Mit ‘Essen’ getaggte Beiträge

Unlängst entdeckte ich auf dem Blog von Frau Morgentau ein Rezept für einen Eierlikörkuchen. Schon allein beim Lesen der Zutatenliste lief mir das Wasser im Munde zusammen – sooo lecker. Der Kuchen schrie förmlich danach, auch in meiner Backstube das Licht des Backofens leuchten zu sehen. Herr Silberdistel hatte von einem Einkauf bereits eine Flasche Eierlikör nach Hause getragen und ich hatte mich um Ersatz-Nutella gekümmert, denn Eierlikör und Nutella gehören neben den üblichen Verdächtigen wie Mehl, Zucker & Co. ebenfalls in diesen Kuchen. Gerade diese beiden besonderen Zutaten sollten meines Erachtens ein Garant für ein überaus leckeres und gelungenes Backwerk sein.
Einen Anlass zum Backen, eine kleine Geburtstagsfeier, gab es natürlich auch und so musste der Kuchen auch gar nicht mehr lange auf sein Werden in Silberdistels Backstube warten. Voller Zuversicht und Vorfreude werkelte ich also los, suchte mein Back-Handwerkszeug zusammen und stellte alle Zutaten, wie in der folgenden kleinen Liste aufgeführt, griffbereit in meine Nähe – die Eier etwas abseits, damit sie mir nicht versehentlich noch, bevor ich sie brauchen würde, von der Arbeitsplatte rollten.

Die Zutaten:
250 g Butter
240 g Zucker
1 Prise Salz
1 Päckchen Vanillezucker
5 Eier
250 g Mehl
1 Päckchen Backpulver
0,3 Liter Eierlikör
3 Esslöffel Nutella (Ich habe Nudossi genommen)

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Zunächst gab ich weiche Butter, Zucker, Vanillezucker und die Prise Salz in eine Rührschüssel. Das sollte zu einer schaumigen Masse verarbeitet werden und anschließend sollten unter diese Masse die Eier gerührt werden. Sollten – aber doch nicht bei mir. Warum auch? Eier sind doch im Kuchen total nebensächlich. So blieben sie, wo sie waren, ein wenig außerhalb meines Blickfeldes und erfreuten sich weiterhin ihres Daseins, bewunderten meine Rührtechniken und schauten sich interessiert in meiner Küche um. Bisher kannten sie schließlich nur die Dunkelheit in ihrer Eierverpackung und das Innere des Kühlschranks, das noch dazu eher selten im hellen Lichterglanz erstrahlte. So war also ihr Dasein bis eben fast ausschließlich von Dunkelheit erfüllt, kein Wunder also, dass sie nun vorsichtig optimistisch hofften, ihnen würde dieser neue lichte Zustand etwas länger erhalten bleiben und schließlich würde ihnen vielleicht sogar noch eine überaus wichtige Aufgabe zuteil werden. Warum wohl sonst hatte die Hausfrau ihnen einen neuen Platz und noch dazu in solch exponierter Lage zugeteilt? Soweit die Gedanken der Eier, die sich im Vergleich zu mir wenigsten welche machten.

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Kommen wir zu Mehl und Backpulver. Beides vermischte ich miteinander und fügte es nun ebenfalls zu meiner Butter-Zucker-Masse hinzu und verrührte alles gut. Dann kam als Krönung noch der Eierlikör hinzu. Wow, das sah nach dem nochmaligen Verrühren alles bereits sehr lecker aus.
Die Hälfte meiner so herrlich schaumigen Masse konnte ich nun schon mal in meine Backform füllen und den Teig, wie in Frau Morgentaus Beschreibung zu lesen, schön glatt streichen.

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Dann fügte ich zur zweiten Teighälfte, die ja noch in der Rührschüssel weilte, die drei Esslöffel Nudossi hinzu. Wie bereits oben erwähnt, entschied ich mich gegen Nutella – einerseits aus nostalgischen Gründen, andererseits, weil mir persönlich Nudossi einfach besser schmeckt. Anschließend verrührte ich Nusscreme und Teig zu einer leckeren schokoladigen Masse.

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Und die machte nicht nur den Eindruck, als könne sie äußerst lecker sein, sie schmeckte tatsächlich so fantastisch, wie sie augenscheinlich daherkam. Ich konnte natürlich nicht umhin, ich MUSSTE einfach kosten.

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Nach dem Kosten, von dem ich mich förmlich mit Gewalt losreißen musste, gab ich den Rest dieser so leckeren Masse auch noch in meine Backform, wunderte mich allerdings darüber, dass Frau Morgentau in ihrer Rezeptanleitung davon gesprochen hatte, den dunklen Teig ganz einfach auf den hellen gleiten zu lassen. Also, mein dunkler Teig hielt so gar nichts vom Gleiten.  Ich musste ihn löffelweise auf den hellen Teig geben. Schließlich aber war auch das geschafft.

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Nun sollte der braune Teig mit einer Gabel unter den hellen Teig gemischt werden. Das nämlich sollte später im Anschnitt unseres Kuchens ein hübsches Muster ergeben. Ich war schon jetzt gespannt, was ich da wohl gezaubert hatte.
Also, nun aber ab damit in den Ofen! Der Kuchen musste jetzt bei 180°C etwa eine Stunde lang gebacken werden. Später zum Kaffee würden wir sein schickes Muster noch gebührend bewundern können.

So, geschafft! Der Kuchen war im Ofen und ich hätte zwischendurch Zeit, meine Küche gleich wieder ein bisschen auf Vordermann zu bringen. Ich räumte hier und räumte da, wusch die Rührbesen und die Schüssel ab und plötzlich fiel mein Blick auf …

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… auf die Eier, die noch hübsch und fallsicher ganz hinten auf der Arbeitsplatte lagen. Oh, Schreck! Was nun? Hektisch sprang ich vor dem Backofen hin und her. Ich schaute durch die Scheibe des Ofens und sah, oh, noch größerer Schreck, dass der Teig bereits kleine Blasen schlug, ein Zeichen dafür, dass ihm schon recht backwarm ums Herz war. Oh Gott, oh Gott! Was tun? Egal! Ich riss entschlossen die Tür vom Backofen auf, griff schnell ein paar Backhandschuhe, schlüpfte hinein und riss die Form wieder aus dem Ofen. Puhhh, der Teig war noch flüssig und auch am Rand schien er noch nicht angebacken zu sein. Egal, Versuch macht klug! Ich schüttete schnell alles noch einmal in meine Rührschüssel und rührte hurtig noch die vergessenen Eier unter. Tja, damit war wohl mein tolles Kuchenanschnittsmuster im Eimer … ähem … der Rührung anheimgefallen.

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Wenigstens schien ich gerade noch im rechten Moment die Kurve gekriegt zu haben. Ich hoffte sehr, der Kuchen würde auch ohne schickes Streifenmuster so schmecken, wie ich es mir vorstellte. Als ich meinen Eierlikörkuchen das zweite Mal an diesem Tag aus dem Backofen holte, sah er so übel nicht aus. Ich konnte ihn wohl, ohne mich schämen zu müssen, auf den Geburtstagskaffeetisch stellen.

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Und da stand er dann und harrte der Gäste und der Verkostung.

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Tja, und im Anschnitt sah er dann so übel auch nicht aus und nach der Verkostung meinten alle Testesser, dieser Kuchen schmeckt auch ohne hübsches Anschnittmuster und ich solle ihn demnächst wieder backen. Die Muffins, im Bildhintergrund zu sehen, waren übrigens Himbeermuffins. Das Rezept hatte ich hier im „Bücherstaub“ bereits vor etwas längerer Zeit schon einmal vorgestellt. Wer also interessiert am Nachbacken ist, der darf gern dem Link folgen. Bei den Muffins ging übrigens alles katastrophenlos über die Bühne 😉

Wir wissen nun zwar, dass es egal ist, ob der Eierlikörkuchen mit einem hübschen Schwarzweißmuster aufwartet oder sich einfach nur in einem diskreten Braunton präsentiert, der Geschmack ist trotz meiner Beinahe-Küchen- oder Kuchenkatastrophe unübertroffen gut. Wie er sich gemacht hätte, wenn die Katastrophe vollkommen gewesen wäre und die Eier tatenlos in ihren dunklen Kühlschrank hätten zurückwandern müssen, das bleibt nun dennoch ein kleines Kuchengeheimnis. Aufgegangen wäre der hübsche Braune sicher auch ohne die Hilfe der schicken Hühnerprodukte, denn das Backpulver hätte auch so seinen Beitrag dazu geleistet. Wahrscheinlich aber wäre dieses Endprodukt nicht ganz so fluffig geworden, wie das, bei dem zum Glück doch noch kurz vor Toresschluss die fünf Eier todesmutig in den Teig springen durften.
Also, wenn Ihr den Eierlikörkuchen nachbacken wollt, es lohnt sich wirklich, dann aber verliert bloß nicht die Eier aus den Augen. Falls Euch dennoch dieses Missgeschick passiert, bin ich an Eurem Testergebnis interessiert 😉

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So, aber jetzt los – haut  rein und backt ihn nach. Dieser Eierlikörkuchen, obwohl hier bei mir nur im reinen Braun-Look, hat uns geschmacklich wirklich  überzeugen können – er ist etwas gaaaanz, ganz Leckeres.

* Guten Appetit! *

Und noch einmal muss ich mich, bevor ich erneut in der Versenkung, sprich: In der Sommerpause, verschwinde, kurz aus meiner Küche zu Wort melden, hatte doch der Nachbar unlängst noch eine Zucchini über unsere Türschwelle geschoben. Und die wollte schließlich ihrer Vorgängerin gegenüber nicht benachteiligt werden. Also die Zucchini, nicht die Türschwelle. So forderte sie, die Zucchini, eine gelbe übrigens, kaum, dass ich sie liebevoll in meine Arme genommen hatte, recht nachdrücklich ihren ganz eigenen Auftritt in meinem Küchen-Blog. Meine Worte: „Aber … aber Zucchini hatten wir doch gerade, sogar so hübsche gelbe!“, ließ sie nicht gelten. Neue Ideen mussten also her, wenn ich das gelbe Früchtchen nicht enttäuschen wollte. Doch wozu hat man schließlich eine umfangreiche Kochbuchsammlung? In dem einen oder anderen Büchlein sollte wohl ein gewinnendes Outfit für eine stolze Zucchinidame zu finden sein.

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Und siehe da, ich wurde in der Tat fündig – in dem Büchlein: „Gemüse : ein besonderes Bildkochbuch mit reizvollen Rezeptideen. – 3. Aufl. – München : Gräfe und Unzer, 1998. – ISBN 3-7742-3947-9“ auf Seite 46. Die Bilder im Buch sind übrigens von Christian Teubner. Die Bilder hier im Blog sind allerdings von mir – vielleicht nicht ganz so professionell, aber hoffentlich trotzdem appetitanregend  😉

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Ich fand in besagtem Büchlein sogar ein Rezept, dass gerade ganz besonders gut in meinen Plan passte, denn es wartete nicht nur diese gelbe Zucchini auf eine besondere Verwendung. Vielleicht erinnert Ihr Euch noch an meine hübschen weißen Pflanzkästen, in die im Frühjahr nicht nur Kräuter, sondern in zwei von ihnen auch einige Tomatenpflanzen eingezogen sind. Aus den kleinen Pflänzchen sind derweil ansehnliche Pflanzen geworden, die auch schon reichlich Ertrag gebracht haben.

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Einige Tomaten haben es sogar zu einer respektablen Größe gebracht. Diese Riesentomate ist inzwischen schon längst verspeist.

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Aber es wuchsen noch weitere prachtvolle rote Früchte heran. Mitunter konnten wir sie gar nicht so schnell verspeisen, wie sie erröteten und nach Ernte riefen. So passte also, als die gelbe Zucchinidame in unser Haus trudelte, alles zusammen – für einen Tomaten-Zucchini-Auflauf. Wie der geht? Wer also für das Sonntagsessen morgen noch keine Idee hat, im Küchenschrank aber Zucchini und Tomaten und der Kühlschrank vielleicht sogar noch ein wenig Hack beherbergt, der könnte mir dann jetzt in die Küche folgen und schauen, was er Leckeres auf den sonntäglichen Mittagstisch bringen kann!

Wir brauchen für unseren Tomaten-Zucchini-Auflauf folgende Zutaten:

1 gelbe Zucchini (unser gelbes Prachtstück wog etwa 600 g)
etwa 300 g Tomaten
1 Zwiebel (ca. 50 g)
250 g gemischtes Hackfleisch
100 g Reis
Salz
1 Esslöffel gehacktes Basilikum
gemahlenen Pfeffer
1 Ei
80 g Butter
geriebenen Käse (etwa 60 g oder nach Belieben)

Übrigens weichen die Mengenangaben hier wieder etwas vom Originalrezept aus dem Buch ab. Ich habe etwa die doppelte Menge an Zucchini verwendet und nur halb soviel Hackfleisch. Wir beiden Silberdistels hatten so trotzdem für zwei Tage ein jeweils sehr leckeres Essen. Am zweiten Tag, aufgewärmt, schmeckte es übrigens noch vorzüglicher.

Dann also zur Zubereitung:

Zunächst einmal widmen wir uns dem Reis. Ich habe losen Reis verwendet (also keinen Kochbeutelreis), habe zu den 100 g Reis die 6-fache Menge Wasser gegeben, etwas Salz dazu getan und das Ganze etwa 15 Minuten im offenen Topf auf kleiner Flamme kochen lassen.

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Nach dem Kochvorgang den Reis durch ein Sieb abgießen und gut abtropfen lassen. Während der Reis so vor sich hin köchelt, können wir uns schon mal nach einer passenden Auflaufform in unserer Küche umschauen. Wenn wir sie gefunden haben, wird sie mit der Hälfte der Butter (40 g) ausgestrichen, anschließend nehmen wir uns der Zucchini und der Tomaten an.

Zucchini und Tomaten werden in Scheiben geschnitten …

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… und jeweils die Hälfte davon wird in die Auflaufform geschichtet.

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Nun können wir uns den anderen Zutaten widmen. Wir geben das Hackfleisch, die in Würfel geschnittenen Zwiebeln, das Basilikum und das Ei in eine Schüssel und würzen nach Belieben mit Salz und Pfeffer.

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Inzwischen dürfte auch der Reis fertig gekocht sein. Er kommt mit in die Schüssel mit dem Gehackten. Jetzt wird alles gut miteinander vermengt …

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… und dann darf die Hackfleisch-Reismischung auf die bereits in die Auflaufform geschichteten Zucchini- und Tomatenscheiben.

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Damit die Hackfleischmischung gut eingepackt ist, bekommt sie als Deckmäntelchen jetzt noch die restlichen Zucchini- und Tomatenscheiben drauf geschichtet. Harmonieren das Rot und Gelb nicht trefflich miteinander? Ich kann versprechen, sie tun es nicht nur farblich, auch vom Geschmack her passen sie vorzüglich zueinander. Die Tomaten peppen die eher geschmacksneutralen Zucchini deutlich auf.

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Aber der geriebene Käse, der abschließend noch auf die obere Schicht kommt, …

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… ist das kleine i-Tüpfelchen des Ganzen und rundet unser Gericht wunderbar ab. Ein Auflauf wäre natürlich kein Auflauf, wenn er nicht noch in den heißen Ofen müsste. Wir geben erst noch die restliche Butter (40 g) in Flöckchen auf die Käseschicht und dann kann unser Auflauf für etwa 40 Minuten bei 200° C hinein ins heiße Vergnügen, also in den vorgeheizten Backofen.

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So, es schaut gut aus dort im Backofen. Ich denke, wir haben fertig. Dann können wir uns also jetzt endlich gemütlich an den Tisch setzen und uns unseren Tomaten-Zucchini-Auflauf schmecken lassen.

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Neben den „Gefüllten Zucchini“ mit der herrlichen Sauce (siehe den Eintrag zuvor) steht dieser Auflauf hier bei uns Silberdistels ebenfalls ganz hoch im Kurs. Aber probiert’s einfach selbst. Ihr werdet sicher nicht enttäuscht sein.

Also dann … guten Appetit!

Ich hatte noch gar nicht richtig angefangen, da hatte ich bereits interessierte Zuschauer.

Ich hatte gerade mal die ersten Zutaten zusammengeschüttet

Ich hatte gerade mal die ersten Zutaten zusammengeschüttet, da hatte ich schon Zuschauer

Bisher hatte ich angenommen, unsere beiden neuen pelzigen Mitbewohner würden sich in erster Linie für die Arbeit am PC interessieren. Aber weit gefehlt.

Schauen hier interessierte Bäcker in den Ofen?

Schauen hier interessierte Bäcker in den Ofen?

Eigentlich hätte ich es mir denken können, hatten sie doch unlängst bereits den Backofen ausgiebig inspiziert. Schon da hätte sich mir der Verdacht aufdrängen sollen, dass wir in unserem Heim nicht nur PC-Spezialisten beherbergen, sondern dass wir uns zwei kleine Allroundinteressierte ins Haus geholt haben. Dass sie gern lesen, ist mir natürlich nicht verborgen geblieben. Wir sahen gerade Keks und Torty interessiert in dem hauptstädtischen Anzeiger lesen, der unlängst mit Frau Tonaris „Stille-Örtchen-Päckchen“ bei uns eintrudelte.

Nicht selten schaute plötzlich, wie von Zauberhand hervorgezogen, ein Kochbuch keck in den RaumNicht selten wunderte ich mich über hervorgezogene Bücher in meinem Kochbuchregal

Aber auch sonst gab es in unserem Hause schon öfter kleine Hinweise darauf, dass wir allseits interessierte Mitbewohner haben. Geschriebenes und Gedrucktes sind eh nicht vor ihnen sicher. Immer wieder stecken sie ihre Nasen in unser reichhaltiges Buchangebot. Nicht selten schaute plötzlich, wie von Zauberhand hervorgezogen, eines meiner Kochbücher keck in den Raum. Eigentlich hätte mir schon längst auffallen sollen, dass gerade Kochbücher immer wieder besonderes Interesse weckten. Was sag ich hier? Kochbücher? Meistens waren es die Backbücher, die so vorwitzig, wie hier mein Lieblingsbackbuch, aus dem Regal schauten.

ist Keks hier auf der Suche nach einem Keksrezept?

ist Keks hier auf der Suche nach einem Keksrezept?

Und in diesem Falle erwischte ich den Backbuchliebhaber doch fast noch auf frischer Tat. War er etwa ein backinteressierter Kater, ein verkappter Bäcker gar? Aber wer weiß, vielleicht war sein Tun auch nur ein Hinweis darauf, dass ich endlich einmal mit der Weihnachtsbäckerei beginnen sollte. Eventuell gelüstete es den kleinen Keks ganz einfach nach einem Keks – einem Lieblingsnusskeks, wie ich ihn unlängst auf dem Blog von Frau Spätlese entdeckt hatte. Okay, als Katzenversteherin hatte ich die Aufgabe begriffen und so machte ich mich frisch ans Werk. Das Rezept der Lieblingsnusskekse von Frau Spätlese wollte endlich ausprobiert werden.

Etwas verunsichert schüttete ich weitere Zutaten in mein Rührschüsselchen

Etwas verunsichert schüttete ich weitere Zutaten in mein RührschüsselchenAber

Aber ein wenig wenig verunsichert werkelte ich schon mit den angegebenen Zutaten herum, wurde mir dabei doch von Katzenaugen äußerst penibel auf die Finger geschaut.

Ich werden streng bei meinen Backvorbereitungen beobachtet

Ich werden streng bei meinen Backvorbereitungen beobachtet

Ob Frau Spätlese den beiden vielleicht sogar den Auftrag erteilt hatte, genau zu beobachten, wie ich die Lieblingsnusskekse verhunzen würde? Bei solch scharfem Blick soll man am Ende auch noch die Ruhe bewahren.

Endlich war der Teig fertig

Endlich war der Teig fertig

Mit zittrigen Fingern arbeitete ich mich weiter im Teig voran. Endlich war die Masse fertig. Nun wartete sie darauf, zu Lieblingsnusskeksen geformt auf dem Blech platziert zu werden.

Geschafft - und nun ab in den Ofen

Geschafft – und nun ab in den Ofen

Zu dumm, da hatte ich doch glatt vergessen, Belegkirschen einzukaufen. Die sollten lt. Frau Spätleses Rezept die Kekse noch ein wenig dekorativer und vielleicht sogar noch ein wenig leckerer machen.

Uups, die Kekse sehen nach dem Backen gut aus, aber die Physalis ...

Uups, die Kekse sehen nach dem Backen gut aus, aber die Physalis …

Was soll’s. Ich hatte getrocknete Physalis da. Die sollten es ebenso tun, auch wenn sie nicht in so weihnachtlichem Rot erstrahlten, wie es die Kirschen sicher getan hätten. Doch was war das? Entgeistert blickte ich in den Backofen. Meine getrockneten Physalis-Kirschen hatten sich während des Backvorganges mächtig aufgeblasen und waren dabei vor lauter Anstrengung ganz schwarz geworden. Seltsam! Wie konnte das passieren? War das etwa der Kater mit seinem scharfen Blick gewesen? Hatte er die Physalis verhext? Hatte ich nicht irgendwo gelesen, dass Katzen mitunter hexen können? Aber er wird doch wohl nicht … Also, ich glaube, vielleicht sollte man doch nicht ganz so viel lesen. Da kommt man nur auf dumme Gedanken und beschuldigt unschuldige Kätzchen der Hexerei. Naja, immerhin sahen die Kekse an sich gut aus.

Neuer Versuch - mit Papaya als Dekoersatzkirsche

Neuer Versuch – mit Papaya als Deko-Ersatzkirsche

Nur keine Panik, mahnte ich mich zur Ruhe. Der Teig gab noch genug Material für mehrere Bleche her und außerdem hatte ich neben anderen getrockneten und kandierten Früchten noch getrocknete Papaya eingekauft. Ob die die Belegkirschen irgendwie ersetzen könnten? Also, neuer Versuch!

Das sah doch schon wesentlich netter aus als Versuch Nr. 1 mit den Schwarzkirschen

Das sah doch schon wesentlich netter aus als Versuch Nr. 1 mit den Schwarzkirschen

Mein Herr Silberdistel musste bei Versuch Nr. 2 als Testesser herhalten und er befand die Papaya-Variante doch tatsächlich als recht lecker. Nun doch ein wenig getröstet machte ich mich weiter ans Werk.

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Aber auch ohne fruchtige Deko schmecken die Lieblingsnusskekse äußerst lecker

Letztendlich gab es noch einen Testlauf ohne jegliche kirschige oder sonstige Dekoration auf den kleinen Nussteilchen. Wenn man also gerade keine Belegkirschen im Hause hat, geht’s auch ganz ohne und auch so schmecken die Lieblingsnusskekse á la Frau Spätlese total gut.

Trotz kleiner Kohlen auf den Lieblingsnusskeksen war der 3. Advent gerettet

Trotz kleiner Kohlen auf den Lieblingsnusskeksen war der 3. Advent bei uns äußerst gemütlich

Die kleinen hinterlistigen zum Verkohlen neigenden Physalis taten unserer Gemütlichkeit am 3. Advent jedoch keinen Abbruch. Ich wette, diese physalischen Früchtchen hatten sich bereits vor dem Backvorgang hämisch in ihr kleines Physalis-Fäustchen gelacht, weil sie ganz genau wussten, wie schwarz und ungenießbar sie aus der ganzen Sache hervorgehen und damit die Bäckerin ein wenig ärgern würden. Aber da hatten sie nicht mit uns Silberdistels gerechnet. Wir schlugen den hinterlistigen schwarzen Teilen für ihre Bösartigkeit ein Schnippchen und aßen die Kekse einfach ohne sie. Da schauten sie plötzlich ganz dumm aus ihrer schwarzen Wäsche. Übrigens, die Variante mit Papaya gefiel uns am Ende am besten, sodass die restlichen Bleche nur noch Papaya-Lieblingsnusskekse produzieren durften.

Und die nächste Runde Kekse erfreute uns dann umso mehr

Und die nächste Runde Kekse erfreute uns dann umso mehr – lecker mit Papaya-Deko

So, wer jetzt vielleicht noch an dem Rezept der Lieblingsnusskekse interessiert ist, der darf das gerne bei Frau Spätlese nachlesen. Welche Fehler man vermeiden sollte, das weiß allerdings die Silberdistel besser als Frau Spätlese 😉

Somit also allen mutigen Nachbackern guten Appetit!

Aber, unter uns, es lohnt sich, diese kleine Köstlichkeit einmal auszuprobieren – sehr lecker. Da fällt mir ein, wo sind eigentlich plötzlich die Katzen abgeblieben? Ach nee, da liegen sie ja, tief schlummernd. Kein Wunder, dass es auf einmal doch noch gut lief mit der Backerei. Kaum schauen sie mir nicht mehr auf die Finger, schon gelingen sogar die Lieblingsnusskekse bestens. Hätte ich sie bloß gleich auf ihre Schlafplätze verwiesen. Das nächste Mal bin ich klüger. Ob da vielleicht doch irgendetwas mit Hexerei … ?

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01Der Berg voller Äpfel, den unsere Ernte in fremden Gärten unlängst im silberdisteligen Heim entstehen ließ, war und ist natürlich noch nicht voll und ganz verarbeitet. Nachdem ich die „Chefkoch-App“ auf meinem Tablet erfolgreich nach einem leckeren Apfel-Chutney befragt hatte, spukte immer noch dieses andere Rezept, das ich vor vielen Jahren einmal von besagter Besucherin, einer ehemaligen Kollegin, bekommen hatte, in meinen Kopf herum.  Selbst gekocht hatte ich es bisher nicht, denn damals hatten wir noch keinen eigenen Apfelbaum und meine Zeit war eher mehr der Arbeit und der Familie gewidmet. Gekocht wurde nach einem langen Arbeitstag nur, was unbedingt notwendig war, es sei denn, es standen Geburtstage oder andere festliche Ereignisse an, die einige ganz besondere und natürlich hausgemachte Leckereien erforderlich machten. Eigentlich erst, als unsere Kinder nicht mehr bei uns wohnten, ich endlich auch einen kleinen Garten mein Eigen nannte, begann ich, am Koch- und Backherd so allerlei Neues auszuprobieren und auch ab und zu etwas als kleinen Wintervorrat einzukochen. Chutney hatte bis eben jedoch nicht dazu gehört.

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Der Apfelberg, der nun überraschend in unser Zuhause eingezogen war, hat diese äußerst schmackhafte Beilage, die zu allerlei Fleisch- und Fischgerichten vorzüglich passt,  eigentlich erst auf meinen Kochplan gerufen, d. h., wenn wir es ganz genau nehmen, dann hat mir, wie ich bereits im Post zuvor berichtete, Herr Silberdistel diese Kochidee ins Ohr geflüstert. Bevor mir nun das verschollene Chutney-Rezept weiterhin schlaflose Nächte bereiten würde, nahm ich mir meine Rezeptzettelsammlung vor und schaute sie an einem ruhigen Nachmittag gewissenhaft durch und siehe da, ich fand, was ich suchte – sogar hübsch und ordentlich als Computerausdruck und nicht auf einem Bierdeckel oder schlimmer. Glücklich über meinen Fund machte ich mich einen Tag später ans Werk und kochte Apfel-Chutney Variante Nr. 2.
Übrigens schmeckt diese Art Chutney sogar ein wenig herzhafter als mein erster Versuch und sie ist auch etwas schärfer als das Apfel-Chutney vom „Chefkoch“. Aber letztendlich sind beide Varianten sehr lecker und man sollte ausprobieren, welche  Sorte dem eigenen Gaumen mehr Vergnügen bereitet.

Zutaten zum Apfel-Chutney Nr. 2:

1  1/2 kg Äpfel
500 g Zwiebeln
6 mittelgroße Tomaten
4 entkernte grüne Paprikaschoten
200 g Rosinen (Sultaninen)
500 g Zucker
1 Teelöffel Salz
1 Teelöffel Pfeffer (ich habe wieder Cayennepfeffer genommen)
1 Teelöffel Chili
1 Teelöffel Curry
120 g gemahlene Senfkörner
2 Esslöffel frischen Ingwer oder gemahlenen Ingwer
570 ml Weinessig

Zubereitung:

Wie auch bei dem vorigen Rezept müssen die Äpfel natürlich geschält, entkernt und kleingeschnitten werden. Die Zwiebeln werden wiederum in kleine Würfel geschnitten oder mit dem elektrischen Küchenhelfer zerhackt.

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Dann machen wir uns über die Paprikaschoten her. Sie werden nach dem Waschen entkernt und ebenfalls in kleine Stücke geschnitten.

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Und schon sind wir bei den Tomaten angekommen. Auch sie müssen zerkleinert werden und schließlich müssen wir uns auch wieder über einen Ingwer hermachen und ihn zu einem kleinen Häufchen Unglück zerreiben. Sollten wir Ingwerpulver verwenden, haben wir Glück, denn dann müssen wir wenigstens nicht diese doch sehr zu Herzen gehende Zeremonie des Ingwermordens durchmachen.

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Der Ingwer-Keulenmann

Ich hatte es dieses Mal allerdings nicht mit einer armen gebeugten Frau Ingwer zu tun, dieses Mal mussten ich den Kampf mit einem recht wehrhaften Kerl aufnehmen, der mich mit einer riesigen Keule bedrohte. Da fiel es leicht, mit ihm kurzen Prozess zu machen und ihn vom Küchenhelfer in ein hilfloses geriebenes Häufchen  Ingwer verwandeln zu lassen. So, schnell weg von dieses unangenehmen Ingwerprozedur. Wenden wir uns lieber den lustig klimpernden Senfkörnern zu. Sie müssen ebenfalls noch gemahlen werden, es sei denn, wir  finden in unserem Gewürzschrank bereits vorgemahlene Körner.

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Wenn alles soweit vorbereitet ist, können Äpfel, Zwiebeln, Tomaten, Paprika, Rosinen, Zucker, Weinessig und die Gewürze in einem entsprechend großen Topf zum Kochen gebracht werden. Der Kochvorgang dauert etwa zwei Stunden und natürlich sollte auch hier wieder alles auf kleiner Flamme vor sich hinköcheln. Ab und zu bitte umrühren!

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Anschließend kann das fertige Chutney in die vorbereiteten Schraub- oder Einweckgläser gefüllt und jeweils zu einem netten Fleisch- oder Fischgericht wieder hervorgeholt und als leckere Beilage dazu verzehrt werden.

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Lasst es Euch also schmecken! Die Silberdistel wünscht guten Appetit!

Wir Silberdistels sind verwöhnt … also gewesen … verwöhnt gewesen – durch unsere beiden Katzen – die graue Eminenz und unser Bärchen, das nun leider nicht mehr unter uns weilt. Voller Achtung und Hochachtung voreinander lebten wir viele Jahre ohne Probleme miteinander. Naja, kleinere gab es schon … mitunter … aber selten und nur solche, die eigentlich der Rede nicht wert waren. Auf jeden Fall wurde hier nicht gestohlen, bis auf Socken vielleicht oder das Lieblingskartoffelschälmesser der Silberdistel. Die Socken – nun ja, jeder hat seinen kleinen Fetisch oder Vogel. Und das Messer flitzte so schön über die Küchenfliesen und verschwand mehr aus Versehen, nicht aus böser Absicht. Hierbei  handelte sich gewissermaßen um verzeihliche kleine Ausrutscher. Nie jedoch wurde den anderen Mitbewohnern etwas von ihrem Essenstellerchen gestohlen. Da konnte noch so viel und noch so leckeres Essen auf dem Tisch stehen, es wurde nie und nimmer von Unbefugten Vier- oder Zweibeinern angerührt. Wir respektierten einander und natürlich auch unser Essen. Die Katzen vergriffen sich nicht an unserem, es sei denn, wir luden sie ganz ausnahmsweise einmal dazu ein, und wir rührten natürlich auch das leckere Mahl der Katzen nicht an. Das war ganz einfach Ehrensache, eine Frage des Vertrauens. Und plötzlich, urplötzlich sind hier neue Zeiten angebrochen, neue Sitten, ja Unsitten haben sich in unser Haus geschlichen. Gut, wenn man’s genau nimmt, haben sie sich nicht eingeschlichen, wir haben sie selbst ins Haus geholt, diese Unsitte  – pelzig, klein und grau getigert schaut sie aus. Nichts ist hier mehr, wie es einmal war. Neuerdings müssen wir wieder mit Argusaugen über unserem Essen wachen, dürfen es keine Sekunde unbeobachtet lassen.
Aber der Reihe nach. Wie gewohnt stellte ich eines Abends ein Kännchen mit Tee, dazu zwei Tassen und zwei Schüsselchen selbstgemachten Joghurt auf unseren Wohnzimmertisch. Ich freute  mich bereits auf den erfrischenden Joghurt zum Abendessen. Herr Silberdistel war noch nicht zugegen, tippelte noch an einer Mail an seinem PC herum. So meinte ich, auch noch ein paar Sekunden Zeit zu haben und eilte schnell noch einmal in mein Zimmerchen, bevor wir uns dann ganz in Ruhe unserem kleinen bescheidenen Abendmahl widmen würden. Ich wollte gerade wieder hinunter ins Wohnzimmer, als Herr Silberdistel plötzlich, nun bereits selbst unten im Wohnzimmer, rief, ich solle den Fotoapparat mitbringen. Es ginge um ein Tatortfoto. Oh Schreck! Was war jetzt wieder passiert? Ich sah vor meinem inneren Auge bereits wieder einmal sämtliche Zimmerpflanzen im Wohngemach auf dem Fußboden liegen und stöhnte genervt auf, griff aber dennoch schnell zur Kamera. Im Wohnzimmer angekommen erschien mir auf den ersten Blick alles perfekt, außer, dass Katzenspielzeug herumlag, was momentan allerdings eher nichts Ungewöhnliches ist. Doch dann folgte mein Blick dem meines Herrn Silberdistel und meine Frage, was denn wäre, blieb mir glatt im Halse stecken. Sprachlos schaute ich auf unseren Wohnzimmertisch.

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Unser kleines Übel saß in aller Ruhe auf dem Tisch, hing über einer der beiden Joghurtschüsseln und schlabberte fröhlich von meinem selbstgemachten überaus leckeren Joghurt. Wenigstens Geschmack konnte ich dem kleinen Frechdachs bescheinigen.

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Was eher weniger schön war, war die Tatsache, dass es sich bei dem Joghurt um den letzten Rest gehandelt hatte. Wie hatten wir uns darauf gefreut! Mit saurer Miene machte ein paar Tatortfotos und Sekunden später schnappte ich mir das kleine Übel, schimpfte auf ihn ein und setzte ihn ein wenig unsanft auf den Boden. Er sollte schon merken, dass hier nicht einander das Futter weggefressen wird. Ein bisschen Strafe musste sein, obwohl Herr Silberdistel dem kleinen Tunichgut durchaus noch ein wenig mehr Joghurt gegönnt hätte. Nix da, vielleicht gibt es hier noch eine Belohnung für frechen Diebstahl.

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Es sind erneut Zeiten, unruhige Zeiten, bei uns Silberdistels angebrochen, Zeiten, wie sie bereits einmal bei uns herrschten – vor vielen Jahren – als wir mit einem Kater zusammenlebten, der es faustdick hinter den Ohren hatte und der ein ganz geschickter, nahezu perfekter Dieb war. Ich werde also wieder lernen müssen, wie das Leben mit einem pelzigen Dieb an der Seite verläuft  und mein Tun, zumindest all das, was mit Speisen in jeglicher Form zusammenhängt, an diese neuen Bedingungen anpassen müssen. Ich werde wieder verschließen, verriegeln, bewachen müssen. Unser ach so beschauliches Zusammenleben in einer vertrauensvollen Wohngemeinschaft ist Geschichte.

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Oder ob wir den kleinen Dieb noch hingebogen kriegen? Dabei sollte er doch das Vornehme und auch ein bisschen Ehrlichkeit mit in die Kätzchenwiege gelegt bekommen haben, schließlich stammt er aus einem Adelsgeschlecht. Ist man da nicht von Geburt an schon vornehm, gesittet, ehrlich und auf gar keinen Fall verfressen? Steigt man in solchen Kreisen gewöhnlich auf den Tisch und frisst ganz einfach das Schüsselchen eines lieben Mitbewohners leer?
Mein Herr Silberdistel und ich, wir teilten uns schließlich mein Schüsselchen mit Joghurt. Den, von dem der freche Dieb gekostet hatte, den mochte Herr Silberdistel dann doch nicht mehr essen. Der freche Dieb allerdings bekam den restlichen Joghurt natürlich auch nicht. Eigentlich müssten wir unser kleines Übel nun noch einmal umtaufen. Unlängst hatten wir beschlossen, von den beiden üblen Namen Übel abzulassen. Wir wollten hier schließlich niemanden auf Dauer diskriminieren. So hatten wir unser kleines Übel 2 auf den Namen Torty und das kleine Übel 1 ganz feierlich auf den Namen Bluebär getauft. Doch seit dem Vorfall auf dem Wohnzimmertisch denke ich, Jo Kurt könnte viel besser zu ihm passen. Vielleicht ginge ja auch Jo Kurt, genannt Bluebär. Oder wäre das wieder eine Diskriminierung? Aber ich finde, wenn es denn überhaupt eine wäre, dann wäre es doch durchaus eine schöne … ähh … Diskriminierung – eine, die in meinen Ohren irgendwie nett klingt.

Da es wohl nicht mehr zu erwarten ist, dass der Nachbar noch öfter zweimal an unserer Tür klingelt, um ein hübsches Schälchen mit kleinen mecklenburgischen Kirschen vorbeizubringen, war es an der Zeit, sich Gedanken über die Verwendung des restlichen Orangensaftes zu machen, der bei der Zusammenstellung des Kerschgeist-Rum-Konfitüren-Traums noch übrig geblieben ist.

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Er kommt übrigens überaus gut in dieser herrlich beschwipsten roten Konfitüre und unterstreicht sogar noch das ohnehin schon wundervolle Kirscharoma. Wir Silberdistels lieben neben den vielen leckeren selbstkreierten Marmeladen, Konfitüren und Gelees auch die wunderbar köstliche englische Orangenmarmelade. Bisher haben wir sie meistens aus dem Supermarkt unseres Vertrauens nach Hause getragen, weil bei uns Silberdistels halt keine Orangen im Garten wachsen, die verarbeitet werden wollen. Offensichtlich hat ja auch der Nachbar keine und zu viele anscheinend erst recht nicht. In Anbetracht des nun noch von der Kerschgeist-Rum-Konfitüren-Koch-Zeremonie übrigen Orangensaftes leuchtete in meinem Hirn die Idee auf, doch auch einmal selbst etwas Orangiges zusammenzuköcheln. So schwer würde das ja wohl nicht sein.

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Eine Inspektion des Vorratsschrankes förderte neben dem Orangensaft noch einiges mehr zutage, was gut und gern ein leckeres Orangengelee ergeben könnte.

Letztendlich standen mir folgende Zutaten zur Verfügung:

900 ml Orangensaft
3 Zitronen
3 Esslöffel Orangenlikör
1 Pck. (500g) Gelierzucker (2:1)
1 Fläschchen Rum-Aroma
1 Fläschchen Vanille-Aroma
1 Teelöffel Orangenschalen-Aroma
1 Pck. Zitronensäure
Brauner Rum nach Bedarf
100 g Sultaninen

Steht alles bereit? Okay, dann machen wir uns an die Arbeit, die eigentlich kaum welche ist. Im Nu haben wir nämlich ein äußerst leckeres Frühstücksgelee gezaubert. Die einzige etwas anstrengendere Arbeit haben wir mit den Zitronen, die ausgepresst werden müssen.

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Zuvor aber sollten wir die Sultaninen in ein Schälchen geben und mit dem braunen Rum übergießen. Es darf gern so viel Rum sein, dass die Sultaninen gut damit bedeckt sind. Danach warten sie angenehm alkoholisiert auf ihren weiteren Einsatz.
Jetzt können wir uns mit den Zitronen beschäftigen und ihnen all ihren wunderbaren Saft auspressen. Anschließend füllen wir den Zitronensaft mit so viel Orangensaft auf, dass wir am Ende einen Liter Saft für die weitere Verwendung haben. Sollte immer noch ein Restchen Orangensaft vorhanden sein, dann sollten wir den jetzt in den Koch schütten, damit die Sache endlich zu einem guten Schluss gebracht wird.
Nun kommt ein ausreichend großer Kochtopf zum Einsatz, in den wir den Zitronen-Orangen-Saft, den Gelierzucker und die anderen oben angeführten Zutaten hineingeben. Natürlich dürfen nun auch die Sultaninen samt Rum zu unserem Gemisch.

04-Orangenlikör

Apropos Rum, die 3 Esslöffel voll Orangenlikörs sollten wir auf keinen Fall vergessen. Sie geben unserem Gelee erst das besondere Etwas. Übrigens darf hier der Koch auch gern ein Gläschen testen. Schließlich will man wissen, womit man seinem Gelee Gutes tut.

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So, genug vom Cointreau probiert, jetzt wird gekocht. Dafür brauchen wir noch die letzten Sinne. Unser Topf war ja bereits mit allem befüllt, jetzt wird das Ganze erhitzt und nach Kochanleitung auf der Gelierzuckerpackung gekocht. In der Regel sind das 3 Minuten. Sicherheitshalber sollten wir nach dem Kochvorgang eine Gelierprobe nehmen.

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Übrigens habe ich, damit beim Gelieren unseres Orangentraums auch wirklich so gar nichts schiefgeht, noch ein Päckchen Zitronensäure zu dem Ganzen hinzugefügt und mitkochen lassen. Ich erwähne das hier noch einmal extra, weil das Tütchen auf dem Zutatensammelbild oben fehlt.

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Wenn dann jetzt unsere Gelierprobe den Test bestanden hat, darf das fertige Gelee in die vorbereiteten Schraubgläser. Ich fülle die Gläser jeweils randvoll. Bei Silberdistels wird nichts auf den Kopf und dann wieder auf die Füße gestellt. Hier geht es geordnet zu. Am Ende der kurzen und sehr arbeitsarmen Kochzeremonie standen 4 wundervoll anzuschauende Gläser mit meinem neuesten Gelee, …

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…  dem Orangentraum der Silberdistel – vor mir.

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Ideenhilfe für meinen Orangentraum leistete mir wieder einmal ein kleines Büchlein. Allerdings habe ich das Rezept aus dem Buch für „Orangengelee mit Zitronen“ (Seite 72) etwas abgewandelt.

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Hier noch einmal für diejenigen, die gern nach dem Originalrezept kochen möchten, die genauen Angaben zum Buch: Herbert Feldkamp: Konfitüre, Marmeladen & Co. – München : Bassermann, 2009. – 88 S. – ISBN 978-3-8094-2504-5

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Also dann, lasst es Euch schmecken. Es ist wirklich traumhaft lecker, dieses neue Gelee, …

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das das tägliche Frühstück zusammen mit der Kerschgeist-Rum-Konfitüre …

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…  zu einem wahren Genuss werden lässt.

 

… ging es unlängst bei uns zu.

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Was sollte ich machen? Draußen regnete es in Strömen, da konnte ich mein mörderisches Tun halt nur im Haus hinter mich bringen. Entsprechend sah es dann natürlich drinnen auch aus. Nur, um es auch gleich richtigzustellen, eigentlich war ja der Nachbar an der ganzen Sache schuld. Er hat mir das nämlich alles eingebrockt. Also, es war so: Ich ging gerade den für Hausfrauen üblichen Tätigkeiten nach, als es plötzlich an der Tür klingelte. Wer mochte es um diese Zeit noch sein? Und wer klingelte gleich zweimal? Doch nicht etwa der Postmann, der zu später Stunde noch zeitweilig im Streik verschollene Pakete ausliefern wollte? Vielleicht war es ja auch der vorfristige Weihnachtsmann. Gespannt öffnete ich die Tür. Nein, kein Postmann und auch keine Weihnachtsmann. Der Herr Nachbar stand vor der Tür, schaute weder verschmitzt wie unser Postmann, noch geheimnisvoll wie der Weihnachtsmann. Er blickte eher abschätzend an mir herunter und dann wieder hoch, so als wäre er auf der Suche nach „Miss-Pomm“  und an der Entscheidungsfindung beteiligt sein. Schließlich meinte er nach diesem mir recht fachmännisch erscheinendem Blick auf meine Äußerlichkeiten: „Sie sind doch Mecklenburgerin?!“ „Ja, ist das für irgendetwas zwingend notwendig?“, entfuhr es mir. Es ging doch wohl nicht wirklich um irgendeine Art von „Miss-Wahl“? Stand nicht gerade wirklich die „Miss-Meck-Pomm-Wahl“ an? Ging es nebenher noch um eine „Miss-Hausfrau-Meck-Pomm“ vielleicht? Für die erstere Miss dürfte ich ja wohl bereits zu erwachsen sein und so, aber das mit der „Miss-Hausfrau“ … Gespannt schaute ich den Nachbarn an. Noch einmal warf er einen kennerischen Blick auf die kleine Mecklenburgerin vor sich und sprach: „Da Sie Mecklenburgerin sind, kennen Sie doch sicher auch diese winzigen mecklenburgischen Kirschen?“ Was sollte das denn jetzt? Steht die „Miss-Pomm-Wahl“ in diesem Jahr unter dem Zeichen der mecklenburgischen Kirsche? Oder lag ich jetzt mit meinem Gedankengang völlig falsch und es ging hier um etwas ganz anderes? Sollte ich vielleicht einfach nur meine botanischen Kenntnisse unter Beweis stellen und mich an einer großangelegten Kirschenbestimmungsaktion beteiligen? Oder ging es hier gar um eine Wette unter Kleingärtnern, die ich entscheiden sollte? Spannung pur! Noch ganz in Gedanken versunken über die verschiedenen Möglichkeiten, die in irgendeiner Weise mit Kirschen zusammenhängen könnten, hörte ich den Nachbarn weitersprechen: „Wenn Sie die kennen, mögen Sie die sicher auch.“  Ich wusste zwar nicht, was das Kennen mit dem gleichzeitigen Mögen zu tun hatte, aber gut, zufällig mag ich Kirschen, auch die kleinen mecklenburgischen, wie sie der Nachbar so schön betitelte. Ein wenig verwirrt über die seltsame Logik des Nachbarn hörte ich mich vorsichtig sagen: „Äh, jaaaaa.“ Aber der Nachbar hatte sich seine Frage offensichtlich bereits selbst beantwortet und hörte mich schon gar nicht mehr. Eine Mecklenburgerin musste einfach diese kleinen Kirschen mögen. Schwups, hatte er sich umgedreht und lief in Richtung seines in der Ferne stehenden Autos davon. Einen Moment lang verschwand er darin fast ganz, tauchte dann aber bald wieder aus den Tiefen des Kofferraums auf. Wenig später stand er freudig strahlend erneut vor mir – mit einem Schälchen voll entzückend kleiner pausbäckiger roter Kirschen – offensichtlich mecklenburgischer Kirschen. „Bitteschön!“, sprach’s und zog fröhlich lächelnd in den Abend davon.

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Da stand ich nun mit meinen mecklenburgischen Kirschen. Schnell rief ich noch ein „Dankeschön“ hinter den edlen Spender her. Der aber riss nur die Arme hoch und wedelte mir mit beiden Händen, dabei weiter in Richtung seines Heims laufend, ein „Keine-Ursache“ zu. Hm, die kleinen Mecklenburger passten irgendwie so gar nicht in meinen Tagesplan, hatte ich doch gerade genug anderes zu tun, als mich außerplanmäßig mit Kirschen zu beschäftigen. Erschwerend kam hinzu, sie waren zu viele, um sie gleich und alle auf einmal wegzuessen und eigentlich zu wenig, um Großartiges daraus zu zaubern. So landeten sie erst einmal als Verlegenheitslösung im Kühlschrank. Anderen Tags würde ich mich ihrer annehmen. Zur Not konnte ich sie nach und nach immer noch aufessen. Herr Silberdistel würde mir dabei allerdings keine Gesellschaft leisten, weil eine Allergie gegenüber allerlei Frischobstigem ihn davon abhalten würde. Aber Marmeladen und Konfitüren konnte auch er essen. Also, egal, wie wenig Marmelade dabei herauskäme, ich beschloss, mich tapfer ans Werk zu machen. Dumm, dass Kirschen Steine haben, die sich auf dem Marmeladenbrötchen echt schlecht machen. Zu allem Überfluss regnete es bereits seit Tagen fröhlich vor sich hin. Gern erledigte ich in früheren Kirschzeiten solche mörderischen Tätigkeiten, wie das Entsteinen von Kirschen, im Freien. Da kann man hemmungslos alles um sich herum mit dem saftigen Kirschenblut vollspritzen und keinen stört’s. Im Gegenteil, einige Insekten fanden es sogar recht angenehm und stürzten sich wonniglich auf das Kirschblut und räumten so quasi hinter mir den Garten wieder auf. Den läppischen Rest erledigte der nächste Regenschauer. Aber jetzt blieben nur Küche oder Bad, um das Schlachtfest einigermaßen diszipliniert und sauber über die Bühne zu bekommen.

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Also kramte ich zunächst nach OP-Handschuhen in den Tiefen meiner Schränke, denn schließlich sollten meine Hände auch nach dem Kirschenmassaker noch zart und rein aussehen. Ein uninteressantes Anzeigenblatt musste auch noch her, von dem ich einen Teil vor dem eigenen Körper befestigte und mit dem anderen bepflasterte ich die Küche. Ein kleines Kuchengäbelchen musste als OP-Werkzeug herhalten, denn in der Silberdistels Haushalt existiert kein hochmoderner Kirschenentsteiner. So machte ich mich dann frisch ans Werk …

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… und irgendwann, nach gefühlten Stunden, war ich fertig mit dem Massaker und fragte mich, nach diesem winzigen Schälchen bereits völlig erschöpft, wie lange es wohl dauern würde, wenn man mit dem Ertrag eines ganzen Kirschbaums fertigwerden musste. Und wie wohl würde die Küche dann aussehen, …

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… wenn das Umfeld und ich schon jetzt entsprechend farbig aussahen?

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Wenn dann jetzt der Postmann klingelt und man öffnet unbedacht blutverschmiert die Tür, so könnte man kurz vor einer Verhaftung stehen. Schlimmes musste in dem Hause gerade passiert sein. Also, wenn es wieder zweimal klingelt, erst entspannen, sich dann der mordverdächtigen Sachen entledigen und schließlich lächelnd die Tür öffnen. Achtung – vorher in den Spiegel schauen! Nicht, dass da noch groß und breit Blutspritzer prangen, die auch wiederum Schlimmes vermuten lassen könnten, zumal … wenn man noch ein vielleicht scheinheilig erscheinendes Lächeln im Gesicht hat.
Aber die Sache mit dem zweimal klingelnden Postmann haben wir zum Glück unverhaftet überstanden. Nun kommen wir zum eher angenehmen Teil unseres Massakers. Wir nehmen einen großen Kochtopf und tun die traurigen entherzten Kirschlein hinein.

Wir nehmen zusätzlichen zu unseren:

1000 g herzlosen entsteinten Kirschen
500 ml Orangensaft
2 Päckchen Gelierzucker (je 500 g im Verhältnis 2:1)
1 Esslöffel Zimtpulver
1 Päckchen Zitronensäure
1 Päckchen Orangenschalen-Aroma (6 g)
1 Fläschchen Rum-Aroma
1 Fläschchen Zitronen-Aroma
1 Fläschchen Vanille-Aroma
125 ml braunen Rum (man kann natürlich auch weißen Rum nehmen)
175 ml Kirschwasser

Jetzt kochen wir Kirschen und Orangensaft auf und lassen alles ein Weilchen köcheln. Kleine 5 Minuten dürften reichen. Wer mag, der kann die Kirschen anschließend mit einem Mixstab pürieren. So hätten wir am Ende Kirsch-Marmelade. Wer lieber Konfitüre mag, der gibt zum Orangensaft und den noch mehr oder weniger stückigen Kirschen nach dem Aufköcheln gleich die anderen Zutaten hinzu.

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Das Ganze wird nach der Kochanweisung auf der Gelierzuckerpackung gekocht. In der Regel sind das 3 Minuten.

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Die Kirschen sind während dieses weiteren Köchelns inzwischen weit von Traurigkeit entfernt, denn sie schwimmen weltentrückt in zwei alkoholischen Köstlichkeiten, nämlich in Rum und dem, von dem weiter unten noch die Rede sein wird. Mit dem hat es allerdings eine ganz besondere Bewandtnis. Was aber kann schöner sein für eine kleine mecklenburgische Kirsche, die nun bereits ihr endgültiges Ende auf dem Frühstücksbrötchen vor Augen hat, als im Alkohol Vergessen zu finden? Aber, Ihr kleinen mecklenburgischen Kirschen, nach dem Verspeisen durch die Silberdistels gibt es doch noch Hoffnung auf ein Weiterleben nach dem Frühstückstod für Euch, …

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… denn da waren ja noch die Berge von Kirschsteinen, die vielleicht irgendwann und irgendwo wieder zu neuem Leben erwachen und kleine neue herzige mecklenburgische Kirschen an Bäume zaubern. Also, nicht traurig sein! Es gibt noch ein Leben nach dem Tode.

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So, nachdem wir ein wenig auf  den Traumpfaden der kleinen mecklenburgischen Kirschen gewandelt sind, haben wir eigentlich schon fertig und unsere Marmelade oder Konfitüre kann in die vorbereiteten Schraubgläser gefüllt werden. Bei uns Silberdistels wurden erstaunlicherweise sogar fünf schöne Gläser voll mit einer überaus leckeren Kerschgeist-Rum-Konfitüre – zu hochdeutsch: Kirschwasser-Rum-Konfitüre.

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Übrigens bestand Herr Silberdistel unbedingt auf diesen so überaus ordentlichen Schwups Kirschwasser oder Kerschgeist. Wie er aus einer Geschichte um den Wilderer Kaspar Brandner erfuhr, von der wir unlängst eine Verfilmung sahen, muss man immer eine ordentliche Portion Kerschgeist im Hause haben, denn wenn der Gevatter mit der Sense irgendwann ins Haus kommt, dann kann man unter Umständen beim Kartenspiel mit einem zugleich fröhlichen Kerschgeistumtrunk beim schwarzen Gesellen noch 18 weitere Lebensjahre heraushandeln, wenn man denn beim Kartenspiel gewinnt. Das bisschen Schummeln 😉 merkt der Sensenmann mit genügend Kerschgeist im schwarzen Blute gar nicht mehr.

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In unserer silberdisteligen Kerschkonfitüre dürfte ein ausreichender Schwupps Kerschgeist vorhanden sein, um nach dem Genuss einiger Kerschgeist-Konfitüren-Frühstücksbrötchen nicht mehr voll handlungsfähig zu sein. Wollen wir hoffen, dass wir ohne beim Kartenspiel schummeln zu müssen und ohne den Sensenmann mit Kerschgeist-Rum-Konfitürenbrötchen zu betäuben, auch so noch mindestens 18 fröhliche und gesunde Jährchen auf diesem schönen Planeten weilen dürfen. Aber zur Sicherheit steht bereits wieder ein neues Fläschchen Kerschgeist im Schrank 😉 – nur die Kirschen vom Herrn Nachbar fehlen noch.

Anmerkung: Der Nachbar hat’s gerade noch einmal getan …. er hat das für die nächste Runde noch fehlende Schälchen Kirschen vorbeigebracht 😀

VORSICHT! DIESE KERSCHGEIST-RUM-KONFITÜRE GEHÖRT NICHT IN KINDERHÄNDE UND SCHON GAR NICHT AUF IHR FRÜHSTÜCKSBRÖTCHEN!!!