Mit ‘Lieblingsplätze’ getaggte Beiträge

… unsere graue Eminenz, denn sie hat heute …

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Geburtstag

Und so, wie auf dem Bild hier oben, sah sie aus, als sie am 23. September 2003 zu uns kam. Auch wenn sie auf dem Foto so unschuldig und vielleicht auch ein wenig ängstlich schaut, …

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… das täuschte gewaltig, denn sie war ein enormer Wirbelwind und sie ging nicht nur über Tische und Bänke, sie machte auch vor uns Silberdistels nicht halt. Jeans tragen wurde plötzlich für uns geradezu zur Pflicht, denn unser Katzenkind krabbelte mit wahrer Begeisterung und in rasanter Geschwindigkeit an unseren Hosenbeinen hoch, um Tische, Regale und Schränke zu erreichen, auf die sie noch nicht springen konnte. Wir dienten als Ersatzkletterbaum.

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Einen Tag später brachten wir ihr einen Spielkameraden mit – einen 12 Wochen alten Maine Coon Kater, der sie an Größe nahezu mächtig überragte. Ich hatte später immer Angst, er würde unser kleines Katzenmädchen eines Tages beim Spiel erdrücken. Aber der kleine graue Wirbelwind ließ sich nie unterkriegen. Schnell wurden die beiden zu engen Freunden.

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Viel Schönes, Lustiges und mitunter auch Aufregendes haben wir mit ihr und natürlich auch mit ihrem und unserem langjährigen Begleiter Bärchen erlebt. Etliche Geschichten habe ich hier im Blog festgehalten. Für mich sind es wundervolle Erinnerungen.

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Inzwischen ist unsere nun schon 14 Jahre alte graue Lady nicht mehr ganz so aktiv. Sie schläft gern und viel. Ihr allerliebster Schlafplatz ist schon eine ganze Weile mein Schreibtischsessel. Und wenn ich ihn gerade besetze, weiß sie sehr wohl, wie sie mich nötigen kann, aufzustehen und den Sessel ihr zu überlassen.

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Wer kann diesem Blick schon widerstehen? Aber wenn ich das dann doch einmal kann, fuscht sie mir auch mal ordentlich ins Handwerk und übernimmt mal schnell die Arbeit am PC  – ganz nach dem Motto:  Wenn die Arbeit getan ist, wird die Silberdistel ja wohl den Sessel freigeben.

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Da zeigt sie mir, was eine Katze in ihrem Alter noch alles kann. Ganz flink klimpert sie mit ihren flauschigen Zehen über die Tastatur und …

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… schon hat sie ein Screenshot geschossen und gleich noch gut abgespeichert.

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Katze müsste man sein. Ich grüble jedes Mal neu, wie das noch war mit den Screenshots. Aber wozu habe ich schließlich meine kluge graue Eminenz?

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Und da ich nun eh schon wieder einmal vor meinem Schreibtischstuhl stehe, kann ich auch gleich die obligatorische Thunfischgeburtstagsfrühstücksdose öffnen und dann wird ordentlich Katzengeburtstag gefeiert.

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Wir waren im ersten Teil unserer „Verhinderten Schnapsidee“ dort stehengeblieben, als Keks und Torty gerade auf seltsame Weise das Bewusstsein verloren hatten …

***

Vier Stunden später erwachten sie wieder aus wirren und verwirrenden Träumen und irgendetwas war anders als sonst. Nur was? Ach, egal!  Darüber konnten sie später immer noch nachdenken. Keks schien nach seinem Erwachen gar nicht richtig wahrzunehmen, dass sein Personal wieder da war und dass er ins Auto geladen wurde, das bemerkte er schon gar nicht. Torty allerdings war etwas munterer und stand sogar auf allen vier Beinen in ihrem kleinen Katzengefängnis, schaukelte dabei aber bedrohlich hin und her. Irgendwie schienen beide leicht alkoholisiert zu sein. Ob’s da auch einen tierischen Kater gäbe? Naja, Torty sollte damit wohl keine Probleme haben. Und Keks? Der wohl irgendwie auch nicht mehr. Und auch sonst war die Kätzchenfrage nun wohl auf Dauer gelöst und wir Silberdistels könnten in Ruhe und ohne Furcht vor dummen Schnapsideen wieder einmal ein Fläschchen Wein leeren. Die Ratschläge vom Bauchdrücker übrigens, der nun sogar zum Bauchaufschneider und Abschneider wertvoller Teile geworden war,  die mussten wir Silberdistels allerdings in den Wind schlagen, d.h. sie wurden von unseren zwei Jungspunden in den Wind geschlagen. Kaum, dass wir nämlich mit unseren beiden frisch Operierten wieder zuhause waren, wollten sie nichts wie raus aus ihren Gefängnissen. Ganz so benebelt war ihr Hirn wohl doch nicht mehr. Zumindest erkannten sie ihr Zuhause recht schnell wieder und demzufolge verlangten sie auch ihre Freiheit zurück. Nix da mit noch drei Stunden darin verweilen, wie der Bauchaufschneider empfohlen hatte. So torkelten dann zwei trunkene Pelzwesen durch unser Heim, Keks nur zwei Schritte vor die Transportbox, bevor er wieder einnickte. Egal, wenn auch nur zwei Schritte, wichtig war, er musste nicht mehr durch Gitterstäbe atmen, ja atmen, denn mit dem Blicken war es wohl doch noch nicht so überwältigend klar. Jedenfalls war er erst einmal aus dem blöden Katzengefängnis raus. Mit dem vollständigen Erwachen hatte es Zeit hier in seinem Zuhause. Irgendwie begriff er ohnehin nicht, was zwischenzeitlich mit ihm geschehen war und warum er sich so entsetzlich müde fühlte. War er in einem Schlaflabor für Katzen gewesen?

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Torty schwankt auf unsicheren Beinen zum Futternapf

Torty jedoch schwankte sofort nach dem Verlassen ihrer Transportbox im Zickzackkurs zum Futternapf. Offensichtlich doch schon etwas wacher als Keks musste sich ihr Magen irgendwie dringend zu Wort gemeldet haben. Ein wenig breitbeinig, wie ein Trunkenbold, der krampfhaft versucht, nicht das Gleichgewicht zu verlieren, tappelte sie durch die Küche. Am Futternapf angekommen, begann sie, mühsam ein Futterbröckchen aufzunehmen. Warum war das nur so schwierig? Etwas verwundert schaute sie in den Napf. Dabei schien sie kurz einzunicken, denn ihr Kopf sank ganz langsam auf den Futternapf nieder und ruhte dort ein wenig ab. Dann meldete sich der Magen wieder und forderte, endlich gefüllt zu werden. Nächster Versuch der Futteraufnahme, doch Torty nickte wieder kurzzeitig weg, erwachte, nickte weg, erwachte erneut …

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… und bemühte sich um ein weiteres Bröckchen, das ihr sogleich wieder aus dem Maul purzelte, sammelte es mühevoll auf und schluckte es nach dem dritten Versuch endlich erfolgreich hinunter. Nach und nach gelang es ihr dann doch, ein wenig Futter aufzunehmen und den knurrenden Magen zu beruhigen.

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Dann wankte sie in Richtung Wohnzimmer. Auf Höhe des Kratzbaums legte sie einen kurzen Stopp ein und dann sträubte sich mein Hirn, sie bemühte sich doch tatsächlich, dort hinauf zu klettern. Ich hinterher, also, ich kletterte nicht auf den Kratzbaum, aber immerhin auf einen Stuhl und gab Hilfestellung, um zu retten, was zu retten war. Gedanklich sah ich schon die frische Wunde aufbrechen, die Katze gar zu Tode stürzen. Aber trotz Trunkenheit funktionierten Tortys Krallen perfekt und sie kam mit leichter Hilfe meinerseits sogar relativ problemlos hinauf in ihre geliebte Hängematte, wo sie einen Teil ihres Restrausches ausschlief. Aber später am Abend vollführte sie noch so manche waghalsige Turnübung. Mir war jedes Mal ganz schlecht beim Zuschauen. Ich stellte mir nur vor, wie es mir nach einer solchen OP ergangen wäre. Sicher hätte ich nicht den kleinsten Gedanken an eine  Klettertour überhaupt verschwendet, geschweige denn hinauf auf einen Kratzbaum. Wahrscheinlich wäre ich froh gewesen, bis zu meinem Bett zu kommen, um dort mit letzter Kraft und völlig erschöpft hineinzusinken. Aber unsere Torty schien sich von einer solch kleinen OP nicht kleinkriegen zu lassen.

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Immer wieder noch fallen die Äuglein zu

So war ich froh, als sie später bei mir vor dem Bildschirm saß, wenn auch wiederum halb schlafend. So hatte ich sie wenigstens im Blick. Obwohl, arbeiten konnte ich natürlich nicht mehr, weil mir die Sicht durch Tortys aufrechte Schlafposition doch ziemlich versperrt blieb. Keks nahm sich übrigens später in seinem noch halb betäubten Zustand an Torty ein Beispiel und kraxelte ebenfalls hoch in die Hängematte am Kratzbaum. Erschöpft ließ er sich hineinplumpsen und dann, dann tropfte es plötzlich von dort oben feucht hinunter. Unser Kekschens Blase entleerte sich im Schlaf. Mit offenem Munde schaute ich hinauf und war am Ende froh, dass es in den unter dem Kratzbaum stehenden Zeitungsständer tropfte. Das Schrifttum saugte reaktionsschnell das kleine Missgeschick vom Keks auf und ließ sich nach seiner so sinnvollen Auffangtätigkeit problemlos entsorgen und ersparte mir somit aufwändige Putzarbeiten. Da sieht man mal wieder, wie sinnvoll doch heutzutage noch richtige Zeitungen aus dem geliebten guten alten Papier sind. Eine Zeitung auf einem schnöden Tablet, diesem elektronischen Dingsda, hätte bei einer solchen Aufgabe schlicht und einfach versagt. Aber zurück zum Keksunfall! Was schließlich doch noch in ziemlich viel Arbeit ausartete, das war die Reinigung der Hängematte. Die ließ sich nämlich nicht so einfach und problemlos abbauen. Dazu mussten wir ganz schön am Kratzbaum herumschrauben. Aber was tut man nicht alles für seine Lieblinge. Die Lieblinge mussten diesen Abbau natürlich aus erster Hand verfolgen und kletterten während der Baumaßnahmen immer wieder auf uns und den schwankenden Kratzbaumresten herum. Schließlich hatten sie bei eventuellen Umbauten ihres Lieblingsmöbels ein Wörtchen mitzureden. Wegen der erhöhten Unfallgefahr mussten wir die trunkenen Pelzbündel dann doch kurzzeitig wegsperren, was sie nur laut protestierend geschehen ließen. Soweit waren sie also doch schon wieder klar im Katzenköpfchen.

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Die Hängematte darf nach dem kleinen „Katerunfall“ im Bad trocknen

Doch irgendwann war auch das geschafft und die Hängematte durfte nach einer Rundumwäsche im Bad vor sich hin trocknen. Kekschen roch nach diesem kleinen Blasenunfall allerdings auch ein wenig streng, aber damit mussten wir einen Moment lang leben, denn dem frisch operierten Kerlchen mochte ich dann doch kein Bad zumuten.

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Nach dem Hängemattenunfall wurde es dem armen Keks wohl doch etwas sehr feucht unterm Bauch und so turnte er im Halbschlaf nach einer Weile wieder runter vom Kratzbaum und suchte sich ein Plätzchen, das seinen Zustand nicht besser beschreiben konnte – siehe die Inschrift auf dem Kissen hinter dem dösenden Katzentier.

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Keks immer noch leicht benebelt im Schaukelstuhl – einem seiner Lieblingsplätze

So verteilte er seine Duftmarke fröhlich überall im Haus, denn er suchte während des Abends noch andere Lieblingsplätze auf. Wir Silberdistels waren froh, dass wir an diesem Tag keinen Besuch mehr bekamen, der sicher die Nase gerümpft hätte wegen unseres eigenartigen hauseigenen Parfüms. Am anderen Tag war der Keks wieder super geputzt und duftete fast schon wieder wie ein Mann von Welt. Ich allerdings hatte noch ein wenig damit zu tun, seine Duftplätze vom Vortag wieder duft- und keimfrei zu machen. Aber sonst schien die Welt wieder in Ordnung zu sein. Jedenfalls tobten die beiden Frischoperierten fröhlich umher, so, als wäre fast nichts gewesen. Gut, ein wenig mit gebremstem Schaum liefen sie schon noch durchs Haus und Torty wunderte sich kurz über die kahle Stelle an ihrem Bauch. Wie kam die dorthin? Aber lange zerbrach sie sich darüber nicht den Kopf. Inzwischen sind schon wieder ein paar spärliche Härchen über die Sache Bauch gewachsen und die Fäden werden sicher auch bald verschwunden sein. Keks hat seine kindliche Spielfreude wiedergefunden und die Mädels sind plötzlich gar nicht mehr so interessant für ihn, d.h., ganz stimmt es nicht. Er braucht die Mädels schon, aber mehr so wie früher – als Spielkameradinnen. Dass da noch mehr sein könnte, scheint er vergessen zu haben.

Da haben wir nun schon eine ganze Weile diese zwei kleinen wilden Katzenjungspunde als neue Mitbewohner in unserem Heim. Bereut haben wir es keine Sekunde und auch unsere alte Katzendame hat die beiden inzwischen ein wenig ins Herz geschlossen und mitunter spielt selbst sie ganz wild mit, wenn Keks und Torty durchs Haus mehr fliegen denn springen. Es macht Spaß, diesem wirbelnden Leben zuzuschauen, zu merken, wie sehr sie uns seit Oktober letzten Jahres ans Herz gewachsen sind und zu spüren, wieviel Vertrauen die beiden Tiger derweil auch zu uns Menschen haben. So waren wir mitunter schon fast in Versuchung, einmal im Leben Katzennachwuchs haben zu wollen, weil uns das Zusammenleben mit den drei Pelzträgern sehr gefällt. Diese pure pelzige Lebensfreude ist einfach zu schön. Aber wollten wir das wirklich? Noch mehr Wirbel und Leben um uns? Wäre das am Ende nicht doch zu viel? Immerhin hatte die Katzenmama unserer beiden Jungspunde mit ihrem ersten Wurf gleich Achtlinge auf die Welt gebracht – so hübsche kleine flauschige Kätzchen, von denen wir sechs im Oktober, als wir Keks und Torty holten, kennengelernt haben. Zwei der Achtlinge waren zu schwach für das Leben gewesen und trotz Bemühen der menschlichen Helfer waren sie am Ende nicht lebensfähig. Immerhin hatte die Katzenmutti trotz dieser beiden Verluste noch sechs Kätzchen zu ernähren. Sicher verlangte das der jungen Katzendame ganz schön viel ab. Aber kleine Kätzchen sind nun mal überaus niedlich anzusehen. Man möchte sie den ganzen Tag, von morgens bis abends, nur knuddeln. Wie herrlich weich ihr Pelz ist. Wie unbeholfen sie zunächst umhertapsen. Da macht sich doch bei jedem ein gewisser Beschützerinstinkt bemerkbar. Man muss solche kleinen flauschigen Wesen  einfach mögen. Und so geisterte durch unser Silberdistelhirn immer wieder die Idee, nur einmal, ein einziges Mal, erleben zu wollen, wie es ist, wenn solche kleinen wuscheligen Fellbündel in unserem Zuhause das Licht der Welt erblicken würden, wenn wir zuschauen könnten, wie Mama Torty sich liebevoll um ihren Nachwuchs kümmerte, wenn wir erleben würden, wie die kleinen Fellkugeln heranwachsen und bald im ganzen Haus herumtollen würden. Unendlich niedlich, oder?

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An einem Abend, als wir Silberdistels uns ein Fläschchen Wein gegönnt hatten und Keks und Torty fröhlich und ausgelassen um uns herumsprangen und uns wieder einmal bewiesen, wie frech, aber auch niedlich und zugleich herzerwärmend Kätzchen sein können, blitzte in unserem Hirn wieder einmal dieser Gedanke auf, schien sich geradezu festzufressen. So beschlossen wir, wenn es denn rein zufällig so sein sollte, dass sich Katzennachwuchs anmelden würde, dann wäre das in Ordnung für uns. Unsere Torty würde es ja wohl nicht ihrer Katzenmama nachmachen und gleich Achtlingen das Leben schenken. Für vielleicht drei Kätzchen (oder  sogar fünf ???) würden wir doch sicher ein gutes Zuhause finden können. So ging die Zeit dahin. Keks und Torty wuchsen aus den Kätzchenschuhen heraus, wurden größer und jugendlicher und ab und zu tauchte in unseren Köpfen immer mal wieder diese Schnapsidee mit dem Katzennachwuchs auf. Wollten wir das eigentlich wirklich? Waren wir da tatsächlich Herr unserer Sinne gewesen? Manchmal kamen mir doch gewisse Zweifel. Vor allem dann, wenn Keks und Torty gerade so wild spielten, dass schon mal dieses und jenes aus unserem Haushalt zu Bruch ging. Ich brauchte da nur an das PCli von Herrn Silberdistel zu denken, dass eines schrecklichen Todes starb, als es von Keks, dem Tausendsassa, vom Schränkchen zu Boden gestürzt wurde. Die Gardinen, nebst verbogenen Gardinenstangen, tauchten wieder vor meinem inneren Auge auf oder  bei wildem Spiel von Fensterbrett oder Blumenbank zu Tode  gestürzte Blumentöpfe. Nein, irgendwie musste der Wein an jenem Abend unsere Sinne wohl doch ziemlich vernebelt haben. Ich veracht-, nein verzehnfachte, diese „Unfälle“ von PCs, Gardinen, Töpfen und Co. gedanklich, denn Keks und Torty waren ja auch immer noch nicht aus ihrer Sturm- und Drangphase heraus, und mir sträubte sich das Hirn in Anbetracht der Zukunft, die da über uns hereinbrechen könnte mit am Ende vielleicht 11 Katzen im Haus.

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Torty bei der Radioprogrammauswahl

Und eines Morgens, als Torty gerade wieder einmal unter Beweis stellte, wie sehr wir bereits von unserer kätzischen Herrschaft unterjocht werden – sie schaltete gerade gekonnt an unserem Küchenradio herum, ging zunächst auf neue Sendersuche und, als sie nichts Interessantes fand, wieder zurück auf den vorherigen Sender und schließlich befreite sie uns ganz von den Schreckensmeldungen des Tages, indem sie den Ausknopf drückte, genau da meinte ich, dass es Zeit wäre für ein ernsthaftes Gespräch mit Herrn Silberdistel. Wollten wir denn wirklich und wahrhaftig ein Haus voll solcher tyrannischer Pelzwesen? Wenn wir nun kein neues Zuhause für die kleinen Wuschelwesen finden würden oder wir uns am Ende gar nicht von ihnen trennen könnten, weil sie uns allesamt ganz furchtbar ans Herz gewachsen wären und uns eine Trennung von ihnen völlig unmöglich erschien? Was, ja, was dann? Herr Silberdistel grinste mich an und meinte:  „Das war wohl doch mehr eine Schnapsidee damals, oder? Lass sie uns lieber ganz schnell begraben.“ Wie gut, dass wir drüber gesprochen haben, denn gar nicht so viel später interessierte sich unser Keks plötzlich auffallend für die beiden Katzenmädels in unserem Hause. Er eilte ihnen fleißig hinterher, ließ sie gar nicht mehr aus den Augen, schnüffelte hier und schnüffelte da an ihnen, heftete sich quasi wie ein Schatten an ihre Katzenfersen und machte seinem Spitznamen Keks alle Ehre. Er hatte urplötzlich so gar kein Interesse mehr am spielerischen Herumtollen und mitunter stieg uns doch tatsächlich ein leichter Katergeruch in die Nase. Torty allerdings hatte noch kein rechtes Interesse an diesem frühpubertierenden Jungspund und unsere alte Katzendame gab dem Draufgänger eins hinter die Ohren, wenn er gar zu frech wurde. Doch dann eines Tages wurde es uns zu bunt mit diesem kleinen Casanova und so machten wir schnell einen OP-Termin bei unserem Tierarzt aus, bevor Herr Silberdistel und ich vielleicht wieder einmal bei einem Gläschen Wein saßen und sich in unseren weinvernebelten Hirnen doch noch einmal kleine Katzenkinder breitmachten. Schlecht kamen wir uns schon vor, ganz schlecht, als wir, ohne es vorher mit den beiden OP-Kandidaten abgesprochen zu haben, den Termin beim Tierdoktor ausmachten. Aber wir Menschen sind ja Meister im Verdrängen schlechten Gewissens – auch wir Silberdistels leider – irgendwie. Und so war dann schließlich der große Tag gekommen. Am Abend zuvor hatte es nicht einmal mehr ein Gute-Nacht-Leckerli für die beiden Katzenjungspunde gegeben. Beleidigt und mit Schmollschnäuzchen stiegen sie in ihre Lieblingshängematte bzw. in ihr Lieblingsschlafkörbchen. Dass es noch viel schlimmer kommen würde, das ahnten sie noch nicht. Am anderen Morgen gab es nämlich nicht einmal mehr Frühstück. Sogar eingesperrt wurden sie zu all dem Ärger noch – in diese blöde Box, in der das Personal sie immer zu diesem Bauchdrücker, Maulschauer und Piekser schleppte. Vor lauter Beleidigtsein gaben die beiden Pelzwesen während der kurzen Autofahrt nicht einen einzigen Piep von sich. Der Bauchdrücker weidete sich dann auch noch daran, dass sie kein Frühstück bekommen hatten. Er fragte nämlich extra nach, ob sie auch wirklich nüchtern wären und als er hörte, dass dem so sei, grinste er vergnügt. Den Kätzchen erschien dieses Grinsen entsetzlich erschreckend und furchterregend. Dann entriss der Doc kurzerhand den Silberdistels die kleinen Katzengefängnisse samt armen Katzen darin und eilte mit ihnen in seine Folterkammer. Wenig später verloren Keks und Torty auf seltsame Weise das Bewusstsein.

***

Fortsetzung folgt!

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Huhu, Kätzchen, wo bist Du? Haaaaallo!

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Was ist los? Warum störst Du mich?

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Was machst Du denn auf Nachbars neuem Stuhl?

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Na, ich muss gucken, ob er auch bequem ist …

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… und ob man von hier aus einen guten Überblick über den Garten hat.

Aber Kätzchen,das ist weder Dein Stuhl noch ist das Dein Garten.

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Guck mal, wie schön bequem er ist. Wie für Katzen gemacht.

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Und so schönes Material. Schau mal!  Der Nachbar weiß, was gut für Katzen ist.

Kätzchen komm lieber wieder rüber, nicht dass der Nachbar kommt und schimpft, weil Du auf seinem Stuhl sitzt und da vielleicht noch Unsinn machst.

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Ich? Unsinn? Wie kommst Du denn darauf?

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Ich sitze doch nur, guck!

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Was sagst Du? Der Nachbar kommt mit seinem Fahrrad? Na, das Fahrrad mag ich ja gar nicht.

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Ach, ich hab‘ fürs Erste sowieso genug Probe gesessen.

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Ich gucke mal noch ein wenig rum.

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Hier ist nichts zu sehen, überhaupt nichts los heute!

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Nur eine langweilige Schnecke!

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Ich geh nach Hause.

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Aber Kätzchen, doch nicht auf den Tisch!

Och, die schon wieder! Erst soll ich nicht auf den Stuhl, nun nicht auf den Tisch!

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Wenn ich nicht auf den Tisch darf, geh ich wieder auf Nachbars Stuhl, so!

Äh …, na gut Kätzchen, dann bleib auf dem Tisch.

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Na bitte, geht doch!

In meinem Beitrag „Lieblingsplätze“ hatte ich vor einer Weile meine allgegenwärtige Herrschaft vorgestellt. Sunny, die ebenso Dienerin solch pelziger Herrschaften ist, war so lieb, mir die Schlaf- und Ruhegewohnheiten ihrer Vierbeiner vorzustellen. Daraus entstand die Idee, solche und ähnliche Links zu sammeln und sie hier einmal zusammen vorzustellen. Eventuell kommt ja im Laufe der Zeit immer mal ein neuer Link hinzu.

Weitersagen ist ausdrücklich erwünscht!  🙂 

47777777777777777777777 (diese Zahlenkombination hat gerade meine Katzendame hinzugefügt – was sie uns damit wohl sagen will ?) – Selbstbsicher und elegant schritt sie über die Tastatur und verdunkelte für kurze Zeit mein Blickfeld. Alles erschien mir irgendwie Grau in Grau. Aber nun kann ich wieder klar sehen und denken und los geht es mit dem Sprung von Seite zu Seite. Vielleicht war ja doch das der Hinweis meiner Ladyschaft: Klick auf Klick und schon gelangt Ihr in eine wundersame Welt, die der Feloidae (der Katzenartigen). Los geht’s:

 Frau Müller und ihre Wohlfühlkatze:
http://herrundfraumueller.wordpress.com/2011/11/16/herrschaftlicher-stammsitz/

Rosenruthie mit ihrer „Prinzessin auf der Erbse“:
http://rosenruthie.wordpress.com/2011/11/02/prinzessin-auf-der-erbse/

Rosenruthie mit einer total kopflosen Katze:
http://rosenruthie.wordpress.com/2011/09/17/kopflos-2/

Rosenruthie mit Nala in „Cat-Content“:
http://rosenruthie.wordpress.com/2011/03/21/cat-content/

Rosenruthie und ihre Kronprinzessin:
http://rosenruthie.wordpress.com/2011/11/10/thron/

Rosenruthie und die gekrönte Prinzessin:
http://rosenruthie.wordpress.com/2011/11/11/habt-ihr-es-euch-so-vorgestellt/

Silberdistel mit „Lieblingsplätze“:
https://buecherstaub.wordpress.com/2011/10/25/lieblingsplatze/

Silberdistel mit „Leider schon besetzt“:
https://buecherstaub.wordpress.com/2011/10/29/leider-schon-besetzt/

Sunny mit ihrer „Katerstimmung IV“:
http://gedankentheater.wordpress.com/2009/10/02/katerstimmung-iv/

Sunny mit ihrer „Katerstimmung XI“:
http://gedankentheater.wordpress.com/2011/10/27/katerstimmung-xi/

Sunny und „Katzenträumereien“:
http://gedankentheater.wordpress.com/2009/10/10/katzentraumereien/

In unserem Haushalt hatten wir, wie ich irgendwann schon einmal erwähnte, bereits mehrere Herrschaften. Sie sind uns, auch wenn sie uns manchmal ganz gewaltig mit ihren Wünschen und Forderungen genervt haben, doch immer ans Herz gewachsen. In lieber Erinnerung an eine sehr resolute, trotzdem aber liebe, Herrschaft möchte ich heute einige Bilder zeigen, die beweisen, wie besitzergreifend eine Kater- oder Katzenherrschaft sein kann. Aber vielleicht liegt es auch an uns, und die Herrschaft erscheint nur so besitzergreifend. Eventuell sollten wir selbst etwas mehr Durchsetzungsvermögen entwickeln und der Herrschaft nicht immer alle Wünsche von den Augen ablesen oder einfach nicht mehr so intensiv in diese hypnotisierenden Augen schauen … ? *grübel*  Vielleicht hätte man dann auch einmal eine Chance auf einen so richtig gemütlichen Sitzplatz oder Karton …

Mit hier abgebildeter Herrschaft, die 13 Jahre lang unser Dasein bestimmte, verbinden wir viele aufregende, aber auch ganz liebe, Erinnerungen. Irgendwann gibt es hier ganz sicher noch die eine oder andere Geschichte über diesen Herrn Kater  zu lesen.
P.S.: In diesem Karton liegt eigentlich das ganze Jahr über (außer um die Weihnachtszeit) der Nussknacker, der im Hintergrund auf dem einen Bild zu sehen ist. 

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Herrschaftlicher Schaukelstuhl

Nicht nur mein Gatte und ich dürfen im Hause zweier Katzen unser Dasein fristen. Es geht auch anderen Menschen so, dass sie gnädig irgendwo wohnen dürfen.

Teppichplatz des Personals

Die schönsten Sitz- und Liegeplätze sind natürlich immer den Hausherren, also den Katzen, vorbehalten – nicht dem gemeinen Hauspersonal. Das hat gefälligst mit dem vorliebzunehmen, was übrig bleibt.

Mitbloggerin Sunny hat in ihrem Blog gestern unter „Katerstimmung X“ auch ihre Herrschaft und deren Lieblingsplätze vorgestellt. Vielleicht mag jemand, dem meine Obrigkeit (siehe gestriger Artikel „Lieblingsplätze“) gefallen hat, auch dort einmal schauen, wie die Herrschaft von Sunny so lebt und ruht oder wohl eher umgekehrt – also ruht und lebt.

 Ach ja, wenn man es als Personal doch auch einmal so gut hätte …. *träum*

P.S.: Vielleicht hat ja noch jemand seine Herrschaft in herrschaftlicher Pose im Bild festgehalten und mag uns armes und geschundenes Personal solcherlei Bilder zum Troste einmal vorführen ???  Wenn man weiß, es geht auch anderen so, fühlt man sich doch gleich besser, oder?

Ich würde auch gern, so Ihr mir „Links über die Lieblingsplätze Eurer Herrschaft“  zukommen lasst, diese sammeln (also die Links 😉  ) und sie in einem gesonderten Beitrag unter dem Motto: „Herrschaftlicher Stammsitz“ einmal insgesamt vorstellen.