Mit ‘Meisenknödel’ getaggte Beiträge

Wie gut, dass zumindest einer unserer Nachbarn gewöhnlich sehr zeitig mit seiner Weihnachtsdekoration beginnt. Als grobe Orientierung ist so ein Frühstarter gar nicht so übel. Auf jeden Fall habe ich durch ihn schon mal eine leichte Ahnung davon, dass es auch in diesem Jahr wieder einen 1. Advent geben wird. Gefühlt hätte ich auch dieses Mal noch Wochen Zeit haben müssen bis zum Anzünden der ersten roten Kerze. Doch dann steht das erste Adventswochenende trotz aller Vorwarnung wieder einmal ganz plötzlich und unerwartet vor der Tür. So grübelte ich dann auch gleich angestrengt  ob des an die Tür klopfenden 1. Advents, wo ich wohl zu Beginn des Jahres all das weihnachtliche Dekozeugs verstaut hatte.

Aber während ich gestern tatsächlich noch einmal für letzte Arbeiten in meinem Gärtchen herumwerkelte, wurde mein Kopf an der erstaunlich frischen Luft angenehm frei. Und siehe da, nach und nach tauchten vor meinem inneren Auge all die Versteckplätze auf, an denen die vorweihnachtliche Gemütlichkeit verbreitenden Sterne, Kugeln, Figuren und Häuschen die meiste Zeit des Jahres verbracht haben.

Nach meiner Gartenarbeit inspizierte ich dann auch an den vermuteten Stellen Schränke & Co., und bald darauf war alles im Haus verteilt, um ab sofort seinen unnachahmlichen Weihnachtszauber verbreiten zu können. Nur einer der Adventssterne hatte keine Lust auf Advent. Sein Lichtlein war ihm scheinbar im dunklen Schrank abhanden gekommen. Aber so einfach konnte er mir nicht davonkommen.

Unseren Weihnachtsbaum im Garten schmückt dieses Jahr eine neue Lichterkette. Aus der alten war er derweil herausgewachsen. Die Minikette, die er bisher in der Weihnachtszeit gewöhnlich trug, war nun noch übrig. Ob ich dem Stern damit neues Leben einhauchen könnte? Und siehe da, ich konnte. Der alte Bursche erstrahlte nach einer kleinen Umbauaktion in neuem Lichterglanz und macht uns hoffentlich mit seinem neuen leuchtenden Innenleben noch lange Freude.

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Also, Advent, obwohl Du mich wie jedes Jahr, auch dieses Mal wieder, mit Deinem gefühlt viel zu zeitigen Erscheinen überrascht hast, Du bist willkommen. Wir Silberdistels sind bereit!

Na, und wenn der Winter will, dann darf auch der kommen. Für die gefiederten Gartengäste habe ich gestern auch noch ausreichend gesorgt. Zu Futterhaus und Knödelstation sind im Garten noch ein zusätzlicher Futtersilo und eine zweite Stelle für die Knödelliebhaber gekommen.
Sogar im Vorgarten hat unser Vogelgasthaus so einiges im Angebot. Schließlich sollen die Federbälle merken, dass Weihnachten nicht nur ein Fest für uns Menschen ist. Wenn wir schon reichlich und meistens viel zu viel essen, dann sollen selbstverständlich auch die gefiederten Gäste nicht darben.

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Mein Angebot wurde übrigens sofort fleißig genutzt. Spatzen, Blau- und Kohlmeisen bedienten sich begeistert, und auch mein Rotkehlchen fehlte nicht.

Und dann war da noch ein kleines Vögelchen, das ich zunächst für eine Kohlmeise hielt. Erst als sich die vermeintliche Kohlmeise an die Wasserstelle setzte, konnte ich sie etwas genauer betrachten. Das war doch …, das war doch keine Kohlmeise. Dieser lange weiße Nackenfleck, der fast wie ein Scheitel wirkte, gehörte doch einer ganz anderen Meise. Dort saß eine Tannenmeise in meinem Garten – ein eher seltener Gast hier bei mir. Umso größer war meine Freude.

Und um mein Glück vollkommen zu machen, tauchten sogar noch zwei Schwanzmeisen auf. Sie hatten es allerdings sehr eilig. Oder ich war nicht schnell genug. Jedenfalls gelang mir kein Beweisfoto. Aber vielleicht schauen sie irgendwann noch einmal vorbei und ich habe mehr Fotoglück.

So, mit der Gartenarbeit ist es aber jetzt vorbei. Der Rest hat Zeit bis zum nächsten Frühjahr. Nun widmen wir uns in aller Ruhe der Adventszeit. Wir Silberdistels werden’s uns ganz gemütlich machen.

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Unser Keks macht sich schon mal hübsch für den gemeinsamen Adventsnachmittag – mit einer kurzen Katzenwäsche – das muss reichen, wie er meint.

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Unsere beiden Damen wählten für die Schönheit die weniger aufwendige Variante – den Schönheitsschlaf.

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Und wir Silberdistels sind von Natur aus schön. Eigenlob? Okay, okay, aber wir wissen, dass Kaffee schön macht und das eine und/oder andere Plätzchen doch wohl auch 😉

In diesem Sinne macht auch Ihr es Euch gemütlich und habt zusammen mit Euren Lieben einen wunderschönen 1. Advent!

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Habe ich das gestern richtig gelesen? Der Winter soll so wie fast sofort über uns hereinbrechen? Gut, den ersten Nachtfrost hatten wir vor einigen Tagen bereits. Doch in der Regel ist das für den Monat November nicht unbedingt ungewöhnlich.
Ich bin zwar mit der Winterfestmachung meines Gartens noch nicht ganz fertig, aber was soll’s, zur Not muss ich eben einfach fertig sein. Dann wird der Rest auf das Frühjahr warten müssen. Die wichtigsten Arbeiten sind allerdings getan.
Viel wichtiger ist, dass für die Federbälle gesorgt ist, wenn es draußen dauerhaft frostig und sogar schneebedeckt werden sollte.  Unser „Gasthaus zur Silberdistel“ hat bereits Ende Oktober seine Körner- und Knödelbar wieder geöffnet. Es dauerte auch gar nicht lange und die ersten Gäste stellten sich ein, um das diesjährige Herbstangebot zu testen.
Unsere alte Körnerbar wurde durch eine neue, moderne, ersetzt. Die alte muss noch einige Reparaturen über sich ergehen lassen. Vielleicht kommt sie danach an anderer Stelle wieder zum Einsatz.

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Eine Blaumeise testet das Angebot unserer neuen Körnerbar

Auch die Knödelstation wird bereits wieder begeistert angeflogen. Eigentlich müssten diese Bälle Spatzenknödel heißen, denn genau die Spatzen sind die eigentlichen Knödelfans. Ich weiß nicht, wieso die Dinger Meisenknödel genannt werden. Bei uns sind es eher Spatzenknödel.

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Neben den Körnern und Knödeln hat unser silberdisteliges Gasthaus auch vitaminreiche Desserts im Angebot. Die Federbälle haben sich dort bereits fleißig bedient. Wenn sie so weitermachen, wird für den Winter zumindest von den hübschen roten Früchten nichts mehr übrig bleiben.

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Die Sitzplätze rund um die Futterstellen in Baum und Strauch sind an manchen Tagen schon wieder fast vollständig ausgebucht. Gerade, als ich die versammelte Großfamilie Sperling in meine Knipse sperren wollte, sauste sie wie der Wind davon. Nur ein einziger Haussperling war so freundlich, mir noch für einen kurzen Moment Modell zu sitzen.

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Haussperlingsmann

Doch dann, dann wurde auch er etwas unruhig. Wo schaut er denn so plötzlich hin? Oder will er mir nur seinen hübschen Rücken zeigen? Vielleicht ganz nach dem Motto: Ein hübscher Rücken kann auch entzücken?

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Aha, er hat noch einen anderen, allerdings sehr seltsamen, Vogel entdeckt. Nun weiß ich auch, warum die Großfamilie eben doch lieber die Flucht ergriffen hat. Sie war nicht fotoscheu, sie war vorsichtig, denn hoch oben im Rankgerüst flattert ein vierbeiniger bunter Vogel umher, mit dem sicher nicht zu spaßen ist, wenn man ihn zu nahe an sich heran lässt.

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Unsere pelzige Ornithologin ist hoch oben in unserem Garten unterwegs

Wenn ich Herr Sperling wäre, würde ich mich jetzt auch lieber aus dem Staube machen.  Man weiß nie, ob so ein pelziger Vogel nicht plötzlich doch losfliegt.

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„Oh, Silberdistel, Du auch hier?“

„Na Torty, auf Vogelpirsch?“

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„Och, nee, Silberdistel, ich mache nur Balanceübungen. Aber ich bin schon fertig damit.“

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„Ich … hm … wo geht’s denn hier nur wieder runter?“

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„Silberdistel, wo steigst Du immer runter, wenn Du mit Deinen Balanceübungen fertig bist?“

… also … fotografiert. Eigentlich aber habe ich auch wieder keine Meise fotografiert, denn genau genommen gehört dieser langschwänzige Federball, obwohl man ihn als Meise bezeichnet und er auch eng mit den eigentlichen Meisen verwandt ist, zu einer eigenen Familie, zur Familie der Schwanzmeisen. Letztes Jahr um diese Zeit habe ich das winzige Vögelchen mit dem überlangen Schwanz das erste Mal überhaupt in meinem Garten entdeckt, d.h., das erste Mal war’s sogar im Nachbargarten. Ihr auffällig langer Schwanz dient den Schwanzmeisen übrigens als Balancehalter, denn sie turnen bei der Nahrungssuche gern auf superdünnen Zweigen umher und da ist so ein Balancehalter sehr sinnvoll. Er macht sogar über die Hälfte ihrer Körperlänge aus, und wer hätte es gedacht, er gab den Vögeln auch ihren Namen. Schwanzmeisen sind sehr sozial lebende Vögel und außerhalb der Brutzeit sind sie oft  und gern in kleinen Trupps unterwegs, was ich auch gerade gut beobachten konnte.

Als ich unlängst unsere Katzen zu einem kurzen Reviergang in den Garten entließ, hörten ich ein Vögelchen  ganz furchtbar schimpfen. Die Schimpflaute hörten sich anders an als die, die sonst von Meise, Spatz und Co. durch mein kleines Gärtchen klingen. Aufmerksam geworden, schaute ich in die Richtung, aus der das Gezeter zu mir drang. Und wen entdeckte ich? Eine Schwanzmeise (Aegithalos caudatus). Leider hatte ich in dem Moment keine Kamera zur Hand und als ich wenig später damit zurück kam, war von dem Vögelchen mit dem langen Schwanz nichts mehr zu sehen und zu hören. Als Vogel hätte ich mich in Anbetracht der drei Katzen wohl auch eher aus dem Staube gemacht. Ich hatte aber die leise Hoffnung, dass mir die kleinen Langschwänze noch eine Chance zum Fotografieren geben würden.
Gestern nun war sie da, die Chance für ein paar Fotos, als ich rein zufällig aus dem Fenster hinab in meinen Garten schaute. Wie freute ich mich, denn ein ganzes Bündel von Schwanzmeisen hing an der Knödelstation und schlug sich die kleinen Vögelmägen voll.

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Dieses Mal hatte ich die Kamera aber sehr schnell zur Hand und wie ich erst später am PC sah, waren mir sogar gleich zwei verschiedene Unterarten der Schwanzmeise vor die Kamera gekommen.

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Was die Bilder ein wenig beeinträchtigt hat, war die Fensterscheibe, die ich leider während des Fotografierens  zwischen mir und den Meisen hatte. Trotzdem kann man gut erkennen, dass zwei unterschiedliche Schwanzmeisen zu sehen waren – einmal die mitteleuropäische Unterart (Aegithalos caudatus europaeus) mit schwarzem Scheitelseitenstreif (Bild oben links) und zum anderen die nordeuropäischen Gäste (Aegithalos caudatus caudatus) mit dem weißen Kopf (Bild oben rechts), die hier sicher nur auf der Durchreise sind.

Gerade hat der Winter es hier in meinem Teil des Nordens diesen kleinen Fliegen, den Eintagsfliegen, nachgemacht. Am Mittwoch dieser Woche begann er früh morgens damit, lebendig zu werden – sehr sogar, denn er hatte mächtig Unterstützung von dem stürmischen Dieter, der es zusammen mit Frau Holle da draußen mitunter ganz schön undurchsichtig machte.

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Da wirbelte zeitweise mächtig viel Schnee durch die Gegend. Unsere Katzen schauten sich das lieber vom, wie sie glaubten, schneesicheren Wintergarten aus an.

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Aber wie die zwei Plüschlöwen bald merkten, ist ein Wintergarten eben auch ein Wintergarten, in dem es unter Umständen sogar schneit – allerdings nur, wenn man die Nase zu weit raushält 😉 Aber als Hauskatze hat man es dennoch gut, man kann sich im Bedarfsfall immer mal wieder schnell an der Heizung aufwärmen. Der Bedarfsfall trat bei unserem Keks recht schnell ein. Die Vögel draußen im Garten hatten es so betrachtet weniger gut und das freche Rotkehlchen besetzte auch noch das Futterhaus ganz für sich allein. So hatte es sogar ein Dach über dem Kopf, aber die anderen Federbälle mussten draußen  dumm herumsitzen. Manchmal können scheinbar also auch Rotkehlchen ganz furchtbar gemein sein.

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Unsere Torty hatte sich übrigens auch nicht mehr lange im Wintergarten aufgehalten. Nachdem sich bereits Keks aus dem Staube gemacht hatte, folgte sie mir, kaum dass ich mich zur Tür umdrehte, um ins  Haus zu eilen. Beinahe hätte sie mich noch über den Haufen gerannt, so eilig hatte sie es plötzlich. Wenig später ließ sie sich am Fenster in meinem Zimmer nieder. Vögel im Schneesturm beobachten konnte sie auch von dort aus.

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Trotz des heftigen Sturms war in unserem Garten an diesem Tag erstaunlich viel Betrieb an den Futterstellen für die Federbälle. Aber wer weiß, vielleicht gab es den regen Flugbetrieb auch gerade wegen des Schneegestöbers, denn im Schnee war wohl bei diesem Wetter eher kaum Futter zu finden. Der Feldsperling an der Knödelstation hatte es übrigens gar nicht so leicht, denn die Station flatterte fröhlich im Sturm hin und her. Sich draufsetzen und mitfliegen mochte er scheinbar auch nicht. So wartete er jeweils den Moment ab, wenn die Station vorbeigeflogen kam, um dann schnell einen Schnabel voll Knödel zu erhaschen, was manchmal wohl sogar gelang.

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Meine Birke hatte es an diesem Tag auch schwer. Sie fühlte sich mindestens so gerüttelt und geschüttelt wie die Knödelstation in unserem Garten, wenn nicht mehr. Aber irgendwie, fand ich, sah sie durchaus recht fesch aus mit ihrem vom Schnee leicht ergrauten und im Winde wehenden langen Haar. Aber natürlich wäre sie nicht die stolze Birke, die hier in meinem Blog bereits so oft einen Platz gefunden hat, wenn sie nicht wüsste, wie sie sich auch unter solchen Extrembedingungen noch vorteilhaft ins Bild setzen kann. So machte sie doch glatt aus Dieters stürmischem Gehabe noch eine Tugend.

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Irgendwann im Laufe des späten Nachmittags hatte Frau Holle dann nichts mehr zu bieten. Da reichte sie den Staffelstab einfach an die Regentrude weiter und so kam es, dass wir am Mittwoch einen Eintagswinter hatten, denn Trude wusch allen Schnee hemmungslos wieder fort und ließ so diesen Eintagswinter am Abend einfach still und leise sterben. Naja, ging ja auch nicht anders, sonst wäre er ja kein Eintagswinter gewesen. Aber selbst ein Eintagswinter hat irgendwie was. Wenigstens konnten wir mal wieder kurz sehen, dass auch dem Norden durchaus so ein keckes Schneemützchen ganz gut steht.

Vor einigen Tagen fiel mir ganz zufällig, als ich den Blick durch mein kleines grünes Reich schweifen ließ, ein flinkes helles Vögelchen mit recht langem Schwanz auf. Und da, sogar noch eins. Es waren Schwanzmeisen. Bisher hatte ich diese Art noch nicht in meinem Garten gesehen. Eine Weile flatterten die beiden Federbälle in der Nähe unseres Geräteschuppens umher und verschwanden dann im Nachbargarten. Wenige Tage später das gleiche Spiel und wieder hatte ich gerade die Kamera nicht zur Hand. Ob sie hier ganz in der Nähe wohnten? Oder waren sie nur Durchzugsgäste?
Es vergingen wieder einige Tage und plötzlich sah ich sie erneut – dieses Mal vom Fenster meines Zimmers aus. Auch jetzt verschwanden die beiden langschwänzigen Meisen wieder Richtung Nachbargarten und nun wurde mir auch klar, wohin sie nach ihren kurzen Stippvisiten in meinem Garten immer jeweils geflogen waren. Von meinem Beobachtungsplatz aus kann ich nämlich hinüber in den Nachbargarten schauen und so entdeckte ich, dass der Nachbar noch Futter im Angebot hatte und das hatte die beiden Schwanzmeisen ziemlich sicher angelockt. Zunächst sah ich allerdings am Futterplatz nur eine Blaumeise. Sie turnte abwechselnd an einem der Meisenknödel und an einer Futterglocke umher. Wo die Schwanzmeisen geblieben waren, konnte ich nicht ausmachen. Doch meine Geduld wurde belohnt, nach einer Weile tauchte tatsächlich auch eine der beiden Schwanzmeisen  am Futterplatz im Nachbargarten auf und ließ es sich schmecken und ich kam endlich zu meinen Fotos.
Übrigens brüten Schwanzmeisen auch bei uns im Tiefland, allerdings sind sie nirgends besonders häufig. Noch dazu sind meine beiden Exemplare noch seltener, denn sie hatten einen rein weißen Kopf. Es handelt sich hier um eine Art, die gewöhnlich mehr in Nordeuropa und im Nordosten Mitteleuropas zuhause ist. Die bei uns vorkommenden Schwanzmeisen haben auch einen weißen Kopf, tragen jedoch einen breiten schwarzen Streifen über den Augen.
Schwanzmeisen brüten am liebsten in Laub- und Mischwäldern, auch in Parks, in Gärten dagegen eher seltener. In der kalten Jahreszeit streifen sie allerdings auch gern in Gärten umher – sicher wegen des dort häufig angebotenen Futters. Das Nest der Schwanzmeisen ist übrigens eine kleine Besonderheit im Vergleich zu den Nestern der anderen Meisen. Es ist ein recht kunstvoll aus Flechten, Moosen, Grashalmen und ähnlichen Materialien geflochtenes Kugelnest, das im Inneren mit vielen kleinen Federn tapetenartig ausgekleidet wird. So bietet es einen ausgezeichneten Wärmeschutz für Eier und später die Vogelkinder.
Nun bin ich gespannt, ob die beiden noch öfter in meinem oder/und im Nachbarsgarten auftauchen, vielleicht in der Nähe sogar brüten. Aber selbst wenn sie nur am Umherstreifen waren und dabei das Futterangebot wahrgenommen haben, war es wieder einmal eine interessante Beobachtung. Schön, einen gefiederten Gast im eigenen Garten entdeckt zu haben, den man dann doch nicht so häufig zu Gesicht bekommt. Blau- und Kohlmeisen dagegen sind hier in meinem kleinen grünen Reich ja ständige Gäste, auch ab und zu einmal eine Weiden- oder Sumpfmeise, eine Schwanzmeise ist schon etwas Besonderes.

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… und durch den Garten schleicht, dann flattern die Vögel dort trotzdem noch umher – sogar recht unbeeindruckt. Ob der Hunger so drückt oder ob die Federbälle einfach nur wissen, dass es sich bei den beiden neuen Pelzwesen um noch gänzlich unerfahrene Jäger handelt? Andererseits hat das Federvolk auch vor unserer grauen Oberkatze keinerlei Respekt. Oft genug saß sie schon draußen vor unserer Terrassentür und hinter ihr flogen die Vögel fröhlich die Futterstationen an.

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So gab es auch am letzten Sonntag, als unsere Jungspunde ihren ersten richtigen Freigang hatten, regen Flugbetrieb in unserem Garten. Ich konnte das gut beobachten, weil ich dort draußen auf meine beiden Katzenkinder wartete.

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Zunächst tollten meine Pelznasen noch in unserem Garten umher, doch bald mussten sie die Welt außerhalb der bekannten Pfade erkunden.

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So trennten sich ihre Wege dann erst einmal. Keks las Spuren und kurz darauf zog es ihn hinüber in Nachbars Garten.

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Torty beobachtete noch ein Weilchen die Vögel in unserem Garten. Doch als sie bemerkte, dass sich Keks in den Nachbargarten absetzte, musste sie natürlich hinterher. Sie könnte ja irgendetwas Wichtiges verpassen.

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Was trieben die beiden wohl dort drüben im Nachbargarten? Selbst unsere graue Katzendame schaute interessiert hinterher.

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Sie musste sich das sogar noch etwas genauer ansehen. Und dann, dann verschwand auch sie dorthin und ich stand allein herum und grübelte darüber nach, ob und wann sie wohl wieder auftauchen würden. Wenigstens war eine erfahrene Katze bei ihnen. Ob sie den Kleinen erklären würde, wo Gefahr drohte? So stand ich also in meinem kleinen Gartenreich und hatte Zeit, mich dort ein wenig umzusehen und vielleicht lenkte mich das ja auch ein wenig von dummen Gedanken ab. Natürlich schwirrte in meinem Kopf eine Menge von dem herum, was unerfahrenen Katzenkindern so alles passieren könnte. Die Vögel störte meine Anwesenheit so gar nicht und einige schienen mir regelrecht Modell zu sitzen. Was ich, während ich auf meine Pelztiere wartete, alles in meinem winterlich gekleideten Garten entdeckte, ist unten in der Bilderschau zu sehen. Dass unsere beiden Jungspunde problemlos wieder nach Hause gefunden haben, das muss ich hier wohl nicht noch einmal schreiben. Wer möchte, darf das gern noch einmal im Post zuvor nachlesen. Aber nun viel Spaß in meinem winterlichen Garten!

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Am vergangenen Wochenende gab’s hier im Norden Nachschlag – Schnee-Nachschlag. Wie, was? Es gab nicht überall im Norden Schnee? Ich lese gerade vom Katerchen, dass IHR Norden dabei ausgespart wurde. Okay, dann will ich hier keinen Unsinn verbreiten. Aber auf jeden Fall gab es in MEINEM Teil des Nordens, der bereits an dem Wochenende, als wir hier Vögel zählten, mit Schnee beglückt wurde, diesen Schnee-Nachschlag.  Frau Holle hat sich meine Mäkelei, sie würde wohl keine rechte Lust zum Arbeiten haben, offensichtlich noch einmal durch den Kopf gehen lassen. Scheinbar wollte sie sich meine Kritik nicht gefallen lassen und so hat sie noch einmal in ihre Betten geschaut und doch tatsächlich noch eine ganze Menge watteweiche weiße Schneefederchen darin gefunden und die hat sie über mein Gärtchen und zumindest auch über den Teil des Nordens ausgeschüttelt, der sich um mein kleines Gartenheiligtum herumrankt. Auf jeden Fall sehe ich hier Schnee, soweit mein Auge reicht – selbst das Fernglas-Auge 😉  Die kümmerlichen Schneereste, die noch hier und da zu kleinen Bergen aufgetürmt herumlagen, sind inzwischen wieder gut und warm in eine weiße Decke eingepackt. Sie müssen sich also nicht mehr vor dem Dahinschmelztod gruseln. Im Gegenteil, ihre Abmagerungskur ist vorerst beendet, sie haben wieder zugelegt, sind weißer und natürlich auch wieder höher geworden. Und weil es jetzt fast überall Schneebilder zu sehen gibt, darf der Schnee natürlich hier bei uns Silberdistels auch nicht fehlen. Die beiden Jungspunde unter unseren pelzigen Mitbewohnern haben inzwischen sogar Gefallen an diesem weißen Zeugs gefunden und so sind sie munter durch den Garten getippelt und haben die weiße Welt mit staunenden, aber auch interessierten Augen betrachtet und nebenbei haben sie so manche Schneeflocke gefangen und natürlich haben sie auch probiert, ob Schnee vielleicht sogar schmeckt. Oder ob diese Verkostung mehr versehentlich beim Putzen der kalten und nassen Pfötchen und beim Ordnen der Haare des feinen Pelzmantels geschah?

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