Mit ‘Natur’ getaggte Beiträge

… haben wir Silberdistels momentan – egal, aus welchem Fenster wir schauen. Es ist Rosenzeit in unserem Garten und mit den blühenden Rosen rund ums Haus ist auch die Sommerzeit dahergekommen. Und gleich überschreiten wir auch schon wieder die Schwelle zur zweiten Hälfte des Jahres. Da geht der Blick zwar irgendwie ungewollt, aber dennoch, schon fast wieder in Richtung Herbst. Oder geht es nur mir so?
Gut, ich finde den Herbst mit seinen bunten Farben durchaus auch schön – keine Frage. Sein Gold betört mich jedes Jahr aufs Neue. Aber muss er sich denn jetzt schon wieder in meinen Kopf schleichen? Ich will ihn noch gar nicht. Alles zu seiner Zeit. Jetzt will ich viel lieber Sommer, viel Sommer.

Und damit das mit dem Sommer auch klappt, hätte ich eine Idee. Lasst uns ganz schnell unser silberdisteliges Rosenschloss anschauen …

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… und mit diesen rosigen Aussichten den herbstlichen Drängler einfach fortschieben aus dem Kopf.
Oben im Bild ist übrigens unser Rosenschloss im Rosenschloss zu sehen, also das kleine unserer ehemaligen gefiederten Untermieter, das sich perfekt in unser großes silberdisteliges Hauptschloss einfügt.

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Die Kohlmeisenfamilie, die dort gerade noch wohnte, hätte jetzt tatsächlich wie Dornröschen, umrankt von lauter Rosenblüten, wohnen können, denn der kleine Wanderwagen ist momentan von zahlreichen rosigen rosa Blüten umgeben.

Doch die Vogelfamilie hatte es eilig mit dem Auszug. Nicht, weil es ihr in ihrem kleinen Schlösschen nicht gefiel, sondern eher, weil das Jungvolk flügge war und endlich die Welt vor dem Nistkasten kennenlernen wollte.
Leider haben wir Silberdistels den Auszug nur noch in den letzten Zügen miterleben können.
Herr Silberdistel hat dem Ausflug des letzten kleinen Auszüglers gerade noch beiwohnen können. Ein Foto ist ihm allerdings nicht gelungen.

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Als meine Kamera dann einsatzbereit war, schimpften die Eltern zwar fleißig mit mir, sie schauten immer mal wieder mit vollem Schnabel zum Nistkasten, aber meisiger Nachwuchs war dort schon nicht mehr zu sehen.
Obwohl ich eine ganze Weile in respektvoller Entfernung ausharrte, bekam ich die Vogelkinder nicht mehr zu Gesicht. Offensichtlich waren doch schon alle Jungvögel ausgeflogen.

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Nun ist ein Nachmieter für den kleinen rosenumrankten Wohnwagen gesucht. Eigentlich sollte ein solch schönes Rosenschloss doch verlockend sein, oder? Na, schauen wir mal, ob sich in diesem Jahr noch ein neuer Untermieter findet.

Aber nun lasst uns erst einmal mit allen Sinnen den Sommer genießen und den Gedanken an den Herbst schieben wir noch einmal ganz weit fort, denn der Bursche kommt noch früh genug.

Na, Lust auf den Rest des silberdisteligen Rosenschlosses? Dann los!

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Ein wenig Sorge hatte ich mir schon gemacht – um diese brummenden gemütlichen flauschigen Flieger – um die Hummeln. In diesem Jahr tauchte bisher nur recht selten eine Hummel in meinem Garten auf. In den Jahren zuvor nisteten oft etliche Völker in den Lüftungsschlitzen in der Wand unseres Hauses.
Scheinbar wurden diese sonst so beliebten Behausungen in diesem Jahr nicht bezogen. So war der dunkle Summton der Hummeln bis eben noch eher selten einmal zu hören, obwohl viele Hummelwohnungen auf die gemütlich wirkenden Insekten warteten. Auch ihre Lieblingspflanzen blühen bereits eine ganze Weile.

Vor einigen Tagen war ich wieder einmal im Vorgarten beschäftigt. Während ich Unkraut zupfte und den Boden in den Beeten lockerte, begleitete mich ein altbekannter dunkler Summton – und nicht nur ein einzelner. Immer wieder brummte und summte es im Chor um mich herum.

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Unsere Deutzie – die Hummeln lieben ihre Blüten

Und je näher ich dem Strauch mit den kleinen weißen Glöckchenblüten kam, umso intensiver war das Brummen zu vernehmen.
Da waren sie ja endlich wieder – die Vermissten. Ganz viele Erdhummeln bevölkerten den Strauch und sammelten fleißig Nektar. Ihr Summen war wie Musik in meinen Ohren – Musik, die einfach für mich zum Sommer dazu gehört. Wie sehr würde ich es vermissen, wenn es nicht mehr da wäre, dieses gemütliche Summen, und wie froh stimmte es mich, diese wundervolle Hummelmelodie nun doch wieder hören zu können.

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… lagen heute in unserem Briefkasten. Und sie kamen von Janosch … ähem … nein, … sie kamen von Bloggerkollegin Frau Tonari, die den Hasen von Janosch mit den tierisch guten Osterwünschen auf die Reise geschickt hat.
Eigentlich hätte ich ja erwartet, dass Janosch nicht nur Tigerenten erfindet, sondern auch den Tigerosterhasen. Dennoch … als Janosch-Fan freue ich mich tierisch über alles, was der Stift von Janosch zaubert und so natürlich auch über die tolle Karte mit den lieben Wünschen von Frau Tonari. Und weil mich genau diese Osterwünsche ganz besonders erfreut haben, möchte ich auf diesem Wege ein herzliches Dankeschön auf die Reise zu Frau Tonari schicken.
Die kleine schriftliche überaus gelungene Osterüberraschung war Grund genug, während meiner Osterpause noch einmal kurz aus der Versenkung aufzutauchen.

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Wir Silberdistels wünschen natürlich auch Tonaris tierisch gute Ostern.

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Und da ich nun doch noch einmal mein bücherstaubiges Fensterchen geöffnet habe, lasse ich für alle eventuellen Osterbesucher noch einen bunten Osterstrauß aus meinem Garten hier. Die Natur explodiert momentan förmlich. Der April macht zwar gerade seinem Namen alle Ehre und überhäuft uns mit einem Mix aus Regen, Graupelschauern, Sturm und wenigen sonnigen Augenblicken und versucht so, uns das Osterfest auf seine Weise bunt zu gestalten. Trotzdem kann er uns nicht darüber hinwegtäuschen, dass er auch noch anderes im Gepäck hat. In meinem Garten kann man sehen, dass er nicht nur mit Regen, Hagelkörnern, Sturm und Sonnenstrahlen im Wechsel spielen kann.  Er ist auch ein talentierter Maler. Aber schaut selbst, wie kunstvoll er mit dem Malpinsel umgehen kann!

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Ach, und als ich so osterspazierend für mich hin ging und die Blumen in meinem Garten bewunderte, sah ich doch tatsächlich sogar den Osterhasen. Nahezu perfekt getarnt hockte er in meinem kleinen grünen Reich und hielt Ausschau nach guten Verstecken für die Ostereier.

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Er schien mir zwar für einen Hasen ein bisschen kurzohrig zu sein, aber das war sicher alles nur Tarnung. Und husch … weg war er plötzlich … Wahrscheinlich hatte er mich bemerkt und das ging ja nun so gar nicht – so VOR Ostern.

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Doch dann entdeckte ich ihn noch einmal – wieder kaum auszumachen … und husch … war er erneut meinen Blicken entschwunden. Wo mochte er jetzt hin sein?

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Ach, da ist er ja wieder. Aber … hm … die Ohren sind wirklich recht kurz geraten. Und der Schwanz  … Haben Hasen einen solch langen Schwanz? Gibt es langschwänzige Hasen? Vielleicht hat dieser Hase das, was ihm an den Ohren fehlt, hinten – am Schwanz. Oder ob es sich bei diesem Exemplar doch eher um den berühmten Dachhasen handelt?

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Na egal, ob mit echtem Osterhasen oder nur mit Dachhasen … Euch allen ein schönes Osterfest mit hoffentlich auch ein paar herrlich wärmenden Sonnenstunden. Es ist hier nämlich gerade auch kalt 😦

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Und wenn der April etwas gegen sonnige Tage hat, dann habt die Sonne wenigstens im Herzen ❤ Die kann er uns nämlich mit seinen Wetterkapriolen so gar nicht nehmen.

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Mein Herr Silberdistel und ich machten am vergangenen Freitag noch einen kleinen fast schon Abendspaziergang. Die Sonne stand bereits sehr tief. Ja, sie war sogar wieder einmal da an dem Tag und wenn es nicht so kalt gewesen wäre, hätte daraus ein herrlicher Frühlingstag werden können. Aber hier an der Küste wirkt sich die kalte Ostsee gerade wie ein Kühlschrank aus, während die Temperaturen andernorts zumindest tagsüber bereits fleißig im zweistelligen Bereich lagen, dümpeln wir hier immer noch im einstelligen Bereich umher. Aber so ist das eben mit dem kleinen Unterschied zwischen See- und Kontinentalklima. Dafür haben wir es dann später, im Herbst, etwas länger warm. Das hat irgendwie auch was.

Aber zurück zu unserem Abendspaziergang. Wir waren schon fast wieder zuhause, als wir vor uns im Dämmerlicht eine recht große Ansammlung von Elstern entdeckten. Eigentlich waren wir gar nicht aufs Fotografieren eingerichtet. Aber Herr Silberdistel hatte zum Glück seine kleine Immer-Dabei-Kamera in der Tasche, sodass ich einen Teil der Szenerie vor uns festhalten konnten – leider nur einen Teil, denn in dem Moment, als wir zum Fotografieren stehen blieben, witterten die Elstern Gefahr und etliche von ihnen erhoben sich von ihrem Sammelplatz unter einigen hohen Bäumen. Ein paar waren zum Glück nicht ganz so fotoscheu, sodass ich sie doch noch in die Kamera sperren konnte. Scharfe Bilder sehen anders aus, aber der gute Wille ist wohl zu erkennen.
Wir Silberdistels hatten nämlich beide bisher noch nie eine solche Massenansammlung von Elstern gesehen. Das war irgendwie schon ein interessantes Bild, das festgehalten werden wollte.

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Während ich so vor mich hin knipste, waren bald fast alle der schwarzweißen Vögel vom Erdboden verschwunden. Die höheren Regionen erschienen ihnen wohl angesichts der beiden Menschen dort hinten wesentlich sicherer und so saßen sie kurz darauf hoch in den Bäumen über uns und beschwerten sich über die abendliche Störung.

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Wie ich später las, finden sich Elstern, wie auch andere Vögel, gern vom Herbst bis ins Frühjahr hinein gegen Abend zu solchen Ansammlungen zusammen. Sie haben richtige Schlafbäume, auf denen sie gemeinsam die Nacht verbringen. Erst zur Brutzeit ändert sich dieses Verhalten wieder.
Die Elstern treffen sich gewöhnlich kurz vor Sonnenuntergang und genau um diese Zeit konnten wir die Elsternversammlung auch beobachten.

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Lange sollte es nicht mehr dauern und der glühende Feuerball würde verschwunden sein.

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Als wir dann links in einen kleinen Waldweg einbogen, waren wir geradezu geblendet von der Dame, die uns fast den ganzen Winter über so sehr im Stich gelassen hatte.

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Die Elstern haben sich einen wundervollen Schlafbaum ausgesucht. Von dort oben konnten sie den Sonnenuntergang sicher in voller Schönheit genießen und vor allem mit den letzten Sonnenstrahlen noch ein wenig Wärme für die Nacht tanken und das war gut so, denn die Nacht zum Samstag wurde noch einmal eine frostige Nacht hier in meinem Teil des Nordens.

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Als wir aus dem kleinen Waldstück wieder herauskamen, lachte uns gegenüber der Sonne ein noch blass am Himmel stehendes Abendlicht an – der Mond. Gut zu erkennen war, dass dem Herrn dort oben noch ein winziges Stück bis zu seiner vollmondigen Schönheit fehlte. Inzwischen ist er aber bereits wieder auf Diät – er nimmt ab. Sein dickster Tag war nämlich der vergangene Sonntag.

Interessant, oder? Was man doch alles auf so einem kleinen Abendspaziergang entdecken kann? Herr Silberdistel, wir sollten das öfter machen!

In unserem Wintergarten konnten wir bereits seit einer ganzen Weile dem erwachenden Frühling zuschauen. Eine rosa Hyazinthe steht schon etwas länger in voller Blüte und auch eines meiner drei Alpenveilchen blüht bereits eine Weile. Bilder davon gab es hier zu sehen. Inzwischen schiebt auch das zweite Alpenveilchen seine Knospen ans Licht und auch die zweite Hyazinthe lässt ihre Blüten, hier sind es weiße, sehen und was mich ganz besonders freut – meine Kamelie hat ebenfalls wieder zahlreiche Knospen angesetzt.

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Inzwischen zaubert aber auch draußen der Vorfrühling in allen Farben. Er erfreut uns mit Schneeglöckchen, Krokussen und sogar mit dem ersten Märzenbecher. Meine roten Christrosen zeigen dicke Knospen. Die weißen Christrosen sind inzwischen fast verblüht, machen aber trotzdem immer noch eine gute Figur im Beet.
Zaubernuss und Winterjasmin sind kleine Dauerbrenner und setzen mit ihren gelben Blüten sonnige Lichtpunkte an die Sträucher. Auch die Winterheide blüht nach wie vor. Sie hat den ganzen Winter über einen hübschen Farbfleck in unseren Vorgarten gesetzt und nun wetteifert sie mit den Farben der Krokusse.

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Für die Vogelwelt ist inzwischen in meinem Garten nicht nur futtermäßig gesorgt, auch die Nistkästen sind frisch gekehrt und warten nun auf die neuen Bewohner. Ob Familie Blaumeise wieder in die weiße Villa einziehen mag? Herr Blaumeise jedenfalls singt unweit der weißen Villa schon fleißig Frühlingslieder.

Welchen Platz mag sich das Rotkehlchen aussuchen? Im Nistkasten konnte ich es bisher noch nicht beobachten. Da aber auch Rotkehlchen durchaus sehr erfindungsreich beim Bau ihres Nestes sind, nimmt die Familie mit dem roten Latz vielleicht doch einmal eines unserer Angebote wahr, von denen es so einige in unserem Garten gibt.

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Die Silberdisteln dürfen noch ein Weilchen als trockene Schönheiten meinen Garten bereichern. Wenn sich das erste Grün zeigt, dann muss ihr brauner Wintermantel weichen und die neue Pflanze darf sich zu neuer Schönheit entfalten.

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Hoffentlich! Nicht, dass er solche Späße jetzt noch öfter vorhat – der Winter. Am letzten Freitag huschte er nämlich bei uns schnell noch einmal vorbei. Erst kam er gar nicht, als es eigentlich für ihn an der Zeit gewesen wäre, und nun krümelt er uns, wo wir bereits voll auf Frühling eingestellt sind, noch eine Handvoll Schneeflocken in den Garten. Nix da, wir wollen das weiße Zeugs nun auch nicht mehr.

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Nun ja, ich will’s mal als Abschiedsgruß ansehen, denn wer hat jetzt schon noch Lust auf Winter. Ich jedenfalls nicht und mein Garten, wenn  ich ihn so anschaue, auch nicht und die Vogelwelt erst recht nicht, die trällert bereits ein Frühlingslied nach dem anderen.

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Na, und den Pflanzen in meinem Wintergarten ist erst recht nach Frühling zumute. Dort stehen Hyazinthen und Alpenveilchen in voller Blüte. Sogar mein Peitschenkaktus hat zahlreiche Knospen angesetzt. Mein Katerchen Keks wollte mich sogar schon zu ersten Gartenarbeiten animieren, aber dazu ein anderes Mal. Jetzt gibt es hier erst einmal noch ein paar nette Wintergarteneinblicke zu sehen.

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Zur Feriengestaltung gehörte im letzten August, als unsere Enkeltochter eine Weile bei uns Silberdistels war, natürlich auch eine Gassirunde mit einem der Hunde aus unserer Familie.

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Während das Kind sich vom Hund Gassi führen ließ und mit dem Vierbeiner fröhlich die Wege frequentierte, hatte ich nicht nur Augen für Kind und Hund, sondern auch für all das, was am Wegesrand zu bewundern war. So sprang ich nicht mit dem Hund, sondern mit meiner Kamera von einer Wegesseite zur anderen und fing die Farben des Sommers ein. Vielleicht mag ja jemand mitkommen, sommerliche Wärme und Farbe und den Duft reifen Getreides genießen und auch endlich einmal das tun, was ich schon immer einmal gern tun wollte – mich unter ein Windrad stellen und nach oben schauen.

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