Mit ‘Kraniche’ getaggte Beiträge

Also, genaugenommen waren es Kraniche, die uns ein Konzert aus luftiger Höh‘ gaben und sie spielten nicht Geige, sie hatten ihre Trompeten dabei. Herr Silberdistel und ich waren wieder einmal zu einem kleinen Spaziergang unterwegs, schließlich wollen wir das frühlingshafte Wetter voll auskosten. Man weiß ja nie, wann wieder Schluss damit ist und was man hat, das hat man schließlich und man kann es an grauen Tagen einfach wieder aus der Erinnerung hervorzaubern.
So schlenderten wir also dahin und plötzlich hörten und sahen wir sie. Wieder einmal war nur Herrn Silberdistels kleine Kamera unsere digitale Begleiterin. Für ein paar Eindrücke von dem, was sich hoch über uns am blauen Himmel abspielte, sollten die Fotos aber wohl dennoch reichen.
Was übrigens ganz erstaunlich war, außer uns blieben noch zwei andere Passanten stehen und schauten hinauf zum himmlischen Trompetenkonzert der Kraniche. Und sie zückten, genau wie wir, eine kleine Kamera und nahmen das Schauspiel auf. Selten einmal habe ich es erlebt, dass außer mir und meinem Herrn Silberdistel noch andere Menschen andachtsvoll gen Himmel schauten, wenn sich eine Formation dieser imposanten Vögel näherte. Schön, zu erleben, dass es doch noch einige Menschen mehr gibt, die sich durch ein solch herrliches Schauspiel am Himmel für einige Augenblicke aus ihrem Alltagstrott reißen lassen.
Die Kraniche über uns drehten, sicher wegen des äußerst interessierten Publikums, mehrere Kreise, bevor sie sich auf ihre jeweilige Weiterreise machten. Eine Formation entschied sich für eine nordöstliche Reiseroute und die andere wendete sich nach Südwesten.
Ein paar Möwen kreisten fröhlich mit den Kranichen, wenn auch etwas tiefer. Sie wollten wohl ein paar zusätzliche fröhliche Akzente in meine Bilder setzen. Ich finde, es ist ihnen durchaus gelungen.
Aber jetzt – hochgeschaut und dem klassischen Trompetenkonzert gelauscht!

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Und damit das auch klappt mit dem Konzertfeeling, bitte das nachfolgende Video anklicken. Das ist zwar nicht brandaktuell von diesem Jahr, es stammt aus meinem Archiv und gibt einen Einblick in den Kranichzug vom Herbst 2013, aber die Melodie der Kraniche hat sich nicht verändert, sie klingt nach wie vor unbeschreiblich schön.

Zwei Tage nach diesem schönen Erlebnis während unseres Spaziergangs hörte ich, als ich gerade ein wenig in meinem Garten herumwerkelte, erneut Kranichrufe über mir. Der Tag neigte sich bereits langsam dem Abend entgegen und so stand auch die Sonne bereits entsprechend tief.

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Aber gerade dieses abendliche Licht tauchte die Kraniche wieder einmal in einen wundervollen Goldschimmer. Schade, dass solche Momente immer viel zu schnell wieder vorüber sind.

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Inzwischen dürfte nun wohl die Masse der Kraniche aus ihren Winterquartieren zurück sein.
Wahrscheinlich wird es schon wieder Herbst sein, wenn es hier erneut etwas von den Vögeln des Glücks zu lesen und zu sehen geben wird. Es sei denn, ich entdecke im Laufe des Sommers das eine oder andere Kranichpaar. Dann berichte ich natürlich.

Aber viele von ihnen waren wohl auch gar nicht weg, denn ich habe fast den ganzen Winter über immer wieder einmal Kraniche gehört oder sogar gesehen, wie sie über unser Haus hinweggezogen sind. Wahrscheinlich waren die Vögel klüger als wir Menschen und wussten, dass es hier im Norden dieses Mal gar keinen richtigen Winter geben würde. Warum also sollten sie sich extra auf diese lange und beschwerliche Reise in den Süden machen, wenn sie den Winter auch durchaus in ihrem Brutgebiet verbringen könnten? Sie würden so wertvolle Kräfte sparen und andererseits im Frühjahr die besten Brutreviere wählen können.

Aber inzwischen kommen tagtäglich auch die Kraniche wieder zurück, die die Reise wie gewohnt im Herbst auf sich genommen hatten.
Sie haben es jetzt um diese Jahreszeit allerdings immer ziemlich eilig und ziehen in der Regel recht zügig weiter, wollen sie doch sobald wie möglich in ihren Brutrevieren sein. Oft fliegen sie auch sehr hoch über uns hinweg.
Dennoch konnten wir schon so manches schöne Schauspiel erleben, wenn sie sich fast senkrecht über unserem Wohngebiet in großen Kreisen in die Höhe schrauben, um in die richtigen Luftschichten für die Weiterreise zu kommen.

Zu großartigen Nahaufnahmen kommt man da selten. Selbst mein Teleobjektiv hat gewaltig zu tun, die Vögel so hoch oben überhaupt noch zu erfassen. Einen kleinen Eindruck, was sich hier momentan wieder fast täglich abspielt, möchte ich allen Kranichfans dennoch versuchen zu vermitteln, zumal diese Vögel für mich die Frühlingsboten an sich sind. Vielleicht sind sie es ja auch für den einen oder anderen von Euch.

Also – sie sind wieder da und mit ihnen ist es der Frühling, egal, welche Kapriolen er vielleicht demnächst noch schlägt. Jetzt kann ihn zumindest mir niemand mehr ausreden. Der Frühling fliegt nämlich täglich über unser Haus – welch wonnigliches Gefühl.

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In der vergangenen Woche werkelten mein pelziger Keks und ich fleißig im Garten, so fleißig, dass wir alle Restarbeiten erledigen und das Gartenjahr damit erfolgreich abschließen konnten. Ich berichtete hier darüber. Und es gab sogar Lohn für unsere fleißige Arbeit – Goldgeschenke. Gut, Keks hatte als Lohn für seine Arbeit eher anderes im Sinn, etwas Greif-, noch besser Fressbares, schwebte ihm vor. Diesen Wunsch habe ich ihm selbstverständlich erfüllt, hatte ich doch noch etwas gutzumachen wegen meiner Meckerei mit der Schnur für den Moorbottich.
Ich aber nahm das Geschenk aus Gold begeistert an,  auch wenn es scheinbar unerreichbar hoch am Himmel hing. Es war nämlich ein Himmelsgeschenk, ein Himmelsgeschenk, das die Sonne am Abend nach unserer Gartenarbeit mit Hilfe der Wolken in einen bezaubernden Abendhimmel gemalt hatte – ähnlich dem Goldrausch-Wochenende, von dem ich hier vor einer Weile ebenfalls berichtet hatte.
Eine gewisse Ähnlichkeit gab es schon mit den Himmelsgemälden vom Goldrausch-Wochenende, aber eher nur in der Farbwahl. Von den Strukturen her war es wieder einmal anders. Ich glaube, ich könnte den Himmel noch viele Tausend Male fotografieren und nie würde ein Bild dem anderen gleichen. Immer wieder wäre es neu, was die Zauberin Natur mit ihrem Malkasten dort oben in Wolkenhausen gestaltet.
Meine Kamera, die natürlich immer Kumpel ist, zwinkerte mir verschwörerisch zu. Auch wenn die Trauben wie in diesem Falle sehr hoch hingen, sie wusste, wie wir all das Gold in meine Schatzkiste zaubern könnten. So stiegen wir beide hinauf zu meinem Kranichausguck und dann begannen wir in bester Teamarbeit, das goldene Himmelgeschenk einzusammeln.

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Und während wir fleißig sammelten, drangen plötzlich wohlbekannte Laute an mein Ohr, Laute, wie ich sie den ganzen Oktober über bis in den November hinein fast täglich gehört hatte. Aber wo kamen sie her?

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Ich lauschte und suchte gespannt den immer dunkler werdenden Himmel ab und dann sah ich sie – schattenhaft, kaum noch in der hereinbrechenden Dunkelheit zu erkennen – eine kleine Formation von Kranichen. Schnell kamen sie näher und zogen schließlich über unser Haus hinweg. Noch lange klangen ihre Rufe durch den frühen Abend.
Ihrer Flugrichtung nach zu urteilen, waren sie Richtung Ostsee, zu ihren Schlafplätzen, unterwegs. Ob ich sie in den nächsten Tagen noch einmal wiedersehen würde? Sicher gehören sie zu den Kranichen, die alljährlich hier bei uns überwintern. Einige Tausend sollen es sein, die den beschwerlichen Flug in die wärmeren Regionen gar nicht erst auf sich nehmen. So können sie im Frühjahr die besten Brutplätze besetzen.

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Mein Blick fiel wieder nach Westen, zum Himmelsgold. Fasziniert schaute ich hinauf zu dem wellenförmigen Wolkenbild schräg über mir. Wenn ich nicht wüsste, dass dort oben kein Meer sein kann, würde ich glauben, es ist an diesem Tag ausgezogen, um den Himmel für sich zu erobern. Die Wolken ähnelten einem im Sturm tosenden Meer. Ich meinte fast, das Wellenrauschen zu hören. Und dann, wenige Augenblicke später ist all dieser Zauber vorbei, die Sonne ist in dem rotgoldenen Meer versunken  …

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Vier Tage später trifft das ein, was ich mir an jenen rotgoldenen Abend erhofft hatte, der Kranichgesang wiederholt sich. Dieses Mal hören wir ein Morgenlied. Als hätte ich es geahnt, habe ich am Abend zuvor meine Kamera mit hinauf in unseren Kranichausguck genommen. Ich fühle mich richtig belohnt, als ich am Morgen die Stimmen dieser herrlichen Vögel vernehme und wie der Wind bin ich mit der Kamera am Fenster. In rasanter Geschwindigkeit sehe ich sie auf mich zukommen und erwische sie gerade noch, bevor sie hinter dem Dachfirst unseres Hauses verschwinden. Zum Staunen bleibt kaum Zeit, obwohl mir während dieser wenigen Sekunden nicht entgeht, wie herrlich die eleganten Vögel aussehen. Vergoldet vom Licht der aufgehenden Sonne fliegen sie dahin, begleitet von ihren melancholisch klingenden Trompetenrufen. Welch unbeschreiblich schöner Anblick, welch herrlicher Gesang.
Später am PC sehe ich, dass die Kamera diesen Goldschimmer tatsächlich gut festgehalten hat und ich erlebe das ganze Spektakel von Neuem und nun bleibt mir auch genug Zeit zum Staunen und Bewundern.

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Doch bevor ich mir die Bilder am PC ansehe, schaue ich dankbar in die langsam immer höher steigende Morgensonne. Ohne sie wäre das eben nicht möglich gewesen, ohne sie hätte es diesen goldenen Kranichmoment, dieses fliegende goldene Himmelsgeschenk, nicht gegeben. Kraniche im Dezember! Ist das nicht schön?

Kranichtag

Veröffentlicht: 4. Oktober 2016 in Allgemein, Geschichten, Natur, Tiere, Unterhaltendes, Vögel
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Ein regelrechter Kranichbilderbuchtag war der gestrige Montag für uns Silberdistels. Den ganzen Tag über hallten die Rufe der großen Flieger durch die Luft. Das Reisewetter sah aber auch nahezu perfekt aus – Sonne pur, nur selten mal ein Wölkchen am blauen Himmelszelt.

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Über unserem Haus waren immer wieder Bilder wie diese hier oben zu sehen. In großen Kreisen schraubte sich Kranich an Kranich in die Höhe. Die Luft war erfüllt vom melancholischen Abschiedsgesang der Vögel.

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Zum Glück waren sie nicht immer in solch, sogar für meine Kamera, fast unerreichbarer Höhe. Mitunter zogen auch einige Kraniche relativ niedrig fliegend über uns hinweg. Und auf den Schnappschüssen, die mir in solchen Momenten gelangen, sind die Kraniche dann wohl doch recht eindeutig als solche zu erkennen.

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Ach, noch etwas Interessantes. Ich hatte eine Weile sogar Gesellschaft beim Bewundern der Kraniche. Diese wattebauschige Dame hier oben schaute den ziehenden Vögeln mindestens so neugierig hinterher wie ich. Schließlich jedoch wurde mein Blick wieder von den endlos vorüber ziehenden Kranichen gefesselt. Als ich nach einer Weile noch einmal nach der wolkigen Schönheit am Himmel Ausschau hielt, war sie verschwunden. Ob sie den Vögeln ganz einfach hinterhergezogen ist? Ein wenig neidisch hatte sie ja schon irgendwie ausgesehen mit ihrem Schmollmund. Oder war es mehr nachdenklich? Ich finde, sie schaut fast wie Margaret Rutherford in ihren „Miss Marple“ Filmen.

… ist der Herbst nicht mehr weit. Wir hören und sehen sie nun fast wieder täglich – die Kraniche – hoch über unserem Haus.

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Als ich gestern Morgen aus dem Fenster schaute, blinzelte die Sonne gerade so hinter dem Dach des gegenüber liegenden Hauses hervor. Begeistert sah ich zu, wie der Feuerball  langsam höher und höher stieg.

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Oben am Bildrand ist der Schatten einer Kranichformation zu sehen

… und dann hörte ich plötzlich Rufe, die Rufe von Kranichen und wenig später entdeckte ich die geflügelten Herbstboten am von der Sonne rot gefärbten Morgenhimmel.

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Was ich eben noch schemenhaft im oberen Teil des Suchers meiner Kamera vorüber huschen sah, ist plötzlich verschwunden. Aber ein paar Nachzügler erwische ich dann doch noch und wenig später fliegt aus der anderen Richtung eine neue Kranichformation dieses Mal sogar genau auf unser Haus zu.
Es liegt noch viel Dunst an diesem Morgen in der Luft, der mir das Fotografieren nicht gerade leicht macht. Aber ich denke, erkennen kann man die Kraniche als solche dennoch. Für mich ist es kein Problem, denn neben den bewegten Bildern am Himmel gibt es für mich auch noch die herrlichen trompetenartigen Rufe der stolzen Vögel als Zugabe. Leider sind die großen Flieger immer viel zu schnell vorüber. Schon erstaunlich, mit welcher Geschwindigkeit sie gewöhnlich unterwegs sind.  Ihre Rufe allerdings hört man meistens noch lange.

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Es wird langsam herbstlich bunt

Inzwischen hat die Sonne alles rundum in ein warmes Licht getaucht. Dass sich der Herbst nähert, merke ich nicht nur an den Kranichen, auch die Bäume und Sträucher ziehen langsam ihr buntes Herbstgewand an.

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Kreisende Kraniche über unserem Haus

Das Himmelsrot ist inzwischen verschwunden und hat sich in herrliches Blau verwandelt. Das scheint noch einmal ein fantastischer Spätsommertag zu werden. Und weil ich so begeistert in den blauen Himmel schaue, werde ich gleich noch ganz besonders belohnt, denn noch einmal ziehen Kraniche heran. In großen Kreisen schrauben sie sich schließlich über unserem Haus in die Höhe und dieses Mal kann man sie wirklich gut erkennen. Sie leuchten regelrecht im hellen Sonnenlicht. Höher und höher steigen sie ins Blau hinauf. Ob sie sich schon auf die große Reise begeben wollen? Gutes Flugwetter dürfte im Moment ganz sicher sein. Wer weiß, vielleicht nutzen sie es tatsächlich. Bald sehe ich in dem herrlichen Blau nur noch winzige Punkte.

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Und schließlich entschwinden die Kraniche meinen Blicken ganz. Zeit, nicht nur einfach in die Luft zu gucken, sondern auch Zeit, um das schöne Wetter noch einmal für leichte Gartenarbeit zu nutzen.
Auch mein kleines grünes Reich gibt sich bereits herbstlich. Sonnenhüte, Dahlien und Herbstzeitlose haben schon seit einer Weile das Zepter übernommen. Schade, dass der Sommer zu Ende geht. Andererseits … auch der Herbst ist eine Jahreszeit, die wundervolle Seiten hat. Man muss sie nur sehen und vielleicht kann man ja sogar ein wenig davon mitnehmen in die kalte, graue Zeit, durch die wir nun bald wieder irgendwie hindurch müssen. Sammeln wir also noch ein wenig Farbe, Gerüche, die Stimmen des Sommers und seine Wärme ein. Sicher kommen wir mit diesem Trostpflaster gut durch die ungemütliche Zeit des Jahres. Und dahinten, ganz dahinten am Ende des Tunnels wartet schon wieder der Frühling auf uns. Aber erst einmal geht es hinein ins bunte Herbstgetümmel! Euch eine gute Zeit, genießt die schönen Tage noch wie wir möglichst viel im Freien und bis bald!

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Irgendwann, wenn auch lt. Kalender der Herbst Einzug gehalten hat, bin ich wieder hier. Bis dahin liebe Grüße an Euch alle und kommt gut und gesund in den Herbst hinein – das wünscht Euch Eure Silberdistel

Inzwischen dürfte ihre Hauptreisewelle vorbei sein. Höchstens ein paar Nachzügler sind vielleicht noch unterwegs zu uns. Wir Silberdistels konnten nämlich bereits in der Woche vor Ostern regen Flugbetrieb am Himmel über unserem Haus beobachten, Flugbetrieb, der jeweils mit lauten Rufen einherging. Kraniche über Kraniche bevölkerten den Luftraum über uns. Scheinbar wollten sie das Osterfest bereits an ihren Brutplätzen verbringen.

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Oft schraubten sie sich in großen Runden fast senkrecht über unserem Haus in die Höhe. Auf den Bildern ist das recht gut erkennbar, denn sie fliegen hier nicht in der sonst so typischen V-Formation, die das letzte, allerdings an einem weniger klaren Tag aufgenommene, Bild vielleicht noch einmal recht gut veranschaulicht. Für mich waren diese enorm vielen hoch oben kreisenden Kraniche jedes Mal ein faszinierendes Schauspiel. Schön, dass die Vögel des Glücks nun wieder hier bei uns sind.
Als wir Silberdistels aus unserem Osterurlaub in Bayern wieder in unseren Norden heimkehrten, sahen wir auf den Wiesen und Feldern entlang der Autobahn mehrmals Kraniche stehen – oft paarweise. Die meisten von ihnen dürften also bereits ihren Partner und ein ihren Bedürfnissen entsprechendes Brutrevier gefunden haben. Drücken wir ihnen die Daumen für eine erfolgreiche Brut und gesunde Nachkommen. Wenn die großen Vögel mit ihrem Nachwuchs im Herbst wieder auf die Reise gehen, hoffe ich, dass ich das wieder mit einigen Bildern dokumentieren kann. Aber erst einmal freuen wir uns mit den Kranichen auf ein schönes Frühjahr und auf einen warmen und erlebnisreichen Sommer.

Unser Keks ist, nachdem er nun seinen kleinen tierärztlichen Eingriff bestens überstanden hat, ein begeisterter Freigänger geworden. Es gibt so viel im Garten zu entdecken und es wird von Tag zu Tag mehr werden, was er mit interessierten, mitunter allerdings auch mit recht gierigen, Augen betrachtet. Aber dass man nicht alles haben kann, was man im Leben so entdeckt, das wird er noch lernen müssen. Der kleine Kater ist ja noch am Anfang seiner Entdeckungsreise durch das große Wunder Leben.

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Zaubernuss

Bei seinen Streifzügen fallen ihm wohl eher weniger die täglich mehr werdenden hübschen Blüten der Zaubernuss oder die der vielen anderen Frühblüher auf. Sein Interesse gilt mehr dem, was da durch den Garten flattert und hier und da zwitschert.

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Auf geht’s zu einem neuen Abenteuer

So ließ ich den pelzigen Helden vor ein paar Tagen wieder einmal hinaus in unser kleines Gartenreich. Die Sonne lachte fröhlich vom Himmel und die Vögel übten fleißig an ihren Frühlingsliedern.  Kaum hatte ich die Tür geöffnet, huschte unser Keks hinaus in den schönen Tag und machte sich auf zu neuen Abenteuern. Und weil die Sonne es an jenem Tag so ganz besonders gut meinte, leistete ich unserem Jungspund dort draußen ein wenig Gesellschaft.

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Oh, Keks hat wohl etwas entdeckt

Eben sprang er noch vergnügt umher und dann plötzlich geht unser pelziger Mitbewohner in Deckung. Was mag er nur gerade entdeckt haben? Wie gebannt starrt er auf irgendetwas und schleicht dann ganz vorsichtig weiter.

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Wo mag er nur hinschauen?

Wenig später schaut er nach oben. Ist ihm etwa im letzten Moment das Objekt seiner Begierde entwischt? Ich folge seinem Blick. Was mag es dort oben zu sehen geben?

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Frau Amsel sitzt hoch oben auf dem Birnbaum

Ach, das Katerchen schaut auf den Birnbaum. Dort oben sitzt Frau Amsel, die eben noch im Garten einige braune Blätter wendete. Hat sie doch der pelzige Vierbeiner bei der Futtersuche gestört. Auf dem Baum fühlt sie sich dann wohl doch sicherer. Unser Keks schnattert aufgeregt und scheint zu überlegen, ob es sich lohnt, der Vogeldame  dort oben einen Besuch abzustatten.

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Ein paar Flügelschläge später sitzt Frau Amsel auf dem Dach unseres Geräteschuppens

Doch Frau Amsel stößt eine Reihe böser Schimpflaute aus und fliegt hinüber zum Schuppendach. Lieber noch ein paar Meter mehr Luftraum zwischen sich und das Raubtier bringen. Wer weiß, ob dieser Jungspund nicht doch noch auf den Baum klettert. So genau kann sie diesen jugendlichen Helden noch nicht einschätzen. Aber das wird sie ganz sicher bald gelernt haben.

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Wo ist die Amsel hin?

Keks lässt sich natürlich vom Gezeter der Amsel nicht entmutigen. Er schleicht hinterher und behält den Vogel im Auge.

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Vorsichtig schleicht er Richtung Schuppen

Ganz vorsichtig schlägt sich unser pelziger Jäger durch die Büsche und schließlich …

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Vom Kräuterbeet aus schaut Keks hoch zum Schuppendach

… landet er im Kräuterbeet. Wo ist die Amsel? Uups, die sitzt derweil wieder im Birnbaum.

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Die Amsel ist fort, aber was entdeckt er denn dort hinten auf dem Zaun?

Na, macht nichts, denn schon hat der kleine Kater etwas anderes entdeckt. Was sitzt denn da am Gartenzaun? Ganz die Aufmerksamkeit in Person schaut unser Keks dorthin.

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An der Tür vom Gartenzaun sitzt unser Rotkehlchen

Und dann sehe auch ich, was unser Jungspund entdeckt hat. Das allgegenwärtige Rotkehlchen hockt auf einem Blumentopf nahe der Gartentür. Aber ich bin sicher, das kleine Vögelchen mit dem roten Latz hat nicht nur mich, sondern auch unseren Keks schon längst bemerkt.

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Doch plötzlich schaut Keks nach oben – ist die Amsel wieder da?

Doch wenig später scheint das Rotkehlchen schon gar nicht mehr so interessant zu sein. Was hat unser Katerchen denn jetzt entdeckt?

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Wow, ist das spannend da oben am Himmel

Noch bevor ich selbst dem Blick des Katers folgen kann, höre ich, was er sieht. Laute Trompetenrufe schallen durch den schönen Tag. Als auch ich hinauf in den Himmel schaue, sehe ich sie in großen Formationen über uns hinwegfliegen – sehr hoch, fast deutlicher zu hören als zu sehen – Kraniche. Sie sind wieder da.

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Wie schön, dass ich dem Katerchen bei seinem kleinen Gartenabenteuer ein wenig Gesellschaft geleistet habe. Wäre ich nicht mit ihm draußen im Garten gewesen, hätte ich doch glatt die Kraniche verpasst. Für mich sind sie jedes Mal wieder DIE Frühlingsboten an sich.

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Sooo viele Kraniche – da staunt sogar unser Keks

Noch lange schauen Keks und ich in den blauen Himmel – hinauf zu den Kranichen, hinauf in den Frühling. Ich weiß nicht, wer mehr über die Schreihälse dort oben gestaunt hat. Er oder ich?