Mit ‘Herbst’ getaggte Beiträge

Jetzt hat der Maler mit dem bunten Blätterhut auch hier bei uns seinen Zauberkasten mit den goldenen Farbtönen ausgepackt und er malt plötzlich fast wie ein Besessener. Ob er sich am Dienstag auch an der Sonne zu schaffen gemacht hat?

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Oder war es doch der Staub aus der Sahara, der bis zu uns in den hohen Norden geweht sein soll und mit seinen feinen Körnchen der glühenden Schönheit den Durchblick auf die herbstlich bunte Erde verwehrte? Dann gab es da noch die Variante mit irgendwelchen Wassertröpfchen, die der Sonne das Leben am Dienstag so schwer gemacht haben sollen. Tja, und ich, ich dachte, es war ganz einfach nur Hochnebel, der der Sonne vor dem Gesicht herumwaberte. Egal was oder wie es war, es war ein interessantes Phänomen und passte irgendwie zu diesen goldenen Oktobertagen.

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War es nicht wundervoll warm? Sogar die Bienen schwärmten noch einmal aus. Ich konnte mich gar nicht sattsehen am regen Flugbetrieb in unserem Garten. Wie gut, dass noch einiges blüht, sodass die kleinen Flieger nicht darben mussten.
Die vielen bunten Farben in meinem kleinen Gartenreich ließen mein Herz nicht nur schneller, sondern auch ein wenig höher schlagen. Gern könnte es noch länger so warm und so herrlich bunt bleiben. Aber da ist wohl schon wieder etwas anderes im Anzug. Egal, dieses nette, fast sommerliche Intermezzo hat mich durchaus ein wenig versöhnlich gestimmt mit dem, was wir zuvor an Nässe und Ungemütlichkeit aushalten mussten. Und ein wenig können wir von diesen goldenen Oktobertagen sicher zehren.

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… ist es wieder ruhig geworden.

Die Urlauber sind bis auf wenige Ausnahmen verschwunden. Die Möwen haben sich den Strand zurückerobert und bald werden auch die letzten Strandkörbe wieder in ihre Winterquartiere einziehen.

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In Warnemünde ist es ruhig geworden, doch hier im Bücherstaub soll nun wieder etwas mehr Leben einkehren.

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Es wurde Zeit, aus unserem Winterschlaf Sommertraum zu erwachen und Zeit, ein wenig über unseren Traumsommer zu berichten.

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Obwohl … traumhaft war der Sommer wohl eher weniger. Was er uns von seiner Wetterseite her zugemutet hat, das war in der Tat eher eine Zumutung. Wir Silberdistels haben uns vom übellaunigen Sommer aber nicht beeindrucken lassen. Wir haben ihn nach unseren eigenen Vorstellungen gestaltet.
Als ich mit meiner Enkeltochter im August in Warnemünde am Strand war, sah es dort nämlich gar nicht so übel aus, ganz anders jedenfalls als auf den Bildern, die ich jetzt Ende September von dort mitgebracht habe. Damals war der Strand voller Menschen. Dicht an dicht drängten sich Strandkörbe, Strandlaken und so mancher Wind- und Sonnenschutz. Es roch genau wie der Sommer am Meer riecht – ein wenig salzig und nach Sonnencreme. Und Kaffeeduft waberte auch durch die Luft – vom nahen Strandkiosk zu uns herüber.
Die Sonne war übrigens ausnahmsweise auch einmal mit von der Partie. Sie sorgte mit ihrer Wärme für einen angenehmen Badetag. Obwohl … das Wasser war ar…kalt. Hätten wir doch bloß unseren Tauchsieder mitgenommen 😉

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Die Steilküste westlich von Warnemünde verschwindet im Dunst

Inzwischen ist es Herbst, und irgendwie habe ich den Verdacht, dass der auch keine Lust auf eine gute Zusammenarbeit mit Frau Sonne hat. Der Bursche meint wohl, sein feuchter Atem tut’s auch. Als ich in der vergangenen Woche in Warnemünde am Strand stand, waberte ganz schön viel vom herbstlichem Atem durch die Luft. Von der Steilküste, westlich von mir, war kaum etwas zu erkennen.

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Auch die Warnemünder Westmole ist nur schemenhaft zu erkennen

Die Mole, in östlicher Richtung, erschien ebenso mehr wie ein Geisterbild.

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Dennoch war es ein angenehmer Tag. Der Strand strahlte Ruhe pur aus – eine besondere Art von Ruhe – Ruhe mit PEP … sprich : Wellenrauschen. Und daneben gab es noch etliche hübsche Strandperlen zu bewundern.

Die Bilder sind übrigens alle mit dem Handy aufgenommen. Als ich zu meinem Strandspaziergang aufbrach, nieselte es noch leicht. Die Feuchtigkeit wollte ich meiner Kamera dann doch nicht zumuten.

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Oder doch mehr gemein als schön? Oder gar sowohl als auch? Also, wenn man mich fragt, dann ist sie schön, wunderschön. Aber sie kann auch so gemein sein, ganz schön gemein sogar. Im Moment ist sie eitel, hat sich mehr auf das Schönsein verlegt.
Es ist gerade ein paar Tage her, es war an diesem Wochenende mit den herrlich goldenen Sonnenuntergängen, da ist es mir wieder einmal ganz besonders aufgefallen, wie schön sie ist, meine Lieblingsbirke. Und dass sie Geschmack hat, konnte man an dem besagten Wochenende mehr als deutlich sehen und auch, dass sie sich ihrer natürlichen Schönheit durchaus bewusst ist. So war es also kein Wunder, dass die schlanke Schönheit noch eins draufsetzte und sich die goldenen Zutaten zunutze machte, die Frau Sonne an diesen Tagen in den Abendhimmel gezaubert hatte. Kurzerhand bediente sie sich nämlich an der am Himmelszelt schwebenden eleganten goldenen Abendrobe. Verzückt beobachtete ich ihre allabendliche Verwandlung zur vollkommenen Schönheit.

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Aber nicht nur an den Abenden sah sie betörend aus. Sie versteht es ebenso, sich gekonnt für den bevorstehenden Tag zurechtzumachen.

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Birke im goldenen Morgengewand und Federschmuck im Haar

Wenn ich morgens nach dem Duschen aus dem Badfenster schaue, kann ich zu ihr hinüberblicken und sehen, wie sie sich für den neuen Tag gekleidet hat. Immer wieder lässt sie sich etwas Neues einfallen. Hier und dort ein bisschen Gold in ihrem lang hinunter wallenden Haar und mitunter schmückt sie sich mit einem zusätzlichen Accessoire wie oben auf dem Bild zu sehen, …

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Ein Federschmuck in der Art, wie ihn die Birke gern einmal trägt – Kreation „Nebelkrähe“

… einem grau-schwarz gemusterten Federschmuck, etwa in der Art wie Nebelkrähen ihn zu tragen pflegen.

Mit wissenschaftlichem Namen nennt sich meine Lieblingsbirke übrigens „Bedula pendula“. Wem das zu kompliziert ist, der darf sie auch ganz simpel „Hängebirke“ oder noch treffender „Gemeine Birke“ nennen, denn gemein ist sie neben all ihrer Schönheit nämlich auch, ganz gewaltig sogar. Auch wenn ich sie gerade ganz selbstvergessen bewundert habe, weiß ich doch, dass nicht nur pure Schönheit in ihr steckt. Im Frühjahr kommt, jeder Birkenpollenallergiker wird es wissen, regelmäßig ihre gemeine Ader zum Vorschein, nämlich dann, wenn sie großzügig und erbarmungslos ihren gelben Blütenstaub in alle vier Winde verteilt und mir das Atmen und somit das Leben schwer macht. Wenn sie meint, sie hätte mich da schon wieder einmal mit all ihrer Schönheit zu Tränen gerührt, dann irrt sie in dem Falle ganz gewaltig.
Im Frühjahr hält sich meine Bewunderung für sie doch sehr in Grenzen. Meistens kann ich sie vor lauter Tränen in den Augen eh nicht richtig sehen. Ich weiß gar nicht, warum sie sich da so ins Zeug schmeißt. Naja, vielleicht hat sie zu der Zeit andere Bewunderer als mich. Soll sie, denn dass sie eine Schönheit unter den Bäumen ist, das will ich ihr trotz dieser Frühjahrsgemeinheit ganz neidlos einräumen.

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Birke im nur noch recht dünnen Herbstgewand im November-Abendlicht

Für mich müsste sie nicht so angeberisch mit Blütenstaub um sich werfen. So bewundere ich sie lieber und mit klarem Blick etwas später im Jahr, dann, wenn sie nicht mehr so verschwenderisch mit Pollen um sich wirft, dann, wenn sie ganz fesch in sommerliches Grün gekleidet ist oder noch ein wenig später, wenn sich ihr grünes Gewand langsam herbstlich vergoldet. Selbst dann, wenn nach und nach ihr wallendes Haar dünner und dünner wird, wenn der Herbst es licht macht und sogar im Winter, wenn sie ganz nackt und kahl vor uns steht, ist sie eine tolle Erscheinung.
Warum nur, muss sie im Frühjahr nur so gemein sein? Sie hat es doch gar nicht nötig, auf so gemeine Art auf sich aufmerksam zu machen. Man kann doch gar nicht anders, man muss sie einfach bewundern und ohne diese Gemeinheit im Frühjahr hätte sie bestimmt noch etliche Bewunderer mehr.

Wenn auch der diesjährige Herbst uns nicht in einen Goldrausch versetzen konnte, wenigstens die Sonne hat endlich eingesehen, dass das eine echt schwache Kür war. Irgendwie war sie ja auch mitverantwortlich für so viel herbstliche Trostlosigkeit. Was heißt hier eigentlich mitverantwortlich? Vielleicht war sie sogar die Hauptverantwortliche für diese ganzen Herbstmisere, denn hätte sie sich nicht permanent hinter einem grauen Wolkenvorhang versteckt, wäre der Herbst vielleicht gar nicht erst in den vorzeitigen Winterschlaf gefallen.  Hätte sie ihn öfter einmal mit ihren warmen Strahlen an der Nase gekitzelt, wär er bestimmt ganz schnell hellwach gewesen und hätte sogar Lust darauf verspürt, zu seinem Malkasten zu greifen und uns die Welt mit ein paar Pinselstrichen herbstlich bunt zu zaubern.

Am vergangenen Wochenende nun hat sich Frau Sonne bei uns mit einem Trostpflaster für das bisher fehlende Herbstgold entschuldigt. Am Freitagabend schon hat sie uns in einen wahren Goldrausch versetzt und uns mit einem zauberhaften Abendhimmel verwöhnt.

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Und weil’s so wunderschön war und wir uns gar nicht sattsehen konnten an dem vielen Gold, hat sie am Samstag noch einmal nachgelegt – natürlich mit kleinen und größeren Abwandlungen im Wolkenbild.

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Der Sonntag begann zwar sonnig, aber am späten Nachmittag schwächelte Frau Sonne dann doch gewaltig. Sie ließ sogar dunklen Wolken den Vortritt, die sich noch dazu ihrer feuchten Last entledigen mussten. Ich weiß nicht, was sich die Sonne dabei gedacht hatte. Meinte sie etwa, uns mit diesen beiden herrlichen Sonnenuntergängen der vorangegangenen Tage schon wieder zu viel zugemutet zu haben oder war ihr bereits wieder die Lust daran vergangen, uns mit Licht und warmem Gold zu beschenken?
Aber irgendwie muss sie gemerkt haben, dass sie sich ganz schön unfair verhielt. Am Ende des Tages hat sie dann doch noch einmal die Kurve gekriegt und sich mit einem goldenen Himmel verabschiedet, der fast die beiden Abende zuvor in die Tasche stecken konnte. Das wird doch wohl hoffentlich bedeuten, dass die neue Woche ebenso goldig beginnt, wie das Wochenende endete. Also Sonne, enttäusche uns nicht!

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Ich hatte noch lange die leise Hoffnung, dass der Herbst meinen Garten doch noch in ein kleines buntes Zauberland verwandeln würde. Am 6. November habe ich trotz trüben Wetters noch einmal einen kleinen fotografischen Gartenrundgang gemacht, nicht ahnend, dass der Herbst da bereits die Koffer für seine Abreise gepackt hatte.  Zwei Tage später stand hier in meinem Teil des Nordens nämlich breit grinsend der Winter vor der Tür. Frech und rücksichtslos hatte er dem Herbst das Zepter aus der Hand gerissen und ihn genötigt, seinen Platz zu räumen. Ich hatte berichtet, wie erstaunt wir Katzen-Mensch-Familie das unerwartete Weiß vor unserem Fenster angestarrt hatten.
Wie habe ich mich im Nachhinein gefreut, dass ich gewissermaßen noch kurz vor Toresschluss die letzten kleinen Farbtupfer, die der Herbst in meinem Garten zurückgelassen hatte, eingefangen habe. Es waren nicht viele solcher Tupfer, kein Farbenrausch, kein lichtdurchflutetes Gold – dennoch kleine fröhliche Herbstgeschenke. Einige waren so gut versteckt, dass ich sie erst auf den zweiten Blick wahrgenommen habe. Umso mehr habe ich mich gerade über sie gefreut – über die kleinen Wasserperlen, die  letzte Blüten schmückten und Gräser verzauberten oder die winzigen roten Früchte an einigen der Gartensträucher und ganz besonders über die eine wunderhübsche Lavendelblüte. Erstaunlich, was man alles entdeckt, wenn man etwas entdecken möchte. Aber schaut selbst, was ich an jenem Tag bei meinem Rundgang mit der Kamera eingefangen habe.

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Der Oktober lässt sich in diesem Jahr wirklich sehr bitten, was den goldenen Herbst betrifft. Wahrscheinlich denkt er, der September hätte in der Hinsicht bereits fleißig für ihn vorgearbeitet. Warum sollte er sich da noch großartig ein Bein ausreißen?  Wir Silberdistels neigen fast dazu, dem Burschen seine Lustlosigkeit nachzusehen, zumal wir das große Glück hatten, nicht nur einen Teil dieser so herrlichen Septembertage, sondern auch den eigentlichen Herbstbeginn beim Wandern in der Rhön zu erleben. Ich berichtete hier bereits in einigen meiner Beiträge zuvor.

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Eine Panoramaaufnahme – von der Wasserkuppe aus aufgenommen

Auch für den ersten Herbsttag war zumindest für die Rhön wieder bestes Wetter versprochen. Einfach perfekt, nicht nur für den eigentlichen Herbstbeginn, auch für unseren Urlaub konnten wir uns nichts Besseres wünschen. Die Fernsicht schien wieder bestens zu sein. Auch wenn später ab und zu ein paar beeindruckend dunkle Wolkenberge am Himmel zu sehen waren, blieb es bei dem fantastischen Spätsommerwetter. Unsere Entscheidung, uns noch einmal auf zur Wasserkuppe zu machen, dieses Mal vom Guckaisee aus, erwies sich als gut und richtig.

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Hier haben wir den Guckaisee (mittig im Bild) bereits weit hinter uns gelassen

Wir schnürten also auch an diesem Tag unser Wanderränzlein und bemühten zunächst erst einmal, wie schon öfter in diesem Urlaub, unser Auto, denn übertreiben wollten wir es mit dem Wandern ja nun auch nicht.
Vom Parkplatz am nahen Guckaisee aus sattelten wir Silberdistels dann aber doch auf unsere je zwei Füße um.
Der Wanderweg führte uns zunächst rechts am Guckaisee vorbei. Für Badegäste war der See wohl schon zu kalt. Es waren nämlich weit und breit keine zu sehen. Wir hatten das schon ganz anders erlebt. Kurz hinter dem See krabbelt der Weg dann langsam, aber stetig in die Höhe. Da er aber einen großen,  fast s-förmigen, Bogen beschreibt, hält sich die körperliche Anstrengung durchaus in Grenzen.

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Immer wieder legen wir eine kleine Pause ein – für solche wundervolle Fernblicke wie diesen

Immer wieder laden herrliche Ausblicke zum Verweilen ein. Man pausiert also fast schon automatisch, um den Blick in die Ferne …

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Hier ein Blick hinauf zum nahen Pferdskopf

… oder auch hinauf zum nahen Pferdskopf schweifen zu lassen. Oft haben wir über diesem Berg schon Gleitschirme schweben sehen. An diesem Tag war über ihm nur blauer Himmel mit einigen wenigen Wolken zu sehen.

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Ist der Anstieg auf dem s-förmiger Weg geschafft, geht es ein ganzes Ende ohne nennenswerte Kletterpartien weiter. Erst kurz vor der Wasserkuppe mit dem großen „Fußball“ auf ihrem Gipfel geht es wieder steil den Berg hinauf. Wir sparten uns diesen letzten schweren Teil allerdings noch ein wenig auf, denn unser Interesse galt an diesem Tag zunächst einmal dem Fliegerdenkmal auf der Wasserkuppe und das befindet sich etwas unterhalb des berühmten „Fußballs“.

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Das Denkmal, eine Arbeit von August Gaul, wurde 1923 in Erinnerung an die im 1. Weltkrieg gefallenen Piloten errichtet. Es ist nicht, oft wird das nämlich fälschlich behauptet, ein Denkmal für alle beim Fliegen tödlich verunglückten Piloten. Heute ist das Fliegerdenkmal mit seinem imposanten Basaltsteinsockel und der bronzenen Adler-Skulptur nicht mehr von der Wasserkuppe wegzudenken. Es gilt inzwischen neben dem Radom, dem großen „Fußball“, als Wahrzeichen des Berges.
Wie man an den vielen, einem ständig vor der Kamera herumlaufenden, Menschen sehen kann, war und ist der stolze Adler auf seinem Steinwall nicht nur bei uns Silberdistels ein beliebtes Fotomotiv. Die großen Basaltbrocken rund um das Denkmal reizen noch dazu, und das nicht nur Kinder, die eine oder andere Kletterrunde darauf einzulegen. Na, und ein Foto, so direkt und fast hautnah unter dem Adler stehend, macht doch so einiges her. Als endlich auch wir Silberdistels unsere Fotos im Kasten hatten, meisterten wir noch das letzte steile Stück des Anstiegs und so standen wir dann, ein bisschen schnaufend, unterhalb des großen Balles am höchsten Punkt der Wasserkuppe und schauten in die nun fast unter uns liegende Rhön.

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Der Blick ganz oben von der Wasserkuppe aus ist durchaus beeindruckend

Von ganz oben war die Aussicht auf die Berge in der Ferne natürlich noch viel spektakulärer. Wie unendlich weit man schauen konnte. Auch wenn wir dieses Mal nicht über den Wolken schwebten wie im vergangenen Jahr, kamen mir beim Anblick der unendlichen Ferne wieder  die Zeilen „Über den Wolken muss die Freiheit wohl grenzenlos sein“ aus dem Song von Reinhard Mey in den Sinn.

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Dabei fiel mein Blick auf eine Gruppe am Hang sitzender und stehender Modellflugzeugfans. Ob ihnen auch jedes Mal, wenn sie ihre Modellsegelflugzeuge in den Himmel schicken, dieses Lied in den Ohren klingt?  Aber wenn schon nicht ihnen, dann doch sicher denen, die hoch über uns gerade in den beiden Fliegern saßen. Wie aufregend es dort oben ist, weiß auch ich seit unserem Rhönrundflug im vergangenen Jahr und wie berauschend es ist, den Wolken so nah zu sein.

Aber genug geschwärmt. Wieder mit den Gedanken und beiden Füßen auf der Erde, schlenderten wir weiter in Richtung Rhöner Bauerladen. Oben auf der Wasserkuppe gibt es nämlich einen Ableger des Lädchens am Freilandmuseum in Fladungen. Dort hineinzuschauen war uns schon fast Verpflichtung, auch auf die Gefahr hin, nicht mit leeren Händen wieder rauszukommen. Na, und so war es dann auch, 2 Keramiktassen von unserem Lieblingstöpfer, 4 leckere Rhöner Würste und ein Minigläschen mit Rhöner Fichtenspitzensenf wanderten schließlich wieder mit uns bergab.

Hinunter zum Guckaisee, an dem ja unser Auto auf uns wartete, wählten wir zur Abwechslung mal einen anderen Wanderweg als den, der uns hoch zur Wasserkuppe geführt hatte. Im letzten Jahr hatten wir einen für uns neuen Weg entdeckt.

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Der Pferdskopf – ein beliebter Berg bei den Gleitschirmfliegern

Er führt zunächst wie auch unser Hinweg am Pferdskopf vorbei und ganz kurz dahinter rechter Hand  recht steil hinab über eine Sommerweide bis hin zum Guckaisee. Der Pferdskopf ist übrigens bei den Gleitschirmfliegern sehr beliebt als Startposition hinauf in die luftigen Höhen der Rhön. Seine Hänge scheinen dafür geradezu gemacht.

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Vor dem Betreten von Hunden würde ich natürlich auch warnen. Das könnte unter Umständen gefährlich enden

Unterwegs zum Guckaisee gab es natürlich noch allerlei zu sehen und wenn’s nur das Schild am Einlass zur Sommerweide war, das einer gewissen Komik nicht entbehrte. Wer getraut sich schon, Hunde zu betreten? Na, jedenfalls wird man hier gewarnt, falls man doch so überaus todesmutig sein sollte.

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Aber auch sonst litt meine Kamera durchaus nicht an Futtermangel. Nicht nur Herbstzeitlose erfreuten unser Auge. Die Natur rundum hatte viel Schönes zu bieten. Und dass wir wirklich auf einer Weide waren, das blieb uns ebenfalls nicht verborgen, schauten wir doch immer wieder einmal in hübsche Kuhaugen.

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Der Guckaisee hat auch im Herbst seine Badegäste

Und da lag er schon vor uns, der Guckaisee. Menschliche Badegäste gab es noch immer nicht, aber Zweibeiner waren dennoch im See unterwegs – gefiederte Zweibeiner, die schnatternd miteinander plauderten und beim Wettpaddeln winzige Wellen auf das ansonsten spiegelglatte Wasser zauberten.

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Wir haben einen stillen Beobachter

Vom See bis zu unserem Auto war es dann nicht mehr weit. Wieder am Ferienhaus genossen wir auf der Terrasse noch die letzten Sonnenstrahlen des Tages. Ob wir da bereits heimlich beobachtet wurden? Es schien mir fast so, denn kaum waren wir wieder drinnen im Haus, nahm ich vor dem Fenster eine Bewegung wahr. Ein hübsches graues Kätzchen schaute vorsichtig und aus angemessener Entfernung zu unserem Fenster hinein. Was ging da wohl in dem kleinen Köpfchen vor? Egal, ich hatte den Blick auch so verstanden und legte später ein paar Wurststückchen auf die Terrasse. Am anderen Morgen war alles fein säuberlich weggeputzt. Von da an hatten wir einen pelzigen Mitesser. Aber es kam noch ganz anders, als wir dachten. Doch das ist eine andere Geschichte.

Irgendwie hatte ich mir den Oktober etwas anders vorgestellt – richtig schön bunt mit einem herrlichen Touch von Gold. Okay, wenn man lange genug sucht, dann findet man schon ein paar Herbstfarben, bunte Blätter und auch so allerlei Blühendes noch. Aber so richtig schön kommt die Farbe bei dem nebelgrauen Wetter, das uns hier in meinem Norden momentan beglückt, nicht zur Geltung.

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Das Baby stellt nur bestimmte Bereiche scharf – hier mein erster Versuch an unserem Gartentor

Und da hatte ich gehofft, ich könnte bald mal mein neues Baby – ein nettes kleines Spielobjektiv, ein „Lensbaby Composer Pro mit Sweet 50 Optic“ – ausführen. Bisher hat es nur für ein paar Tests gleich vor der Haustür gereicht. Das Baby möchte nämlich Licht und keine graue Nebelsuppe.

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Nur so kommt seine ganze Kunst erst richtig zur Geltung. Aber für den Anfang waren die kurzen Übungen vor der Tür schon mal recht interessant und vielversprechend. Da geht sicher noch viel mehr. Aber auf das Mehr werde ich wohl noch weiter warten müssen. Die Sonne hält sich hier leider immer noch sehr bedeckt.
Dennoch habe ich bei den winzigen Lichtblicken, die es hier in den letzten Tagen gab, ein wenig Farbe in meinem Garten eingesammelt und diese kleine Ahnung von einem goldenen Oktober möchte ich gern mit Euch teilen. Ein paar Tage haben wir ja noch. Ob der Mann mit seinem bunten Blätterhut es noch schafft, aus den Puschen zu kommen? Falls er das doch noch schaffen sollte, werde ich das aber unerbittlich festhalten.

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