Mit ‘Rotkehlchen’ getaggte Beiträge

Zum kalendarischen Frühlingsanfang war er, jedenfalls hier bei uns, nicht da – der Frühling. Da hat er einfach die Regentrude vorgeschickt und die, die hatte nichts anderes zu tun, als uns den ganzen Tag über etwas vorzuheulen. Der Herr, auf dessen Ankunft wir eigentlich sehnsüchtig warteten, hatte wohl keine Lust tätig zu werden – schließlich war es ein Montag. Wer mag am Montag schon gern arbeiten? Der Frühling scheint da also keine Ausnahme zu sein. Glücklicherweise  konnte uns der Anblick unseres Wintergartens trösten. Dort war nämlich Frühling – so, wie es sich gehört und meine Kamelie war der Star. Inzwischen zeigt sie mehr denn je, was sie kann, sie wird mit jedem Tag hübscher. Gestern Nachmittag hatte sie bereits fünf geöffnete Blüten. Damit dürfte es aber noch lange nicht genug sein, denn ich konnte noch etliche weitere Knospen zählen.
Dann endlich, mit zweitägiger Verspätung, kam er doch noch in die Puschen – der Herr Frühling – und als kleine Entschuldigung für diese Verspätung ließ er die Blüten der Kamelie ganz besonders hübsch in der Sonne leuchten. In der Bilderschau unten gibt es ein kleines Blüh-Update der Lady in red zu sehen

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Aber auch sonst blüht es heftig in unserem kleinen Zimmergarten. Die erste Tulpenblüte wetteifert mit der Kamelie um den schönsten Rotton, die weißen Hyazinthen bezaubern mit ihrem herrlichen Duft und meine Alpenveilchen zeigen ebenfalls, was sie können. Der trödelige Frühling konnte uns also am Montag gestohlen bleiben. Unser Zimmerfrühling war ein perfekter Ersatz.

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Was Regen und anschließend zwei Tage Sonnenschein doch ausmachen. Inzwischen sieht es auch im Garten fast berauschend farbig aus. Vielleicht war die Sache mit der Regentrude vom Frühling doch ganz gut durchdacht. Nur haben wir sein Tun nicht gleich so ganz durchschaut. Was blühen will, braucht auch Wasser. Eigentlich doch logisch, oder? Okay, Meister Frühling, ich hab’s verstanden. Ich bitte also um Nachsicht, dass ich Dir unterstellt habe, faul zu sein.
Du hast diesen tränenreichen Tag inzwischen rundum wieder gutgemacht. Sogar die ersten Schmetterlinge hast Du nun mitgebracht. Zwar taumelten sie noch halb im Winterschlaf durch mein erwachendes grünes Reich und einer von ihnen brauchte sogar ein wenig Starthilfe von mir, aber ich habe die Flattermänner durchaus als bunten Frühlingsgruß verstanden.
Ein kleiner Fuchs brauchte diese Starthilfe. Er lag nämlich ganz leblos an der Tür zu unserem Wintergarten. Vorsichtig hob ich ihn auf. Ich hatte die Hoffnung, dass ihm einfach nur zu kalt war. Und tatsächlich, als er auf meiner warmen Hand saß, begannen plötzlich die Flügel zu zittern und er richtete sich auf. Wenig später faltete er sie auseinander. Fliegen mochte er aber immer noch nicht. Ich hoffte, die von der Sonne erwärmten Steinplatten im Garten würden ihm helfen, um ganz aus seiner Starre zu erwachen. Nur, die Idee erwies sich doch nicht als so klug, denn unsere Katzen waren schnell zur Stelle, als der kleine Flattermann erneut einige Flügellockerungsübungen machte. So habe ich ihn noch einmal umsetzen müssen. Der sonnige Platz an unserem Geräteschuppen war dann scheinbar perfekt, denn als ich später noch einmal nach ihm schauen wollte, war er verschwunden. Und nein, unsere Katzen hatten ihre Pfoten dabei nicht im Spiel. Ich hatte die Vierbeiner nämlich vorsichtshalber gut im Auge behalten.

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Für Schmetterlings Nahrung sollte im Garten eigentlich gut gesorgt sein, denn es blüht derweil so allerlei. Eine kleine Auswahl gibt es in der folgenden Bilderschau zu sehen. Bei meinem Gartenrundgang hatte ich übrigens einen hübschen kleinen gefiederten Begleiter – das freche und neugierige Rotkehlchen, das immer und überall dabei sein muss.

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In unserem Wintergarten konnten wir bereits seit einer ganzen Weile dem erwachenden Frühling zuschauen. Eine rosa Hyazinthe steht schon etwas länger in voller Blüte und auch eines meiner drei Alpenveilchen blüht bereits eine Weile. Bilder davon gab es hier zu sehen. Inzwischen schiebt auch das zweite Alpenveilchen seine Knospen ans Licht und auch die zweite Hyazinthe lässt ihre Blüten, hier sind es weiße, sehen und was mich ganz besonders freut – meine Kamelie hat ebenfalls wieder zahlreiche Knospen angesetzt.

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Inzwischen zaubert aber auch draußen der Vorfrühling in allen Farben. Er erfreut uns mit Schneeglöckchen, Krokussen und sogar mit dem ersten Märzenbecher. Meine roten Christrosen zeigen dicke Knospen. Die weißen Christrosen sind inzwischen fast verblüht, machen aber trotzdem immer noch eine gute Figur im Beet.
Zaubernuss und Winterjasmin sind kleine Dauerbrenner und setzen mit ihren gelben Blüten sonnige Lichtpunkte an die Sträucher. Auch die Winterheide blüht nach wie vor. Sie hat den ganzen Winter über einen hübschen Farbfleck in unseren Vorgarten gesetzt und nun wetteifert sie mit den Farben der Krokusse.

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Für die Vogelwelt ist inzwischen in meinem Garten nicht nur futtermäßig gesorgt, auch die Nistkästen sind frisch gekehrt und warten nun auf die neuen Bewohner. Ob Familie Blaumeise wieder in die weiße Villa einziehen mag? Herr Blaumeise jedenfalls singt unweit der weißen Villa schon fleißig Frühlingslieder.

Welchen Platz mag sich das Rotkehlchen aussuchen? Im Nistkasten konnte ich es bisher noch nicht beobachten. Da aber auch Rotkehlchen durchaus sehr erfindungsreich beim Bau ihres Nestes sind, nimmt die Familie mit dem roten Latz vielleicht doch einmal eines unserer Angebote wahr, von denen es so einige in unserem Garten gibt.

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Die Silberdisteln dürfen noch ein Weilchen als trockene Schönheiten meinen Garten bereichern. Wenn sich das erste Grün zeigt, dann muss ihr brauner Wintermantel weichen und die neue Pflanze darf sich zu neuer Schönheit entfalten.

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„Heh, Keksilein, ist Dir langweilig? Oder hat Dir Herr Silberdistel gesagt, Du sollst auf seine Tasche aufpassen?“

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„Mir ist langweilig, Silberdistel. Guck doch raus! Die Teichlein sind gefroren, die Vogeltränke ist zu Eis geworden und den Vögeln ist es auch kalt. Komisch, dass dem Rotkehlchen und den Meisen nicht die Füße frieren. Ich mag gar nicht rausgehen, am Ende werden meine Pfoten auch noch zu Eis. Torty und die graue Eminenz schlafen. Keiner mag mit mir spielen und da fragst Du, Silberdistel, ob mir langweilig ist?“

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„Es ist tatsächlich richtig eisig geworden, Keks. Aber trotzdem gibt es im Garten so einiges zu entdecken – nicht nur Eis und nicht nur Federbälle, denen vielleicht auch kalt ist. Da hast Du es natürlich viel besser hier im Warmen, Keks. Aber wie gesagt, draußen im Garten gibt es nicht nur Eisiges zu sehen. Die Pflanzenwelt ist nämlich schon wieder ein wenig lebendig geworden. Sie lässt sich nicht so leicht von ein bisschen Frost beeindrucken. Am zugefrorenen Teichlein sieht man schon die ersten Spitzen der Krokusse. Und gar nicht weit vom neuen Teichlein entfernt, Du weißt, dem Teichlein mit dem Mittelpunkt der Erde 😉  , habe ich sogar schon das Grün von Hyazinthen entdecken können.“

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„Na, und außerdem blüht die rote Winterheide fleißg, der Winterjasmin zeigt seine hübschen leuchtend gelben Blüten und die weiße Christrose fühlt sich scheinbar auch nicht gerade unwohl bei diesen Temperaturen. Auch die Zwergiris hat ihr Grün schon sehr weit aus der Erde geschoben. Du solltest Dir dass alles einmal anschauen, Keks. Dann wäre Dir sicher nicht mehr langweilig. Und vielleicht erwärmt das alles nicht nur mein Herz, sondern auch Dein Katerherz und am Ende sogar noch Deine Füße, denn bei so einem Rundgang bist Du doch in Bewegung und schon das allein wärmt. Falls nicht, müssen wir einmal über Stiefelchen für Dich nachdenken 😉 „

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„Hm, Silberdistel, reicht es nicht, wenn ich mir die Hyazinthen im Wintergarten angucke? Da stehen doch welche in so einem Körbchen. Hast Du nicht neulich gesagt, die heißen Hyazinthen?“

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„Wow, Keks, da hast Du aber gut aufgepasst! Ja, bei denen sind sogar schon die ersten Blütenknospen zu sehen. Sicher werden wir bald die hübschen rosa Blüten bewundern können.
Na gut, mein Katerchen, wenn Dir so furchtbar langweilig ist und Du Dir so gar nicht draußen die Füße vertreten willst, dann hätte ich da eine Idee. Komm mal mit ins Wohnzimmer! Wenn die beiden pelzigen Mitbewohnerinnen schlafen, dann können doch wir beide miteinander spielen, oder?“

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„Ist das spaßig, Silberdistel! Darauf hättest Du viel eher kommen können. Da hätte ich mich nicht so ewig lange auf Herrn Silberdistels Tasche langweilen müssen.“

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„Heh, Silberdistel, Du sagst ja gar nichts mehr. Du siehst so k.o. aus. Du magst wohl nicht mehr spielen?“

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„Dann geh‘ ich jetzt Torty wecken, Silberdistel. Die kann weiter mit mir Spielen. Zu viel Schlaf ist nämlich auch ungesund.“

 

Gerade hat der Winter es hier in meinem Teil des Nordens diesen kleinen Fliegen, den Eintagsfliegen, nachgemacht. Am Mittwoch dieser Woche begann er früh morgens damit, lebendig zu werden – sehr sogar, denn er hatte mächtig Unterstützung von dem stürmischen Dieter, der es zusammen mit Frau Holle da draußen mitunter ganz schön undurchsichtig machte.

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Da wirbelte zeitweise mächtig viel Schnee durch die Gegend. Unsere Katzen schauten sich das lieber vom, wie sie glaubten, schneesicheren Wintergarten aus an.

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Aber wie die zwei Plüschlöwen bald merkten, ist ein Wintergarten eben auch ein Wintergarten, in dem es unter Umständen sogar schneit – allerdings nur, wenn man die Nase zu weit raushält 😉 Aber als Hauskatze hat man es dennoch gut, man kann sich im Bedarfsfall immer mal wieder schnell an der Heizung aufwärmen. Der Bedarfsfall trat bei unserem Keks recht schnell ein. Die Vögel draußen im Garten hatten es so betrachtet weniger gut und das freche Rotkehlchen besetzte auch noch das Futterhaus ganz für sich allein. So hatte es sogar ein Dach über dem Kopf, aber die anderen Federbälle mussten draußen  dumm herumsitzen. Manchmal können scheinbar also auch Rotkehlchen ganz furchtbar gemein sein.

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Unsere Torty hatte sich übrigens auch nicht mehr lange im Wintergarten aufgehalten. Nachdem sich bereits Keks aus dem Staube gemacht hatte, folgte sie mir, kaum dass ich mich zur Tür umdrehte, um ins  Haus zu eilen. Beinahe hätte sie mich noch über den Haufen gerannt, so eilig hatte sie es plötzlich. Wenig später ließ sie sich am Fenster in meinem Zimmer nieder. Vögel im Schneesturm beobachten konnte sie auch von dort aus.

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Trotz des heftigen Sturms war in unserem Garten an diesem Tag erstaunlich viel Betrieb an den Futterstellen für die Federbälle. Aber wer weiß, vielleicht gab es den regen Flugbetrieb auch gerade wegen des Schneegestöbers, denn im Schnee war wohl bei diesem Wetter eher kaum Futter zu finden. Der Feldsperling an der Knödelstation hatte es übrigens gar nicht so leicht, denn die Station flatterte fröhlich im Sturm hin und her. Sich draufsetzen und mitfliegen mochte er scheinbar auch nicht. So wartete er jeweils den Moment ab, wenn die Station vorbeigeflogen kam, um dann schnell einen Schnabel voll Knödel zu erhaschen, was manchmal wohl sogar gelang.

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Meine Birke hatte es an diesem Tag auch schwer. Sie fühlte sich mindestens so gerüttelt und geschüttelt wie die Knödelstation in unserem Garten, wenn nicht mehr. Aber irgendwie, fand ich, sah sie durchaus recht fesch aus mit ihrem vom Schnee leicht ergrauten und im Winde wehenden langen Haar. Aber natürlich wäre sie nicht die stolze Birke, die hier in meinem Blog bereits so oft einen Platz gefunden hat, wenn sie nicht wüsste, wie sie sich auch unter solchen Extrembedingungen noch vorteilhaft ins Bild setzen kann. So machte sie doch glatt aus Dieters stürmischem Gehabe noch eine Tugend.

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Irgendwann im Laufe des späten Nachmittags hatte Frau Holle dann nichts mehr zu bieten. Da reichte sie den Staffelstab einfach an die Regentrude weiter und so kam es, dass wir am Mittwoch einen Eintagswinter hatten, denn Trude wusch allen Schnee hemmungslos wieder fort und ließ so diesen Eintagswinter am Abend einfach still und leise sterben. Naja, ging ja auch nicht anders, sonst wäre er ja kein Eintagswinter gewesen. Aber selbst ein Eintagswinter hat irgendwie was. Wenigstens konnten wir mal wieder kurz sehen, dass auch dem Norden durchaus so ein keckes Schneemützchen ganz gut steht.

Der NABU hatte für das vergangene Wochenende wieder einmal zur „Stunde der Wintervögel“ aufgerufen. Wer Lust und Spaß dran hatte, konnte wieder einmal zählen, welche Vogelarten und wie viele jeweils davon im, am und über dem eigenen Garten innerhalb einer Stunde zu sehen sein würden. Natürlich hätte man seine Beobachtungen auch irgendwo in der freien Natur machen können. Anschließend konnte man diese Beobachtungen an den NABU melden.
So saß ich mit Zettel, Stift, Fernglas und Kamera bewaffnet jetzt am Sonntag am Fenster und schaute erwartungsvoll in meinen Garten hinunter. Würden mehr oder andere Federbälle kommen als am Freitag? Da hatte ich mir nämlich auch schon eine Stunde Zeit für die gefiederten Gartengäste genommen.
Ich war mächtig gespannt, ob ich am Sonntag außer den üblichen Verdächtigen, die ich bereits am Freitag in meine Liste aufnehmen konnte, noch andere, vielleicht nicht ganz so alltägliche, Gäste würde zählen können.

Es lief recht betulich an und ich überlegte schon, ob ich die Zeit nicht lieber für etwas anderes nutzen sollte, denn meine Liste war im Grunde genommen fertig. Ich könnte also problemlos meine Beobachtungen vom Freitag an den NABU melden. Doch dann kam doch noch Bewegung in mein kleines Gärtchen. Ein Trupp Haussperlinge war gerade eingeflogen, als ich schon fast das Handtuch werfen wollte. Einige der Sperlinge stürzten sich sogleich auf die Futterstellen, doch ein Außenseiter hüpfte erst einmal auf eines der beiden runden Teichlein in unserem Garten zu. Sicher wollte er zunächst seinen Durst stillen, denn in den letzten Tagen war hier alles gefroren – also Mangel an offenen Trinkstellen. Oder aber er hatte wie wir Silberdistels über die Feiertage ein wenig zugenommen und da soll es ja durchaus hilfreich sein, wenn man vor dem Futtereinwurf ein wenig Wasser trinkt, damit der Magen meint, er wäre bereits gut gefüllt und somit passt nicht mehr so viel kalorienreiche Festnahrung hinein 😉 Egal wie, jedenfalls hatte das Tun des kleinen einzelgängerischen Federballs einen Sogeffekt.

Im Laufe der Nacht zum Sonntag hatte hier in meinem Norden wieder Tauwetter eingesetzt und so hatte auch die Eisfläche auf den beiden Teichlein begonnen aufzutauen.
Der kleine Haussperling stillte, wie vermutet, tatsächlich dort zunächst seinen Durst. Doch dann sprang er plötzlich mitten hinein ins nasse Vergnügen. Das blieb nicht ohne Folgen.

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Die Teichlein waren trotz Tauwetter immer noch von einer dünnen Eisschicht bedeckt, auf der aber inzwischen Wasser stand – wahrscheinlich jetzt genau die richtige Art von Badewanne. Kaum nämlich hatte der eine Spatz lustig zu platschen begonnen, gesellten sich die nächsten hausspätzischen Badegäste hinzu und schließlich sogar Frau Amsel, die sich offensichtlich hatte anstecken lassen vom fröhlichen Badegetummel der Spatzenfamilie.
Das Wasser muss ganz schön kalt gewesen sein, am Rande des Teichleins sieht man sogar noch letzte Eisreste. Aber die Kälte, knapp über 0° C, tat dem Badevergnügen von Familie Spatz und Frau Amsel offensichtlich keinen Abbruch. Sie hatten augenscheinlich viel Spaß dabei und ich ebenso – schon allein vom reinen Zuschauen.

Welche Wintergäste außer diesen Badegästen noch kamen? Die üblichen Verdächtigen waren da. Die meisten von ihnen waren allerdings eher weniger badefreudig gestimmt. Sie interessierten sich dann doch mehr für die Speisekarte des Vogelgasthauses „Zur Silberdistel“. Ich konnte Blaumeisen, Kohlmeisen, natürlich Großfamilie Haussperling wie oben bereits zu sehen, einen Feldsperling, Amseln, unser Rotkehlchen, Ringeltauben, Saatkrähen und eine Nebelkrähe beobachten und während meiner Zählung überflogen noch etliche Möwen und drei Stockenten unseren Garten.
Das Vogelbild in meinem Garten vom Sonntag glich in etwa dem vom Freitag. Ich war recht zufrieden mit meiner Zählung, auch wenn es keine Überraschungsgäste gab.

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Doch dann, ich wollte meinen Platz am Fenster gerade räumen, gab es doch noch eine Überraschung. Mir fiel nämlich plötzlich eine Bewegung an unserem Geräteschuppen auf. Im ersten Moment glaubte ich, unser Rotkehlchen würde dort schon wieder umherhuschen. Es hatte mich mit seinem Anblick an diesem Tag ohnehin schon sehr verwöhnt. Bei genauerer Betrachtung fehlte meinem vermeintlichen Rotkehlchen dann aber der rote Latz. Ich brachte schnell die Kamera in Anschlag und dann war ich mir sicher.
Ich hatte nämlich eine Vermutung. Im vergangenen Herbst mussten sich unsere Katzen recht häufig von einem Zaunkönig beschimpfen lassen. Manchmal bekam selbst ich etwas von den Schimpftiraden ab, einmal sogar mit doppelter Schimpfgewalt – da zeigten sie mir zu zweit, was sie von mir und meinen Katzen hielten.
Leider hatte ich nie eine Kamera parat und wenn ich schnell hinein eilte und sie holte, war nach meinem Wiedererscheinen weit und breit kein kleines keckes braunes Vögelchen mehr zu sehen. Wie schön, dass mir jetzt eins von ihnen doch noch vor die Kamera gekommen ist.

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Rechts neben meinem Logo sitzt der kleine Zaunkönig

Leider sind die Bilder, als das winzige Kerlchen am Schuppen herumwuselte, nicht berauschend geworden. Sie eignen sich fast mehr als eine Art von Vogelsuchbild. Ich zeige aber trotzdem eines der Fotos. Man sieht auf jeden Fall sehr schön, wie gut der kleine Bursche durch seine braune Farbe getarnt ist. Und was man noch sieht, das sind die grünen Spitzen der Krokusse. Der Frühling lässt also in gewisser Weise schon ein wenig grüßen 😉

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Aber am Ende hatte der Zaunkönig doch noch Mitleid mit mir. Er setzte sich für einen winzigen Moment an den Rand der Vogeltränke. Auch diese Bilder sind alles andere als perfekt. Ein wenig deutlicher ist der kleine Federball aber doch zu erkennen als auf dem Foto zuvor.

Meine Katzenfamilie hatte dieses Mal übrigens keine Lust, mir bei der Vogelzählung Gesellschaft zu leisten. Sie nahmen lieber ein Mütze voll Schlaf. Ich vermute, sie veranstalten bei etwas wärmeren Außentemperaturen ihre eigene kleine Vogelzählung und die dann in der freien Natur. Vom Fenster aus Vögel zu zählen, das haben sie bereits bei der letzten Vogelzählung, bei der sie mir noch mehr schlecht als recht Gesellschaft geleistet hatten, als reichlich albern eingestuft. So saß ich nun also allein am Fenster. Meinen Spaß hatte ich trotzdem dabei – auch ohne pelzige Unterstützung.

Unser Keks ist, nachdem er nun seinen kleinen tierärztlichen Eingriff bestens überstanden hat, ein begeisterter Freigänger geworden. Es gibt so viel im Garten zu entdecken und es wird von Tag zu Tag mehr werden, was er mit interessierten, mitunter allerdings auch mit recht gierigen, Augen betrachtet. Aber dass man nicht alles haben kann, was man im Leben so entdeckt, das wird er noch lernen müssen. Der kleine Kater ist ja noch am Anfang seiner Entdeckungsreise durch das große Wunder Leben.

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Zaubernuss

Bei seinen Streifzügen fallen ihm wohl eher weniger die täglich mehr werdenden hübschen Blüten der Zaubernuss oder die der vielen anderen Frühblüher auf. Sein Interesse gilt mehr dem, was da durch den Garten flattert und hier und da zwitschert.

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Auf geht’s zu einem neuen Abenteuer

So ließ ich den pelzigen Helden vor ein paar Tagen wieder einmal hinaus in unser kleines Gartenreich. Die Sonne lachte fröhlich vom Himmel und die Vögel übten fleißig an ihren Frühlingsliedern.  Kaum hatte ich die Tür geöffnet, huschte unser Keks hinaus in den schönen Tag und machte sich auf zu neuen Abenteuern. Und weil die Sonne es an jenem Tag so ganz besonders gut meinte, leistete ich unserem Jungspund dort draußen ein wenig Gesellschaft.

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Oh, Keks hat wohl etwas entdeckt

Eben sprang er noch vergnügt umher und dann plötzlich geht unser pelziger Mitbewohner in Deckung. Was mag er nur gerade entdeckt haben? Wie gebannt starrt er auf irgendetwas und schleicht dann ganz vorsichtig weiter.

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Wo mag er nur hinschauen?

Wenig später schaut er nach oben. Ist ihm etwa im letzten Moment das Objekt seiner Begierde entwischt? Ich folge seinem Blick. Was mag es dort oben zu sehen geben?

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Frau Amsel sitzt hoch oben auf dem Birnbaum

Ach, das Katerchen schaut auf den Birnbaum. Dort oben sitzt Frau Amsel, die eben noch im Garten einige braune Blätter wendete. Hat sie doch der pelzige Vierbeiner bei der Futtersuche gestört. Auf dem Baum fühlt sie sich dann wohl doch sicherer. Unser Keks schnattert aufgeregt und scheint zu überlegen, ob es sich lohnt, der Vogeldame  dort oben einen Besuch abzustatten.

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Ein paar Flügelschläge später sitzt Frau Amsel auf dem Dach unseres Geräteschuppens

Doch Frau Amsel stößt eine Reihe böser Schimpflaute aus und fliegt hinüber zum Schuppendach. Lieber noch ein paar Meter mehr Luftraum zwischen sich und das Raubtier bringen. Wer weiß, ob dieser Jungspund nicht doch noch auf den Baum klettert. So genau kann sie diesen jugendlichen Helden noch nicht einschätzen. Aber das wird sie ganz sicher bald gelernt haben.

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Wo ist die Amsel hin?

Keks lässt sich natürlich vom Gezeter der Amsel nicht entmutigen. Er schleicht hinterher und behält den Vogel im Auge.

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Vorsichtig schleicht er Richtung Schuppen

Ganz vorsichtig schlägt sich unser pelziger Jäger durch die Büsche und schließlich …

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Vom Kräuterbeet aus schaut Keks hoch zum Schuppendach

… landet er im Kräuterbeet. Wo ist die Amsel? Uups, die sitzt derweil wieder im Birnbaum.

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Die Amsel ist fort, aber was entdeckt er denn dort hinten auf dem Zaun?

Na, macht nichts, denn schon hat der kleine Kater etwas anderes entdeckt. Was sitzt denn da am Gartenzaun? Ganz die Aufmerksamkeit in Person schaut unser Keks dorthin.

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An der Tür vom Gartenzaun sitzt unser Rotkehlchen

Und dann sehe auch ich, was unser Jungspund entdeckt hat. Das allgegenwärtige Rotkehlchen hockt auf einem Blumentopf nahe der Gartentür. Aber ich bin sicher, das kleine Vögelchen mit dem roten Latz hat nicht nur mich, sondern auch unseren Keks schon längst bemerkt.

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Doch plötzlich schaut Keks nach oben – ist die Amsel wieder da?

Doch wenig später scheint das Rotkehlchen schon gar nicht mehr so interessant zu sein. Was hat unser Katerchen denn jetzt entdeckt?

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Wow, ist das spannend da oben am Himmel

Noch bevor ich selbst dem Blick des Katers folgen kann, höre ich, was er sieht. Laute Trompetenrufe schallen durch den schönen Tag. Als auch ich hinauf in den Himmel schaue, sehe ich sie in großen Formationen über uns hinwegfliegen – sehr hoch, fast deutlicher zu hören als zu sehen – Kraniche. Sie sind wieder da.

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Wie schön, dass ich dem Katerchen bei seinem kleinen Gartenabenteuer ein wenig Gesellschaft geleistet habe. Wäre ich nicht mit ihm draußen im Garten gewesen, hätte ich doch glatt die Kraniche verpasst. Für mich sind sie jedes Mal wieder DIE Frühlingsboten an sich.

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Sooo viele Kraniche – da staunt sogar unser Keks

Noch lange schauen Keks und ich in den blauen Himmel – hinauf zu den Kranichen, hinauf in den Frühling. Ich weiß nicht, wer mehr über die Schreihälse dort oben gestaunt hat. Er oder ich?

Am vergangenen Donnerstag legte Frau Holle über unser Gärtchen noch einmal eine hauchzarte Schneedecke. Ob das ihr Abschiedsgeschenk war? Lange hielt dieses durchscheinende Wunder allerdings nicht. Der Schnee auf unserem Dachfenster hatte sich fast in Windeseile in hübsche kleine Wassertropfen verwandelt und auch die feine weiße Decke im Garten war so schnell, wie sie gekommen war, auch schon wieder fort. Eben standen Schneeglöckchen und Co. noch in einer zarten Watteschicht, wenig später war nichts mehr vom Watteteppich übrig. Gleich sah es wieder mehr nach Frühling als nach Winter aus, denn überall schaut es inzwischen farbig aus der Erde und nicht nur wie noch vor einigen Tagen nur in Weiß als Schneeglöckchen. Die Krokusse haben gelbe und lila Farbtöne zu bieten und die Christrosen schieben mehr und mehr ihrer weinroten Knospen ans Licht. Die Zaubernuss über ihnen passt mit ihren gelben Blüten bestens zu dem hübschen Weinrot. Auch sonst schaut’s mehr  nach Frühling denn nach Winter aus und es klingt auch bereits recht verheißungsvoll nach Frühling. Herr Blaumeise trägt sehr zu diesem Frühlingsfeeling bei. Er übt nämlich schon fleißig an seinem neuen Frühlingslied und die erste Runde der Wohnungssuche hat er mit seiner Frau auch bereits hinter sich. Ob  allerdings schon eine der Sommerwohnungen in der engeren Wahl ist, konnte ich nicht feststellen. Aber wer die Wahl hat, hat auch die Qual … Vielleicht muss man aber auch noch nichts überstürzen.

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