Mit ‘Garten’ getaggte Beiträge

… haben wir Silberdistels momentan – egal, aus welchem Fenster wir schauen. Es ist Rosenzeit in unserem Garten und mit den blühenden Rosen rund ums Haus ist auch die Sommerzeit dahergekommen. Und gleich überschreiten wir auch schon wieder die Schwelle zur zweiten Hälfte des Jahres. Da geht der Blick zwar irgendwie ungewollt, aber dennoch, schon fast wieder in Richtung Herbst. Oder geht es nur mir so?
Gut, ich finde den Herbst mit seinen bunten Farben durchaus auch schön – keine Frage. Sein Gold betört mich jedes Jahr aufs Neue. Aber muss er sich denn jetzt schon wieder in meinen Kopf schleichen? Ich will ihn noch gar nicht. Alles zu seiner Zeit. Jetzt will ich viel lieber Sommer, viel Sommer.

Und damit das mit dem Sommer auch klappt, hätte ich eine Idee. Lasst uns ganz schnell unser silberdisteliges Rosenschloss anschauen …

00-1-DSC02249

… und mit diesen rosigen Aussichten den herbstlichen Drängler einfach fortschieben aus dem Kopf.
Oben im Bild ist übrigens unser Rosenschloss im Rosenschloss zu sehen, also das kleine unserer ehemaligen gefiederten Untermieter, das sich perfekt in unser großes silberdisteliges Hauptschloss einfügt.

07-Dsc02169

Die Kohlmeisenfamilie, die dort gerade noch wohnte, hätte jetzt tatsächlich wie Dornröschen, umrankt von lauter Rosenblüten, wohnen können, denn der kleine Wanderwagen ist momentan von zahlreichen rosigen rosa Blüten umgeben.

Doch die Vogelfamilie hatte es eilig mit dem Auszug. Nicht, weil es ihr in ihrem kleinen Schlösschen nicht gefiel, sondern eher, weil das Jungvolk flügge war und endlich die Welt vor dem Nistkasten kennenlernen wollte.
Leider haben wir Silberdistels den Auszug nur noch in den letzten Zügen miterleben können.
Herr Silberdistel hat dem Ausflug des letzten kleinen Auszüglers gerade noch beiwohnen können. Ein Foto ist ihm allerdings nicht gelungen.

00-2-DSC02043
Als meine Kamera dann einsatzbereit war, schimpften die Eltern zwar fleißig mit mir, sie schauten immer mal wieder mit vollem Schnabel zum Nistkasten, aber meisiger Nachwuchs war dort schon nicht mehr zu sehen.
Obwohl ich eine ganze Weile in respektvoller Entfernung ausharrte, bekam ich die Vogelkinder nicht mehr zu Gesicht. Offensichtlich waren doch schon alle Jungvögel ausgeflogen.

08-DSC02247

Nun ist ein Nachmieter für den kleinen rosenumrankten Wohnwagen gesucht. Eigentlich sollte ein solch schönes Rosenschloss doch verlockend sein, oder? Na, schauen wir mal, ob sich in diesem Jahr noch ein neuer Untermieter findet.

Aber nun lasst uns erst einmal mit allen Sinnen den Sommer genießen und den Gedanken an den Herbst schieben wir noch einmal ganz weit fort, denn der Bursche kommt noch früh genug.

Na, Lust auf den Rest des silberdisteligen Rosenschlosses? Dann los!

Für Diaschau eines der Bilder anklicken!

Ein wenig Sorge hatte ich mir schon gemacht – um diese brummenden gemütlichen flauschigen Flieger – um die Hummeln. In diesem Jahr tauchte bisher nur recht selten eine Hummel in meinem Garten auf. In den Jahren zuvor nisteten oft etliche Völker in den Lüftungsschlitzen in der Wand unseres Hauses.
Scheinbar wurden diese sonst so beliebten Behausungen in diesem Jahr nicht bezogen. So war der dunkle Summton der Hummeln bis eben noch eher selten einmal zu hören, obwohl viele Hummelwohnungen auf die gemütlich wirkenden Insekten warteten. Auch ihre Lieblingspflanzen blühen bereits eine ganze Weile.

Vor einigen Tagen war ich wieder einmal im Vorgarten beschäftigt. Während ich Unkraut zupfte und den Boden in den Beeten lockerte, begleitete mich ein altbekannter dunkler Summton – und nicht nur ein einzelner. Immer wieder brummte und summte es im Chor um mich herum.

01-dsc02162

Unsere Deutzie – die Hummeln lieben ihre Blüten

Und je näher ich dem Strauch mit den kleinen weißen Glöckchenblüten kam, umso intensiver war das Brummen zu vernehmen.
Da waren sie ja endlich wieder – die Vermissten. Ganz viele Erdhummeln bevölkerten den Strauch und sammelten fleißig Nektar. Ihr Summen war wie Musik in meinen Ohren – Musik, die einfach für mich zum Sommer dazu gehört. Wie sehr würde ich es vermissen, wenn es nicht mehr da wäre, dieses gemütliche Summen, und wie froh stimmte es mich, diese wundervolle Hummelmelodie nun doch wieder hören zu können.

Für Diaschau eines der Bilder anklicken

… haben wir Silberdistels gerade hinter uns gebracht und da stand mir vor lauter Aufregung so gar nicht der Sinn danach, mich mit neuen Blogbeiträgen zu befassen. Also herrschte hier im „Bücherstaub“ Ruhe – im Gegensatz zum wirklichen Leben, das gerade alles andere als ruhig verlief.

Wir Silberdistels hatten am vergangenen Sonntag kurzentschlossen einen Ausflug unternommen. Schon lange wollten wir uns das Kloster Jerichow anschauen. Unzählige Male in unserem Leben sind wir bereits daran vorbeigefahren und jedes Mal nahmen wir uns vor, endlich einmal anzuhalten und den beeindruckenden Bau ganz aus der Nähe anzuschauen. Bei diesem Vorhaben blieb es, bis mein Herr Silberdistel mich vor einer Woche fragte, ob ich Lust hätte, am Sonntag das Kloster in Jerichow anzuschauen. Und ob ich Lust dazu hatte.

DSC01728

Kloster Jerichow – vom Gemüse- und Würzgarten aus betrachtet

So machten wir uns am späten Sonntagvormittag auf den Weg dorthin. Es wurde ein zwar anstrengender, aber auch erlebnisreicher Tag. Dass er auch noch nervenaufreibend werden sollte, ahnten wir da noch nicht.

Zurück von unserem Ausflug saßen wir abends noch lange bei dem herrlich warmen Sommerwetter draußen im Garten. Unsere drei Pelzträger, die während unserer Abwesenheit  das Haus hüten mussten, durften nun endlich noch einen kleinen Gartenrundgang machen. Begeistert schossen sie zur Tür hinaus. Einer drängelte mehr als der andere. Jeder wollte als erster in den Garten abtauchen. Und dann waren sie alle drei für eine Weile verschwunden.

Unsere graue Eminenz gab sich mit einen kleinen Rundgang zufrieden und trudelte bald wieder ein. Keks folgte eine ganze Weile später. Fehlte also nur noch Torty. Sicher würde auch sie bald wieder auftauchen.

Doch unsere Torty ließ sich an diesem Abend erstaunlich viel Zeit mit ihrem Revierrundgang. Wir warteten und warteten und allmählich schaute ich bereits recht sorgenvoll auf die Uhr und hinaus in den immer dunkler werdenden Garten. Wo blieb sie nur?

Die Zeiger der Uhr gingen bereits auf Mitternacht zu und noch immer war unsere Torty nicht daheim. Obwohl ich ein recht ungutes Gefühl hatte, beschlossen wir schließlich doch, schlafen zu gehen.
In der Nacht schauten wir beiden Menschen im Wechsel immer wieder nach unserem Katzenmädchen. Ich schlief mehr schlecht als recht. Herr Silberdistel träumte zumindest positiv. Einmal sagte er, als er wohl merkte, dass ich im Zimmer herumtappte, im Halbschlaf zu mir: „Sie ist wieder da.“ Als ich fragte, wann er sie denn hereingelassen hätte, antwortete er erstaunt: „Oder habe ich das nur geträumt?“ Offensichtlich hatte er das nur geträumt, denn von unserer Torty gab es weder im Haus, noch im Garten eine Spur. Ich hatte nämlich gerade nach ihr geschaut.

Am nächsten Morgen war unsere Torty noch immer nicht da. So etwas gab es bisher noch nie. Das war so gar nicht ihre Art.

Nach einem sehr frühen Frühstück, denn Tortys Fernbleiben ließ mich sehr zeitig die Nachtruhe, die ohnehin keine war, beenden, machte ich mich auf die Suche nach ihr. Doch es gab weit und breit keine Spur von ihr.
Immerhin konnte sich unser Nachbar, der am Sonntagabend wie wir noch lange in seinem Garten gesessen hatte, daran erinnern, sie am Abend noch einmal kurz in seinem Garten gesehen zu haben. Doch das war inzwischen ganz schön lange her.

Wo mochte sie nur sein? Wir horchten im Laufe des Tages an verschiedenen Geräteschuppen, Gartenhäusern und Garagen, befragten rundum im Dorf mehrere weitere Bewohner und suchten ängstlich die Dorfstraße ab. Unsere Katze blieb verschwunden.

Am Dienstag machten wir uns nun doch ernsthaft Sorgen. Wir informierten Tierärzte, Tierheim und „Tasso“ über das Verschwinden unserer Katze, hängten weiträumig Suchzettel aus und hofften, dass irgendjemand unsere Torty gesehen hatte und uns einen entsprechenden Hinweis geben würde.

Immer wieder grübelte ich über Tortys Verschwinden nach. Sie ist zwar eine neugierige und unternehmungslustige Katze, andererseits aber auch sehr vorsichtig und misstrauisch Fremden gegenüber. Sie würde nie einfach mit jemandem mitgehen oder sich gar ohne Widerstand einfangen lassen.
Irgendetwas musste passiert sein, was sie daran gehindert hatte, nach Hause zu kommen. Meine Fantasie gaukelte mir die schlimmsten Szenarien vor.

Dass unser Nachbar sie bei sich im Garten gesehen hatte, war sicher nicht ungewöhnlich, aber irgendwie ließ mich dieser Gedanke nicht los. Der Nachbar hatte auch angedeutet, dass unsere graue Eminenz an dem bewussten Abend kurz durch seine Terrassentür geschritten sei und in sein Wohnzimmer geschaut hätte. Ob Torty es ihr gleichgetan hatte? Dass unsere First Lady wieder herausgekommen war, hatte der Nachbar beobachtet. Mehr allerdings nicht.

Auf meinen Wunsch hin hatte der Nachbar bereits am Montagmorgen sicherheitshalber in seinem Haus nach Torty Ausschau gehalten, falls sie doch unserer grauen Eminenz am Abend zuvor ins Haus gefolgt sein sollte. Die Suche blieb ergebnislos. Er hatte weder etwas Ungewöhnliches sehen noch hören können. … und würde sich eine eingesperrte Katze nicht auch bemerkbar machen? Das sollte man doch eigentlich denken, und unsere Torty hat eine durchaus kräftige Stimme, die ganz gewiss nicht, wenn sie sie denn einsetzt, zu überhören wäre.

Doch dann fiel mir auch wieder ein, dass sie sich selbst bei uns, als wir sie als kleines Katzenkind geholt hatten, nach dem Verlassen des Transportkörbchens zunächst versteckt hatte. Wer weiß, wie lange sie damals noch hinter den Büchern im Bücherregal ausgehalten hätte, wenn unser Keks sie nicht hervorgelockt hätte?
Sollten wir den Nachbarn vielleicht doch noch bitten, mit ihm gemeinsam im Haus schauen zu dürfen? Vielleicht wäre es etwas anderes, wenn Torty eine vertraute Stimme hören würde.

Herr Silberdistel stand am Dienstagnachmittag vor unserem Haus und berichtete gerade einer anderen Nachbarin, dass unser Katzenmädchen immer noch nicht wieder aufgetaucht wäre, als besagter direkter Nachbar vorbeikam. Er gesellte sich dazu und erzählte Herrn Silberdistel, dass er meinte, in der vergangenen Nacht ein Maunzen gehört zu haben. Er war sich allerdings nicht sicher, woher es gekommen war und vermutete schließlich, dass es  über das offene Fenster zu ihm gedrungen sein musste. Geisterte unsere Torty etwa irgendwo draußen umher? Aber warum harrte sie dann nicht in unserem Garten aus, bis ihr jemand die Tür öffnete. Bisher hatte sie immer beharrlich gewartet, wenn nicht sofort jemand zur Tür eilte.

Meinem Herrn Silberdistel kam an diesem Abend durch die Worte des Nachbarn die Idee, ihm ein gefülltes Futterschälchen zu geben, um es in seinem Haus aufzustellen. Würde das Futter unberührt bleiben, könnten wir zumindest das Nachbarhaus bei der weiteren Suche nach Torty ausschließen. Soweit der Plan.

Am späten Abend dann klingelte es bei uns. Aufgeregt rannte ich in der Hoffnung zur Tür, das Klingeln könnte etwas mit unserer Vermissten zu tun haben. Hatte jemand unsere Torty gesehen?

Ich öffnete. Draußen stand der Nachbar vor der Tür und sagte: „Ihre Katze ist wohl doch bei mir – auf dem Boden. Das Futter ist nämlich angerührt worden.“ Ob ich mitkommen wolle? Welche Frage?

Aufgeregt eilte ich hinter ihm her.  Im Haus schloss er klugerweise zunächst sämtliche Zimmertüren, um Torty nicht noch neue Fluchtwege zu eröffnen. Dann stiegen wir hinauf zum Boden, wo er mich schließlich allein ließ. Da er selbst bereits mehrmals Katzenvater gewesen ist, wusste er, dass sich Torty durch seine Anwesenheit nur noch weiter verunsichert fühlen könnte.

Da stand ich nun in einem fremden Haus, auf einem fremden Boden – scheinbar allein, hätte nicht das angeschleckte Katzenfutter auf die Anwesenheit eines anderen Lebewesens hingedeutet. Aber war Torty überhaupt in diesem Raum, in dem ich stand oder doch in dem Raum gegenüber?
Da stand ich nun und lauschte, lauschte mit spitzen Ohren wie ein Katze. Aber nichts, nichts war zu hören. Ob sich Torty melden würde, wenn sie meine Stimme hörte? Ich rief sie bei ihrem Namen, einmal, zweimal, dreimal … nichts. Noch einmal lockte ich und schüttelte das Tütchen mit ihren Lieblingssnacks, das ich schnell noch gegriffen hatte, bevor ich dem Nachbarn hinterher geeilt war. Hatte da eben etwas geraschelt – ganz leise, wie eine Maus?

Nein, keine Maus, denn jetzt vernahm ich ein ganz leises Maunzen und noch eins. Ich musste noch etliche Male fast wie eine Katze gurren, dann endlich tauchte in der hintersten Ecke, hinter einem Karton, Tortys Köpfchen auf. Vorsichtig und äußerst misstrauisch kam sie näher, fast so, als könne sie ihren Augen und Ohren noch nicht trauen. Hockte da wirklich die Rettung vor ihr? War das wirklich die Silberdistel?
… und dann fing das Fellbündel vor mir an zu beben, es schnurrte erst leise und dann immer lauter und ein weiches braunes Köpfchen näherte sich meiner Hand und stieß sie vorsichtig an. Ganz leicht strich ich über das weiche Fell, hielt dem Schnurrbündel ein paar der Snacks hin und dann durfte ich mein Katzenmädchen endlich in die Arme schließen. Welch wundervolles Gefühl! Ich hatte sie wieder.

Langsam ging ich mit meinem Fellbündel im Arm zur Treppe und Stufe für Stufe hinunter. Doch je weiter ich die Treppe hinab stieg, umso ängstlicher, nahezu panisch, wurde mein Katzenmädchen. Natürlich wollte ich das eben neu gewonnene Vertrauen nicht verlieren und so ließ ich Torty wieder hinunter. Ihre erste Reaktion war, sofort nach oben, zurück Richtung Boden, zu flüchten. Ich musste all meine Überredungskunst aufwenden, um sie letztendlich dazu zu bewegen, wieder herunter zu kommen. Schließlich kam sie, wenn auch langsam, misstrauisch und äußerst vorsichtig.

Als ich sie zur Haustür nach vorn lenken wollte, ergriff sie erneut Panik. Ich sprach wieder beruhigend auf sie ein und überließ ihr am Ende die Wahl des Ausgangs und die fiel auf die Terrassentür. Torty wollte offensichtlich genau dort hinaus, wo sie wahrscheinlich zwei Tage zuvor hinein gekommen war.

Noch im Zimmer, vor der Terrassentür angekommen, durfte ich unser Katzenmädchen wieder auf den Arm nehmen. Torty schien nun zu wissen, dass alles gut werden würde und dass es nach Hause ging. Immerhin sah sie bereits den Garten vor sich, den sie recht gut kennen dürfte und von dort aus war es bis zu ihrem Zuhause gar nicht mehr weit.

Wie waren wir glücklich, unsere vermisste pelzige Mitbewohnerin wiederzuhaben. Uns war ein riesiger Stein vom Herzen gefallen. Eine aufregende Geschichte hatte ein gutes Ende gefunden.
Torty allerdings hatte noch ein wenig länger an diesem Abenteuer zu knabbern. Sie musste in ihrem Zuhause zunächst alles ganz intensiv beschnüffeln. Aufgeregt rannte sie durchs Haus. Wahrscheinlich konnte sie immer noch nicht so ganz an ihre Rettung glauben. Selbst für Keks hatte sie im ersten Moment weder Auge noch Ohr. Nicht einmal der gefüllte Futternapf lockte sie, obwohl sie seit Sonntag weder etwas gefressen, noch getrunken hatte, außer dem Wenigen, was in der Lockfutterschale beim Nachbarn gestanden hatte.
Wir mussten ihr ein wenig Zeit lassen. Schließlich hatte sie jede Menge Stress abzubauen. Ihr ging es sicher nicht anders als uns. Wir waren allerdings nicht in einer völlig fremden Umgebung eingesperrt gewesen.

DSC01934

Inzwischen ist die Welt fast wieder in Ordnung für unsere Torty. Ein wenig steckt ihr der Schreck aber immer noch im Nacken. So ganz ist sie noch nicht wieder die Katze, die sie vor diesem für sie sicher sehr traumatischen Erlebnis war. Sie schaut öfter als sonst, ob wir noch da sind und so genießt sie momentan auch eine extra liebevolle Behandlung.

DSC01929

Wir können das Pfingstfest nun doch noch in Ruhe genießen. Wir sahen das für uns schon fast den berühmten Bach runterlaufen. Aber die Ruhe und Entspannung werden wir nun auch brauchen – wir zwei Menschen und die drei Pelzträger.
Unserem Keks hat die Schwester übrigens auch gefehlt. Das war deutlich zu merken. Wir hatten ständig den Eindruck, er wollte uns sagen: „So tut doch endlich etwas, damit Torty wieder da ist!“

Euch allen ein schönes, sonniges und ganz entspanntes Pfingstfest – das wünschen fünf glückliche Silberdistels.

Der letzte Post ließ uns bereits ein wenig durch mein kleines grünes Reich wandeln. Allerdings drängelten sich an dem Tag immer wieder zwei pelzige Pflanzen zwischen meine kleine Maiblumenschau. Sehen wir doch einmal, ob wir unseren heutigen Rundgang hinkriegen, ohne auf Schritt und Tritt über diese Fusselteile zu stolpern.

Dsc00925

Meine Fuchsie – ein Hochstämmchen – blüht schon lange sehr fleißig

Auf den ersten Blick lässt es sich doch ganz gut an, oder?

DSC00895

Vorn unser neues Teichlein und dahinter – gerade im Verschwinden zum Nachbarn begriffen – der Fusseltiger Keks

Aber wohl auch nur auf den ersten Blick. Man soll eben den Tag nicht vor dem Abend loben. Beim zweiten Blick nämlich springt uns doch schon wieder etwas Pelziges vors Auge. Aber … aber vielleicht haben wir doch noch Glück, denn es huscht gerade in den Nachbargarten …

Dann schauen wir uns mal um, also hier in meinem Garten und nicht bei Nachbars. Für Nachbars Garten ist gerade Keks zuständig.

DSC00900

Rhododendron – unsere weiße Schönheit

Inzwischen blüht noch einiges mehr als bei unserem letzten Rundgang. Einer unserer Rhododendren zeigt sich mit strahlend weißen Blüten. Und der vom Nachbarn, da sind wir nun also doch beim Nachbarn, meint es ebenfalls gut mit uns, denn Nachbars Rhododendron hat sich mit ein paar Blütenzweigen zu uns über den Zaun geschoben.

DSC00910

Nachbars Rhododendron bei uns zu Besuch

Die herrlich roten Blüten dürfen sich natürlich unserer Gastfreundschaft sicher sein. Wer würde über einen solchen Zaungast schon meckern?

DSC00917

Christrose

Eine letzte blühende Christrose konnte ich sogar auch noch entdecken.

DSC00908

Vergissmeinnicht

Natürlich leuchtet überall zwischen den anderen Blumen das hübsche blaue Vergissmeinnicht.

DSC00914

Tränendes Herz

Das Tränende Herz setzt einen schicken Akzent in den Schattenbereich, in dem es seinen Platz hat.

DSC00939

Akebia – ein eifrige Kletterin an unserem Geräteschuppen

Am Geräteschuppen zeigt die rankende Akebia ihre zauberhaften Dreiecksblüten.

Für Diaschau eines der Bilder anklicken!

Und aus den Töpfen leuchten in fröhlichen Farben die kleinen Hornveilchen.

Für Diaschau eines der Bilder anklicken!

Aber auch die Sträucher, die mein kleines grünes Reich zum Nachbargarten hin abgrenzen, tragen momentan ein hübsches Blütenkleid.

Wir hatten wohl doch noch Glück.  Tatsächlich hat sich nichts Pelziges mehr sehen lassen. Ob der Vorgarten auch pelzfrei ist? Wir wagen einfach mal einen Blick.

DSC00956

Blick auf unseren kleinen Steingarten

Dort blüht es nämlich auch sehr hübsch.

Für Diaschau eines der Bilder anklicken!

Dort leuchtet das blaue Hasenglöckchen im Beet. Polsterphlox, Filziges Hornkraut und Sonnenröschen blühen im Steingartenteil um die Wette und die ersten Rosenblüten sind ebenfalls zu sehen.

Bei soviel Blütenpracht macht sogar die Gartenarbeit doppelt soviel Spaß. Apropos Gartenarbeit, als ich gestern ein wenig im Vorgarten werkelte, hatte ich Gelegenheit, unsere neuen Untermieter, Familie Kohlmeise, zu beobachten.

Für Diaschau eines der Bilder anklicken!

Sie haben unlängst unser kleines Dornröschenschloss bezogen. Nun ja, das Schloss ist mehr eine Art kleines Wandermobil, aber die Rosen tun ihr Möglichstes, um aus dem Wandermobil ein  „Rosenschlösschen“ zu zaubern. Kohlmeisens jedenfalls scheint das kleine Schloss zu gefallen. Ich konnte sogar einige Bilder vom Ein- und Ausflug der Eltern schießen – keine Superbilder, aber als Beweis können sie wohl wieder einmal herhalten. Mama und Papa Kohlmeise hatten alle Schnäbel voll zu tun. Der Nachwuchs ist sicher äußerst hungrig. Es war nämlich ein ständiges Kommen und wieder Losfliegen.
Ich bin gespannt, ob wir auch irgendwann den ersten Ausflug des Nachwuchses miterleben dürfen. Wenn ja, werde ich natürlich berichten.

Übrigens hatten wir tolles Wetter für unseren blumigen Nachschlag. Habt Ihr den herrlich blauen Himmel gesehen? Dort über dem Flieder? Das sieht doch schon fast nach Sommer aus, oder?

DSC01615

Flieder

 

Am vergangenen Sonntag war so herrliches Wetter, dass ich mir einfach meine Kamera schnappen und eine kleine Bestandsaufnahme von all dem, was gerade in meinem Garten blüht, machen musste, denn es leuchtete bunt aus allen Ecken und Winkeln meines kleinen grünen Reiches. Die Sonne hatte all die Farbe an den Tag gebracht.
Bei meinem Rundgang ist mir aufgefallen, dass nicht nur die Gartenblumen wunderhübsch blühen, auch andere Pflanzen sind mächtig, wenn nicht gar übermächtig, ans Licht geschossen, besonders die, die nicht unbedingt zu den Lieblingen der Gärtnerin zählen – wie Giersch, Schachtelhalm und Maiglöckchen. Äh, ach so, Maiglöckchen gehören ja angeblich zu den Guten.

02-DSC01458

Maiglöckchen

Nun ja, bei mir gehören sie eher zu den mäßig Geduldeten – so in die Kategorie Löwenzahn. Ich mag sie beide, Löwenzahn und Maiglöckchen, eigentlich ganz gern – wegen ihrer hübschen Blüten und wegen ihres angenehmen Duftes.

03-DSC01349

Löwenzahnblüte

Doch schnell werden sie zu frech und versuchen brutal, quasi mit allen ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln, die Vorherrschaft im Garten zu übernehmen. Gewöhnlich ist dann für mich der Zeitpunkt gekommen, ihnen zu zeigen, was eine Hacke ist. Und genau an dem Punkt scheinen wir wieder einmal angekommen zu sein, denn die Maiglöckchen machen gerade jetzt im Mai besonders gern, was sie wollen, und der Löwenzahn tut es den weißen Glöckchen nach. Der macht es allerdings nicht im geheimen Untergrund, mit Wurzelausläufern, wie die hinterlistigen Maiglöckchen. Der Löwenzahn hat sich für seinen Ausbreitungsdrang eine andere Methode ausgedacht und die ist auch nicht gerade ohne.

04-dsc01442

Löwenzahns viele kleine Schirmchen

Er steht mehr auf Schirmchen, und die hat er in einigen Gartenbereichen bereits wieder aufgespannt und wartet nun auf den nächstbesten Windstoß, um seinen Kindern den Startschuss für ihren Absprung und die großräumige Verbreitung seiner Nachkommen in meinem grünen Reich zu geben. Wenn man bedenkt, dass solch eine Pusteblumen in der Regel zwischen 200 und 300 Schirmchen auf die Reise schicken kann, dann ist der Garten, so man nichts gegen den Ausbreitungsdrang des Löwenzahns unternimmt, bald in Löwenzahns fester gezahnter grüner Hand. Ich muss mich also beeilen und eingreifen, bevor mein Garten nur noch aus Löwenzahn und ja … und aus Maiglöckchen besteht.

DSC01355

Vergissmeinnicht

Neben Maiglöckchen und Löwenzahn gibt es übrigens noch so eine verwegene Pflanze, die gern in meinem Garten tut, was sie will.

DSC01465

Die allerdings hat bei mir Narrenfreiheit, denn ich liebe es, wenn sie mein kleines grünes Reich für eine Weile in eine blaue Wunderwelt verwandelt.

DSC01462

Aber diese Narrenfreiheit hat wirklich nur das Vergissmeinnicht. Was? Ich höre Einspruch?

DSC01393

Torty auf Klettertour

Äh, ja, okay, es gibt da noch so zwei, drei Pflanzen, pelzige, die Narrenfreiheit in meinem Garten haben und nicht nur dort.

DSC01399

Keks

Wie wir gerade merken, drängeln sie sich immer und überall in den Vordergrund, auch wenn Keks hier oben so tut, als neige er mehr zur Untergrundarbeit.

DSC01459

Torty

Torty dagegen lässt keinerlei Zweifel darüber aufkommen, wer immer und überall im Hause Silberdistel im Vordergrund steht. Was heißt hier im Hause? Der Garten ist davon natürlich keinesfalls ausgenommen. Fast hätte ich vor Schreck die Kamera fallenlassen, als mich, ich stand gerade, höchst konzentriert ein Blümchen knipsend, am Geräteschuppen, plötzlich dicht neben meinem Ohr etwas anmaunzte. Torty hockte wieder einmal auf dem Dach und nutzte meine Ahnungslosigkeit schamlos aus, um mich zu erschrecken und wohl auch, um mir laut maunzend mitzuteilen, wer die eigentliche Herrin in meinem Garten ist.  Torty maunzt laut – sehr laut, so, als hätte sie ein Megaphon dabei. Wenn sie maunzt, stimmt man ihr immer zu, schließlich will man irgendwann seine Ruhe haben.

01-Dsc01405

So, nun aber genug über die pelzigen Pflanzen geschwatzt, am Ende fühlen sie sich in ihrer Wichtigkeit noch bestätigt. Jetzt endlich zu denen, um derentwillen ich mit der Kamera überhaupt in den Garten aufgebrochen bin.
Hinein also ins Blühvergnügen meines Maigartens!

Für Diaschau eines der Bilder anklicken!

Erneut hatten NABU & Co. zur Vogelzählung aufgerufen. Vom 12. bis 14. Mai durfte wieder einmal eine Stunde lang gezählt werden, welche gefiederten Gäste während dieser Stunde den Garten frequentierten.
Dieses Mal hatten meine pelzigen Mitbewohner keine Lust zum Zählen, jedenfalls nicht so, wie sich in meinen Augen die Zählung gestalten sollte – mit Stift, Papier und Fernglas. Sie hätten lieber das zu zählende Vogelvolk herbeigetragen, weil man es so ganz aus der Nähe ja viel besser bestimmen kann. Da ich mich von dieser Art Zählung dann aber doch nicht überzeugen ließ, gingen sie lieber anderen spannenden Tätigkeiten nach.

01-DSC01320

Keks hatte es sich auf der Fensterbank im Bad gemütlich gemacht.

02-DSC01322

„Was? Vögel zählen? Och nee, Silberdistel, wenn ich sie Dir nicht bringen darf, …

03-DSC01323

… dann, dann mache ich lieber andere katerwichtige Dinge …“

04-DSC01296

„Vögel zählen? Wozu soll das gut sein, Silberdistel? Du siehst doch, ich hab Wichtigeres zu tun.“ So Tortys Antwort auf meine Bitte um Unterstützung bei der Gartenvogelzählung.

05-DSC00189

Und hier wurde mein Anliegen nicht einmal angehört. Die graue Eminenz schnarchte mir nur etwas vor.

Tja, so saß ich also allein mit meinem Stift, Papier, Fernglas und Fotoapparat am Fenster. Und irgendwie hatten die Katzen wohl Recht. Es passierte auch zunächst nichts Besonderes. Es waren nur die üblichen Verdächtigen da. Okay, ein paar Schwalben flatterten noch hoch über unserem Garten dahin und ein Hausrotschwanz trällerte sein kurzes Lied vom Dach gegenüber.
Doch dann, dann wurde meine Ausdauer zumindest noch ein wenig belohnt, zwei Stare tummelten sich nämlich auf einmal am Futterplatz. Die zähle ich dann doch nicht so ganz zu den üblichen Verdächtigen. Das Futter mit den leckeren Mehlwürmern sagt wohl auch ihnen zu.

Für Diaschau eines der Bilder anklicken!

Naja, da sah meine Vogelzählung so schlecht doch eigentlich gar nicht aus. Allerdings ließ mich mein Rotkehlchen völlig im Stich und Familie Gimpel hätte auch ruhig einmal vorbeischauen können.
Aber als ich schon fast einpacken wollte, bekam ich doch noch etwas ganz Besonderes zu sehen. Mir war in unserem Hollerbusch zwischendurch schon für einen kurzen Moment ein kleiner Feldsperlings-Zweierpack aufgefallen. Als ich das nächste Mal hinschaute, war er wieder fort. Doch dann hatte ich doch noch Glück. Plötzlich kam tatsächlich die gesamte Familie Feldsperling noch einmal eingeflogen, und ich durfte bei der Fütterung der Jungvögel zuschauen.
Ein paar Tage zuvor war mir das bereits geglückt. Aber jetzt zur „Stunde der Gartenvögel“ war diese Vorführung für mich natürlich ein ganz besonderes Highlight. Aber seht selbst! Ist es nicht allerliebst?

Für Diaschau eines der Bilder anklicken!

Als wir im Winter mit einem gut ausgestatteten Vogelgasthaus auf sie warteten, kamen die gefiederten Gäste nur in recht spärlicher Anzahl zu den Futterstellen in unserem Garten. In den Wintern zuvor dagegen gab es immer einen regelrechten Ansturm. Der letzte Winter war allerdings anders, allgemein anders. Er war irgendwie kein richtiger Winter. Vielleicht waren auch deshalb die Vögel gar nicht so sehr in Futternot und kamen deshalb nicht an unsere reich gefüllte Körnerbar.

Nun aber, wo wir die Futtersaison normalerweise bereits beendet hätten, haben wir Vogelzuflug wie noch nie. Jetzt liegen uns nicht die Katzen auf der Tasche, sondern irgendwie die Vögel. Sie fressen, als läge der Winter nicht hinter uns, sondern als stünde er kurz bevor. Was wir im Winter an Futter gespart hatten, geht jetzt weg wie warme Semmeln. Aber so langsam gehen nun auch diese Futterersparnisse den Bach … ähem … die Vogelkehle hinunter und somit ihrem Ende entgegen. Was machen die armen Federbälle nur dann, wenn das Gasthaus Silberdistel wegen Futtermangels plötzlich und unerwartet schließen muss? Ein paar Tage wird der Tisch wohl noch gedeckt sein, aber dann, dann werden wir die Gäste wohl enttäuschen müssen. Es sei denn, wir halten noch einmal nach Futter Ausschau. Wie ich bei Frau Morgentau las, gibt es leckeres Ganzjahresfutter zu kaufen. Schau’n wir mal …. Auf jeden Fall bin ich erst einmal gespannt, ob sich noch mehr interessante Gäste einfinden. Gestern sah es in unserem Garten an den Futterstellen nämlich erstaunlich bunt aus.

Zunächst entdeckte ich einen Stieglitz, dann eine Heckenbraunelle, einen Star, auch Frau Elster schaute vorbei und schließlich gab sich sogar noch Herr Gimpel die Ehre. Es war ein ereignisreicher Tag in unserem Vogelgarten – trotz eher miesen Wetters – daher auch die mehr miesen denn brillanten Fotos. Aber egal, als Beweisfotos sollten sie reichen 😉

Für Diaschau eines der Bilder anklicken!