Mit ‘Kater’ getaggte Beiträge

… auch wenn sie nur aus lauter Löchern besteht – gewissermaßen Loch an Loch. Ein Kater, der etwas auf sich hält, erkennt jede Kiste als das, was sie in Wirklichkeit ist, als Kiste nämlich. Da hilft es ihr auch nicht, wenn sie sich noch so sehr tarnt – mit diesem lächerlichen grünen Lochmuster. Nee, nee, da hat die dumme Kiste die Rechnung ohne den Kater gemacht. Und natürlich musste unser Keks sofort, wie unter einem Zwang, von dieser luftigen Kiste Besitz ergreifen.

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„Keksilein, worin sitzt Du denn? Das ist doch, das ist doch mein, mein Moorbottichschutz. Wie kommst Du denn plötzlich dazu?“

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„Hmmm, dumm gelaufen irgendwie. Ich hätte dem Kater sagen müssen, dass er dieses doofe Drahtdingens außer Sichtweite der Silberdistel schaffen muss, damit die mir nicht gleich wieder auf die Schliche kommt. In ihrem Moorbeet ist nämlich so wundervolle Erde für mein Nest – allerbeste Qualität – findet man woanders nicht. Nun baut sie den Moorbottich bestimmt gleich wieder mit diesem Drahtteil zu, um mich von dem Qualitätsmörtel für meinen Nestbau wegzusperren.“

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„Hast Du das Teil dorthin geschleppt, Keks?“

„Äh, naja, Silberdistel, die Amsel, die Amsel brauchte etwas von der schönen Moorerde aus dem Bottich – für ihren Nestbau. Sie wollte auch nur ganz wenig. Sie ist doch schon fast fertig mit dem Nest. Das bisschen fehlende Erde wäre Dir doch gar nicht aufgefallen.“

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„Und da hast Du der Amsel geholfen, den Draht von meinem Moorbeet zu entfernen? Verstehe ich das jetzt richtig, Keks? Die Amsel hat mir zwei ganze Töpfe in meinem Moorbeet völlig leer gemacht, Keks. Und weil sie an die Erde wollte, hat sie meine fleischfressenden Pflanzen einfach rausgerissen, Pflanzen, die ich gerade für viel Geld gekauft hatte.“

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„Guck, wie die „arme“ Amsel in meinem kleinen Moor gewütet hat, Keks, und Du unterstützt sie noch in ihrer Zerstörungswut.“

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„Und eben weil sie mir alles kaputt gemacht hat, hatte ich mein Minimoor im Anschluss an diesen Amselvandalismus mit genau dem Drahtkäfig, in dem Du jetzt sitzt, gesichert.“

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„Das ist gute Qualität, Silberdistel, diese hübsche Lochkiste. Beiß mal rein, Du wirst merken, es ist ganz schön festes Material. Viel besser, als die schönste Pappkiste.“

„Also Keks, Du willst aber jetzt nicht vom Thema ablenken, oder?“

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„Hahh, ohhh, hoffentlich habe ich mir jetzt nicht einen Zahn abgebrochen. Beiß lieber nicht rein, Silberdistel!“

„Das würde Dir nur recht geschehen, Keks, als Helfershelfer der frechen Amsel.“

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„Aber Silberdistel, Du musst zugeben, das hier ist eine gute Katerkiste – luftig schön, so als Sommermodell – die ideale Freiluftkiste. Ich finde, hier und mir steht sie viel besser als Deinem Moorbeet da drüben.“

„Ich würde mich trotzdem freuen, Keks, wenn Du mir helfen würdest, den Amselschutz wieder auf den Moorbottich zu bauen.“

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„Keks? Heh, Keks, hörst Du mir überhaupt zu?“

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„Heh, Keheks, ich hab‘ Dich was gefrahagt!“

„Wo mag die graue Eminenz hingegangen sein, Silberdistel?“

„Keine Ahnung, Keks. Hilfst Du mir nun, das Drahtgestell wieder auf den Moorbottich zu bauen?“

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„Wie kam das Gestell eigentlich hierher, Keks?“

„Es ist geflogen, Silberdistel, mit mir geflogen, hihi, als ich raufgesprungen bin. Die Amsel hat mir erklärt, wie das funktioniert. Silberdistel, ich konnte damit fliegen wie eine Amsel. Aber jetzt muss ich gucken, wo die graue Eminenz hin ist, Silberdistel. Du kriegst das schon allein hin mit Deinem Moorbottich und seiner luftigen Kiste.“

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Tja, und weg war er, der Keks, den Spuren der grauen Eminenz gefolgt, und ich stand wieder einmal allein da und musste sehen, wie ich mit meinem Drahtgestell fertig wurde.
Aber wie es vom Moorbottich gute zwei Meter weitergekommen war, blieb mir dennoch ein Rätsel. Ob Keks wirklich damit geflogen war? Steckte er tatsächlich mit der Amsel unter einer Decke? Manchmal sind mir meine Mitbewohner und auch meine Gartenbewohner doch irgendwie ein bisschen unheimlich.
Diese Amseldame hat mich eh schon manchmal fast zur Weißglut gebracht. Einmal hat sie aus einer Kakteensaatschale all meine kleinen frisch aufgelaufenen Kakteen geworfen und in der Schale, die in einem Regal an unserem Geräteschuppen stand, Sitzprobe gemacht. Offensichtlich war sie der Meinung, die Schale hätte die perfekte Größe für ein Amselnest.
Und im vergangenen Jahr begann die braune Dame dann, sich an meinem Moorbeet mit den fleischfressenden Pflanzen zu vergreifen. Da hatte ich es aber noch rechtzeitig gemerkt und ihr in einen der anderen Teichlein eine Schale mit Blumenerde gehängt. So hatte sie trotzdem Mörtelmasse für ihr Nest und meine Fleischfresser blieben nahezu unversehrt.
In diesem Jahr waren mir die Missetaten der Amsel wieder irgendwie aus dem Kopf. Ich merkte erst von ihrem Tun, als bereits zwei Töpfe, in denen vorher Fleischfresser gestanden hatten, nahezu leer waren. Eine der Pflanzen fand ich im Teichlein wieder, die andere blieb verschollen. Vielleicht gab sie gar eine weiche Nestpolsterung her, obwohl dann sicher eine recht klebrige. Aber wer weiß, wozu die findige braune Vogeldame den Klebstoff der Pflanzen gebrauchen konnte?

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Mein Moorbottich hat inzwischen wieder sein Sicherheitsnetz, obwohl die Amsel inzwischen ihren Nestbau abgeschlossen haben dürfte. Aber wer weiß, vielleicht spricht es sich unter der Vogelwelt noch herum, dass es in meinem Garten guten Mörtel für die Nester gibt. Sicher ist also sicher. Und Keks und die Amsel werde ich mal lieber im Auge behalten. Wieviel Jahresbruten gibt es beiden Amseln noch???

Es war Ende Februar, als mich Keks das erste Mal nervte und fragte, wann ich mich endlich um das neue Teichlein kümmern würde, schließlich wäre das der wichtigste Outdoor-Trinknapf für ihn und seine zwei pelzigen Mitbewohnerinnen. Doch das Teichlein wäre im Moment eher eine Stöckchensammelstelle als ein durstlöschender Wassernapf.

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„Silberdistel, hast Du schon mal ins neue Teichlein geschaut?“
„Nein, Keks. Warum sollte ich? Da gibt es doch um diese Jahreszeit gar nichts Interessantes zu sehen?“

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„Komm mal mit, Silberdistel!“

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„Guck mal, was alles im Teichlein herumliegt – …

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… ein Stöckchen vom ehemaligen Elsternnest aus unserem Wacholder. Und davon ist nicht nur dieses eine in den Teich gefallen. Es haben sich in ihm gleich mehrere davon zusammengerottet.“

„Ja und, Keks? Lass die Stöckchen doch liegen. Irgendwann werde ich sie schon rausräumen. Jetzt aber stören sie doch niemanden. Ihr könnt doch trotzdem aus dem Teichlein trinken. Da hat das Wasser sogar ein bisschen leckeres Vogelaroma. Im Moment ist es mir noch viel zu kalt für solche wasserlastigen Gartenarbeiten.“

„Silberdistel, das Teichlein ist doch aber unsere Trinkstelle. Wir wollen eine reine Trinkstelle – eine ohne den Müll von Familie Elster.“

„Keks, Ihr habt doch überall im Haus Trinkstellen, und als das Teichlein zugefroren war, konntet Ihr doch auch nicht aus ihm trinken. Ich kümmere mich, wenn es wärmer ist, um die Stöckchensammlung, okay?“

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Dann war es Mitte März und Keks drängte mich erneut, Hand an das Teichlein zu legen: „Silberdistel, wann kümmerst Du Dich endlich um unsere Wasserstelle? Inzwischen liegen auch noch Blätter im Teich und man kann gar nicht mehr genussvoll trinken.“

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„Hm, naja Keks, es stimmt schon, ich sehe jetzt auch, dass das Teichlein momentan wohl mehr eine Stöckchen- und Altblättersammelstelle als ein Trinknapf für Katzen ist.“

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„Guck, Silberdistel, wenn man trinken will, geht es jetzt nur noch so: Blätter angeln und ablecken. Probier‘ mal selber, Silberdistel! Du wirst merken, dass das ganz schön mühsam ist.“

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„Warte, Silberdistel, ich hole Dir ein Blatt. Dann kannst Du gleich mal selbst lecken.“

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„Guck, so musst Du lecken, Silberdistel.“

„Äh … ja, Keks, ich glaube Dir auch so. Ich muss das nicht extra selbst probieren. Du hast das sehr anschaulich vorgeführt und mich davon überzeugt, dass wir etwas tun müssen, damit Eure Trinkstelle wieder eine Trinkstelle wird. Hilfst Du mir dabei, Keks? Du hast doch inzwischen schon mächtig Übung im Rausangeln der Blätter und Stöckchen.“

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„Silberdistel … ich … ähhh … Moment mal …“

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„Hehh Keks!!! Ich dachte, Du hilfst mir beim Säubern des Teichleins.“

„Psssst, Silberdistel, sei leise!“

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„Warum soll ich leise sein, Keks? Was siehst Du denn gerade?“

„Psssst, da raschelt es, Silberdistel. Ich hab‘ jetzt keine Zeit für Gartenarbeit. Fang Du schon mal an!“

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„Ohne Dich soll ich anfangen, Keks? Nein, ich will auch sehen, was hier raschelt. Aber ich sehe nur Krokusse und die rascheln nicht.“

„Pssst, Silberdistel, leg‘ Dich neben mich und guck‘ und lausche aufmerksam wie eine Katze.“

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„Aber ich höre nichts rascheln, Keks, es summt. „

„Es hat aber erst geraschelt , Silberdistel, im Krokus. Nun, nun summt es vor Schreck, weil Du so laut warst.“

„Ach, Keks, und ich dachte, Du bist eher ein Schreckgespenst für ein Bienchen als ich. Kümmern wir uns nun ums Teichlein?“

„Später Silberdistel, ich muss weiter lauschen. Frag doch Torty, ob sie Dir hilft.“

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„Heh, Torty! Hilfst Du mir dabei, die Stöckchen und Blätter aus dem Teich zu angeln, damit Eure Trinkstelle wieder bestes Trinkwasser liefert? Keks hat gerade keine Zeit dafür.“

„Ruhe, Silberdistel! Stör mich nicht! Ich hab‘ anderes zu tun!“

„Zu tun? Was tust Du denn, Torty? Du sitzt doch da nur rum.“

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„Ich befasse mich mit Vogelkunde und dabei möchte ich nicht gestört werden, Silberdistel.“

„Aha! Vogelkunde nennst Du das. Ich dachte schon, es wäre eine Ansitzjagd auf den Amselmann dort auf der Blumenschale.“

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„Hihi, wie er dort herumtanzt, Torty. Ich glaube, der will Dich provozieren, springt wie ein Clown zwischen den Blumenschalen hin und her.“

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„Guck doch, wie er grinst, Torty.“

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„Nein, Silberdistel, der will nur dem Star dort oben im Apfelbaum beweisen, dass er, der Amselmann, hier im Garten der eigentliche Star ist.“

„Ach, ein Star ist auch noch da? Tatsächlich! Du bist ja wirklich eine Vogelkundlerin, Torty.“

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Tja, so waren sie alle beschäftigt, unsere Pelzträger, und keiner hatte Zeit, mir beim Saubermachen des Teichleins zu helfen. Selbst unsere graue Eminenz schaute mich ganz lustlos an, als ich um ihre Mitarbeit bat.

Allein hatte ich dann auch keine Lust mehr. Ich fand die Bienen und Vögel natürlich auch viel spannender, als im Teichlein nach Blättern und Stöckchen zu angeln. Und so habe ich die Arbeit schnell auf einen späteren Zeitpunkt verschoben.

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Inzwischen ist es nun gleich Ostern. Da wird es Zeit für eine Blogpause. Schließlich müssen wir uns, wie Keks es hier oben sehr schön demonstriert, seelisch und moralisch auf Ostern vorbereiten.

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Und vielleicht schaffen wir es doch noch, nicht nur die Ostereier in unserem Garten aufzuhängen, sondern auch noch, aus unserem Teichlein bis zum Osterfest eine ordentliche Outdoor-Trinkstelle zu machen, damit unsere pelzige Herrschaft zum Osterfest klares und reines Osterwasser trinken kann.

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In diesem Sinne wünschen wir Silberdistels Euch allen wunderschöne, sonnige und erholsame Ostertage mit Euren Lieben und viel Spaß beim Suchen der vielen Ostereier!

Jeans lassen ihn einfach nicht mehr los – unseren Keks – seitdem er unlängst Herrn Silberdistels blaue Beinkleider probehalber getragen hat. Irgendwie auch verständlich, denn mit halben Sachen gibt sich unser Keks nämlich nur ungern ab, wie der volle Erfolg mit dem zerstörten PCli unseres Herrn Silberdistel oder die Sache mit den wunderhübschen Gucklöchern in unserem Fliegenvorhang vom Wintergarten zur Genüge beweisen dürften.

So kam es unserem Keks sehr entgegen, als ich vor einigen Tagen für einen kurzen Moment Herrn Silberdistels frisch gewaschene Jeanshemden auf der Treppe ablegte. Ich hatte noch andere Wäsche im Arm und die wollte ich schnell noch im Schrank mit Handtüchern & Co. verstauen, bevor ich mich eine Etage höher mit dem Weghängen der Hemden von Herrn Silberdistel befassen wollte.

Als ich schließlich zu den Hemden auf der Treppe zurückeilte, hatten sie einen Besitzer befunden. Nein, nein, der Besitzer war nicht Herr Silberdistel, wie man eigentlich vermuten sollte. Die Hemden waren von Prinz Bluebär, dem Keks, in Besitz genommen worden.

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„Hi, Keks, was machst Du denn da auf den Hemden?“

„Och, Silberdistel, ich sitze hier nur so.“

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„Aha! Eigentlich wollte ich die Hemden jetzt weghängen, Keks.“

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„Was? Weghängen? Ich glaube, Du willst hier nur selber sitzen, Silberdistel.“

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„Nix da, Silberdistel! Hier sitze ich! Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben. Außerdem teste ich gerade die Qualität der Hemden. Stör mich also nicht dabei!
Aber ich glaube, ich weiß jetzt schon, warum Herr Silberdistel gerade diese Teile so besonders mag. Sie sind äußerst bequem und eigentlich könnte er mir eins davon für meinen Lieblingsschlafplatz abgeben.“

„Hm, Keks, Herr Silberdistel mag Dich zwar sehr und er teilt ja auch gern mal eine Thunfischdose mit Dir, aber ob er nun auch seine Hemden mit Dir teilt, ich weiß ja nicht …“

… ist man oder man ist es nicht. Und da wir Silberdistels bereits seit unserer frühen Jugend passionierte Jeansträger sind, nimmt es also nicht wunder, wenn diese langjährige Tradition nun auch auf unsere Katzen überschwappt. Zumindest Keksens Interesses scheint mehr als geweckt.

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Auch wenn er das Tragen der Jeans etwas anders interpretierte als wir Menschen, …

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… kann man doch deutlich seinen guten Willen sehen, künftig diese langjährige silberdistelige Jeanstrage-Tradition nun auch als Pelzträger hochhalten zu wollen.

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Natürlich probierte er ein wenig das Trageverhalten der Jeans aus, indem er sich drehte und wendete.

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Schließlich wollte er als modebewusster Kater wissen, wie das Teil  am besten an ihm sitzt.

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So um die pelzigen Hüften drapiert, sah es am Ende recht flott aus. Unser Keks war insgesamt recht angetan vom ersten Probetragen der blauen Beinkleider. Möglich, dass auch er sie demnächst öfter tragen wird. Schauen wir mal, ob das auch bei den pelzigen Damen in unserem Hause noch Furore macht.

… es passt immer noch ein Kater rein

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„Meinst Du nicht, dass der Karton etwas klein für Dich ist, Keks?“

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„Was? Zu klein? Also ich seh‘ nicht, dass irgendwas überhängt.“

„Naja, ein bisschen ausgebeult hast Du die Kiste schon, Keks, damit Dein Popöchen reinpasst.“

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„Silberdistel, ich glaub‘ Du bist nur neidisch, dass Du nicht reinpasst. Na, und dann weißt Du wohl noch nicht, dass Katzen in JEDEN Karton reinpassen – immer und überall.“

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„Ha, Keks, ich passe auch rein!“

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„Aber guck, Silberdistel, nicht so wie ich mit allen vier Füßen.“

„Heh, Keksilein, ist Dir langweilig? Oder hat Dir Herr Silberdistel gesagt, Du sollst auf seine Tasche aufpassen?“

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„Mir ist langweilig, Silberdistel. Guck doch raus! Die Teichlein sind gefroren, die Vogeltränke ist zu Eis geworden und den Vögeln ist es auch kalt. Komisch, dass dem Rotkehlchen und den Meisen nicht die Füße frieren. Ich mag gar nicht rausgehen, am Ende werden meine Pfoten auch noch zu Eis. Torty und die graue Eminenz schlafen. Keiner mag mit mir spielen und da fragst Du, Silberdistel, ob mir langweilig ist?“

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„Es ist tatsächlich richtig eisig geworden, Keks. Aber trotzdem gibt es im Garten so einiges zu entdecken – nicht nur Eis und nicht nur Federbälle, denen vielleicht auch kalt ist. Da hast Du es natürlich viel besser hier im Warmen, Keks. Aber wie gesagt, draußen im Garten gibt es nicht nur Eisiges zu sehen. Die Pflanzenwelt ist nämlich schon wieder ein wenig lebendig geworden. Sie lässt sich nicht so leicht von ein bisschen Frost beeindrucken. Am zugefrorenen Teichlein sieht man schon die ersten Spitzen der Krokusse. Und gar nicht weit vom neuen Teichlein entfernt, Du weißt, dem Teichlein mit dem Mittelpunkt der Erde 😉  , habe ich sogar schon das Grün von Hyazinthen entdecken können.“

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„Na, und außerdem blüht die rote Winterheide fleißg, der Winterjasmin zeigt seine hübschen leuchtend gelben Blüten und die weiße Christrose fühlt sich scheinbar auch nicht gerade unwohl bei diesen Temperaturen. Auch die Zwergiris hat ihr Grün schon sehr weit aus der Erde geschoben. Du solltest Dir dass alles einmal anschauen, Keks. Dann wäre Dir sicher nicht mehr langweilig. Und vielleicht erwärmt das alles nicht nur mein Herz, sondern auch Dein Katerherz und am Ende sogar noch Deine Füße, denn bei so einem Rundgang bist Du doch in Bewegung und schon das allein wärmt. Falls nicht, müssen wir einmal über Stiefelchen für Dich nachdenken 😉 „

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„Hm, Silberdistel, reicht es nicht, wenn ich mir die Hyazinthen im Wintergarten angucke? Da stehen doch welche in so einem Körbchen. Hast Du nicht neulich gesagt, die heißen Hyazinthen?“

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„Wow, Keks, da hast Du aber gut aufgepasst! Ja, bei denen sind sogar schon die ersten Blütenknospen zu sehen. Sicher werden wir bald die hübschen rosa Blüten bewundern können.
Na gut, mein Katerchen, wenn Dir so furchtbar langweilig ist und Du Dir so gar nicht draußen die Füße vertreten willst, dann hätte ich da eine Idee. Komm mal mit ins Wohnzimmer! Wenn die beiden pelzigen Mitbewohnerinnen schlafen, dann können doch wir beide miteinander spielen, oder?“

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„Ist das spaßig, Silberdistel! Darauf hättest Du viel eher kommen können. Da hätte ich mich nicht so ewig lange auf Herrn Silberdistels Tasche langweilen müssen.“

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„Heh, Silberdistel, Du sagst ja gar nichts mehr. Du siehst so k.o. aus. Du magst wohl nicht mehr spielen?“

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„Dann geh‘ ich jetzt Torty wecken, Silberdistel. Die kann weiter mit mir Spielen. Zu viel Schlaf ist nämlich auch ungesund.“

 

Vor genau einem Jahr schrieb ich in meinem ersten Beitrag des Jahres 2016: „Wir wünschen ein gesundes neues Jahr … und dass es für uns alle erlebnisreich und mit vielen schönen Momenten im Gepäck daherkommt. Es könnte zur Abwechslung, zumindest für uns Silberdistels, mal wieder ein kleiner Freudenspender werden. Schweres hatten wir 2015 genug zu tragen. Schauen wir also optimistisch in dieses erst wenige Stunden alte neue Jahr hinein. Letztendlich werden wir es meistern müssen, egal, was es uns bringen mag. Natürlich hoffen wir auf viel Schönes und möglichst wenig oder besser noch auf gar nichts von der schweren und schlimmen Sorte. Packen wir es also an!“

Und das Jahr 2016 hat uns diesen Wunsch, ein kleiner Freudenspender zu werden, tatsächlich erfüllt. Wir Silberdistels sind sehr dankbar dafür. Wir haben viel Schönes erlebt – mit und in der Familie, zu zweit und natürlich auch mit unseren drei Pelzträgern. Besonders glücklich hat uns das gute Miteinander unserer drei Vierbeiner gemacht, denn anfänglich gab es da doch kleine Problemchen. Unsere graue Eminenz fühlte sich vom jungspundigen Katerchenzuwachs, den wir nach dem Tod unseres Bärchens im Herbst des Jahres 2015 zu uns geholt hatten, doch mitunter gewaltig genervt, denn der kleine Kerl suchte in der betagten Katzendame eine Spielkameradin. Sie dagegen hatten sich mehr auf einen ruhigen Lebensabend eingestellt. Der kleine Kater musste etliche Faucher einstecken und nicht selten gab es auch etwas hinter die Ohren.
So wagten wir ein Experiment, das ebenso hätte nach hinten losgehen und alles noch viel schlimmer machen können. Wir holten zu dem kleinen Keks Bluebär ein weiteres Katzenkind, eine Schwester von Keks, hinzu. Wir hegten die Hoffnung, dass sich die beiden Katzenkinder mehr miteinander als mit unserer alten Katzenlady beschäftigen würden.
Unsere Hoffnung erfüllte sich. Die beiden Kleinen tobten gemeinsam und voller Elan und Freude durchs Haus und ließen unserer grauen Eminenz weitestgehend ihre Ruhe. Sie dagegen konnte den  Jungspunden bei ihren lustigen Spielen aus angemessener Entfernung und ohne selbst bedrängt zu werden, zuschauen. Dabei erkannte sie bald, dass nicht jeder Kätzchenangriff eine bösartige Kampfansage war, sondern nur eine Spielaufforderung. Die Faucher unserer alten Lady wurden weniger und weniger und schließlich lebte sie sogar auf, erinnerte sich scheinbar sogar an die eigene Zeit als Katzenkind und so sprang auch sie bald voller neuer Energie und Lebensfreude mit den kleinen Pelzträgern durchs Haus.
Inzwischen gehören gegenseitiges Putzen und miteinander Spielen zum normalen Katzenalltag. Wir sind sehr glücklich darüber, dass sich unsere drei Vierbeiner so gut zusammengerauft haben.

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Den gestrige Silvesterabend haben wir Silberdistels, wie bereits seit vielen Jahren, wieder zuhause mit und bei unseren pelzigen Mitbewohnern verbracht – unser kleines Räucherwinterdorf vor uns mit gemütlichem Kerzenschein. Na, und nebenher gab es auch ein wenig Sekt für uns Menschen.
Die beiden Jungspunde waren wegen der Knallerei ein wenig aufgeregt. Selbst unsere sonst so verfressene Torty konnte ich nicht mit einem leckeren Abendessen locken. Sie versteckte sich lieber fernab unter unserem Bett und ließ Futter Futter sein. Ich vermute, sie saß dort sogar und hielt sich mit den Pfoten krampfhaft die Ohren zu.

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Keks dagegen rannte unruhig von einem Fenster zum anderen und fragte sich sicher, was dieser ganze Lärm und die viele so ungewohnte Farbe am Himmel wohl zu bedeuten hätte. Auch er ignorierte den gefüllten Futternapf.

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Nur unsere graue Eminenz setzte sich irgendwann nach ihrem leckeren Abendschmaus zu uns und ließ sich den vollen Bauch kraulen. So hatten wir beiden Menschen zum gemütlichen Kerzenschein vor uns auch noch ein angenehmes und leises Schnurren im Ohr. So in der Art könnte das Jahr durchaus weitergehen – gemütlich und leise schnurrend 😉

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Hoffen wir also auch unter uns Menschen insgesamt auf ein gutes Miteinander und dass das vor uns liegende Jahr ein schönes, erlebnisreiches und friedliches Jahr wird. Habt Ihr mit Euren Familien und Freunden ein gutes und natürlich vor allem auch gesundes 2017, macht es Euch einfach so schön wie möglich.