Mit ‘Bücherstaub’ getaggte Beiträge

… und so tritt hier im Blog wieder einmal etwas Ruhe ein. Ob wir Silberdistels das mit der Ruhe auch sonst hinbekommen, das wird sich zeigen.

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Bei diesen Geschenken hier oben war allerdings nicht ich der Verpackungskünstler

Alle Geschenke sind zumindest beisammen und mit viel Liebe und auch ein wenig im Schweiße meines Angesichts verpackt worden. Warum mir dabei der Schweiß auf der Stirn stand? Nun, weil man neuerdings gaaaaanz, ganz vorsichtig verpacken muss, als würde man Seidenpapier dafür verwenden, so dünn ist das Geschenkpapier mittlerweile geworden. Eine kleine Unvorsichtigkeit und schon kann man seine Verpackungskunst erneut unter Beweis stellen. Ich habe den Verdacht, dass die Geschenkpapierhersteller derweil aus einer Rolle, wie es sie noch von vor ein paar Jahren gab – haltbar und reißfest – inzwischen drei Rollen zaubern. In meiner bibliothekarischen Ausbildung habe ich vor vielen Jahren einmal dabei zuschauen dürfen, wie man Papier spaltet. Verwendet wurde diese Technik damals bei der Restauration von Büchern. Ich habe den Verdacht, dass man es heute für die Spaltung von Geschenkpapier verwendet. Auch wenn jetzt aus einer ehemaligen Rolle drei gespalten werden, der Preis hat sich dummerweise keineswegs durch 3 dividiert. Naja, verständlich, Papierspaltung ist bestimmt nicht so ganz preiswert und andererseits hat man jetzt ganz wunderbar zartes und hauchdünnes Papier, das auf dem Geschenk so gar nicht aufträgt. Hat doch auch irgendwie was, oder?

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Lieblingsnusskekse nach Art der Frau Spätlese

Aber nicht nur die Geschenke sind verpackt, auch alles, was in meiner Backstube entstanden ist, wartet nun darauf, dass es auf die Weihnachtsteller springen darf, um alsbald verschlungen verkostet zu werden. Da sind nicht nur Elisenlebkuchen oder Schwarzweißgebäck vom Blech gesprungen, auch diese leckeren  Nusskekse nach Art der Frau Spätlese drängelten sich aufs Backblech und anschließend in die Vorratsdose. Okay, okay, manchmal sprang auch eins daneben, so wie in den Mund von Bäckerin und Vorkoster Herrn Silberdistel.

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An dem Rezept habe ich allerdings wieder einmal ein wenig herumgeschlimmbessert. Statt der 50 g Pistazienkerne, die ich gerade nicht zur Hand hatte, habe ich gemahlene Haselnüsse verwendet und an Stelle von 100 g Walnüssen, die ich erst hätte knacken müssen, wozu ich zu faul war, habe ich noch einmal gehackte Mandeln hinzugefügt und mein Früchtemix bestand zur Hälfte aus einem Soft-Früchte-Mix und zur anderen Hälfte aus getrockneten Mangofrüchten (siehe Abb.).
Die Kekse sind übrigens überaus leckerig geworden. Dieses Rezept von Frau Spätlese regt mich sicher noch öfter zum freudigen Experimentieren an. Es gibt ja sooo viele Früchte und Nüsse, die irgendwann auch noch einmal eine Zutat zu diesen Keksen sein wollen. Aber man muss ja nicht gleich alles auf einmal probieren. Kommt Zeit, kommen neue Kekse. Danke also, liebe Frau Spätlese, ich kann es nicht oft genug sagen, für das tolle Grundrezept!

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Ja, und dann waren da noch meine Lieblingsdominosteine. Ich hoffe, ich kann davon noch einige für die Weihnachtsteller retten. Wir mussten auch hier schon fleißig probieren. Ja, wir MUSSTEN, sie haben nämlich enorm magische Anziehungskräfte, diese Dominosteine. Und wenn sie ihr Opfer erst einmal angezogen haben, dann wollen sie fast automatisch in den Mund wandern. Wehren ist zwecklos.

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Inzwischen aber ist der Backofen gut ausgekühlt, die pelzigen Jungspunde mussten meine Behauptung natürlich testen, und ich musste ihm, also dem Backofen, versprechen, dass er nun erst einmal Pause hat. Das Versprechen konnte ich leichten Herzens abgeben, denn um den Kuchen für die Feiertage kümmert sich eine andere Bäckerin. Wir Silberdistels haben lediglich mit der Verkostung zu tun – übrigens ein ungemein toller und überaus befriedigender Job. Man sollte in solch einem Job natürlich voll und ganz bei der Sache sein. Neberher geht da gar nichts mehr. Da sollte nicht einmal mehr ein winziges Bücherstaubkörnchen ruhelos herumhüpfen. Und so macht der „Bücherstaub“ jetzt seine wohlverdiente Weihnachtspause. Er legt sich sanft und leise, wie es nur Bücherstaub kann, dort nieder, wo er hingehört, auf seine Bücher, denn wo sonst könnte er besser ruhen? So betrachtet haben wir doch eigentlich eine gute Grundlage für gemütliche und ruhige Weihnachtstage geschaffen.
Aber irgendwann nach Weihnachten wird einer von uns Silberdistels die bücherstaubigen Körnchen sicher wieder aufwirbeln und sie neue Geschichten in den Staub schreiben lassen. Bis dahin macht’s gut, habt wundervolle, fröhliche und hoffentlich auch friedvolle Weihnachtstage.

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Lasst Euch schön beschenken und verschenkt auch selbst ein wenig – und wenn’s nur solche Kleinigkeiten wie ein bisschen Freude, ein kleines Lächeln, eine liebe Umarmung und dazu ein schönes Buch sind. Bis denne! Wir lesen uns!

Bücherstaub 2015 im Rückblick

Veröffentlicht: 2. Januar 2016 in Allgemein
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Die WordPress.com-Statistik-Elfen waren wieder einmal fleißig und haben auch für 2015 einen Jahresbericht für dieses Blog erstellt. Mein Dank gilt also zunächst den WordPress-Elfen, aber er gilt auch ganz besonders den vielen fleißigen Besuchern meines Blogs. Habt Dank für Eure vielen Kommentare und Eure so zahlreichen Likes. Ich freue mich sehr über Eure Besuche und den regen Gedankenaustausch, den sie oft mit sich bringen. Auch den vielen, vielen stillen Leser ein liebes Dankeschön fürs Reinschauen in den Bücherstaub. Schön, dass auch Ihr da seid und die vielen Erlebnisse mit uns Silberdistels teilen mögt. Ich hoffe, wir lesen uns auch 2016 wieder. Habt alle, egal, ob Ihr still mitlest oder aktiv mit Kommentaren und Likes dabei seid, ein schönes Jahr und vielleicht können wir es ja auf gewisse Weise auch ein wenig gemeinsam verbringen – hier im Bücherstaub oder bei Euch, in Euren Blogs. Etliche davon sind mir im Laufe der Zeit sehr ans Herz gewachsen und ich besuche Euch immer wieder gern. Ohne Euch würde mir sicher etwas fehlen. Schön, dass es Euch gibt.

Hier ist ein Auszug:

Die Konzerthalle im Sydney Opernhaus fasst 2.700 Personen. Dieses Blog wurde in 2015 etwa 40.000 mal besucht. Wenn es ein Konzert im Sydney Opernhaus wäre, würde es etwa 15 ausverkaufte Aufführungen benötigen um so viele Besucher zu haben, wie dieses Blog.

Klicke hier um den vollständigen Bericht zu sehen.

… öffnete sich zum ersten Mal die Tür des Bücherstaubs und ein klitzekleines Staub(p)artikelchen, sozusagen Silberdistels Erstgeborenes, tapste vorsichtig und schüchtern hinaus in die weite Welt. Neugierig schaute es sich um und fragte sich, was es wohl alles in der Welt erleben würde. Diesem ersten kleinen (P)artikel folgten bald viele, viele Geschwister und mit dem heutigen Post erblickt sogar schon das 938. Bücherstaub(p)artikelchen das Licht der Welt. Und genau dieses hat eine  ganz besonders schöne Aufgabe übernommen.

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Es möchte Euch DANKESCHÖN sagen …

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…  für die enorm zahlreichen Besuche seines kleinen Zuhauses, des Bücherstaubs. Es möchte DANKESCHÖN sagen für Eure vielen lieben, interessanten, anregenden, lobenden und manchmal auch kritischen Denkanstöße. Ob so oder so, immer habt Ihr mit Euren, oft auch sehr humorvollen, Kommentaren und Euren vielen Likes dieses Blog ungemein bereichert. Ohne Euch würde es hier sehr langweilig sein und die Staub(p)artikel würden nicht einmal halb so gern in die Welt hinauspurzeln. Sie wissen, dass sie nur mit Euch so richtig zum Leben erwachen. Der rege Gedankenaustausch mit Euch ist uns, den Bücherstaub(p)artikelchen und mir, der Silberdistel, sehr wichtig geworden und er macht uns ungeheuer viel Spaß. Danke dafür, dass Ihr da seid und dieses Blog mit Euren Besuchen, Kommentaren und Likes erfreut und dadurch mit am Leben erhaltet. Ihr ermutigt die Mutti all der 938 Staub(p)artikel dazu, weitere Kinder in die Welt hinaus zu entlassen.

D A N K E S C H Ö N  !!!

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… sagt der „BÜCHERSTAUB“ …

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… sagt die Silberdistel …

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… sagen ihre 938 kleinen Staub(p)artikelchen …

… und mit diesem Dankeschön möchten wir dieses Mal, nein – keinen Staub, aber Blumen an EUCH verschenken. Nehmt aus unserem Geburtstagsstrauß ein kleines farbenfrohes Dankeschön mit nach Hause!

Greift nur zu! Mit einem Klick auf Eure Wunschblüte zaubert Ihr das Dankeschön sogar noch ein wenig größer!

Uups, ja, vergessen – den eigenen Geburtstag – der dritte war es sogar schon, und Frau Hummel hat es wachgerüttelt, das kleine graue Staubkörnchen, das seinen eigenen Geburtstag verschlafen hat. Aber nun ist es wach und der Meinung, dass man verschlafene Geburtstage auch ganz einfach einmal nachfeiern kann, zumal, wenn man so lieb an diesen Jahrestag erinnert wurde.

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Es war der 30. März des Jahres 2011, als das winzige Staubkörnchen aus dem Bücherstaub ganz schüchtern und vorsichtig die graue Tür seines neuen Zuhauses öffnete und hinaus in die weite Welt blickte. Da stand es nun. Würde es überhaupt jemand bemerken? Wollte es denn bemerkt werden? Es war sich da noch nicht so sicher. Es fühlte sich noch hin- und hergerissen zwischen der großen weiten Welt und dem kleinen stillen Kämmerchen, in dem es bis dahin gelebt hatte. Nur ab und zu hatte es Besuch von lieben Freunden, Bekannten und Verwandten gehabt. Nun stand es da, schüchtern, klein und ein wenig hilflos blickte es in die große Welt hinaus, weil ein lieber Mensch gemeint hatte, es solle sich doch ganz einfach einmal vor die Tür trauen und mit der Welt sprechen, ihr aus dem kleinen staubigen Leben erzählen oder die vielen Bilder zeigen, die sonst nur verkümmern würden, wenn sie noch länger traurig in einer der Schubladen des PCs ihr Dasein fristen müssten. So stand das Staubkörnchen ein Weilchen, nachdem es sich schüchtern hinaus getraut hatte, vor seiner grauen Bücherstaubtür und schaute um sich – bis … ja … bis doch tatsächlich erste Besucher vor der Tür erschienen, neugierig in den Bücherstaub blickten und offensichtlich einige interessante kleine Staubpartikel entdeckten. Es gab erste „Likes“ und sogar lobende Worte, über die sich das Staubkörnchen ungeheuer freute. Ein kleines graues Staubwesen wurde gelobt. Das war doch etwas, das machte Mut, ein wenig mehr über sich zu erzählen, mit der Welt zu plaudern, sich auszutauschen, zu schauen, was andere Staubkörnchen so trieben. Heute staunt das kleine Staubkörnchen aus dem Bücherstaub, das sich damals tapfer als erstes auf den Weg hinaus in die weite Welt gemacht hatte, wie viele Staubkörner ihm inzwischen gefolgt sind. Wer hätte gedacht, dass aus dem einen Körnchen bis zum heutigen Tag bereits 775 Staubkörnchen geworden sind. Mit den unterschiedlichsten Erlebnissen, Geschichten, Gedichten und Bildern sind sie durch die kleine graue Tür hinaus in die weite Welt gegangen.

Ein riesiges Danke Euch allen, die mich hier im Bücherstaub besuchen und besucht haben. Mein besonderer Dank gilt all jenen, die mir schon fast von Anfang an die Treue halten. Ich freue mich immer wieder über Eure vielen freundlichen und lieben Kommentare und über Eure zahlreichen „Likes“. Ein ganz liebes Dankeschön auch an all diejenigen, die vielleicht einfach nur still und leise schauen und auch dabei hoffentlich immer viel Spaß haben. Ich weiß, dass Ihr da seid, auch wenn es ganz leise und fast unmerkbar ist. Mein Dank also auch an Euch! Ihr alle habt mich immer wieder motiviert, hier zu berichten, zu zeigen, zu erzählen – Gutes, Schönes, Lustiges, manchmal auch Trauriges. Danke, dass Ihr das alles mit mir geteilt, Euch mit mir gefreut habt und mitunter auch mit mir traurig ward. Es ist schön, dass Ihr da seid – Ihr seid ein Teil meines Lebens geworden, auch wenn der Hauptteil dieses meines Lebens sich immer noch ohne Tastatur und Bildschirm abspielt … und das sollte auch so bleiben … nicht nur bei mir. Ich komme aber immer wieder gern hierher zurück und ich hoffe sehr, es geht Euch ebenso.
Fühlt Euch einmal ganz doll und herzlich von mir gedrückt!

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Nehmt Euch doch als kleines Dankeschön einen Muffin mit – selbst und mit Liebe gebacken. Die kleinen Küchlein sind erst mein zweiter Versuch in dieser Richtung.

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Der erste Muffinprobelauf war vom Teig her etwas fest, aber geschmeckt hat mein Debüt-Muffin dennoch. Zur Geburtstagsfeier sollte es aber eine bessere Sorte geben – mit vielen kleinen Schokoladenstückchen drin. So habe ich nach dem ersten Test gestern gleich einen zweiten Versuch gewagt – mit sehr gutem Erfolg, wie Herr Silberdistel meint.
Ich kann Euch meine Muffins also mit gutem Gewissen anbieten. Ich bin sicher, sie werden auch Euch schmecken. Übrigens hat Michmithund mich mit seinen Muffins überhaupt erst an eine Muffinbackform gebracht. Als ich seine Backkünste bewunderte, dachte ich mir, was Michmithund kann, werde ich doch wohl auch irgendwie hinbekommen. Danke also an den Sternengucker für diese süße Inspiration 😉 und einen Teller voll Muffins extra für Dich 😉

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Wer nicht so sehr für das Süße im Leben ist, der darf sich gern eine der Geburtstagsblumen mitnehmen. Meistens hält so eine Blume auch etwas länger als etwas Süßes. Bei uns Silberdistels jedenfalls ist das so 😉

Für Diashow eines der Bilder anklicken!

Die Silberdistel wünscht allen, die hier hereinschauen, ein schönes Osterfest – den Schnee vergessen wir jetzt ganz einfach. Ich habe ihn heute einmal ausgeblendet, nur der lila Krokus wollte auf seinen wärmenden Schneeschuh nicht verzichten. Gut, soll er seinen Willen haben. Dass der Frühling im Kommen ist, kann der Winter nun doch nicht mehr vertuschen, oder? Alles, was hier so wundervoll blühend zu sehen ist, steht nämlich wirklich und wahrhaftig so im noch recht schneereichen Garten der Silberdistel – nur die Hyazinthen haben ihren Platz im geschützten Gartenzimmer. Sie freuen sich aber bereits darauf, demnächst zu Krokussen und anderen Frühblühern hinaus in die freie Natur ziehen zu dürfen. Diese vielen kleinen bunten Lichtblicke überall zeigen dem Winter, was eine Harke ist.

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An dieser Stelle übrigens gleich noch ein Dankeschön an alle, die hier im Bücherstaub so fleißig lesen und schauen und mich mit ihren Kommentaren und Likes erfreuen. Ein Dankeschön auch an all die vielen stillen Leser, die weder kommentieren noch ein Like hinterlassen, über die ich mich aber trotzdem sehr freue, denn wenn ihnen meine Beiträge nicht gefallen würden, würden sie mit Sicherheit nicht wiederkommen. Danke also Euch allen – den Bekannten wie den Unbekannten! Ich weiß, viele halten mir schon sehr lange die Treue und das macht mich ein ganz klein wenig stolz.

Kuchen

Bücherstaub feiert heute seinen zweiten Geburtstag. Genau heute vor zwei Jahren ging die Silberdistel mit ihrem ersten Beitrag an die Öffentlichkeit und sie hat es bis heute nicht bereut. Ihr seid mir in guten wie in schlechten Zeiten wie liebe Freunde gewesen. Ihr habt mit mir zusammen gelacht und ich glaube, manchmal auch geweint. Ihr habt mir mit so manchem Kommentar den Tag verschönt, mich dadurch auch oft genug die Welt etwas intensiver und aufmerksamer betrachten lassen und mir in schweren Stunden Trost zugesprochen. Ich denke, all das ist Grund genug für ein ganz großes DANKESCHÖN an Euch. Ich hoffe, wir treffen uns hier noch recht oft wieder.

Staubiger Geburtstagskuchen


… und nehmt Euch zur Feier des Tages ein Stückchen Kuchen mit 😉

Heute vor einem Jahr kroch aus dem Bücherstaub ihres Lebens eine Silberdistel hervor und getraute sich mit ihrem ersten Blogbeitrag an das Licht der Öffentlichkeit. Wie kam es dazu? Eigentlich wurde diese Distel mehr gestoßen und gedrängelt, als dass sie freiwillig und von selbst auf diese Idee gekommen wäre. Einerseits hatte „Windows Live“ sie verstoßen und genötigt zu „WordPress“ umzuziehen. Bis dahin standen nur Bilder und einige Texte bei „Windows live“, die mehr für den Privatgebrauch, für Freude und Familie gedacht waren. Nur wenige Bilder waren für die breite Öffentlichkeit sichtbar. Andererseits gab es irgendwann einen kleinen Anschubs aus der Familie: „Mach doch mal, schreib mal was, es macht Dir bestimmt Spaß.“ So schaute die Silberdistel erst einmal eine ganze Weile als stille Leserin andere Blogs an, probierte aus, wie man Seiten gestalten kann und versuchte das System von WordPress zu erkunden und zu verstehen, was ihr zu Anfang gar nicht so leicht von der Hand ging. Nach und nach nahm eine Seite Gestalt an, die sich vielleicht einmal sehen lassen konnte. Ein paar Beiträge waren vorbereitet, einen winzigen, mehr hellroten, Faden gab es auch und dann stürzte sich die Silberdistel eine ganze Weile später einfach einmal probeweise ins kalte Wasser und veröffentliche am 30. März des vergangenen Jahres klopfenden Herzens ihren ersten Beitrag unter dem Blognamen „Bücherstaub“.

Inzwischen ist ein Jahr ins Land gegangen und ich habe viele andere Blogs kennengelernt und natürlich auch viele andere Blogger. Das Bloggen ist ein Teil meines Lebens geworden und es macht Spaß, mit anderen Menschen Gedanken und Meinungen auszutauschen, zu schauen, was andere interessiert, bewegt und was sie auf ihren Blogs zu zeigen und zu sagen haben. Eure zahlreichen Kommentare sind ein wenig wie das Salz in der Suppe und ohne sie hätte ich vielleicht doch irgendwann den Spaß am Bloggen verloren. Dass Frau Müller, Kim und Sanetes mir doch irgendwie immer noch die Treue halten, bei mir schauen und kommentieren, freut mich ganz besonders. Ihnen gebührt, auch wenn ich das in meiner Zwischenauswertung anlässlich meines 200. Beitrages schon einmal geschrieben hatte, besonderer Dank, denn sie haben einen gewissen Anteil daran, dass mir das Schreiben und Kommentieren immer noch so viel Spaß macht wie am ersten Tag. Sie waren diejenigen, die zu meinen Beiträgen die ersten Kommentare schrieben.

Bei den fleißigsten Kommentatoren hat sich im Vergleich zu eben genannter Zwischenauswertung eine Verschiebung ergeben. Am fleißigsten haben bis zum heutigen Tag Frau Hummel, Katerchen und Gudrun kommentiert. Die Anzahl meiner Kommentare lass ich hier mal außen vor, denn ich sehe es als liebe Verpflichtung an, Euch auf möglichst jeden Eurer Kommentare zu antworten. Nur selten habe ich Euch einmal das letzte Wort überlassen. Wenn ich es Euch dennoch manchmal überlassen habe, dann deshalb, weil Euer Wort in solchen Fällen jeweils ein guter Abschluss eines oft längeren Gespräches war, das zumindest ich sehr genossen habe. Zu meinen bisher 323 Beiträgen (der heutige wäre also der 324. Beitrag) gab es 2638 Kommentare.  Vielen herzlichen Dank, dass Ihr mir so überaus fleißig geschrieben habt. Vielen Dank für Euer Kommen, Schauen, Kommentieren und Mitgestalten meines Blogs und für Eure zahlreichen „Likes“, die mir doch immer wieder zeigen, wenn und dass Euch meine Beiträge gefallen. Aber auch an alle anderen, die mich hier schon besucht haben, die einen mehr, die anderen weniger, mein ganz großes Dankeschön für Euer Kommen. Ihr seid mir alle im Laufe dieses einen Jahres irgendwie ein wenig ans Herz gewachsen. Schön, dass Ihr da seid und schön, dass es Euch gibt.

Was gab es während dieses einen Jahres hier im Bücherstaub zu lesen und zu sehen? Eine kleine Übersicht soll noch einmal zeigen, was EUCH  jeweils am besten gefallen hat und welcher Beitrag MIR persönlich am meisten Spaß gemacht hat:

März 2011 – Juni 2011
– Euer Lieblingspost  – Leseabenteuer Niemalsland
– mein Lieblingspost – Der verwirrte Nutzer

Juli 2011 – September 2011
– Euer Lieblingspost  – Schwalbensommer oder Herbstanfang?
– mein Lieblingspost – Das anonyme Ich

Oktober 2011 – Dezember 2011
– Euer Lieblingspost  – Wind, Sand und Meer
– mein Lieblingspost – Ick bin all hier

Januar 2012 – März 2012
– Euer Lieblingspost  – Waldspaziergang
– mein Lieblingspost – Die Blaue Serie

Vorsicht Wespennest! - Rückseite durchs Fenster aufgenommen

Heute möchte ich noch einmal auf unsere Bibliothek als Refugium für alles, was so kreucht und fleucht auf dieser Welt, zurückkommen. Die Vögel, Mäuse und Spinnen sind das eine, es gibt aber neuerdings auch noch etwas, was vielleicht der größte Naturliebhaber denn doch nicht so gern in seiner Nähe hätte, das aber in einer Ecke meines Arbeitszimmerfensters Einzug gehalten hat. Ich war ja nun 2 ½ Wochen fort gewesen und habe fern von meinem Arbeitsplatz meinen Urlaub genossen. Die Kollegin, die mit mir das Arbeitszimmer teilt, hat auf ihrer Seite des Raumes ihr eigenes Fenster und würde sicher nicht meines öffnen, wenn es sie denn mal nach frischer Luft verlangt. So haben unsere neuen Hausgäste also die Zeit meines Fortseins ungestört nutzen können, um einen kleinen Bungalow in einer Bibliotheksfensterecke zu errichten. Sie haben es kunstvoll aus einer Art grauem Papier errichtet und sind nun quasi fertig mit dem Hausbau. Nur hier und da ist noch die eine oder andere Ritze zu verschließen. Dabei arbeiten sie sehr akkurat. Dieses papierartige Baumateriel stellen sie selbst her. Sie nagen irgendwo morsches Holz ab, dann verarbeiten sie es mit ihrem Speichel zu einer Masse, die dann dieses papierartige Aussehen annimmt.

Wespennest - Vorderseite mit Einflugloch

Kaum bin ich in mein zweites Zuhause, die Bibliothek, zurückgekehrt, gelüstet es mich natürlich danach, des Morgens etwas Frischluft in die Räumlichkeit zu lassen, denn Bücherstaub soll zwar angeblich gut konservieren, aber dennoch finde ich frische sauerstoffreiche Luft etwas angenehmer zum Arbeiten und zum Atmen natürlich auch. Also reiße ich erst einmal das Fenster auf und genieße die angenehme Luft. Mein Heuschnupfen hat mich in letzter Zeit auch etwas vernachlässigt, so dass ich ungehindert durchatmen kann. Kein Insekt begehrt Einlass. So kann ich nach etwa einer Stunde das Fenster schließen, ohne dass ich verirrten Hummeln, Fliegen, Schmetterlingen, Bienen oder Wespen den Weg nach draußen weisen muss.

Ich gehe wieder meiner Arbeit nach und schaue irgendwann, weil meine Augen sich vom Starren auf den Bildschirm meines PCs etwas erholen müssen, aus dem Fenster ins Grüne, denn Grün soll ja gut für die Augen sein. … und just in dem Moment bemerke ich, dass oben in der rechten Ecke meines Fensters, Bewegung ist. Irgendetwas fliegt da immerzu umher. Dann erst sehe ich, man kann es kaum vom Grau der Hausmauer unterscheiden, dass dort oben so etwas wie ein Schwalbennest hängt. Ich stehe auf, gehe um meinen Schreibtisch herum und nehme das graue Etwas genauer in Augenschein.

Nein, es ist kein Schwalbennest. Es ist ein Wespennest. Jetzt gruselt es mich ein wenig, weil ich ja die ganze Zeit hier bei geöffnetem Fenster herumgesessen habe. Zum Glück waren die Wespen so sehr mit sich und ihrem Häuslebau beschäftigt, dass es sie überhaupt nicht interessiert hat, dass sich da für sie eine neue Flugrichtung eröffnet hatte. Nun gut, ich hab sie ja auch nicht weiter gestört oder gar bedroht. Sicher bin ich darum auch ungeschoren davongekommen. Ansonsten ist ja unter Umständen so ein Wespennest nicht  ganz ungefährlich.

Nun haben wir erst einmal zu unserer eigenen Sicherheit ein Fensteröffnungsverbot erlassen. Gelüftet wird jetzt nur noch über das Fenster meiner Kollegin oder über die Tür. Wir grübeln zwar noch darüber nach, ob die stachligen Insekten dort wohnen bleiben dürfen oder, ob wir dem Hausmeister Meldung machen, aber warum eigentlich sollten sie dort nicht wohnen bleiben. Wir wollen uns nicht mit ihnen anlegen, dann werden sie uns auch nichts tun. Außerdem ist ja ein Fenster zwischen uns und den gestreiften Fliegern. Wenn wir dem Hausmeister Meldung machen, hat das eventuell vernichtende Folgen für unsere Gäste, auch wenn sie ungebetene Gäste sind. Ich glaube, wir lassen sie gewähren. … und interessant ist es allemal, zuzuschauen, wie so ein Bau entsteht. Inzwischen habe ich mich auch belesen. Wenn mich nicht alles täuscht, handelt es sich bei unseren Wespen hier um Sächsische Wespen. Wer gern selbst nachlesen mag, der kann das im hier abgebildeten

Buch von Helmut und Margrit Hintermeier

Buch von Helmut und Margrit Hintermeier

Buch von Helmut und Margrit Hintermeier tun. Es ist in München beim Obst- und Gartenbauverlag erschienen (ISBN 3-87596-098-X). Ist ein tolles Buch! Kann ich jedem, der sich für Hummeln, Bienen, Wespen oder Hornissen interessiert, wärmstens empfehlen.