Mit ‘Natur’ getaggte Beiträge

Es war irgendwann Anfang Juni, als ich in unserem Vorgarten meine Weigelie ein wenig beschnitten habe. Ein kleiner Ast ragte etwas störend in den Weg hinein. Da der vorwitzige Zweig weder den Postmann noch andere Besucher zu Fall bringen sollte, musste er notgedrungen weichen. Dummerweise schmückte sich die Weigelie gerade mit ihren herrlich roten Blüten.

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Das machte mir den Rückschnitt natürlich gar nicht so leicht, zumal auch dieser Zweig etliche Blüten trug. Entsorgen konnte ich ihn nicht. Das ließ mein Gärtnerherz einfach nicht zu. Da es gewöhnlich immer mitdenkt, unterbreitete es mir auch gleich einen Vorschlag.

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Der Weigelienzweig könnte uns Silberdistels doch noch eine Weile in einer Vase stehend Freude bereiten. Gute Idee, dachte ich mir. Und so wanderte er in eine Glasvase und auf den Tisch in unserem Wintergarten.
Da stand er nun und entfaltete nach und nach noch viele weitere Knospen zu wunderschönen Blüten. Er zeigte sich überaus dankbar dafür, dass er noch eine zweite Chance bekommen hatte.

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Seine Dankbarkeit ging sogar noch viel weiter. Eines Morgens, Herr Silberdistel und ich saßen gerade im Wintergarten beim Frühstück, fragte er mich, ob er das richtig sehen würde, dass unser Zweig sich anschickte, Wurzeln zu schieben.
Jetzt schaute auch ich genauer hin und tatsächlich sah es so aus, als würde der Zweig zu ganz neuem Leben erwachen wollen. Die Rinde des Teils, der im Wasser stand, war an einigen Stellen aufgeplatzt und kleine weiße Knubbelchen schoben sich daraus hervor.

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Der Zweig wurde in dem Teil, der im Wasser stand und nun offensichtlich wurzeln wollte, dicker und dicker, sodass wir es für klüger hielten, ihn in eine andere Vase, eine mit einer größeren Öffnung, umziehen zu lassen.

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Sicher ist sicher, denn wer weiß, ob wir ihn am Ende, würde er weiter so an Umfang zunehmen, noch durch den schmalen Vasenhals hätten herausziehen können.

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Um es besser zu veranschaulichen, wie sich der Teil des Weigelienzweiges, der im Wasser stand, im Laufe der Wochen verwandelt hat, habe ich ihn zum Fototermin kurz aus der Vase genommen. Auf dem rechten Bild hier oben sieht man oberhalb meines Logos ganz deutlich eine kleines Würzelchen.
Was sagt mir also mein Zweiglein? Es lebt und möchte weiterleben. Das soll es auch. Es bekommt natürlich einen extra schönen Platz in meinem Garten. Hätte der Zweig nicht in einer Glasvase gestanden, wäre uns dieses kleine Wunder der Natur sicher entgangen. Wir Silberdistels fanden es überaus spannend, dabei zuschauen zu können, wie der Zweig zu neuem Leben erwachte. Für mich war es durchaus erstaunlich, dass der Weigelienzweig trotz zahlreicher Blüten und voller Belaubung Wurzeln geschoben hat. Das muss ein ziemlicher Kraftakt für ihn gewesen sein. Er hat sich also allemal verdient, dass er bald wieder in den Garten und somit in nahrhafte Erde umziehen darf.

Mit ganz spitzen Ohren bin ich dieses Mal durch meinen Garten geschlichen. Ich wollte nämlich nicht nur die farbige Gartenwelt einsammeln, sondern auch schauen, ob die bunten Blüten nicht doch den einen oder anderen fliegenden Gast in mein kleines Silberdistelreich gelockt haben.
Und tatsächlich, ein leises Summen zog mich zunächst zum Lavendel und dann auch zum Thymian, der sich momentan ganz besonders ins Zeug legt, um mit seinen Blüten Bienen und Hummeln anzulocken. Wenn ich auch nach ganz intensivem Lauschen doch so einige Summ- und Brummtöne ausmachen konnte, kann ich nur wiederholen, was ich bereits in einigen anderen meiner Beiträge anklingen ließ, es summt und brummt bei Weitem nicht so intensiv wie in den vergangenen Sommern.
Was ging sonst von den Lavendelsträuchern und dem blühenden Thymian immer für ein herrlich melodischer Chorgesang aus? Jetzt hört man hier und da nur ein kleines Solo. Hoffentlich kann ich irgendwann wieder einen kraftvollen vielstimmigen Insektenchor vermelden.
Schön war, dass mir während meiner Suche nach Hummeln und Bienen einige Schmetterlinge begegneten. Mehrere Kohlweißlinge tanzten fröhlich durch meinen Garten. Nur mit meiner Kamera hatten sie so gar nichts im Sinn. Aber letztendlich ist wichtig, dass sie überhaupt da waren.
So, dann lasst uns gemeinsam in meinem grünbunten Reich lauschen und schauen.

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Da wollte ich doch neulich gerade in den Garten eilen, um dort vor dem Mittagessen  schnell noch ein paar Handgriffe zu verrichten, als ich auf meinem Weg durchs Wohnzimmer ein seltsam grünes Blatt auf dem Teppich entdeckte. Im ersten Moment dachte ich, eine der Katzen hätte ein Blatt von unserer Korkenzieherhasel im Pelz mit hineingeschleppt und dort verloren. Nicht selten ist der Weg vom Wintergarten quer durchs Wohnzimmer bis hin zum Katzenfressplatz in der Küche mit solchen Katzenmitbringseln förmlich gepflastert. Während ich noch so auf das vermeintliche Blatt starrte, bewegte es sich plötzlich, obwohl doch im Wohnzimmer totale Windstille herrschte. Je näher ich  dem Blatt kam, umso mehr verformte es sich in meinen Augen und schließlich verwandelte es sich in ein grünes Lebewesen. Wow! Da lag mir doch tatsächlich etwas Königliches zu Füßen.
Hatte mir etwa eine der Katzen diesen entzückenden Froschkönig ins Haus getragen? Oder war der königliche Besucher auf eigenen vier Füßen in unser Wohngemach gehüpft? Sofort fiel mir der Film „Ein Kuss mit Folgen“ ein, in dem ein in einen Frosch verwandelter Königssohn versuchte, wieder in seine menschliche Gestalt zurück verwandelt zu werden. In seiner Not suchte er krampfhaft nach einer Frau, die ihn küssen und damit die Verwandlung wieder rückgängig machen sollte. Hm, nun ja, eigentlich hatte ich meinen Prinzen ja schon vor sehr langer Zeit gefunden und was man hat, das weiß man. Was man bekommt, das ist doch irgendwie immer ungewiss – selbst bei einem König.
Vielleicht sollte ich der Sache lieber erst einmal auf den Grund gehen und erforschen, wie der kleine Froschkönig in unser Wohngemach kam.  Danach würden wir weitersehen. Vielleicht könnte dem grünen Gesellen ja auch ohne Kuss zu seinem Glück verholfen werden.
Ach, da ist ja unser Keks, mein Hauptverdächtiger in puncto Frosch-Kidnapping.

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„Heh, Keksilein, hast DU den Frosch in unser Wohnzimmer getragen?“
„Stör mich nicht, Silberdistel, ich meditiere gerade.“
„Du mediwas? Nee, also Sachen gibt es in diesem Hause … Also gut, befrage ich erst einmal die anderen Herrschaften?“

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„Graue Eminenz, weißt Du etwas über den Frosch in unserem Wohnzimmer?“
„Frosch? Ich? Damit gebe ich mich nicht ab. Frösche schmecken nicht.“

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„Ach Torty, wie schön, dass Du auch hier bist. Sag mal, weißt Du, wie der Frosch in unser Wohnzimmer gekommen ist?“
„Tja, Silberdistel, vielleicht gehüpft?“
„Tolle Antwort, Torty, danke! Weißt Du vielleicht auch noch, ob er auf den eigenen vier Beinen hinein ins Wohnzimmer gehüpft ist?“

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„Vielleicht auch auf denen von Keks? Aber nun lass mich schlafen, Silberdistel.“
„Du meinst auf den Beinen von Keks, Torty? Dachte ich es mir doch gleich. Dieser Schlingel!“

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Während ich noch mit meiner Befragung befasst war, hatte Herr Silberdistel schon mal verhindert, dass unser grüner Besucher auf Nimmerwiedersehen in den Tiefen unseres Wohnzimmers verschwand. Und so hatte er dem Gast gegen unkontrolliertes Davonhüpfen ein Glas übergestülpt. Herr Silberdistel glaubt nämlich nicht an Märchen und stand somit meiner Variante mit dem verzauberten Königssohn eher skeptisch gegenüber. Aber vielleicht wollte er mich auch ganz einfach nur nicht in Versuchung führen.

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Derweil schaute ich, ob Keks zu Ende meditiert hatte. Ich wollte ihn nach Tortys Hinweis noch einmal befragen, ob er nicht doch seine Pfoten bei unserem grünen Gast im Spiel gehabt hatte. Doch der würdigte mich erneut keines Blickes und täuschte jetzt sogar tiefsten Schlaf vor.

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Herr Silberdistel hatte sich inzwischen des königlichen Fröschleins angenommen, ihm eine alte Katalogkarte unter den Froschpopo geschoben – wozu doch solche Bibliotheksüberbleibsel heutzutage noch nützlich sein können – und war mit dem Frosch im Glase in den Garten geschritten.

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Eines unserer drei kleinen Teichlein war das Ziel des tapferen Ritters Retters des kleinen verirrten Froschkönigs.

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Am Teichlein angekommen, durfte das Fröschlein seine gläserne Behausung wieder verlassen und auf einem Teichrosenblatt Platz nehmen. Scheinbar wusste der grüne Prinz im ersten Moment nicht, wie ihm geschah, denn er blieb ganz starr und steif auf dem Blatt sitzen.
Hatte er vielleicht doch allein den Weg in unser Wohnzimmer gefunden und nach einem weiblichen Wesen Ausschau gehalten, dass ihn würde retten wollen und ihm seine menschliche Gestalt zurückgab? Und nun sah er sich fortgestoßen und missverstanden?

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Ich blickte ihm noch einmal tief in die Augen und plötzlich … Was mochte er in meinen Augen wohl gesehen haben? Auf einmal nämlich …

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… machte er einen riesigen Satz und hechtete ins kleine Teichlein. Hm, war er nun doch kein Froschkönig? Oder was hatte er in meinen Augen gesehen, dass er doch lieber ein Frosch bleiben wollte?

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Doch plötzlich wurde ich ganz unsanft aus meinem Märchen mit dem Froschkönig gerissen. Etwas Pelziges drängelte sich an mir vorbei und starrte ebenfalls ins Teichlein. Irritiert erkannte ich Keks, der doch eben noch tief und fest im Wintergarten zu schlafen schien: „Silberdistel, wo, wo, wo ist mein Frosch? In welches Teichlein hast Du ihn getan? Das war mein Frosch, meiner ganz allein! Ich will ihn zurück!“
Aha, wegen Keksens Erscheinen war mein Froschkönig also geflüchtet, nicht, weil ICH so entsetzlich zum Fürchten aussah. Sicher hatte der grüne Geselle den pelzigen Jäger wiedererkannt und ein zweites Mal wollte er ihm nicht in die Fänge geraten.
Damit dürfte dann wohl geklärt sein, wie der grüne Gast in unser Wohnzimmer gekommen war.

Da war doch mein Märchen ganz einfach wie eine Seifenblase zerplatzt. Andererseits soll es ja wiederum auch nicht von Übel sein, wenn man nach einem solch märchenhaften Ausflug auch wieder auf dem Boden der Tatsachen landet.

Apropos märchenhafter Ausflug – hier geht’s entlang für diejenigen, die nun doch noch ein wenig weiterträumen möchten bei einem „Kuss mit Folgen„. Es lohnt sich – versprochen – besonders, wenn man Froschkönige und Märchen mag.

… haben wir Silberdistels momentan – egal, aus welchem Fenster wir schauen. Es ist Rosenzeit in unserem Garten und mit den blühenden Rosen rund ums Haus ist auch die Sommerzeit dahergekommen. Und gleich überschreiten wir auch schon wieder die Schwelle zur zweiten Hälfte des Jahres. Da geht der Blick zwar irgendwie ungewollt, aber dennoch, schon fast wieder in Richtung Herbst. Oder geht es nur mir so?
Gut, ich finde den Herbst mit seinen bunten Farben durchaus auch schön – keine Frage. Sein Gold betört mich jedes Jahr aufs Neue. Aber muss er sich denn jetzt schon wieder in meinen Kopf schleichen? Ich will ihn noch gar nicht. Alles zu seiner Zeit. Jetzt will ich viel lieber Sommer, viel Sommer.

Und damit das mit dem Sommer auch klappt, hätte ich eine Idee. Lasst uns ganz schnell unser silberdisteliges Rosenschloss anschauen …

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… und mit diesen rosigen Aussichten den herbstlichen Drängler einfach fortschieben aus dem Kopf.
Oben im Bild ist übrigens unser Rosenschloss im Rosenschloss zu sehen, also das kleine unserer ehemaligen gefiederten Untermieter, das sich perfekt in unser großes silberdisteliges Hauptschloss einfügt.

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Die Kohlmeisenfamilie, die dort gerade noch wohnte, hätte jetzt tatsächlich wie Dornröschen, umrankt von lauter Rosenblüten, wohnen können, denn der kleine Wanderwagen ist momentan von zahlreichen rosigen rosa Blüten umgeben.

Doch die Vogelfamilie hatte es eilig mit dem Auszug. Nicht, weil es ihr in ihrem kleinen Schlösschen nicht gefiel, sondern eher, weil das Jungvolk flügge war und endlich die Welt vor dem Nistkasten kennenlernen wollte.
Leider haben wir Silberdistels den Auszug nur noch in den letzten Zügen miterleben können.
Herr Silberdistel hat dem Ausflug des letzten kleinen Auszüglers gerade noch beiwohnen können. Ein Foto ist ihm allerdings nicht gelungen.

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Als meine Kamera dann einsatzbereit war, schimpften die Eltern zwar fleißig mit mir, sie schauten immer mal wieder mit vollem Schnabel zum Nistkasten, aber meisiger Nachwuchs war dort schon nicht mehr zu sehen.
Obwohl ich eine ganze Weile in respektvoller Entfernung ausharrte, bekam ich die Vogelkinder nicht mehr zu Gesicht. Offensichtlich waren doch schon alle Jungvögel ausgeflogen.

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Nun ist ein Nachmieter für den kleinen rosenumrankten Wohnwagen gesucht. Eigentlich sollte ein solch schönes Rosenschloss doch verlockend sein, oder? Na, schauen wir mal, ob sich in diesem Jahr noch ein neuer Untermieter findet.

Aber nun lasst uns erst einmal mit allen Sinnen den Sommer genießen und den Gedanken an den Herbst schieben wir noch einmal ganz weit fort, denn der Bursche kommt noch früh genug.

Na, Lust auf den Rest des silberdisteligen Rosenschlosses? Dann los!

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Ein wenig Sorge hatte ich mir schon gemacht – um diese brummenden gemütlichen flauschigen Flieger – um die Hummeln. In diesem Jahr tauchte bisher nur recht selten eine Hummel in meinem Garten auf. In den Jahren zuvor nisteten oft etliche Völker in den Lüftungsschlitzen in der Wand unseres Hauses.
Scheinbar wurden diese sonst so beliebten Behausungen in diesem Jahr nicht bezogen. So war der dunkle Summton der Hummeln bis eben noch eher selten einmal zu hören, obwohl viele Hummelwohnungen auf die gemütlich wirkenden Insekten warteten. Auch ihre Lieblingspflanzen blühen bereits eine ganze Weile.

Vor einigen Tagen war ich wieder einmal im Vorgarten beschäftigt. Während ich Unkraut zupfte und den Boden in den Beeten lockerte, begleitete mich ein altbekannter dunkler Summton – und nicht nur ein einzelner. Immer wieder brummte und summte es im Chor um mich herum.

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Unsere Deutzie – die Hummeln lieben ihre Blüten

Und je näher ich dem Strauch mit den kleinen weißen Glöckchenblüten kam, umso intensiver war das Brummen zu vernehmen.
Da waren sie ja endlich wieder – die Vermissten. Ganz viele Erdhummeln bevölkerten den Strauch und sammelten fleißig Nektar. Ihr Summen war wie Musik in meinen Ohren – Musik, die einfach für mich zum Sommer dazu gehört. Wie sehr würde ich es vermissen, wenn es nicht mehr da wäre, dieses gemütliche Summen, und wie froh stimmte es mich, diese wundervolle Hummelmelodie nun doch wieder hören zu können.

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… lagen heute in unserem Briefkasten. Und sie kamen von Janosch … ähem … nein, … sie kamen von Bloggerkollegin Frau Tonari, die den Hasen von Janosch mit den tierisch guten Osterwünschen auf die Reise geschickt hat.
Eigentlich hätte ich ja erwartet, dass Janosch nicht nur Tigerenten erfindet, sondern auch den Tigerosterhasen. Dennoch … als Janosch-Fan freue ich mich tierisch über alles, was der Stift von Janosch zaubert und so natürlich auch über die tolle Karte mit den lieben Wünschen von Frau Tonari. Und weil mich genau diese Osterwünsche ganz besonders erfreut haben, möchte ich auf diesem Wege ein herzliches Dankeschön auf die Reise zu Frau Tonari schicken.
Die kleine schriftliche überaus gelungene Osterüberraschung war Grund genug, während meiner Osterpause noch einmal kurz aus der Versenkung aufzutauchen.

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Wir Silberdistels wünschen natürlich auch Tonaris tierisch gute Ostern.

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Und da ich nun doch noch einmal mein bücherstaubiges Fensterchen geöffnet habe, lasse ich für alle eventuellen Osterbesucher noch einen bunten Osterstrauß aus meinem Garten hier. Die Natur explodiert momentan förmlich. Der April macht zwar gerade seinem Namen alle Ehre und überhäuft uns mit einem Mix aus Regen, Graupelschauern, Sturm und wenigen sonnigen Augenblicken und versucht so, uns das Osterfest auf seine Weise bunt zu gestalten. Trotzdem kann er uns nicht darüber hinwegtäuschen, dass er auch noch anderes im Gepäck hat. In meinem Garten kann man sehen, dass er nicht nur mit Regen, Hagelkörnern, Sturm und Sonnenstrahlen im Wechsel spielen kann.  Er ist auch ein talentierter Maler. Aber schaut selbst, wie kunstvoll er mit dem Malpinsel umgehen kann!

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Ach, und als ich so osterspazierend für mich hin ging und die Blumen in meinem Garten bewunderte, sah ich doch tatsächlich sogar den Osterhasen. Nahezu perfekt getarnt hockte er in meinem kleinen grünen Reich und hielt Ausschau nach guten Verstecken für die Ostereier.

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Er schien mir zwar für einen Hasen ein bisschen kurzohrig zu sein, aber das war sicher alles nur Tarnung. Und husch … weg war er plötzlich … Wahrscheinlich hatte er mich bemerkt und das ging ja nun so gar nicht – so VOR Ostern.

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Doch dann entdeckte ich ihn noch einmal – wieder kaum auszumachen … und husch … war er erneut meinen Blicken entschwunden. Wo mochte er jetzt hin sein?

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Ach, da ist er ja wieder. Aber … hm … die Ohren sind wirklich recht kurz geraten. Und der Schwanz  … Haben Hasen einen solch langen Schwanz? Gibt es langschwänzige Hasen? Vielleicht hat dieser Hase das, was ihm an den Ohren fehlt, hinten – am Schwanz. Oder ob es sich bei diesem Exemplar doch eher um den berühmten Dachhasen handelt?

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Na egal, ob mit echtem Osterhasen oder nur mit Dachhasen … Euch allen ein schönes Osterfest mit hoffentlich auch ein paar herrlich wärmenden Sonnenstunden. Es ist hier nämlich gerade auch kalt 😦

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Und wenn der April etwas gegen sonnige Tage hat, dann habt die Sonne wenigstens im Herzen ❤ Die kann er uns nämlich mit seinen Wetterkapriolen so gar nicht nehmen.

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Mein Herr Silberdistel und ich machten am vergangenen Freitag noch einen kleinen fast schon Abendspaziergang. Die Sonne stand bereits sehr tief. Ja, sie war sogar wieder einmal da an dem Tag und wenn es nicht so kalt gewesen wäre, hätte daraus ein herrlicher Frühlingstag werden können. Aber hier an der Küste wirkt sich die kalte Ostsee gerade wie ein Kühlschrank aus, während die Temperaturen andernorts zumindest tagsüber bereits fleißig im zweistelligen Bereich lagen, dümpeln wir hier immer noch im einstelligen Bereich umher. Aber so ist das eben mit dem kleinen Unterschied zwischen See- und Kontinentalklima. Dafür haben wir es dann später, im Herbst, etwas länger warm. Das hat irgendwie auch was.

Aber zurück zu unserem Abendspaziergang. Wir waren schon fast wieder zuhause, als wir vor uns im Dämmerlicht eine recht große Ansammlung von Elstern entdeckten. Eigentlich waren wir gar nicht aufs Fotografieren eingerichtet. Aber Herr Silberdistel hatte zum Glück seine kleine Immer-Dabei-Kamera in der Tasche, sodass ich einen Teil der Szenerie vor uns festhalten konnten – leider nur einen Teil, denn in dem Moment, als wir zum Fotografieren stehen blieben, witterten die Elstern Gefahr und etliche von ihnen erhoben sich von ihrem Sammelplatz unter einigen hohen Bäumen. Ein paar waren zum Glück nicht ganz so fotoscheu, sodass ich sie doch noch in die Kamera sperren konnte. Scharfe Bilder sehen anders aus, aber der gute Wille ist wohl zu erkennen.
Wir Silberdistels hatten nämlich beide bisher noch nie eine solche Massenansammlung von Elstern gesehen. Das war irgendwie schon ein interessantes Bild, das festgehalten werden wollte.

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Während ich so vor mich hin knipste, waren bald fast alle der schwarzweißen Vögel vom Erdboden verschwunden. Die höheren Regionen erschienen ihnen wohl angesichts der beiden Menschen dort hinten wesentlich sicherer und so saßen sie kurz darauf hoch in den Bäumen über uns und beschwerten sich über die abendliche Störung.

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Wie ich später las, finden sich Elstern, wie auch andere Vögel, gern vom Herbst bis ins Frühjahr hinein gegen Abend zu solchen Ansammlungen zusammen. Sie haben richtige Schlafbäume, auf denen sie gemeinsam die Nacht verbringen. Erst zur Brutzeit ändert sich dieses Verhalten wieder.
Die Elstern treffen sich gewöhnlich kurz vor Sonnenuntergang und genau um diese Zeit konnten wir die Elsternversammlung auch beobachten.

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Lange sollte es nicht mehr dauern und der glühende Feuerball würde verschwunden sein.

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Als wir dann links in einen kleinen Waldweg einbogen, waren wir geradezu geblendet von der Dame, die uns fast den ganzen Winter über so sehr im Stich gelassen hatte.

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Die Elstern haben sich einen wundervollen Schlafbaum ausgesucht. Von dort oben konnten sie den Sonnenuntergang sicher in voller Schönheit genießen und vor allem mit den letzten Sonnenstrahlen noch ein wenig Wärme für die Nacht tanken und das war gut so, denn die Nacht zum Samstag wurde noch einmal eine frostige Nacht hier in meinem Teil des Nordens.

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Als wir aus dem kleinen Waldstück wieder herauskamen, lachte uns gegenüber der Sonne ein noch blass am Himmel stehendes Abendlicht an – der Mond. Gut zu erkennen war, dass dem Herrn dort oben noch ein winziges Stück bis zu seiner vollmondigen Schönheit fehlte. Inzwischen ist er aber bereits wieder auf Diät – er nimmt ab. Sein dickster Tag war nämlich der vergangene Sonntag.

Interessant, oder? Was man doch alles auf so einem kleinen Abendspaziergang entdecken kann? Herr Silberdistel, wir sollten das öfter machen!