Mit ‘Ostern’ getaggte Beiträge

Fast auf den Tag genau vier Monate ist es her, dass ich das letzte Mal an der Ostsee war, wobei … damals war ich sogar auf ihr unterwegs. Ich berichtete hier von der recht stürmischen Fahrt zur Insel Poel und zurück zum Wismarer Hafen. So lange ist das bereits her?
Es wurde also Zeit, der Ostsee wieder einmal in ihr nasses Angesicht zu blicken – am besten vom Strand in Warnemünde aus.
Als ich am Mittwoch vor Ostern endlich einen erneuten kleinen Strandspaziergang in Warnemünde unternahm, ahnte ich noch nicht, dass uns hier an der Küste noch einmal ein Wintereinbruch bevorstehen würde. Gut, es war an jenem Tag nicht gerade frühlingshaft warm, aber die Vorbereitungen, die am Strand liefen, ließen doch eher an die Eröffnung der Badesaison denken als daran, dass man für eine Strandwanderung zu Ostern mit Skiern wesentlich besser ausgerüstet sein könnte als mit Wanderschuhen oder Gummistiefeln.

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Die Strandzugänge wurden nämlich bereits mit den hölzernen Stegen für die Sommersaison ausgestattet. Ich durfte gleich einen der Stege testen, als ich meinen Spaziergang begann.

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Apropos Badesaison … sie wurde an dem Tag in der Tat eröffnet. Es stürzte sich nämlich just zu dem Zeitpunkt, als ich am Strand entlangspazierte, eine mutige Badenixe in die recht bewegten Fluten. Ob sie wohl am schneereichen Osterwochenende auch ihr Seebad genommen hat? Aber einen echten Eisbader hält auch kein Schnee zurück. Und wie ich weiß, badet die Dame den ganzen Winter hindurch in der salzigen See.

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Die Badenixe hatte übrigens reichlich Zuschauer. Ich vermute mal, in Warnemünde waren bereits die ersten Osterurlauber unterwegs. Der kleine Küstenort hat ihnen über die Feiertage auch tatsächlich etwas Besonderes geboten – mit seinem ausnahmsweise einmal etwas anderen weißen Strand. Ein Ostseeurlaub zu Ostern kann halt mitunter, so wie in diesem Jahr, auch in einen kleinen Winterurlaub ausarten. Die See ist eben immer wieder einmal auch für ganz spezielle Überraschungen gut.
Aber es waren nicht nur Urlauber unterwegs, es gab noch zahlreiche andere Strandbesucher zu beobachten.
Neben solchen Einheimischen wie mich, die mit der Kamera Strand, Sand, Muscheln und mehr außer dem Meer einfingen, konnte man noch andere Einheimische entdecken.

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Eine dieser Einheimischen war noch eifriger auf Muscheln bedacht als ich. Sie fischte allerdings nicht mit der Kamera, sie tat’s mit einem viel effektiveren Utensil. Sie hatte einen Schnabel dabei. Und damit war sie recht erfolgreich, wie ich beobachten konnte.

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Aber geknackt wurde die Meeresfrucht nicht von der emsigen Muschelfischerin. Sie wanderte als Ganzes in den Möwenmagen. Das fand zumindest ich recht erstaunlich, dachte ich doch bisher immer, dass die Muscheln vor dem Verzehr geöffnet werden.

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25-Der Leckerbissen wird gleich als Ganzes hinuntergeschlungen

Man kann also sogar von Möwen dazulernen, wenn es um kulinarische Spezialitäten geht 😉

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26-Und schon ist die Miesmuschel in der Silbermöwe verschwunden

So, genug anderen beim Essen zugeschaut. Mir knurrte inzwischen auch der Magen. Außerdem war ich auch ein wenig durchgefroren. Also ging es wieder Richtung Strandzugang. Noch einmal wanderte mein Blick nach Westen zur Stoltera, dann in östliche Richtung zur Warnemünder Westmole.
Genug Seeluft geschnuppert. Ich kehrte der See den Rücken zu und tapste über einen sandigen Strandzugang, der noch auf seinen Holzsteg wartete, zurück zur Promenade.
Dort empfing mich lautes Gezwitscher. Ein Trupp Spatzen saß im noch fast kahlen Sanddorn und plauderte über die neuesten Ereignisse aus dem Spatzenalltag.
Zwischen zwei Sanddornsträuchern war in der Ferne der alte Warnemünder Leuchtturm zu sehen. Sieht er nicht aus, als würde er in den Dünen wachsen?
Noch einmal blickte ich hinunter zur Ostsee, schenkte dem Leuchtturm einen letzten Blick und verabschiedete mich damit bis zum nächsten Mal vom Warnemünder Strand.

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Dass wir hier im Norden in gewisser Weise alle unsere Osterbescherung hatten, ist sicher kein Geheimnis mehr. Der Winter hatte uns noch einmal mächtig zugesetzt. Innerhalb kurzer Zeit hatte Frau Holle mehr als 30 cm Neuschnee aus ihren Betten geschüttelt. Das alles wäre sicher nicht weiter tragisch gewesen, wenn sie denn federleichtes Weiß auf die Erde hätte schweben lassen. Aber nix da, sie kippte klatschnasse schwere Federn aus ihrem Fenster und machte sich keinerlei Gedanken darüber, wie das wohl unten ankommen würde – auf Baum und Strauch, Häusern oder Vogelvolieren. Der Vogelpark Marlow muss die Holle wohl sehr verärgert haben, denn dort gab es riesige Schäden an den Außenvolieren. Wahrscheinlich kann man sich gar nicht vorstellen, wie verzweifelt die Mitarbeiter dort sein müssen. Nicht nur der finanzielle Schaden ist gewaltig, es ist auch viel Arbeit einfach unter den nassen Schneemassen begraben worden und wer weiß, wie viele Vögel oder andere Tiere ernsthaft zu Schaden gekommen sind.

Aber nicht nur der Vogelpark hatte über Ostern sein Schneepäckchen zu tragen, auch wir Silberdistels müssen Frau Holle irgendwie ein Dorn im Auge gewesen sein, hat sie doch mit ihrem übermäßigen Bettenschütteln unseren an die 30 Jahre alten Wacholder zu Fall gebracht.

Bereits einige Tage zuvor hatte es für uns einen kleinen Vorgeschmack auf die Schneemassen von Ostern gegeben.

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Nass und schwer hing die weiße Pracht bereits da auf unserem Wacholder und beutelte ihn arg.

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Immer wieder ging ich hinaus, um den Schnee von ihm abzuschütteln, denn der Baum war bereits durch den Druck der nassen Massen in beachtliche Schieflage geraten. Letztendlich war meine Schüttelei mehr oder weniger erfolgreich. Jedenfalls hatte der Wacholder diese Schneeattacke noch einigermaßen glimpflich überstanden. Er würde sich wieder richten, wenn auch der letzte Schneeklumpen von ihm abgefallen sein würde – so dachte ich.

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Tja, und dann, dann begann es jetzt am Samstag erneut zu schneien. Es schneite ohne Ende – wieder Schnee, der nicht nasser sein konnte. Mein Baum hatte zum wiederholten Mal unter der enormen Last gewaltig zu leiden.

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Ich schaute kurz vor dem Schlafengehen ein letztes Mal in den Garten. Es sah tiefverschneit aus. Ein letztes Baumschütteln und ich ging zu Bett.

Am anderen Morgen hatte ich natürlich nichts Eiligeres zu tun, als nach unserem Wacholder zu sehen. Als ich aus dem Fenster schaute, hatte ich freien Blick auf den Nachbargarten und auf die Häuser dahinter. Beides war sonst von unserem Wacholder verdeckt. Meine schlimmsten Ahnungen waren Wirklichkeit geworden. Es hatte offensichtlich die ganze Nacht durchgeschneit, sodass der Baum der gewaltigen Schneelast nicht mehr gewachsen war. Das übermäßige Gewicht der weißen Pracht hatte ihn regelrecht aus dem Boden gerissen und ihn quer in unseren Garten stürzen lassen.

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Er scheint unrettbar verloren zu sein. Um ihn wieder aufzurichten, hätten wir einen Kran gebraucht und einen Mast, der ihn gestützt hätte, bis er wieder selbst festen Halt im Wurzelbereich gefunden hätte.

Schweren Herzens beschlossen wir, unsere Osterbescherung mit der Säge in Angriff zu nehmen.

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Der Nachbar wird sich freuen, fällt doch nun mehr Licht in seinen Garten und in sein Haus. Auch bei uns sieht es gleich wesentlich heller aus. Dennoch … unsere Freude hält sich in Grenzen.

Aber nicht nur dem Wacholder ist Frau Holles Bettenschüttelei zum Verhängnis geworden, auch mein Mandelbäumchen hat arg gelitten und sieht sehr traurig aus. Es wurde nämlich unter dem Wacholder begraben und hat fast all seine Zweige eingebüßt. Hier habe ich aber die Hoffnung, dass es, wenn es ordentlich verarztet ist, wieder neu austreiben wird.

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12-Arg verwüstetes Mandelbäumchen

Unsere graue Eminenz betritt am Ostermontag ein scheinbar neues Revier. Was ist nur mit ihrem Garten passiert? Verwundert blickt sie sich um. Es sieht alles so anders aus.

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Auch Keks und Torty haut es fast von den Pfoten. Doch die beiden neugierigen Jungspunde fassen sich schnell und verschwinden gleich erst einmal in dem Wirrwarr des großen Wacholderberges im hinteren Teil des Gartens.

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Aber auch unsere Zaubernuss hat dem Druck des „gestrandeten“ Wacholders nicht in Gänze standhalten können. Die Ostereier peppen sie auch nicht gerade auf. Aber als kleines Trostpflaster für etliche fehlende Zweige halten sie vielleicht doch her.

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So, aber nun kommen wir zum angenehmen Teil unser Ostergeschichte. Der gewaltige Wintereinbruch hatte nicht nur schlechte Seiten, es gab auch gute. Nein, nicht nur unsere Haselnusstorte und die Muffins. Natürlich brauchten wir genau die, um nach getaner Arbeit wieder zu Kräften zu kommen – keine Frage also.

Aber es gab noch etwas anderes, das unserer Seele nach all dem Schreck und der anstrengenden Arbeit guttat. Der viele Schnee brachte uns nämlich neben der unvorhergesehener Gartenarbeit auch Schönes mit in den Garten – unzählige gefiederte Gäste. Einen besseren Trost für die traurige Osterbescherung mit unserem Wacholder hätten wir uns nicht vorstellen können.

Ich konnte mich an dem emsigen Volk so gar nicht sattsehen. Ein riesiger Schwarm Erlenzeisige wuselte nur so in unserem Garten umher. Dem Vogelvolk gefiel unser Zweigwirrwar übrigens ausnehmend gut. Wahrscheinlich fanden sie in dem Wacholderberg noch so manche kleine Leckerei.

Neben den Erlenzeisigen waren Spatzen, Meisen, Amseln, Stare und sogar Birkenzeisige bei uns zu Gast.
Aber genug der Worte, freut Euch jetzt einfach mit uns an den vielen flinken und z.T. auch etwas zänkischen Federbällen.

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Ostern kommt, zumindest hier im Norden, dieses Jahr wohl doch in einem weißen Gewand daher, auch wenn wir bis eben noch auf grüne und vor allem sonnige Ostern gehofft hatten.
So schick, wie es hier in den letzten Tagen immer wieder einmal aussah, so schick hätten wir es uns während des Winters gewünscht. Obwohl ich jetzt eigentlich keinen Schnee mehr hätte haben müssen, konnte ich mich der wundervollen Bilder vor unseren Fenstern dann doch nicht erwehren. Sah das toll aus – so herrlich romantisch wie schon lange nicht mehr. Dieser Herr Winter zaubert mit allen möglichen Tricks, um uns zu betören. Und irgendwie hat mich dieser Charmeur tatsächlich rumgekriegt. Ich muss jetzt einfach doch noch einmal diese herrliche weiße Pracht zeigen. Ich könnte es fast mögen, dieses fantastische Weiß, das so gar nicht österlich wirkt. Auch auf die Gefahr hin, dass mich einer dafür haut, muss ich diese weiße Schönheit hier einfach loswerden. Also guckt oder guckt weg. Aber wer weiß, wann wir solche hübschen Winterbilder noch einmal zu sehen bekommen, wo doch alle Welt von Erderwärmung spricht 😉 Schaut lieber schnell noch einmal hin, bevor es zu spät ist 😉

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So, und nun, nun feiern wir Ostern – drinnen am warmen Kamin 😉 Na, und der Kaffee, schön heiß, der macht doch die Schneelandschaft erst so richtig gemütlich und irgendwie sogar ein bisschen erträglich 😉

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Übrigens gibt es bei uns zum Kaffee Haselnusstorte – sehr lecker.  Sie ist rasant schnell gemacht und mit einem Klecks Sahne dazu ist sie eine kleine Köstlichkeit. Also, macht auch Ihr es Euch gemütlich – egal, ob’s schneit, regnet oder stürmt. Im warmen Kämmerlein kann man es doch trotz allem gemütlich haben.

Nur der arme Osterhase hat dieses Jahr ein schweres Los, muss er doch unter Umständen auch anderswo noch durch den Schnee hoppeln, um seine Eier loszuwerden.

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Auch Osterhasen haben manchmal erschwerte Arbeitsbedingungen. Unserer ist allerdings schon fertig mit der Arbeit. Er sitzt bereits ebenso im Warmen wie wir. Aber wie man sieht, hat das Winterweiß von draußen ein wenig an ihn abgefärbt 😉 Oder ob unser Hase ein Schneehase ist …?

Hehhhh, da ist ja noch ein Hase, einer, der sich gerade an unseren Muffins vergreifen will. Die soll es doch auch noch zur gemütlichen Osterkaffeerunde geben. Moment, ich muss sie schnell retten, die Muffins, sonst sind sie am Ende schon vorzeitig vernascht …

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Dieser Hase sah doch aus der Nähe unserem Keks verdammt ähnlich. Passt man einen Moment nicht auf, ist Keks gleich dort zur Stelle, wo man ihn gerade absolut nicht haben möchte. Er trägt seinem Namen wohl wirklich zu recht. Wie gut, dass ich die Muffins noch retten konnte. Am Ende hätten wir hier zu Ostern nicht nur Schnee, sondern auch noch einen Kekshasen mit Bauchweh gehabt.

So, damit das hier nicht am Ende noch in einen reinen Winterbeitrag ausartet, gibt es doch noch etwas zu Ostern Passendes zu sehen. Obwohl … irgendwie bin ich schon wieder beim Winter – genauer gesagt bei meinen beiden Weihnachtskakteen. Sie fühlten sich wohl von der winterlichen Landschaft inspiriert – sie blühen gerade ein zweites Mal und machen jedem Osterkaktus alle Ehre. Das ist doch irgendwie ein Trost für all das Weiß da draußen. So kann ich hier also doch noch mit etwas Grünem zu Ostern aufwarten – versehen mit einigen hübschen roten Tupfen.

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Na, das war am Ende doch noch etwas Österliches fürs Auge, oder? Tja, dann bleibt mir jetzt nur noch, Euch ein ganz schönes Osterfest zu wünschen. Ich denke, man kann es sich durchaus auch drinnen äußerst gemütlich machen. Wir Silberdistels jedenfalls haben das vor.

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Also, habt schöne, gemütliche und entspannte Tage. Viel Spaß beim Ostereiersuchen und auch sonst eine schöne Zeit im Kreise Eurer Lieben.

Ich hoffe, dieser eisige Hase, der plötzlich in einem meiner vor dem Haus stehenden Blumenkästen saß, ist kein schlechtes Omen für Ostern. Wer hat zu Ostern schon Lust auf Winter und derartig Gefrorenes wie diesen Hasen? Auch wenn er irgendwie ganz schick ausschaut.

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Inzwischen hat sich der Bursche zwar wieder verflüchtigt, ihm war es gestern wohl in der Sonne doch etwas zu heiß geworden. Hier zog nämlich ein leichter Hauch von Frühling ein, zwar wirklich nur ein sehr leichter Hauch, aber immerhin ein kleiner Lichtblick in Richtung Wärme und wieder mehr Farbe um uns.
Doch irgendwie gibt mir das Auftauchen dieses Eishasen an sich ein wenig zu denken. Schon seltsam sein Erscheinen, oder? Na, zu Ostern werden wir sicher mehr wissen. Nicht dass er sich dann noch einmal auf seine eisigen Socken macht. Ich hab da mehr Lust auf Schokohasen.
Übrigens hatte der gefrorene Meister Langohr noch andere Gesellschaft. Es wimmelte hier rund um unser Haus nur so von eiskalten Gesellen.

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Hund Pfiffi, mit flotter Stirnlocke ausgestattet, schaute hoch oben auf dem Dach keck zu unserem Schlafzimmerfenster hinein.
Aber auch ihm wurde es im Laufe des gestrigen Tages zu heiß, sodass er langsam immer winziger wurde und sich schließlich dachabwärts verflüssigte.

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Na, und dieser Fisch war am Ende vielleicht gar nicht so unfroh darüber, als es langsam wieder nasser um ihn herum wurde. Ob ihm wohl aufgegangen ist, dass er selbst eine ganze Menge zu dieser Feuchtigkeit beitrug? Inzwischen dürfte er wohl in unseren Garten abgetaucht sein. Wer weiß, vielleicht wohnt er nun in einem unserer Miniteiche.

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Dann gab’s da noch dieses Gesicht. Warum ihm wohl die Züge so zu Eis erstarrt waren? An einigen Stellen schien es bereits fast blaugefroren zu sein. Möglicherweise hatte es schon tagelang verzweifelt geschaut und ich hatte es noch immer nicht entdeckt. Auf die Dauer kann es sicher recht frustrierend sein, wenn man keine Beachtung findet.
Unsere Torty muss das Eisgesicht dann wohl ganz furchtbar erschreckt haben.
Unser Gesicht guckte wie auch Hund Pfiffi zu unserem Schlafzimmerfenster hinein. Vielleicht gehörte der kleine Pfiffi sogar zu diesem eisigen Kerl. Wer weiß?
Jedenfalls wünschte unsere Torty unerwartet aus besagtem Fenster zu schauen. Es klang nämlich so herrliches Vogelgezwitscher von draußen hinein ins Zimmer.
Kaum jedoch erblickte das Eisgesicht Torty mit ihrem wirren Jägerblick, kam Leben in die eisige Erscheinung, ja SchwEisperlen standen auf einmal auf der Stirn des eben noch so eiskalt schauenden Burschen. Langsam tropfend seilte sich Perle um Perle hinab aufs Dach. Am späten Nachmittag war auch unser Stalker, wie schon Hund Pfiffi zuvor, nahezu spurlos verschwunden.

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Beim Blick aus dem Fenster entdeckten Torty und ich übrigens noch eine gläserne Schildkröte. Abenteuerlich, oder? Schon seltsam, was hier für eisige Gestalten herumspukten.
Wie gut, dass gestern die Sonne und etwas mildere Temperaturen für ein wenig Schwund sorgten. All diese kalten Wesen um uns … Ich mag doch Wärme viel, viel lieber als Kälte.
Aber zum Glück hat uns die Sonne gerettet und die eiskalten Gefahren rund um unser Haus mit ihren Strahlen dahinschmelzen lassen. Hier und da hockt zwar noch Eisiges umher. Aber ganz so bedroht wie zuvor fühlen wir uns nun doch nicht mehr.

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Die Sonne hat übrigens auch denen geholfen, die viel zu zeitig vorwitzig aus der Erde geschaut haben. Streckt sich dieser kleine Krokus nicht wonniglich der wärmenden Sonne entgegen? Nur weiter so, Sonne, weiter, weiter … Wir wollen mehr von Dir!

Vielleicht sollte ich langsam doch eine Serie daraus machen – aus meinen Küchenkatastrophen. Schon wieder nämlich hatte ein Kuchenrezept nahezu katastrophale Folgen. Nein, dieses Mal lag es nicht daran, dass mir die Eier aus dem Blickfeld geraten waren, dieses Mal leiteten mich die Vorgaben in dem Backbuch, das ich für ein Rezept zu Rate gezogen hatte, in die Irre.

Aber beginnen wir von vorn. Es osterte ja unlängst und wir Silberdistels hatten uns wie alljährlich zum Karfreitag zusammen mit Sohn, Tochter und deren Freund bei meinem Mütterchen zum Kaffeebesuch angesagt. Da man einer 94jährigen weder zumuten kann, sich für die Gästeschar backenderweise in die Küche zu stellen, noch loszueilen und irgendwo beim Bäcker des Vertrauens Kuchen, Torten oder sonstiges Gebäck zu erstehen, hatte ich versprochen, den Kuchen für unsere österliche Kaffeerunde zu backen.
In Vorbereitung darauf hatte ich fleißig in meinen Backbüchern geblättert und nach einem lecker wirkenden Rezept Ausschau gehalten.

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Ein kleines, nicht allzu dickes, Büchlein schrie förmlich nach mir. Es stand schon eine ganze Weile in meinem Back- und Kochbuchregal und wollte nun endlich auch einmal zu einer besonderen Gaumenfreude beitragen. Bisher hatte ich die Rezepte darin zwar immer bewundert, vor allem, weil es mehr so ein für Zwei-Personen-Backbuch ist – ideal also für eine Kaffeerunde nur mit Herrn Silberdistel und mir, aber ausprobiert hatte ich bisher noch kein Rezept daraus. Als ich das Büchlein ursprünglich kaufte, kam es idealerweise gleich mit einem kleinen Backblech daher, auf das wohl auch die Rezepte zugeschnitten sein würden. So jedenfalls dachte ich.

Es war also endlich an der Zeit, einem Kuchen aus „Kleine Käsekuchen vom Blech“ von Oda Tietz aus dem Bassermann-Verlag – ISBN 978-3-8094-2961-6 eine Chance auf unserem Kaffeetisch zu geben. Am liebsten hätte ich ja gleich alles aus dem Büchlein gebacken, aber andererseits soll man es ja nun auch nicht gleich mit einer ganzen Palette von Käsekuchen übertreiben, auch wenn ich weiß, dass meine Familie aus ausgesprochenen Käsekuchenfans besteht. Aber als zweiten Kuchen hatte ich ohnehin schon meine berühmte Zitronentorte eingeplant, die schnell gezaubert ist und immer Anklang findet.

Als ich nun so in dem Käsekuchen-Büchlein blätterte, blieb mein Blick an einem „Eierlikörkuchen“ hängen. Oh, Eierlikör … Der hat es mir ohnehin angetan. Aber Eierlikör scheint auch irgendwie diese Küchenkatastrophen nach sich zu ziehen – bei mir jedenfalls. Dabei habe ich nicht einmal die winzigste Kostprobe von diesem leckeren Gesöff zu mir genommen. Mit dem „Eierlikörkuchen“ von Frau Morgentau, den ich unlängst nachgebacken hatte, begann diese seltsame Folge von Eierlikörkuchenbackunfällen in meiner silberdisteligen Backstube. Aber ich will jetzt nicht vorgreifen.

Zunächst einmal zu den Backzutaten für diese neue Eierlikörkuchenkreation:

Für den Teig benötigen wir lt. Backbuch:

150 g Mehl
1 Teelöffel Backpulver
70 g Zucker
2 Eigelb
1 Esslöffel Milch
60 g kalte Butter

Für die Quarkcreme benötigen wir lt. Backbuch:

1 Päckchen Vanille-Puddingpulver
100 g Zucker
1/2 l Milch
30 g Rosinen
350 g Quark
30 g gehackte Mandeln
2 Eiweiß

Für die Eierlikörcreme benötigen wir lt. Backbuch:

2 Eier
80 g weiche Butter
80 g Zucker
1 Päckchen Vanillezucker
125 ml Eierlikör
1 Prise Salz
20 g Speisestärke

Meine Zutaten standen bereit und vergnügt machte ich mich ans Werk. Zunächst kümmerte ich mich um den Teigboden für unseren Kuchen. Dazu mussten Mehl und Backpulver vermischt werden. Weiter kamen Zucker, die 2 Eigelb und der Esslöffel voll Milch zu Mehl und Backpulver.  Dann sollte noch die Butter in kleine Stückchen zerteilt und zu den anderen Zutaten hinzugegeben werden.  Der letzte Arbeitsgang für den Boden war das Verkneten aller Zutaten zu einem glatten Teig, der nach seiner Fertigstellung für etwa 30 Minuten kalt gestellt werden sollte.

Zwischenzeitlich sollte man den Backofen auf 160°C bei Umluft oder mit Ober- und Unterhitze auf 180°C vorheizen.

Während sich der Teig für den Boden noch die Frische des Kühlschranks zu Gemüte führte, widmete ich mich der Quarkcreme.

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Dazu wurden Milch, Zucker und Puddingpulver in einen Topf gegeben, gut miteinander verrührt und zum Kochen gebracht. Anschließend durfte unser Pudding ein wenig auskühlen.

Zeit also, zu schauen, ob dem Teig im Kühlschrank bereits kühl genug war. Wenn ja, könnte der nun ausgerollt und auf einer gefetteten Backform verteilt werden.

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Lt. kleinem Backbüchlein sollte diese Backform ein kleines Backblech sein. Ich nahm natürlich an, dass es sich dabei um das Backblech handeln würde, das einst mit dem Büchlein zusammen daherkam. So verteilte ich den Teig auf ebendiesem kleinen Backblech und schob es in den vorgeheizten Backofen.

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Nach 10 Minuten Backzeit war der Boden für unseren Eierlikörkuchen schon mal fertig.

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Rosinen, Quark und gehackte Mandeln hatten nun lange genug auf ihren Einsatz gewartet.

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Sie durften jetzt hinein ins Puddingvergnügen, das inzwischen recht gut abgekühlt sein dürfte. Alles gut miteinander vermischen, also schön unterrühren! Dann hätten wir da noch diese beiden Eiweiße.

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Sie wurden zu einer steifen Masse geschlagen und unter die schon sehr lecker duftende und höchst appetitlich ausschauende Pudding-Quarkcreme gehoben.

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Bis hierhin lief doch alles perfekt, oder?

So blieb uns noch die Eierlikörcreme, um die wir uns kümmern mussten. Dazu wurden zunächst Eier und Eiweiß voneinander getrennt.

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Dann sollten Butter, Zucker und Vanillezucker zu einer cremigen Masse verrührt werden, zu der zuerst das Eigelb zu geben war.

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Abschließend musste noch das mit einer Prise Salz versehene und zu Eischnee geschlagene Eiweiß samt der Speisestärke unter die Eierlikörcreme gehoben werden.

Soweit, so gut!

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Der inzwischen ja bereits fertig gebackene Boden für unseren Eierlikörkuchen sollte derweil wohl ein wenig abgekühlt sein, sodass zunächst die Quarkcreme auf den vorgebackenen Boden gestrichen werden könnte.

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Ich machte mich also frisch ans Werk … und … ohhh … meine Quarkcreme schien mir aus diesem Märchentopf mit dem süßen Brei zu kommen. Ich hatte viel mehr davon als auf mein kleines Blech passte.  Wo aber sollte dann jetzt noch die Eierlikörcreme hin? Da sie ebenfalls eher dickflüssig denn fest war, konnte ich also auch keine Berge auf die Quarkcreme häufen. Ein Überlaufen bzw. Überquellen des Teigs war vorauszusehen. Und nun? Wohin mit meiner überzähligen Eierlikörcreme? Irgendwie wieder einmal dumm gelaufen.

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Ich schaute noch einmal in mein Büchlein und las wirklich. Die Zutaten waren für ein kleines Backblech gedacht. Was also tun, wenn das Backblech  trotz Einhaltung aller Rezeptvorgaben zu winzig war für das, was man zusammengerührt hatte?

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Kurzentschlossen löffelte ich einen Teil der Quarkcreme wieder aus der Form, strich alles schön glatt und gab nun soviel Eierlikörcreme auf die Quarkcreme, wie die Form gerade noch fassen konnte. Dann wanderte alles in den Backofen und durfte noch einmal 25 Minuten backen.
Sicherheitshalber hatte ich das kleine Blech noch auf ein größeres Blech gestellt, falls mein Kuchen doch noch während des Backvorganges zum Überquellen neigen würde. Und der neigte. Aber das geneigte Übergequollene (auf dem folgenden Bild links am Rand gut zu erkennen) durfte ich später gleich als Kostprobe für meinen Herrn Silberdistel und mich auf einen Teller bröseln. Wow, war das lecker!

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Leider habe ich kein Kuchenanschnitt-Foto von diesem superleckeren Eierlikörkuchen. Wie oben erwähnt, war er ja ein Mitbringsel und dort, beim Kaffeetrinken und Kuchenessen vergaß ich ganz, schnell noch ein Handy-Foto zu schießen. … und als es mir einfiel, war schon nichts mehr da von dem herrlich leckeren Teil.

Nachdem ich später noch einmal in mich ging und erneut ins Büchlein schaute, hatte ich des Rätsels Lösung für meinen Küchenunfall entdeckt. In dem Käsekuchen-Backbüchlein gibt es natürlich auch ein Foto von einem Stück des Eierlikörkuchens. Hätte ich mich nur gleich darüber gewundert, warum dort ein Stück Kuchen abgebildet ist, das offensichtlich in einer runden Springform gebacken wurde, dann wäre sicher alles perfekt gelaufen.

Nun aber musste ich meine überzählige Quark- und Eierlikörcreme noch irgendwie unterbringen.

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Also habe ich noch einen weiteren Boden zusammengerührt, meine Restcreme draufgekippt und noch einen kleinen Quarkkuchen dazu gebacken, der ebenfalls reißenden Absatz fand. Ja, so macht man aus der Not einem Beinahe-Backunfall am Ende noch eine Tugend 😉

Also, solltest Ihr diesen Eierlikörkuchen nachbacken, nehmt um Himmels willen (trotz meines tugendhaften Handelns am Schluss) kein kleines Backblech, nehmt eine runde Springform und davon nicht gerade die winzigste, die Ihr zur Verfügung habt, und dann habt guten Appetit! Es lohnt sich! Versprochen! Der Eierlikörkuchen war sooo überaus lecker, dass ich dem Büchlein diese kleinen Irreführung der Behörden Bäckerin schnell verzieh.

… lagen heute in unserem Briefkasten. Und sie kamen von Janosch … ähem … nein, … sie kamen von Bloggerkollegin Frau Tonari, die den Hasen von Janosch mit den tierisch guten Osterwünschen auf die Reise geschickt hat.
Eigentlich hätte ich ja erwartet, dass Janosch nicht nur Tigerenten erfindet, sondern auch den Tigerosterhasen. Dennoch … als Janosch-Fan freue ich mich tierisch über alles, was der Stift von Janosch zaubert und so natürlich auch über die tolle Karte mit den lieben Wünschen von Frau Tonari. Und weil mich genau diese Osterwünsche ganz besonders erfreut haben, möchte ich auf diesem Wege ein herzliches Dankeschön auf die Reise zu Frau Tonari schicken.
Die kleine schriftliche überaus gelungene Osterüberraschung war Grund genug, während meiner Osterpause noch einmal kurz aus der Versenkung aufzutauchen.

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Wir Silberdistels wünschen natürlich auch Tonaris tierisch gute Ostern.

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Und da ich nun doch noch einmal mein bücherstaubiges Fensterchen geöffnet habe, lasse ich für alle eventuellen Osterbesucher noch einen bunten Osterstrauß aus meinem Garten hier. Die Natur explodiert momentan förmlich. Der April macht zwar gerade seinem Namen alle Ehre und überhäuft uns mit einem Mix aus Regen, Graupelschauern, Sturm und wenigen sonnigen Augenblicken und versucht so, uns das Osterfest auf seine Weise bunt zu gestalten. Trotzdem kann er uns nicht darüber hinwegtäuschen, dass er auch noch anderes im Gepäck hat. In meinem Garten kann man sehen, dass er nicht nur mit Regen, Hagelkörnern, Sturm und Sonnenstrahlen im Wechsel spielen kann.  Er ist auch ein talentierter Maler. Aber schaut selbst, wie kunstvoll er mit dem Malpinsel umgehen kann!

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Ach, und als ich so osterspazierend für mich hin ging und die Blumen in meinem Garten bewunderte, sah ich doch tatsächlich sogar den Osterhasen. Nahezu perfekt getarnt hockte er in meinem kleinen grünen Reich und hielt Ausschau nach guten Verstecken für die Ostereier.

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Er schien mir zwar für einen Hasen ein bisschen kurzohrig zu sein, aber das war sicher alles nur Tarnung. Und husch … weg war er plötzlich … Wahrscheinlich hatte er mich bemerkt und das ging ja nun so gar nicht – so VOR Ostern.

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Doch dann entdeckte ich ihn noch einmal – wieder kaum auszumachen … und husch … war er erneut meinen Blicken entschwunden. Wo mochte er jetzt hin sein?

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Ach, da ist er ja wieder. Aber … hm … die Ohren sind wirklich recht kurz geraten. Und der Schwanz  … Haben Hasen einen solch langen Schwanz? Gibt es langschwänzige Hasen? Vielleicht hat dieser Hase das, was ihm an den Ohren fehlt, hinten – am Schwanz. Oder ob es sich bei diesem Exemplar doch eher um den berühmten Dachhasen handelt?

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Na egal, ob mit echtem Osterhasen oder nur mit Dachhasen … Euch allen ein schönes Osterfest mit hoffentlich auch ein paar herrlich wärmenden Sonnenstunden. Es ist hier nämlich gerade auch kalt 😦

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Und wenn der April etwas gegen sonnige Tage hat, dann habt die Sonne wenigstens im Herzen ❤ Die kann er uns nämlich mit seinen Wetterkapriolen so gar nicht nehmen.

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Es war Ende Februar, als mich Keks das erste Mal nervte und fragte, wann ich mich endlich um das neue Teichlein kümmern würde, schließlich wäre das der wichtigste Outdoor-Trinknapf für ihn und seine zwei pelzigen Mitbewohnerinnen. Doch das Teichlein wäre im Moment eher eine Stöckchensammelstelle als ein durstlöschender Wassernapf.

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„Silberdistel, hast Du schon mal ins neue Teichlein geschaut?“
„Nein, Keks. Warum sollte ich? Da gibt es doch um diese Jahreszeit gar nichts Interessantes zu sehen?“

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„Komm mal mit, Silberdistel!“

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„Guck mal, was alles im Teichlein herumliegt – …

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… ein Stöckchen vom ehemaligen Elsternnest aus unserem Wacholder. Und davon ist nicht nur dieses eine in den Teich gefallen. Es haben sich in ihm gleich mehrere davon zusammengerottet.“

„Ja und, Keks? Lass die Stöckchen doch liegen. Irgendwann werde ich sie schon rausräumen. Jetzt aber stören sie doch niemanden. Ihr könnt doch trotzdem aus dem Teichlein trinken. Da hat das Wasser sogar ein bisschen leckeres Vogelaroma. Im Moment ist es mir noch viel zu kalt für solche wasserlastigen Gartenarbeiten.“

„Silberdistel, das Teichlein ist doch aber unsere Trinkstelle. Wir wollen eine reine Trinkstelle – eine ohne den Müll von Familie Elster.“

„Keks, Ihr habt doch überall im Haus Trinkstellen, und als das Teichlein zugefroren war, konntet Ihr doch auch nicht aus ihm trinken. Ich kümmere mich, wenn es wärmer ist, um die Stöckchensammlung, okay?“

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Dann war es Mitte März und Keks drängte mich erneut, Hand an das Teichlein zu legen: „Silberdistel, wann kümmerst Du Dich endlich um unsere Wasserstelle? Inzwischen liegen auch noch Blätter im Teich und man kann gar nicht mehr genussvoll trinken.“

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„Hm, naja Keks, es stimmt schon, ich sehe jetzt auch, dass das Teichlein momentan wohl mehr eine Stöckchen- und Altblättersammelstelle als ein Trinknapf für Katzen ist.“

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„Guck, Silberdistel, wenn man trinken will, geht es jetzt nur noch so: Blätter angeln und ablecken. Probier‘ mal selber, Silberdistel! Du wirst merken, dass das ganz schön mühsam ist.“

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„Warte, Silberdistel, ich hole Dir ein Blatt. Dann kannst Du gleich mal selbst lecken.“

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„Guck, so musst Du lecken, Silberdistel.“

„Äh … ja, Keks, ich glaube Dir auch so. Ich muss das nicht extra selbst probieren. Du hast das sehr anschaulich vorgeführt und mich davon überzeugt, dass wir etwas tun müssen, damit Eure Trinkstelle wieder eine Trinkstelle wird. Hilfst Du mir dabei, Keks? Du hast doch inzwischen schon mächtig Übung im Rausangeln der Blätter und Stöckchen.“

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„Silberdistel … ich … ähhh … Moment mal …“

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„Hehh Keks!!! Ich dachte, Du hilfst mir beim Säubern des Teichleins.“

„Psssst, Silberdistel, sei leise!“

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„Warum soll ich leise sein, Keks? Was siehst Du denn gerade?“

„Psssst, da raschelt es, Silberdistel. Ich hab‘ jetzt keine Zeit für Gartenarbeit. Fang Du schon mal an!“

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„Ohne Dich soll ich anfangen, Keks? Nein, ich will auch sehen, was hier raschelt. Aber ich sehe nur Krokusse und die rascheln nicht.“

„Pssst, Silberdistel, leg‘ Dich neben mich und guck‘ und lausche aufmerksam wie eine Katze.“

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„Aber ich höre nichts rascheln, Keks, es summt. „

„Es hat aber erst geraschelt , Silberdistel, im Krokus. Nun, nun summt es vor Schreck, weil Du so laut warst.“

„Ach, Keks, und ich dachte, Du bist eher ein Schreckgespenst für ein Bienchen als ich. Kümmern wir uns nun ums Teichlein?“

„Später Silberdistel, ich muss weiter lauschen. Frag doch Torty, ob sie Dir hilft.“

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„Heh, Torty! Hilfst Du mir dabei, die Stöckchen und Blätter aus dem Teich zu angeln, damit Eure Trinkstelle wieder bestes Trinkwasser liefert? Keks hat gerade keine Zeit dafür.“

„Ruhe, Silberdistel! Stör mich nicht! Ich hab‘ anderes zu tun!“

„Zu tun? Was tust Du denn, Torty? Du sitzt doch da nur rum.“

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„Ich befasse mich mit Vogelkunde und dabei möchte ich nicht gestört werden, Silberdistel.“

„Aha! Vogelkunde nennst Du das. Ich dachte schon, es wäre eine Ansitzjagd auf den Amselmann dort auf der Blumenschale.“

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„Hihi, wie er dort herumtanzt, Torty. Ich glaube, der will Dich provozieren, springt wie ein Clown zwischen den Blumenschalen hin und her.“

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„Guck doch, wie er grinst, Torty.“

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„Nein, Silberdistel, der will nur dem Star dort oben im Apfelbaum beweisen, dass er, der Amselmann, hier im Garten der eigentliche Star ist.“

„Ach, ein Star ist auch noch da? Tatsächlich! Du bist ja wirklich eine Vogelkundlerin, Torty.“

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Tja, so waren sie alle beschäftigt, unsere Pelzträger, und keiner hatte Zeit, mir beim Saubermachen des Teichleins zu helfen. Selbst unsere graue Eminenz schaute mich ganz lustlos an, als ich um ihre Mitarbeit bat.

Allein hatte ich dann auch keine Lust mehr. Ich fand die Bienen und Vögel natürlich auch viel spannender, als im Teichlein nach Blättern und Stöckchen zu angeln. Und so habe ich die Arbeit schnell auf einen späteren Zeitpunkt verschoben.

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Inzwischen ist es nun gleich Ostern. Da wird es Zeit für eine Blogpause. Schließlich müssen wir uns, wie Keks es hier oben sehr schön demonstriert, seelisch und moralisch auf Ostern vorbereiten.

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Und vielleicht schaffen wir es doch noch, nicht nur die Ostereier in unserem Garten aufzuhängen, sondern auch noch, aus unserem Teichlein bis zum Osterfest eine ordentliche Outdoor-Trinkstelle zu machen, damit unsere pelzige Herrschaft zum Osterfest klares und reines Osterwasser trinken kann.

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In diesem Sinne wünschen wir Silberdistels Euch allen wunderschöne, sonnige und erholsame Ostertage mit Euren Lieben und viel Spaß beim Suchen der vielen Ostereier!