Mit ‘Haussperling’ getaggte Beiträge

In meinem Beitrag über unsere Torty, die sich unlängst bei unserem Nachbarn versehentlich eine kleine Auszeit von uns nahm, erwähnte ich es bereits – wir Silberdistels haben endlich das Kloster Jerichow besucht.
Wie oft in unserem Leben sind wir schon an diesem beeindruckenden Bauwerk vorbeigefahren, wenn wir unterwegs zu einem Besuch bei Herrn Silberdistels Eltern oder von dort wieder auf dem Weg zu uns nach Hause waren? Der Ort Jerichow, nicht weit von Tangermünde entfernt (vielleicht ist ja Tangermünde etwas bekannter), liegt praktisch auf der Strecke, die wir immer gern benutzt haben, wenn wir uns zu einem Besuch Richtung Magdeburg auf den Weg gemacht haben.

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Kloster Jerichow

Nun endlich haben wir uns Kloster Jerichow auch ganz aus der Nähe angeschaut. Dieses Mal war unser Ziel direkt das ehemalige Kloster unweit der Elbe, denn seit Schwiegermutters Tod vor zwei Jahren zieht es uns eher selten noch in diese Richtung. Der Ausflug jedoch hat sich durchaus gelohnt. Kloster Jerichow hat uns nicht enttäuscht.

Es wurde übrigens 1144 als Prämonstratenserstift gegründet und vier Jahre nach seiner Gründung an seinen heutigen Standort verlegt. Um den Zeitpunkt seiner Verlegung wurde auch mit dem Bau der Klosterkirche begonnen. Fertiggestellt wurde das gewaltige Bauwerk aber erst 1250.
Interessant ist vielleicht noch, dass Kloster Jerichow, auch wenn das gesamte Gebäude-Ensemble klösterlichen Charakter trägt, nie im eigentlichen Sinne ein Kloster war.  Die Prämonstratenser lebten und wohnten nicht ausschließlich im Kloster. Sie hatten sich vor allem der Mission und der Seelsorge verschrieben, waren also zum großen Teil außerhalb des Klosters tätig.

Während des 30jährigen Krieges hatte der Klosterbau arg zu leiden, z.T. wurde er regelrecht verwüstet. Auch während des 2. Weltkrieges erlitt der Bau erneut starke Beschädigungen.
Ab Mitte der 50er Jahre bis etwa 1960 begann man, erstaunlicherweise also bereits zu DDR-Zeiten, mit einer Instandsetzung der Kirche. Doch letztendlich waren die Schäden so gewaltig, dass man sich 1998 gezwungen sah, die Anlage vorerst baupolizeilich zu sperren.
In den Folgejahren wurden dann vom Land Sachsen-Anhalt nicht unerhebliche Mittel zur Verfügung gestellt, um das Kloster wieder in neuem Glanz erstrahlen zu lassen. Und dieser neue Glanz steht dem gesamten Kloster-Ensemble ausgezeichnet.
Gefunden habe ich diese geschichtlichen Eckpunkte über Kloster Jerichow übrigens hier. Wer also gern noch ein wenig mehr darüber lesen möchte, der kann gern auch dort noch einmal schauen.

Wir Silberdistels waren sehr angenehm überrascht von dem, was wir vorfanden. Aus Klosterkirche, dazugehörigen Gebäuden und dem Klostergarten ist ein richtiges Schmuckstück geworden. Es lohnt sich, dort einmal reinzuschauen und sich mit eigenen Augen zu überzeugen.

Aber nun genug der Vorrede, ab ins Kloster! Wobei … erst einmal mussten wir natürlich einen kleinen Obolus löhnen, bevor wir wirklich hinein durften. Nebenher kam ich natürlich genau dort an der Kasse auch wieder einmal nicht an den angebotenen Büchern vorbei. So wanderte, wer hätte es gedacht, ein Kochbuch mit alten Rezepten in meinen Rucksack. Ich habe ja bisher auch kaum Kochbücher 😉

Aber nun wirklich los und auf ins Kloster!

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Was wandelt denn dort hoch oben auf einem der Hausdächer?

Auf einem der Dächer der Häuserreihe links von uns fallen mir unterwegs zum Eingangsbereich der Klosteranlage zwei witzige Figuren auf. Es ist zwar helllichter Tag, aber wahrscheinlich wandeln sie immer – unabhängig von Tages- oder Nachtzeit.
Wenig später stehen wir vor dem Eingang zum Klosterbereich – kein Kartenabreißer weit und breit, kein Chipkontrolleur. Selbst sind hier Mann und Frau und müssen Avtomat bedienen können.

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Dann also los – auf ins Kloster!

Herr Silberdistel hat zunächst ein kleines Problem mit dieser Automaten-Hürde, denn ohne die richtige Brille ist hier der Tastsinn gefragt. Man muss nämlich einen Chip, den wir an der Kasse bekamen und der mit mehreren Rillen versehen ist, in die richtige Position bringen, erst dann passt er in den Automaten, der schließlich die Eingangsschleuse zum Klosterbereich öffnet. Doch wir packen das Problem noch recht schnell, zumal von der anderen Schleusenseite hilfreiche Tipps kommen. Aber ich bin sicher, wir hätten es auch früher oder später allein geschafft 😉

Bevor wir uns nun zur allgemeinen Klostereinstimmung erst einmal ins Museum aufmachen, muss mein Gärtnerauge den hübschen Steingarten im Innenhof an der Geist-Brennerei bewundern. Aber dann geht’s hinein ins Museum. Dort gibt es allerlei Interessantes rund ums Kloster zu sehen – nicht nur Kirchenglocken und diverse Tonscherben. Vielleicht schaut Ihr ja irgendwann einmal selbst hinein. In der Bilderschau gibt es schon mal einen kleinen Vorgeschmack auf die Museumsluft.

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Nach dem Museumsrundgang locken uns unsere Mägen mit unwiderstehlicher Gewalt in den Klostergarten. Ein Wegweiser sagt nämlich, dass es dort nicht nur Garten, sondern auch ein Café geben soll. Scheinbar können Mägen lesen und vor allem dulden sie keinen Widerspruch 😉

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Letztendlich sind wir rundum zufrieden. Kaffee, Cappuccino und Torte haben gehalten, was sie zu versprechen schienen. Sie waren äußerst lecker und der Klostergarten gab zu Speis und Trank mit dem buntem Vogelgezwitscher rundum aus all dem Grün und dem Blick aufs Storchennest hoch über uns auf dem Schornstein unseres urigen Cafés eine wunderbare Atmosphäre.  So ist Entspannung pur.
Und als ich im Gemüse- und Kräutergarten ein wenig später auch noch für meinen Garten zuhause fündig werde, könnte ich den Tag bereits als nahezu perfekt gelungen einordnen.
Aber wie es so ist, man soll den Tag nicht vor dem Abend loben. Aber erst einmal war ich des Lobes voll und bereits wieder voller Tatendrang, denn dort hinten harrte unserer noch ein Backsteinmuseum.

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Nach dem Backsteinmuseum fehlt uns nun nur noch der Blick ins eigentliche Heiligtum – in die Klosterkirche. Mich interessiert zuvor natürlich noch einmal der Steingarten, den ich gleich zu Anfang unseres Rundgangs bewundert habe. Und während ich dort die Pflanzen anschaue, bemerke ich plötzlich gegenüber an der Hauswand einen Spatzen und ein Loch in der Wand, in dem Vater Haussperling kurz darauf verschwindet. Ich sehe gerade noch sein fedriges Hinterteil weghuschen und schon klingt lautes Babyvogelgeschrei von der Wand zu mir herüber. Da habe ich also eben den Eingang zu einer Spatzenkinderstube entdeckt. Wenig später taucht auch Mama Haussperling auf, um die Kinder zu versorgen. Was für eine nette Begebenheit nebenbei. Klosterleben kann doch so vielseitig sein.

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Zeit für den Kirchgang! Ich bin gespannt, was uns dort erwartet. Herr Silberdistel ist mir wieder einmal etwas voraus und wandelt bereits unter Gewölben dahin. Nur schnell hinterher, damit wir nichts verpassen!

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Beeindruckend, was wir zu sehen bekommen! Gewaltig, diese Höhe. Wie unscheinbar klein man sich doch vorkommt angesichts solcher unendlich erscheinender Höhe und wie spannend muss es gewesen sein, so etwas entstehen zu lassen.
Die Klosterkirche Jerichow gehört übrigens zu einem der ältesten Backsteinbauten Norddeutschlands. Wie schön, dass man ihr mit viel Geld, Mühe und Liebe wieder zu ihrer alten Pracht verholfen hat.

Nicht nur uns hat es in Jerichow gefallen. Auch die Störche scheinen sich dort wohlzufühlen. Wir entdecken auf einem Gebäude noch eine weiteres Storchennest und das, so finden wir, ist ein guter Abschluss für unseren Klosterbesuch.

Glücklich und zufrieden mit den gelungenen Tag machen wir uns wieder auf den Heimweg und dort spuckt uns dann unsere Torty in die Suppe dieses ansonsten so schönen Tages. Unser pelziges Dreigestirn will nämlich noch einmal hinaus in den Garten, als wir wieder daheim aufschlagen. Natürlich gönnen wir ihnen das, mussten sie doch bis dahin den ganzen Tag im Haus ausharren.
Ja, und dann, dann, dann verschwindet Torty spurlos

Erneut hatten NABU & Co. zur Vogelzählung aufgerufen. Vom 12. bis 14. Mai durfte wieder einmal eine Stunde lang gezählt werden, welche gefiederten Gäste während dieser Stunde den Garten frequentierten.
Dieses Mal hatten meine pelzigen Mitbewohner keine Lust zum Zählen, jedenfalls nicht so, wie sich in meinen Augen die Zählung gestalten sollte – mit Stift, Papier und Fernglas. Sie hätten lieber das zu zählende Vogelvolk herbeigetragen, weil man es so ganz aus der Nähe ja viel besser bestimmen kann. Da ich mich von dieser Art Zählung dann aber doch nicht überzeugen ließ, gingen sie lieber anderen spannenden Tätigkeiten nach.

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Keks hatte es sich auf der Fensterbank im Bad gemütlich gemacht.

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„Was? Vögel zählen? Och nee, Silberdistel, wenn ich sie Dir nicht bringen darf, …

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… dann, dann mache ich lieber andere katerwichtige Dinge …“

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„Vögel zählen? Wozu soll das gut sein, Silberdistel? Du siehst doch, ich hab Wichtigeres zu tun.“ So Tortys Antwort auf meine Bitte um Unterstützung bei der Gartenvogelzählung.

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Und hier wurde mein Anliegen nicht einmal angehört. Die graue Eminenz schnarchte mir nur etwas vor.

Tja, so saß ich also allein mit meinem Stift, Papier, Fernglas und Fotoapparat am Fenster. Und irgendwie hatten die Katzen wohl Recht. Es passierte auch zunächst nichts Besonderes. Es waren nur die üblichen Verdächtigen da. Okay, ein paar Schwalben flatterten noch hoch über unserem Garten dahin und ein Hausrotschwanz trällerte sein kurzes Lied vom Dach gegenüber.
Doch dann, dann wurde meine Ausdauer zumindest noch ein wenig belohnt, zwei Stare tummelten sich nämlich auf einmal am Futterplatz. Die zähle ich dann doch nicht so ganz zu den üblichen Verdächtigen. Das Futter mit den leckeren Mehlwürmern sagt wohl auch ihnen zu.

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Naja, da sah meine Vogelzählung so schlecht doch eigentlich gar nicht aus. Allerdings ließ mich mein Rotkehlchen völlig im Stich und Familie Gimpel hätte auch ruhig einmal vorbeischauen können.
Aber als ich schon fast einpacken wollte, bekam ich doch noch etwas ganz Besonderes zu sehen. Mir war in unserem Hollerbusch zwischendurch schon für einen kurzen Moment ein kleiner Feldsperlings-Zweierpack aufgefallen. Als ich das nächste Mal hinschaute, war er wieder fort. Doch dann hatte ich doch noch Glück. Plötzlich kam tatsächlich die gesamte Familie Feldsperling noch einmal eingeflogen, und ich durfte bei der Fütterung der Jungvögel zuschauen.
Ein paar Tage zuvor war mir das bereits geglückt. Aber jetzt zur „Stunde der Gartenvögel“ war diese Vorführung für mich natürlich ein ganz besonderes Highlight. Aber seht selbst! Ist es nicht allerliebst?

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Das haben wir am 2. August letzten Jahres erfahren, als wir mit unserer Enkeltochter den Vogelpark Marlow erkundeten. Dort gibt es eine gar nicht mal so kleine Storchenkolonie. Und die Störche waren auch die ersten Vögel, die uns bereits begrüßten, als wir noch nicht einmal die Eintrittskarten für den Marlower Vogelpark gelöst hatten.

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Sie drehten hoch über dem Vogelparkgelände ihre Runden und stimmten uns so auf genau die Lebewesen ein, die wir an diesem Tag besuchen wollten und die Weißstörche waren auch die ersten Vögel, die wir im Park bewundert haben, weil sie ihr Hauptdomizil gleich in der Nähe des Eingangs zum Vogelpark haben. Man stolpert also fast über sie 😉
Neben den vielen Vertretern aus der bunten Vogelwelt kann man in Marlow aber auch Affen, Präriehunde, Alpakas, Kängurus, verschiedene Haustierrassen und mehr bewundern und Menschen, jede Menge Menschen. Für Abwechslung ist also gesorgt – sogar in fast jeder Hinsicht. Es wird nicht nur fürs  Auge gesorgt, auch der Magen wird nicht leer ausgehen und für die kleinen Besucher gibt es noch ein wenig mehr Action, als nur Vögel zu begucken.

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So manches Kinderherz wird sicher bereits höher schlagen, wenn es nur aus der Ferne das tolle Piratenschiff sieht. Unsere Enkelin war dann auch für eine ganze Weile in diesen wundersamen Abenteuerspielplatz abgetaucht. Aber auch sonst gibt es viele fantastische Spielplätze im Marlower Vogelpark. Da kommt kein Kind zu kurz und ich vermute, auch so mancher Erwachsene nicht.
Und wer an kalten Tagen am Ende ganz furchtbar durchgefroren sein sollte, der kann sich im kleinen, aber feinen Tropenhaus wieder aufwärmen und nebenher tropische Pflanzen, Vögel, Fische und Schildkröten anschauen.
Also, nichts wie rein in den Vogelpark Marlow  und damit hinein in meinen zweiten Beitrag gegen das hässliche Wintergrau da draußen.

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Gerade hat der Winter es hier in meinem Teil des Nordens diesen kleinen Fliegen, den Eintagsfliegen, nachgemacht. Am Mittwoch dieser Woche begann er früh morgens damit, lebendig zu werden – sehr sogar, denn er hatte mächtig Unterstützung von dem stürmischen Dieter, der es zusammen mit Frau Holle da draußen mitunter ganz schön undurchsichtig machte.

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Da wirbelte zeitweise mächtig viel Schnee durch die Gegend. Unsere Katzen schauten sich das lieber vom, wie sie glaubten, schneesicheren Wintergarten aus an.

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Aber wie die zwei Plüschlöwen bald merkten, ist ein Wintergarten eben auch ein Wintergarten, in dem es unter Umständen sogar schneit – allerdings nur, wenn man die Nase zu weit raushält 😉 Aber als Hauskatze hat man es dennoch gut, man kann sich im Bedarfsfall immer mal wieder schnell an der Heizung aufwärmen. Der Bedarfsfall trat bei unserem Keks recht schnell ein. Die Vögel draußen im Garten hatten es so betrachtet weniger gut und das freche Rotkehlchen besetzte auch noch das Futterhaus ganz für sich allein. So hatte es sogar ein Dach über dem Kopf, aber die anderen Federbälle mussten draußen  dumm herumsitzen. Manchmal können scheinbar also auch Rotkehlchen ganz furchtbar gemein sein.

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Unsere Torty hatte sich übrigens auch nicht mehr lange im Wintergarten aufgehalten. Nachdem sich bereits Keks aus dem Staube gemacht hatte, folgte sie mir, kaum dass ich mich zur Tür umdrehte, um ins  Haus zu eilen. Beinahe hätte sie mich noch über den Haufen gerannt, so eilig hatte sie es plötzlich. Wenig später ließ sie sich am Fenster in meinem Zimmer nieder. Vögel im Schneesturm beobachten konnte sie auch von dort aus.

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Trotz des heftigen Sturms war in unserem Garten an diesem Tag erstaunlich viel Betrieb an den Futterstellen für die Federbälle. Aber wer weiß, vielleicht gab es den regen Flugbetrieb auch gerade wegen des Schneegestöbers, denn im Schnee war wohl bei diesem Wetter eher kaum Futter zu finden. Der Feldsperling an der Knödelstation hatte es übrigens gar nicht so leicht, denn die Station flatterte fröhlich im Sturm hin und her. Sich draufsetzen und mitfliegen mochte er scheinbar auch nicht. So wartete er jeweils den Moment ab, wenn die Station vorbeigeflogen kam, um dann schnell einen Schnabel voll Knödel zu erhaschen, was manchmal wohl sogar gelang.

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Meine Birke hatte es an diesem Tag auch schwer. Sie fühlte sich mindestens so gerüttelt und geschüttelt wie die Knödelstation in unserem Garten, wenn nicht mehr. Aber irgendwie, fand ich, sah sie durchaus recht fesch aus mit ihrem vom Schnee leicht ergrauten und im Winde wehenden langen Haar. Aber natürlich wäre sie nicht die stolze Birke, die hier in meinem Blog bereits so oft einen Platz gefunden hat, wenn sie nicht wüsste, wie sie sich auch unter solchen Extrembedingungen noch vorteilhaft ins Bild setzen kann. So machte sie doch glatt aus Dieters stürmischem Gehabe noch eine Tugend.

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Irgendwann im Laufe des späten Nachmittags hatte Frau Holle dann nichts mehr zu bieten. Da reichte sie den Staffelstab einfach an die Regentrude weiter und so kam es, dass wir am Mittwoch einen Eintagswinter hatten, denn Trude wusch allen Schnee hemmungslos wieder fort und ließ so diesen Eintagswinter am Abend einfach still und leise sterben. Naja, ging ja auch nicht anders, sonst wäre er ja kein Eintagswinter gewesen. Aber selbst ein Eintagswinter hat irgendwie was. Wenigstens konnten wir mal wieder kurz sehen, dass auch dem Norden durchaus so ein keckes Schneemützchen ganz gut steht.

Der NABU hatte für das vergangene Wochenende wieder einmal zur „Stunde der Wintervögel“ aufgerufen. Wer Lust und Spaß dran hatte, konnte wieder einmal zählen, welche Vogelarten und wie viele jeweils davon im, am und über dem eigenen Garten innerhalb einer Stunde zu sehen sein würden. Natürlich hätte man seine Beobachtungen auch irgendwo in der freien Natur machen können. Anschließend konnte man diese Beobachtungen an den NABU melden.
So saß ich mit Zettel, Stift, Fernglas und Kamera bewaffnet jetzt am Sonntag am Fenster und schaute erwartungsvoll in meinen Garten hinunter. Würden mehr oder andere Federbälle kommen als am Freitag? Da hatte ich mir nämlich auch schon eine Stunde Zeit für die gefiederten Gartengäste genommen.
Ich war mächtig gespannt, ob ich am Sonntag außer den üblichen Verdächtigen, die ich bereits am Freitag in meine Liste aufnehmen konnte, noch andere, vielleicht nicht ganz so alltägliche, Gäste würde zählen können.

Es lief recht betulich an und ich überlegte schon, ob ich die Zeit nicht lieber für etwas anderes nutzen sollte, denn meine Liste war im Grunde genommen fertig. Ich könnte also problemlos meine Beobachtungen vom Freitag an den NABU melden. Doch dann kam doch noch Bewegung in mein kleines Gärtchen. Ein Trupp Haussperlinge war gerade eingeflogen, als ich schon fast das Handtuch werfen wollte. Einige der Sperlinge stürzten sich sogleich auf die Futterstellen, doch ein Außenseiter hüpfte erst einmal auf eines der beiden runden Teichlein in unserem Garten zu. Sicher wollte er zunächst seinen Durst stillen, denn in den letzten Tagen war hier alles gefroren – also Mangel an offenen Trinkstellen. Oder aber er hatte wie wir Silberdistels über die Feiertage ein wenig zugenommen und da soll es ja durchaus hilfreich sein, wenn man vor dem Futtereinwurf ein wenig Wasser trinkt, damit der Magen meint, er wäre bereits gut gefüllt und somit passt nicht mehr so viel kalorienreiche Festnahrung hinein 😉 Egal wie, jedenfalls hatte das Tun des kleinen einzelgängerischen Federballs einen Sogeffekt.

Im Laufe der Nacht zum Sonntag hatte hier in meinem Norden wieder Tauwetter eingesetzt und so hatte auch die Eisfläche auf den beiden Teichlein begonnen aufzutauen.
Der kleine Haussperling stillte, wie vermutet, tatsächlich dort zunächst seinen Durst. Doch dann sprang er plötzlich mitten hinein ins nasse Vergnügen. Das blieb nicht ohne Folgen.

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Die Teichlein waren trotz Tauwetter immer noch von einer dünnen Eisschicht bedeckt, auf der aber inzwischen Wasser stand – wahrscheinlich jetzt genau die richtige Art von Badewanne. Kaum nämlich hatte der eine Spatz lustig zu platschen begonnen, gesellten sich die nächsten hausspätzischen Badegäste hinzu und schließlich sogar Frau Amsel, die sich offensichtlich hatte anstecken lassen vom fröhlichen Badegetummel der Spatzenfamilie.
Das Wasser muss ganz schön kalt gewesen sein, am Rande des Teichleins sieht man sogar noch letzte Eisreste. Aber die Kälte, knapp über 0° C, tat dem Badevergnügen von Familie Spatz und Frau Amsel offensichtlich keinen Abbruch. Sie hatten augenscheinlich viel Spaß dabei und ich ebenso – schon allein vom reinen Zuschauen.

Welche Wintergäste außer diesen Badegästen noch kamen? Die üblichen Verdächtigen waren da. Die meisten von ihnen waren allerdings eher weniger badefreudig gestimmt. Sie interessierten sich dann doch mehr für die Speisekarte des Vogelgasthauses „Zur Silberdistel“. Ich konnte Blaumeisen, Kohlmeisen, natürlich Großfamilie Haussperling wie oben bereits zu sehen, einen Feldsperling, Amseln, unser Rotkehlchen, Ringeltauben, Saatkrähen und eine Nebelkrähe beobachten und während meiner Zählung überflogen noch etliche Möwen und drei Stockenten unseren Garten.
Das Vogelbild in meinem Garten vom Sonntag glich in etwa dem vom Freitag. Ich war recht zufrieden mit meiner Zählung, auch wenn es keine Überraschungsgäste gab.

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Doch dann, ich wollte meinen Platz am Fenster gerade räumen, gab es doch noch eine Überraschung. Mir fiel nämlich plötzlich eine Bewegung an unserem Geräteschuppen auf. Im ersten Moment glaubte ich, unser Rotkehlchen würde dort schon wieder umherhuschen. Es hatte mich mit seinem Anblick an diesem Tag ohnehin schon sehr verwöhnt. Bei genauerer Betrachtung fehlte meinem vermeintlichen Rotkehlchen dann aber der rote Latz. Ich brachte schnell die Kamera in Anschlag und dann war ich mir sicher.
Ich hatte nämlich eine Vermutung. Im vergangenen Herbst mussten sich unsere Katzen recht häufig von einem Zaunkönig beschimpfen lassen. Manchmal bekam selbst ich etwas von den Schimpftiraden ab, einmal sogar mit doppelter Schimpfgewalt – da zeigten sie mir zu zweit, was sie von mir und meinen Katzen hielten.
Leider hatte ich nie eine Kamera parat und wenn ich schnell hinein eilte und sie holte, war nach meinem Wiedererscheinen weit und breit kein kleines keckes braunes Vögelchen mehr zu sehen. Wie schön, dass mir jetzt eins von ihnen doch noch vor die Kamera gekommen ist.

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Rechts neben meinem Logo sitzt der kleine Zaunkönig

Leider sind die Bilder, als das winzige Kerlchen am Schuppen herumwuselte, nicht berauschend geworden. Sie eignen sich fast mehr als eine Art von Vogelsuchbild. Ich zeige aber trotzdem eines der Fotos. Man sieht auf jeden Fall sehr schön, wie gut der kleine Bursche durch seine braune Farbe getarnt ist. Und was man noch sieht, das sind die grünen Spitzen der Krokusse. Der Frühling lässt also in gewisser Weise schon ein wenig grüßen 😉

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Aber am Ende hatte der Zaunkönig doch noch Mitleid mit mir. Er setzte sich für einen winzigen Moment an den Rand der Vogeltränke. Auch diese Bilder sind alles andere als perfekt. Ein wenig deutlicher ist der kleine Federball aber doch zu erkennen als auf dem Foto zuvor.

Meine Katzenfamilie hatte dieses Mal übrigens keine Lust, mir bei der Vogelzählung Gesellschaft zu leisten. Sie nahmen lieber ein Mütze voll Schlaf. Ich vermute, sie veranstalten bei etwas wärmeren Außentemperaturen ihre eigene kleine Vogelzählung und die dann in der freien Natur. Vom Fenster aus Vögel zu zählen, das haben sie bereits bei der letzten Vogelzählung, bei der sie mir noch mehr schlecht als recht Gesellschaft geleistet hatten, als reichlich albern eingestuft. So saß ich nun also allein am Fenster. Meinen Spaß hatte ich trotzdem dabei – auch ohne pelzige Unterstützung.

Naja, okay, ich will mich nicht streiten, die Tanzfläche war wohl doch nach genauerer Betrachtung eher ein Autodach.

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Aber aus der Vogelperspektive erscheint das Dach bestimmt so wie ein kleiner Vulkan, gut, wie ein ziemlich platter Vulkan. Aber so rot wie ein gerade ausgebrochener Vulkan doch allemal. Nicht? Okay, dann für diejenigen, deren Vorstellungkraft für meinen Vulkan nicht ausreicht, eine andere Variante.  Die weniger Fantasiebegabten stellen sich jetzt ganz einfach einen roten Ferrari vor. Genug Feuer unter der Motorhaube den Vogelfüßen? Was? Da erscheint immer noch kein vulkanisches Feuer vor dem geistigen Auge?

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Also dem leichtfüßigen Tänzer hier fehlt es so gar nicht an Vorstellungskraft. Er erweckt ja nun wirklich, zumindest phasenweise, den Eindruck, als tanze er auf einem echt feurigen Vulkan. Er flattert, …

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… hüpft und springt, als hätte er wahrlich Feuer unterm fedrigen Vogelpopo und unter den elegant dahinschwebenden großen Vogelfüßen.

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Während er fröhlich und voller Hingabe auf der so ungewöhnlichen Tanzfläche seinen Tanz vollführt, muss er auf andere gefiederte Tänzer mächtig Eindruck gemacht und auch ihre Tanzlust geweckt haben, denn plötzlich taucht aus dem Geäst nebenan ein weiterer Pseudo-Vulkantänzer auf …

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… und setzt mit kühnem Schwung auf der vulkanischen Tanzfläche auf.

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Ach! Verdutzter Blick unseres Startänzers. Der Neuankömmling ist gar kein Tänzer! Hat sich doch soeben ein Trinker ganz frech auf den Vulkan geschwungen und säuft nun die, für das bessere Dahingleiten auf der vulkanischen Tanzfläche, aufgebrachten Wasserperlen fort.

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So geht es aber nicht! Trinker sind auf dieser Veranstaltung nicht erwünscht. Wer nur trinken und damit tanzflächenzerstörerisch tätig sein will, der hat auf der Tanzfläche nichts zu suchen.

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„Hinfort mit Dir – Du, Du, Du … Sperling!“

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Und schon hat der Tänzer den Trinker in die Flucht geschlagen. Letzterer verschwindet hektisch flatternd in den Büschen.

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Das Tanzbein kann also wieder geschwungen werden. Olé!

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Caramba, mir kocht der Blut! Schwungvolle Drehung! Olé!

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..und Schluss!

“Na? wie war ich? Applaus bitte!“

***

Ach, und dass hier immer von DEM Tänzer die Rede ist, das ist nicht ganz korrekt, höchstens in Bezug auf den Vogel an sich. Natürlich handelt es sich um eine Vogeldame, die hier so gekonnt das Tanzbein schwingt – um die gefiederte Tänzerin Carmen Amsel.
Der Trinker allerdings, der ist in der Tat ein Er. Wir haben es hier mit dem Gewohnheitstrinker Erwin Haussperling zu tun.

Der vergangene Sonntag war hier bei uns schon echt ein Apriltag, wie er im Buche steht. Ich hatte berichtet, wie wir Silberdistels  zu nachtschlafender Zeit wachgetrommelt wurden. Okay, sicher gibt es Schlimmeres und wir würden in der Nacht zum Montag den versäumten Schlaf ganz einfach nachholen können, aber ein wenig ärgerlich war’s schon, so früh aus den Federn gerissen zu werden. Frohgemut kuschelten wir uns dann am Sonntagabend auch in die weichen Kissen, um das Versäumte nachzuholen und tatsächlich schliefen wir auch tief und fest und störungsfrei.

Montagmorgen – neuer Tag – neues Glück! Frisch erholt und ausgeschlafen gehe ich zum Fenster und schaue in den neuen Morgen. Was ist das? Ein Déjà-vu? Hab ich das nicht eben gerade gesehen? Aber es war doch am Ende alles weg! Wie kann es da jetzt wieder da sein?

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Einigermaßen verblüfft schaue ich aus dem Fenster und komme mir in den Sonntagmorgen zurückversetzt vor. War das möglich? So wie in dem Film „Und täglich grüßt das Murmeltier„?

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Auch unten im Garten ist wieder alles voll mit diesen kleinen weißen Kugeln. Es ist so nass und ungemütlich, als hätten wir wieder gestern. Hatten wir so tief und fest geschlafen, dass wir dieses Mal nichts vom Trommelwirbel der Hagelkörner mitbekommen hatten? Wahrscheinlich wohl. Oder war es jetzt wirklich wieder Sonntag, nur dass er für uns dieses Mal erst nach diesem Prasselkonzert begann?

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Die Katzen schauen ähnlich irritiert wie ich in die Gartenwelt. Offensichtlich fühlen auch sie sich in den Tag zuvor zurückversetzt. Unsere graue Eminenz blickt kopfschüttelnd zur Tür hinaus, macht sich dann aber im Vergleich zum Sonntagmorgen, wo sie nur kurz die Nase zur Tür hinausgesteckt hatte, zu einem kurzen Reviergang auf. Wahrscheinlich kennt sie den Film mit dem Murmeltier auch, ziemlich sicher sogar als unsere langjährige Mitbewohnerin,  und versucht nun, diesen erneuten Sonntag etwas anders zu gestalten, denn im Film hatte der Sinneswandel Phil Connors (dargestellt von Bill Murray) ja letztendlich geholfen, wieder aus der Zeitschleife, in die er geraten war, zurück ins normale Leben zu finden. Aber sollen wir denn nun bessere Katzen und Menschen werden? Dabei dachten wir bisher, wir könnten so bleiben, wie wir sind. Ob der Herr April da irgendwie anderer Meinung ist?

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Keks jedenfalls macht nichts großartig anders, aber er kennt ja auch den Film noch nicht. Nach einer kurzen Sitzübung neben dem Gartenstuhl, die wie am Tag zuvor wieder mit Staunen einhergeht, folgt er der grauen Eminenz unauffällig. Zumindest das ist dieses Mal an Keksens Gartenmorgen dann doch anders als am gestrigen Sonntag.

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Auch Torty versteht die Welt nicht mehr und glaubt ein wenig an eine Klimakatastrophe und bei Klimakatastrophen bleibt man lieber im Haus. Sie versucht also, auch ohne Filmkenntnisse ihren Tagesablauf etwas zu variieren.

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Ihr Lieblingssonnenplatz beim Drachen ist eh vereist. Was spricht da also für einen netten Tag in den silberdisteligen vier Wänden? Aber eigentlich, ein bisschen Reviergang sollte eine Katze, die etwas auf sich hält, vielleicht auch dann hinter sich bringen, wenn das Klima sich gerade zu einer Katastrophe auswächst. Schließlich muss man sich auch an neue Gegebenheiten anpassen können, wenn man überleben will. Naja, und auf dem Rücken des Drachens sieht es doch irgendwie weniger eisig aus.

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Torty schaut und schaut und dann entsteht in ihrem Kopf ein Plan. Sie ist nicht nur groß im Denken, sie ist auch groß in Balanceakten und das könnte sie jetzt geschickt ausnutzen. Nach intensiver Tüftelei beschreitet sie den für sie einzig gangbaren Weg zum Drachen …

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… und der führt über die tönerne Katzenkollegin, weiter über das blumentopfige Hinterteil der Dame aus Ton und dann über einen Minischritt aufs eisige Bänkchen zum Ziel ihrer Wünsche. Und siehe da, schon ist Torty dem Drachen zu Kopfe gestiegen. Und bei dem ganzen Balanceakt hat sie kaum eines der eisigen Kügelchen betreten müssen. Das soll ihr jetzt aber mal einer nachmachen.

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Geschafft! Das war ein recht beschwerlicher Weg. Uups! Ganz schön wacklig auf so einem Drachenkopf. Aber kalt ist er auch irgendwie. Dabei dachte Torty, Drachen speien Feuer und sind deshalb schon von Natur aus eher feurig denn eisig kalt. Sicher sind diese Geschichten mit den Feuer speienden Drachen nur blöde Märchen. Alles erstunken und erlogen. Ja, erst das wirkliche Leben, die eigenen Erfahrungen machen uns schlau. Ach, die graue Oberkatze kommt schon vom Rundgang zurück – sicher mit urst kalten Pfoten. Dann wird ja Keks wohl auch gleich kommen.

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Torty als Torwächter harrt weiter auf ihrem Wackelposte aus, während die Oberkatze zügig ins Warme eilt. Keks jedoch dort hinten hat scheinbar noch etwas vor. Eine Verabredung gar? Und das in solcher Eiseskälte? Torty wirkt wegen Keksens Abstecher in noch weitere Teile der Gartenwelt aus unerfindlichen Gründen etwas ungehalten.

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Ah ja! Tatsächlich! Keks hatte wohl in der Tat noch etwas Unaufschiebbares zu tun.

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Musste er schnell noch den Sperlingsmädels einen guten Morgen wünschen oder hatte der Schelm etwa Appetit auf leckeren Sperlingsbraten? Aber nein, Keks doch nicht! Er wollte sicher nur nett mit den Mädels flirten oder mit ihnen über Gott und die Vogelwelt plaudern.

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Ach, da ist er ja endlich wieder. Wurde aber auch Zeit! Torty schaut ihm ungeduldig und schon ziemlich unterkühlt entgegen.

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„Na endlich kommst Du, Keks. Meine Pfoten sind mir fast am Drachen festgefroren.“

„Wer hat denn gesagt, dass Du auf mich warten musst, Torty, und warum bist Du so sauer?“

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„Na, Du hast doch gesagt, wir gucken nur kurz in den Garten und dann spielen wir noch eine Runde. Aber Du, Du rennst hier stundenlang herum, als hätten wir den tollsten Frühlingstag und ich steh‘ derweil dumm in der Gegend rum.“

„Ach ja? Ich hab‘ gesagt, wir spielen gleich noch eine Runde? Muss mir unterwegs irgendwie entfallen sein.“

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„Ja, Keks, wahrscheinlich ist Dir Dein Gehirn bei der Rumrennerei in der Kälte eingefroren und da hast Du überhaupt keinen Gedanken mehr an Deine Lieblingsschwester verschwendet. Natürlich hast Du vor dem Rausgehen versprochen, dass wir anschließend noch spielen! Nun los, beeil Dich, Keks, ich hab‘ die Mäuse und so schon mal bereit gelegt. Komm schnell, damit uns wieder warm wird beim Spiel!“

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Und das Ende der Geschichte? Wie das war? Wir können zum Glück wohl doch so bleiben, wie wir sind, und müssen nicht wie in dem Murmeltierfilm wieder und wieder denselben Tag durchleben, denn einen Tag später bekamen wir tatsächlich den ganz normalen Dienstag in unser Leben gesetzt und nicht erneut den Sonntag mit seinen kleinen Eiskugeln. Aber dennoch, der April fühlte sich immer noch sauwohl, pfiff grinsend um die Häuserecken, blies uns Eisluft ins Gesicht, schubste kurz die Sonne durch die Wolken, riss sie wenig später wieder rein in die graue Watteschicht und schüttete uns immer wieder eimerweise Wasser in den Tag. Wir Silberdistels hatten aber durchaus auch im Haus genug zu tun und die Katzen verlegten ihre Aktivitäten ebenso wie wir Menschen mehr nach drinnen, stellten dabei allerdings auch so allerlei Unsinn an. Aber das ist schon wieder eine andere Geschichte.