Mit ‘Gedicht’ getaggte Beiträge

… wünschen wir Silberdistels all unseren Lesern für 2018.

Möge es ein interessantes und spannendes, aber auch ein friedliches und vor allem gesundes Jahr werden.

Dsc06900

Wenn wir alle nach dem Rezept von Mutter Goethe handeln, sollte aus 2018 durchaus ein gutes Jahr werden können. Wie wär’s mit einem Test?

Man nehme

Man nehme 12 Monate,
putze sie ganz sauber von Bitterkeit, Geiz, Pedanterie und Angst,
und zerlege jeden Monat in 30 oder 31 Teile,
so dass der Vorrat genau für ein Jahr reicht.

Es wird ein jeder Tag einzeln angerichtet aus einem Teil Arbeit
und zwei Teilen Frohsinn und Humor.
Man füge drei gehäufte Esslöffel Optimismus hinzu,
einen Teelöffel Toleranz, ein Körnchen Ironie und eine Prise Takt.

Dann wird das Ganze sehr reichlich mit Liebe übergossen.
Das fertige Gericht schmücke man
mit einem Sträußchen kleiner Aufmerksamkeiten
und serviere es täglich mit Heiterkeit!

 (Katharina Elisabeth Goethe)

Für Diaschau eines der Bilder anklicken!

Wir Silberdistels haben zwar nicht geknallt, dennoch sind die bösen Geister hier auch ohne unser Zutun äußerst lautstark in die Flucht getrieben worden. Sogar unsere graue Eminenz, die bereits etliche Silvester miterlebt hat, hat sich dieses Mal um Mitternacht lieber hinter Herrn Silberdistels Couch zurückgezogen. Es muss wohl nicht nur für mich gefühlt etwas lauter als die Jahre zuvor gewesen sein.
Na, und unsere arme Torty war schon ab dem späten Nachmittag nicht mehr zu sehen. Sie hat sich in weiser Voraussicht gleich den besten Platz, nämlich den unter den Schubkästen meines Schreibtisches, gesichert.

So konnte ich nur noch unserem Keks die Pfote halten. Aber er war stark und hat die Knallerei mit mehr oder weniger Fassung getragen. Trotzdem war ihm der dunkle Flur um Mitternacht der liebste Ort.

Mein neues Jahr begann übrigens gleich mit zwei freudigen Ereignissen. Als ich heute Nachmittag zusammen mit der grauen Eminenz einen vorsichtigen Blick in meinen Garten wagte, …

DSC06948

Unsere graue Eminenz bei einem kurzen Neujahrsspaziergang im Garten

… wurden wir beide lautstark beschimpft. Zum Glück waren es keine Knallgeräusche wie die um Mitternacht. Im Vergleich zu dem mitternächtlichen Lärm waren diese Schimpfkanonaden eher wie Musik für unsere Ohren. Wobei … für die Katze sicher aus anderen Gründen als bei mir 😉
Das Gezeter kam von mehreren Federbällen, die gerade ihren Nachmittagsimbiss an einem unserer Futterhäuser bzw. an der Knödelstation einnehmen wollten.

DSC06949

Zaunkönig

Ganz standesgemäß saß keck ein winziges Vögelchen auf unserem Gartenzaun und tat lautstark seinen Unmut über unser Erscheinen kund. Der kleine Kerl war ein Zaunkönig. Wahrscheinlich aber schimpfte er mehr mit meiner vierbeinigen Begleiterin als mit mir.

Als die Katzendame kurz zum Nachbarn abtauchte, flatterten plötzlich zwei weitere Vögelchen fast direkt vor meiner Nase herum. Wie gut, dass ich die Kamera dabei hatte.

Für Diaschau eines der Bilder anklicken!

Schon öfter waren die beiden Schwanzmeisen in den letzten Tagen an unseren Futterstellen zu Besuch. Aber jedes Mal waren sie schneller wieder fort, als ich die Kamera zur Hand hatte.
Gut, die Qualität der Bilder lässt durchaus zu wünschen übrig. Aber kurz nach 16 Uhr dämmerte es bereits. Ich bin froh, dass die Fotos überhaupt noch erkennen lassen, wer unserem Gärtchen einen Besuch abgestattet hat.

Na, das war doch schon mal ein guter Jahresbeginn, oder? Hoffen wir, dass es so spannend und interessant weitergeht.

***

Hier im Blog wird es aber erst einmal für ein Weilchen etwas ruhiger. Mein alter PC macht mir schon eine Weile Sorgen. Er hat angedeutet, dass er in den Ruhestand möchte. Sein Nachfolger steht nun bereit und wartet auf seinen Einsatz. Gewöhnlich braucht es aber etwas Zeit, bis man alles wieder so eingerichtet hat, wie man es gern hätte. Ich hoffe, mit Herrn Silberdistels Hilfe dauert mein Fernbleiben hier nicht allzu lange. Macht es also vorerst gut und nehmt Euch für den Start ins noch jugendliche Jahr das Rezept von Mama Goethe zu Herzen 😀 😉

… und mit ihrer Liebeserklärung an ihn hat sie bei mir genau den richtigen Nerv getroffen. Unlängst bekam ich von einem anderen Nordlicht den Link auf das nachfolgende YouTube-Video zugeschickt. Er wusste, dass ich mögen würde, was ich dort sehen und hören würde.

Frech und zugleich liebevoll kommt Mona Harry mit ihrem Liebesgedicht für unsere feuchte, neblige, oft gnadenlos stürmische und endlos weit und platt erscheinende Gegend daher. Einer Nordländerin wie mir, die bis auf ganz wenige Jahre ihr Leben  dort verbrachte, wo gern Sturm und tobende Meereswellen das Sagen haben, wo im Winter mehr Nebel, Regen und Schneematsch die Welt regieren als eine im wunderweißen Schneekleid idyllisch versunkene Welt, spricht Mona Harry mit ihrem Gedicht  sehr aus dem Herzen. Sicher bin ich auch gern in den Bergen, aber immer wieder hat es mich bisher zurück in den Norden gezogen, in eine Gegend, in der ich mich überaus wohl und zuhause fühle. Und genau darum hat diese wunderhübsche Liebeserklärung hier bei mir heute einen Platz gefunden. Ich könnte es nicht besser sagen. Auch wenn ich meinem Norden mit etlichen Texten und Bildern hier in meinem Blog bereits viele, viele Male meine Liebe zu Füßen gelegt habe, Mona Harrys Gedicht setzt meiner Liebe zu dieser Gegend das berühmte i-Tüpfelchen auf. Bei ihrem Gedicht geht mir ganz einfach das Herz auf. Als Illustration zu Mona Harrys Worten gibt es von MEINEM Norden, der sicher noch ein wenig anders ist als der, den Mona so sehr mag, eine kleine Bilderauswahl – eine Bilderauswahl aus dem östlichen Teil des Nordens.

Für Diaschau eines der Bilder anklicken!

 

… wünschen wir Silberdistels allen, die hier vorbeischauen.

Dsc00933

Macht es Euch nett mit dem Osterhasen und habt eine schöne Zeit mit ihm.

Dsc00947

Wir Silberdistels denken doch, dass bis zu unserem Osterspaziergang überall Strom und Bäche endgültig vom Eise befreit ein werden und der alte Winter, der eben gerade noch einmal bei uns hereingeschneit ist, sich hoffentlich ebenso wie im „Osterspaziergang“ eines großen deutschen Dichters verhält und sich bis zu unserem Ausflug in die Natur in seine rauhen Berge zurückgezogen hat – möglichst in den unbewohnten Teil, damit auch wirklich ALLE ein schönes Osterfest verbringen können, ohne Schnee fegen oder Eis kratzen zu müssen. Gestern Morgen allerdings hatte der weiße Bursche hier doch tatsächlich noch ein paar Spuren seines eisigen Atems hinterlassen. In den Monaten, die ihm eigentlich zugedacht waren, hat er faul herumgelegen und nun wird er plötzlich aufmüpfig, wo wir bereits an Sommer, Sonne und Picknick im Freien denken. Am besten ist es, wir ignorieren ihn einfach und stellen uns auf den Frühling ein, auf seine frischen Farben, das fröhliche Vogelgezwitscher und auf die wärmenden Sonnenstrahlen. Lasst uns hinauseilen ins Grüne. Wie heißt es doch so schön in Goethes Osterspaziergang?

„Hier ist des Volkes wahrer Himmel
Zufrieden jauchzet groß und klein:
Hier bin ich Mensch, hier darf ich’s sein!“

Für Diaschau einer der Bilder anklicken!

2014-05-04-dsc06937

Ode an eine Katze

Guten Morgen, liebes Kätzchen,
na, mein hübsches kleines Schätzchen?
Lass Dein Pfötchen Dir sanft drücken,
will ein Tischchen Dir schnell schmücken
mit ganz vielen leck‘ren Sachen.

Dsc00834
Will so Freude Dir heut‘ machen,
denn Du hast Geburtstag heut‘.
Ach, wie hab ich mich gefreut,
als Du damals noch ganz klein,
brachtest Leben hier hinein.

Pict1759

Hast viel Unsinn oft gemacht,
auch zum Lachen uns gebracht.
Will nun Dank Dir sagen hier
für die schöne Zeit mit Dir.

Dsc04350
Sollst noch viele Jahre uns entzücken,
lass Dich schnell noch einmal drücken.

07-dsc03571

Und nun feiern wir mit Dir,
auch der Kater ist schon hier.
Hat ein Blümchen mit dabei

Tüte

und auch sonst so allerlei.
Trägt Dir vor noch ein Gedicht,
spricht miau, miohhh, miau, miohhh
und schaut dabei unendlich froh.

Dsc04347
Nun putzt gerührt er Dein Gesicht,
hat so gern Dich,
wie auch ich.

©Silberdistel 2014

Für Diashow eines der Bilder anklicken!

Unsere kletternde Mitbewohnerin hat mich eines Tages zu einem kleinen Gedicht inspiriert. Vielleicht habt Ihr ja meine Bildergeschichte vom Montag angeschaut. Die Fotos zu dieser Geschichte habe ich jetzt im Mai aufgenommen. Das Gedicht ruht allerdings schon etwas länger auf der Festplatte meines PCs. Als ich nun die Kletterkünste meiner Katzendame im Bild dokumentieren konnte, dachte ich, nun ist der Zeitpunkt gekommen, um der Bildergeschichte gleich meine Erlebnisse mit unserer Katzendame in Versform hinterherzuschieben. Vielleicht gefällt Euch diese Variante der “Kletterkünstlerin“ ja auch. Also, viel Spaß damit und nehmt diesen Beitrag als kleines Dankeschön für Eure vielen lieben Besuche und Eure so zahlreichen dieses Blog ungemein bereichernden Kommentare!

———————————————————————————————-

18

Die Katze

Springst im Garten flink umher,
Lust und Freude steh’n Dir sehr.
Lauschst dem Vogel dort im Baum,
Darfst nicht mehr, als nur hinschau’n.

04-Klappergrasmücke

Vögelchen dort singt so fein,
darf genau wie Du hier sein.
Nicht, dass Du ihm tust ein Leid,
nun mein Kätzchen, weißt‘ Bescheid.

11

Darfst hier rennen, toben, springen.
Lass die Vöglein fröhlich singen.
Kannst entdecken hier und dort,
auch gern klettern und so fort.

12

Liebes kleines Katzentier
komm ganz schnell mal her zu mir.
Will Dir flüstern, flausch’ger Schatz
was ins Ohr, Du frecher Katz.

03

Schau mich an und hör‘ mir zu,
lass die Vögel schön in Ruh‘.
Komm, versprich‘s mir meine Katze.
Gib darauf mir Deine Tatze.

19-Amselmann

All die Vöglein hier bei mir,
soll’n nicht fürchten sich vor Dir.
setz zu mir Dich auf die Bank
kriegst ‚nen Streichler gern als Dank.

21-Erschöpft von der schweren Gartenarbeit

Sitzen hier zu zweit wir nun,
ich möcht‘ lesen, Du kannst ruh’n.
So ist’s schön, mein kleiner Katz,
wusste doch, Du bist ein Schatz.

©Silberdistel (2013)

22-Endlich kehrt Ruhe ein - während die Silberdistel sich lesend in Abenteuer vertieft ...

—————————————————————————–

Vielleicht ahnt Ihr es bereits wegen der vorangegangenen Worte, ja, es ist so, mit diesem Post möchte ich mich eine Weile von Euch verabschieden. Bei uns Silberdistels ist eine kleine Sommerpause angesagt, auch wenn der kalendarische Sommeranfang erst in knapp zwei Wochen auf dem Kalender zu lesen sein wird. Wir wollen den Sommer jetzt und so nehmen wir ihn uns ganz einfach, und nebenbei bemerkt, der meteorologische Sommeranfang war ja bereits am 1. Juni. So haben wir also doch schon irgendwie Sommer, und wenn man die derzeitigen Temperaturen mit in Betracht zieht, dann wüsste ich nicht, was der Sommer da noch großartig besser machen könnte. Also, ich bin dann mal weg, aber wir lesen uns irgendwann ganz sicher wieder – bei Euch und wenn Ihr mögt auch hier im Bücherstaub. Schließlich muss ich doch von unserem Sommer berichten.
In diesem Sinne bis später dann und ganz liebe Grüße von Eurer Silberdistel

Haussperlingsdame auf der Haselnuss in unserem Garten

Haussperlingsdame auf der Haselnuss in unserem Garten

Frühling ist’s

Frühlings ist’s, habt Ihr‘s geseh’n?
Werd‘ hinaus in die Natur heut‘ geh’n.
Lass von süßen Düften,
bunten Farben mich verführen.
Ich will Sonne tanken, Leben spüren,
Hummeln, Bienen, Vöglein lauschen.
Oh, welch sanftes Frühlingsrauschen.

Konnt‘ es früh schon kaum erwarten,
rauszugeh’n in meinen Garten.
Kaum die Augen auf, grad so erwacht,
noch im Kopf den Traum der letzten Nacht,
sah ich die Sonne schon ganz fleißig
an der Wand im Zimmer malen
mit ganz zauberhaften gold’nen Strahlen.

Werde froh den Tag genießen,
schauen, wie das Grün will sprießen.
freu‘ mich auf die schöne Zeit,
die nun draußen steht für uns bereit
unterm blauen Himmelszelt.
ach, wie schön ist Frühlings Welt.
©Silberdistel 2014

Für Diashow eines der Bilder anklicken!

Wer hätte das gedacht? Da ist er schon, der 3. Advent. Immerhin habe ich inzwischen fast alle Weihnachtsgeschenke beisammen. Einige Kleinigkeiten fehlen noch, aber dafür ist in der kommenden Woche sicher etwas Zeit. Im Grunde genommen fühle ich mich schon gut vorbereitet auf das Fest aller Fest. Plätzchenbacken – das steht noch auf meinem Plan – und vielleicht noch Elisenlebkuchen. Die sollten schon immer einmal in meiner Küche das Licht der Welt erblicken. Mal schauen, ob sie es in diesem Jahr schaffen.

Zum Advent
Bleib einmal stehn und haste nicht
und schau das kleine stille Licht.

044044Hab einmal Zeit für dich allein
zum reinen Unbekümmert sein.

Lass deine Sinne einmal ruhn
und hab den Mut zum gar nichts tun.

Lass diese wilde Welt sich drehn
und hab das Herz, sie nicht zu sehn.

Sei wieder Mensch und wieder Kind
und spür, wie Kinder glücklich sind.

Dann bist von aller Hast getrennt,
du auf dem Weg hin zum Advent.
(Autor unbekannt)

Allen, die hier heute vorbeischauen, wünschen wir Silberdistels einen wunderschönen gemütlichen und ruhigen 3. Advent.

04