Mit ‘Hummeln’ getaggte Beiträge

Mit ganz spitzen Ohren bin ich dieses Mal durch meinen Garten geschlichen. Ich wollte nämlich nicht nur die farbige Gartenwelt einsammeln, sondern auch schauen, ob die bunten Blüten nicht doch den einen oder anderen fliegenden Gast in mein kleines Silberdistelreich gelockt haben.
Und tatsächlich, ein leises Summen zog mich zunächst zum Lavendel und dann auch zum Thymian, der sich momentan ganz besonders ins Zeug legt, um mit seinen Blüten Bienen und Hummeln anzulocken. Wenn ich auch nach ganz intensivem Lauschen doch so einige Summ- und Brummtöne ausmachen konnte, kann ich nur wiederholen, was ich bereits in einigen anderen meiner Beiträge anklingen ließ, es summt und brummt bei Weitem nicht so intensiv wie in den vergangenen Sommern.
Was ging sonst von den Lavendelsträuchern und dem blühenden Thymian immer für ein herrlich melodischer Chorgesang aus? Jetzt hört man hier und da nur ein kleines Solo. Hoffentlich kann ich irgendwann wieder einen kraftvollen vielstimmigen Insektenchor vermelden.
Schön war, dass mir während meiner Suche nach Hummeln und Bienen einige Schmetterlinge begegneten. Mehrere Kohlweißlinge tanzten fröhlich durch meinen Garten. Nur mit meiner Kamera hatten sie so gar nichts im Sinn. Aber letztendlich ist wichtig, dass sie überhaupt da waren.
So, dann lasst uns gemeinsam in meinem grünbunten Reich lauschen und schauen.

Für Diaschau eines der Bilder anklicken!

Ein wenig Sorge hatte ich mir schon gemacht – um diese brummenden gemütlichen flauschigen Flieger – um die Hummeln. In diesem Jahr tauchte bisher nur recht selten eine Hummel in meinem Garten auf. In den Jahren zuvor nisteten oft etliche Völker in den Lüftungsschlitzen in der Wand unseres Hauses.
Scheinbar wurden diese sonst so beliebten Behausungen in diesem Jahr nicht bezogen. So war der dunkle Summton der Hummeln bis eben noch eher selten einmal zu hören, obwohl viele Hummelwohnungen auf die gemütlich wirkenden Insekten warteten. Auch ihre Lieblingspflanzen blühen bereits eine ganze Weile.

Vor einigen Tagen war ich wieder einmal im Vorgarten beschäftigt. Während ich Unkraut zupfte und den Boden in den Beeten lockerte, begleitete mich ein altbekannter dunkler Summton – und nicht nur ein einzelner. Immer wieder brummte und summte es im Chor um mich herum.

01-dsc02162

Unsere Deutzie – die Hummeln lieben ihre Blüten

Und je näher ich dem Strauch mit den kleinen weißen Glöckchenblüten kam, umso intensiver war das Brummen zu vernehmen.
Da waren sie ja endlich wieder – die Vermissten. Ganz viele Erdhummeln bevölkerten den Strauch und sammelten fleißig Nektar. Ihr Summen war wie Musik in meinen Ohren – Musik, die einfach für mich zum Sommer dazu gehört. Wie sehr würde ich es vermissen, wenn es nicht mehr da wäre, dieses gemütliche Summen, und wie froh stimmte es mich, diese wundervolle Hummelmelodie nun doch wieder hören zu können.

Für Diaschau eines der Bilder anklicken

Wie? Eine Buchrezension? Äh … ach so. Nein, die hatte ich nicht im Sinn. Also, wer das jetzt gedacht hat, der … ja, der ist hier ausnahmsweise einmal falsch und der muss dann jetzt wieder gehen und vielleicht beim Herrn Böll an die Tür klopfen. Wer allerdings dennoch bleiben möchte, der wird lernen, dass Gruppenbilder mit Dame nicht nur in der Literatur vorkommen, man sieht sie mitunter auch im wirklichen Leben. Herr Silberdistel kann das bestätigen, ist es ihm doch unlängst passiert. Wie das?

Nun, es begann an einem recht dunstigen Morgen Mitte September. Wir Silberdistels  waren am Tag zuvor nach einer nervenaufreibenden z.T. extrem verregneten Tour über Deutschlands mit unzähligen Baustellen gepflasterte Autobahnen in unserer Lieblingsurlaubsgegend, der Rhön, gelandet. Am Ende der Reise und des Tages waren wir gewaltig erschöpft in unsere Betten gesunken. So schliefen wir auch tief und fest, übrigens in einer himmlisch ruhigen und des Nachts sogar stockfinsteren Gegend, einer Gegend wie gemacht für Sternengucker – in einem Ferienhaus mitten im Wald am Fuße des Buchschirmberges im hessischen Teil der Rhön.

Als wir am Morgen nach dieser stressigen Autobahntortour die Augen aufschlugen, befürchteten wir schon Schlimmes für unseren diesjährigen Wanderurlaub. Tiefhängende Wolken trübten unseren Blick aus dem Fenster. Wenigstens regnete es nicht mehr.
Nach einem ausgiebigen Frühstück sah die Welt dann doch schon etwas freundlicher aus, nicht nur, weil der Bauch vom Gutenmorgenbrötchen voll und der Geist vom Frühstückstee wach  war. Die Nebelschwaden hatten sich zum größten Teil verzogen und das ließ den Tag schon wesentlich freundlicher erscheinen. Vielleicht konnten wir doch eine Wanderung wagen. In der Hoffnung, der Wettergott würde uns unterwegs nicht in die Suppe spucken, machten wir uns auf in Richtung Thüringer Rhönhaus. Wer nicht wagt, der nicht gewinnt.

dsc01714

Auf dem Buchschirmberg befindet sich diese kleine Aussichtsplattform. Von dort hat man einen herrlichen Blick auf die Berge der Rhön

Wir wagten also und kamen schließlich etwas atemlos, weil’s dummerweise nur bergauf ging, an unserem ersten Zielpunkt an, an der kleinen Aussichtsplattform, die auf dem Gipfel des Buchschirmberges steht und von der aus man einen fantastischen Fernblick hat. Von dort an ging’s zu unserer Freude nicht weiter bergauf. Der Gipfel war erstürmt und es ging nun mehr oder weniger auf einer Höhe weiter. Eine Viertelstunde nach dem Erreichen dieses ersten markanten Punktes, bogen wir ab in den Wald …

dsc01715

… und da blitzte auch gleich ein Ufo zwischen den Bäumen auf. Unser Ufo ist übrigens ein stationäres, denn es markiert bereits seit Jahren diesen Weg, der uns schon so oft nach Thüringen ins dortige Rhönhaus, einer sehr gemütlichen kleinen Gaststätte, geführt hat. Wir ließen das Ufo links liegen und wanderten und wanderten und wanderten und … „Hm“, meinten wir fast gleichzeitig. Und bevor ich noch Weiteres aussprechen konnte, fragte Herr Silberdistel: „Sind wir denn hier richtig?“ „Nein“, sprach ich voller Überzeugung, denn der Weg bog plötzlich stark nach links ab. Unser Weg durfte das eigentlich nicht, das hatte er noch nie getan. Da hatte man uns jetzt irgendwie ein falsches Stück Weg untergeschoben. Das kommt davon, wenn man während des Wanderns auch noch mit seinem Wegbegleiter über dies und das und Gott und die Welt plaudert. Erst jetzt blickte ich mich um. Und was sah ich? Nichts sah ich. Das Ufo war weg. Eigentlich hätte es immer noch dort hinten stehen müssen. Ob es jetzt doch abgehoben hatte? Wir tippten beide darauf, dass wir wohl eher eine Wegkreuzung zu früh links eingebogen waren, als dass sich das Ufo einfach unerlaubt davon gemacht hatte. Also zurück! Und in der Tat, als wir wieder auf den Hauptweg trafen, war auch das Ufo wieder da. Wie konnte uns so etwas passieren? Wie viele Male waren wir diesen Weg schon gelaufen? Und noch nie hatten wir uns dabei VERlaufen. Das musste an der Gegend liegen, die im Herbst so anders als im Frühjahr aussieht. Gewöhnlich verbringen wir eher einige Tage im Frühjahr in der Rhön denn im Herbst.

Aber egal, 20 Minuten später überschritten wir die ehemalige deutsch-deutsche Grenze, die man nach mehr als 25 Jahren Deutscher Einheit kaum noch erahnen kann, und nach weiteren 30 Minuten standen wir am Abzweig zum Thüringer Rhönhaus. Ein wenig bergab und schon schaute uns das gemütliche Gasthaus im Thüringischen so einladend wie eh und je an.

dsc01724

Eine Hummel krabbelt steifbeinig auf einem der Gartentische am Thüringer Rhönhaus umher

Wir suchten uns einen Tisch im Freien, retteten dabei schnell noch eine Hummel, von der wir glaubten, sie wäre verletzt und ihr letztes Stündlein hätte längst geschlagen. Ich setzte das kleine pelzige Wesen vom Tisch, auf dem sie schwerfällig herumkrabbelte, auf ein freundliches gelbes Blümchen in einem Blumenkasten in unserer Nähe. Glücklich, eine gute Tat vollbracht und dem armen Insekt noch eine letzte Freude bereitet zu haben, schauten wir auf das Hummelchen. Das aber schien durch den Blumenduft spontangeheilt, erhob sich zu unserer Verblüffung und summte fröhlich in den Tag davon.

Als wir uns von unserem Erstaunen über die Spontanheilung der Hummel erholt hatten, merkten wir, wie unangenehm eisig hier draußen im Garten der Wind durch die Büsche pfiff. Ob es dem pelzigen Flieger auf der kahlen Tischplatte einfach nur kalt gewesen war?

dsc01730

Von der Veranda des Gasthauses aus in den Außenbereich geschaut

Wir sammelten eilig unsere sieben Sachen zusammen und ließen uns dann doch lieber auf der wind- und wettergeschützen Veranda des Gasthauses nieder. Nicht, dass es uns am Ende wie dem Hummelchen ging und wir völlig bewegungsunfähig vom eisigen Wind auf den Stühlen festklebten. Und wer weiß, ob auch uns ein Retter aus der Not helfen würde.

Für Diaschau eines der Bilder anklicken!

Bis unser Windbeutel mit Erdbeeren, Sahne und leckerem Erdbeereis nebst Kaffee und Cappuccino serviert wurde, hatten wir Zeit, uns ein wenig auf der Veranda umzuschauen. Wieder einmal fiel mir auf, wieviel mit viel Liebe hergestellte nette Dekorationsstücke dem Gasthaus seinen ganz eigenen Charme verleihen. Jedes Jahr entdecke ich Neues, dem meine Bewunderung gilt, oder Altes, dem man die liebevolle Pflege ansieht. Genug bewundert, unser Windbeutel kommt angeflogen und der verdiente erst recht Bewunderung und er schmeckte einmalig gut. An ein Foto dachte ich zu spät, da war er bereits in meinem Magen gelandet, aber dort hat er mich fantastisch glücklich gemacht. Ohne Foto vergoldet ihn die Erinnerung vielleicht sogar noch ein wenig mehr.

dsc01740

Der Rhönwald hatte viel Interessantes für die Kamera parat

Gestärkt und inzwischen auch wieder einigermaßen aufgewärmt, also irgendwie rundum glücklich, machten wir uns schließlich wieder auf den Rückweg ins Hessische. Dabei stolperten wir noch über die eine oder andere hübsche Entdeckung am Wegesrand, z.B. über Bäume im Winterpelz …

dsc01750

Kurz hinter dem UFO verlassen wir den Wald und haben wieder freien Blick auf die Berge der Rhön

 … und so landeten wir bald wieder an unserem Ufo und kurz darauf am Waldesrand.

dsc01760

Die Milseburg ist hier genau in der Mitte des Bildes zu sehen

Vor uns lag wieder die weite Ferne mit den so markanten Bergen wie der Milseburg und der Wasserkuppe.

dsc01762

Auf dem höchsten Punkt am Berg sieht man einen Teil des Kreuzes des Ostens stehen

Ein leichter Schwenk nach rechts und schon bewegten wir uns wieder auf den höchsten Punkt des Buchschirmberges zu. Bald kam auch das riesige Holzkreuz, das auf dem Berg steht, das Kreuz des Ostens, in Sicht. Kurz darunter hatte sich malerisch eine Rinderherde gruppiert. Na? Ist das nicht Romantik pur? Kann es Schöneres geben, als eine am Waldrand still vor sich hinmümmelnde bunte Rinderherde?

dsc01766

Neugierig auf die Wanderer hinter dem Zaun?

Dann hatten wir sie erreicht, die Schwarz- und Rotbunten. Es waren fast alles Herren und wie es Herren ganz gern mal tun, warfen auch diese tierischen Jungs  einen Blick auf die menschliche Dame, die da am Zaun vor ihnen stand.

dsc01767

Dieser Herr kommt gleich noch etwas dichter an den Zaun

Ob sie mich nun erstaunt, bewundernd oder verwirrt anschauten, konnte ich nicht so recht deuten. Immerhin schauten sie überhaupt. Da kann man sich als weibliches Wesen im doch schon etwas fortgeschrittenen Alter durchaus etwas drauf einbilden, oder?

dsc01770

Und dann zum Fototermin habe ich drei flotte Herren vor mir stehen

Dankbar für so viel Aufmerksamkeit zückte ich meine Kamera. Kaum hatte es einmal klick gemacht, kam zu dem einen Burschen ein zweiter und dann sogar ein dritter hinzu. Schön ordentlich reihten sie sich nebeneinander auf und posierten tierisch gekonnt für ein Foto. Irgendwie kam mir bei dieser nahezu glanzvollen Vorstellung dann doch der Verdacht, dass sie für den Tourismusverband arbeiten könnten? Wann reihen sich Rinder schon so ordentlich für ein Foto auf? So oder so fühlte ich mich jedenfalls mächtig geehrt.

pic_5123

Das im Titel versprochene Gruppenbild mit Dame

Und genau da kommt jetzt Herr Silberdistel ins Spiel. Nachdem er sich von seiner Verblüffung darüber, wie nahezu magisch seine Gattin scheinbar auf gleich mehrere Jungbullen wirkte, griff er ebenfalls zur Kamera und hielt diese erstaunliche Szenerie für die Ewigkeit fest. Ein solches Gruppenbild mit Dame war ihm bisher nun wirklich noch nicht vor die Linse gekommen. Also Sachen gibt’s in der Rhön, das glaubt man gar nicht. Aber wir Silberdistels wissen es besser. Wir haben schon so allerhand mit den wilden Tieren der Rhön erlebt. Aufmerksame Leser dieses Blogs werden das bestätigen können. Übrigens gesellte sich, als Herr Silberdistel im Begriff war, dieses erstaunliche Gruppenbild mit Dame aufzunehmen, noch ein vierter Bewunderer der Silberdistel ins Bild. Da behaupte mal noch einer, dass Frauen im fortgeschrittenen Alter Mangel an Verehrern hätten. Also ich, ich kann mich da, zumindest seit diesem denkwürdigen Tag, so gar nicht beklagen und inzwischen denke ich, das alles hatte nichts mit dem Tourismusverband zu tun. Das war allein meine unwiderstehliche weibliche Erscheinung und Ausstrahlung, die die vier jugendlichen schwarzbunten Herren zu mir lockten.

Ach übrigens, der Wettergott war uns an diesem Tage dann doch sehr hold. Es war zwar recht kühl, aber unsere Wanderung blieb regenfrei. Also: Ende gut, alles gut! 😉

… und das nicht nur auf dem Kalender, dann sollte man sich auch die Zeit nehmen, um ihn ordentlich zu genießen. Und genau das werden wir Silberdistels jetzt tun. Bei uns ist jetzt Sommer- und Blogpause angesagt.

Dsc_0383-Shadow05

Auch Euch wünschen wir einen wunderschönen Rest vom Sommer, freut auch Ihr Euch über die Sonne, die Wärme, die Blumen, das Summen der Insekten, vielleicht auch über das Meer, die Berge und den wunderschönen blauen Himmel darüber. Und ab und zu gehört vielleicht auch bei Euch ein schönes Buch zu einem erholsamen Sommer. Bei mir wäre ein Sommer ohne eine schöne Lektüre draußen im Garten – an meinem Lieblingsleseplatz – undenkbar. Also, habt viel Spaß, erholt Euch gut und bleibt gesund.

Für Diaschau eines der Bilder anklicken!

Hier bei uns wird jeder das tun, was ihm am meisten gefällt, unsere pelzige Herrschaft wird sicher ihren beiden Lieblingsbeschäftigungen nachgehen – durch den Garten streifen und zwischendurch immer wieder eine kleine Ruhepause einlegen. Die aber möglichst immer draußen im Garten. Zur Not darf’s auch gern der Wintergarten sein, wobei der mehr Tortys Spezialität ist. Nur unser Keks scheint nie zu schlafen. Er ist fast immer im Laufschritt unterwegs, so, als müsse er immer und überall sein. Für ihn wird dieser Sommerurlaub wohl mehr ein einziger großer Abenteuerurlaub werden. Es gibt ja noch soooo viel zu entdecken. Wer weiß, vielleicht haben wir ja am Ende des Sommers so allerlei Aufregendes, Interessantes und sogar Spannendes zu berichten.
Jetzt aber tauchen wir zwei- und vierbeinigen Silberdistels erst einmal ab in unseren Sommergarten und wer weiß, möglich, dass wir auch das eine oder andere Mal außerhalb unseres Gartens unterwegs sein werden. Wir werden sicher zu gegebener Zeit berichten.
Und wer von Euch jetzt immer noch nicht so richtig auf Sommer, Urlaub und Erholung eingestellt ist, der darf sich ganz schnell noch in unserem kleinen summenden, brummenden, blühenden, bunten silberdisteligen Sommerglück ein Auge, eine Nase, ein Ohr voll Sommer holen. Und falls wir uns unterwegs irgendwo verlieren sollten, spätestens am Ende des Sommers lesen wir uns doch hoffentlich wieder. Macht’s gut bis dahin und macht ihn Euch schön – Euren Sommer!

Für Diaschau eines der Bilder anklicken!

Wir sind in diesem Jahr völlig umzingelt von schnurrenden, summenden und brummenden Geräuschen – sehr angenehmen Geräuschen – beruhigend und schön. Wohin wir auch gehen, drinnen schnurrt’s und draußen summt und brummt es überall.

01-Dsc07118

Pssst, leise! Der Kater ist gerade in das einschläfernde Summen der Lavendelbesucher vertieft

Der Schnurrer von drinnen lässt sich gern auch draußen bei den sanften Brummern nieder und lauscht ihrem einschläfernden Gesang.

Hörst Du das auch, Silberdistel? Ist es nicht schön, wie es hier am Lavendel summt und brummt?

Hörst Du das auch, Silberdistel? Ist es nicht schön, wie es hier am Lavendel summt und brummt?

Oder ob ihm ganz einfach nur der Duft von Lavendel, Thymian und Co. gefällt? Denken könnte ich es mir schon, zumal er auch Katzenminze über alles liebt. Warum also sollte er nicht auch die anderen so herrlich aromatisch duftenden Gartenpflanzen mögen?

Hmmmm ... und es riecht hier so gut, Silberdistel

Hmmmm … und es riecht hier so gut, Silberdistel

Und dort, wo ständig Hummeln, Bienen und andere Insekten die Pflanzen durch ihre Nektarsuche bewegen, entströmt ihnen natürlich unweigerlich auch dieser herrliche Sommerduft. Da möchte selbst ich immerzu nur vor dem Lavendel hocken.

Lassen wir unseren Genießer also weiterträumen ...

Lassen wir unseren Genießer also weiterträumen …

Ich glaube, unser Kater ist ein Kenner und  Liebhaber besonders dieser exotischen Düfte. Wo Lavendel, Thymian, Oregano, Minze, Salbei und mehr duften, da ist natürlich ständiger Flugbetrieb. Und immer wieder entdeckt man neue Gäste unter den Insekten. Unlängst wurde hier bei den Kommentaren ja bemängelt, dass in unserer Insekten-Hotelanlage ein Hummelhotel fehlen würde.

Ein Hummelhotel aus Stein - der rote Pfeil zeigt auf den schmalen Eingang

Ein Hummelhotel aus Stein – der rote Pfeil zeigt auf den schmalen Eingang

Nix da, auch an die Hummeln ist gedacht. Sie wohnen bei uns Silberdistels nämlich schon seit Jahren. Allerdings bevorzugen sie nicht die Hotels in Holzbauweise, sie haben sich die warme und sichere Steinmauer unseres Wohnhauses für ihre Großfamilie ausgesucht. In manchen Jahren haben wir vorn am Haus Gäste, dann wieder hinten, mitunter sogar sowohl vorn als auch hinten. In diesem Jahr ist mir allerdings das erste Mal ganz oben am Haus etwas aufgefallen.

Hier ist gerade eine Hummel im Anflug auf den schmalen Eingang zum Hummelnest

Hier ist gerade eine Hummel im Anflug auf den schmalen Eingang zum Hummelnest

Als ich irgendwann wieder einmal vor meinem PC saß und in einer Denkpause sinnend aus dem Fenster schaute, fiel mir auf, dass über meinem Zimmerfenster immer wieder Hummeln eine ganz bestimmte Stelle anflogen. Wie ich später feststellte, peilten die wuscheligen Brummer einen der Lüftungsschlitze in der Klinkerwand unseres Hauses an.

Schwer bepackt mit Nektar krabbelt die Hummel nach der Landung ins Innere des Nestes

Schwer bepackt mit Nektar krabbelt die Hummel nach der Landung ins Innere des Nestes

Offensichtlich hatte sich dort eine Hummelgroßfamilie häuslich eingerichtet. Bisher waren meistens die Lüftunggschlitze des Hauses in Bodennähe gefragt gewesen. In der Regel hatten dort Steinhummeln ihre Nester gebaut. Was mochte denn neuerdings dort oben wohnen? Da sich immer mal wieder von diesen fliegenden Hausgästen auch welche in unseren Wintergarten verirrten, hatte ich bald raus, wer dort oben über meinem Fenster Quartier bezogen hatte.

Baumhummeln sind also unsere neuen Untermieter

Baumhummeln sind also unsere neuen Untermieter

Es handelt sich um Baumhummeln. Wie ich lesen konnte, nutzen sie durchaus gern solche Mauerschlitze. So ein Baumhummelvolk kann 80 bis 400 Tiere umfassen und wie ich nun weiß, hätten sie durchaus auch Kandidaten für unseren in ein Wespennest umgewidmeten Vogelnistkasten sein können, denn auch solche Nistmöglichkeiten nutzen sie durchaus nicht selten. Die Baumhummel ist im Vergleich zu anderen Hummelarten eher eine kleine Hummel. Schön, dass auch sie nun neben den zahlreichen anderen Hummeln, den vielen Bienen, Schwebfliegen und sonstigen fliegenden Gästen unser kleines grünes Reich bevölkern. In der Diaschau hier unten ist eine Auswahl unserer vielen schwirrenden und fliegenden kleinen Gäste zu sehen und wenn Ihr ganz genau lauscht, dann hört Ihr es auch summen, brummen und vielleicht sogar das leise Schnurren unseres Katers, der den wohligen Duft des Lavendels inhaliert und sich die Füße in der Sonne wärmt.

Für Diaschau eines der Bilder anklicken!

Vor gut fünf Wochen war ich schon einmal dort – in meinem kleinen Märchenwald. Da aber schien er noch tief und fest zu schlafen.

Mitte März scheint mein Märchenwald noch tief und fest zu schlafen

Mitte März scheint mein Märchenwald noch tief und fest zu schlafen

Ich kam mir wie ein Störenfried vor. Fast hatte ich Angst, das Knacken der Zweige unter meinen Füßen und das bei jedem Schritt raschelnde Laub könne nicht nur den schlafenden Wald an sich, sondern obendrein auch noch seinen Unmut über mein Eindringen in sein Traumland wecken. Ganz leise habe ich mich damals wieder fortgeschlichen, denn es war ohnehin kaum Leben zu entdecken.

Nur hier und da schaukelt ein trockenes Blatt im Wind

Nur hier und da schaukelt ein trockenes Blatt im Wind

Der Waldboden war noch überall mit den Blättern vom letzten Herbst warm zugedeckt. Kein bisschen Frühlingsgrün war zu sehen. Nur hier und dort schaukelte ein trockenes braunes Blatt im Wind und flüsterte mir ein leises „Psssst“ zu.

Auch die beiden Lärchenzapfen träumen noch süß

Auch die beiden Lärchenzapfen träumen noch osüß

Die beiden eng aneinander gekuscheltoen Lärchenzapfen schienen ebenso, wie fast alles im Wald, noch ganz tief zu schlafen. Was mochten sie träumen?

Auch der Horst der Bussarde ist noch nicht bewohnt

Der Horst der Bussarde scheint noch verwaist zu sein

Selbst hoch droben in den Baumkronen im Horst der Familie Mäusebussard war es noch erstaunlich still.

Bald wird der Horst hoch droben im Wald sicher wieder besetzt sein

Ob die Bussarde auch in diesem Jahr dort oben wieder einziehen werden?

Aber nicht mehr lange, dann wird sich sicher dort wieder der Nachwuchs tummeln. Noch aber herrscht auch oben in den Baumkronen Winterruhe.

Aber die Schneeglöckchen sind bereits erwacht und künden vom Frühling

Aber die Schneeglöckchen sind bereits erwacht und künden vom Frühling

Nur das kleine Schneeglöckchen am Waldesrand verbreitete einen ersten kleinen Hauch von Lebensfreude und Frühling und bimmelte mir fröhlich hinterher, als ich den Wald nach dieser kurzen Stippvisite auf leisen Sohlen wieder verließ.

Immer noch träumt der Wald mehr als er wach ist

Immer noch träumt der Wald – aber die wärmende Sonne wird ihn sicher bald wecken

Jetzt, fünf Wochen später, macht mein Märchenwald zwar immer noch einen ziemlich verschlafenen Eindruck, er muss aber ab und zu schon mal ein Auge geöffnet haben, um zu schauen, ob es sich eventuell doch schon lohnt, ganz wach zu werden oder ob er noch einen winzigen Augenblick weiterträumen darf. So richtig Lust zum Aufstehen scheint er jedoch immer noch nicht zu haben, denn nur winzig sind die Anzeichen des Frühlings in ihm. Verständlich allerdings, trieben sich in den letzten Nächten doch sogar noch einmal wieder einige frostige Kerle mit ihrem eisigen Atem hier in unserer Gegend herum.

Waldsauerklee - erste kleine Frühlingszeichen im Märchenwald

Waldsauerklee – erste kleine Frühlingszeichen im Märchenwald

Aber minimale Anzeichen des Frühlings gibt es in meinem Märchenwald dann doch. Zu ihnen gehört der hübsche Waldsauerklee mit seinen rotweiß gestreiften Blüten. Freundliche grüne Teppiche haben sich an einigen Stellen im Wald gebildet, die sich mehr und mehr mit den hübschen Blütenköpfen schmücken. Ein grünes Blättchen und Blümchen nach dem anderen werden sich in den kommenden Tagen und Wochen durch die braune Blätterdecke auf dem Waldboden arbeiten.

Die ersten Farne kämpfen sich durch das Laub am Boden

Die ersten Farne kämpfen sich durch das Laub am Boden

Die ersten Farne habe ich bereits aus dem Blätterboden schauen sehen. Ganz vorsichtig rollen sie sich durch das trockene Laub ans Licht. Sie schauen noch ein wenig schlaftrunken, aber die Sonne wird sie sicher bald ganz aus dem Untergrund locken und sie werden sich in wundervolle Farnwedel verwandeln.

Am Waldesrand hat der Frühling bereits Einzug gehalten

Am Waldesrand hat der Frühling bereits Einzug gehalten

Am Waldesrand jedoch sieht es schon ganz anders aus, dort ist der Frühling bereits in vollem Gange. Dort blüht es und summt es, dass es eine Freude ist. Sicher wird sich dieser duftende und singende Frühlingshauch ganz langsam ins Innere des Waldes vorarbeiten und auch bald das hinterste und dunkelste Fleckchen erreicht haben. Ich denke, der Wald steht kurz vor seinem Erwachen. Aber lassen wir ihn schnell noch zu Ende träumen – es ist ohnehin der Traum vom Frühling. Mit einem Lächeln im Gesicht wird mein Märchenwald gleich, ganz gleich, seine Augen öffnen und sehen, dass das Wunder Frühling bereits begonnen hat und es nun auch für ihn viel zu tun gibt.

Wer schauen möchte, was ich noch alles in meinem kleinen Märchenwald entdeckt habe, darf gern auf eines der Bilder in der Bilderschau hier unten klicken und schon gehen wir noch einmal gemeinsam durch den Märchenwunderwald.

In der Veranda des Thüringer Rhönhauses

In der Veranda des Thüringer Rhönhauses

Abschied von unserem Wanderparadies Rhön. Nun ist es leider soweit, wir verabschieden uns für ein Jahr von unserer zweiten Heimat, unserer geliebten Rhön. Wir sind bei unserer kleinen Rückschau am letzten Tag unseres Wanderurlaubs vom Juni diesen Jahres angekommen. Wir haben wunderschöne Ferien in einer wundervollen Wandergegend verbracht, viel gesehen, viel erlebt, neue interessante und schöne Erfahrungen hinzugewonnen. Am Nachmittag erwartete uns bei unseren Gastgebern noch ein kleines Abschiedsessen. So stand die Frage, was machen wir bis dahin? Das Thüringer Rhönhaus war und ist für uns ein Ort, den wir schon immer gern besucht haben, der uns irgendwie so ganz besonders am Herzen liegt. Vielleicht vermittelt gerade er uns ein ganz eigenes Heimatgefühl, weil er zu einer Gegend gehört, die einst Teil der DDR war und somit schon immer ein Teil unserer alten Heimat war. Wenn ich im Thüringer Rhönhaus sitze, fühle ich mich, als wäre ich wieder zuhause, angekommen in etwas, was mir nah steht, was mir lieb und teuer ist, was zu mir gehört und was mein Herz berührt. Ich denke fast, Herr Silberdistel empfindet es ähnlich, obwohl wir so konkret nie darüber gesprochen haben. Jedenfalls haben er und ich diesen Ort und diesen Weg zwischen den Welten von einst gleichermaßen lieb. So waren wir uns ganz schnell einig darüber, unseren diesjährigen Wanderurlaub mit einem erneuten Ausflug zum Thüringer Rhönhaus ausklingen zu lassen. Da ich noch ans Kofferpacken denken musste, der Nachmittag und Abend mit dem Abschiedsessen bei unseren Wirtsleuten ausgebucht war, stand also auch nicht ganz so viel Zeit zur Verfügung wie sonst, wenn wir uns zu unserem Rhönhaus in Thüringen auf den Weg gemacht haben. Herr Silberdistel hatte die Idee, mit dem Auto hoch zum Parkplatz Spinne zu fahren und dann von dort aus erst die Wanderung zum Thüringer Rhönhaus zu beginnen. Der Vorschlag gefiel mir, würden wir doch so eine gute Stunde Fußmarsch und einen kräftezehrenden Aufstieg einsparen. Schließlich wollten wir nicht müde und erschöpft bei unseren Gastgebern zum Essen erscheinen. So machten wir uns, dieses Mal mit recht leichtem Gepäck, auf die kleine Abschiedswanderung.

Parkplatz SpinneDer Parkplatz Spinne befindet sich oberhalb des kleinen Ferienortes Hilders an der Straße in Richtung Frankenheim. Von dort aus führt dann ein recht bequemer Fußweg von knapp 3 km Länge zum Thüringer Rhönhaus. 04-An der ehemaligen deutsch-deutschen Grenze entdecke ich plötzlich KnabenkräuterErstaunlich schnell erreichten wir die ehemalige innerdeutsche Grenze. … und da gab es doch tatsächlich noch eine kleine Überraschung für mich – einen lieben Blumengruß zum Abschied. Entweder hatte ich sie bei unserer ersten Wanderung hin zum Rhönhaus völlig übersehen oder sie waren ganz einfach noch nicht so groß, dass sie überhaupt zu sehen waren – die Orchideen, die wir schon mehrmals auf unseren Wanderungen entdeckt hatten, die Knabenkräuter. Begeistert fange ich dieses hübsche Geschenk vom Wegesrand mit meiner Kamera ein und nehme die rosa Blüten als liebe Erinnerung mit nach Hause.
In der Nacht hatte es kräftig geregnet, sodass an diesem Vormittag noch viele andere, vor allem die Feuchtigkeit liebende, Wanderer unterwegs waren. Wir hatten zu tun, sie nicht alle über den Haufen zu rennen, so zahlreich waren sie unterwegs – kleine braune, schwarze und getigerte grau-schwarze Schleimer. 01-Der Regen in der Nacht hat viele schleimige Wanderer aus ihren Unterkünften gelocktDer Regen hatte aber nicht nur diese schleimigen Wanderer hervorgelockt, er hatte die Natur außerdem mit vielen hübschen kleinen Glitzertropfen versehen, die mich wieder einmal von einer Wegseite zur anderen springen ließen, um auch ja kein hübsches Tröpfchen zu verpassen.

Hihi, guck mal, da kommt eine neue Henne

Hihi, guck mal, da kommt eine neue Henne

Nach einer knappen Stunde trafen wir dann am Thüringer Rhönhaus ein, Herr Silberdistel gönnte sich zum Essen ein schönes Bier, ich genehmigte mir ein Tonic und dann ließ ich meinen Herrn Silberdistel mit seinem Bierchen für eine Weile allein. Ich wollte nämlich dem kleinen Haustierzoo des Rhönhäuschens noch einen kurzen Besuch abstatten. Ich hatte auch viel Spaß bei Zwerghühnern, Zwergschweinen & Co. Bei den beiden Schweinen jedoch kam ich mir etwas veralbert vor, taten sie doch so, als würden sie über mich tuscheln und grinsen. Ich war am Ende ganz verunsichert und war froh, als Herr Silberdistel auftauchte, um zu fragen, ob wir uns wieder auf den Rückweg machen wollten, wir wollten doch wegen zweier Schweine sicher nicht unser Abschiedsessen versäumen. Es war auch besser so, wer weiß, zu welchen Verwicklungen es noch gekommen wäre, hätte ich die Schweine gefragt, worüber sie denn andauernd zu tuscheln hätten. Manchmal ist es besser, wenn man keine Antworten bekommt …

Das Abschiedsessen im Garten unserer Gastgeber (hier oben und unten gibt es einen kleinen Blick in den Garten) war noch wunderschön.

Eine Libelle, die ich im Garten unserer Gastgeber entdeckte

Eine Libelle, die ich im Garten unserer Gastgeber entdeckte

Es gab wie jedes Mal viel zu erzählen, Neuigkeiten auszutauschen. Wir haben uns an alte Zeiten erinnert – an Schönes, Lustiges und auch Trauriges. … und plötzlich hatte uns die Wirklichkeit wieder, es war doch diese Fußballzeit. Der Hausherr, ein ganz großer Fußballfan, durfte natürlich kein Spiel versäumen. Auch wenn wir selber eher verhalten fußballbegeistert sind, haben wir dennoch Verständnis für solche Süchte. Ich hatte ja ohnehin auch noch etwas vor … ich musste  packen … Am anderen Tag ging es wieder in Richtung Heimat.
Also Rhön, bis zum nächsten Mal … Es war, wie immer, schön mit Dir. Wir kommen wieder! Ganz sicher!

… und hier gibt es noch einmal die gesammelten Eindrücke von unserer letzten Tour unseres diesjährigen Rhönurlaubs zu sehen – für die Diaschau, wie immer, eines der Bilder anklicken!