Mit ‘Pflanzen’ getaggte Beiträge

Gelesen habe ich genau das in diversen Büchern. Ob es wirklich stimmt?
Bisher habe ich mich vom Brotbacken eigentlich immer eher ferngehalten. Ich bin mehr eine Keks- und Kuchenbäckerin. Obwohl … vor vielen Jahren, als plötzlich alle Welt Brotbackautomaten kaufte, musste selbstverständlich auch ich ein solches Backgerät haben. Natürlich gab es in der Folge auch bei uns Silberdistels viele leckere Brote zu essen. Mit denen hatte man allerdings fast gar keine Arbeit, zumal man für den elektrischen heimischen Brotbäcker noch dazu auf zahlreiche Brotbackmischungen zurückgreifen konnte. Und eine besondere Kunst war das Brotbacken auf diese Weise schon gar nicht.
Doch dann segnete das Teil plötzlich und unerwartet das Zeitliche und ein neues kam nicht mehr ins Haus. Warum eigentlich? Vielleicht war die Mode einfach vorbei? Ich weiß es, ehrlich gesagt, einfach nicht mehr. So wurde das Brot wieder eingekauft, aber so richtig zufrieden war ich damit auch nicht.

000-Buch Schmackhafte brote selber backen

ISBN 978-3-95540-156-6

Unlängst nun lief mir ein Brot-Backbuch über den Weg. Es lief so geschickt, dass ich regelrecht darüber stolperte. Höflich, wie ich bin, schaute ich meinen Stolperstein wenigstens an. Das aber hätte ich nicht tun sollen, denn ich infizierte mich umgehend mit dem Brotbackvirus, genauer gesagt – mit dem Sauerteigbrotbackvirus.
Da ich mitunter kleine Bauchwehprobleme mit einigen Brotsorten habe und nun las, dass Sauerteigbrote zur eher bekömmlichen Sorte von Broten gehören würden, schlich sich ein Gedanke in meinen Kopf, ein Gedanke, der mich erstens dieses Buch kaufen ließ und der mir zweitens einredete, es doch noch einmal mit dem Selberbacken von Brot zu versuchen. Ich wollte mein eigenes Sauerteigbrot backen – ohne all die Zutaten, die uns die Industrie sicher noch so ganz nebenher in jedes Brot mischt, damit es besser schmeckt, super aussieht und noch dazu lange haltbar ist. Eigentlich sollten, wie ich nun weiß, für ein schmackhaftes Brot bereits Mehl, Wasser und etwas Salz genügen.

Die Herstellung von Sauerteig liest sich auf den ersten Blick so, als wäre es ganz leicht – nur Wasser, Mehl und Geduld wären notwendig.
Um meine neue Brotback-Karriere nicht gleich mit einem Misserfolg zu starten, kaufte ich zunächst beim Bäckermeister meines Vertrauens etwas Natursauerteig.

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Mein erstes eigenes Sauerteig-Roggenbrot

Und siehe da, mein erstes eigenes Roggenbrot sah gar nicht so übel aus und erstaunlicherweise schmeckte es auch noch. Und es war in reiner Handarbeit entstanden – also ohne Brotbackautomaten. Die ausgesprochenen Brotbackfans kneten ihren Brotteig nämlich mit der Hand. Okay, darin hatte ich mich nun versucht, aber ganz war ich der Sache mit dem klebrigen Teig noch nicht Herr geworden. Es blieben trotz des ersten Erfolgs noch so einige Fragen offen.
Und wegen dieser offenen Fragen waren dem einen Buch weitere Bücher übers Brotbacken in meine häusliche Backbibliothek gefolgt. Die Sache mit der Herstellung des eigenen Sauerteigs interessierte mich nun doch, schließlich wollte ich nicht immerzu Sauerteig kaufen müssen. Ich wollte ihn ständig parat haben, wenn ein neuer Brotbacktag anstand. Andererseits wollte ich auch noch wissen, wie ich den Teig richtig kneten muss, damit mein Brot ganz besonders gut ausschaut, wenn es den Backofen schließlich wieder verlässt.
Viele Bücher mögen gut sein, manchmal sind viele Bücher zu einem Thema auch eher verwirrend. Mit viel List und Tücke und lauter Fragezeichen im Kopf zum Thema Kneten und zum Thema Anstellgut oder Ansatz für einen neuen Sauerteig machte ich mich an mein zweites Brot.

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Mein Brot Nr. 2 – ein Roggen-Weizenmischbrot

Dieses Mal sollte es ein Roggen-Weizenmischbrot werden. Da ich meinem sogenannten Anstellgut, einem Restchen vom ursprünglichen Sauerteig, aus dem ich versuchte, den benötigten Sauerteig für das neue Brot herzustellen, nicht ganz über den Weg traute, gab ich etwas Hefe hinzu. Ob nun der zweite Brotbackversuch, den ich ebenfalls als recht gut gelungen abhaken konnte, der Hefe oder/und dem Sauerteig zu verdanken war, blieb mir dennoch ein kleines Rätsel. Zumindest musste ich mir über die Form meiner Brote vorerst keine Sorgen machen. Meine Kastenform ließ das Brot nach einem Brot aussehen und nicht nach einem Teil, das mehr einem missglückten Fladen glich. Aber die Kastenform beantwortete nur einen kleinen Teil meiner Fragen.

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Der Klockenhagener Museumsbäcker lädt zum Brotbacken ein. Aber auch sonst gibt es allerlei Mitmachangebote.

Und plötzlich kam wieder einmal mein Herr Silberdistel ins Spiel. Er hatte nämlich gelesen, dass im Freilichtmuseum Klockenhagen, ich hatte hier schon öfter über das Museumsdorf berichtet, neuerdings fleißig Brot gebacken wird. Es gibt dort seit Mai 2017 einen Museumsbäcker, der an einigen Tagen in der Woche sogar zum Mitmachen einlädt. Vielleicht könnte ich dort ja meine Fragen klären.

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So machten wir Silberdistels uns am vergangenen Dienstag auf den Weg nach Klockenhagen. Wie Herr Silberdistel gelesen hatte, sollte einmal um 11.00 Uhr und ein weiteres Mal um 13.00 Uhr gebacken werden. Für 11.00 Uhr sind wir an diesem Tag etwas spät dran. Trotzdem eilen wir, bevor wir noch anderes im Museumsdorf anschauen, zum neuen Backhaus.

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Wie ich dort erfahre, hatte der Museums-Bäckermeister gerade an diesem Vormittag viel zu tun. 30 Kinder haben zusammen mit ihm Brote geformt und diese anschließend in den neuen Holzbackofen geschoben, der übrigens samt Backhaus ein Nachbau eines alten Backhauses aus Hanstorf ist.
Des Bäckers Teigreserven sind aufgebraucht, dennoch kann ich einige interessante Tipps über das Backen mit Sauerteig bekommen. Gern hätte ich natürlich dem Bäckermeister noch auf die Finger geschaut oder mich sogar selbst formend an einem Brotteig vergangen. Aber was dieses Mal nicht war, kann vielleicht ein anderes Mal werden.

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Wir Silberdistels bedanken uns herzlich für die Informationen, nehmen aus dem kleinen Ladengeschäft noch ein Roggenmischbrot und ein Dinkelbrot mit und natürlich lassen wir uns, bevor wir zu einem kleinen Rundgang durchs Freilichtmuseum aufbrechen, noch ein Stück Kuchen und den Kaffee aus der kleinen Bäckerei schmecken. Es war übrigens ein überaus leckerer Mohnkuchen.

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Ach, und das Dinkelbrot ist nicht irgendein Dinkelbrot. Es hat sogar ein Gesicht. Oder sehe ich ganz einfach immer und überall Gespenster?

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Nicht weit entfernt vom neuen Museumsbackhaus lockt uns eine Bank an ein kleines Teichlein. Wir lassen uns eine Weile die Nasen von der Sonne bescheinen und als Frau Sonne eine Pause macht, setzen wir unseren Museumsrundgang fort.
Mich interessieren natürlich besonders die hübschen Bauerngärten. Was mir auch hier wieder auffällt, es sind erstaunlich wenig Insekten zu sehen. Da kennen wir Silberdistels die Klockenhagener Bauergärten aber ganz anders. Dort war die Luft während der warmen Jahreszeit sonst fast ständig vom Summen der vielen Insekten erfüllt.
Dieses Mal muss ich nach den kleinen Fliegern regelrecht suchen. Zumindest die Fliegen bemühen sich um Nachwuchs. Ich will hoffen, auch Bienen und Hummeln nehmen sich daran ein Beispiel, damit es bald wieder mehr in unseren Gärten summt und brummt.

Ach, und um die Frage von oben, ob Brotbacken süchtig macht, zu beantworten. Ich denke schon, denn nicht nur meine Brotbackbüchersammlung, auch meine Mehlsammlung wird immer umfangreicher. Das lässt doch darauf schließen, dass mich das Brotbacken so schnell nicht wieder loslassen wird, oder?

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Nein, nein, keine entlaufene Katze. Sie ist noch da und läuft bereits wieder etwas entspannter durch die Gegend – unsere Torty.

Nein, es blüht uns zur Abwechslung etwas Schönes – nämlich zwei meiner Wachsblumen erfreuen uns mit ihren hübschen Blüten. Ihre Blätter schauen tatsächlich aus, daher wohl auch ihr Name, als wären sie mit einer feinen Wachsschicht überzogen. Besonders die Hoya carnosa glänzt im wahrsten Sinne des Wortes nicht nur mit ihren rosa Blüten, sondern auch mit ihren glänzenden Blättern.
Vielleicht aber kennt der eine oder andere sie auch unter der Bezeichnung Porzellanblumen. Diesen Namen verdanken sie ihren an feines Porzellan erinnernden Blüten.

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Der Duft der Blüten allerdings ist gewöhnungsbedürftig. Selbst wenn ich einmal nicht mitbekommen habe, dass eine meiner porzellanblumigen Mitbewohner an versteckter Stelle erste Blütenknospen entfaltet hat, erkenne ich am Geruch, dass wieder einmal irgendwo im Hause eine Hoya blüht.

Neben der Hoya carnosa, die oben in der Bilderschau zu sehen ist, blüht außerdem noch eine Hoya, die mit herzförmigen Blättern daherkommt. Wegen dieser herzigen Blätter wird sie oft auch mit einem einsamen Blättchen in Erde gesteckt und zum Valentinstag als kleines Geschenk für die Liebste oder den Liebsten angeboten.
Wenn man viel Glück hat, dann wächst dieses Blättchen sogar an. So ging es mir einst. Ich bekam ein solches Minitöpfchen einmal von einer meiner Töchter geschenkt. Wenn ich mich recht erinnere, war es allerdings nicht zum Valentinstag. Aber egal, das Blättchen stand ewig auf meiner Fensterbank. Das eine Herzchen blieb ein einzelnes Herzchen. Da es aber immer noch hübsch grün aussah, gab es auch keine Veranlassung, es nicht an seinem Platz unter den anderen Zimmerpflanzen auf der Fensterbank zu belassen. Ich würde heute glatt behaupten, es dauerte länger als ein Jahr und dann, dann tat sich tatsächlich noch etwas an meinem Herzblatt.
Ob es an meinem liebevollen Blick lag, der tagtäglich auf dem Herzchen ruhte oder/und an den regelmäßigen Wassergaben, mit denen ich es versorgte, wenn ihm durstig war? Oder vielleicht an meiner unendlichen Geduld, die mich immer noch auf ein kleines Wunder hoffen ließ, auf das Wunder, dass das Herzchen zu schlagen beginnen würde.
Ich weiß es nicht. Jedenfalls schob sich eines Tages ganz vorsichtig eine kleine grüne Spitze aus dem Herzen, die es dann aber plötzlich ganz eilig hatte, so als hätte die Pflanze durch ihre lange Ruhephase etwas Wesentliches in ihrem Leben verpasst. Sie wollte offensichtlich ganz schnell alles nachholen. Sie wollte endlich leben, das Leben genießen, wachsen und gedeihen und groß und stark werden.
Inzwischen ist aus meiner Herzigen eine recht ansehnliche Pflanze mit vielen hübschen Herzen geworden und seit einigen Jahren blüht sie auch recht zuverlässig. Und eben weil sie mich einst so lange warten ließ, liegt sie mir ganz besonders am Herzen und die Freude ist jedes Mal riesig, wenn ich die ersten Blütenknospen entdecke. Und hier unten in der Bilderschau ist sie, meine Herzige – eine Hoya kerrii.

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Der letzte Post ließ uns bereits ein wenig durch mein kleines grünes Reich wandeln. Allerdings drängelten sich an dem Tag immer wieder zwei pelzige Pflanzen zwischen meine kleine Maiblumenschau. Sehen wir doch einmal, ob wir unseren heutigen Rundgang hinkriegen, ohne auf Schritt und Tritt über diese Fusselteile zu stolpern.

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Meine Fuchsie – ein Hochstämmchen – blüht schon lange sehr fleißig

Auf den ersten Blick lässt es sich doch ganz gut an, oder?

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Vorn unser neues Teichlein und dahinter – gerade im Verschwinden zum Nachbarn begriffen – der Fusseltiger Keks

Aber wohl auch nur auf den ersten Blick. Man soll eben den Tag nicht vor dem Abend loben. Beim zweiten Blick nämlich springt uns doch schon wieder etwas Pelziges vors Auge. Aber … aber vielleicht haben wir doch noch Glück, denn es huscht gerade in den Nachbargarten …

Dann schauen wir uns mal um, also hier in meinem Garten und nicht bei Nachbars. Für Nachbars Garten ist gerade Keks zuständig.

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Rhododendron – unsere weiße Schönheit

Inzwischen blüht noch einiges mehr als bei unserem letzten Rundgang. Einer unserer Rhododendren zeigt sich mit strahlend weißen Blüten. Und der vom Nachbarn, da sind wir nun also doch beim Nachbarn, meint es ebenfalls gut mit uns, denn Nachbars Rhododendron hat sich mit ein paar Blütenzweigen zu uns über den Zaun geschoben.

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Nachbars Rhododendron bei uns zu Besuch

Die herrlich roten Blüten dürfen sich natürlich unserer Gastfreundschaft sicher sein. Wer würde über einen solchen Zaungast schon meckern?

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Christrose

Eine letzte blühende Christrose konnte ich sogar auch noch entdecken.

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Vergissmeinnicht

Natürlich leuchtet überall zwischen den anderen Blumen das hübsche blaue Vergissmeinnicht.

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Tränendes Herz

Das Tränende Herz setzt einen schicken Akzent in den Schattenbereich, in dem es seinen Platz hat.

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Akebia – ein eifrige Kletterin an unserem Geräteschuppen

Am Geräteschuppen zeigt die rankende Akebia ihre zauberhaften Dreiecksblüten.

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Und aus den Töpfen leuchten in fröhlichen Farben die kleinen Hornveilchen.

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Aber auch die Sträucher, die mein kleines grünes Reich zum Nachbargarten hin abgrenzen, tragen momentan ein hübsches Blütenkleid.

Wir hatten wohl doch noch Glück.  Tatsächlich hat sich nichts Pelziges mehr sehen lassen. Ob der Vorgarten auch pelzfrei ist? Wir wagen einfach mal einen Blick.

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Blick auf unseren kleinen Steingarten

Dort blüht es nämlich auch sehr hübsch.

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Dort leuchtet das blaue Hasenglöckchen im Beet. Polsterphlox, Filziges Hornkraut und Sonnenröschen blühen im Steingartenteil um die Wette und die ersten Rosenblüten sind ebenfalls zu sehen.

Bei soviel Blütenpracht macht sogar die Gartenarbeit doppelt soviel Spaß. Apropos Gartenarbeit, als ich gestern ein wenig im Vorgarten werkelte, hatte ich Gelegenheit, unsere neuen Untermieter, Familie Kohlmeise, zu beobachten.

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Sie haben unlängst unser kleines Dornröschenschloss bezogen. Nun ja, das Schloss ist mehr eine Art kleines Wandermobil, aber die Rosen tun ihr Möglichstes, um aus dem Wandermobil ein  „Rosenschlösschen“ zu zaubern. Kohlmeisens jedenfalls scheint das kleine Schloss zu gefallen. Ich konnte sogar einige Bilder vom Ein- und Ausflug der Eltern schießen – keine Superbilder, aber als Beweis können sie wohl wieder einmal herhalten. Mama und Papa Kohlmeise hatten alle Schnäbel voll zu tun. Der Nachwuchs ist sicher äußerst hungrig. Es war nämlich ein ständiges Kommen und wieder Losfliegen.
Ich bin gespannt, ob wir auch irgendwann den ersten Ausflug des Nachwuchses miterleben dürfen. Wenn ja, werde ich natürlich berichten.

Übrigens hatten wir tolles Wetter für unseren blumigen Nachschlag. Habt Ihr den herrlich blauen Himmel gesehen? Dort über dem Flieder? Das sieht doch schon fast nach Sommer aus, oder?

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Flieder

 

Am vergangenen Sonntag war so herrliches Wetter, dass ich mir einfach meine Kamera schnappen und eine kleine Bestandsaufnahme von all dem, was gerade in meinem Garten blüht, machen musste, denn es leuchtete bunt aus allen Ecken und Winkeln meines kleinen grünen Reiches. Die Sonne hatte all die Farbe an den Tag gebracht.
Bei meinem Rundgang ist mir aufgefallen, dass nicht nur die Gartenblumen wunderhübsch blühen, auch andere Pflanzen sind mächtig, wenn nicht gar übermächtig, ans Licht geschossen, besonders die, die nicht unbedingt zu den Lieblingen der Gärtnerin zählen – wie Giersch, Schachtelhalm und Maiglöckchen. Äh, ach so, Maiglöckchen gehören ja angeblich zu den Guten.

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Maiglöckchen

Nun ja, bei mir gehören sie eher zu den mäßig Geduldeten – so in die Kategorie Löwenzahn. Ich mag sie beide, Löwenzahn und Maiglöckchen, eigentlich ganz gern – wegen ihrer hübschen Blüten und wegen ihres angenehmen Duftes.

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Löwenzahnblüte

Doch schnell werden sie zu frech und versuchen brutal, quasi mit allen ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln, die Vorherrschaft im Garten zu übernehmen. Gewöhnlich ist dann für mich der Zeitpunkt gekommen, ihnen zu zeigen, was eine Hacke ist. Und genau an dem Punkt scheinen wir wieder einmal angekommen zu sein, denn die Maiglöckchen machen gerade jetzt im Mai besonders gern, was sie wollen, und der Löwenzahn tut es den weißen Glöckchen nach. Der macht es allerdings nicht im geheimen Untergrund, mit Wurzelausläufern, wie die hinterlistigen Maiglöckchen. Der Löwenzahn hat sich für seinen Ausbreitungsdrang eine andere Methode ausgedacht und die ist auch nicht gerade ohne.

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Löwenzahns viele kleine Schirmchen

Er steht mehr auf Schirmchen, und die hat er in einigen Gartenbereichen bereits wieder aufgespannt und wartet nun auf den nächstbesten Windstoß, um seinen Kindern den Startschuss für ihren Absprung und die großräumige Verbreitung seiner Nachkommen in meinem grünen Reich zu geben. Wenn man bedenkt, dass solch eine Pusteblumen in der Regel zwischen 200 und 300 Schirmchen auf die Reise schicken kann, dann ist der Garten, so man nichts gegen den Ausbreitungsdrang des Löwenzahns unternimmt, bald in Löwenzahns fester gezahnter grüner Hand. Ich muss mich also beeilen und eingreifen, bevor mein Garten nur noch aus Löwenzahn und ja … und aus Maiglöckchen besteht.

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Vergissmeinnicht

Neben Maiglöckchen und Löwenzahn gibt es übrigens noch so eine verwegene Pflanze, die gern in meinem Garten tut, was sie will.

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Die allerdings hat bei mir Narrenfreiheit, denn ich liebe es, wenn sie mein kleines grünes Reich für eine Weile in eine blaue Wunderwelt verwandelt.

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Aber diese Narrenfreiheit hat wirklich nur das Vergissmeinnicht. Was? Ich höre Einspruch?

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Torty auf Klettertour

Äh, ja, okay, es gibt da noch so zwei, drei Pflanzen, pelzige, die Narrenfreiheit in meinem Garten haben und nicht nur dort.

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Keks

Wie wir gerade merken, drängeln sie sich immer und überall in den Vordergrund, auch wenn Keks hier oben so tut, als neige er mehr zur Untergrundarbeit.

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Torty

Torty dagegen lässt keinerlei Zweifel darüber aufkommen, wer immer und überall im Hause Silberdistel im Vordergrund steht. Was heißt hier im Hause? Der Garten ist davon natürlich keinesfalls ausgenommen. Fast hätte ich vor Schreck die Kamera fallenlassen, als mich, ich stand gerade, höchst konzentriert ein Blümchen knipsend, am Geräteschuppen, plötzlich dicht neben meinem Ohr etwas anmaunzte. Torty hockte wieder einmal auf dem Dach und nutzte meine Ahnungslosigkeit schamlos aus, um mich zu erschrecken und wohl auch, um mir laut maunzend mitzuteilen, wer die eigentliche Herrin in meinem Garten ist.  Torty maunzt laut – sehr laut, so, als hätte sie ein Megaphon dabei. Wenn sie maunzt, stimmt man ihr immer zu, schließlich will man irgendwann seine Ruhe haben.

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So, nun aber genug über die pelzigen Pflanzen geschwatzt, am Ende fühlen sie sich in ihrer Wichtigkeit noch bestätigt. Jetzt endlich zu denen, um derentwillen ich mit der Kamera überhaupt in den Garten aufgebrochen bin.
Hinein also ins Blühvergnügen meines Maigartens!

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Da sind wir Silberdistels wieder. Wir waren noch einmal für einige Tage ausgeflogen und flatterten fern unserer norddeutschen Heimat umher – in Franken. Unsere Katzen hatten derweil Ausgangssperre. Aber nun geht alles wieder seinen gewohnten Gang, und so können auch unsere pelzigen Mitbewohner wieder ihrem normalen Tagesgeschäft nachgehen. Doch wie ich merken sollte, lief es dann doch etwas anders als gewohnt. Es begann mit dieser dummen Einbildung von mir.

Ich hatte mir nämlich unlängst eingebildet, sie gut und katzensicher weggestellt zu haben, schließlich brauchten sie Erholung vom letzten Trip unserer pelzigen Mitbewohner.
Nichts Böses ahnend, ließ ich unsere Torty auch heute wieder einmal zur Vordertür hinaus. Meistens hält die pelzige Dame ihre Nase dort nur recht kurz in den Wind, nur, um irgendwie auf dem Laufenden zu sein. Schließlich muss sie wissen, was rund um ihr Heim so vor sich geht und welcher pelzige Fremdling vielleicht unerlaubt ihr Revier betreten haben könnte. Gewöhnlich ist unsere Torty aber schnell wieder im Haus, denn dort vorn promeniert auch öfter einmal ein Vierbeiner aus der Familie der Canidae, also aus der Familie der Hunde. Mit einem solchen Vertreter muss sich eine kluge Katze nicht unbedingt anlegen, auch wenn schon das kleinste Kätzchen weiß, dass Katzen von ihrer Kampfkraft her selbst dem größten Bello haushoch überlegen sind. Aber warum sollte man sich unnötigen Stress machen? Katzen hassen Stress. So auch unsere Torty und deshalb geht sie ihnen lieber aus dem Weg – dem Stress und dem Hund.

Dieses Mal aber tauchte unsere jungspundige Katzendame gar nicht so schnell, wie bisher gewohnt, wieder auf. Wo mochte sie abgeblieben sein? Was hielt sie so sonderbar lange dort draußen vor der Tür auf? Sollte ich vielleicht, nur der Ordnung halber, einen kurzen Blick hinaus werfen? Möglicherweise musste ich Nachbars Hundemädchen vor unserer Torty aus einer misslichen Lage retten.
Ich schaute also zur Tür hinaus und sah im ersten Moment nichts, was mir hätte Sorgen bereiten müssen – kein ängstlich winselnder Hund auf dem Baum vor unserem Haus, aber auch keine Torty weit und breit. Moment … Was wuschelte denn da rechts in meinem Augenwinkel?

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Ach nee! Mit verklärtem Blick hockte unsere Torty auf genau denen, die ich zur Erholung und vollständigen Genesung auf den Fenstersims gestellt hatte – katzensicher, wie ich meinte. Unsere Glückskatze hockte auf den Katzenminzen, die unlängst von zwei felinen Pelzwesen so höllisch gequält wurden. Ich hatte hier darüber berichtet.

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Als Torty meiner ansichtig wurde, schmuste sie verliebt mit der Minze, so, als wollte sie mir damit deutlich machen, wie glücklich sie war, den Stoff ihrer schlaflosen Nächte endlich wiedergefunden zu haben.

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Wonniglich drückte Torty die Minzen platt und platter, …

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… und meine Bitte, die armen Pflanzen nicht schon wieder schonplatzreif zu schmusen, verhallte ungehört. Tortys verklärter Blick sagte alles. Meine Bitte war auf taube Katzenohren gestoßen.

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Während Torty sich in den Minzen aalte, verströmten diese vor lauter Qual ihren katzenminzigen Duft. Der blieb natürlich nicht unerschnüffelt, und schwups … saß auch Keks auf dem Fenstersims.

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Auch seine Katzenminzenliebe entfaltete sich sofort ungebremst und hemmungslos. Verliebt biss er in die frischen grünen Blätter und schmatzte sie wonniglich in sich hinein.

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Und so nahm das erneute Leiden der Minzen seinen Lauf. Keks quälte das linke Pflänzchen und Torty das rechte. Immer, wenn ich versuchte, einzugreifen, um die Minzen vor dem Schlimmsten zu bewahren, bekam ich Katzenkrallen zu spüren.

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Aber irgendwann waren die beiden Drogensüchtigen ausreichend vollgepumpt mit dem minzigen Aroma und ließen ab von den gemarterten Pflänzchen.
Seltsamerweise ließen die beiden Junkies die Pflanzen im unteren Minzenkasten völlig in Ruhe. Wahrscheinlich brauchen unsere süchtigen Pelztiere bereits die härteren Drogen und die stehen nun mal oben auf dem Fenstersims. Aber einem Süchtigen ist natürlich kein Fenstersims zu hoch, um an den entsprechenden Stoff zu kommen. Man lernt doch nie aus. Nun weiß auch ich, wohin Drogensucht führen kann.

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Tja, etwas gequält schauen sie schon drein, die Minzen, oder? Aber ich hoffe, sie packen es auch dieses Mal wieder, schließlich sind sie starke Minzen, die sich nicht so schnell von zwei abhängigen Katzen unterkriegen lassen.

In meinem Beitrag „Frühlingserwachen“ hatte ich es bereits angedeutet – meine Kamelie trug schon da, Anfang März, dicke Knospen. Inzwischen hat sie ihre Augen geöffnet und erfreut mich/uns mit ihren hübschen leuchtend roten Blüten.
2013 ist sie bei uns eingezogen – wunderhübsch blühend. Sie war bereits mein zweiter grüner Mitbewohner dieser Art und eigentlich wollte ich es nicht noch einmal mit einer Kamelie versuchen. Hätte mich mein Herr Silberdistel nicht, als ich im Frühjahr 2013 wieder einmal in einem Markt unseres Vertrauens bewundernd vor  einer Kamelie, einer „Camellia japonica“, stand, zu dieser Nachfolgerin überredet, wäre es wohl auch bei dem einen Misserfolg geblieben.
Die Vorgängerin musste ihr Dasein noch als reine Zimmerpflanze fristen und genau das war ihr offensichtlich nicht bekommen. Sie hätte es im Winter gern kühler gehabt, als ich es ihr damals bieten konnte. Die trockene Heizungsluft war absolut nicht ihr Fall und so wurde sie bald krank und verließ mich schließlich ganz.
Inzwischen aber kann ich die Wünsche einer Kamelie erfüllen. Mein neues Blühwunder überwintert nun alljährlich in unserem Wintergarten und im Sommer darf es ganz hinaus ins Freie und wie es den Anschein hat, ist meine neue Mitbewohnerin damit recht zufrieden.  Wäre es nicht so, würde sie sich bestimmt nicht so dankbar zeigen und uns Jahr für Jahr mit ihren herrlichen Blüten verzaubern.
Der kleine Farbunterschied im Rot der Kamelienblüten auf meinen Fotos unten in der Bilderschau erklärt sich aus den unterschiedlichen Lichtverhältnissen beim Fotografieren. Das erste Foto habe ich gestern – an einem absoluten Regentag – aufgenommen. Die weiteren Fotos – bis Bild 9 – konnte ich bei herrlichstem Sonnenschein aufnehmen und die restlichen drei hatten leider nur einen recht bedeckten Himmel als Beleuchtung bei der Aufnahme. Aber selbst diese unterschiedlichen Farbnuancen sind interessant. Da sieht man es wieder einmal – Licht ist eben nicht gleich Licht.

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Hoffentlich! Nicht, dass er solche Späße jetzt noch öfter vorhat – der Winter. Am letzten Freitag huschte er nämlich bei uns schnell noch einmal vorbei. Erst kam er gar nicht, als es eigentlich für ihn an der Zeit gewesen wäre, und nun krümelt er uns, wo wir bereits voll auf Frühling eingestellt sind, noch eine Handvoll Schneeflocken in den Garten. Nix da, wir wollen das weiße Zeugs nun auch nicht mehr.

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Nun ja, ich will’s mal als Abschiedsgruß ansehen, denn wer hat jetzt schon noch Lust auf Winter. Ich jedenfalls nicht und mein Garten, wenn  ich ihn so anschaue, auch nicht und die Vogelwelt erst recht nicht, die trällert bereits ein Frühlingslied nach dem anderen.

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Na, und den Pflanzen in meinem Wintergarten ist erst recht nach Frühling zumute. Dort stehen Hyazinthen und Alpenveilchen in voller Blüte. Sogar mein Peitschenkaktus hat zahlreiche Knospen angesetzt. Mein Katerchen Keks wollte mich sogar schon zu ersten Gartenarbeiten animieren, aber dazu ein anderes Mal. Jetzt gibt es hier erst einmal noch ein paar nette Wintergarteneinblicke zu sehen.

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