut.
Aber es waren nicht nur Urlauber unterwegs, es gab noch zahlreiche andere Strandbesucher zu beobachten.
Neben solchen Einheimischen wie mich, die mit der Kamera Strand, Sand, Muscheln und mehr außer dem Meer einfingen, konnte man noch andere Einheimische entdecken.

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Eine dieser Einheimischen war noch eifriger auf Muscheln bedacht als ich. Sie fischte allerdings nicht mit der Kamera, sie tat’s mit einem viel effektiveren Utensil. Sie hatte einen Schnabel dabei. Und damit war sie recht erfolgreich, wie ich beobachten konnte.

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Aber geknackt wurde die Meeresfrucht nicht von der emsigen Muschelfischerin. Sie wanderte als Ganzes in den Möwenmagen. Das fand zumindest ich recht erstaunlich, dachte ich doch bisher immer, dass die Muscheln vor dem Verzehr geöffnet werden.

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25-Der Leckerbissen wird gleich als Ganzes hinuntergeschlungen

Man kann also sogar von Möwen dazulernen, wenn es um kulinarische Spezialitäten geht 😉

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26-Und schon ist die Miesmuschel in der Silbermöwe verschwunden

So, genug anderen beim Essen zugeschaut. Mir knurrte inzwischen auch der Magen. Außerdem war ich auch ein wenig durchgefroren. Also ging es wieder Richtung Strandzugang. Noch einmal wanderte mein Blick nach Westen zur Stoltera, dann in östliche Richtung zur Warnemünder Westmole.
Genug Seeluft geschnuppert. Ich kehrte der See den Rücken zu und tapste über einen sandigen Strandzugang, der noch auf seinen Holzsteg wartete, zurück zur Promenade.
Dort empfing mich lautes Gezwitscher. Ein Trupp Spatzen saß im noch fast kahlen Sanddorn und plauderte über die neuesten Ereignisse aus dem Spatzenalltag.
Zwischen zwei Sanddornsträuchern war in der Ferne der alte Warnemünder Leuchtturm zu sehen. Sieht er nicht aus, als würde er in den Dünen wachsen?
Noch einmal blickte ich hinunter zur Ostsee, schenkte dem Leuchtturm einen letzten Blick und verabschiedete mich damit bis zum nächsten Mal vom Warnemünder Strand.

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… ist es wieder ruhig geworden.

Die Urlauber sind bis auf wenige Ausnahmen verschwunden. Die Möwen haben sich den Strand zurückerobert und bald werden auch die letzten Strandkörbe wieder in ihre Winterquartiere einziehen.

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In Warnemünde ist es ruhig geworden, doch hier im Bücherstaub soll nun wieder etwas mehr Leben einkehren.

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Es wurde Zeit, aus unserem Winterschlaf Sommertraum zu erwachen und Zeit, ein wenig über unseren Traumsommer zu berichten.

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Obwohl … traumhaft war der Sommer wohl eher weniger. Was er uns von seiner Wetterseite her zugemutet hat, das war in der Tat eher eine Zumutung. Wir Silberdistels haben uns vom übellaunigen Sommer aber nicht beeindrucken lassen. Wir haben ihn nach unseren eigenen Vorstellungen gestaltet.
Als ich mit meiner Enkeltochter im August in Warnemünde am Strand war, sah es dort nämlich gar nicht so übel aus, ganz anders jedenfalls als auf den Bildern, die ich jetzt Ende September von dort mitgebracht habe. Damals war der Strand voller Menschen. Dicht an dicht drängten sich Strandkörbe, Strandlaken und so mancher Wind- und Sonnenschutz. Es roch genau wie der Sommer am Meer riecht – ein wenig salzig und nach Sonnencreme. Und Kaffeeduft waberte auch durch die Luft – vom nahen Strandkiosk zu uns herüber.
Die Sonne war übrigens ausnahmsweise auch einmal mit von der Partie. Sie sorgte mit ihrer Wärme für einen angenehmen Badetag. Obwohl … das Wasser war ar…kalt. Hätten wir doch bloß unseren Tauchsieder mitgenommen 😉

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Die Steilküste westlich von Warnemünde verschwindet im Dunst

Inzwischen ist es Herbst, und irgendwie habe ich den Verdacht, dass der auch keine Lust auf eine gute Zusammenarbeit mit Frau Sonne hat. Der Bursche meint wohl, sein feuchter Atem tut’s auch. Als ich in der vergangenen Woche in Warnemünde am Strand stand, waberte ganz schön viel vom herbstlichem Atem durch die Luft. Von der Steilküste, westlich von mir, war kaum etwas zu erkennen.

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Auch die Warnemünder Westmole ist nur schemenhaft zu erkennen

Die Mole, in östlicher Richtung, erschien ebenso mehr wie ein Geisterbild.

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Dennoch war es ein angenehmer Tag. Der Strand strahlte Ruhe pur aus – eine besondere Art von Ruhe – Ruhe mit PEP … sprich : Wellenrauschen. Und daneben gab es noch etliche hübsche Strandperlen zu bewundern.

Die Bilder sind übrigens alle mit dem Handy aufgenommen. Als ich zu meinem Strandspaziergang aufbrach, nieselte es noch leicht. Die Feuchtigkeit wollte ich meiner Kamera dann doch nicht zumuten.

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… läuft die Vorbereitung auf die nächste Urlaubssaison in vollen Touren. Sand wird von der Mole aus, wo es mehr als genug davon gibt, mit großen Kippern Richtung Westen gefahren, dorthin, wo sich die Ostsee bei schweren Stürmen am ehesten einen Weg ins Landesinnere bahnen würde. Genau von dort wird der Sand nämlich im Laufe der Zeit immer wieder vom Meer Richtung Mole gespült, sodass der Strand hier langsam schmaler und schmaler wird, ganz im Gegensatz zu dem Strandabschnitt an der Mole. Dort  wächst der Strand immer mehr in die Breite.
Damit es nicht irgendwann bei einer Sturmflut doch passiert, dass die Ostsee an diesem schmalen Strandabschnitt durchbricht, denn wenn das passieren würde, würde nicht nur Warnemünde unter Wasser stehen, auch etliche Rostocker Stadtteile könnten davon betroffen sein, muss im westlichen Teil des Strandes immer wieder Sand aufgetragen werden.
Es gab schon einmal eine Sturmflut, die fast das gesamte Seebad unter Wasser gesetzt hat. Das war die Sturmflut vom November 1872, bei dem ein Höchstpegel von 2,43 m erreicht wurde. Auch danach gab es noch etliche schwere Sturmfluten mit Beinahe-Katastrophen. Also werden die Lücken jetzt immer schnell und fein säuberlich geschlossen, bevor es zu spät ist. Und so ähnelte der Warnemünder Strand, als ich ihm in der vergangenen Woche einen Besuch abstattete, mehr einer Hügellandschaft. Spaß gemacht hat der kleine Strandspaziergang trotzdem, auch wenn immer wieder große Traktoren samt Anhängern  an mir vorbeisausten. Andererseits waren nicht nur die Fahrzeuge an sich ungewöhnlich, auch die Kletterpartie, die ich absolvieren musste, bot ein neues Strandgefühl, denn die schweren Traktoren und Hänger haben tiefe Spuren im Sand hinterlassen. Ich musste mich über Berg und Tal zum Wasser vorkämpfen. Es war also einmal ein etwas anderer Strandspaziergang.

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Tolles Fotowetter war allerdings nicht. Aber zum Fotografieren war ich eigentlich gar nicht nach Warnemünde aufgebrochen. Ich hatte dort einen Termin, zu dem ich leider vergessen hatte, gutes Wetter zu bestellen.
Eigentlich hätte ich es tun sollen, denn wenn ich schon einmal in Warnemünde bin, muss ich natürlich auch einen Blick auf die See werfen.Tja, nun lag sie recht grau und trist vor mir und meinte, ich wäre selber schuld, hätte ich doch rechtzeitig Bescheid gegeben, dass ich zu Besuch kommen wollte, dann hätte sie sich ein wenig schicker präsentiert. Aber jetzt so auf die Schnelle …
Na, egal, ein paar Bilder musste ich trotzdem mitnehmen, genauso wie eine Nase voll Seeluft, ein paar Sandkörner in den Schuhen und diesen  salzigen Geschmack auf den Lippen, den ich so sehr mag.

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Als ich dann wieder nach Hause aufbrach, lichtete sich doch tatsächlich das Grau etwas, aber da war ich dann auch bockig und ließ mich nicht noch einmal zurück locken. Erst meckern, weil ich mich nicht angemeldet habe und dann verspätet doch noch gastfreundlich tun. Solche Spielchen durfte sie gern ohne mich spielen.
Wenigstens tschilpte mir ein Spatz aus dem Sanddorn noch entschuldigend zu, ich solle es nicht so tragisch nehmen, ich wüsste doch selbst, wie launisch die Dame Ostsee mitunter ist. Er hat ja Recht. Ich weiß es auch und nehm’s ihr nicht übel. Schließlich ist die Ostsee auch nur ein Mensch, der gute und schlechte Tage hat 😉
Ach, übrigens gibt es nicht nur im Wald Baumgeister, es gibt sie auch am Strand. Ich traf nämlich dicht an der Promenade einen solchen Baumgeist, der aber darauf bestand, Strandgeist genannt zu werden.
Wenn auch das Wetter nicht gerade ideal für einen Strandspaziergang war, es war dennoch ganz schön was los am Strand von Warnemünde – Spatzen, Strandgeister, säuselnde Sandkörner, flüsterndes Dünengras … Was will man mehr? Ach ja, schreiende Möwen waren ja auch noch da.

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Vor einer guten Woche hat es mich, wie schon so oft im Leben, wieder einmal ans Meer verschlagen. Ich war an einem Ort, den ich lange nicht mehr aufgesucht habe, ich war an der Wohlenberger Wieck. Benannt ist diese kleine Einbuchtung innerhalb der Wismarer Bucht nach einer Siedlung mit dem Namen Wohlenberg, heute ein Ortsteil der Stadt Klütz. Zur Orientierung vielleicht so viel: Würde man die Straße entlang der Wohlenberger Wieck (L01) von Wismar über Gägelow kommend weiterfahren, würde man nach einigen Kilometern entweder Klütz oder, wenn man sich rechts hält, über Tarnewitz den Ort Boltenhagen erreichen, der sicher etwas bekannter ist als Wohlenberg. In Tarnewitz gab es früher übrigens einmal ein großes Ferienlager. Aber zurück zur Wohlenberger Wieck. Zur Stunde meines Wiedersehens mit diesem Teil der Ostsee war das Meer weit, weit zurückgewichen. Die Ostsee hatte Niedrigwasser und ließ den Strand vor Wohlenberg wie eine Wattlandschaft der Nordsee erscheinen, eine Besonderheit gerade der Wohlenberger Wieck. Ich erinnere mich noch, wie weit man oft gehen musste, bis man überhaupt das Wasser erreichte, um baden und schwimmen zu können. In meiner Kindheit und Jugend habe ich an diesem Teil der Ostsee sehr oft die Wochenenden verbracht. Mein Vater liebte die See über alles, er war ein begeisterter Schwimmer und verbrachte gern seine freie Zeit nach einer schweren Arbeitswoche am Meer. Oft waren wir bereits am frühen Vormittag am Strand, damit wir auch ja noch auf dem Lieblingsplätzchen meines Vaters unsere „Zelte“ aufschlagen konnten. Meine Mutter hatte gewöhnlich bereits am Tag zuvor das Essen für unseren Strandaufenthalt gekocht, sodass wir nicht nur einem schönen Bade-, Sonnen- und Spieltag entgegensahen, sondern auch einem tollen Picknick. Es gab nicht nur Mittagessen am Strand, auch auf frisch gekochten Kaffee und selbstgebackenen Kuchen mussten wir nicht verzichten. Meistens waren noch andere befreundete Familien mit uns am Strand. Die gemeinsamen Wasserballspiele sind eine meiner schönsten Erinnerungen, obwohl es da mitunter auch ein wenig gefährlich wurde, wenn der Wasserball bei ablandigem Wind in Richtung offene See davonschwimmen wollte. Gewöhnlich machte sich der beste Schwimmer auf, um unseren Ball zu retten. Ich kann mich aber auch an einige Wasserbälle erinnern, die ihren eigenen Kopf hatten und uns bewiesen, dass sie die besseren und schnelleren Schwimmkünstler waren. Nicht nur einmal mussten wir den Kampf um den Ball aufgeben. Traurig blickten wir unserem Lieblingsball hinterher, sahen, wie er kleiner und kleiner wurde und irgendwann ganz in der Ferne verschwand. Manchmal hätte ich gern gewusst, wo diese Bälle letztendlich gestrandet sind oder ob sie überhaupt gestrandet sind. Wer weiß, vielleicht erkunden sie ja noch immer irgendwo das Meer …
Lange, sehr lange bin ich nicht mehr an der Wohlenberger Wieck gewesen. Das letzte Wiedersehen dürfte sogar mehr als ein Jahrzehnt zurückliegen, wenn nicht sogar schon zwei Jahrzehnte oder noch mehr. Eine Verabredung trieb mich nun nach so vielen Jahren wieder dorthin. Unweigerlich stellten sich, als ich an dem Strand meiner Kindheit und Jugend stand, all diese vielen Erinnerungen wieder ein. Ich sah den Windschutz, den meine Mutter aus rotem Fahnenstoff genäht hatte, am Strand im Winde flattern und meinen kleinen glücklich im Sand sitzenden Bruder bunte Backförmchen mit Unmengen von Sand füllen. Ich roch nicht nur das Meer von damals, ich spürte auch den warmen Rasen und den warmen Sand unter meinen Füßen, spürte fast noch einmal die Sommerhitze im Gesicht und meine Nase schien den Duft der Sonnencreme, die in jenen Sommern wie eine unsichtbare Wolke über dem Strand meiner Kindheit und Jugend schwebte, zu spüren. Schön und unbeschwert waren diese Sommer an der Wohlenberger Wieck, schön, dass ich sie erleben durfte. So lieb mir diese Erinnerungen sind, sie schmerzen auch ein wenig, weil einige der Menschen, mit denen ich dort diese unbeschwerten, fröhlichen Sommer verbrachte, nicht mehr unter uns weilen. Aber so sind Erinnerungen nun einmal, sie spiegeln gelebtes Leben wider …

Das Meer meiner Kindheit und Jugend trug am Tag unseres Wiedersehens vor einer guten Woche bereits ein leichtes und luftiges Herbstgewand. Es strahlte tiefe Ruhe, fast so etwas wie Geborgenheit, aus. Nur wenige Menschen waren unterwegs, ich fühlte mich wie zwischen zwei Welten. Es gab einerseits noch vereinzelte Badegäste, Segelboote waren zu sehen – eindeutige Zeichen des Sommers. Andererseits begannen die Angler in ihren warmen Watthosen bereits wieder den Strand zu bevölkern oder die Reiter mit ihren Pferden, die Spaziergänger mit ihren Hunden – Hinweise auf eine Zeit ohne Sonnencreme und fröhliches Ballspiel im Wasser, Hinweise auf eine Zeit, in der der Strand von den meisten Menschen eher gemieden denn aufgesucht wird, in der Strand und Meer auf ihre ganz eigene Weise endlich zur Ruhe kommen. Auch wenn mir früher all dieser Trubel gefallen hat, liebe ich heute gerade diese ruhige Zeit am Meer ganz besonders, diese wundervolle, manchmal fast atemlose Stille. Vielleicht muss man auch Lärm und Krach, Jubel, Trubel, Heiterkeit erlebt haben, um irgendwann endlich auch diese wundervolle Stille für sich entdecken zu können, sie zu lieben und zu schätzen. Es war bereits später Nachmittag, als ich an der Wohlenberger Wieck aufs Meer schaute, die Sonne stand bereits sehr tief – eine Atmosphäre, die ferne und doch so nahe Erinnerungen förmlich sprudeln ließ. Es war schön bei Dir, mein Meer, ich bin dankbar dafür, dass wir uns nach so unendlich langer Zeit wiedersehen und unsere vielen Erinnerungen miteinander austauschen durften …

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02Am Montag dieser Woche war ich wieder einmal am Meer – vormittags gegen 10.30 Uhr. Der Himmel glänzte an diesem Morgen mit einem strahlendenden Hellblau, nur an wenigen Stellen setzten leuchtend weiße Schönwetterwölkchen kleine Akzente. Das Meer war noch recht unsicher, welchen Farbton es für sich wählen sollte. Es schwankte zwischen einem Tiefblau, mehreren Grünvarianten und einem leichten Braunton hin und her. Schließlich wollte es dem himmlischen Blau in nichts nachstehen. Letztendlich entschied es sich dafür, in einen fröhlichen Mix aus allen drei Farbtönen zu schlüpfen. Übermütig und guter Dinge, wie das Meer an diesem Tag war, setzte es sich noch ein kleines weißes Schaumkrönchen auf. So passte  alles nahezu perfekt zusammen. Himmel, Meer und weißer Sandstrand hatten sich hübsch gemacht für die ersten Sonnen- und Badehungrigen. Die Strandkörbe stehen akkurat ausgerichtet im weißen Sand und warten auf ihre Gäste. Der Sommer kann also kommen.
00Natürlich habe ich dieses Mal auf meinem kleinen Spaziergang Schuhe und Strümpfe ausgezogen und Sonne, Sand und Wasser schon mal getestet. Nein, ganz hineingetaucht in die salzigen Fluten bin ich noch nicht, aber auch so war es sehr schön – der reinste Genuss, wenn das Wasser ganz sanft die Füße streichelt, darunter der weiche Seesand. Übrigens, einige wenige Badelustige gab es bereits. Sie werden sicher von Tag zu Tag zahlreicher werden. Bald wird man hier vor lauter Menschen kaum noch treten können und der Geruch des Meeres wird sich in eine Mischung aus Salz und Sonnencreme verwandeln. Die kleine Stadt am Meer wird sich das letzte bisschen Winterschlaf aus den Augen reiben und sich in einen Ort voller Leben, Trubel und Fröhlichkeit verwandeln. Heute gibt es hier einen kleinen Vorgeschmack auf das, was Warnemünde im Sommer zu bieten hat. Nur so leer wie eben noch wird der Strand sich sicher erst wieder im Herbst präsentieren. Übrigens blüht es im Moment ganz wunderhübsch in den Dünen – die Rosen setzen herrliche Farbtupfer in die Landschaft aus Sand und Dünengras.  Wenn Ihr Euch beeilt, dann könnt Ihr diese Pracht noch bewundern. Es lohnt sich – versprochen! So, aber jetzt … Schuhe aus, Strümpfe aus und mir nach … durch den weichen warmen Sand ans Meer …

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Hier nun, wie versprochen, der zweite Teil der Nordseebilder, die Frau Hummel (ohne eigenes Blog) von einem Kurzurlaub, Anfang März diesen Jahres, mitgebracht hat. Als kleine Einleitung und Information zu den Bildern habe ich in Auszügen zwei Kommentare, die Frau Hummel zum ersten Teil ihrer Nordseebilder abgegeben hatte, vorangestellt. Ich finde, Frau Hummel erklärt darin sehr schön ihre eigene Sicht auf diese Fotos, zugleich aber auch, wie intensiv sie die Welt, die uns umgibt, betrachtet und erlebt.
Von mir an dieser Stelle ein ganz herzliches Dankeschön an Frau Hummel dafür, dass ich diese, für meine Begriffe wunderschönen, Fotos hier bei mir auf dem Blog veröffentlichen durfte. Ich hoffe, alle Besucher des „Bücherstaub“ haben genauso viel Freude an den Bildern wie ich. Übrigens sind ebenso wie die Fotos die jeweiligen Bildunterschriften von Frau Hummel.
Dann also viel Spaß beim Anschauen wünscht die Silberdistel!

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Aber nun hat erst einmal Frau Hummel das Wort: „Ich freue mich so sehr, liebe Silberdistel, dass ich meine Bilder bei Dir zeigen darf. Wir hatten drei wunderbare Tage an der Nordsee. An jedem Tag sah der Strand anders aus, es gab anderes Licht und der Sandstrand hatte über Nacht wieder neue Muster 🙂. Ich habe einen ganzen Beutel Herzmuscheln gesammelt und mich der Wellen erfreut. …“

„… Ich finde, dass die Welt durch die Kamera betrachtet, mitunter erst wirklich interessant wird. So fallen mir Dinge auf, die ich sonst vielleicht gar nicht wahrnehmen würde. Ich fühle mich frei und manchmal allein auf der Welt beim Knipsen und freue mich mit den Fotos, meine Sichtweise auf die Dinge festzuhalten. Ich habe nicht den Anspruch an mich, perfekte Fotos zu machen und bin einfach nur glücklich, wenn ich eine Sekunde des Lebens für mich festhalten kann, die mich auch später noch zum Schmunzeln, Lachen oder auch zum Staunen bringt.

Normalerweise schlummern diese Fotos dann auf meiner Festplatte, aber durch Dich, liebe Silberdistel, durften sie nun wieder einmal hinaus in die weite Welt *lach*. Danke noch einmal dafür.
Liebe Grüße an alle von Frau Hummel“

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Vielleicht erinnern sich diejenigen, die den Bücherstaub schon etwas länger kennen, daran, dass es hier vor einer ganzen Weile einmal in einer zweiteiligen Serie Bilder aus einem Urlaub von Frau Hummel, einer fleißigen Leserin meines Blogs, zu sehen gab. Frau Hummel hatte während eines Kurzurlaubs im Oktober vor knapp 1  1/2 Jahren erlebnisreiche Tage an der Ostsee verbracht. Schon damals wusste ich, dass sie wunderschöne Fotos macht und so hatte ich angefragt, ob sie nicht, da sie selbst kein Blog betreibt, bei mir einige ihrer Bilder zeigen möchte. Frau Hummel hat damals „Ja“ gesagt und uns hier mit wunderschönen Fotos von der Ostsee erfreut. Anfang März haben die Hummels nun wieder einmal Urlaub an der See gemacht. Dieses Mal ging es allerdings an die Nordsee. Wie groß war meine Freude, als Frau Hummel zusagte, auch von ihrem Nordseeaufenthalt einige ihrer Bilder hier im Bücherstaub zu präsentieren. Mich persönlich freut ganz besonders, dass es nun neben den doch schon recht zahlreichen Ostseebildern endlich auch einmal Bilder von der Nordsee zu sehen gibt. Meine “Blaue Serie”  wird so durch eine weitere wunderhübsche Bilderserie bereichert werden. Übrigens war der Titelvorschlag “Blaue Serie” ursprünglich Frau Hummels Idee. Ich hatte ihren Vorschlag damals begeistert aufgegriffen. Wer es noch nicht gemerkt hat, links in der Leiste meines Blogs sind alle bisher in der „Blauen Serie“ erschienenen Beiträge aufgeführt. Wer mag, kann also dort gern noch einmal schauen und sich in die vielen verschiedenen Stimmungen des Meeres vertiefen und gemeinsam mit uns am Strand auf Entdeckungsreise gehen. Mit dem heutigen Beitrag vereinen sich in der „Blauen Serie“ Nord- und Ostsee miteinander. Für die Ostsee ist es ohnehin wichtig, dass sie alle paar Jahre einen ordentlichen Schwung frisches und salzhaltiges Nordseewasser empfängt, um den für die zahlreichen in ihr lebenden Pflanzen und Tiere so wichtigen Salzgehalt wieder etwas aufzufrischen. Ich denke also, da passt eine solche  Zusammenführung doch auch hier recht gut  😉
Wenn Frau Hummel einverstanden ist, könnte es auch dieses Mal eine Fortsetzung geben. Da warten noch weitere wunderhübsche Fotos darauf, sich hier anschauen zu lassen.

So, aber jetzt los an die Nordsee und viel Spaß dabei! Die Hummels hatten auf jeden Fall sehr viel Spaß. Ich finde, man sieht es jedem einzelnen ihrer Bilder an.

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