Mit ‘Ostsee’ getaggte Beiträge

… könnte man vielleicht glauben, dass derjenige eventuell förmlich in Geld schwimmt. In diesem speziellen Fall, auf den ich hinaus will, ist der Begriff  „steinreich“ nicht übertragend zu sehen, sondern durchaus einmal wörtlich zu nehmen.
Das Katerchen aus dem Katerchen-Blog ist sicher dem einen oder anderen Besucher meines Blogs ein Begriff. Liest und kommentiert Katerchen hier bei mir doch bereits seit etlichen Jahren und noch dazu überaus fleißig. Na, und wenn ich noch hinzufüge, dass zum Katerchen der Pelzträger Paulimann gehört, dann sollte es doch wohl jetzt bei fast jedem klingeln und vielleicht hat der eine oder andere sogar schon beim Katerchen-Blog vorbeigeschaut.
Viele Jahre haben die beiden die Bloggerwelt mit ihren netten und oft sehr lehrreichen Erlebnissen erfreut. Nun schließen sie leider bald ihre Blogtür. Sie möchten endlich ihren wohlverdienten Ruhestand genießen und das bedeutet für sie zum Leidwesen all ihrer Fans auch Blogruhestand. Ich bin mir sicher, ich bin nicht die einzige, die das sehr bedauert, haben mir die Geschichten vom und um den Paulimann mit seinem Frauchen und die vielen interessanten Beiträge rund um die Natur doch immer viel Freude bereitet und bei mir sogar so manche Wissenslücke geschlossen. Die beiden werden mir fehlen. Andererseits gönne ich ihnen ihren Ruhestand, und sie haben ja versprochen, ab und zu einmal durch mein bücherstaubiges Türchen zu schauen und ein kleines Lebenszeichen dazulassen. Das ist zumindest ein Trost, wenn auch ein schwacher.

Aber was nun haben das Katerchen und der Paulimann mit diesem, meinem heutigen, Beitrag zu tun? Ganz einfach! Genau sie sind nämlich diejenigen, die von sich sagen können, dass sie steinreich sind. Und jetzt kommt es gleich noch viel schöner. Wir Silberdistels durften sogar an ihrem Reichtum teilhaben, wir bekamen, man lese und staune, sogar ein wenig davon geschenkt. Wie es dazu kam, möchte ich im Folgenden erzählen.

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Es begann im Jahre 2014. Ich berichtete hier im „Bücherstaub“ immer wieder einmal von meinen/unseren silberdisteligen Strandspaziergängen und dass ich eher selten einmal ohne ein steiniges Mitbringsel von diesen Wanderungen entlang der Ostseeküste heimkehrte.
Westlich von Warnemünde ist der Strand geradezu mit Steinen bedeckt. Wer einmal dort war, der hatte ganz sicher auch schnell ein steiniges Mitbringsel in der Tasche. Die Steilküste dort sorgt ständig für steinigen Nachschub. So erblickt nicht selten auch eine interessante Versteinerung nach vielen Jahren, Jahrzehnten, Jahrhunderten oder mehr im Dunkeln wieder das Licht der Welt, indem sie bei Sturm und Regen bei einem Küstenabbruch mit in die Tiefe rauscht und später von der sie noch umgebenden Erde durch das Wasser der Ostsee freigespült wird. So mancher Fossiliensammler ist hier schon fündig geworden.

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Durch meine Beiträge aus der „Blauen Serie“ kamen das Katerchen und ich über solche Fossilienfunde und unsere gemeinsame Steinsammelleidenschaft immer wieder einmal ins Gespräch.

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Ein Hühnergott, den mir bei einem Strandspaziergang ein älterer Herr ganz stolz zeigte

So mancher Hühnergott und Donnerkeil sind von solchen Wanderungen entlang der Küste in meine Tasche und dann mit mir nach Hause gewandert. Edlere Funde waren schon eher selten dabei, dafür dann aber umso wertvoller und eine ganz besondere Bereicherung unserer kleinen Fossiliensammlung. Im Laufe vieler Jahre haben wir etliche Seeigel, Korallen, zu Stein gewordene Muscheln, versteinerte Reste von Kopffüßern und mehr gefunden. Eigentlich fand ich unsere Sammlung bisher durchaus recht  ansehnlich.

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Aber als ich dann erfuhr, wie riesig Katerchens Steinsammlung ist, war ich doch mehr als beeindruckt. Das obige Foto vom Katerchen zeigt nur einen bescheidenen Teil der gewaltigen Sammlung. Das ist doch wirklich etwas, das man wahrlich als steinreich bezeichnen kann. Oder?
Mit diesem Foto und einigen Fotos mehr kam auch eine Einladung an uns, den ganzen Reichtum einmal aus der Nähe, also in der Wirklichkeit, bewundern zu dürfen.
Bis es dann aber endlich soweit war, dass wir Silberdistels uns tatsächlich auf den Weg zum steinreichen Katerchen machten, vergingen noch einmal viele Monate, letztendlich gingen noch einmal fast zwei Jahre ins Land.
Dann aber war es endlich soweit. Jetzt im April diesen Jahres, in der Woche vor Ostern, fanden wir einen gemeinsamen Termin.

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Kater Paulimann – noch misstrauisch den Gästen gegenüber

Am frühen Nachmittag treffen wir beim Kater Paulimann und seinem Frauchen ein. Wir werden mit Kaffee und leckerem Kuchen empfangen und lernen neben Paulimann sein sehr sympathisches Frauchen kennen. Paulimann, der Star in so vielen Geschichten aus dem Katerchen-Blog, ist zunächst ein wenig misstrauisch den beiden Gästen gegenüber, …

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Dann siegt doch die Neugierde und Paulimann schaut die Gäste ein wenig näher an

… doch dann scheint er uns als harmlos einzustufen.  Vorsichtig werden wir ein wenig näher in Augenschein genommen und dann wohl als harmlos eingestuft. Wir dürfen also noch ein Weilchen bleiben und mit seinem Frauchen plaudern …

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Aber nicht nur Versteinerungen sind Gesprächsthema, auch die Fototechnik wird verglichen

… und das tun wir dann auch recht ausgiebig. Nicht nur die vielen Steine sind Gesprächsthema, es gibt noch viel mehr gemeinsame Interessen – zum Beispiel die Fototechnik, über die hier gerade unsere Gastgeberin Katerchen und Herr Silberdistel diskutieren.
Leider ist der Nachmittag viel zu kurz. Wir können längst nicht jeden einzelnen Stein bewundern und Gesprächsstoff gäbe es auch noch außerhalb von Steinen und Fotografie in Unmengen. Am Ende haben wohl nicht nur wir Silberdistels den Eindruck, wir würden uns schon ewig kennen.

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Leider ist unser Heimweg noch lang. Wohl oder übel müssen wir uns verabschieden. Es war schön beim Katerchen und dem pelzigen Blogstar Paulimann. Danke Euch beiden, wir haben uns bei Euch ausgesprochen wohlgefühlt.

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Und am Ende habt Ihr uns nicht nur einen schönen und interessanten Nachmittag geschenkt, nein, Ihr habt uns auch noch steinreich gemacht und habt uns von Eurem Reichtum ein mächtig großes Kistchen mit auf die Reise gegeben. So machten wir uns letztendlich schwer beladen auf den langen Heimweg und zu unserer kleinen Sammlung gesellte sich viel Neues.

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Inzwischen haben nun alle steinigen Geschenke vom Katerchen ihren Platz gefunden. Einige zieren ein Fensterbrett und die anderen machen sich sehr gut in unserem Wintergarten, und damit ich nicht immerzu mit dem Staubwedel jedes einzelne Steinchen entstauben muss, haben die Reliquien aus längst vergangenen Zeiten in dekorativen Gläsern Platz gefunden.

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Nachfolgend sind noch einmal einige besonders schöne Einzelstücke zu sehen.

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Ende Februar hatte es mich schon einmal ans Wasser gezogen, dieses Mal aber nicht an die Ostsee, sondern an die Warnow, einen Fluss, der dennoch an die Ostsee denken lässt,  denn ein Stückchen weiter abwärts, von meinem Standort aus gesehen, fließt er in die Ostsee. Es war ein schöner, aber recht kühler Nachmittag, als ich einen kurzen Spaziergang am Ufer der Unterwarnow unternahm.
Ich stand an einem der Gehlsdorfer Yachthäfen und schaute aufs Wasser. Der Sportboothafen vor mir lag wie immer um diese Jahreszeit noch recht ruhig da. Regen Bootsbetrieb wird es hier erst wieder etwas später im Jahr geben. Jetzt herrschte rundum angenehme Ruhe. Nur das Flüstern des Windes im Schilf und das leise Plätschern der Wellen waren zu hören und ab und zu der Schrei einer Möwe.
Die Sonne stand schräg hinter mir. Sie verzauberte das Wasser in eine silbern glänzende und lebhaft glitzernde Fläche. Ich bewunderte das interessante Spiel zwischen Licht und Schatten und versuchte mich in etlichen Gegenlichtaufnahmen. Es war spannend, die Warnow in diesem besonderen Licht einzufangen. Ob ich die Stimmung genau so würde mitnehmen können, wie sie sich mir gerade präsentierte?
Als ich später am PC die Bilder betrachtete, war ich durchaus zufrieden mit dem, was ich während meines kleinen Fotoausflugs eingefangen hatte. Aber seht selbst!

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… läuft die Vorbereitung auf die nächste Urlaubssaison in vollen Touren. Sand wird von der Mole aus, wo es mehr als genug davon gibt, mit großen Kippern Richtung Westen gefahren, dorthin, wo sich die Ostsee bei schweren Stürmen am ehesten einen Weg ins Landesinnere bahnen würde. Genau von dort wird der Sand nämlich im Laufe der Zeit immer wieder vom Meer Richtung Mole gespült, sodass der Strand hier langsam schmaler und schmaler wird, ganz im Gegensatz zu dem Strandabschnitt an der Mole. Dort  wächst der Strand immer mehr in die Breite.
Damit es nicht irgendwann bei einer Sturmflut doch passiert, dass die Ostsee an diesem schmalen Strandabschnitt durchbricht, denn wenn das passieren würde, würde nicht nur Warnemünde unter Wasser stehen, auch etliche Rostocker Stadtteile könnten davon betroffen sein, muss im westlichen Teil des Strandes immer wieder Sand aufgetragen werden.
Es gab schon einmal eine Sturmflut, die fast das gesamte Seebad unter Wasser gesetzt hat. Das war die Sturmflut vom November 1872, bei dem ein Höchstpegel von 2,43 m erreicht wurde. Auch danach gab es noch etliche schwere Sturmfluten mit Beinahe-Katastrophen. Also werden die Lücken jetzt immer schnell und fein säuberlich geschlossen, bevor es zu spät ist. Und so ähnelte der Warnemünder Strand, als ich ihm in der vergangenen Woche einen Besuch abstattete, mehr einer Hügellandschaft. Spaß gemacht hat der kleine Strandspaziergang trotzdem, auch wenn immer wieder große Traktoren samt Anhängern  an mir vorbeisausten. Andererseits waren nicht nur die Fahrzeuge an sich ungewöhnlich, auch die Kletterpartie, die ich absolvieren musste, bot ein neues Strandgefühl, denn die schweren Traktoren und Hänger haben tiefe Spuren im Sand hinterlassen. Ich musste mich über Berg und Tal zum Wasser vorkämpfen. Es war also einmal ein etwas anderer Strandspaziergang.

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Tolles Fotowetter war allerdings nicht. Aber zum Fotografieren war ich eigentlich gar nicht nach Warnemünde aufgebrochen. Ich hatte dort einen Termin, zu dem ich leider vergessen hatte, gutes Wetter zu bestellen.
Eigentlich hätte ich es tun sollen, denn wenn ich schon einmal in Warnemünde bin, muss ich natürlich auch einen Blick auf die See werfen.Tja, nun lag sie recht grau und trist vor mir und meinte, ich wäre selber schuld, hätte ich doch rechtzeitig Bescheid gegeben, dass ich zu Besuch kommen wollte, dann hätte sie sich ein wenig schicker präsentiert. Aber jetzt so auf die Schnelle …
Na, egal, ein paar Bilder musste ich trotzdem mitnehmen, genauso wie eine Nase voll Seeluft, ein paar Sandkörner in den Schuhen und diesen  salzigen Geschmack auf den Lippen, den ich so sehr mag.

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Als ich dann wieder nach Hause aufbrach, lichtete sich doch tatsächlich das Grau etwas, aber da war ich dann auch bockig und ließ mich nicht noch einmal zurück locken. Erst meckern, weil ich mich nicht angemeldet habe und dann verspätet doch noch gastfreundlich tun. Solche Spielchen durfte sie gern ohne mich spielen.
Wenigstens tschilpte mir ein Spatz aus dem Sanddorn noch entschuldigend zu, ich solle es nicht so tragisch nehmen, ich wüsste doch selbst, wie launisch die Dame Ostsee mitunter ist. Er hat ja Recht. Ich weiß es auch und nehm’s ihr nicht übel. Schließlich ist die Ostsee auch nur ein Mensch, der gute und schlechte Tage hat 😉
Ach, übrigens gibt es nicht nur im Wald Baumgeister, es gibt sie auch am Strand. Ich traf nämlich dicht an der Promenade einen solchen Baumgeist, der aber darauf bestand, Strandgeist genannt zu werden.
Wenn auch das Wetter nicht gerade ideal für einen Strandspaziergang war, es war dennoch ganz schön was los am Strand von Warnemünde – Spatzen, Strandgeister, säuselnde Sandkörner, flüsterndes Dünengras … Was will man mehr? Ach ja, schreiende Möwen waren ja auch noch da.

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Wieder ist ein Jahr vergangen und wieder haben wir uns mit anderen Menschen zusammengefunden, die wie wir einen lieben Verwandten, einen Partner, einen lieben Freund betrauern, der seine letzte Ruhestätte im Meer gefunden hat.
Dieses Mal trafen wir uns zum Volkstrauertag, am Sonntag, dem 13. November, im Wismarer Hafen. Von dort aus ging es wie in den vergangenen Jahren per Schiff durch die Wismarer Bucht bis vor die Insel Poel. Vor fast vier Jahren fand mein Vater dort, nicht weit von Timmendorf entfernt, in der Ostsee seinen letzten Ruheplatz.

Wie immer ist diese Gedenkfahrt nicht nur für uns ein bewegendes Ereignis. Sie ist wohl für alle, die an diesem Tag gemeinsam mit uns auf dem Meer unterwegs sind, auch ein Moment, der uns ganz bewusst innehalten lässt, ein Moment, der noch einmal  unsere Lieben in unserem Innern wieder lebendig werden lässt – in unseren Gedanken, in unseren Herzen. Es ist ein Tag, der uns auch mit tiefer Dankbarkeit erfüllt, ein Tag, der uns dankbar sein lässt für das, was wir einst gemeinsam erleben durften, für das Stück Weg, das wir gemeinsam gehen durften, für die Zeit, in der wir Freud und Leid miteinander geteilt haben.

Es war für uns ein trauriger, aber auch ein schöner Tag. Wir hatten fantastisches Wetter, die Sonne begleitete unsere Fahrt. Trotz Sonnenschein lag ein leichter Dunstschleier über dem Wasser, der das Meer glitzern und leuchten ließ, der die See aber auch fast ein wenig unwirklich, die Fahrt fast wie eine Reise zwischen den Welten erscheinen ließ. Aber genau dadurch wurde auch dieser Tag wieder zu etwas Besonderem, zu einem Band zwischen uns Lebenden und unseren Lieben, die nicht mehr unter uns weilen, die nun im Meer ihren Ruhepol gefunden haben.

Es war schwierig, diese ganz eigene Atmosphäre fotografisch festzuhalten. Ich hoffe aber, dass es mir zumindest ein wenig gelungen ist. So oder so sind die Bilder für mich und meine Familie eine Erinnerung an einen uns sehr lieben Menschen, dem wir wieder einmal ganz besonders nah sein durften, an einen Menschen, der inzwischen ganz ein Teil des Meeres geworden ist und der vielleicht liebevoll den Bug unsere Schiffes gestreichelt hat, als wir zu ihm unterwegs waren, um ihm einen Blumengruß zu bringen.

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Was mich betrifft, denke ich bei blauem Meer und Segelbooten unbedingt und immer in erster Linie an Warnemünde. Gerade war wieder die „Warnemünder Woche„, die in erster Linie ein Highlight für die Freunde des Segelsports ist. Gestern war der letzte Tag dieser traditionsreichen Veranstaltung. Immerhin fand sie nun schon zum 79. Mal statt. Vom Wetter her war sie sicher wieder einmal nicht ganz optimal. Es kleckerte sich recht durchwachsen dahin, mitunter goss es sogar recht heftig. Aber im Grunde genommen hätte es auch noch wesentlich schlimmer kommen können. Die Segler allerdings hatten, was sie brauchten – kräftigen Wind. Immerhin gab es schon Warnemünder Wochen, wo vom Wind weit und breit nichts zu merken war, wo sozusagen Flaute herrschte. So betrachtet können wir vielleicht doch ganz zufrieden sein. Und da in dieser Woche der Wassersport im Vordergrund steht, sollte man also nicht so empfindlich sein, wenn der Wettergott auch von oben noch ein bisschen mehr Wasser dazu schüttet. Das sollte man dann ganz einfach mit Humor nehmen.

Am Montag vor einer Woche hatte ich rein zufällig in Warnemünde einen Termin. Und wenn ich schon einmal dort bin, muss ich natürlich auch einen Blick auf die See werfen. Ohne geht das gar nicht. Das könnte ich mir nie verzeihen.

Fototechnisch war ich allerdings nicht optimal ausgerüstet, denn ursprünglich hatte ich gar nicht vor, Bilder zu machen. Wenn Badesaison ist, verkneife ich mir Fotos am Strand gewöhnlich. Aber der Tag war recht kühl und der frische Wind ließ alles noch wesentlich kühler erscheinen. Badegäste waren nur wenige zu sehen und so zückte ich dann doch meine kleine Immer-Dabei-Kamera. Ich dachte mir, ich bringe Euch, wo die Gelegenheit gerade so günstig ist, einfach  ein wenig Urlaubsfeeling mit und sogar viiiiiiel Platz am Strand. Es gab fast freie Auswahl an Strandkörben. Die scheinbare Leere am Strand relativierte sich wieder, wenn man aufs Wasser schaute. Dort war ganz schön viel Getümmel. Ich denke, zumindest die Segler hatten an diesem Tag ihren Spaß – außer mir natürlich. Das Wasser war übrigens angenehm warm. Aber vielleicht erschien es mir auch nur so, weil die Luft so frisch daher wehte.

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Natürlich habe ich das Wasser getestet, denn das gehört ja wohl dazu, wenn ich hier schon Urlaubsfeeling verbreiten will. So, dann also hinein ins Vergnügen – Schuhe aus und wenn auch nicht ins Wasser, dann wenigstens rein in den angenehm warmen Sand, denn warm war er trotz des kühlen Tages. Die Sonne wusste natürlich, dass die Silberdistel kalte Füße so gar nicht mag und dass sie deshalb den Sand für ihren Gast aufwärmen musste. Danke, liebe Sonne, ich mag Fußbodenheizung. Du hast das perfekt hinbekommen 😀

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Erstaunlich – nun schreibe ich bereits das 5. Mal an einem Rückblick auf ein vergangenes Jahr aus meinem Leben. Mein Blog geht also auch bereits in sein 5. Jahr, wurde mir inzwischen sogar zu einem lieben Begleiter in guten wie in schlechten Zeiten. Was aber brachte nun das Jahr 2015 für meine Familie und mich? Es war in vielerlei Hinsicht wieder einmal ein Jahr mit Höhen und Tiefen, wobei gefühlt die Tiefen überwogen. Nach einem schönen Jahr 2014, das mit einem gelungenen Weihnachtsfest  und einem gemütlichen Jahreswechsel zu zweit, d.h. zu viert, wie konnte ich die Katzen vergessen, nach 2015 endete, waren wir noch guter Hoffnung, dass es so angenehm weitergehen könnte. Ich hatte vom Weihnachtsmann ein neues Helferchen in die Küche gestellt bekommen, das mir mein hausfrauliches Dasein wieder einmal ein wenig mehr erleichtern würde und so war ich rundum guter Dinge, denn es versprach mir neben Hilfe noch angenehme Genüsse. Wie sich aber bald herausstellte, beschäftigte mich dieses neue Helferchen mehr als das Teil, das es ablösen sollte. Wir hatten unsere gute alte Kaffeemaschine in Rente geschickt und uns dafür zu Weihnachten einen hochmodernen Kaffeevollautomaten gewünscht. Vollautomat hieß für mich, er bringt mir sogar morgens den Kaffee ans Bett. Naja, gut, nicht ganz, aber eben doch fast. Was aber machte dieses neue Teil? Es beschäftigte mich mehr als die alte nun ihren Lebensabend genießende Kaffeemaschine, die nur noch bei familiären Großveranstaltungen würde arbeiten müssen, wenn überhaupt.

Dieser sogenannte Vollautomat forderte mich andauernd zu irgendwelchen Taten auf. Das hatte das alte Teil nie getan, das war geduldig mit mir und erteilte keine Befehle. Hatte ich doch angenommen, der neue Helfer in Kaffeefragen würde das Leben und vor allem das Kaffeezubereiten leichter und angenehmer machen, aber nein, er hatte Chef-Allüren  und beschäftigte mich nahezu pausenlos. Wie sollte mir da am Ende mein heißgeliebter Cappuccino noch schmecken? Okay, Cappuccino kann er wirklich einmalig gut, auch wenn ich ihm immer wieder dabei unter seine Vollautomatenarme greifen muss. Aber Arbeit verteilen kann er mindestens ebenso gut, ich glaube, fast besser als meine ehemalige Chefin. Nun gut, unser neuer Kaffee- und Cappuccinomeister war trotz seiner Eigenheiten noch einer der angenehmen Teile des vergangenen Jahres für uns und er half uns sogar ein wenig über den ersten Schreck der Horrornachricht hinweg, die uns noch am Neujahrstag 2015 erreichte. Herrn Silberdistels Mutter war, wahrscheinlich noch am Silvestertag, schwer gestürzt und hatte sich einen Oberschenkel gebrochen. Eine OP folgte, der Bruch verheilte relativ gut. Doch die Beinverletzung war das geringere Übel, wie sich recht bald im Krankenhaus herausstellte. Der Sturz war offensichtlich die Folge eines Schlaganfalls gewesen. Wir begannen zu begreifen, dass Herrn Silberdistels Mutter wahrscheinlich zukünftig kaum noch in der Lage sein würde, das tägliche Leben ohne Hilfe zu meistern. So verging der Januar zwischen Bangen und Hoffen und vielen Telefonaten mit Herrn Silberdistels Bruder.

Aber trotz des tragischen Beginns brachte uns der Januar auch den einen oder anderen schönen Moment, der wenigstens für kurze Zeit von den Sorgen ablenkte. Die „Stunde der Wintervögel“, zu der der NABU wie alljährlich aufgerufen hatte, war ein solches kleines Highlight für mich und unsere beiden pelzigen Mitbewohner, denn sie waren natürlich auch dabei. Der Winter ließ sich, sicher sehr zur Freude der gefiederten Gartengäste, Zeit. Erst am 24. Januar bedeckten die ersten Schneekrümelchen hauchzart unseren Garten. Einen Tag später war dieser Winterhauch schon fast wieder verschwunden.

Anfang Februar schauten bereits die ersten Krokusse aus der Erde und ließen mit ihrer Farbe fast schon Frühlingsgefühle aufkommen. Das milde Wetter lockte mich auch wieder einmal an die Ostsee, die mir Ruhe, Entspannung und ein wenig Ablenkung von den familiären Problemen schenkte. Aber schon einen Tag nach meinem Besuch am Meer wurde es doch noch Winter im Norden und die Blüten, die bereits an vielen Stellen den Garten zierten, bekamen kleine Schneemützchen. Doch der Wintereinbruch war nur von kurzer Dauer. Der Februar wollte ganz einfach auch einmal ein Frühlingsmonat sein und so setzte er mehr und mehr bunte Farbtupfer in die Landschaft.

Der März lockte die ersten Marienkäfer hervor und in unserem Garten blühte es rundum prächtig. Herrn Silberdistels Mutter machte uns derweil nicht weniger Sorgen. Nach ihrem Krankenhausaufenthalt musste sie, wie wir es bereits befürchtet hatten, in ein Pflegeheim umziehen. Bei unseren Besuchen trafen wir jeweils auf ein erschreckendes Häufchen Unglück. Zum Guten wenden konnten wir leider nichts. Immer wieder gab es für unser Sorgenkind Krankenhausaufenthalte wegen verschiedener Probleme, die aber keine Besserung ihres Zustandes brachten.

Der April zog ins Land und in der Natur tobte das Leben, die Welt draußen wurde von Tag zu Tag farbiger. Unser Leben jedoch wurde nach wie vor von der Sorge um Herrn Silberdistels Mutter bestimmt. Bei Spaziergängen in der Natur suchten wir Entspannung und Ablenkung – so auch zu Ostern, als wir bei herrlichstem Wetter wieder einmal unserem Enten- und dem Mühlenteich einen Besuch abstatteten. Auch bei meiner Mutter war ich wieder zu Besuch. Das Wetter war so schön, dass wir uns zu einem Spaziergang an der Ostsee, im Seebad Wendorf, aufmachen konnten. Das letzte Mal waren wir Ende Januar gemeinsam dort. Ich bin unendlich froh darüber, dass es meiner Mutter so gut geht, dass wir trotz ihres hohen Alters immer noch solche kleinen Ausflüge unternehmen können.

Anfang Mai waren bei den Enkelkindern zu Besuch. Wir genossen die wenigen Tage in Franken sehr, kamen wir doch auch dadurch auf andere Gedanken. Ein Ausflug hinauf auf’s Walberla ließ uns für einen Moment alles andere vergessen – schön war’s dort, in der Gegend mit den vielen Kirschbäumen.
Im Mai war ich nach langer Zeit auch wieder am Strand von Warnemünde. Der Wind, die Seeluft, der Sand, das Meer taten mir gut und machten den Kopf frei. Wenig später war ich auch in Wismar mit meiner Mutter noch einmal an der Ostsee.
Die „Stunde der Gartenvögel“ gehörte im sogenannten Wonnemonat ebenfalls zu den Tagen, die ich ein wenig genießen konnte. Ich tat das, was mir mit am meisten Spaß macht, ich schaute den Vögeln in unserem Garten zu und staunte wieder einmal über die Artenvielfalt auf diesem kleinen Stückchen Erde.
Doch der Wonnemonat endete mit einer schlechten Nachricht für uns. Herrn Silberdistels Mutter war während eines weiteren Krankenhausaufenthaltes für immer eingeschlafen.

Nach einem langen Gespräch mit Herrn Silberdistels Bruder fuhren wir trotz dieser schlimmen Nachricht in unseren geplanten Rhönurlaub. Wir konnten vorerst ohnehin nichts tun und so könnten wir vielleicht Kraft für das schöpfen, was noch vor uns lag. Der Urlaub in der Rhön war schön und tatsächlich ein wenig entspannend für uns beide.

29-Wir müssen Abschied nehmen

Der Juni ist der Monat des endgültigen Abschieds von Herrn Silberdistels Mutter und irgendwie auch ein Abschied für Herrn Silberdistel von seiner alten Heimatstadt Magdeburg. Zu diesem Zeitpunkt ahnten wir noch nicht, dass wir wenige Wochen später erneut in diese Richtung fahren würden, um uns in der Nähe von Hannover von einer Tante von Herrn Silberdistel für immer zu verabschieden.

30-Unser Bärchen feiert seinen 12. Geburtstag

Im Juli wurde unser Kater 12 Jahre alt. Auch hier ahnten wir noch nicht, dass wir uns auch von ihm bald würden verabschieden müssen.

Zum Glück ahnten wir nichts, denn wahrscheinlich hätten wir sonst unseren Ausflug an die Elbe, zur Festung Dömitz und zu lieben Bekannten, die in der Nähe leben, nicht wirklich genießen können.

33-Geburtstagskind Nr. 2 im Juli

Aber auch unsere Katzendame beging im Juli ihren 12. Geburtstag. Ob sie damals schon mehr wusste als wir, ob sie spürte, dass ihr langjähriger Begleiter sehr krank war?

Im August war unser Ausflug zum Storchendorf Rühstädt der Höhepunkt des Monats. Nach all den Schrecken der letzten Wochen und Monate tat er uns richtig gut, auch wenn wir für diese Fahrt einen recht heißen Augusttag ausgesucht hatten, der uns bei unserem Rundgang durchs Storchendorf ganz schön schwitzen ließ. Zu dieser hochinteressanten Tagestour ins Brandenburgische gehörte auch der kleine Bahnhof Mesendorf mit seiner Kleinbahn Pollo, der wir ebenfalls einen Besuch abstatteten.

Und was richtig guttat nach dem vielen Kummer in den letzten Monaten, war das neue Leben, das wir Silberdistels uns wieder einmal auf dem kleinen Hühnerhof anschauen durfte, auf dem einst Frau Müllers Patenhühner vom Herrundfraumueller-Blog zur Welt kamen.
Leider trübte den August eine böse Magen-Darm-Grippe, die Herr Silberdistel von einem kurzen Männerwanderurlaub mitbrachte. Besonders ich hatte arg daran zu beißen.
In der zweiten Augusthälfte begann ich, mir bereits hin und wieder Sorgen um unseren Kater zu machen. Er fraß schlecht, mäkelte viel am Futter herum. Doch dann schien wieder alles in Ordnung zu sein. Er nahm wieder seine gewohnten kleinen Reviergänge auf, war viel in seinem Garten und genoss die wärmenden Sonnenstrahlen.

Unser Bärchen schien wieder in Ordnung zu sein, sodass wir den geplanten Urlaub mit unserer Enkeltochter Anfang September antreten konnten. Allerdings fragte ich immer wieder unseren Katzenpfleger, ob auch alles mit dem Kater in Ordnung wäre. Die Antwort lautete stets, dass alles gut wäre, er würde gut fressen und auch immer beim Erscheinen des Ersatzpflegers zur Stelle sein, während er nach der Katzendame öfter erst im Hause suchen müsste. Der Urlaub mit Enkelin war wunderschön und machte beiden Seiten, Großeltern und Kind, viel Spaß.
Nach unserer Rückkehr aus dem Urlaub fraß der Kater von Tag zu Tag schlechter. Ich machte mir ernsthaft Sorgen um ihn und hielt schließlich einen Tierarztbesuch für unumgänglich. Der Tierarzt untersuchte meinen pelzigen Freund sehr gründlich und vermutete eine Nierenangelegenheit, evtl. auch ein Zahnproblem, was auf die eine oder andere Art sicher zu kurieren wäre. Er verordnete ein Antibiotikum und eine Woche später sollten die Nierenwerte untersucht und eine eventuelle Zahnbehandlung durchgeführt werden. Das Medikament schien jedoch für meine Begriffe überhaupt nicht anzuschlagen, der Kater fraß nur noch auf meine dringliche Bitte hin und magerte mehr und mehr ab.

Einen Tag vor dem nächsten Untersuchungstermin machten mein Herr Silberdistel und ich einen Ausflug zu den Ivenacker Eichen. Es war unser Hochzeitstag. Wir erlebten wunderschöne Stunden in herrlicher Natur, dennoch saß mir beim Rundgang durch den Ivenacker Tierpark der Tierarzttermin wie eine unheilvolle Drohung im Nacken.

Der nächste Tag wurde einer der schwersten für mich in diesem unheilvollen Jahr 2015, ich musste mich von unserem langjährigen Freund verabschieden. Der Tierarzt legte mir sehr nahe, unser Bärchen zu erlösen. Die Untersuchungen hatten ein schlimmes Ergebnis zutage gefördert. Die Nieren hatten ihre Funktion quasi aufgegeben und das Maul unseres Bärchens war voller Entzündungen, die letztendlich auf das Nierenversagen zurückzuführen waren. So musste ich eine Entscheidung fällen, die mir unsagbar schwerfiel. Aber ich hoffe, für unser Bärchen das Richtige getan zu haben. Gegen meinen Schmerz hilft dieser Gedanke wenig. Ich bin immer noch unendlich traurig, wenn ich an diesen Tag und unseren lieben Kater denke.

Der Oktober kam und mit ihm ein Vorschlag von Herrn Silberdistel, wieder ein Kätzchen in unser Haus zu holen – zur Gesellschaft für unsere Katzendame und, wie er mir erst viel später verriet, als Trost und Ablenkung für mich. Und so kam das kleine Übel über uns, von dem hier neuerdings schon recht oft die Rede war. Aber die alteingesessene Katzendame und der kleine Kater hatten zunächst so ihre Probleme miteinander. Wir beobachteten das Gezanke eine Weile und entschlossen uns dann, dem kleinen Kater ein Wurfgeschwisterchen dazuzugesellen. Damit hätte er einen Spielgefährten und unsere Katzendame hätte vielleicht ihre Ruhe vor dem spielwütigen kleinen Kerl. So hatten wir bald darauf eine 3. Katze im Hause und wie sich zeigte, ging unsere Rechnung offensichtlich auf.

Inzwischen gibt es hier unter den drei Katzen ein gutes Miteinander und auch mir tun die beiden Jungspunde mit ihrem überschäumenden Temperament gut. Sie haben sich als heilende Therapie gegen den Verlustschmerz erwiesen, auch wenn er immer noch irgendwo in mir schlummert.

Der November stand wieder im Zeichen des Gedenkens an meinen Vater. Zusammen mit meiner Mutter und drei weiteren lieben Familienangehörigen nahm ich auch an der diesjährigen Gedenkfahrt auf der Ostsee teil, die für meinen Vater und andere Menschen, die ihre letzte Ruhestätte in der Ostsee gefunden haben, stattfand. Ansonsten haben wir den recht warmen November genossen und an den beiden neuen Mitbewohnern viel Freude gehabt. Leider erreichte uns zu Ende des Monats noch eine weitere Hiobsbotschaft. Ein lieber Freund hatte einen tödlichen Unfall erlitten.

50-Noch einmal müssen wir Abschied nehmen

So waren unsere Gedanken im Laufe des Jahres fast ständig mit eher schlimmen und tragischen Ereignissen beschäftigt, kein Wunder also, dass wir uns von der Adventszeit fast ein wenig überrumpelt fühlten. Irgendwie war im Jahr 2015 kaum Zeit gewesen für Ruhe, geschweige denn für Besinnlichkeit. Mitte Dezember nahmen wir auf einer Trauerfeier Abschied von unserem Freund, der im November Opfer eines tragischen Unfalls wurde. Das Jahr hatte tragisch begonnen und so endete es auch für uns. 2015 brachte uns den Verlust von drei uns nahestehenden Menschen und den Abschied von unserem langjährigen pelzigen Freund, unserem Bärchen. Unter dem Strich war das vergangene Jahr für uns kein schönes Jahr. Umso dankbarer sind wir für die kleinen Lichtblicke, die es uns zwischendurch dann doch immer wieder bescherte. Zwei davon laufen seit Oktober fröhlich und unbeschwert durch unser Haus – zwei mit tröstender und heilender Wirkung.

Ein kleines Adventsgeschenk für unsere beiden neuen pelzigen Mitbewohner war ihr erster Ausgang in unserem Garten. Mit großen staunenden Augen saßen sie da und bewunderten eine Welt, die sie bisher nur vom Fenster aus kannten. Auch für uns war dieser Augenblick des Staunens und der sichtbaren Begeisterung ein schöner Moment.

Etwa von da ab, Mitte Dezember, verlief der Rest der Vorweihnachtszeit dann endlich auch bei uns etwas entspannter, für mich auch gelegentlich in der Küche beim Plätzchenbacken. Das Weihnachtsfest verlebten wir mit Kindern und Enkelkindern. Wir hatten schöne gemeinsame Tage. Ruhig und entspannt und nur im Kreise unserer Katzen-Mensch-Familie ging das Jahr 2015 für uns zu Ende – mit der Hoffnung im Herzen, dass das neue Jahr Besseres für uns bereithält.

Hoffen wir also auf ein gutes 2016

Hoffen wir also auf ein gutes 2016

 

… und mit ihrer Liebeserklärung an ihn hat sie bei mir genau den richtigen Nerv getroffen. Unlängst bekam ich von einem anderen Nordlicht den Link auf das nachfolgende YouTube-Video zugeschickt. Er wusste, dass ich mögen würde, was ich dort sehen und hören würde.

Frech und zugleich liebevoll kommt Mona Harry mit ihrem Liebesgedicht für unsere feuchte, neblige, oft gnadenlos stürmische und endlos weit und platt erscheinende Gegend daher. Einer Nordländerin wie mir, die bis auf ganz wenige Jahre ihr Leben  dort verbrachte, wo gern Sturm und tobende Meereswellen das Sagen haben, wo im Winter mehr Nebel, Regen und Schneematsch die Welt regieren als eine im wunderweißen Schneekleid idyllisch versunkene Welt, spricht Mona Harry mit ihrem Gedicht  sehr aus dem Herzen. Sicher bin ich auch gern in den Bergen, aber immer wieder hat es mich bisher zurück in den Norden gezogen, in eine Gegend, in der ich mich überaus wohl und zuhause fühle. Und genau darum hat diese wunderhübsche Liebeserklärung hier bei mir heute einen Platz gefunden. Ich könnte es nicht besser sagen. Auch wenn ich meinem Norden mit etlichen Texten und Bildern hier in meinem Blog bereits viele, viele Male meine Liebe zu Füßen gelegt habe, Mona Harrys Gedicht setzt meiner Liebe zu dieser Gegend das berühmte i-Tüpfelchen auf. Bei ihrem Gedicht geht mir ganz einfach das Herz auf. Als Illustration zu Mona Harrys Worten gibt es von MEINEM Norden, der sicher noch ein wenig anders ist als der, den Mona so sehr mag, eine kleine Bilderauswahl – eine Bilderauswahl aus dem östlichen Teil des Nordens.

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