Mit ‘Kohlmeise’ getaggte Beiträge

Erneut hatten NABU & Co. zur Vogelzählung aufgerufen. Vom 12. bis 14. Mai durfte wieder einmal eine Stunde lang gezählt werden, welche gefiederten Gäste während dieser Stunde den Garten frequentierten.
Dieses Mal hatten meine pelzigen Mitbewohner keine Lust zum Zählen, jedenfalls nicht so, wie sich in meinen Augen die Zählung gestalten sollte – mit Stift, Papier und Fernglas. Sie hätten lieber das zu zählende Vogelvolk herbeigetragen, weil man es so ganz aus der Nähe ja viel besser bestimmen kann. Da ich mich von dieser Art Zählung dann aber doch nicht überzeugen ließ, gingen sie lieber anderen spannenden Tätigkeiten nach.

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Keks hatte es sich auf der Fensterbank im Bad gemütlich gemacht.

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„Was? Vögel zählen? Och nee, Silberdistel, wenn ich sie Dir nicht bringen darf, …

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… dann, dann mache ich lieber andere katerwichtige Dinge …“

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„Vögel zählen? Wozu soll das gut sein, Silberdistel? Du siehst doch, ich hab Wichtigeres zu tun.“ So Tortys Antwort auf meine Bitte um Unterstützung bei der Gartenvogelzählung.

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Und hier wurde mein Anliegen nicht einmal angehört. Die graue Eminenz schnarchte mir nur etwas vor.

Tja, so saß ich also allein mit meinem Stift, Papier, Fernglas und Fotoapparat am Fenster. Und irgendwie hatten die Katzen wohl Recht. Es passierte auch zunächst nichts Besonderes. Es waren nur die üblichen Verdächtigen da. Okay, ein paar Schwalben flatterten noch hoch über unserem Garten dahin und ein Hausrotschwanz trällerte sein kurzes Lied vom Dach gegenüber.
Doch dann, dann wurde meine Ausdauer zumindest noch ein wenig belohnt, zwei Stare tummelten sich nämlich auf einmal am Futterplatz. Die zähle ich dann doch nicht so ganz zu den üblichen Verdächtigen. Das Futter mit den leckeren Mehlwürmern sagt wohl auch ihnen zu.

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Naja, da sah meine Vogelzählung so schlecht doch eigentlich gar nicht aus. Allerdings ließ mich mein Rotkehlchen völlig im Stich und Familie Gimpel hätte auch ruhig einmal vorbeischauen können.
Aber als ich schon fast einpacken wollte, bekam ich doch noch etwas ganz Besonderes zu sehen. Mir war in unserem Hollerbusch zwischendurch schon für einen kurzen Moment ein kleiner Feldsperlings-Zweierpack aufgefallen. Als ich das nächste Mal hinschaute, war er wieder fort. Doch dann hatte ich doch noch Glück. Plötzlich kam tatsächlich die gesamte Familie Feldsperling noch einmal eingeflogen, und ich durfte bei der Fütterung der Jungvögel zuschauen.
Ein paar Tage zuvor war mir das bereits geglückt. Aber jetzt zur „Stunde der Gartenvögel“ war diese Vorführung für mich natürlich ein ganz besonderes Highlight. Aber seht selbst! Ist es nicht allerliebst?

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Ein, zwei, vielleicht auch drei sonnige Tage gab es hier im Januar dann doch – großartig mehr waren es aber leider nicht. Der eine Tag, der 5. Januar, hat sich hier mit seinem herzerwärmenden Sonnenuntergang im vorangegangenen Beitrag bereits präsentieren dürfen. Ein anderer Tag, an dem die Sonne uns wieder mit einem zauberhaften Farbenspiel verwöhnte, war der Dienstagmorgen in der vergangenen Woche. Der Tag begann besonders hübsch, mit einem märchenhaft rosaroten Morgenhimmel. Wieder waren es nur wenige Momente, die den Himmel so prachtvoll erscheinen ließen.

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Das kräftige Rosarot wurde rasch blasser, je höher die Sonne stieg.

Und als sie dann in der Ferne um eine Hausecke zwinkerte, zerfiel der rosarote Himmelstraum leider viel zu schnell in viele winzige Teilchen. Das Gute daran aber war, dass sie uns daraus einen wunderschönen Sonnentag zauberte. Der war zum Auftanken von Farbe und Licht auch schon wieder bitter nötig – bei mir jedenfalls.
Wie gut, dass ich auch dieses Morgenrot mit der Kamera festgehalten habe. Der Rest der Woche verschwand nämlich wieder in dem leider so gewohnten trüben, ekligen und feuchten Einheitsgrau. Allerdings wurde es auch merklich wärmer. Das bisschen Winter, das hier kurz um die Ecke geschaut hatte, hat sich nämlich ruckzuck  wieder verflüchtigt, so als wäre es nur auf der Durchreise gewesen. War es wohl auch. Ich glaube, es musste eiligst in den Süden  – hatte dort seinen Winterurlaub gebucht.
Und wir? Wir sitzen nun wieder da mit unserem norddeutschen Matsch- und Schmuddelwetter. Nun ja, wenigsten haben wir diesen kleinen tröstenden Lichtblick vom vergangenen Dienstagmorgen, an dem wir uns ein wenig festhalten können.

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Aber etwas anderes ist mir noch aufgefallen, als ich am Freitag so dastand, vom Wintergarten aus in meinen Garten blickte und über den vorbeihastenden Winter nachdachte. Drang da nicht eben lieblicher Meisengesang an mein Ohr? Doch, doch, ich bin mir sicher. Da flötete eine Kohlmeise, genau wie die in dem Filmchen, dass ich mir schnell mal zur Veranschaulichung bei YouTube ausgeliehen habe.

Also, wenn das so ist, dass Meister Kohlmeise bereits vom Frühling träumt, dann träume ich doch glatt mit ihm gemeinsam und lasse den Winter gern davonhasten.

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Die Blaumeisen planen scheinbar ebenfalls bereits zumindest vorbereitend eine neue Familie. Sie begutachten nämlich schon fleißig die im Angebot stehenden Vogelvillen. Ob die Meisen mehr wissen als wir? Haben sie den Frühling etwa schon irgendwo durch eine Zaunlücke blinzeln sehen?
Wenn ich meine in diesem Jahr so besonders früh aus dem Boden spitzenden Hyazinthen anschaue, dann könnte ich natürlich vermuten, dass wohl mehr dahinter steckt, als nur simple Neugierde.
Ich möchte es ja sooo gern glauben, dass wirklich schon der Frühling dahinter steckt, vermute aber, dass sich die Hyazinthen vom eher milden Dezember an der Nase herumführen ließen und Herr Kohlmeise wohl mehr seinem Traum aus der letzten Nacht erlegen war und den nun durch meinen Garten flötet.
Die Blaumeisen, nun ja … frühzeitig nach einem Heim zu schauen, das kann sicher nie schaden. Solche Anwandlungen sollte ich vielleicht doch nicht  zu sehr überbewerten. Aber träumen, träumen kann man ja schon mal.
Auf jeden Fall können wir gespannt sein, wie es weitergeht mit dem Winter, der bisher nur mal kurz auf der Durchreise hier weilte, oder mit dem Frühling, der, wenn auch noch recht verschlafen, ab und zu bereits seinen warmen Atem durch unseren Garten schweben ließ und Meister Meise vielleicht damit sogar zu seinem frühlingshaftem Gesang animierte.

„Heh, Keksilein, ist Dir langweilig? Oder hat Dir Herr Silberdistel gesagt, Du sollst auf seine Tasche aufpassen?“

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„Mir ist langweilig, Silberdistel. Guck doch raus! Die Teichlein sind gefroren, die Vogeltränke ist zu Eis geworden und den Vögeln ist es auch kalt. Komisch, dass dem Rotkehlchen und den Meisen nicht die Füße frieren. Ich mag gar nicht rausgehen, am Ende werden meine Pfoten auch noch zu Eis. Torty und die graue Eminenz schlafen. Keiner mag mit mir spielen und da fragst Du, Silberdistel, ob mir langweilig ist?“

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„Es ist tatsächlich richtig eisig geworden, Keks. Aber trotzdem gibt es im Garten so einiges zu entdecken – nicht nur Eis und nicht nur Federbälle, denen vielleicht auch kalt ist. Da hast Du es natürlich viel besser hier im Warmen, Keks. Aber wie gesagt, draußen im Garten gibt es nicht nur Eisiges zu sehen. Die Pflanzenwelt ist nämlich schon wieder ein wenig lebendig geworden. Sie lässt sich nicht so leicht von ein bisschen Frost beeindrucken. Am zugefrorenen Teichlein sieht man schon die ersten Spitzen der Krokusse. Und gar nicht weit vom neuen Teichlein entfernt, Du weißt, dem Teichlein mit dem Mittelpunkt der Erde 😉  , habe ich sogar schon das Grün von Hyazinthen entdecken können.“

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„Na, und außerdem blüht die rote Winterheide fleißg, der Winterjasmin zeigt seine hübschen leuchtend gelben Blüten und die weiße Christrose fühlt sich scheinbar auch nicht gerade unwohl bei diesen Temperaturen. Auch die Zwergiris hat ihr Grün schon sehr weit aus der Erde geschoben. Du solltest Dir dass alles einmal anschauen, Keks. Dann wäre Dir sicher nicht mehr langweilig. Und vielleicht erwärmt das alles nicht nur mein Herz, sondern auch Dein Katerherz und am Ende sogar noch Deine Füße, denn bei so einem Rundgang bist Du doch in Bewegung und schon das allein wärmt. Falls nicht, müssen wir einmal über Stiefelchen für Dich nachdenken 😉 „

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„Hm, Silberdistel, reicht es nicht, wenn ich mir die Hyazinthen im Wintergarten angucke? Da stehen doch welche in so einem Körbchen. Hast Du nicht neulich gesagt, die heißen Hyazinthen?“

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„Wow, Keks, da hast Du aber gut aufgepasst! Ja, bei denen sind sogar schon die ersten Blütenknospen zu sehen. Sicher werden wir bald die hübschen rosa Blüten bewundern können.
Na gut, mein Katerchen, wenn Dir so furchtbar langweilig ist und Du Dir so gar nicht draußen die Füße vertreten willst, dann hätte ich da eine Idee. Komm mal mit ins Wohnzimmer! Wenn die beiden pelzigen Mitbewohnerinnen schlafen, dann können doch wir beide miteinander spielen, oder?“

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„Ist das spaßig, Silberdistel! Darauf hättest Du viel eher kommen können. Da hätte ich mich nicht so ewig lange auf Herrn Silberdistels Tasche langweilen müssen.“

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„Heh, Silberdistel, Du sagst ja gar nichts mehr. Du siehst so k.o. aus. Du magst wohl nicht mehr spielen?“

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„Dann geh‘ ich jetzt Torty wecken, Silberdistel. Die kann weiter mit mir Spielen. Zu viel Schlaf ist nämlich auch ungesund.“

 

Der NABU hatte für das vergangene Wochenende wieder einmal zur „Stunde der Wintervögel“ aufgerufen. Wer Lust und Spaß dran hatte, konnte wieder einmal zählen, welche Vogelarten und wie viele jeweils davon im, am und über dem eigenen Garten innerhalb einer Stunde zu sehen sein würden. Natürlich hätte man seine Beobachtungen auch irgendwo in der freien Natur machen können. Anschließend konnte man diese Beobachtungen an den NABU melden.
So saß ich mit Zettel, Stift, Fernglas und Kamera bewaffnet jetzt am Sonntag am Fenster und schaute erwartungsvoll in meinen Garten hinunter. Würden mehr oder andere Federbälle kommen als am Freitag? Da hatte ich mir nämlich auch schon eine Stunde Zeit für die gefiederten Gartengäste genommen.
Ich war mächtig gespannt, ob ich am Sonntag außer den üblichen Verdächtigen, die ich bereits am Freitag in meine Liste aufnehmen konnte, noch andere, vielleicht nicht ganz so alltägliche, Gäste würde zählen können.

Es lief recht betulich an und ich überlegte schon, ob ich die Zeit nicht lieber für etwas anderes nutzen sollte, denn meine Liste war im Grunde genommen fertig. Ich könnte also problemlos meine Beobachtungen vom Freitag an den NABU melden. Doch dann kam doch noch Bewegung in mein kleines Gärtchen. Ein Trupp Haussperlinge war gerade eingeflogen, als ich schon fast das Handtuch werfen wollte. Einige der Sperlinge stürzten sich sogleich auf die Futterstellen, doch ein Außenseiter hüpfte erst einmal auf eines der beiden runden Teichlein in unserem Garten zu. Sicher wollte er zunächst seinen Durst stillen, denn in den letzten Tagen war hier alles gefroren – also Mangel an offenen Trinkstellen. Oder aber er hatte wie wir Silberdistels über die Feiertage ein wenig zugenommen und da soll es ja durchaus hilfreich sein, wenn man vor dem Futtereinwurf ein wenig Wasser trinkt, damit der Magen meint, er wäre bereits gut gefüllt und somit passt nicht mehr so viel kalorienreiche Festnahrung hinein 😉 Egal wie, jedenfalls hatte das Tun des kleinen einzelgängerischen Federballs einen Sogeffekt.

Im Laufe der Nacht zum Sonntag hatte hier in meinem Norden wieder Tauwetter eingesetzt und so hatte auch die Eisfläche auf den beiden Teichlein begonnen aufzutauen.
Der kleine Haussperling stillte, wie vermutet, tatsächlich dort zunächst seinen Durst. Doch dann sprang er plötzlich mitten hinein ins nasse Vergnügen. Das blieb nicht ohne Folgen.

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Die Teichlein waren trotz Tauwetter immer noch von einer dünnen Eisschicht bedeckt, auf der aber inzwischen Wasser stand – wahrscheinlich jetzt genau die richtige Art von Badewanne. Kaum nämlich hatte der eine Spatz lustig zu platschen begonnen, gesellten sich die nächsten hausspätzischen Badegäste hinzu und schließlich sogar Frau Amsel, die sich offensichtlich hatte anstecken lassen vom fröhlichen Badegetummel der Spatzenfamilie.
Das Wasser muss ganz schön kalt gewesen sein, am Rande des Teichleins sieht man sogar noch letzte Eisreste. Aber die Kälte, knapp über 0° C, tat dem Badevergnügen von Familie Spatz und Frau Amsel offensichtlich keinen Abbruch. Sie hatten augenscheinlich viel Spaß dabei und ich ebenso – schon allein vom reinen Zuschauen.

Welche Wintergäste außer diesen Badegästen noch kamen? Die üblichen Verdächtigen waren da. Die meisten von ihnen waren allerdings eher weniger badefreudig gestimmt. Sie interessierten sich dann doch mehr für die Speisekarte des Vogelgasthauses „Zur Silberdistel“. Ich konnte Blaumeisen, Kohlmeisen, natürlich Großfamilie Haussperling wie oben bereits zu sehen, einen Feldsperling, Amseln, unser Rotkehlchen, Ringeltauben, Saatkrähen und eine Nebelkrähe beobachten und während meiner Zählung überflogen noch etliche Möwen und drei Stockenten unseren Garten.
Das Vogelbild in meinem Garten vom Sonntag glich in etwa dem vom Freitag. Ich war recht zufrieden mit meiner Zählung, auch wenn es keine Überraschungsgäste gab.

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Doch dann, ich wollte meinen Platz am Fenster gerade räumen, gab es doch noch eine Überraschung. Mir fiel nämlich plötzlich eine Bewegung an unserem Geräteschuppen auf. Im ersten Moment glaubte ich, unser Rotkehlchen würde dort schon wieder umherhuschen. Es hatte mich mit seinem Anblick an diesem Tag ohnehin schon sehr verwöhnt. Bei genauerer Betrachtung fehlte meinem vermeintlichen Rotkehlchen dann aber der rote Latz. Ich brachte schnell die Kamera in Anschlag und dann war ich mir sicher.
Ich hatte nämlich eine Vermutung. Im vergangenen Herbst mussten sich unsere Katzen recht häufig von einem Zaunkönig beschimpfen lassen. Manchmal bekam selbst ich etwas von den Schimpftiraden ab, einmal sogar mit doppelter Schimpfgewalt – da zeigten sie mir zu zweit, was sie von mir und meinen Katzen hielten.
Leider hatte ich nie eine Kamera parat und wenn ich schnell hinein eilte und sie holte, war nach meinem Wiedererscheinen weit und breit kein kleines keckes braunes Vögelchen mehr zu sehen. Wie schön, dass mir jetzt eins von ihnen doch noch vor die Kamera gekommen ist.

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Rechts neben meinem Logo sitzt der kleine Zaunkönig

Leider sind die Bilder, als das winzige Kerlchen am Schuppen herumwuselte, nicht berauschend geworden. Sie eignen sich fast mehr als eine Art von Vogelsuchbild. Ich zeige aber trotzdem eines der Fotos. Man sieht auf jeden Fall sehr schön, wie gut der kleine Bursche durch seine braune Farbe getarnt ist. Und was man noch sieht, das sind die grünen Spitzen der Krokusse. Der Frühling lässt also in gewisser Weise schon ein wenig grüßen 😉

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Aber am Ende hatte der Zaunkönig doch noch Mitleid mit mir. Er setzte sich für einen winzigen Moment an den Rand der Vogeltränke. Auch diese Bilder sind alles andere als perfekt. Ein wenig deutlicher ist der kleine Federball aber doch zu erkennen als auf dem Foto zuvor.

Meine Katzenfamilie hatte dieses Mal übrigens keine Lust, mir bei der Vogelzählung Gesellschaft zu leisten. Sie nahmen lieber ein Mütze voll Schlaf. Ich vermute, sie veranstalten bei etwas wärmeren Außentemperaturen ihre eigene kleine Vogelzählung und die dann in der freien Natur. Vom Fenster aus Vögel zu zählen, das haben sie bereits bei der letzten Vogelzählung, bei der sie mir noch mehr schlecht als recht Gesellschaft geleistet hatten, als reichlich albern eingestuft. So saß ich nun also allein am Fenster. Meinen Spaß hatte ich trotzdem dabei – auch ohne pelzige Unterstützung.

So ein Garten ist schon eine tolle Sache. Nicht nur für uns Menschen. Nein, auch für Katzen. Man kann dort so herrlich auf Bäume klettern, also, wenn man eine Katze ist, und man kann so ganz nebenbei auch gleich noch Schuppendächer erobern, Insekten fangen, Vögel beobachten oder jetzt, wo es so schön warm ist, kann man sich auch ein ruhiges Plätzchen im Grünen suchen. Und wenn man ein Mensch ist, dann kann man auch so dumm sein und noch im Garten arbeiten. Aber wenn man eine Katze ist, dann streicht man das mit dem Arbeiten. Da hat man anderes zu tun … wie unsere Torty zum Beispiel.

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Gerade hat sie ein reichhaltiges Frühstück genossen, Zeit also, um Ausschau nach dem idealen Ruheplatz zu halten. Dort hinten am Schuppen scheint das sonnigste Plätzchen zu sein. Es ist windgeschützt und an der Schuppenwand gibt es dank der Insektenhotels der Silberdistel unzählige dieser kleinen umhersirrenden Flieger zu beobachten und wenn man genug beobachtet hat, dann schläfert ihr Summen sicher ganz besonders gut ein. Hier im eigenen Garten kann nichts passieren. Hier fühlt sich Torty sicher. Wo, wenn nicht hier? So dachte sie jedenfalls bis eben noch.

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Und dann … was ist das? Warum springt Torty so plötzlich auf und sträubt ihr pelzig Gefieder? Sie wirkt auf einmal fast doppelt so groß als sie in Wirklichkeit ist. Ein tiefes Grollen entringt sich ihrer Brust, so, als stünde dort vor mir auf einmal ein gefährlicher Wolf im Katzenpelz.
„Oh Gott, Torty, was ist denn nur? Warum bist Du so eine große Katze geworden? Doch nicht etwa, weil ein Hund über unseren Gartenzaun gesprungen ist? Also dann, dann musst Du leider auf meine Hilfe verzichten. Da kann ich schneller laufen als Du und zur Not sogar höher auf Bäume klettern als Du. Außer natürlich, wenn es sich um einen von unseren lieben Knuddelhunden aus der Familie handelt. Nur vor fremdem Hunden … da habe ich einen Mordsrespekt.“

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„Och nee, Torty, das da vorn an der Gartentür ist aber eher kein Hund, mehr etwas von Deiner pelzigen Art. Mit dem werden wir zwei Frauen doch wohl fertig werden. Wenn wir ihn beide bedrohlich anstarren, dann verunsichern wir ihn bestimmt ungemein. Jedenfalls habe ich gelesen, dass das bei Katzen wirken soll. Oder stimmt das etwa nicht, Torty? Was, Torty? Jaja, ich starre ja schon. Ich starre ganz furchtbar und entsetzlich finster.“

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„Uups, was ist denn das da für eine Menschenfrau? Die guckt aber streng. Und dies kleine bunte Kätzchen, das guckt auch ganz schön angriffslustig. Hmm … Ob ich … ähh … ich glaube, …

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… ich geh‘ dann mal lieber wieder …

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… Vorsicht ist schließlich keine Feigheit. Komm ich eben später wieder.“

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„Puhhh, Silberdistel, ich glaube, wir können uns wieder entspannen. Es hat gewirkt, wie wir gestarrt haben. Wie gut, dass Du das irgendwo gelesen hast. Da wäre ich jetzt nicht drauf gekommen.“

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„Siehst Du, Torty, gemeinsam sind wir unausstehlich. Wir können fremde Kater einfach fortstarren.“

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„Oh, hier ist ja heute was los. Es wimmelt nur so von Katzen. Da muss ich meine Badezeit heute wohl etwas verschieben. Ich warte besser, bis sich diese Katzenansammlung wieder aufgelöst hat.“

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„Was war denn hier eben los, Mädels? Braucht Ihr meine Hilfe? Was? In meinem Garten ein fremder Kater? Das geht ja wohl gar nicht. Wartet nur, ich regle das gleich.“

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„Oh nee, ne, nix wie weg hier. Jetzt mischt der Keks auch noch mit. Das ist mir für ein kleines Vögelchen wie mich dann doch gerade viel zu gefährlich. Lieber ab durch die Mitte!“

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„Was sagt Ihr, Torty und Silberdistel, hier an der Tür war er eben noch? Ich schau mal, ob er noch irgendwo lauert?“

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„Hmm, so sehe ich erst mal nix.“

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„Ahhh, doch, da steht er noch, dort hinten auf dem Gartenweg.“

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„Bin gleich wieder da, Mädels, ich muss ihm mal kurz auf die Sprünge helfen und ihm erklären, wessen Revier das hier ist.“

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„Ohgottohgott, Silberdistel, diese Aufregung am frühen Morgen! Hoffentlich kommt Keks heil wieder zurück. Der andere Kater war doch viel größer als unser Keks.“

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„Wo bleibt er nur, mein lieber kleiner Bruder? Ich mache mir solche Sorgen.“

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„Puhhh, da kommt er endlich.“

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„Boahhhh, war das ein aufregender Morgen! Wer hätte gedacht, dass es hier noch andere Katzen gibt und vor allem solche riesigen und gefährlich aussehenden Kater? Ich glaube, ich schlafe jetzt lieber hier im Wintergarten. Da hinten am Schuppen hätte ich keine ruhige Minute.“

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„Hier ist es bestimmt sicherer. Wie müde doch solche Aufregung macht.“

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„Also dann, gute Nacht, Silberdistel! Hoffentlich träume ich nicht von dem gefährlichen Kater. Aber dann bekommt er von mir einfach eins auf die Nase. Was Keks kann, das werde ich doch wohl auch können. Oder, Keks?“

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„Hmm, jaja, Torty, gute Nacht. Bin auch müde. Revierkampf macht furchtbar katermüde.“

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„Brrrpuuuuhhh … brrrpuuuuhhh …“

Am letzten Wochenende war es wieder einmal soweit. NABU und LBV hatte bereits das 6. Mal zur Stunde der Wintervögel aufgerufen. Natürlich waren wir Silberdistels wieder dabei. Unsere pelzigen Mitbewohner hatten vor der Zählaktion schon ein wenig draußen im Garten nach Federbällen Ausschau gehalten. Einigermaßen aufgeregt, aber auch ein wenig erschöpft von den vielen neuen Eindrücken, die besonders auf unsere beiden Jungspunde eingestürmt waren, schließlich hatte es geschneit, waren sie wieder zurück ins Haus und auf ihre wärmenden Lieblingsplätze geeilt.
Als ich mich dann mit Papier, Stift, Fernglas, Vogelbestimmungsbuch für den Fall aller Fälle und Fotoapparat am Fenster postierte, waren plötzlich auch Torty und unser Keks Bluebär wieder da. Ihr Schlummerstündchen hatte gar nicht so lange gedauert. Aber verständlich dann doch, denn sie wollten ja nichts Wichtiges versäumen. So saßen sie vor mir auf der Fensterbank und warteten auf die ersten gefiederten Gäste in unserem Garten.

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Zumindest Torty schaute recht gespannt zum Fenster hinaus. Keks schien allerdings nicht so ganz bei der Sache zu sein. Träumte er noch? Oder vielleicht schon wieder?

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Doch plötzlich war auch er ganz Auge und Ohr. Tatsächlich hatte er den ersten Gast entdeckt. Ich durfte ihm erklären, dass das ein Amselmann war. Nebenher widmete ich mich nämlich ein wenig der Ausbildung der beiden Nachwuchsornithologen.

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Dann war irgendwie wieder eine Pause, obwohl wir unsere Futterstellen noch einmal frisch aufgefüllt hatten. Aber vielleicht waren die Vögel noch ein wenig vorsichtig, hatten doch gerade noch zwei Katzenjungspunde im Garten über den Schnee gestaunt.

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Der kleine Spaziergang durch den Schnee muss wohl doch ein wenig anstrengend gewesen sein, denn unserem Keks fielen immer wieder die Augen zu. Naja, Schnee und frische Winterluft machen eben auch jugendliche Katzen müde.

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Doch dann stupste Torty die kleine Schlafmütze an, denn sie hatte auch ihren ersten Vogel während unserer Vogelzählstunde entdeckt.

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„Heh, Keks, nicht schlafen! Wir müssen doch Vögel zählen.“

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Wie passend, dass auch Torty als ihren ersten in unserer Liste zu erfassenden Vogel eine Amsel entdeckte. Bei ihr war es FRAU Amsel, die allerdings ein wenig misstrauisch zu unserem Fenster rüber schaute. Wahrscheinlich hatte sie die beiden Katzen entdeckt und traute dem lieben Frieden im Garten nicht so recht.

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„Hallo Oberkatze!“, rief Torty. „Ooooooberkatze! Ich habe eine Amselfrau entdeckt.“

Aber die graue Oberkatze schlief tief und fest und interessierte sich im Moment so gar nicht für unsere Zählaktion. Schließlich war auch sie beim Schneerundgang dabei gewesen und außerdem ist sie schon etwas älter als die beiden Jungspunde und braucht etwas mehr Schlaf.

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Aber was ist das? Irgendwie scheint hier der Wurm drin zu sein. Da sind doch tatsächlich nun auch der Torty die Augen zugefallen. Wenn ich mir nun ein Beispiel an den drei Katzen nehme und ebenfalls ein Nickerchen mache, dann haben wir am Ende nicht viel auf unserer Zählliste zu stehen.

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Naja, irgendwie sieht es draußen aber auch nach Schlafwetter aus. Der Schnee beginnt bereits wieder zu tauen und alles wird nass und unfreundlich. Nur die roten Früchte sind ein kleiner Lichtblick.

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Dabei fällt mir auf, wie weit doch die Blüten der Haselnuss schon sind – kein Wunder also, dass mir schon seit Tagen die Augen tränen. Wer weiß, welche anderen Frühblüher ebenfalls schon ihren Blütenstaub durch den Januar schicken.

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Ach, was sehe ich da? Während meine beiden pelzigen Schlafmützen sich auf ihre Lieblingsschlafplätze im Haus zurückgezogen haben und ich über das Wetter sinniere, hat sich Herr Amselmann in unser Futterhaus vorgearbeitet …

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… und schau an, offensichtlich haben die Jungspunde nun die Vertretung in die Spur geschickt. Ich habe nämlich ganz unerwartet einen anderen Helfer an meiner Seite. Die graue Oberkatze hat ihr Schläfchen beendet und schaut begeistert aus dem Fenster. Na, jetzt wird es hier doch hoffentlich endlich vorangehen mit unserer Zählaktion.

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Tatsächlich, ein kleiner Spatzentrupp hat sich an der Knödelstation eingefunden und lässt es sich schmecken.

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Was gibt es denn jetzt da unten zu gucken? In den Garten schauen ist angesagt. Erst schlafen alle und dann konzentriert sich niemand auf den Garten. Ob wir hier heute noch zu irgendwelchen Zahlen kommen?

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Ach, hat da etwa schon jemand ausgeschlafen? Der Keks hat wohl geträumt, dass wir heute eigentlich zusammen Vögel zählen wollten und nun ist er wieder hergekommen.

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„Und? Habt Ihr schon viele Vögel gezählt?“, fragt der Keks die Oberkatze.

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„Ja, ein paar Spatzen stehen nun auch schon auf der Liste“, lautet die Antwort der Dame im langhaarigen Winterkleid.

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So schauen die beiden Katzen in den Garten hinunter und ich ergänze meine Liste um einige Sperlinge mehr.

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Derweil hat sich auch das Futterhaus mit gefiederten Gästen gefüllt.

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Aber irgendwie ist unsere Keks heute doch recht unkonzentriert. Was macht er denn jetzt schon wieder? Der Blumentopf scheint interessanter zu sein als die Federbälle vor dem Fenster.

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„Guck mal, Silberdistel. Zählen wir die auch, die hier fliegen?“

„Was ist denn da im Blumentopf, Keks?“

„Na, so ganz kleine Flattermänner.“

„Ach, schon wieder diese kleinen lästigen Fruchtfliegen? Nein, Fliegen zählen wir heute nicht, nur Vögel.“

Tja, so war die Hilfe von Keks dann doch nicht so groß. Sein Interesse galt mehr dem, was er direkt vor der Nase hatte, den Fruchtfliegen im Blumentopf neben ihm.

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Letztendlich zählten nur meine langjährige graue Mitarbeiterin und ich die Vögel in unserem Garten. Torty schlief fernab in den Tiefen unseres Hauses und träumte höchstens vom Vögelzählen und Keks, Keks versuchte sich lieber im Fangen von Minifliegen. Aber im Laufe unserer Zählstunde kamen dann doch noch so allerlei Federbälle angeflogen und wir beiden unermüdlichen Oberornithologen, die graue Oberkatze und ihre Silberdistel, hatten am Ende etliche Spatzen, Amseln, Meisen, selbstverständlich auch unser Rotkehlchen und sogar einen Graureiher, der über unseren Garten hinwegflog, auf der Liste. Natürlich waren ebenfalls Möwen, Krähen und eine Elster dabei, über deren akrobatische Übungen an der Knödelstation wir beiden, Katz und Mensch, uns köstlich amüsierten.

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Frau Elster musste sich ganz schön strecken, um von ihrem Sitzplatz aus an die Knödel zu kommen. Immer wieder war sie zu heftigen Balanceakten gezwungen. Aber am Ende flog auch sie satt und zufrieden wieder davon. Natürlich habe ich während unserer Zählstunde auch fleißig fotografiert, sodass ich unsere „Stunde der Wintervögel“ auch wieder mit einigen Bildern belegen kann. Viel Spaß beim Schauen!

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Jetzt am letzten Freitag gab es hier im Bücherstaub noch einmal etwas über unseren Urlaub im Altmühltal im September des gerade vergangenen Jahres zu sehen und zu lesen. Dieser Urlaub war ja quasi ein Testurlaub gewesen. Wie würden Enkeltochter und wir in dieser knappen Woche miteinander auskommen? Inzwischen lag nun schon der letzte gemeinsame Tag vor uns und wir hatten durchaus den Eindruck, dass es bisher mit unserem Testurlaub ganz gut geklappt hatte. Wie könnten wir den letzten Tag gestalten?

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Als wir zwei Tage zuvor unterwegs zum Kloster Weltenburg waren, war uns ein Hinweis auf eine Tropfsteinhöhe aufgefallen. Auf unsere Frage, ob sich unsere Enkelin gern eine solche Höhle würde anschauen wollen, war sie sofort begeistert. Sie war schon einmal mit dem Papa in einer solchen Höhle gewesen und das hatte ihr sehr gefallen. Na, wunderbar!

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So machten wir uns also an unserem letzten Urlaubstag auf in Richtung Tropfsteinhöhle Schulerloch. Interessant fand ich, dass genau die Tropfsteinhöhle, auf die wir nur durch reinen Zufall während unserer Fahrt zum Kloster Weltenburg aufmerksam geworden waren, einst von einem Mönch aus diesem Kloster entdeckt wurde. So passten doch diese beiden Ausflüge wunderbar zusammen. Übrigens scheiden sich die Geister in dem Punkt, wie das Schulerloch zu seinem Namen kam. Einerseits soll sich in der Höhle einmal eine keltische Druidenschule befunden haben, andererseits könnte sich der Name auch von dem Wort „Schuller“ – wie Räuber – ableiten. Einer Sage nach soll dort ein Räuber einmal zu Stein verwandelt worden sein. Und noch eine weitere Variante erzählt sich der Volksmund. Mehrere Schulkinder sollen in grauer Vorzeit von einem bösen Geist zum Schulerloch gelockt worden und nie wieder aufgetaucht sein.

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Damit man auch ja nicht kurz vor dem Höhleneingang aufgibt, gab es unterwegs dieses Motivationsschild zu sehen

Erstaunlicherweise gab es dieses Mal so gar keine Diskussion über den ach so langen Weg bis hoch zu Höhle, den wir natürlich zu Fuß zurücklegen mussten. Der Anstieg war auch gar nicht so ohne. Aber dieses Mal fragte unser Ferienkind nicht, wann wir denn endlich dort wären. Unterwegs gab es sogar für diejenigen, denen der Schweiß schon zu sehr herunterlief und die vielleicht sogar schon ans Umkehren gedacht hatten, ein kleines Motivationschild: „… noch 5 Minuten zur Höhle“. Vor zwei Tagen am Kloster Weltenburg hätte unsere Enkelin sicher furchtbar gestöhnt beim Anblick eines solchen Schildes. Fünf Minuten noch – das wäre doch noch eine Ewigkeit. Dieses Mal waren weder Weg noch Anstieg ein Problem und es war eher lustig, dass andere unterwegs stehenbleiben mussten, um sich den Schweiß von der Stirn zu wischen. Ich fand allerdings auch eines recht witzig, dass hier eine Zeitangabe statt der Länge des restlichen Weges geschrieben stand. Naja, WIR standen dann tatsächlich fünf Minuten später vor dem Höhleneingang. Ob die Höhlenbesucher, die unterwegs zum Atemholen immer wieder stehenbleiben mussten, es auch in fünf Minuten geschafft haben? Ein wenig schummelte das Schild nämlich noch zusätzlich. Es ging trotz der Ankündigung „der Aufstieg ist geschafft“ noch weiter bergan.

Ein Blick ins Tal und auf die Altmühl

Ein Blick ins Tal und auf die Altmühl

Die Tropfsteinhöhle Schulerloch ist 420 Meter lang und befindet sich 55 Meter oberhalb der Talsohle der Altmühl. Übrigens hat man von unterwegs einen wunderschönen Ausblick hinunter ins Tal. Man muss also den Anstieg hinauf zur Höhle nicht in einem Rutsch bewältigen. Bei ein paar Fotos von dem schönen Aussichtspunkt aus, den wir für eine kleine Pause nutzten, kommt man dann auch schnell wieder zu Atem, obwohl andererseits dieser Ausblick auch wiederum irgendwie atemberaubend ist 😉

Auf etwa 3/4 der Höhe zur Höhle hat man diesen hübschen Blick auf die Altmühl

Auf etwa 3/4 der Höhe zur Höhle hat man diesen hübschen Blick auf die Altmühl

Schnell noch ein Foto zum Atemholen und dann auf zum Endspurt

Schnell noch ein Foto zum Atemholen und dann auf zum Endspurt

Leider durfte auch in der Höhle, wie wir das gerade vom Kloster Weltenburg kennengelernt hatten, wieder nicht fotografiert werden, sodass es leider keine Fotos vom Inneren des Schulerlochs zu sehen gibt. Der Grund ist hier allerdings ein anderer. Je mehr Licht es in der Höhle gibt, umso mehr Algen, Flechten und sogar höhere Pflanzen würden die Höhle besiedeln und das wiederum ist nicht gut für das Gestein, die so sehenswerten Tropfsteine und mehr. Durch die pflanzliche Besiedlung würden sie im Laufe der Zeit Schaden nehmen und am Ende gar zerstört werden. Also hier ein heißer Tipp: Selbst anschauen, wenn Ihr einmal Urlaub in dieser schönen Gegend macht. Es lohnt sich. Versprochen! Das Schulerloch hat übrigens gegenüber anderen Tropfsteinhöhlen einige schöne Besonderheiten aufzuweisen, beispielsweise an Wasserbecken erinnernde Sinterbecken und wunderhübschen wie Blumenkohl ausschauenden Sinterschmuck an der Decke der Höhle. Hierzu möchte ich noch einmal auf den Link weiter oben im Text verweisen. Dort gibt es diese hübschen Gebilde nämlich zu sehen. Über Winter dient das Schulerloch Fledermäusen als Winterquartier, Grund genug, es in der kalten Jahreszeit für die Besichtigung zu sperren. Was den Besuch des Schulerlochs aber ganz sicher aus allen anderen Tropfsteinhöhlenbesuchen herausragen lässt, ist eine multimediale Lichtshow, die man am Ende einer jeden Führung in der Haupthalle der Höhle anschauen kann. Unsere Enkelin hat sich zwar zu Beginn der Vorführung etwas gegruselt, denn die Show wird durch recht dramatisch wirkende Musik eingeleitet. Dann wird es dunkel und man hat plötzlich den Eindruck, zwischen Dinosaurien, Mammuts und Urmenschen zu stehen.  Als ich unserer Enkelin erzählte, dass das jetzt nur so etwas wie eine Kinoveranstaltung wäre, war sie dann doch beruhigt und schaute interessiert zu, was sich da vor und um uns an den Höhlenwänden tat. Und das war wirklich beeindruckend. Wer sich einen kleinen Eindruck davon verschaffen möchte, der sollte dem Link: Höhlenwandinszenierung im Schulerloch folgen. Ich fand nicht nur die Idee an sich, auch die Vorführung insgesamt, sehr gelungen. Es lohnt sich fast schon allein deshalb ein Besuch der Höhle.

Eingang zur Tropfsteinhöhle - außerdem im Turm ein kleines Museum

Eingang zur Tropfsteinhöhle – außerdem im Turm ein kleines Museum

Nicht uninteressant ist auch die kleine Ausstellung im Aussichts- und Wohnturm am Eingang der Höhle, der wir im Anschluss an den Höhlenbesuch ebenfalls noch einen Besuch abstatteten. Der Turm wurde um 1826 errichtet und zu diesem Zeitpunkt wurde auch der Eingangsbereich der Höhle recht massiv verändert. Im Museum sind verschiedene Höhlenmalereien zu sehen, einiges zur Fauna und Flora der Gegend und außerdem sind interessante Fundstücke ausgestellt. Was mich besonders interessierte, war das, was man dort über die Fledermäuse lesen und sehen konnte.

Im Museum gibt es allerlei Interessantes zu sehen

Im Museum gibt es allerlei Interessantes zu sehen

Für Diaschau eines der Bilder anklicken!

Unsere Enkelin schaute sich ebenfalls sehr aufmerksam um und stellte viele Fragen zu den einzelnen Ausstellungsstücken und am Ende war sie ganz begeistert von unserem Ausflug in die Unterwelt und auch dem, was es in dem kleinen Museumsbereich zu entdecken gab. Natürlich mussten wir als Erinnerungsstück noch eine gruselige 😉 Deko-Fledermaus aus Gummi mitnehmen.

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Das Urlaubsende muss gefeiert werden

Und so ein Urlaubsabschluss muss ja auch noch irgendwie gefeiert werden.

Jeder tut's auf seine Weise

Jeder tut’s auf seine Weise

Wir beiden Silberdistels fanden einen Eisbecher durchaus angemessen, den wir uns in unserer Stammgaststätte am See in Kratzmühle gönnten. Das Kind war mehr für Pommes zu haben, denn ein Eis hatte es noch am kleinen Kaffee am Schulerloch bekommen.

In der kleinen Gaststätte an der Höhle beobachten uns neugierig zwei Kohlmeisen

In der kleinen Gaststätte an der Höhle beobachten uns neugierig zwei Kohlmeisen

Habt Ihr denn nichts anderes als Eis, Ihr da drüben?

Habt Ihr denn nichts anderes als Eis, Ihr da drüben?

Übrigens hatten wir in der Gaststätte an der Tropfsteinhöhle noch eine nette Begegnung. Zwei Kohlmeisen erhofften sich von uns wohl einen kleinen Imbiss. Sie landeten immer wieder auf einem der Tische und Stühle ganz in unserer Nähe. Aber Eis war dann wohl doch nicht das, was Familie Kohlmeise normalerweise auf ihrem Speiseplan hat. Immerhin waren wir nicht die einzigen Gäste. Ich denke, die Vögel sind ganz sicher auch noch ohne uns zu dem einen oder anderen Brot- oder Kuchenkrümel gekommen.

So ging ein kurzer, aber sehr schöner Urlaub zu Ende. Am nächsten Tag ging es wieder zurück zur Mutti, zum Papa und zum kleinen Bruder. Die Freude über das Wiedersehen war auf allen Seiten groß und natürlich gab es viel zu erzählen – auch auf beiden Seiten. Fazit: Ich denke, wir Großeltern sind gerüstet für die nächsten Sommerferien, von denen unsere Enkelin vielleicht einige Tage bei uns oben an der See verbringen wird. Zu sehen und zu erleben gibt es auch an der Küste eine ganze Menge. Außerdem wissen wir nun sogar einiges mehr über Feriengestaltung mit Kindern.

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Altes Gemäuer gehörte schon vor vielen Jahren zu unseren Urlaubszielen – 1986 – Ceský Krumlov

Obwohl … viel hat sich eigentlich nicht geändert, wenn ich so zurückdenke an das, was wir als Eltern vor vielen Jahren mit unseren Kindern in den gemeinsamen Urlauben erlebt haben – wir sind heute wie damals in alten Gemäuern unterwegs …

Enten füttern gehörte wohl schon immer in unseren Urlaub

Enten füttern gehörte wohl schon immer in unseren Urlaub – 1991 – Schloss Kuks bei Turnov

… und Enten füttern gehörte wohl schon immer irgendwie zu unserem Urlaub dazu. Auch unseren Kindern machte das Enten füttern Spaß, wie man an obigem Beispielbild sehen kann.