Mit ‘Hund’ getaggte Beiträge

Zur Feriengestaltung gehörte im letzten August, als unsere Enkeltochter eine Weile bei uns Silberdistels war, natürlich auch eine Gassirunde mit einem der Hunde aus unserer Familie.

dsc_0033

Während das Kind sich vom Hund Gassi führen ließ und mit dem Vierbeiner fröhlich die Wege frequentierte, hatte ich nicht nur Augen für Kind und Hund, sondern auch für all das, was am Wegesrand zu bewundern war. So sprang ich nicht mit dem Hund, sondern mit meiner Kamera von einer Wegesseite zur anderen und fing die Farben des Sommers ein. Vielleicht mag ja jemand mitkommen, sommerliche Wärme und Farbe und den Duft reifen Getreides genießen und auch endlich einmal das tun, was ich schon immer einmal gern tun wollte – mich unter ein Windrad stellen und nach oben schauen.

Für Diaschau eines der Bilder anklicken!

… dann ist da zum Glück noch die Donau, die uns Silberdistels doch irgendwie aus der Patsche geholfen hat. Ja, erraten, wir sind noch einmal gedanklich zurückgeeilt in unseren Septemberurlaub mit Enkelkind. Am Tag zuvor hatten wir ja doch allerlei Interessantes erlebt. Ich wage zu behaupten, dass sowohl Enkelin als auch Großeltern zumindest an dem Tag auf ihre Kosten gekommen waren.
Neuer Tag, neues Glück. Was tun? Wandern war irgendwie so gut wie außen vor und wenn wir dem Kind überhaupt einen Fußmarsch zumuten durften, dann musste wenigstens eine gewisse Portion Action dabei sein. Als wir den Vorschlag unterbreiteten, uns ein Kloster anzuschauen, mussten wir erst einmal erklären, was ein Kloster überhaupt ist und warum wir das unbedingt anschauen wollten. Unsere Antwort ließ die Kinderaugen nicht gerade großartig leuchten. Entweder lag’s an unserer dilettantischen Erklärung oder aber daran, dass das Kind sofort erkannt hatte: Kloster KANN für Kinder nur langweilig sein. Doch unsere kleine Begleiterin verstand es blendend, aus der ganzen Sache doch noch einen Vorteil für sich zu ziehen. Wir würden nämlich ein wenig mit dem Auto unterwegs sein müssen, um überhaupt erst zu dem Kloster, das auf unserer Oma-Opa-Wunschliste stand, zu kommen.  So war das Kind dann doch recht schnell guter Dinge, denn ich konnte den Kinderaugen nicht widerstehen und hatte einer dringlichen Bitte zugestimmt. Unser Enkelkind durfte während der Fahrt zu unserem Ausflugsort mit Omas schwarzem I-Pad alle Spiele rauf und runter spielen. Am Rande bemerkt, Oma hat gar kein I-Pad, aber die Mutti hat eins und das ist weiß. Da mein Tablet schwarz ist, ist es logischerweise in Enkelinnenaugen ein schwarzes I-Pad. So schnell kann man mitunter zu einem I-Pad kommen. Bis eben hat man überhaupt noch nicht geahnt, dass man eins hat. Die Fahrt war also fürs Kind eine durchaus spannende Angelegenheit, aber kaum waren wir aus dem Auto gestiegen, war die Spannung auf Null gefallen, denn wir hatten ein wenig Fußmarsch vor uns und ich kam mir recht bald wie in dem Zeichentrickfilm „Shrek“ vor, in dem der Esel in rastloser Folge fragt: „Sind wir schon da?“ In unserem Falle lautete die Frage allerdings: „WANN sind wir denn endlich da?“

Die Donau bei Kelheim

Die Donau bei Kelheim

Und dann waren wir endlich da – am Kloster Weltenburg, einer Benediktinerabtei, die sich direkt an der Donau unweit der Stadt Kelheim (Niederbayern) befindet.

Eine Informationstafel vor dem Kloster

Eine Informationstafel vor dem Kloster

Gegründet worden sein soll es um 617. Im Zuge der Säkularisation wurde das Kloster 1803 aufgelöst, doch bereits 1842 wurde es wieder errichtet und im Jahre 1903 wurde es wieder zur Abtei erhoben.

Die Abteikirche

Die Abteikirche

Sehenswert ist die von den Gebrüdern Asam im Stil des Rokoko entworfene und ausgestaltete Abteikirche. Errichtet wurde sie zwischen 1716 und 1739. Ihre Entstehung fällt in die Zeit des Abtes Maurus I. Bächl (1713–1743), in der auch die ebenfalls sehr interessante Frauenbergkapelle entstand. Leider durfte man in der Abteikirche nicht fotografieren. Schade, denn den Anblick empfand ich als überwältigend. Besonders das Deckenfresko ist nahezu atemberaubend. Darin haben sich sogar die Brüder Asam, der eine als Gemälde und der andere als Stuck-Skulptur verewigt. Damit haben sie sich quasi selbst ein Denkmal gesetzt. Auch die Brandenstein-Orgel ist ein Augenschmaus. Es gibt so viel zu sehen, man könnte dort sicher Stunden und Tage zubringen, wenn man jedes kleine Detail betrachten wollte – einfach nur schön.

Blick in die Frauenbergkapelle

Blick in die Frauenbergkapelle

Natürlich war das alles für Kinderaugen eher langweilig, obwohl wir beiden Mädels dann doch recht lange in der Frauenbergkapelle, in der wir auch einige Bilder machen durften, verweilten und schauten und schauten. Irgendwann hörte ich dann leise: „Oma, gehen wir jetzt wieder?“ Der Opa hatte sich eh schon lange abgeseilt und wartete draußen auf uns.

Von einem Aussichtspunkt nahe der Frauenbergkapelle hat man einen schönen Blick auf die Donau

Von einem Aussichtspunkt nahe der Frauenbergkapelle hat man einen schönen Blick auf die Donau

Der Vierbeiner hat viel Spaß am und im Wasser

Der Vierbeiner hat viel Spaß am und im Wasser

Immer wieder lässt er das Wasser spritzen

Immer wieder lässt er das Wasser spritzen

In Windeseile waren meine beiden Begleiter dann auch schon wieder zum Kloster unterwegs, während ich mir noch einen Blick von oben auf die Donau …

Von meinem Aussichtspunkt kann man auch auf das Klostergelände blicken

Von meinem Aussichtspunkt aus kann man auch auf das Klostergelände blicken

… und die imposante Klosteranlage gönnte. Dann aber folgte ich meinen beiden und machte mich ebenso wie sie Richtung Kloster und von dort zum Ausgang auf den Weg. Die Donau glitzerte uns verlockend an, als wir am Klostereingang standen und hinunterschauten.

Eine Wasserstandsmarke am Klostergebäude

Eine Wasserstandsmarke am Klostergebäude

Während wir dort so standen, fiel mein Blick auf eine Hochwassermarke am Gebäude. Ich mochte es gar nicht glauben, dass das so harmlos erscheinende Wässerchen dort unten einmal mit seinem Wasserstand hier oben erst Halt gemacht hatte. Wieviel Meter mochten das gewesen sein? Ich schaute die Donau gleich ein wenig ehrfürchtiger an.

Ein Gedenkstein für drei amerikanische Soldaten

Ein Gedenkstein für drei amerikanische Soldaten

Da gruselte es mich dann doch ein bisschen und es erklärte sich in gewisser Hinsicht auch ein Gedenkstein für 3 amerikanische Soldaten, an dem wir auf dem Hinweg zum Kloster vorbeigekommen waren und für den unsere Enkelin von uns eine Erklärung haben wollte. Es beschäftigte sie doch sehr, warum die Männer hier ums Leben gekommen waren.

Eine der schönsten Flusslandschaften Deutschlands

Eine der schönsten Flusslandschaften Deutschlands

Das Kloster befindet sich mit seiner Lage direkt an einer Donauschleife in einer der schönsten Flusslandschaften Deutschlands. Natürlich mussten wir auch noch direkt ans Wasser.

Wir lassen kleine Steine auf dem Wasser und große ins Wasser springen

Wir lassen kleine Steine auf dem Wasser und große ins Wasser springen

Opa und Enkeltochter ließen fröhlich kleine Steinchen über die Wasseroberfläche springen. Auch andere Ausflügler ließen sich davon anstecken. Wobei die Steine, die unsere Enkelin ins Wasser warf, doch von einem etwas größeren Kaliber waren als die kleinen Springsteine der Erwachsenen. So ein großer Stein ergab wenigstens einen satten Klang, wenn er ins Wasser fiel und somit war er viel interessanter als diese winzigen Hüpfsteine.

Am Wasser ist es dann doch interessanter fürs Kind als im Kloster

Am Wasser ist es dann doch interessanter fürs Kind als im Kloster

So war es am Wasser dann doch wesentlich interessanter fürs Kind und unser im Kloster mitunter schon ein wenig maulig schauendes Mädchen war plötzlich wieder fröhlich und guter Dinge. Kurz bevor wir an dieser Stelle die Donau mit einem Steinwall angestaut hätten, machten wir uns dann doch wieder auf den Weg. Wir wollten nicht später  in der Zeitung lesen müssen, dass Unbekannte an der Donauschleife bei Kelheim mit unbedachtem Steinewerfen die Donau angestaut und die Schifffahrt behindert hätten.

Eine Fähre setzt über

Eine Fähre setzt über

Das Drahtseil, mit dessen Hilfe sich die Fähre über die Donau bewegt

Das Drahtseil, mit dessen Hilfe sich die Fähre über die Donau zieht

Unterwegs zu unserem Auto beobachteten wir noch, wie eine Donaufähre übersetzte. Es war schon höchst interessant, wie sich die Fähre an einem über den Fluss gespannten Drahtseil entlanghangelte.

An einer Felswand entdecken wir eine Eidechse

An einer Felswand entdecken wir eine Eidechse

Und dann gab’s noch etwas fürs Kind. Es entdeckte nämlich an der Felswand neben der Straße eine Eidechse. So etwas sind echte Erlebnisse, nicht das Kloster mit seiner langweiligen Abteikirche oder seiner berühmten Bierbrauerei. Die Weltenburger Klosterbrauerei ist übrigens die älteste ihrer Art weltweit. Aber das war wohl mehr für den Opa von Interesse 😉 Mit Omas schwarzem I-Pad, der angestauten Donau und der Eidechse im Fels war es dann doch noch ein rundum gelungener Tag geworden – selbst fürs Kind.

In der Bilderschau hier unten ist für die besonders Interessierten noch ein wenig mehr von unserem Kloster-Weltenburg-Ausflug zu sehen. Auch hier viel Spaß beim Anschauen!

Für Diaschau eines der Bilder anklicken!

… hat Herr Silberdistel sie doch tatsächlich noch an unserem letzten Urlaubstag in der Rhön Anfang Juni – die Stelle, wo der Hund begraben liegt. Bisher nahmen wir an, dass es sich dabei nur um eine Redensart handelt. Nun wissen wir es besser. Es gibt ihn tatsächlich, diesen Ort, an dem der Hund begraben liegt.

Im Biergarten des Klosters Kreuzberg

Im Biergarten des Klosters Kreuzberg

Obwohl …  zunächst dachte ich schon, Herr Silberdistel hätte etwas zu tief in den Krug mit dem dunklen Bier geschaut, das er dort oben auf dem Kreuzberg wonniglich Schluck für Schluck genossen hatte. Ganz schön heiß war der Tag auch noch. Wir hatten uns zwar ein schattiges Plätzchen unter den Bäumen am Rande des Biergartens des Klosters Kreuzberg gesucht, aber vielleicht war die heiße Mittagssonne doch an einigen lichteren Stellen durch den Blätterwald über unseren Köpfen hindurchgedrungen und hatte bei meinem Herrn Silberdistel in fröhlicher Zusammenarbeit mit dem Bier ihre Spuren hinterlassen.

Herr Silberdistel auf dem Weg zu der Stelle, wo der Hund begraben liegt

Herr Silberdistel auf dem Weg zu der Stelle, wo der Hund begraben liegt

Zunächst verstand ich gar nicht, was mein Gatte mir da aus der Ferne zurief. Wir waren nach einem schönen Mittagessen, das bei Herrn Silberdistel wie erwähnt mit Kreuzbergbier einherging, wieder unterwegs zu unserem Autoparkplatz. Die wunderschöne Natur rundherum wollte ich mir keinesfalls entgehen lassen. Meine Kamera hatte Futter ohne Ende.

Vieles gab es wieder, das ich fotografieren musste

Vieles gab es wieder, das ich fotografieren musste

So sprang ich von einer Blumenschönheit zur anderen, von einem Insekt zum nächsten und somit trödelte ich wie gewöhnlich ein wenig hinter Herrn Silberdistel her. Die vielen Motive brauchten halt ihre Zeit. Was rief mein Gatte da schon wieder? Die berühmte Stelle mit dem Hund …? Was für ein Hund? War ihm jetzt doch noch das Bier zu Kopfe gestiegen? Oder brannte die Sonne zu sehr auf sein unbemütztes Haupt? Musste ich mir Sorgen um ihn machen? Ich sollte mich vielleicht doch etwas beeilen und schauen, wie es um sein Wohlbefinden stand.

Schnee noch ein Foto und dann schaue ich, was Herr Silberdistel entdeckt hat

Schnell noch ein Foto und dann schaue ich, was Herr Silberdistel gerade gerufen hat

Schnell noch ein Foto von diesem herrlichen weißen Blütentraum und dann musste ich aber schnell schauen, was Herr Silberdistel für Probleme hatte.

Wie schön gerade der Weißdorn blüht

Wie schön gerade der Weißdorn blüht

So, fertig, nun aber los! Hund und begraben … Seltsam irgendwie … Hm, ich konnte mir so gar keinen Reim auf seine doch etwas vom Winde verwehten Worte machen. Aber sicher hatte ich da etwas ganz falsch verstanden.

Das ist sie, die berühmte Stelle, von der ich nie dachte, dass man sie wirklich finden kann

Das ist sie, die berühmte Stelle, von der ich nie dachte, dass man sie wirklich finden kann

Dann endlich stand ich neben meinem Herrn Silberdistel und mir wurde langsam klar, wovon er gesprochen hatte. Er hatte sie entdeckt, die berühmte Stelle, von der wohl jeder schon einmal gehört hat, die Stelle, wo der Hund begraben liegt. Vor mir stand ein kleines Holzkreuz mit einem Namen und einer Jahreszahl drauf. Ich befand mich genau an der Stelle, die ich immer nur für eine Redensart gehalten hatte, an der Stelle, wo der Hund begraben liegt. Ein wenig beruhigt war ich nun doch, also wegen meines Herrn Silberdistel. Ihm wenigstens ging es gut, Bier und Sonne hatten ihn nicht verwirrt. Dem Hund zu unseren Füßen ging es wohl eher weniger gut oder jetzt vielleicht auch wieder doch. Wer weiß das schon? Es tat mir irgendwie leid um ihn.

Von der Stelle, an der der Hund begraben liegt, hat man einen wunderschönen Blick auf den Kreuzberg

Von der Stelle, an der der Hund begraben liegt, hat man einen wunderschönen Blick auf den Kreuzberg

Andererseits … Wer hat für seine letzte Ruhe schon einen so schönen Platz? Ein idyllisches Fleckchen Erde mit Blick auf den Kreuzberg. Irgendwie gefiel mir die Stelle, wo der Hund begraben liegt. Wenn es denn ein Hund ist. Aber vielleicht ja doch, eventuell  sogar der treue Begleiter eines Rhönschäfers. Vielleicht war er ja genau hier einst glücklich mit seinem Schäfer und seinen Schafen.

Ach, übrigens weiß man gar nicht so genau, woher dieser Ausspruch kommt mit dem begrabenen Hund. Es wird vermutet, dass es dabei gar nicht um einen Hund im heutigen Sinne geht, sondern um einen Schatz oder um eine gewisse Art von Beute. Wenn man das Wort Hund nämlich auf das Mittelhochdeutsche zurückführt, dann würde „Hunde“ nämlich Beute oder Schatz bedeuten. Dann ginge es um die Stelle, an der der Schatz begraben liegt. Das wäre eine von vielen Deutungen für diese Redensart. Ansonsten gibt es noch vielerlei andere Erklärungen und Vermutungen, aber die lassen wir hier lieber weg, sonst wird uns am Ende doch noch ganz wirr im Kopf und wir geben wieder Sonne und Bier die Schuld.

Wenig später verabschiedeten wir uns von Erhard und grübelten unterwegs noch ein Weilchen darüber nach, wie und warum er wohl dort hingekommen ist.
Es war an diesem Tag nicht nur ein Abschied von Erhard und dem idyllischen Fleckchen Erde, in dem er ruht, es war für uns auch das Ende unseres diesjährigen Frühjahrsurlaubs in der Rhön und die Bilder in der Diaschau hier unten zeigen, was mir an diesem letzten Tag außer dem kleinen Grabkreuz noch vor die Kamera kam.

Für Diaschau eines der Bilder anklicken!

Na, schon wieder erholt vom Rundgang durchs mecklenburgische Pentagon? Dann können wir uns heute doch noch zu einem kleinen Spaziergang entlang der Elbe aufmachen. Wie ich bereits am Mittwoch berichtete, hatten wir am Tage unseres Ausflugs zur Festung Dömitz noch eine andere Verabredung. Die Zeit war durch unser Umherstreifen im Festungsgelände doch schon ein wenig vorangeschritten, dennoch wollten wir uns einen Blick auf die schöne Elbgegend nicht ganz entgehen lassen. Ein wenig von ihrer Schönheit hatten wir bereits von der Festung aus erahnen können.

Die Elbe und eine der Brücken, die wir bereits von der Festung aus sehen konnten

Die Elbe und eine der Brücken, die wir bereits von der Festung aus sehen konnten

Also würden wir uns noch eine kleine halbe Stunde abknapsen und den Fluss, der hier in der Gegend lange Zeit als Grenzfluss zwischen den beiden deutschen Staaten dahinfloss, ganz aus der Nähe anschauen. Fast sofort fiel unser Blick wieder auf das blaue Wunder im Hintergrund, das erst nach der Wende wieder aufgebaut wurde und seit Ende 1992 wieder Ost und West miteinander verbindet. Die zuvor an dieser Stelle die Elbe querende Straßenbrücke war 1945, wie auch die alte Eisenbahnbrücke, von der weiter unten noch die Rede sein wird, durch einen Bombenangriff zerstört worden. Während der Jahre der deutschen Teilung sah man keine Notwendigkeit, die Strombrücke wieder aufzubauen. Erst 1991 begann man, an der alten Stelle einen neuen Brückenzug zu legen, der nun die Lücke in der B 191 wieder schließt.

Wir haben plötzlich einen vierbeinigen Begleiter

Wir haben plötzlich einen vierbeinigen Begleiter

Wir waren noch in den Anblick der Elbebrücke vertieft und noch gar nicht richtig unterwegs, als wir Zulauf erfuhren, tierischen Zulauf. Ein Hund gesellte sich zu uns, lief fröhlich mal neben Herrn Silberdistel, dann wieder neben mir her, so, als würden wir Herrchen und Frauchen sein. Blieben wir stehen, blieb er ebenfalls stehen, gingen wir weiter, folgte auch er uns. Weit und breit war kein anderes Herrchen oder Frauchen zu sehen. Seltsam! Waren wir jetzt etwa auf den Hund gekommen? Hatte jemand den kleinen Bello hier an der Elbe nach einem Spaziergang vergessen? Nachdem uns der Vierbeiner eine ganze Weile begleitet hatte, verschwand er plötzlich quer über eine der Wiesen in Richtung der Häuserzeile, die wir nicht weit vom Elbufer aus sehen konnten. Sicher gehörte unser zeitweiliger Begleiter dort irgendwohin.

03

Die Elbe ganz nah

Beruhigt darüber, dass Bello nun sicher nach Hause gelaufen war, schlenderten wir vom Elbdamm hinunter zum Wasser, genossen die Ruhe, die sanft plätschernden Wellen und das viele Grün um uns. Schön war’s hier.

In der Ferne stromert eine Katze durchs hohe Gras

In der Ferne stromert eine Katze durchs hohe Gras

In der Ferne stromerte eine Katze durchs hohe Gras. Wahrscheinlich war sie gerade auf der Jagd. Ein Falke zog über uns hinweg und auch ein Milan war noch einmal zu sehen. Ob es der war, den wir über dem Festungsgelände beobachtet hatten?

Ein einsamer Paddler zieht an uns vorüber

Ein einsamer Paddler zieht an uns vorüber

Auf dem Wasser war allerdings wenig Betrieb. Erstaunlich für einen Fluss, den wir aus Magdeburg doch als recht stark befahren kennen. Ein einsamer Paddler mit seinem Boot war das einzige Wassergefährt, das an uns vorüberzog.

In der Ferne sehen wir die alte Eisenbahnbrücke, die einst die Elbe querte

In der Ferne sehen wir die alte Eisenbahnbrücke, die einst die Elbe querte

In der Ferne waren die Reste der Eisenbahnbrücke zu sehen, die einst die Elbe querte und Teil der Bahnstrecke von Wittenberge nach Lüneburg war. Auch sie wurde in den letzten Kriegstagen des Jahres 1945 Opfer eines Luftangriffes. So stürzte ein Teil der zerstörten Brücke in die Elbe. Da das Bauwerk die innerdeutsche Grenze querte, wurde auch hier, wie schon bei der oben erwähnten Straßenbrücke, auf einen Wiederaufbau verzichtet. Heute existieren nur noch am Westufer der Elbe einige Brückenelemente, die inzwischen aber unter Denkmalschutz stehen. Ein Teil der östlich zunächst noch vorhandenen Brückenreste wurde wegen Einsturzgefahr 1978 abgerissen, der Rest folgte 1988. Auch aus der Ferne sieht die Brücke noch immer nach einem imposanten und irgendwie auch interessanten Bauwerk aus. Vielleicht sollten wir sie irgendwann noch einmal ganz aus der Nähe betrachten.

Zurück geht's zum Parkplatz, auf dem unser Auto wartet

Zurück geht’s zum Parkplatz, auf dem unser Auto wartet

Für heute haben wir aber erst einmal genug Elbgegend beschaut und Brücken betrachtet, wir laufen hinüber in Richtung der Häuserzeile, in die „unser“ Hund verschwunden ist. Die schmale Straße vor den altertümlichen Häusern sollte uns, wenn wir uns jetzt nicht sehr täuschen, zurück zum Parkplatz, auf dem wir unser Auto abgestellt haben, führen. Unterwegs entdecke ich noch allerlei, das per Kamera eingesammelt werden will und vielleicht einen kleinen Eindruck von dem der Elbe zugewandten Teil der Stadt Dömitz vermittelt. Ein kleines Café macht einen sehr gemütlichen Eindruck auf uns und plötzlich spüren wir Appetit auf ein Eis. Doch leider sind im Gartenbereich alle Tische besetzt und drinnen möchten wir bei dem inzwischen überraschend schönen Wetter nicht sitzen. Ein wenig traurig machen wir uns wieder auf den Weg. Aber da wartet ja noch unsere Verabredung für heute und wer weiß, vielleicht werden wir ja noch mit allerlei Herrlichkeiten verwöhnt.

Unser Freund ist wieder da und begrüßt mich freudig

Unser Freund ist wieder da und begrüßt mich freudig

Wir denken, dass wir das Eis durchaus verschmerzen können. … und dann sind wir doch tatsächlich schon wieder am Parkplatz und ich denke, ich traue meinen Augen nicht. Wer kommt fröhlich auf mich zugelaufen? Richtig, der kleine Bello, der uns eben noch ein Stückchen begleitet hatte. Von einem der parkenden PKWs kommt eine Frau auf mich zu und sagt: „Hier sucht jemand ein Zuhause. Er ist ganz lieb und freundlich. Aber wir haben schon einen Hund. Wir können ihn nicht nehmen.“ „Wir auch nicht, wir haben zwei Katzen“, antworte ich. „Ach, das macht nichts, unser Hund versteht sich auch mit Katzen“, höre ich darauf. Bello scheint aber nur für den Tag ein wenig Zerstreuung gesucht zu haben, denn plötzlich ist er wieder irgendwohin verschwunden. Wahrscheinlich hat er gehört, dass er gerade an die Frau oder den Mann gebracht werden sollte und das ist ihm dann doch nicht so lieb. Freiheit ist doch viel schöner und die scheint er in vollen Zügen zu genießen und für eine halbe Stunde Freundschaft mit einem Spaziergänger zu schließen, das scheint ihm völlig zu reichen. Sicherheitshalber steigen wir doch schnell in unser Auto ein, bevor Bello noch einmal wieder auftaucht und wir am Ende wirklich zum Herrchen und Frauchen werden. Wir machen uns dann doch lieber ohne Hund auf zu unserem nächsten Termin, auf den wir uns schon sehr freuen und eigentlich waren wir dort auch ohne Hund angekündigt.
Am späten Abend sind wir von einem abenteuerlichen und schönen Tag wieder zurück. Unsere Katzen schauen uns vorwurfsvoll an und verstehen wohl nicht, dass wir auch manchmal Besseres vorhaben, als ihnen beim Schlafen zuzuschauen. Aber sie kommen noch zu ihrem Abendspaziergang im Garten und damit ist uns dann unsere lange Abwesenheit schon wieder verziehen. Von unserer Hundebekanntschaft verraten wir ihnen lieber nichts.
So, wer mag, der kann jetzt noch einmal mit uns an der Elbe bei Dömitz entlangspazieren, idyllische alte Häuschen anschauen und nebenher eine nette Hundebekanntschaft machen.

Für Diaschau eines der Bilder anklicken!

Ein Dienstag Mitte April führte mich wieder einmal nach Wismar. Bereits auf der Fahrt dorthin hatte ich die leise Hoffnung, dass dieser Tag sich wettertechnisch weiter so nett entwickeln würde, wie er begonnen hatte. Meine 92-jährige Mutter getraut sich schon eine ganze Weile nicht mehr ohne Begleitung hinaus ins Freie. So nutzen wir gern meine Besuchstage bei ihr für den einen oder anderen kleinen Spaziergang. Der besagte Dienstag hielt sein Versprechen vom Vormittag und ließ auch am frühen Nachmittag, als wir beiden Frauen uns wieder einmal auf den Weg zum Seebad Wendorf machten, die Sonne noch freundlich vom Himmel scheinen. Das Meer begrüßte uns mit einem wundervollen dunklen Blau und der Himmel darüber schien das Meeresblau noch zu vervielfachen. Die Luft war angenehm warm, sodass wir uns auf einer Bank direkt am Wasser niederlassen und den Nachmittag genießen konnten. Wir blickten aufs Meer hinaus und freuten uns ganz einfach über den herrlichen Tag. Wie wir bald merkten, gab es noch andere Genießer – solche, die sich, still am Wasser sitzend, einfach nur über den netten Augenblick freuten. Einige der schönsten Momente nahmen sie aber auch in ihrer Kamera mit nach Hause – so wie ich.  Da gab es aber auch noch andere, begeisterte Stöckchenträger zum Beispiel, die sich auf ein fröhliches Spiel mit Frauchen freuten.
Übrigens wird an der Wismarer Seebrücke momentan fleißig gebaut. Wir mussten uns natürlich noch mit eigenen Augen vom Fortgang der Arbeiten überzeugen. Demnächst soll die Seebrücke ihren Besuchern wieder zur Verfügung stehen und ich hoffe, dass auch meine alte Dame und ich noch oft auf dieser Brücke stehen werden und in die weite Ferne blicken. So, aber nun los, Ihr wollt doch sicher auch noch ein bisschen salzige Meeresluft einsaugen und das hübsche frische Grün und die leuchtenden Farben der Blumen im Park bewundern!

Für Diaschau eines der Bilder anklicken!

… war das Wetter, als ich Anfang Februar zu einer kleinen Strandwanderung unterwegs war. Ich hatte einige Tage nach meinem Ausflug darüber berichtet und Euch damals bereits ein wenig daran teilhaben lassen. Es gab so viel Schönes und Interessantes zu entdecken. Alles mochte ich Euch nicht auf einmal zumuten. Vielleicht habt Ihr ja jetzt Lust – mit etwas Abstand zu den Bildern aus dem Februar – auf ein kleines Dessert? Ich hoffe, es mundet Euch genauso wie der Hauptgang. Also, dann macht es Euch schön bequem, ich serviere sofort.

Miesmuschel

Miesmuschel

Mögt Ihr Muscheln? Miesmuscheln? Auf heißem Stein gebacken? Ach, die hatten wir letztes Mal bereits? Oh ja, richtig, ich wollte schließlich auch keine Vorspeise servieren, es sollte ein Dessert sein. Dann muss ich schnell mal schauen, was ich Euch sonst noch anbieten kann.

Bunter Salatteller

Bunter Salatteller

Wie wär’s denn mit ein wenig Salat? Soll doch sehr gesund sein. Immer und überall bekommt man ihn als Beilage. Wie bitte? Hier ist nicht immer und überall? Außerdem gab’s den auch schon letztes Mal? Hm, stimmt natürlich auch wieder. Verzeiht meine Vergesslichkeit, das muss das Alter sein 🙄

Zitrone zur Abrundung des bunten Salattellers

Zitrone zur Abrundung des bunten Salattellers

… und wenn wir den bunten Salatteller mit ein paar Spritzern Zitrone aufpeppen? Auch nicht? Ihr wollt keine Beilage, Ihr wollt ein ordentliches Dessert? Okay …

Zutaten für die einzigartige Meeresschaumtorte

Wie wäre es denn dann mit einer Meeresschaumtorte – lieblich gewürzt – mit echtem Meersalz? Punktgenau getroffen? Ich wusste doch, dass bei diesem schaumigen Anblick einige Augen leuchten würden.

Meeresschaum mit würziger Zimtnote

Meeresschaum mit würziger Zimtnote

Wer mag, kann natürlich den Meeresschaum auch pur, also nicht als kalorienreiche Torte, genießen. Vielleicht mit würziger Zimtnote?

Spritziges Eiswasser

Spritziges Eiswasser

Und wer während unserer kleinen Wanderung Durst bekommt, dem kann ich zu einem Glas wundervoll spritzigen Eiswassers raten.

Unterwegs am Strand bei Elmenhorst - westlich von Warnemünde

Unterwegs am Strand bei Elmenhorst – westlich von Warnemünde

So, alle versorgt? Okay, dann machen wir uns mal auf den Weg, d.h. ICH mache mich auf den Weg. Ihr dürft Euch entspannt zurücklehnen, von der Meeresschaumtorte oder dem leckeren Zimtberg naschen und Euch ab und zu mit dem spritzigen Eiswasser erfrischen. Wenn es mir zu warm wird während des kleinen Ausflugs entlang der Ostsee, dann kann ich mir auch ein Becherchen von dem kühlen Nass einfüllen.  Ich hab’s ja hier quasi aus erster Hand. Genug geschwatzt! Los jetzt! Wir gehen noch ein Stückchen in Richtung Westen weiter, in Richtung Nienhagen, von dort aus, wo wir das letzte Mal stehen geblieben sind, d.h. ich gehe, Ihr dagegen braucht nur ganz entspannt mit Eurem Mäuseken auf die Bilder hier unten zu klicken. Wie? Ja, wer mag, der darf natürlich auch mit dem Fingerchen auf dem Bildschirm herumtippen. Egal wie, so oder so hört Ihr gleich wie ich …

Strandwetter - auch für Bello

Strandwetter – für Mensch und Tier

… den Hund dort hinten bellen, dem der Strandspaziergang mindestens genauso viel Freude macht wie uns. Wenn wir nun aber Bellos laute Freudenrufe herausfiltern, dann hören wir nur noch das Meer rauschen, die Steine klappern, vielleicht die Möwen schreien und den Wind pfeifen … und sonst gar nichts mehr … außer Meer …

Für Diaschau eines der Bilder anklicken!

Richtig geraten, ich war wieder einmal an der Ostsee unterwegs. Herr Silberdistel hatte gerade anderes zu tun, so musste ich den Sonntag vor gut einer Woche irgendwie allein gestalten. Die Sonne lachte so verlockend vom Himmel, da fiel mir die Entscheidung leicht. Ich wollte nichts wie hinaus und das schöne Wetter genießen, vielleicht sogar ein wenig die wärmenden Strahlen von Frau Sonne im Gesicht spüren. Was lag da näher, als meiner geliebten Ostsee einen Besuch abzustatten? Warm eingepackt, mit einem Rucksack für eventuelle Fundstücke versehen und natürlich in Begleitung meiner Kamera machte ich mich auf den Weg. Ein kleiner Parkplatz ganz nah am Strand unweit des Ortes Elmenhorst war mein Ziel. Schon aus der Ferne sah ich, dass auch andere die Idee mit dem Ausflug ans Meer hatten. Ich würde also nicht einsam und allein an der Ostsee stehen.

01
Als ich aus dem Auto stieg, fiel mein Blick auf die riesigen Windräder, von denen man hier an der Küste immer mehr sieht. Ich mag diese Monster nicht, auch wenn sie aus der Ferne und mit Fotografenaugen betrachtet mitunter ganz nett aussehen können, wie mein Beispiel hier oben vielleicht belegt. Es gibt von ihnen inzwischen schon so viele, zu viele für meinen Geschmack. Überall drängeln sie sich in unsere schöne Natur und nicht immer passen sie so gut ins Bild wie auf meinem Foto.

02
Schauen wir uns lieber etwas anderes an – das kleine Bächlein vielleicht dort vorn. Auf dem kurzen Weg zum Strand laufe ich durch einen schmalen Streifen Küstenwald. Rechts neben meinem Weg plätschert leise ein kleines Bächlein.

03

Es begleitet mich mit seinem munteren Glitzern bis hinunter zur Ostsee …

04

… und vereinigt sich dort mit den rauschenden Wellen des Meeres.

05

An diesem Tag rauscht das Meer nicht nur ganz besonders eifrig, es schäumt auch wie der wunderbarste Badeschaum.

07

Der Betrieb auf dem Parkplatz ließ es bereits vermuten, außer mir sind noch etliche weitere Strandliebhaber, Meeresanbeter, Jäger und Sammler unterwegs. Einen solch schönen Sonnentag muss man einfach nutzen. Für mich gibt es kaum einen Ort, an dem es mir besser gelingt, zu entspannen, abzuschalten und mein inneres Gleichgewicht wiederzufinden.

07

Dann endlich stehe ich ganz nah am Meer und schaue hinaus, hinaus in die blaue Ferne, lausche dem Pfeifen des Windes und dem Gesang der ans Ufer rauschenden Wellen.

08

Wie wunderbar beruhigend und melodisch es klingt, beruhigend und schön, so als würde ich dem Herzschlag des Meeres lauschen können. Hört und fühlt ihr ihn auch?

Für Diaschau einer der Bilder anklicken!