Mit ‘Immergrün’ getaggte Beiträge

… lagen heute in unserem Briefkasten. Und sie kamen von Janosch … ähem … nein, … sie kamen von Bloggerkollegin Frau Tonari, die den Hasen von Janosch mit den tierisch guten Osterwünschen auf die Reise geschickt hat.
Eigentlich hätte ich ja erwartet, dass Janosch nicht nur Tigerenten erfindet, sondern auch den Tigerosterhasen. Dennoch … als Janosch-Fan freue ich mich tierisch über alles, was der Stift von Janosch zaubert und so natürlich auch über die tolle Karte mit den lieben Wünschen von Frau Tonari. Und weil mich genau diese Osterwünsche ganz besonders erfreut haben, möchte ich auf diesem Wege ein herzliches Dankeschön auf die Reise zu Frau Tonari schicken.
Die kleine schriftliche überaus gelungene Osterüberraschung war Grund genug, während meiner Osterpause noch einmal kurz aus der Versenkung aufzutauchen.

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Wir Silberdistels wünschen natürlich auch Tonaris tierisch gute Ostern.

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Und da ich nun doch noch einmal mein bücherstaubiges Fensterchen geöffnet habe, lasse ich für alle eventuellen Osterbesucher noch einen bunten Osterstrauß aus meinem Garten hier. Die Natur explodiert momentan förmlich. Der April macht zwar gerade seinem Namen alle Ehre und überhäuft uns mit einem Mix aus Regen, Graupelschauern, Sturm und wenigen sonnigen Augenblicken und versucht so, uns das Osterfest auf seine Weise bunt zu gestalten. Trotzdem kann er uns nicht darüber hinwegtäuschen, dass er auch noch anderes im Gepäck hat. In meinem Garten kann man sehen, dass er nicht nur mit Regen, Hagelkörnern, Sturm und Sonnenstrahlen im Wechsel spielen kann.  Er ist auch ein talentierter Maler. Aber schaut selbst, wie kunstvoll er mit dem Malpinsel umgehen kann!

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Ach, und als ich so osterspazierend für mich hin ging und die Blumen in meinem Garten bewunderte, sah ich doch tatsächlich sogar den Osterhasen. Nahezu perfekt getarnt hockte er in meinem kleinen grünen Reich und hielt Ausschau nach guten Verstecken für die Ostereier.

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Er schien mir zwar für einen Hasen ein bisschen kurzohrig zu sein, aber das war sicher alles nur Tarnung. Und husch … weg war er plötzlich … Wahrscheinlich hatte er mich bemerkt und das ging ja nun so gar nicht – so VOR Ostern.

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Doch dann entdeckte ich ihn noch einmal – wieder kaum auszumachen … und husch … war er erneut meinen Blicken entschwunden. Wo mochte er jetzt hin sein?

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Ach, da ist er ja wieder. Aber … hm … die Ohren sind wirklich recht kurz geraten. Und der Schwanz  … Haben Hasen einen solch langen Schwanz? Gibt es langschwänzige Hasen? Vielleicht hat dieser Hase das, was ihm an den Ohren fehlt, hinten – am Schwanz. Oder ob es sich bei diesem Exemplar doch eher um den berühmten Dachhasen handelt?

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Na egal, ob mit echtem Osterhasen oder nur mit Dachhasen … Euch allen ein schönes Osterfest mit hoffentlich auch ein paar herrlich wärmenden Sonnenstunden. Es ist hier nämlich gerade auch kalt 😦

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Und wenn der April etwas gegen sonnige Tage hat, dann habt die Sonne wenigstens im Herzen ❤ Die kann er uns nämlich mit seinen Wetterkapriolen so gar nicht nehmen.

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Wir Silberdistels haben am vergangenen Wochenende wieder einmal die Vögel gezählt, die rund um unseren und in unserem Garten unterwegs waren. Der NABU hatte nämlich zur „Stunde der Gartenvögel“ aufgerufen und alle Vogelfreunde darum gebeten, eine Stunde lang die Vögel zu zählen, die man in seinem Garten beobachten würde. Natürlich hatte ich wieder zwei Mitarbeiter, die allerdings bei dieser Zählung nicht ganz so eifrig bei der Sache waren wie bei der „Stunde der Wintervögel“. Dieses Mal lagen meine pelzigen Mitarbeiter zu Beginn unserer Arbeit mehr faul herum, als dass sie mir eifrig beim Zählen geholfen hätten.

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Die Katzendame fand es wichtiger, sich mit ihrer Schönheitspflege zu beschäftigen als mit der Vogelwelt, was mich dann doch etwas verwunderte.

So machte ich mich erst einmal allein an die Arbeit. Es dauerte auch gar nicht lange, da entdeckte ich die erste Kohlmeise, die fleißig in unserer Stechpalme nach Insekten suchte. Wenig später zwitscherten einige Rauchschwalben am Himmel über mir miteinander. Ab und zu ließ sich eine von ihnen gegenüber auf dem Dach nieder und plauderte zu meiner Freude dort lustig weiter. Sie hatte ganz schön viel zu erzählen.

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Das alles störte unsere Katzendame wenig. Wahrscheinlich waren die Federbälle viel zu weit weg. Vielleicht hatte ich auch ganz einfach nur einen unpassenden Moment für meine Zählung gewählt, denn irgendwie war es wohl gerade Zeit für den Mittagsschlaf bei Katzens. … und wer zählt zu dieser für Katzen nachtschlafenden Zeit schon Vögel?

Ein wenig interessierter schaute meine graue Herrschaft dann allerdings doch, als unsere Amseldame in der Dachrinne unseres Wintergartens herumhüpfte und dabei laute Klopfgeräusche hören ließ. Auch in diesem Jahr hat es sich die Amsel wieder in den Kopf gesetzt, in meinem alten Kakteenregal brüten zu wollen. Ich hoffe, sie überlegt es sich noch anders, denn dort sitzt sie für die Katzen förmlich auf dem Präsentierteller. Allerdings konnte ich jetzt im Moment nicht bemerken, dass die Katze auffallend viel  Interesse für die Amsel zeigte. Lediglich an ihren Ohren war zu erkennen, dass die Katze den klopfenden Geräuschen doch aufmerksam lauschte. Aber schließlich wurde das Pochen fachkätzisch als etwas einsortiert, das nicht lohnte, dafür auch nur ein Auge zu öffnen. Herr Silberdistel, der eben noch ganz in ein Buch vertieft neben mir saß, war auch aufmerksam geworden. Gemeinsam schauten wir gespannt und sehr interessiert hinauf zum Dach des Wintergartens, in der Hoffnung, erkennen zu können, was die Amsel dort trieb. Wir wurden auch nicht enttäuscht, denn ein wenig später hüpfte die braune Dame aus der Rinne wieder hinauf auf die Dachkante. Im Schnabel trug sie eine Sammlung von alten und feuchten Blättern, die sich im Laufe der Zeit in der Dachrinne angesammelt hatten. Mit etwas Fantasie kann man es auf dem einen Bild, das mir davon gelang, vielleicht erkennen. Auf jeden Fall sieht man doch, dass Vögel nicht nur, wie unlängst unsere Hausspatzen, einen Tennisrasen in der Dachrinne anlegen. Andere räumen die Dachrinne durchaus auch vorbildlich auf. Die Amsel hat durch ihre Tätigkeit bei mir sogleich einige Pluspunkte gesammelt.

Die Katze machte weiter ihr Nickerchen und Herr Silberdistel zog sich jetzt ebenfalls zurück. So schaute ich allein weiter in meinen Garten und lauerte auf das Federvolk. Dabei glitt mein Blick immer wieder über die vielen Blüten in meinem kleinen Gartenreich. Täglich gibt es jetzt neue kleine und große Blühwunder zu entdecken. Mein Gärtnerherz macht jeden Tag über so viel Schönes kleine Freudensprünge.

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Plötzlich wuschelte etwas an meinem Bein entlang. Der Kater war’s, sagte damit: „Hallo!“, und setzte sich auf sein kleines Sonnenbänkchen im Wintergarten und schaute zu mir hinüber. Ob er seinen Mittagsschlaf abgebrochen hatte, um mir ein wenig bei meiner mühsamen Arbeit der Vogelzählung zu helfen? Irgendwie sah er noch immer recht verschlafen aus.

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… und plötzlich wurden wir alle, Mensch und Tier, dann doch hellwach. Es rumpelte und pumpelte über unseren Köpfen. War da schon wieder die Amsel unterwegs? Die Katzendame schnatterte dieses Mal ganz aufgeregt zum Dach hinauf.

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Wo schaute sie hin? Ach, jetzt sah auch ich, wer dort oben für Unruhe sorgte. Eine der beiden Ringeltauben, die sich vorgenommen haben, ihre Zelte in unserem Garten aufzuschlagen, saß mit einem Stöckchen im Schnabel auf dem Dach.

Von dort aus kann sie den Wacholder, der gleich neben dem Wintergarten steht, gut anfliegen. Seit einigen Tagen wird dort oben fleißig an einem Nest gearbeitet. Ich werde demnächst noch genauer berichten.

13-Katze geht nun doch auf Vogelpirsch

Die graue Eminenz, nun wohl doch endgültig vom Lärm der Taube aus dem Schlaf gerissen, beschließt, einen kleinen nachmittäglichen Gartenrundgang zu unternehmen. Die Taube auf dem Dach ist eh unerreichbar. Vielleicht kann sie ihrer Vogelzählerin ja den einen oder anderen Spatzen bringen. Gut getarnt schleicht sie durch den Garten. Schließlich versteht sie ihr Handwerk und weiß, wie man sich bei der Vogeljagd Vogelzählung bewegt. Wer, wenn nicht diese Katze, ist eine begeisterte Ornithologin, außer sie ist einmal ausgesprochen müde.

Zunächst entdeckt sie nichts Flatterndes und Fliegendes – nur Vergissmeinnicht, die kleinen blauen Blümchen, die nicht nur sie, sondern auch die Silberdistel sehr mag, und durch eine kleine Lücke in all dem Grün vor ihren Augen sieht sie die hübschen Tulpen, neben denen sie so gern liegt. Von dort aus kann man nämlich den Vögeln so schön beim Bade zuschauen.

Als die Katzendame noch einmal, um Zwischenmeldung zu machen, zur Silberdistel hinüberblickt, entdeckt sie dann doch tatsächlich den ersten Spatzen. Will er etwa auch im Wacholder sein Nest bauen, gleich neben der Taubenfamilie? Das muss unter Beobachtung bleiben. Als sich die pelzige Herrschaft weiter umschaut, sieht sie einen Vertreter der Feldsperlinge auf dem Dach gegenüber sitzen und gleich daneben unterhalten sich Frau und Herr Haussperling über den diesjährigen Nestbau. Vom Dachfirst eines anderen Hauses trällert Herr Amsel sein hübsches Lied. Für den Anfang gar nicht schlecht, was die Katze für die Vogelzählung aufzuweisen hat.

Inzwischen hatte sich auch der Kater auf den Weg gemacht, um zu schauen, ob er ebenfalls etwas für die „Stunde der Gartenvögel“ beitragen kann. Ach, da ist er ja schon wieder.

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„Silberdistel, zählst Du auch Frösche und Kröten?“

„Eigentlich nicht, Katerchen. Wieso? Hast Du welche gesehen?“

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„Hier im Teichlein sonnt sich gerade unsere Kröte Arni.“

„Ach, zeig, Katerchen! Oh, tatsächlich, ich dachte schon, er wäre uns untreu geworden, weil ich ihn im letzten Jahr dann gar nicht mehr gesehen habe. Wie schön, dann können die Gartenabenteuer mit Arni ja weitergehen. Hast Du sonst noch etwas entdeckt, Kater?“

„Ja, Silberdistel, die Blaumeise, die gerade neben Dir in der Stechpalme herumturnt, dann die Elster, die dort drüben auf dem Dach lärmt und die Klappergrasmücke hier oben im Hollerbusch.“

„Oh, Kater, da warst Du ja ganz schön erfolgreich. Dankeschön, dass Du mir dann doch noch geholfen hast.“

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„Na, Kater, findest Du Vogelzählung auch so anstrengend? Ich verstehe gar nicht, was die Silberdistel daran so entspannend findet. Für mich ist das aufregend und stressig und es macht soooo müde.“

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„Oh ja, Katze, ich finde das auch total anstrengend und ich muss mich jetzt erst einmal wieder von der anstrengenden Arbeit erholen.“

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„So, Silberdistel, dürfen wir nun ein Ruhepäuschen einlegen? Haben wir genug Vögel gezählt?“

„Naja, Katze, im Winter haben wir wohl auch nicht mehr unterschiedliche Arten gezählt. Auf jeden Fall war es nett, hier einfach nur zu sitzen und zu schauen, was in unserem Garten so los ist. Dank Katerchen wissen wir sogar, dass unsere Kröte Arni wieder in unserem Garten wohnt. Bestimmt werden wir bald noch andere Bewohner entdecken. … und während Ihr beide auf Vogelsuche unterwegs ward, habe ich noch einen Girlitz entdeckt, zwei Mäusebussarde kreisen sehen, ein Stockentenpaar über uns hinwegfliegen sehen und mehrere Silbermöwen haben sich ebenfalls noch sehen lassen. Also, ich finde, das ist gar nicht so übel. Danke für Eure Hilfe und nun ruht Euch ein wenig aus. Ich mache inzwischen die Meldung für den NABU fertig.“

Ein Dienstag Mitte April führte mich wieder einmal nach Wismar. Bereits auf der Fahrt dorthin hatte ich die leise Hoffnung, dass dieser Tag sich wettertechnisch weiter so nett entwickeln würde, wie er begonnen hatte. Meine 92-jährige Mutter getraut sich schon eine ganze Weile nicht mehr ohne Begleitung hinaus ins Freie. So nutzen wir gern meine Besuchstage bei ihr für den einen oder anderen kleinen Spaziergang. Der besagte Dienstag hielt sein Versprechen vom Vormittag und ließ auch am frühen Nachmittag, als wir beiden Frauen uns wieder einmal auf den Weg zum Seebad Wendorf machten, die Sonne noch freundlich vom Himmel scheinen. Das Meer begrüßte uns mit einem wundervollen dunklen Blau und der Himmel darüber schien das Meeresblau noch zu vervielfachen. Die Luft war angenehm warm, sodass wir uns auf einer Bank direkt am Wasser niederlassen und den Nachmittag genießen konnten. Wir blickten aufs Meer hinaus und freuten uns ganz einfach über den herrlichen Tag. Wie wir bald merkten, gab es noch andere Genießer – solche, die sich, still am Wasser sitzend, einfach nur über den netten Augenblick freuten. Einige der schönsten Momente nahmen sie aber auch in ihrer Kamera mit nach Hause – so wie ich.  Da gab es aber auch noch andere, begeisterte Stöckchenträger zum Beispiel, die sich auf ein fröhliches Spiel mit Frauchen freuten.
Übrigens wird an der Wismarer Seebrücke momentan fleißig gebaut. Wir mussten uns natürlich noch mit eigenen Augen vom Fortgang der Arbeiten überzeugen. Demnächst soll die Seebrücke ihren Besuchern wieder zur Verfügung stehen und ich hoffe, dass auch meine alte Dame und ich noch oft auf dieser Brücke stehen werden und in die weite Ferne blicken. So, aber nun los, Ihr wollt doch sicher auch noch ein bisschen salzige Meeresluft einsaugen und das hübsche frische Grün und die leuchtenden Farben der Blumen im Park bewundern!

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Auch wenn das „Gasthaus zur Silberdistel“ für seine gefiederten Gäste seit Mitte April die diesjährige Sommerpause ausgerufen hat, heißt das für die Federbälle noch lange nicht, dass sie unserer kleinen Gastlichkeit nun für die nächsten Wochen und Monate den Rücken kehren und sich fern dieses so beliebten Lokals aufhalten. Nein, man bleibt lieber ganz in der Nähe, schließlich kann man nie wissen, ob es nicht doch während des Sommers plötzlich irgendwelche Sommersonderangebote gibt.

Rauchschwalbe

Die Rauchschwalbe hat inzwischen Gesellschaft bekommen

So ist nach wie vor rund um das Gasthaus reges Leben und Betriebsamkeit – sogar über dem Gasthaus, denn inzwischen hat die einsame Rauchschwalbe, die uns Ende April das erste Mal mit ihrem Zwitschern erfreute, Gesellschaft von etlichen anderen Schwalben bekommen. Gemeinsam ziehen sie nun über unserem kleinen Garten ihre Kreise und führen dabei angeregte Gespräche.
Frau Amsel macht hier und da im Garten Sitzprobe und überlegt wohl gerade, ob es nicht sinnvoll wäre, hier auch den Sommer über sesshaft zu werden und eine Ringeltaubenfamilie inspizierte gerade gestern den Wacholder in unserem Garten und dachte scheinbar ebenfalls recht ernsthaft darüber nach, sich hier im Garten niederzulassen. Die obere Etage des Wachholder könnte ein netter Platz für das Nest sein. Von dort oben hätte man stets einen guten Überblick über den Garten und man würde sicher nichts Wichtiges verpassen.

Auch an den Insektenhotels ist reger Betrieb

Auch an den Insektenhotels ist reger Betrieb

Aber neben den gefiederten Gästen scheinen sich auch wesentlich kleinere Gäste in unserem Garten überaus wohlzufühlen. Die winzigen Sommerwohnungen in den verschiedenen Insektenhotels haben bereits zahlreiche Interessenten angezogen und so sind auch etliche der Wohnungen schon seit einer geraumen Weile vergeben.

Die Trink- und Badestelle ist nicht nur bei den Vögeln sondern auch bei den Insekten beliebt

Die Trink- und Badestelle ist nicht nur bei den Vögeln sondern auch bei den Insekten beliebt

Nicht zuletzt zieht die kleine Badestelle im Garten immer wieder durstige und badefreudige Gäste an. Frau Amsel ist als Stammbadegast gar nicht mehr wegzudenken. Sie nimmt hier mehrmals täglich ihr Bad. Allerdings bevorzugt Frau Amsel einen der beiden Miniteiche für ihr Badevergnügen. Darüber wurde hier im Bücherstaub gerade berichtet. Natürlich sind auch Meise, Sperling und Co. regelmäßige Besucher an Bade- und Trinkstellen.

Eine Nebelkrähe inspiziert aus sicherer Höhe die Trink- und Badegelegenheiten

Eine Nebelkrähe inspiziert aus sicherer Höhe die Trink- und Badegelegenheiten

Selbst eine Nebelkrähe betrachtete kürzlich vom Dach des kleinen Geräteschuppens aus interessiert die nette Neuanschaffung des Gasthauses – einen stabilen großen Trinknapf, auf dessen Rand zwei kleine steinerne Vögelchen sitzen. Der stürmische Niklas hatte nämlich dem alten langgedienten Teil ein Leck geschlagen. So musste also Ersatz her. Der neue Wassernapf ist doch um einiges größer und fasst somit auch etwas mehr Wasser als sein Vorgänger und vielleicht könnte darin sogar eine Nebelkrähe ein erfrischendes Bad nehmen 😉
So ist im Garten des „Gasthauses zur Silberdistel“ also nach wie vor ständig etwas los, es ist ein Kommen und Gehen. Na, und dass das auch für die Pflanzenwelt gilt, das muss wohl nicht extra erwähnt werden. Auch hier gibt es immer wieder Neues zu sehen und die kleine Gartenwelt wird bunter mit jedem Tag. Wer nun mag, der darf gern wieder einmal einen Blick in unser kleines grünes und so lebendiges Reich werfen. Viel Spaß bei dem kleinen Gartenrundgang!

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… wünschen wir Silberdistels allen, die hier vorbeischauen.

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Macht es Euch nett mit dem Osterhasen und habt eine schöne Zeit mit ihm.

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Wir Silberdistels denken doch, dass bis zu unserem Osterspaziergang überall Strom und Bäche endgültig vom Eise befreit ein werden und der alte Winter, der eben gerade noch einmal bei uns hereingeschneit ist, sich hoffentlich ebenso wie im „Osterspaziergang“ eines großen deutschen Dichters verhält und sich bis zu unserem Ausflug in die Natur in seine rauhen Berge zurückgezogen hat – möglichst in den unbewohnten Teil, damit auch wirklich ALLE ein schönes Osterfest verbringen können, ohne Schnee fegen oder Eis kratzen zu müssen. Gestern Morgen allerdings hatte der weiße Bursche hier doch tatsächlich noch ein paar Spuren seines eisigen Atems hinterlassen. In den Monaten, die ihm eigentlich zugedacht waren, hat er faul herumgelegen und nun wird er plötzlich aufmüpfig, wo wir bereits an Sommer, Sonne und Picknick im Freien denken. Am besten ist es, wir ignorieren ihn einfach und stellen uns auf den Frühling ein, auf seine frischen Farben, das fröhliche Vogelgezwitscher und auf die wärmenden Sonnenstrahlen. Lasst uns hinauseilen ins Grüne. Wie heißt es doch so schön in Goethes Osterspaziergang?

„Hier ist des Volkes wahrer Himmel
Zufrieden jauchzet groß und klein:
Hier bin ich Mensch, hier darf ich’s sein!“

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… bei den Silberdistels sehen im Moment so aus wie auf diesen Bildern. Katzen und Menschen genießen den frühen Frühling, die Wärme, das Zwitschern der Vögel, das Summen der Insekten, die Kranichrufe hoch oben am Himmel und den Farbenzauber der Frühblüher. Da wird schon mal ein Kaffee im Freien genossen und ein wenig Sonne getankt. Bitte Frühling, mach weiter so!

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Ja, da bin ich also wieder – mit einem Garten voller … voller … na, Ihr werdet gleich sehen. Der Urlaub, richtig, den gab es ja auch noch. Aber dazu später. Erst einmal muss hier einiges gerichtet werden – in meinem Garten – und dann, wenn das erledigt ist, dann erzähle ich von diesem seltsamen Urlaub.

Davon kann man manchmal auch zu viel haben. Wovon? Nicht vom Urlaub! Von diesem Elixier! Möchte jemand etwas abhaben? Ich hätte reichlich zu vergeben. Nicht? Schade! Ach, Ihr habt selbst genug? Naja, es war ja nur ein Angebot. Ich teile hier so viel, warum nicht auch einmal etwas, von dem ich im Moment mehr als ausreichend habe. Bestimmt  ärgert Ihr Euch irgendwann. Dann heißt es: Hätte ich doch bloß … Aber dann ist es wahrscheinlich wieder einmal zu spät – wie so oft im Leben, wenn man unbedacht etwas ablehnt. Okay, behalte ich es eben. Wer weiß, wozu es noch gut ist? Wovon ich spreche? Na von dem vielen Wasser, das in meinem Garten steht. Die Pflanzen können nicht mehr. Sie torkeln schon volltrunken umher, manche liegen bereits völlig platt auf dem Boden, weil sie wirklich voll bis obenhin sind – ganz einfach volltrunken und in diesem Zustand kann man einfach nur noch liegen. Andere dagegen sind klug und trinken trotz des Überangebots nur in Maßen. Sie bilden lieber auf den Blättern ein kleines Wasserreservoir für später. Der Frauenmantel beherrscht diese Vorratswirtschaft ganz besonders gut. Einige Gräser sind ebenfalls nicht schlecht in der Kunst des Kugelgießens. Andere wiederum lassen das Wasser einfach an sich abtropfen – auch wieder irgendwie unüberlegt, wie ich finde, zwar klüger als sich bis zur Besinnungslosigkeit mit dem edlen Getränk zuzuschütten, aber besser wäre es schon, sich ein wenig davon für schlechte Zeiten aufzuheben. Irgendwann werden sie mir in den Ohren liegen, dass es sie dürstet und ich etwas dagegen tun soll. Dann werde ich sie aber daran erinnern, dass sie überheblich das wundervolle kühle Regenwasser einfach haben an sich abtropfen lassen. Der Frauenmantel wird fröhlich von seinen Vorräten schlecken und leise vor sich hinlächeln, weil er immer noch von seinen hübschen Perlen, die er zu Zeiten gesammelt hat, als sie in Unmengen zu haben waren, zehren kann. Die Gräser haben vielleicht auch hier und dort noch ein kleines Tröpfchen für Notzeiten aufgehoben, aber viele andere grüne Gartenbewohner machen sich überhaupt keinen Kopf um Notzeiten. Da verlassen sie sich einfach auf die Gärtnerin. Die wird schon wieder alles richten. Schließlich möchte sie, dass alle Pflanzen hübsch und adrett aussehen. Ja, aber wenn die Gärtnerin auch alles an sich hat abtropfen lassen, wie Menschen das zuweilen tun, was ist dann? Dann? Oh, dann regnet es bestimmt oder vielleicht kann der Frauenmantel dann ein wenig …? Oder die Gräser …? Naja, ich merke schon, ich muss dann wieder meine Regentonne bitten, sich um die Bedürftigen zu kümmern. Immer bleibt alles an der Gärtnerin hängen.