Mit ‘Enten’ getaggte Beiträge

Der Oktober lässt sich in diesem Jahr wirklich sehr bitten, was den goldenen Herbst betrifft. Wahrscheinlich denkt er, der September hätte in der Hinsicht bereits fleißig für ihn vorgearbeitet. Warum sollte er sich da noch großartig ein Bein ausreißen?  Wir Silberdistels neigen fast dazu, dem Burschen seine Lustlosigkeit nachzusehen, zumal wir das große Glück hatten, nicht nur einen Teil dieser so herrlichen Septembertage, sondern auch den eigentlichen Herbstbeginn beim Wandern in der Rhön zu erleben. Ich berichtete hier bereits in einigen meiner Beiträge zuvor.

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Eine Panoramaaufnahme – von der Wasserkuppe aus aufgenommen

Auch für den ersten Herbsttag war zumindest für die Rhön wieder bestes Wetter versprochen. Einfach perfekt, nicht nur für den eigentlichen Herbstbeginn, auch für unseren Urlaub konnten wir uns nichts Besseres wünschen. Die Fernsicht schien wieder bestens zu sein. Auch wenn später ab und zu ein paar beeindruckend dunkle Wolkenberge am Himmel zu sehen waren, blieb es bei dem fantastischen Spätsommerwetter. Unsere Entscheidung, uns noch einmal auf zur Wasserkuppe zu machen, dieses Mal vom Guckaisee aus, erwies sich als gut und richtig.

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Hier haben wir den Guckaisee (mittig im Bild) bereits weit hinter uns gelassen

Wir schnürten also auch an diesem Tag unser Wanderränzlein und bemühten zunächst erst einmal, wie schon öfter in diesem Urlaub, unser Auto, denn übertreiben wollten wir es mit dem Wandern ja nun auch nicht.
Vom Parkplatz am nahen Guckaisee aus sattelten wir Silberdistels dann aber doch auf unsere je zwei Füße um.
Der Wanderweg führte uns zunächst rechts am Guckaisee vorbei. Für Badegäste war der See wohl schon zu kalt. Es waren nämlich weit und breit keine zu sehen. Wir hatten das schon ganz anders erlebt. Kurz hinter dem See krabbelt der Weg dann langsam, aber stetig in die Höhe. Da er aber einen großen,  fast s-förmigen, Bogen beschreibt, hält sich die körperliche Anstrengung durchaus in Grenzen.

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Immer wieder legen wir eine kleine Pause ein – für solche wundervolle Fernblicke wie diesen

Immer wieder laden herrliche Ausblicke zum Verweilen ein. Man pausiert also fast schon automatisch, um den Blick in die Ferne …

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Hier ein Blick hinauf zum nahen Pferdskopf

… oder auch hinauf zum nahen Pferdskopf schweifen zu lassen. Oft haben wir über diesem Berg schon Gleitschirme schweben sehen. An diesem Tag war über ihm nur blauer Himmel mit einigen wenigen Wolken zu sehen.

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Ist der Anstieg auf dem s-förmiger Weg geschafft, geht es ein ganzes Ende ohne nennenswerte Kletterpartien weiter. Erst kurz vor der Wasserkuppe mit dem großen „Fußball“ auf ihrem Gipfel geht es wieder steil den Berg hinauf. Wir sparten uns diesen letzten schweren Teil allerdings noch ein wenig auf, denn unser Interesse galt an diesem Tag zunächst einmal dem Fliegerdenkmal auf der Wasserkuppe und das befindet sich etwas unterhalb des berühmten „Fußballs“.

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Das Denkmal, eine Arbeit von August Gaul, wurde 1923 in Erinnerung an die im 1. Weltkrieg gefallenen Piloten errichtet. Es ist nicht, oft wird das nämlich fälschlich behauptet, ein Denkmal für alle beim Fliegen tödlich verunglückten Piloten. Heute ist das Fliegerdenkmal mit seinem imposanten Basaltsteinsockel und der bronzenen Adler-Skulptur nicht mehr von der Wasserkuppe wegzudenken. Es gilt inzwischen neben dem Radom, dem großen „Fußball“, als Wahrzeichen des Berges.
Wie man an den vielen, einem ständig vor der Kamera herumlaufenden, Menschen sehen kann, war und ist der stolze Adler auf seinem Steinwall nicht nur bei uns Silberdistels ein beliebtes Fotomotiv. Die großen Basaltbrocken rund um das Denkmal reizen noch dazu, und das nicht nur Kinder, die eine oder andere Kletterrunde darauf einzulegen. Na, und ein Foto, so direkt und fast hautnah unter dem Adler stehend, macht doch so einiges her. Als endlich auch wir Silberdistels unsere Fotos im Kasten hatten, meisterten wir noch das letzte steile Stück des Anstiegs und so standen wir dann, ein bisschen schnaufend, unterhalb des großen Balles am höchsten Punkt der Wasserkuppe und schauten in die nun fast unter uns liegende Rhön.

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Der Blick ganz oben von der Wasserkuppe aus ist durchaus beeindruckend

Von ganz oben war die Aussicht auf die Berge in der Ferne natürlich noch viel spektakulärer. Wie unendlich weit man schauen konnte. Auch wenn wir dieses Mal nicht über den Wolken schwebten wie im vergangenen Jahr, kamen mir beim Anblick der unendlichen Ferne wieder  die Zeilen „Über den Wolken muss die Freiheit wohl grenzenlos sein“ aus dem Song von Reinhard Mey in den Sinn.

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Dabei fiel mein Blick auf eine Gruppe am Hang sitzender und stehender Modellflugzeugfans. Ob ihnen auch jedes Mal, wenn sie ihre Modellsegelflugzeuge in den Himmel schicken, dieses Lied in den Ohren klingt?  Aber wenn schon nicht ihnen, dann doch sicher denen, die hoch über uns gerade in den beiden Fliegern saßen. Wie aufregend es dort oben ist, weiß auch ich seit unserem Rhönrundflug im vergangenen Jahr und wie berauschend es ist, den Wolken so nah zu sein.

Aber genug geschwärmt. Wieder mit den Gedanken und beiden Füßen auf der Erde, schlenderten wir weiter in Richtung Rhöner Bauerladen. Oben auf der Wasserkuppe gibt es nämlich einen Ableger des Lädchens am Freilandmuseum in Fladungen. Dort hineinzuschauen war uns schon fast Verpflichtung, auch auf die Gefahr hin, nicht mit leeren Händen wieder rauszukommen. Na, und so war es dann auch, 2 Keramiktassen von unserem Lieblingstöpfer, 4 leckere Rhöner Würste und ein Minigläschen mit Rhöner Fichtenspitzensenf wanderten schließlich wieder mit uns bergab.

Hinunter zum Guckaisee, an dem ja unser Auto auf uns wartete, wählten wir zur Abwechslung mal einen anderen Wanderweg als den, der uns hoch zur Wasserkuppe geführt hatte. Im letzten Jahr hatten wir einen für uns neuen Weg entdeckt.

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Der Pferdskopf – ein beliebter Berg bei den Gleitschirmfliegern

Er führt zunächst wie auch unser Hinweg am Pferdskopf vorbei und ganz kurz dahinter rechter Hand  recht steil hinab über eine Sommerweide bis hin zum Guckaisee. Der Pferdskopf ist übrigens bei den Gleitschirmfliegern sehr beliebt als Startposition hinauf in die luftigen Höhen der Rhön. Seine Hänge scheinen dafür geradezu gemacht.

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Vor dem Betreten von Hunden würde ich natürlich auch warnen. Das könnte unter Umständen gefährlich enden

Unterwegs zum Guckaisee gab es natürlich noch allerlei zu sehen und wenn’s nur das Schild am Einlass zur Sommerweide war, das einer gewissen Komik nicht entbehrte. Wer getraut sich schon, Hunde zu betreten? Na, jedenfalls wird man hier gewarnt, falls man doch so überaus todesmutig sein sollte.

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Aber auch sonst litt meine Kamera durchaus nicht an Futtermangel. Nicht nur Herbstzeitlose erfreuten unser Auge. Die Natur rundum hatte viel Schönes zu bieten. Und dass wir wirklich auf einer Weide waren, das blieb uns ebenfalls nicht verborgen, schauten wir doch immer wieder einmal in hübsche Kuhaugen.

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Der Guckaisee hat auch im Herbst seine Badegäste

Und da lag er schon vor uns, der Guckaisee. Menschliche Badegäste gab es noch immer nicht, aber Zweibeiner waren dennoch im See unterwegs – gefiederte Zweibeiner, die schnatternd miteinander plauderten und beim Wettpaddeln winzige Wellen auf das ansonsten spiegelglatte Wasser zauberten.

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Wir haben einen stillen Beobachter

Vom See bis zu unserem Auto war es dann nicht mehr weit. Wieder am Ferienhaus genossen wir auf der Terrasse noch die letzten Sonnenstrahlen des Tages. Ob wir da bereits heimlich beobachtet wurden? Es schien mir fast so, denn kaum waren wir wieder drinnen im Haus, nahm ich vor dem Fenster eine Bewegung wahr. Ein hübsches graues Kätzchen schaute vorsichtig und aus angemessener Entfernung zu unserem Fenster hinein. Was ging da wohl in dem kleinen Köpfchen vor? Egal, ich hatte den Blick auch so verstanden und legte später ein paar Wurststückchen auf die Terrasse. Am anderen Morgen war alles fein säuberlich weggeputzt. Von da an hatten wir einen pelzigen Mitesser. Aber es kam noch ganz anders, als wir dachten. Doch das ist eine andere Geschichte.

Der Frühlingsauftakt ist zumindest hier bei uns ein durchaus gelungener Tag geworden. Die Sonne kam zwar spät, aber sie kam. Sie musste sich erst durch eine Menge zähen Dunst kämpfen, aber gegen Mittag hatte sie es geschafft.

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Unser kleiner Ententeich

So wurde es doch noch ein schöner Frühlingsbeginn, den wir Silberdistels für einen kleinen Spaziergang zu unserem Ententeich genutzt haben. Viel Farbiges hat die Natur allerdings noch nicht zu bieten. Aber wie auch, wir hatten in den letzten Nächten immer noch recht eisige Temperaturen.

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Am Ententeich war allerdings bereits reges Leben. Nicht nur, dass es auch andere Spaziergänger außer uns in den kleinen Park gezogen hatte, auch die Teichbewohner waren in Frühlingslaune. Ein Schwan machte sich hübsch für die Dame seines Herzens und die Entendamen hatten jeweils gleich mehrere Kavaliere im Schlepptau.

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Buntes entdeckten wir erst auf unserem Rückweg, der uns durch ein kleines Wäldchen führte. Dort leuchteten kleine Krokusinseln aus dem Laub am Waldboden. Die urigen Kopfweiden, auf die wir ein wenig später an einer alten Straße trafen, hatten zwar noch kein Grün vorzuweisen, aber interessant sahen sie dennoch aus, je knorriger umso urtümlicher. Manches wird halt im Alter immer schöner.

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Eine Erle mit reichlich Kätzchenbehang

Dass aber außer den kleinen Zwiebelblumen, die wir unterwegs entdeckt hatten, noch mehr blühen musste, das sagten mir recht deutlich meine tränenden Augen. Und dann entdeckte ich auch die Übertäter, die mich zu Tränen rührten – die Blüten der Erlen. In langen Kätzchen baumelten sie hoch über unseren Köpfen und der recht steife Wind übte sich als Helfer beim Verteilen der vielen staubfeinen Allergene. Trotz dieses Wermutstropfens, der eigentlich schon wesentlich mehr als nur ein Tropfen war, hatten wir Silberdistels einen schönen ersten Frühlingstag.

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Und die Farbe, von der es am und um den Ententeich herum nur wenig zu sehen gab, die aber doch auch irgendwie zum Frühling dazu gehört, die sammelte ich am Ende unseres schönen Spazierganges dann auch noch ein. In unserem Garten konnte ich da regelrecht aus dem Vollen schöpfen. Nur die Bienchen hatten nicht die rechte Lust für einen Ausflug. Sie hatten sich zum Frühlingsauftakt wohl doch weniger Wind und etwas mehr Wärme erhofft. Aber zu Ostern soll das ja wohl alles schon bestellt sein. Lassen wir uns also überraschen und für die Bienen hoffen, dass es auch für sie wieder ein schöner und ertragreicher Ausflugstag wird.

Jetzt am letzten Freitag gab es hier im Bücherstaub noch einmal etwas über unseren Urlaub im Altmühltal im September des gerade vergangenen Jahres zu sehen und zu lesen. Dieser Urlaub war ja quasi ein Testurlaub gewesen. Wie würden Enkeltochter und wir in dieser knappen Woche miteinander auskommen? Inzwischen lag nun schon der letzte gemeinsame Tag vor uns und wir hatten durchaus den Eindruck, dass es bisher mit unserem Testurlaub ganz gut geklappt hatte. Wie könnten wir den letzten Tag gestalten?

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Als wir zwei Tage zuvor unterwegs zum Kloster Weltenburg waren, war uns ein Hinweis auf eine Tropfsteinhöhe aufgefallen. Auf unsere Frage, ob sich unsere Enkelin gern eine solche Höhle würde anschauen wollen, war sie sofort begeistert. Sie war schon einmal mit dem Papa in einer solchen Höhle gewesen und das hatte ihr sehr gefallen. Na, wunderbar!

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So machten wir uns also an unserem letzten Urlaubstag auf in Richtung Tropfsteinhöhle Schulerloch. Interessant fand ich, dass genau die Tropfsteinhöhle, auf die wir nur durch reinen Zufall während unserer Fahrt zum Kloster Weltenburg aufmerksam geworden waren, einst von einem Mönch aus diesem Kloster entdeckt wurde. So passten doch diese beiden Ausflüge wunderbar zusammen. Übrigens scheiden sich die Geister in dem Punkt, wie das Schulerloch zu seinem Namen kam. Einerseits soll sich in der Höhle einmal eine keltische Druidenschule befunden haben, andererseits könnte sich der Name auch von dem Wort „Schuller“ – wie Räuber – ableiten. Einer Sage nach soll dort ein Räuber einmal zu Stein verwandelt worden sein. Und noch eine weitere Variante erzählt sich der Volksmund. Mehrere Schulkinder sollen in grauer Vorzeit von einem bösen Geist zum Schulerloch gelockt worden und nie wieder aufgetaucht sein.

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Damit man auch ja nicht kurz vor dem Höhleneingang aufgibt, gab es unterwegs dieses Motivationsschild zu sehen

Erstaunlicherweise gab es dieses Mal so gar keine Diskussion über den ach so langen Weg bis hoch zu Höhle, den wir natürlich zu Fuß zurücklegen mussten. Der Anstieg war auch gar nicht so ohne. Aber dieses Mal fragte unser Ferienkind nicht, wann wir denn endlich dort wären. Unterwegs gab es sogar für diejenigen, denen der Schweiß schon zu sehr herunterlief und die vielleicht sogar schon ans Umkehren gedacht hatten, ein kleines Motivationschild: „… noch 5 Minuten zur Höhle“. Vor zwei Tagen am Kloster Weltenburg hätte unsere Enkelin sicher furchtbar gestöhnt beim Anblick eines solchen Schildes. Fünf Minuten noch – das wäre doch noch eine Ewigkeit. Dieses Mal waren weder Weg noch Anstieg ein Problem und es war eher lustig, dass andere unterwegs stehenbleiben mussten, um sich den Schweiß von der Stirn zu wischen. Ich fand allerdings auch eines recht witzig, dass hier eine Zeitangabe statt der Länge des restlichen Weges geschrieben stand. Naja, WIR standen dann tatsächlich fünf Minuten später vor dem Höhleneingang. Ob die Höhlenbesucher, die unterwegs zum Atemholen immer wieder stehenbleiben mussten, es auch in fünf Minuten geschafft haben? Ein wenig schummelte das Schild nämlich noch zusätzlich. Es ging trotz der Ankündigung „der Aufstieg ist geschafft“ noch weiter bergan.

Ein Blick ins Tal und auf die Altmühl

Ein Blick ins Tal und auf die Altmühl

Die Tropfsteinhöhle Schulerloch ist 420 Meter lang und befindet sich 55 Meter oberhalb der Talsohle der Altmühl. Übrigens hat man von unterwegs einen wunderschönen Ausblick hinunter ins Tal. Man muss also den Anstieg hinauf zur Höhle nicht in einem Rutsch bewältigen. Bei ein paar Fotos von dem schönen Aussichtspunkt aus, den wir für eine kleine Pause nutzten, kommt man dann auch schnell wieder zu Atem, obwohl andererseits dieser Ausblick auch wiederum irgendwie atemberaubend ist 😉

Auf etwa 3/4 der Höhe zur Höhle hat man diesen hübschen Blick auf die Altmühl

Auf etwa 3/4 der Höhe zur Höhle hat man diesen hübschen Blick auf die Altmühl

Schnell noch ein Foto zum Atemholen und dann auf zum Endspurt

Schnell noch ein Foto zum Atemholen und dann auf zum Endspurt

Leider durfte auch in der Höhle, wie wir das gerade vom Kloster Weltenburg kennengelernt hatten, wieder nicht fotografiert werden, sodass es leider keine Fotos vom Inneren des Schulerlochs zu sehen gibt. Der Grund ist hier allerdings ein anderer. Je mehr Licht es in der Höhle gibt, umso mehr Algen, Flechten und sogar höhere Pflanzen würden die Höhle besiedeln und das wiederum ist nicht gut für das Gestein, die so sehenswerten Tropfsteine und mehr. Durch die pflanzliche Besiedlung würden sie im Laufe der Zeit Schaden nehmen und am Ende gar zerstört werden. Also hier ein heißer Tipp: Selbst anschauen, wenn Ihr einmal Urlaub in dieser schönen Gegend macht. Es lohnt sich. Versprochen! Das Schulerloch hat übrigens gegenüber anderen Tropfsteinhöhlen einige schöne Besonderheiten aufzuweisen, beispielsweise an Wasserbecken erinnernde Sinterbecken und wunderhübschen wie Blumenkohl ausschauenden Sinterschmuck an der Decke der Höhle. Hierzu möchte ich noch einmal auf den Link weiter oben im Text verweisen. Dort gibt es diese hübschen Gebilde nämlich zu sehen. Über Winter dient das Schulerloch Fledermäusen als Winterquartier, Grund genug, es in der kalten Jahreszeit für die Besichtigung zu sperren. Was den Besuch des Schulerlochs aber ganz sicher aus allen anderen Tropfsteinhöhlenbesuchen herausragen lässt, ist eine multimediale Lichtshow, die man am Ende einer jeden Führung in der Haupthalle der Höhle anschauen kann. Unsere Enkelin hat sich zwar zu Beginn der Vorführung etwas gegruselt, denn die Show wird durch recht dramatisch wirkende Musik eingeleitet. Dann wird es dunkel und man hat plötzlich den Eindruck, zwischen Dinosaurien, Mammuts und Urmenschen zu stehen.  Als ich unserer Enkelin erzählte, dass das jetzt nur so etwas wie eine Kinoveranstaltung wäre, war sie dann doch beruhigt und schaute interessiert zu, was sich da vor und um uns an den Höhlenwänden tat. Und das war wirklich beeindruckend. Wer sich einen kleinen Eindruck davon verschaffen möchte, der sollte dem Link: Höhlenwandinszenierung im Schulerloch folgen. Ich fand nicht nur die Idee an sich, auch die Vorführung insgesamt, sehr gelungen. Es lohnt sich fast schon allein deshalb ein Besuch der Höhle.

Eingang zur Tropfsteinhöhle - außerdem im Turm ein kleines Museum

Eingang zur Tropfsteinhöhle – außerdem im Turm ein kleines Museum

Nicht uninteressant ist auch die kleine Ausstellung im Aussichts- und Wohnturm am Eingang der Höhle, der wir im Anschluss an den Höhlenbesuch ebenfalls noch einen Besuch abstatteten. Der Turm wurde um 1826 errichtet und zu diesem Zeitpunkt wurde auch der Eingangsbereich der Höhle recht massiv verändert. Im Museum sind verschiedene Höhlenmalereien zu sehen, einiges zur Fauna und Flora der Gegend und außerdem sind interessante Fundstücke ausgestellt. Was mich besonders interessierte, war das, was man dort über die Fledermäuse lesen und sehen konnte.

Im Museum gibt es allerlei Interessantes zu sehen

Im Museum gibt es allerlei Interessantes zu sehen

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Unsere Enkelin schaute sich ebenfalls sehr aufmerksam um und stellte viele Fragen zu den einzelnen Ausstellungsstücken und am Ende war sie ganz begeistert von unserem Ausflug in die Unterwelt und auch dem, was es in dem kleinen Museumsbereich zu entdecken gab. Natürlich mussten wir als Erinnerungsstück noch eine gruselige 😉 Deko-Fledermaus aus Gummi mitnehmen.

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Das Urlaubsende muss gefeiert werden

Und so ein Urlaubsabschluss muss ja auch noch irgendwie gefeiert werden.

Jeder tut's auf seine Weise

Jeder tut’s auf seine Weise

Wir beiden Silberdistels fanden einen Eisbecher durchaus angemessen, den wir uns in unserer Stammgaststätte am See in Kratzmühle gönnten. Das Kind war mehr für Pommes zu haben, denn ein Eis hatte es noch am kleinen Kaffee am Schulerloch bekommen.

In der kleinen Gaststätte an der Höhle beobachten uns neugierig zwei Kohlmeisen

In der kleinen Gaststätte an der Höhle beobachten uns neugierig zwei Kohlmeisen

Habt Ihr denn nichts anderes als Eis, Ihr da drüben?

Habt Ihr denn nichts anderes als Eis, Ihr da drüben?

Übrigens hatten wir in der Gaststätte an der Tropfsteinhöhle noch eine nette Begegnung. Zwei Kohlmeisen erhofften sich von uns wohl einen kleinen Imbiss. Sie landeten immer wieder auf einem der Tische und Stühle ganz in unserer Nähe. Aber Eis war dann wohl doch nicht das, was Familie Kohlmeise normalerweise auf ihrem Speiseplan hat. Immerhin waren wir nicht die einzigen Gäste. Ich denke, die Vögel sind ganz sicher auch noch ohne uns zu dem einen oder anderen Brot- oder Kuchenkrümel gekommen.

So ging ein kurzer, aber sehr schöner Urlaub zu Ende. Am nächsten Tag ging es wieder zurück zur Mutti, zum Papa und zum kleinen Bruder. Die Freude über das Wiedersehen war auf allen Seiten groß und natürlich gab es viel zu erzählen – auch auf beiden Seiten. Fazit: Ich denke, wir Großeltern sind gerüstet für die nächsten Sommerferien, von denen unsere Enkelin vielleicht einige Tage bei uns oben an der See verbringen wird. Zu sehen und zu erleben gibt es auch an der Küste eine ganze Menge. Außerdem wissen wir nun sogar einiges mehr über Feriengestaltung mit Kindern.

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Altes Gemäuer gehörte schon vor vielen Jahren zu unseren Urlaubszielen – 1986 – Ceský Krumlov

Obwohl … viel hat sich eigentlich nicht geändert, wenn ich so zurückdenke an das, was wir als Eltern vor vielen Jahren mit unseren Kindern in den gemeinsamen Urlauben erlebt haben – wir sind heute wie damals in alten Gemäuern unterwegs …

Enten füttern gehörte wohl schon immer in unseren Urlaub

Enten füttern gehörte wohl schon immer in unseren Urlaub – 1991 – Schloss Kuks bei Turnov

… und Enten füttern gehörte wohl schon immer irgendwie zu unserem Urlaub dazu. Auch unseren Kindern machte das Enten füttern Spaß, wie man an obigem Beispielbild sehen kann.

Noch einmal geht es heute gedanklich zurück in unseren Urlaub mit Enkelin vom September letzten Jahres. Vielleicht erinnert Ihr Euch noch an unsere Erlebnisse im und am Kloster Weltenburg. Unser Besuch dieser herrlichen an der Donau gelegenen Klosteranlage bei Kelheim war, obwohl wir erst so unsere Zweifel hatten, dass wir unserem Enkelkind mit einer solch trockenen Veranstaltung eine Freude bereiten könnten, dann letztendlich doch ein gelungener Ferientag. Mein schwarzes I-Pad, die Donau und ein klitzekleines Tierchen, eine Eidechse, hatten uns gerettet. Dieses Dreiergespann aus moderner Technik, Wasser und kleinem Kriechtier hatte genug Action in den Ausflug gebracht. Der darauffolgende Ferientagtag lief dann ganz nach Enkelinnenwunsch ab. Der Opa hatte nämlich in München zu tun und wir Mädels keine Meinung, dort irgendwo auf ihn wartend, die Zeit totschlagen zu müssen. Und dass Großstadt für eine Siebenjährige interessant sein würde, wagte ich dann doch zu bezweifeln.

Entenfüttern war auf jeden Fall ein gutes Programm

Entenfüttern war auf jeden Fall ein gutes Programm

Da blieben wir doch lieber im hübschen Altmühltal und machten unseren eigenen Plan für diesen Tag. Wir konnten also tun und lassen, wonach uns der Sinn stand und noch dazu so ganz ohne männliche Einmischung. So wurde dieser Frauentag ein Entenfütter- und Spielplatztag. Am Ende waren wir beide zufrieden und glücklich und am Abend hatte nicht nur der Opa uns viel zu erzählen, sondern wir auch ihm.

Endlich einmal keine Ente, ein Schwan nähert sich

Endlich einmal keine Ente, ein Schwan nähert sich

Sogar eine traurige Begebenheit, bei der leider auch Tränen rollten, gehörte in unseren Bericht. Da hatte es am See bei unserer Fütterungsaktion nämlich einen Schwan gegeben, den das Kind unbedingt auch noch füttern wollte, denn Enten hatten wir ja schon ausreichend mit Futter versorgt. Wir wollten schließlich Abwechslung im Ferienprogramm. Doch dieser dumme Schwan wollte und wollte nicht kommen.

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Als die sehr zahlreich erschienenen Enten schließlich fast alles, was wir an Brotkrumen mitgebracht hatten, aufgefressen hatten und sich nach dem Festmahl schon fleißig zu putzen begannen, …

… kam die weiße Schönheit plötzlich doch noch angeschwommen und erhoffte sich nun von uns  tatsächlich noch eine kleine Mahlzeit.

In hohem Bogen fliegt das letzte Stück Brot Richtung Wasser

In hohem Bogen fliegt das letzte Stück Brot Richtung Wasser

Das Kind warf in hohem Bogen das letzte Stückchen Brot in Richtung Schwan, doch ….

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Eine Ente ist schneller unterwegs zum Brot als der Schwan

… dumm gelaufen … eine Ente war schneller. So kam es dann, dass auf einmal im Kindergesichtchen die Tränen herunterkullerten, weil … der arme Schwan sollte doch auch noch etwas haben und nun hätte die Ente ihm das aller letzte Stückchen, das wir noch gehabt hatten, weggenommen. Es kostete mich ganz schön Mühe, das Kind zu beruhigen und ihm zu versichern, dass der Schwan ganz sicher auch ohne dieses Brotstückchen nicht verhungern würde.

Der Schwan schwimmt nach dem verpassten Imbiss wieder fort

Der Schwan schwimmt nach dem verpassten Imbiss wieder fort

Der machte sich, um mich nicht Lügen zu strafen, auch bald wieder auf und davon. Und ich versuchte schnell ein Ablenkungsmanöver zu starten.

Es gibt nicht nur Bänke, auch Spielplätze sind am See zu finden

Es gibt nicht nur Bänke, auch Spielplätze sind am See zu finden

Rund um den See herum gab es nämlich nicht nur Bänke für die Erholung der mehr omamäßigen Spaziergänger, dort gab es natürlich auch Gerätschaften für die jüngeren Urlauber – Schaukeln, Karussells, Wippen, Rutschen und mehr.

Als mein Finger in die Richtung eines Spielplatzes zeigte, war der Schwan fast schon wieder vergessen, die Tränen versiegten und der Rest des Tages war gerettet – mit einem Spielplatzmarathon.

… hatte unsere Enkelin den Spielplatz von Kratzmühle erobert und ich hatte einen kleinen Plausch mit der ortsansässigen Spielplatzmaus. Ihr erinnert Euch vielleicht noch an meinen ersten Bericht aus unserem diesjährigen Kurzurlaub Anfang September im Altmühltal. Mit dem Spielplatzbesuch hatte der schöne sonnige Tag natürlich für uns noch nicht seinen Abschluss gefunden. Nach einem die Lebensgeister wieder weckenden Kaffee für uns und einem stärkenden Apfelsaft fürs Kind machten wir uns noch einmal auf – und zwar nach Kinding, einem kleinen Ort unweit unseres Urlaubsdomizils. Kinding ist ein sogenannter Markt, der etwas über 2 500 Einwohner zählt und mit seiner Lage an der Altmühl trifft man hier auf ein recht idyllisches Fleckchen Erde.

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Überall in Kinding findet man liebevoll gestaltete Gärten

Der Ort mit seinen hübschen und gepflegten Häusern macht einen überaus gemütlichen Eindruck und es macht Spaß, durch die Straßen und Gassen zu schlendern und einen Blick in die liebevoll gestalteten Gärten zu werfen.

Die Kirchenburg Kinding - ein beeindruckendes Bauwerk

Die Kirchenburg Kinding – ein beeindruckendes Bauwerk

Was Kinding aber ganz besonders interessant macht, das ist die Kirchenburg, die hoch über dem Ort thront. Ihr galt an diesem Tag unser Hauptinteresse. Wir waren im vergangenen Jahr bereits einmal an der Kirchenburg gewesen, konnten damals aber leider nicht in die Kirche hinein, denn am Tage unseres Ausflugs fand dort gerade eine Trauung statt. Wir hofften, dieses Mal einen besseren Zeitpunkt für eine Besichtigung gewählt zu haben.
Entstanden ist die Kirchenburg von Kinding um 1357. Sie wurde z. T. aus dem Abbruchmaterial der Burg eines bayerischen Lehnsherren, Ulrich I. Schenk von Geyern, erbaut. Das Untergeschoss des Kirchturms entstand allerdings bereits in romanischer Zeit. Im Laufe der Jahrhunderte erhielt die Kirche mehrere Anbauten.

Wehrturm mit Wehrmauer

Der mittlere der drei Wehrtürme mit Wehrmauer

Die Wehranlage ist noch erhalten und sie sieht mit ihren drei in einer gemeinsamen Wehrmauer befindlichen Wehrtürmen recht beeindruckend aus. Man kann sich sehr gut vorstellen, dass von dort aus eine recht effektive Verteidigung für die Anlage möglich war.

Schießscharte in der Wehrmauer

Schießscharte in der Wehrmauer

Die Wehrgänge haben den Jahrhunderten nicht standgehalten, allerdings sind die Mauerabsätze noch gut  erkennbar und auch einige Schießscharten sind erhalten geblieben. Sinn und Zweck solcher Kirchenburgen war es, der Bevölkerung z.B. in Kriegszeiten samt Hab und Gut einschließlich Vieh einen guten Schutz zu bieten. So konnten die Einwohner des Ortes dort in der Regel auch längere Belagerungszeiten durchstehen.

Die Kirche ist recht prunkvoll ausgestattet

Die Kirche ist recht prunkvoll ausgestattet

Und wir hatten dieses Mal tatsächlich Glück. Wir konnten einen Blick ins Innere der Kirche werfen, was wir natürlich sehr interessiert und ausgiebig taten. Mehr Bilder vom Inneren der Kirche sind für die besonders Interessierten unten in der Bilderschau zu sehen.

Interessantes bringt der Blick über so manchen Gartenzaun zum Vorschein

Interessantes bringt der Blick über so manchen Gartenzaun zum Vorschein

Aber nicht nur die Kirche mit ihren Befestigungsanlagen gefiel uns sehr, auch der Weg hoch zur Kirchenburg war mit interessanten Eindrücken gepflastert. Mein Gärtnerinnenblick ließ mich immer wieder über die Gartenzäune schauen und sogar die eine oder andere Anregung für den heimischen Garten mitnehmen.

Neben hübschen Häusern gibt es auch Verfallenes - hier die Tür eines ehemaligen Gasthofes

Neben hübschen Häusern gibt es auch Verfallenes – hier die Tür eines ehemaligen Gasthofes

Andererseits konnte man auch sehen, dass es selbst in einem solch hübschen Ort wie Kinding quasi mitten im Zentrum Verfallenes gibt – wie diesen ehemaligen Gasthof z. B.

Sogar die Gardinen im verfallenen Gasthaus hängen noch

Sogar die Gardinen im verfallenen Gasthaus hängen noch

Da blutet einem fast ein wenig das Herz darüber, dass sich für ein solches sicher einmal sehr hübsches Gebäude niemand mehr gefunden hat, der sich seiner annehmen wollte. Richtig schade drum.
Nach unserem recht ausgiebigen Kirchenburgbesuch ging es wieder durch den Ort mit seinen so liebevoll gestalteten Gärten zurück.

Ein kleiner Bach, der durch den Ort fließt, beherbergt sogar Forellen

Ein kleiner Bach, der durch den Ort fließt, beherbergt sogar Forellen

Unsere Enkelin hatte dabei auch noch ihren Spaß, denn in dem kleinen Bächlein, das mitten durch das Herz von Kinding fließt, entdeckte sie Forellen, von denen sie sich fast gar nicht mehr trennen wollte.

Eine der Forellen aus dem kleinen Bach

Eine der Forellen aus dem kleinen Bach

Natürlich ernteten wir als Großeltern Kritik, weil wir nicht einmal Forellenfutter dabei hatten. Eine vorausschauende Oma trägt so etwas natürlich immer gern mit sich herum. Schließlich kann einem immer mal völlig überraschend eine Forelle über den Weg laufen. Ich habe wohl noch einiges dazuzulernen.

Ob sich Forellen auch dressieren lassen?

Ob sich Forellen auch dressieren lassen?

So musste wegen des Mangels an Fütterungsmöglichkeiten ein Stöckchen für eine kurze Forellendressur herhalten. Aber die Fische waren wohl auch mehr an ein paar Brotkrumen denn einem wedelnden Ministöckchen interessiert. Als nichts ihren Vorstellungen Entsprechendes kam, machten sie sich auf und davon und suchten an anderer Stellen nach einem leckeren Happen und wir durften endlich unseren Weg fortsetzen, der uns letztendlich wieder zum Parkplatz führte, auf dem unser Gefährt brav auf uns gewartet hatte. Es war insgesamt für Alt und Jung ein schöner und erlebnisreicher Tag gewesen, der uns viel Spaß gemacht hat. Für den Anfang waren wir, entgegen aller Befürchtungen, ganz gut miteinander ausgekommen. Noch waren wir sehr darauf gespannt, ob unser gemeinsamer Testurlaub weiter so positiv verlaufen würde. Ein paar Tage hatten wie ja noch vor uns.
In der Bilderschau hier unten gibt es noch ein wenig mehr von dem zu sehen, was wir an diesem Nachmittag in der Kirchenburg, in Kinding selbst und in seinen Gärten entdecken konnten.

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Wir Silberdistels haben Anfang September noch einmal für ein paar Tage Urlaub gemacht. Dieses Mal ging’s in das idyllische Altmühltal in Bayern – zusammen mit unserer Enkeltochter – als Test gewissermaßen, wie wir so ganz ohne Mama und Papa miteinander auskommen würden. Ob sich vielleicht wie bei der Mutti in Kindertagen auch ein wenig Heimweh bemerkbar machen würde?

Der nahe See von Kratzmühle lädt zum Baden, Bootfahren und natürlich zum Entenfüttern ein

Der nahe See von Kratzmühle lädt zum Baden, Bootfahren und natürlich zum Entenfüttern ein

Für diesen Test  war der Urlaubsort Kratzmühle, an der Altmühl und an einem hübschen See gelegen, unserer Meinung nach nicht schlecht gewählt, denn hätte unser Ferienkind unter Heimweh gelitten, wären wir innerhalb kurzer Zeit zurück bei Eltern und Bruder gewesen und die Situation hätte sich ganz sicher schnell wieder entspannt und wäre außerdem nicht gleich mit einer ganzen Wochenendreise verbunden gewesen, wie es wohl oder übel hätte sein müssen, wenn unser Ferienkind bei uns Zuhause die letzten schulfreien Tage des Sommers verbracht hätte. Am ersten Abend, als die Schlafenszeit heran war, fehlte die Mutti tatsächlich ein bisschen.

02-Und endlich kommt ein ganzer Trupp Enten angepaddelt

Entenfüttern scheint auch gegen Heimweh zu helfen

Zum Glück ließ sich unser Ferienkind recht gut trösten und am anderen Tag war alle Traurigkeit vergessen. Vielleicht halfen da auch ein wenig die Enten, die wir am nahen See füttern konnten …

Der Spielplatz brachte Kinderaugen zum Leuchten

Der Spielplatz brachte die Kinderaugen zum Leuchten

… und der anschließende Spielplatzbesuch, der von da an fast immer zum Tagesprogramm gehörte. Dabei hatte nicht nur das Kind seinen Spaß, auch ich kam nicht zu kurz.

Die Schaukel - nicht nur von den kleinen Spielplatzbesuchern getestet

Die Schaukel – nicht nur von den kleinen Spielplatzbesuchern getestet

Mitunter durfte ich sogar wie die Kleinen schaukeln oder auf einer Hängebrücke Balanceübungen machen. Dann wieder musste durfte ich mit fremden Vätern über ihre Sprösslinge und Gott und die Welt plaudern. Nein, langweilig war der Spielplatz auch für die Erwachsenen nicht.

Selbst die Babyrutsche ist eine Herausforderung - allerdings von der falschen Seite her

Selbst die Babyrutsche ist eine Herausforderung – allerdings von der falschen Seite her

Ab und zu erlaubte mir unser Spielplatzkind sogar, es bei seinen Turnübungen zu knipsen. Das war allerdings eine große Ehre, wenn ich es denn überhaupt durfte. So ganz stieß diese Knipserei nämlich beim Kind nicht auf Gegenliebe. Ich sollte lieber anderes fotografieren, was ich natürlich auch tat. Das ließ ich mir doch nicht zweimal sagen.

Märchenhaft - allerdings nicht zertanzt, wohl nur vergessen

Märchenhaft – allerdings nicht zertanzt, wohl nur vergessen

Auf so einem Spielplatz gibt es durchaus vielerlei interessante Objekte und nicht nur Ferienkinder. Da kann man vergessene Schuhe sehen, verlassene Schaukeln und sogar die ortsansässige Spielplatzmaus gab sich die Ehre und begrüßte mich.

Die ortsansässige Spielplatzmaus

Die ortsansässige Spielplatzmaus

Sie wohnte ganz in der Nähe der Bank, von der aus ich meinem Ferienkind bei seinen sportlichen Übungen zuschaute. Gleich neben der Schaukel hatte das Mäuschen sein winziges unterirdisches Mäuseschloss gebaut, aus dem es immer wieder einmal herausschaute und mir so sehr angenehm die Zeit vertrieb. Der Opa Silberdistel hatte den Spielplatzbesuch übrigens ausgespart, er spielte derweil lieber ein wenig in unserem Ferienquartier mit seinem PCli. Uns Mädels war das recht, zumal uns später ein fertig gedeckter Kaffeetisch erwartete.
So, aber jetzt noch einige Bilder mehr von unserem ersten gemeinsamen Oma-Opa-Enkeltochter-Urlaubstag in Kratzmühle, einem Ferienort, den wir Silberdistels bereits 2014 entdeckt hatten und der uns für den diesjährigen Zweck genau richtig zu sein schien.

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Puuuuuuhhhh, war das heiß dort in Rühstädt bei unserem Rundgang durch das Storchenparadies. Ich hatte in meinem vorigen Post darüber berichtet. Wir wussten bisher gar nicht so recht, wie glücklich doch eine Klimaanlage machen kann, vor allem, wenn man sie an einem ganz besonders heißen Tag auch noch bei sich hat und wenn’s nur in Form eines Autos ist.

Nicht nur Störche, auch Enten sind hübsche Vögel

Nicht nur Störche, auch Enten sind hübsche Models

Herr Silberdistel drängelte schon ein wenig, als ich nach unserer Storchenbetrachtung noch bei Hühnern und Enten stand und fleißig herumfotografierte. Wir wollten doch Störche begucken und nicht noch sämtliches andere Geflügel, das einem in einem Dorf unterkommen kann. Aber da musste er jetzt durch. Seit wann kann denn eine Silberdistel überhaupt an etwas vorbeigehen, das Federn hat? Nein, also das Haus- und Hofgeflügel wollte auch noch als hübsche kleine Erinnerung an den Storchenausflug mitgenommen werden, schließlich hatten sie sich extra in Positur gestellt und ja … natürlich auch gesetzt bei der Hitze, wer will da schon lange stehen, außer man ist ein Storch. Endlich gesellte sich einmal ein Mensch zu ihnen, einer, der nicht nur die Störche bewunderte. Aber so richtig lange dauerte es auch nicht und schon winkte diese Menschenfrau ihnen zu und meinte, sie müsse dann mal zu ihrem Gatten, der sicher schon vor ihrem Auto von einem Bein aufs andere treten würde, weil er endlich den kühlenden Luftzug der modernen Technik genießen wolle und so machte sie sich auf und davon. Als sie am vierrädrigen Gefährt eintraf, hatte Herr Silberdistel schon sämtliche Türen geöffnet und die eingesperrten gefühlten 70° C aus dem Auto entlassen. Wonniglich mischte sich die eben noch eingesperrte Autohitze mit der Hitze draußen vor der Tür und zusammen heizten sie wahrscheinlich den Tag noch ein wenig mehr auf. „Husch hinein, Frau Silberdistel, lass uns fahren“, so sprach der Gatte. Es dauerte auch nicht lange und schon hatte die moderne Autotechnik eine angenehme Temperatur von 22° C ins Innere des Wagens gezaubert und den Silberdistels war es nur noch warm ums HERZ in Anbetracht der vielen gesehenen Störchen und sonst fühlten sie sich wieder einigermaßen normal temperiert.

Selbst dem Auto taten an diesem Tag die schattigen Alleebäume gut

Selbst das Auto schwärmte an diesem Tag von den schattigen Alleebäumen

So schaukelte dann unser Gefährt, nein, ich glaube, auf dieser Straße glitt es ausnahmsweise, zunächst wieder die Landstraßen entlang und genoss den schattigen Asphalt Brandenburgs. Wir waren ja süchtig nach Störchen gewesen, deshalb hatten wir auch den langen Weg hierher nicht gescheut.

Tabakfelder - ein eher seltener Anblick auf deutschen Böden

Tabakfelder – ein eher seltener Anblick auf deutschen Böden

Dann jedoch sahen wir plötzlich ein großes, großes Feld, das auch andere Süchte noch befriedigen könnte. Wow, hier wuchs Tabak. Das letzte Mal hatte ich solche Felder im Dorf meiner Großeltern gesehen. Am schönsten fand ich damals, als ich noch die Mini-Silberdistel war, die Tabakscheunen mit den darin zum Trocknen aufgehängten Tabakblättern. Für mich sah es immer aus, als hätten sich dort ganz viele Fledermäuse häuslich niedergelassen.

Welch uriges Teil steht dort mitten im Tabak?

Welch uriges Teil steht dort mitten im Tabak?

Ob dieser doch etwas seltsam anmutende Wanderwagen hier auf dem Feld auch solchen Zwecken dient? Wie? Dem Trocknen von Fledermäusen? Also, DAS habe ich jetzt nicht gehört. Meine Frage war, ob dieses wundersame Wägelchen als Zwischenlager dient, bevor der Tabak an den eigentlichen Trockenort kommt. Keine Ahnung? Hm, ich auch nicht. Aber ich finde, irgendwie sieht das Hüttchen mehr so aus, als hätte man dort fleißig testgeraucht – so braun und verräuchert schaut der prunkvolle Wagen aus. Es wurde übrigens fleißig Tabak geerntet und zu hübschen Fledermausbündeln geformt. Gern hätte ich geholfen, aber das wollte nun Herr Silberdistel wieder nicht. Wahrscheinlich war ihm bereits meine Storchensucht ein wenig unheimlich gewesen. Wer weiß, was Tabak erst anrichten konnte. So schmiss Herr Silberdistel auch schnell wieder den Motor unserer Klimaanlage an und wir tuckerten weiter  bis … bis Mesendorf. Dort wurde ich unerwartet aus meinen Tabak-Fledermausträumen gerissen, als Herr Silberdistel straff rechts einlenkte und unser Gefährt auf einen Parkplatz rollte.

Was steht dort so hübsch Kleines auf schmalen Schienen?

Was steht dort so hübsch Kleines auf schmalen Schienen?

Wow! Wie hübsch! Dort stand etwas Kleines auf Schienen an einem mindestens ebenso kleinen Bahnhof herum. Aha, jetzt waren wir also bei Herrn Silberdistels Störchen gelandet. Aber mir gefiel dieses Spielzeugeisenbahnähnliche auch sehr.

Ooooooohhhh, was ist das denn?

Ooooooohhhh, was ist das denn?

So stürzten wir uns also erneut in den heißen Tag und dann vor die nächstbeste Kleinbahn.

Uups .... oooohweeeehhh ... puuuuhhhh ... noch mal gutgegangen

Uups …. oooohweeeehhh … puuuuhhhh … noch mal gutgegangen

Uups …. das war aber eben knapp! Ja, so kann es gehen, wenn man sich aufs Glattgleis begibt 😉 Oh ja, danke, es geht mir gut. Nein, nein, keine Gefahr, es geht mir wirklich gut. Nichts passiert! Auch meiner Kamera geht’s gut. Mir ist nur versehentlich beim Aufstehen aus der tiefen Verbeugung vor dem kleinen Züglein mein Knipsfinger ausgerutscht und schon lag ich quasi in virtueller Schräglage.

Alles heil, die Kamera und ihre Distel ebenso

Alles heil, die Kamera und ihre Distel ebenso

Was? Ihr glaubt nicht, dass es mir gut geht? Doch, guckt hier, ich konnte wenig später schon wieder ungehindert und hemmungslos um mich rumknipsen. Aber nun genug geplappert, jetzt gibt es ordentliche Fotos vom „Pollo“, so nennt sich das Züglein nämlich. Wer mehr über die hübsche Kleinbahn wissen möchte, der darf sich hier gern ein wenig bilden und vielleicht mag er ja auch irgendwann einmal ein Stückchen damit fahren – ist bestimmt eine tolle Sache. Meine Kleinbahnerlebnisse jedenfalls waren immer sehr spannend und lustig. Meine Erlebniskleinbahn heißt allerdings „Molli“ und die fährt zwischen Bad Doberan und Kühlungsborn. Aber nun schnell zurück zu „Pollo“, damit er jetzt nicht beleidigt ist, weil ich von einer anderen Kleinbahn spreche. „Pollo“ hat nun seinen großen Auftritt.

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