Mit ‘Geschenke’ getaggte Beiträge

Vom Prinzip her verliefen unsere Weihnachtstage recht nett und entspannt – bis auf … Nun ja, ein paar kleine Pleiten, ein bisschen Pech und die eine oder andere Panne gaben sich dennoch die Hand.

Dsc06787Es begann damit, dass ich am Nachmittag des Tages vor Heiligabend unser Nadelbäumchen aus dem Garten hinüber an seinen Platz in unser Wohnzimmer stellen wollte. Voller Tatendrang schaute ich vom Wohnzimmerfenster aus hinaus auf das Bäumchen. Etwas Hilfe würde ich für die Umsetzung wohl brauchen. Herr Silberdistel musste her. Ich atmete eben tief ein, um meinen Gatten lautstark herbeirufen zu können, als mir bei einem erneuten Blick auf den Baum abrupt der Atem stockte. Mein Gott, wo, wo endete nur die Spitze des ehemals kleinen Bäumchens? Ich schaute irritiert hinaus in den Garten, dann hoch zum Wintergartendach, das nur unwesentlich niedriger ist als unsere Wohnzimmerdecke. Das Bäumchen aber ragte etliche Zentimeter über das gläserne Dach des Wintergartens hinaus. Wie konnte mir das bisher entgangen sein? Oder lag hier eine der berühmten optischen Täuschungen vor? Ich schaute noch einmal und noch einmal, einmal aus diesem, dann wieder aus jenem Winkel. Das Ergebnis blieb unverändert. Schließlich ging ich hinaus, blickte langsam und ein bisschen furchtsam am Baum empor. Mein Gott, er endete ja überhaupt nicht. War er nicht fast doppelt so groß wie ich selbst? Warum nur war mir das nicht bereits aufgefallen, als ich ihm seine neue Lichterkette umhängte? Ich muss irgendwie betriebsblind gewesen sein. Mir würde wohl nichts anderes übrig bleiben, als vor der geplanten Umsetzung zunächst seine exakte Höhe festzustellen.

Einigermaßen irritiert über die Steine, die mir so unerwartet in den Weg gerollt waren, eilte ich zurück ins Haus und wenig später mit einem Zollstock bewaffnet wieder in den Garten. Zuletzt hatte der Baum Weihnachten 2015 festlich geschmückt in unserem Wohnzimmer gestanden. Mein Gott, wie schnell die Kleinen doch groß werden! Dass Kinder das können, habe ich bereits mehrmals erfahren. Aber dass mir auch mein kleines Bäumchen, das ich einst samt Topf locker unter einen Arm geklemmt nach Hause getragen hatte, das antun würde, fand ich nahezu unbegreiflich.
Wenig später sprach mein Zollstock Bände. Unser eben noch so kleines Weihnachtsbäumchen war um 20 cm zu groß für unser Wohnzimmer. Was nun? Ob Herr Silberdistel Lust hatte …? Nein, er hatte keine Lust, wie meine bescheidene Nachfrage ergab. Und ich? Ich hatte auch keine Lust, mich jetzt noch nach Weihnachtsbaumsuche auf den Weg zu machen, d.h. … Moment mal … Und schon stand ich erneut draußen im Garten und schaute auf ein winziges spirreliges Etwas. Nun ja, es war ein wenig dürftig benadelt, aber immerhin benadelt. Es war fast noch ein Baby. Zwischenzeitlich, wie ich zu meiner Schande gestehen muss, hatte ich es sogar recht stiefmütterlich behandelt. Es hatte zu lange in einem äußerst winzigen Topf ausharren müssen und so sah es halt wegen des zu langen Ausharrens in seinen zu kleinen Schuhen besonders mickrig aus. Aber immerhin war es ein Nadelbäumchen. Ob ich mein stiefmütterliches Verhalten wieder gutmachen könnte – mit einem ganz speziellen Vorschlag? Oder würde es sich, immer noch beleidigt, empört von mir abwenden? Egal, ich fragte es einfach. Ich fragte, ob es Lust hätte, sich schick weihnachtlich herausputzen zu lassen und uns Silberdistels als Weihnachtsbäumchen zu dienen? Welche Frage? Natürlich, und wie es Lust hatte. Es plusterte sich vor lauter Stolz richtig auf wie eine kleine Henne und sah gleich gar nicht mehr so mickrig aus.

Und so kam es, dass ein stolzes kleines Babynadelbäumchen uns vor einer Beinahe-Weihnachtsbaumpanne errettete. Es ist übrigens ein echtes Rhöner Nadelgehölz – aus dem Samen eines aus dem Urlaub mitgebrachten Fichtenzapfens gezogen – von mir selbst. Das Bäumchen trug mir nicht länger mein stiefmütterliches Verhalten nach. Es gab einfach alles und rettete mit seinem kleinen bescheidenen, aber dennoch wunderfeinen Glanz unser Weihnachtsfest.Dsc06854

„So ein Mist aber auch! Wie konnte das nur so schiefgehen? Irgendwie muss es doch wohl zu schaffen sein, den Silberdistels die Weihnachtstage zu verderben!“, dachte sich die Panne beim Anblick des winzigen Ersatzweihnachtsbaumes und holte sich flugs bei Kollegin Pleite Rat. Die Pleite grinste auch sogleich listig und flötete der Panne ins Ohr, sie hätte bereits Vorsorge getroffen. Es würde schon noch einiges schiefgehen. Sie, die Panne, könne sich ganz darauf verlassen.
So kam es, dass uns zwar ein niedliches und bezauberndes Bäumchen aus der Baumpatsche half, aber ein Teil der Geschenke, die unter dem Weihnachtsbäumchen liegen sollten, reisten nicht an. Drei von ihnen hatten sich auf dem Weg zu uns von Frau Pleite irgendwie aufhalten lassen. Der heilige Abend war rechtzeitig da, sogar stilgerecht mit Bäumchen, nur diese drei Schlendriane waren nicht zur Stelle. Aber Not kann bekanntlich nicht nur einmal erfinderisch machen. Und so bastelte ich eilig einige Gutscheine zusammen und legte diese mit viel Liebe unter unser Bäumchen. Wie war die Pleite da sauer, als sie das sah! Aber sie versprach der Panne, noch eins drauflegen zu können. Eine Pleite würde so schnell nicht aufgeben.

Die Panne murmelte sich etwas in ihren nicht vorhandenen Bart, war sie doch recht unzufrieden mit der Arbeit der Pleite, und rief sicherheitshalber lieber noch das Pech zu Hilfe. Viel hilft vielleicht am Ende doch viel, sagte sich die Panne.

Das Pech zierte sich natürlich nicht lange und gesellte sich auch sogleich, noch am Abend des 1. Weihnachttages, an meine Seite. Ich stand gerade mit Rührschüssel und Handrührgerät bewaffnet in der Küche und werkelte an einem Brötchenteig für das Frühstück am nächsten Morgen herum. Das Pech blickte mir neugierig über die Schulter und bemerkte, dass umgehendes Handeln angesagt war. Der Teig schien fast fertig zu sein. Und knacks … hatte das Pech unverzüglich zugeschlagen. Ein Knethaken war mit einem trockenen Knackgeräusch durchgebrochen – einfach so, ohne Vorwarnung. Mit offenem Munde starrte ich auf den zweigeteilten Knethaken. Alles hätte ich erwartet, dass das Getriebe seinen Geist aufgibt oder die Knethaken sich unerlaubt aus ihrer Halterung entfernen, aber nicht, dass ein Knethaken einfach abschert. Mittlerweile durch unvorhergesehene Ereignisse bereits ein wenig abgehärtet, klaubte ich den Knethakenrest aus der Schüssel, begutachtete kurz den Brötchenteig, befand ihn einfach für gut, auch wenn er noch ein paar Knetgänge hätte gebrauchen können, bedeckte die Schüssel mit einer Folie und stellte mein Werk zum Gehen zur Seite. Ich würde mir nicht von einem Knethaken die Laune verderben lassen. Das Pech schaute mich fassungslos an und später ebenso fassungslos auf die trotz Sabotage perfekt gelungenen Frühstücksbrötchen.

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Die Pleite jedoch sprach zu den Damen Panne und Pech: „Wartet es nur ab, wir kriegen sie noch!“

Und so zog langsam der zweite Weihnachtstag ins Land. Wir Silberdistels hatten noch ein gemeinsames Mittagsessen mit unserem Sohn geplant und anschließend einen Weihnachtsbesuch bei meinem Mütterchen.
Huch, ich musste ja schnell noch die Geschenke einpacken, denn ohne Geschenke kein Weihnachtsbesuch. Aber das würde ich alles noch locker gebacken kriegen. Ich suchte eilig Weihnachtspapier und Geschenkband zusammen und schon war alles eingepackt. Doch dann … da war doch noch was? Ich schaute auf meine zwei Päckchen und dabei beschlich mich ein ungutes Gefühl. Es sah irgendwie aus, als würde noch etwas fehlen. Richtig! Es fehlte der Küchenkalender, den wir schon seit vielen Jahren fast traditionsgemäß an meine Mutter verschenken. Sie wartet regelrecht auf dieses Geschenk, in das sie alle wichtigen Termine eintragen kann und das sogar noch nette Rezepte parat hat. So eilte ich in mein Zimmer, um mit einem Griff besagten Kalender zur Hand zu nehmen. Aber, aber … wo war er nur? Lag er nicht eben noch deutlich sichtbar auf meinem Schreibtisch? Ich wühlte hier, ich wühlte da – nichts. Lag er vielleicht bei den anderen Kalendern unten auf dem einen Bücherregal? Nein, dort war er auch nicht. Vielleicht im Schrank im Schlafzimmer? Weder dort, noch sonst wo war dieser blöde Kalender.
Mein Blutdruck eilte in ungeahnte Höhen. Herr Silberdistel getraute sich schon gar nicht mehr, mich anzusprechen, musste er, nach meinen Rumpelstilzchentänzen zu urteilen, doch befürchten, ich könne mich ebenso wie dieses Männeken vor lauter Ärger über meine eigene Dummheit mitten hindurchreißen und anschließend in Luft auflösen. Wie käme er dann zu seinem Mittagessen?

Der Verzweiflung bereits recht nahe, fiel mein Blick rein zufällig auf die Uhr. Mein Gott, hatte ich die ganze Zeit etwa mit der Sucherei verplempert? Unser Mittagsgast würde gleich aufschlagen und ich hatte noch nichts vorbereitet. Egal wo sich der Kalender versteckte, ich musste mich jetzt schnellstens um das Mittagessen kümmern.

Köcheln kann mitunter recht entspannend sein. Ich merkte bald, dass zumindest mein Blutdruck das so sah und sich erlöst auf den Normalwert zurückfallen ließ. Sogar mein zuvor noch rauchender Kopf hatte sich abgekühlt und schlug mir vor, doch einfach einen anderen Kalender mitzunehmen. Ich hatte glücklicherweise den Geschenken von Apotheke & Co. nicht widerstehen können und somit reichlich Auswahl.
Andererseits waren es noch ein paar Tage bis zum Jahresende. Vielleicht würde der Vermisste doch noch rechtzeitig wieder auftauchen. Ich war sicher, er lag irgendwo ganz offensichtlich und unübersehbar herum.

Auch wenn ich ein weiteres Mal den drei Unglücksdamen die Stirn geboten hatte, ein bisschen hatte die Pleite mich an diesem Tag doch am Haken gehabt. Aber immerhin hatten mir die Damen nicht auch noch in die Suppe gespuckt. Diese Chance hatten die drei verpasst. Das Essen, Reh-Medaillons mit Schupfnudeln und Buttergemüse und anschließendem Eis, war durchaus gelungen. Und der Rest des Tages verlief so übel auch nicht. Mein Mütterchen sah die Kalendersache recht entspannt und freute sich auch über das Ersatzstück. Wahrscheinlich zweifelten Pleite, Pech und Panne am Ende selbst ein wenig an ihrer Kunst und vor lauter Ratlosigkeit ließen sie mich den Rest des Tages in Ruhe, sodass ich ihn ganz entspannt mit meiner Familie genießen konnte.

Ich ahnte allerdings nicht, dass die drei gehässigen Unglücksdamen so schnell dann doch nicht aufgeben würden. Sie hockten nämlich immer noch in unserem Haus zusammen und schmiedeten Pläne. Das Pech führte dabei den Vorsitz und sprach selbstsicher und gehässig aus: „Einen, einen hab ich aber doch noch!“

Auch wenn es nicht mehr ins Weihnachtsgeschehen reinhaute, das war dem Pech herzlich egal, wichtig war, dass es überhaupt noch einmal reinhaute.
So klopfte mir das Pech dann schnell noch am nächsten Morgen auf die Finger, just in dem Moment, als ich am Abwaschbecken stand und Herrn Silberdistels Lieblingsallroundglas abzuwaschen gedachte. Das Pech schlug einmal kurz und knackig auf meine Finger und schon sauste das Glas aus meiner Hand und schlug mit einem Klirrlaut hart im Abwaschbecken auf. Zart besaitet wie es war, zerbrach es in viele kleine Einzelteile. Eines davon biss mir sogar noch heftig in den Finger. Ich hörte das Pech schallend laut hinter mir lachen, wusste es doch, dass Herr Silberdistel unlängst voller Stolz auf dieses Glas gewiesen hatte, eines der letzten in unserem Bestand, das noch, wie es vor Urzeiten einmal üblich war, einen Eichstrich trug. Entsprechend betrübt war mein Herr Silberdistel natürlich, als ich ihm mein Pech beichtete.

Irgendjemand muss am Ende aber doch Mitleid mit mir gehabt haben. Vielleicht hatte das Glück auch inzwischen seinen Weihnachtsschlaf beendet und bemerkt, wie mir dieses gehässige Dreiergespann das Leben schwergemacht hatte. Vielleicht fühlte es sich gemüßigt, einen kleinen Ausgleich zu schaffen.

Jedenfalls saß ich an jenem Morgen nach Weihnachten an meinem PC und grübelte noch einmal über den verschwundenen Küchenkalender nach. Ich hatte ihn damals zusammen mit einigen anderen Büchern in einer Online-Buchhandlung bestellt. Was waren das noch für Bücher? Hatte ich eventuell alles zusammen weggelegt? Wenig später hatte ich über mein Konto bei der Buchhandlung erfahren, dass es sich um einen Roman und ein Brotbackbuch gehandelt hatte. Ob der Kalender bei dem Backbuch …? Ich hatte den Satz noch nicht richtig zu Ende gedacht, als rechts von mir eine kleine Ecke von so etwas wie geriffeltem Packpapier aufblitzte.

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Es schaute keck unter zwei Rechnungen hervor, die ich dort zum späteren Abheften abgelegt hatte. Neugierig zupfte ich an der braunen Ecke und was kam zum Vorschein? Richtig, der gesuchte Kalender.

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Ende gut – und FAST alles gut 😉 – fast,
denn die drei bummelnden Geschenke sind noch immer nicht eingetrudelt.

Apropos Ende – auch das alte Jahr nähert sich seinem Ende. So will ich doch jetzt gleich noch die Gelegenheit nutzen und allen, die bis zum Ende meiner Weihnachtsgeschichte durchgehalten haben, einen guten Rutsch ins neue Jahr wünschen.

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Wir Silberdistels werden es uns bei einem Glas Wein oder/und Sekt gemütlich machen. Unser Keks steht uns da in nichts nach. Auch er liebt die Gemütlichkeit und den Wein. Nein, nein, weder er noch wir sind Trinker, d.h. wir dann irgendwie schon eher als er. Er hat eine ganz andere Liebe zum Wein entwickelt – eine die mehr mit dem Drumherum um den Wein zu tun hat. Es ist Liebe zum Weinkarton. Die ist allerdings recht intensiv, wie man sehen kann. Na, und den kleinen Ball mag er mindestens ebenso wie die tolle Weinkiste.

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Wenn’s am Silvesterabend um Mitternacht überall knallt und kracht, wird dieses vergnügliche Spiel vielleicht ein abruptes Ende finden. Aber wir Silberdistels sind ja da und halten bei Bedarf unseren pelzigen Mitbewohnern die Pfoten. Euch halte ich nicht die Pfoten, aber ich drücke die Daumen, dass das kommende Jahr ein überaus Gutes für Euch wird.

Kommt also gut dort drüben an in 2018 und geht bitte möglichst sämtlichen Pleiten, Pechs und Pannen aus dem Weg. Ich halte uns allen die Daumen, dass wir diesem fiesen Dreigestirn 2018 gar nicht erst begegnen. Auch um Krankheiten und all die anderen Miesmacher dieser Erde machen wir alle einen großen Bogen, versprochen? Also, habt ein gutes, ein gesundes, aber auch ein abwechslungsreiches und spannendes  2018!

Und ich freue mich auf ein Wiederlesen in 2018! Also, bis bald!

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Fast täglich hören und sehen wir sie noch oder wieder – jetzt im Dezember. Erstaunlich, oder? Die meisten von uns denken sicherlich, dass sie bereits längst im sonnigen Süden weilen und sich dort die Sonne auf den Schnabel scheinen lassen. Wovon ich überhaupt spreche? Die Rede ist von Kranichen. Doch so erstaunlich wie es scheint, ist es wohl doch nicht, denn wie sich herausgestellt hat, überwintern alljährlich mehrere Tausend von ihnen auch in Deutschland. Wer mehr über die Zugrouten und Überwinterungsgebiete der Kraniche wissen möchte, kann das hier nachlesen. Ich finde es durchaus interessant. Es ist also gar nicht so ungewöhnlich, dass wir Silberdistels sie auch jetzt, kurz vor Weihnachten, immer wieder hören und sogar zu Gesicht bekommen.

Am vergangenen Dienstag sind mir tatsächlich noch ein paar Bilder geglückt, wenn auch nur welche, die mehr einem Schattenspiel gleichkommen. Der Tag war einerseits noch nicht sehr weit vorangeschritten, er befand sich fast noch im Dämmerzustand. Andererseits war er einer dieser Spätherbsttage, die den ganzen Tag über nicht über diesen grauen Zustand hinauskommen. Umso märchenhafter empfand ich den Gesang der Kraniche, die über unser Haus hinwegzogen. Gibt es ein schöneres Geschenk jetzt in der Weihnachtszeit?

Egal, ob sie zu den Kranichen zählen, die den Winter hier bei uns verbringen, oder ob es sich noch um Durchreisende, die etwas spät dran sind, handelt, sie sind Balsam für die Seele und bringen Licht in diese nasskalte und dunkle Jahreszeit. Vielleicht habt Ihr genauso viel Freude am Anblick der Vögel des Glücks wie ich. Wie gern teile ich dieses Geschenk der Natur mit Euch. Mögen sie uns allen ein wenig Glück bringen.

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Aber nicht nur Kraniche hat die Natur jetzt im Dezember noch im Gepäck. In meinem Garten gibt es sogar an einigen geschützten Stellen ein wenig Farbe. Eine Kletterrose zeigt stolz die vielleicht letzte Blüte in diesem Jahr, …

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… und auch der Bachnelkenwurz hat noch einmal etwas Farbiges aus dem „Ärmel“ geschüttelt.

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Bachnelkenwurz

Unser Wintergarten ist natürlich der Knüller. Die Geranien blühen immer noch, obwohl ich sie schon eine ganze Weile nicht mehr gieße. Sie haben einfach noch keine Lust auf Winterruhe.

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Geranienblüte

Aber auch meiner Hochstammfuchsie ist so gar nicht nach Winterschlaf zumute. Sie schiebt fast fleißiger Knospe um Knospe als im Sommer.

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Und meine Kamelie darf natürlich in dem Reigen nicht fehlen. Sie ist sehr früh mit der Blüte dran dieses Mal. Offensichtlich hat ihr der Sommerurlaub im Garten trotz fehlender Sonne gut gefallen. Vielleicht war es auch gerade das, denn pralle Sonne ist ohnehin nicht so ganz ihr Ding. Sie mag mehr die dezente Sonneneinstrahlung.

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Kamelie

Aber auch sonst zeigen sich unsere Wintergartenbewohner eher weniger vom Winterschlaf befallen. Das Alpenveilchen steht in voller Blüte. Auch das hat seine Ruhephase, die Sommermonate, draußen im Garten an einem schattigen Plätzchen verbracht.

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Alpenveilchen

Und dann gibt es dort noch die Frühblüher, die schon ein wenig neugierig von ihren Töpfen aus in die Welt schauen. Wobei auch die Frühblüher draußen im Garten bereits mit grünen Spitzen aufwarten.

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Kurz und gut, in unserem Wintergarten sieht es gerade erstaunlich bunt aus. Und es wird wohl bald noch bunter werden, denn die Hyazinthen haben ihre Knospen schon recht weit aus ihren Zwiebeln geschoben. Das Leben in unserem Wintergarten macht uns die graue Jahreszeit alljährlich ein wenig erträglicher. Vom Wohnzimmer aus haben wir einen guten Blick auf das sprießende Grün und die leuchtenden anderen Farben.

… nein, dann ist weniger die Nacht zum Tag geworden, dann sind wir nur dem Weihnachtsfest schon wieder etwas näher gerückt. Und so handelt es sich, zumindest bei mir hier, gar nicht um Sterne am Himmelszelt, sondern um süßes Knabberzeugs.

Gerade hatte ich doch rein zufällig das Rezept für diese herrlich mundenden Mokkakekse entdeckt, als mir kurz darauf ein anderes keksiges Rezept, dieses Mal allerdings nicht in den Schoß, sondern in die Hände fiel. Im „Strohhalm“, einer hiesigen Straßenzeitung, sprangen mir bei der Lektüre selbiger Zeitung „Zimtsterne“ fast in den Mund. Jedenfalls hatte ich bei ihrem Anblick sogleich einen vorzüglichen Geschmack auf der Zunge.

Wow, welch leckere Zutaten! Keine Frage, diese Kekse mussten natürlich auch noch ausprobiert werden. Mein Herr Silberdistel, ein ganz großer Marzipanliebhaber, war auch sofort von der Idee und dem Rezept begeistert. Die Sterne konnten einfach nur gut schmecken.

Beim nächsten Einkauf wanderten also die noch fehlenden Zutaten in meinen Einkaufswagen und dann ging es fast übergangslos ans Testbacken. Aber zunächst:

Zu den Zutaten für den Teig:

50 g Mehl
200 g Marzipanrohmasse
200 g Zucker
100 g gemahlene Mandeln
2 Eiweiß
1 Teelöffel Zimt
1 Prise Salz

Für die Verzierung:

1 Eiweiß
125 g Puderzucker

Zubereitung:

Erstaunlicherweise klappte dieses mal alles ohne unangenehme Zwischenfälle. Weder musste ich im Supermarkt lange Suchaktionen nach irgendwelchen Zutaten starten, noch hatte ich am Ende doch noch etwas Wichtiges für das ganz besondere Geschmackserlebnis vergessen oder trotz sorgfältiger Vorbereitung nicht zur Hand. Wir können uns also entspannen, eine Schüssel aus dem Schrank nehmen und die bereitgestellten Zutaten wie …

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… das Mehl, die Marzipanrohmasse, den Zucker, die gemahlenen Mandeln, die beiden Eiweiße, den Zimt und die Prise Salz hineingeben. Anschließend alles gut mischen und ordentlich verkneten. Derweil könnte eigentlich auch schon der Backofen vorgeheizt werden.

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Dann zaubern wir ein Backblech hervor, belegen es mit Backpapier oder Backfolie und dann widmen wir uns noch einmal dem Teig.

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Der wird jetzt nämlich auf einer bemehlten Arbeitsfläche ausgerollt. Ich würde empfehlen, ihn nicht zu dünn auszurollen, da die Sterne ansonsten recht fest werden. Das zumindest habe ich aus meiner ersten Zimtsternbackrunde gelernt. Meine Sternchen waren etwas zu dünn.

Aber weiter im Text: Mit einer Ausstechform – in unserem Falle natürlich eine Sternform – nun aus dem ausgerollten Teig Sterne ausstechen und auf das Backblech setzen.

Wer möchte, kann die Sterne noch etwas hübscher und kalorienhaltiger machen. Dazu das Eiweiß zu Eischnee schlagen, den Puderzucker unterheben und cremig verrühren. Mit dieser kleinen Kalorienbombe werden die Sterne bestrichen und dann können sie ab in den Ofen. Sie sollten bei etwa 150 Grad ca. 15 Minuten backen.

Das Ergebnis ist auch ohne den Zuckerguss überaus lecker. Allerdings sind die Plätzchen nicht so mürbe wie die Mokkakekse, sie sind mehr von der knusprig knackigen Sorte.

Aber wer noch fest und herzhaft zubeißen kann, dem sollten sie überaus munden. Wir Silberdistels jedenfalls sind von den Sternen begeistert, auch wenn wir auf gemeinsamen Beschluss die Puderzuckerglasur fortgelassen haben. Irgendwo muss man schließlich Kalorien sparen, wenn man nicht nach Weihnachten nur noch rollend vor die Tür kommen will 😉

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Zimtsterne

So, dann also viel Spaß beim Nachbacken und lasst Euch die Sterne schmecken. Obwohl sie recht knackig sind, werden auch sie öfter einmal unseren Kaffeenachmittag mit ihrem vortrefflichen Geschmack bereichern.

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Elisen-Lebkuchen

Übrigens habe ich auch in diesem Jahr wieder Elisen-Lebkuchen gebacken. Wer noch Lust drauf hat – sie sind ganz fix gemacht. Das Rezept dafür ist hier zu finden. Auch sie gab es dieses Mal bei uns ohne den kalorienhaltigen Zuckerguss. Sie schmecken dennoch spitzenmäßig und dürfen bei uns kein Weihnachten fehlen.

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Also dann, auf zum Endspurt. Gleich pocht der Mann im roten Mantel an die Tür. Habt Ihr schon alles verpackt? Ich habe zumindest schon mal angefangen. Dabei hatte ich tatkräftige Hilfe.

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Der vierbeinige Keks in unserem Hause hat sich wieder einmal darin versucht, besonders schöne Locken ins Geschenkband zu zaubern. Am Ende war er auch sehr mit seinem Werk zufrieden. Aber Geschenke schick zu verpacken, das ist eine überaus anstrengende Arbeit.

DSC06675So sank mein Helfer dann irgendwann auch ganz ermattet nieder. Dabei sind wir noch lange nicht fertig mit unserer Verpackerei. Naja, ein paar Tage haben wir ja noch. Ich hoffe, mein pelziger Helfer steht mir noch einmal zur Seite. Oder ob er nun gleich bis Heiligabend durchschläft?

… und so tritt hier im Blog wieder einmal etwas Ruhe ein. Ob wir Silberdistels das mit der Ruhe auch sonst hinbekommen, das wird sich zeigen.

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Bei diesen Geschenken hier oben war allerdings nicht ich der Verpackungskünstler

Alle Geschenke sind zumindest beisammen und mit viel Liebe und auch ein wenig im Schweiße meines Angesichts verpackt worden. Warum mir dabei der Schweiß auf der Stirn stand? Nun, weil man neuerdings gaaaaanz, ganz vorsichtig verpacken muss, als würde man Seidenpapier dafür verwenden, so dünn ist das Geschenkpapier mittlerweile geworden. Eine kleine Unvorsichtigkeit und schon kann man seine Verpackungskunst erneut unter Beweis stellen. Ich habe den Verdacht, dass die Geschenkpapierhersteller derweil aus einer Rolle, wie es sie noch von vor ein paar Jahren gab – haltbar und reißfest – inzwischen drei Rollen zaubern. In meiner bibliothekarischen Ausbildung habe ich vor vielen Jahren einmal dabei zuschauen dürfen, wie man Papier spaltet. Verwendet wurde diese Technik damals bei der Restauration von Büchern. Ich habe den Verdacht, dass man es heute für die Spaltung von Geschenkpapier verwendet. Auch wenn jetzt aus einer ehemaligen Rolle drei gespalten werden, der Preis hat sich dummerweise keineswegs durch 3 dividiert. Naja, verständlich, Papierspaltung ist bestimmt nicht so ganz preiswert und andererseits hat man jetzt ganz wunderbar zartes und hauchdünnes Papier, das auf dem Geschenk so gar nicht aufträgt. Hat doch auch irgendwie was, oder?

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Lieblingsnusskekse nach Art der Frau Spätlese

Aber nicht nur die Geschenke sind verpackt, auch alles, was in meiner Backstube entstanden ist, wartet nun darauf, dass es auf die Weihnachtsteller springen darf, um alsbald verschlungen verkostet zu werden. Da sind nicht nur Elisenlebkuchen oder Schwarzweißgebäck vom Blech gesprungen, auch diese leckeren  Nusskekse nach Art der Frau Spätlese drängelten sich aufs Backblech und anschließend in die Vorratsdose. Okay, okay, manchmal sprang auch eins daneben, so wie in den Mund von Bäckerin und Vorkoster Herrn Silberdistel.

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An dem Rezept habe ich allerdings wieder einmal ein wenig herumgeschlimmbessert. Statt der 50 g Pistazienkerne, die ich gerade nicht zur Hand hatte, habe ich gemahlene Haselnüsse verwendet und an Stelle von 100 g Walnüssen, die ich erst hätte knacken müssen, wozu ich zu faul war, habe ich noch einmal gehackte Mandeln hinzugefügt und mein Früchtemix bestand zur Hälfte aus einem Soft-Früchte-Mix und zur anderen Hälfte aus getrockneten Mangofrüchten (siehe Abb.).
Die Kekse sind übrigens überaus leckerig geworden. Dieses Rezept von Frau Spätlese regt mich sicher noch öfter zum freudigen Experimentieren an. Es gibt ja sooo viele Früchte und Nüsse, die irgendwann auch noch einmal eine Zutat zu diesen Keksen sein wollen. Aber man muss ja nicht gleich alles auf einmal probieren. Kommt Zeit, kommen neue Kekse. Danke also, liebe Frau Spätlese, ich kann es nicht oft genug sagen, für das tolle Grundrezept!

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Ja, und dann waren da noch meine Lieblingsdominosteine. Ich hoffe, ich kann davon noch einige für die Weihnachtsteller retten. Wir mussten auch hier schon fleißig probieren. Ja, wir MUSSTEN, sie haben nämlich enorm magische Anziehungskräfte, diese Dominosteine. Und wenn sie ihr Opfer erst einmal angezogen haben, dann wollen sie fast automatisch in den Mund wandern. Wehren ist zwecklos.

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Inzwischen aber ist der Backofen gut ausgekühlt, die pelzigen Jungspunde mussten meine Behauptung natürlich testen, und ich musste ihm, also dem Backofen, versprechen, dass er nun erst einmal Pause hat. Das Versprechen konnte ich leichten Herzens abgeben, denn um den Kuchen für die Feiertage kümmert sich eine andere Bäckerin. Wir Silberdistels haben lediglich mit der Verkostung zu tun – übrigens ein ungemein toller und überaus befriedigender Job. Man sollte in solch einem Job natürlich voll und ganz bei der Sache sein. Neberher geht da gar nichts mehr. Da sollte nicht einmal mehr ein winziges Bücherstaubkörnchen ruhelos herumhüpfen. Und so macht der „Bücherstaub“ jetzt seine wohlverdiente Weihnachtspause. Er legt sich sanft und leise, wie es nur Bücherstaub kann, dort nieder, wo er hingehört, auf seine Bücher, denn wo sonst könnte er besser ruhen? So betrachtet haben wir doch eigentlich eine gute Grundlage für gemütliche und ruhige Weihnachtstage geschaffen.
Aber irgendwann nach Weihnachten wird einer von uns Silberdistels die bücherstaubigen Körnchen sicher wieder aufwirbeln und sie neue Geschichten in den Staub schreiben lassen. Bis dahin macht’s gut, habt wundervolle, fröhliche und hoffentlich auch friedvolle Weihnachtstage.

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Lasst Euch schön beschenken und verschenkt auch selbst ein wenig – und wenn’s nur solche Kleinigkeiten wie ein bisschen Freude, ein kleines Lächeln, eine liebe Umarmung und dazu ein schönes Buch sind. Bis denne! Wir lesen uns!

In der vergangenen Woche werkelten mein pelziger Keks und ich fleißig im Garten, so fleißig, dass wir alle Restarbeiten erledigen und das Gartenjahr damit erfolgreich abschließen konnten. Ich berichtete hier darüber. Und es gab sogar Lohn für unsere fleißige Arbeit – Goldgeschenke. Gut, Keks hatte als Lohn für seine Arbeit eher anderes im Sinn, etwas Greif-, noch besser Fressbares, schwebte ihm vor. Diesen Wunsch habe ich ihm selbstverständlich erfüllt, hatte ich doch noch etwas gutzumachen wegen meiner Meckerei mit der Schnur für den Moorbottich.
Ich aber nahm das Geschenk aus Gold begeistert an,  auch wenn es scheinbar unerreichbar hoch am Himmel hing. Es war nämlich ein Himmelsgeschenk, ein Himmelsgeschenk, das die Sonne am Abend nach unserer Gartenarbeit mit Hilfe der Wolken in einen bezaubernden Abendhimmel gemalt hatte – ähnlich dem Goldrausch-Wochenende, von dem ich hier vor einer Weile ebenfalls berichtet hatte.
Eine gewisse Ähnlichkeit gab es schon mit den Himmelsgemälden vom Goldrausch-Wochenende, aber eher nur in der Farbwahl. Von den Strukturen her war es wieder einmal anders. Ich glaube, ich könnte den Himmel noch viele Tausend Male fotografieren und nie würde ein Bild dem anderen gleichen. Immer wieder wäre es neu, was die Zauberin Natur mit ihrem Malkasten dort oben in Wolkenhausen gestaltet.
Meine Kamera, die natürlich immer Kumpel ist, zwinkerte mir verschwörerisch zu. Auch wenn die Trauben wie in diesem Falle sehr hoch hingen, sie wusste, wie wir all das Gold in meine Schatzkiste zaubern könnten. So stiegen wir beide hinauf zu meinem Kranichausguck und dann begannen wir in bester Teamarbeit, das goldene Himmelgeschenk einzusammeln.

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Und während wir fleißig sammelten, drangen plötzlich wohlbekannte Laute an mein Ohr, Laute, wie ich sie den ganzen Oktober über bis in den November hinein fast täglich gehört hatte. Aber wo kamen sie her?

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Ich lauschte und suchte gespannt den immer dunkler werdenden Himmel ab und dann sah ich sie – schattenhaft, kaum noch in der hereinbrechenden Dunkelheit zu erkennen – eine kleine Formation von Kranichen. Schnell kamen sie näher und zogen schließlich über unser Haus hinweg. Noch lange klangen ihre Rufe durch den frühen Abend.
Ihrer Flugrichtung nach zu urteilen, waren sie Richtung Ostsee, zu ihren Schlafplätzen, unterwegs. Ob ich sie in den nächsten Tagen noch einmal wiedersehen würde? Sicher gehören sie zu den Kranichen, die alljährlich hier bei uns überwintern. Einige Tausend sollen es sein, die den beschwerlichen Flug in die wärmeren Regionen gar nicht erst auf sich nehmen. So können sie im Frühjahr die besten Brutplätze besetzen.

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Mein Blick fiel wieder nach Westen, zum Himmelsgold. Fasziniert schaute ich hinauf zu dem wellenförmigen Wolkenbild schräg über mir. Wenn ich nicht wüsste, dass dort oben kein Meer sein kann, würde ich glauben, es ist an diesem Tag ausgezogen, um den Himmel für sich zu erobern. Die Wolken ähnelten einem im Sturm tosenden Meer. Ich meinte fast, das Wellenrauschen zu hören. Und dann, wenige Augenblicke später ist all dieser Zauber vorbei, die Sonne ist in dem rotgoldenen Meer versunken  …

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Vier Tage später trifft das ein, was ich mir an jenen rotgoldenen Abend erhofft hatte, der Kranichgesang wiederholt sich. Dieses Mal hören wir ein Morgenlied. Als hätte ich es geahnt, habe ich am Abend zuvor meine Kamera mit hinauf in unseren Kranichausguck genommen. Ich fühle mich richtig belohnt, als ich am Morgen die Stimmen dieser herrlichen Vögel vernehme und wie der Wind bin ich mit der Kamera am Fenster. In rasanter Geschwindigkeit sehe ich sie auf mich zukommen und erwische sie gerade noch, bevor sie hinter dem Dachfirst unseres Hauses verschwinden. Zum Staunen bleibt kaum Zeit, obwohl mir während dieser wenigen Sekunden nicht entgeht, wie herrlich die eleganten Vögel aussehen. Vergoldet vom Licht der aufgehenden Sonne fliegen sie dahin, begleitet von ihren melancholisch klingenden Trompetenrufen. Welch unbeschreiblich schöner Anblick, welch herrlicher Gesang.
Später am PC sehe ich, dass die Kamera diesen Goldschimmer tatsächlich gut festgehalten hat und ich erlebe das ganze Spektakel von Neuem und nun bleibt mir auch genug Zeit zum Staunen und Bewundern.

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Doch bevor ich mir die Bilder am PC ansehe, schaue ich dankbar in die langsam immer höher steigende Morgensonne. Ohne sie wäre das eben nicht möglich gewesen, ohne sie hätte es diesen goldenen Kranichmoment, dieses fliegende goldene Himmelsgeschenk, nicht gegeben. Kraniche im Dezember! Ist das nicht schön?

… geht es auf Weihnachten zu und wenn nicht wieder die Post streikt, die Autobahnen wegen Staus verstopft, die Gleise und Oberleitungen der Bahn vereist sind oder gar am Ende noch sämtliche anderen postähnlichen Dienste streiken, dann sollten wohl auch alle für meine Lieben gedachten Weihnachtsgeschenke noch rechtzeitig hier eintrudeln, damit sie am Heiligabend liebevoll von ihrem neuen Besitzer ans Herz gedrückt werden können.

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Zum letzten Weihnachtsfest hat das trotz pünktlicher Bestellung nicht so recht geklappt. Da konnte ich doch tatsächlich das letzte Geschenkpaket erst Anfang Januar überreichen. Ärgerlich war’s vor allem für mich, denn so hatte ich mir das nicht vorgestellt. Bildete ich mir doch bis dahin ein, verlässlich zu sein. Obwohl … das hatte ja doch mehr mit der Unzuverlässigkeit anderer zu tun. Ärgerlich ist es aber am Ende trotzdem für denjenigen, der einem anderen eine Freude machen wollte und den Freudenspender dann doch nicht termingemäß überreichen konnte. Die Beschenkte sah das allerdings nicht so verbissen und hat sich auch im Januar noch sehr gefreut, konnte sie doch so den kleinen Nachgaben viel mehr Aufmerksamkeit widmen als es zu Weihnachten möglich gewesen wäre. Da hätte das kleine Nachgereichte die Aufmerksamkeit mit vielen anderen Geschenken teilen müssen. Wer weiß, wie es bei dem Wettrennen um das schönste aller Geschenke weggekommen wäre? Aber es ist ja noch nicht aller Tage Abend.

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Warten wir es also ab und genießen erst einmal in aller Ruhe den 3. Advent. Macht auch Ihr es Euch schön, knabbert Kekse und schlabbert einen leckeren Cappuccino dazu. Schließlich muss man ja irgendwie auf die vom Körper für diese Jahreszeit angedachte Kalorienmenge kommen 😉

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* In diesem Sinne Euch allen einen schönen 3. Advent *

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* wünschen die fünf Silberdistels *

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Ich melde mich einmal ganz kurz aus dem Weihnachtsurlaub zurück, denn ich habe da noch eine kleine Weihnachtsgeschichte zu erzählen. Später passt sie vielleicht nicht mehr so gut. Unsere Katzendame hat offensichtlich das schönste Weihnachtsgeschenk von uns allen bekommen – ein selbst gewähltes, mit dem sie immer noch unendlich viel Spaß hat.

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„Oh, Bäumchen, was machst Du denn hier? Warum bist Du nicht draußen im Garten?“

„Die Silberdistel will mir wieder glänzende Kugeln, Sterne und kleines Holzspielzeug in die Zweige hängen, Katze, weil Weihnachten ist. Ich werde das Zimmer zum Leuchten und Glitzern bringen. Du wirst staunen.“

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„Staunen werde ich, Bäumchen? Noch sehe ich keine Kugeln. Sag mir lieber, was Du hier unter dem Deckchen versteckt hast, Bäumchen, das ist viel interessanter als glänzende Kugeln. Lass mich mal nachsehen!“

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„Hm, ich kann so gar nichts drunter finden, Bäumchen. Aber das Deckchen raschelt so wunderschön. Es ist bestimmt zum Spielen für uns Katzen gedacht.“

„Aber Katze, das Deckchen ist dazu da, dass es schön um mich herum aussieht. Nun hast Du alles ganz unordentlich gemacht. Die Silberdistel ist bestimmt ärgerlich, weil Du das Deckchen so verwuselt hast.“

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„Heh, Katze! Was hast Du hier für eine Unordnung unter unserem Weihnachtsbäumchen gemacht!“

„Unordnung? Wieso Unordnung? … und wieso immer ich?“

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„Hm, Du warst das nicht, Kätzchen? Hallo Kater, warst Du das dort am Weihnachtsbaum mit dem zerknautschten Deckchen? Kaaaaater! Huhu, Kaaaater! Katze, Du erzählst mir Märchen. Der Kater schläft tief und fest. Der hat sich bestimmt nicht an dem Deckchen zu schaffen gemacht.“

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„So, nun ist es wieder hübsch. … und Katze, lass das Deckchen jetzt in Ruhe. Das ist nicht für Dich zum Spielen gedacht.“

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„Hm, vorher sah es viel hübscher aus mit den Wellen und Locken und Bergen im Deckchen. Die Silberdistel hat gar keinen Sinn für Schönheit. Ich muss das mal aus der Nähe betrachten.“

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„Ist sie weg, die Silberdistel?“

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„Hier kann sie mich, glaub ich, nicht sehen.“

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„Mal schauen, wie ich das Deckchen wieder schön gestalten kann – mit Bergen und Tälern und Falten.“

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„Oh, wie schön das raschelt, wenn man es schiebt und knautscht!“

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„Oh, wie macht das Spaß, schnell hier noch einen kleinen Berg formen und dann auf der anderen Seite auch noch. Uups, die Silberdistel kommt. Schnell weg!“

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„Och neiiiiiin! Katze, du willst mich ärgern! Jetzt hast Du schon wieder alles unordentlich gemacht.“

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„Aber wenn das doch solchen Spaß macht, Silberdistel. Probier doch auch einmal! Dann merkst Du, wie wundervoll es raschelt, wenn man das Deckchen schiebt und knetet.“

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„Katze, ich hole jetzt die Weihnachtsgeschenke und lege sie unter den Baum, und Du lässt das alles in Ruhe – wenigstens bis wir die Geschenke nachher verteilt haben.“

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Das Bäumchen gibt sein Bestes, um uns den Heiligabend schön zu machen.

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Seine Kugeln glänzen und glitzern.

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Seine Kerzen strahlen Wärme und Gemütlichkeit aus. Wir Menschen sind mit dem Auspacken unserer Geschenke beschäftigt, und die Katzen vernaschen ihre Weihnachtsleckerli …

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… und dann stürzt sich unsere Katzendame auf das schönste aller Weihnachtsgeschenke – auf das kleine Rascheldeckchen unter dem Weihnachtsbaum.