Mit ‘Himmel’ getaggte Beiträge

Es ist wieder einmal soweit – die Kraniche machen sich auf den Weg in südlichere Gefilde. In einem sind sie uns Menschen nicht unähnlich. Sie nutzen für ihre Reisen besonders gern schönes Wetter. So hörte und sah man sie hier während des goldenen Herbstzaubers ganz besonders oft. Und da ich in meinem Blog alljährlich von diesen wundervollen Kranichtagen berichte, gibt es auch in diesem Jahr wieder einige Bilder vom herbstlichen Zug dieser majestätisch anmutenden Vögel hoch über unserem Haus und Garten zu sehen.

Für Diaschau eines der Bilder anklicken!

Übrigens brachte der Abend des Tages, an dem der Himmel besonders voll von Kranichen und die Luft erfüllt von ihrem melancholischen Gesang war, noch ein fantastisches Abendrot zustande – ein toller Abschluss für einen ganz besonderen Kranichabreisetag.

Für Diaschau eines der Bilder anklicken!

Also, genaugenommen waren es Kraniche, die uns ein Konzert aus luftiger Höh‘ gaben und sie spielten nicht Geige, sie hatten ihre Trompeten dabei. Herr Silberdistel und ich waren wieder einmal zu einem kleinen Spaziergang unterwegs, schließlich wollen wir das frühlingshafte Wetter voll auskosten. Man weiß ja nie, wann wieder Schluss damit ist und was man hat, das hat man schließlich und man kann es an grauen Tagen einfach wieder aus der Erinnerung hervorzaubern.
So schlenderten wir also dahin und plötzlich hörten und sahen wir sie. Wieder einmal war nur Herrn Silberdistels kleine Kamera unsere digitale Begleiterin. Für ein paar Eindrücke von dem, was sich hoch über uns am blauen Himmel abspielte, sollten die Fotos aber wohl dennoch reichen.
Was übrigens ganz erstaunlich war, außer uns blieben noch zwei andere Passanten stehen und schauten hinauf zum himmlischen Trompetenkonzert der Kraniche. Und sie zückten, genau wie wir, eine kleine Kamera und nahmen das Schauspiel auf. Selten einmal habe ich es erlebt, dass außer mir und meinem Herrn Silberdistel noch andere Menschen andachtsvoll gen Himmel schauten, wenn sich eine Formation dieser imposanten Vögel näherte. Schön, zu erleben, dass es doch noch einige Menschen mehr gibt, die sich durch ein solch herrliches Schauspiel am Himmel für einige Augenblicke aus ihrem Alltagstrott reißen lassen.
Die Kraniche über uns drehten, sicher wegen des äußerst interessierten Publikums, mehrere Kreise, bevor sie sich auf ihre jeweilige Weiterreise machten. Eine Formation entschied sich für eine nordöstliche Reiseroute und die andere wendete sich nach Südwesten.
Ein paar Möwen kreisten fröhlich mit den Kranichen, wenn auch etwas tiefer. Sie wollten wohl ein paar zusätzliche fröhliche Akzente in meine Bilder setzen. Ich finde, es ist ihnen durchaus gelungen.
Aber jetzt – hochgeschaut und dem klassischen Trompetenkonzert gelauscht!

Für Diaschau eines der Bilder anklicken!

Und damit das auch klappt mit dem Konzertfeeling, bitte das nachfolgende Video anklicken. Das ist zwar nicht brandaktuell von diesem Jahr, es stammt aus meinem Archiv und gibt einen Einblick in den Kranichzug vom Herbst 2013, aber die Melodie der Kraniche hat sich nicht verändert, sie klingt nach wie vor unbeschreiblich schön.

Zwei Tage nach diesem schönen Erlebnis während unseres Spaziergangs hörte ich, als ich gerade ein wenig in meinem Garten herumwerkelte, erneut Kranichrufe über mir. Der Tag neigte sich bereits langsam dem Abend entgegen und so stand auch die Sonne bereits entsprechend tief.

Für Diaschau eines der Bilder anklicken!

Aber gerade dieses abendliche Licht tauchte die Kraniche wieder einmal in einen wundervollen Goldschimmer. Schade, dass solche Momente immer viel zu schnell wieder vorüber sind.

08-DSC08730

Inzwischen dürfte nun wohl die Masse der Kraniche aus ihren Winterquartieren zurück sein.
Wahrscheinlich wird es schon wieder Herbst sein, wenn es hier erneut etwas von den Vögeln des Glücks zu lesen und zu sehen geben wird. Es sei denn, ich entdecke im Laufe des Sommers das eine oder andere Kranichpaar. Dann berichte ich natürlich.

… und trägt dazu eine rotgoldene Lockenpracht.  So präsentierte sich der Frühlingshimmel bei uns am Samstagmorgen.
Wir Silberdistels mussten bereits zu recht früher Stunde aus den Federn. Noch etwas verschlafen blickte ich kurz nach 6.00 Uhr aus meinem Kranichausguck und glaubte im ersten Moment, ich würde noch träumen, so überwältigt war ich von dem Anblickt, der sich mir bot. Die Sonne hatte wohl, ebenso wie ich, gerade erst die Augen geöffnet und sich eben erst angeschickt, langsam über den Horizont zu krabbeln. Es war einfach nur traumhaft schön, wie sie mit ihren ersten Strahlen den Himmel in ein Märchenland verwandelte. Nur wenige Augenblicke dauerte dieser Zauber, aber allein dafür hatte es sich gelohnt, so früh aufzustehen.
Okay, die rotgoldenen Locken vor meinem Fenster hatten eine leichte Blauspülung, aber vielleicht ist das der neue Frühlingslook. Lassen wir uns überraschen. Unlängst sah ich eine ältere Dame mit ähnlich blaugefärbter Lockenpracht und dachte noch so bei mir, dass das eine Mode längst vergangener Zeiten wäre. Wenn ich da mal nicht einem Irrtum unterlag. In Anbetracht dieses himmlischen Fingerzeigs wandelte die lockige Lady vielleicht gar nicht auf längst verblichenen Modepfaden, sondern einem höchstaktuellen Trend entgegen.

Für Diaschau einer der Bilder anklicken!

Aber viele von ihnen waren wohl auch gar nicht weg, denn ich habe fast den ganzen Winter über immer wieder einmal Kraniche gehört oder sogar gesehen, wie sie über unser Haus hinweggezogen sind. Wahrscheinlich waren die Vögel klüger als wir Menschen und wussten, dass es hier im Norden dieses Mal gar keinen richtigen Winter geben würde. Warum also sollten sie sich extra auf diese lange und beschwerliche Reise in den Süden machen, wenn sie den Winter auch durchaus in ihrem Brutgebiet verbringen könnten? Sie würden so wertvolle Kräfte sparen und andererseits im Frühjahr die besten Brutreviere wählen können.

Aber inzwischen kommen tagtäglich auch die Kraniche wieder zurück, die die Reise wie gewohnt im Herbst auf sich genommen hatten.
Sie haben es jetzt um diese Jahreszeit allerdings immer ziemlich eilig und ziehen in der Regel recht zügig weiter, wollen sie doch sobald wie möglich in ihren Brutrevieren sein. Oft fliegen sie auch sehr hoch über uns hinweg.
Dennoch konnten wir schon so manches schöne Schauspiel erleben, wenn sie sich fast senkrecht über unserem Wohngebiet in großen Kreisen in die Höhe schrauben, um in die richtigen Luftschichten für die Weiterreise zu kommen.

Zu großartigen Nahaufnahmen kommt man da selten. Selbst mein Teleobjektiv hat gewaltig zu tun, die Vögel so hoch oben überhaupt noch zu erfassen. Einen kleinen Eindruck, was sich hier momentan wieder fast täglich abspielt, möchte ich allen Kranichfans dennoch versuchen zu vermitteln, zumal diese Vögel für mich die Frühlingsboten an sich sind. Vielleicht sind sie es ja auch für den einen oder anderen von Euch.

Also – sie sind wieder da und mit ihnen ist es der Frühling, egal, welche Kapriolen er vielleicht demnächst noch schlägt. Jetzt kann ihn zumindest mir niemand mehr ausreden. Der Frühling fliegt nämlich täglich über unser Haus – welch wonnigliches Gefühl.

Für Diaschau eines der Bilder anklicken!

Ein, zwei, vielleicht auch drei sonnige Tage gab es hier im Januar dann doch – großartig mehr waren es aber leider nicht. Der eine Tag, der 5. Januar, hat sich hier mit seinem herzerwärmenden Sonnenuntergang im vorangegangenen Beitrag bereits präsentieren dürfen. Ein anderer Tag, an dem die Sonne uns wieder mit einem zauberhaften Farbenspiel verwöhnte, war der Dienstagmorgen in der vergangenen Woche. Der Tag begann besonders hübsch, mit einem märchenhaft rosaroten Morgenhimmel. Wieder waren es nur wenige Momente, die den Himmel so prachtvoll erscheinen ließen.

Für Diaschau eines der Bilder anklicken!

Das kräftige Rosarot wurde rasch blasser, je höher die Sonne stieg.

Und als sie dann in der Ferne um eine Hausecke zwinkerte, zerfiel der rosarote Himmelstraum leider viel zu schnell in viele winzige Teilchen. Das Gute daran aber war, dass sie uns daraus einen wunderschönen Sonnentag zauberte. Der war zum Auftanken von Farbe und Licht auch schon wieder bitter nötig – bei mir jedenfalls.
Wie gut, dass ich auch dieses Morgenrot mit der Kamera festgehalten habe. Der Rest der Woche verschwand nämlich wieder in dem leider so gewohnten trüben, ekligen und feuchten Einheitsgrau. Allerdings wurde es auch merklich wärmer. Das bisschen Winter, das hier kurz um die Ecke geschaut hatte, hat sich nämlich ruckzuck  wieder verflüchtigt, so als wäre es nur auf der Durchreise gewesen. War es wohl auch. Ich glaube, es musste eiligst in den Süden  – hatte dort seinen Winterurlaub gebucht.
Und wir? Wir sitzen nun wieder da mit unserem norddeutschen Matsch- und Schmuddelwetter. Nun ja, wenigsten haben wir diesen kleinen tröstenden Lichtblick vom vergangenen Dienstagmorgen, an dem wir uns ein wenig festhalten können.

Für Diaschau eines der Bilder anklicken!

Aber etwas anderes ist mir noch aufgefallen, als ich am Freitag so dastand, vom Wintergarten aus in meinen Garten blickte und über den vorbeihastenden Winter nachdachte. Drang da nicht eben lieblicher Meisengesang an mein Ohr? Doch, doch, ich bin mir sicher. Da flötete eine Kohlmeise, genau wie die in dem Filmchen, dass ich mir schnell mal zur Veranschaulichung bei YouTube ausgeliehen habe.

Also, wenn das so ist, dass Meister Kohlmeise bereits vom Frühling träumt, dann träume ich doch glatt mit ihm gemeinsam und lasse den Winter gern davonhasten.

Für Diaschau eines der Bilder anklicken!

Die Blaumeisen planen scheinbar ebenfalls bereits zumindest vorbereitend eine neue Familie. Sie begutachten nämlich schon fleißig die im Angebot stehenden Vogelvillen. Ob die Meisen mehr wissen als wir? Haben sie den Frühling etwa schon irgendwo durch eine Zaunlücke blinzeln sehen?
Wenn ich meine in diesem Jahr so besonders früh aus dem Boden spitzenden Hyazinthen anschaue, dann könnte ich natürlich vermuten, dass wohl mehr dahinter steckt, als nur simple Neugierde.
Ich möchte es ja sooo gern glauben, dass wirklich schon der Frühling dahinter steckt, vermute aber, dass sich die Hyazinthen vom eher milden Dezember an der Nase herumführen ließen und Herr Kohlmeise wohl mehr seinem Traum aus der letzten Nacht erlegen war und den nun durch meinen Garten flötet.
Die Blaumeisen, nun ja … frühzeitig nach einem Heim zu schauen, das kann sicher nie schaden. Solche Anwandlungen sollte ich vielleicht doch nicht  zu sehr überbewerten. Aber träumen, träumen kann man ja schon mal.
Auf jeden Fall können wir gespannt sein, wie es weitergeht mit dem Winter, der bisher nur mal kurz auf der Durchreise hier weilte, oder mit dem Frühling, der, wenn auch noch recht verschlafen, ab und zu bereits seinen warmen Atem durch unseren Garten schweben ließ und Meister Meise vielleicht damit sogar zu seinem frühlingshaftem Gesang animierte.

In der vergangenen Woche werkelten mein pelziger Keks und ich fleißig im Garten, so fleißig, dass wir alle Restarbeiten erledigen und das Gartenjahr damit erfolgreich abschließen konnten. Ich berichtete hier darüber. Und es gab sogar Lohn für unsere fleißige Arbeit – Goldgeschenke. Gut, Keks hatte als Lohn für seine Arbeit eher anderes im Sinn, etwas Greif-, noch besser Fressbares, schwebte ihm vor. Diesen Wunsch habe ich ihm selbstverständlich erfüllt, hatte ich doch noch etwas gutzumachen wegen meiner Meckerei mit der Schnur für den Moorbottich.
Ich aber nahm das Geschenk aus Gold begeistert an,  auch wenn es scheinbar unerreichbar hoch am Himmel hing. Es war nämlich ein Himmelsgeschenk, ein Himmelsgeschenk, das die Sonne am Abend nach unserer Gartenarbeit mit Hilfe der Wolken in einen bezaubernden Abendhimmel gemalt hatte – ähnlich dem Goldrausch-Wochenende, von dem ich hier vor einer Weile ebenfalls berichtet hatte.
Eine gewisse Ähnlichkeit gab es schon mit den Himmelsgemälden vom Goldrausch-Wochenende, aber eher nur in der Farbwahl. Von den Strukturen her war es wieder einmal anders. Ich glaube, ich könnte den Himmel noch viele Tausend Male fotografieren und nie würde ein Bild dem anderen gleichen. Immer wieder wäre es neu, was die Zauberin Natur mit ihrem Malkasten dort oben in Wolkenhausen gestaltet.
Meine Kamera, die natürlich immer Kumpel ist, zwinkerte mir verschwörerisch zu. Auch wenn die Trauben wie in diesem Falle sehr hoch hingen, sie wusste, wie wir all das Gold in meine Schatzkiste zaubern könnten. So stiegen wir beide hinauf zu meinem Kranichausguck und dann begannen wir in bester Teamarbeit, das goldene Himmelgeschenk einzusammeln.

Für Diaschau eines der Bilder anklicken!

Und während wir fleißig sammelten, drangen plötzlich wohlbekannte Laute an mein Ohr, Laute, wie ich sie den ganzen Oktober über bis in den November hinein fast täglich gehört hatte. Aber wo kamen sie her?

Für Diaschau eines der Bilder anklicken!

Ich lauschte und suchte gespannt den immer dunkler werdenden Himmel ab und dann sah ich sie – schattenhaft, kaum noch in der hereinbrechenden Dunkelheit zu erkennen – eine kleine Formation von Kranichen. Schnell kamen sie näher und zogen schließlich über unser Haus hinweg. Noch lange klangen ihre Rufe durch den frühen Abend.
Ihrer Flugrichtung nach zu urteilen, waren sie Richtung Ostsee, zu ihren Schlafplätzen, unterwegs. Ob ich sie in den nächsten Tagen noch einmal wiedersehen würde? Sicher gehören sie zu den Kranichen, die alljährlich hier bei uns überwintern. Einige Tausend sollen es sein, die den beschwerlichen Flug in die wärmeren Regionen gar nicht erst auf sich nehmen. So können sie im Frühjahr die besten Brutplätze besetzen.

Für Diaschau eines der Bilder anklicken!

Mein Blick fiel wieder nach Westen, zum Himmelsgold. Fasziniert schaute ich hinauf zu dem wellenförmigen Wolkenbild schräg über mir. Wenn ich nicht wüsste, dass dort oben kein Meer sein kann, würde ich glauben, es ist an diesem Tag ausgezogen, um den Himmel für sich zu erobern. Die Wolken ähnelten einem im Sturm tosenden Meer. Ich meinte fast, das Wellenrauschen zu hören. Und dann, wenige Augenblicke später ist all dieser Zauber vorbei, die Sonne ist in dem rotgoldenen Meer versunken  …

Für Diaschau eines der Bilder anklicken!

Vier Tage später trifft das ein, was ich mir an jenen rotgoldenen Abend erhofft hatte, der Kranichgesang wiederholt sich. Dieses Mal hören wir ein Morgenlied. Als hätte ich es geahnt, habe ich am Abend zuvor meine Kamera mit hinauf in unseren Kranichausguck genommen. Ich fühle mich richtig belohnt, als ich am Morgen die Stimmen dieser herrlichen Vögel vernehme und wie der Wind bin ich mit der Kamera am Fenster. In rasanter Geschwindigkeit sehe ich sie auf mich zukommen und erwische sie gerade noch, bevor sie hinter dem Dachfirst unseres Hauses verschwinden. Zum Staunen bleibt kaum Zeit, obwohl mir während dieser wenigen Sekunden nicht entgeht, wie herrlich die eleganten Vögel aussehen. Vergoldet vom Licht der aufgehenden Sonne fliegen sie dahin, begleitet von ihren melancholisch klingenden Trompetenrufen. Welch unbeschreiblich schöner Anblick, welch herrlicher Gesang.
Später am PC sehe ich, dass die Kamera diesen Goldschimmer tatsächlich gut festgehalten hat und ich erlebe das ganze Spektakel von Neuem und nun bleibt mir auch genug Zeit zum Staunen und Bewundern.

dsc04671

Doch bevor ich mir die Bilder am PC ansehe, schaue ich dankbar in die langsam immer höher steigende Morgensonne. Ohne sie wäre das eben nicht möglich gewesen, ohne sie hätte es diesen goldenen Kranichmoment, dieses fliegende goldene Himmelsgeschenk, nicht gegeben. Kraniche im Dezember! Ist das nicht schön?

Mondsüchtig …

Veröffentlicht: 15. November 2016 in Fotos, Geschichten, Natur, Unterhaltendes
Schlagwörter:, , , , , , ,

… schaute ich gestern Abend in den Himmel hinauf. Vergeblich suchte ich diese leuchtende Scheibe, die gestern so ganz besonders riesig zu sehen sein sollte. Leider nicht bei uns, denn eine dicke Wolkendecke hatte sich vor den Supermond gesetzt und ihm zumindest hier in meinem Teil des Nordens die Show gestohlen.
Trotzdem bin ich nicht so ganz unglücklich, denn ich habe das Prachtstück von Mond am Sonntagabend sehen dürfen. Der herrliche, fast wolkenlose, Himmel eines herrlichen Sonnentages blieb uns auch am Abend noch erhalten und so konnte der Mond schon mal für seinen Supermond-Montag eine Generalprobe abhalten und die war ihm, das musste ich ihm zugestehen, perfekt gelungen. Was sollte da noch besser werden können? Das minimale Stück, das ihn einen Tag später noch vollmondiger aussehen lassen würde, fiel mir jedenfalls nicht auf. Für mich war er bereits am Sonntagabend ein Vollmond, als er sich mir, gerade so über dem Horizont stehend, als beeindruckend große leuchtend gelbe Scheibe präsentierte. Ich saß in meinem Auto und fuhr ihm über die A 20 von Wismar aus entgegen. Ein fantastisches Schauspiel bot sich mir am Himmel und den vielen anderen Autofahrern, die mit mir am frühen Sonntagabend auf der A 20 Richtung Osten unterwegs waren.

Fast-Vollmond am 13. November 2016

Fast-Vollmond am 13. November 2016 um 20.08 Uhr

Später, als ich zuhause war, versuchten sich mein Herr Silberdistel und ich in der Mondfotografie. Leider war der Mond zu der Zeit, da er nun bereits wesentlich höher am Himmel stand, nicht mehr als so gewaltig große Scheibe zu sehen und seine zuvor so hübsche gelbe Farbe hatte sich derweil zum Weißen hin verwandelt. Ein, zwei passable Fotos hat meine Kamera mit meiner stümperhaften Hilfe von dem sonntäglichen Fast-Vollmond aber dennoch hinbekommen. Die richtig Mondsüchtigen können das mit der Mondfotografie sicher viel besser als ich, aber mein Mond ist eben meine ganz eigene Erinnerung an den super Supermond.
Zu gern hätte ich den Prachtkerl auch am gestrigen 14. November, wo er ganz besonders riesig und schön erscheinen sollte, gesehen. Ich war sooo perfekt vorbereitet – das Stativ stand, die Kamera war mit meinem besten Zoom-Objektiv bestückt und der Fernauslöser wartete auf seinen Einsatz, um der Kamera möglichst wackelfreie Bilder zu ermöglichen. Aber nichts von all dem brauchte ich.
Dennoch, diesen herrlichen Anblick vom frühen Sonntagabend, den werde ich sicher noch lange in Erinnerung behalten. So wie da habe ich den Mond noch niemals zuvor gesehen – solche Monde gibt es gewöhnlich nur im Märchen. Wie schön, dass ich irgendwie für eine gute halbe Stunde in eines dieser Märchen abtauchen durfte.