Mit ‘Bücher’ getaggte Beiträge

Unsere Glückskatze Torty ist die umwerfendste Katze, die wir je kennengelernt haben. Wo sie geht und steht, fällt ihrem umwerfenden Wesen alles zum Opfer. Dabei habe ich in einem klugen Buch gelesen, dass Katzen überaus vorsichtig selbst auf dem voll gestelltesten Regal aller Regale herumlaufen können, ohne dabei etwas um- oder gar herunterzustoßen. Torty hat dieses Buch offensichtlich nicht gelesen oder sie ist eine andere Spezies als die, von der in dem Buch die Rede ist.
Wo immer Torty entlang geht, wird sie von scheppernden Geräuschen begleitet.

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Mitunter rumst es auch unüberhörbar laut, weil sie wieder einmal ein Buch aus dem Regal befördert hat. Nicht selten fallen die Bücher auch gleich zuhauf.
Inzwischen hat Torty den Meister des Hauses, unseren Keks, völlig in den Schatten gestellt. Über das von ihm zerschmetterte PCli meines Herr Silberdistel sprechen hier kein Mensch und kein Katz mehr. Blumentöpfe, Bilderrahmen und mehr gehen derweil auf Tortys Konto. Über beim Aufprall auf den Boden verschandelte Bücher reden wir gar nicht erst.

Unlängst hat unsere Torty ihr Meisterstück abgeliefert. Es weihnachtet ja nun bald und somit sind auch Apfelsinen und Mandarinen wieder in unser Blickfeld geraten. Wir Silberdistels decken unseren Vitamin-C-Bedarf gern mit den kleinen handlichen Mandarinen. So steht auch ständig ein Körbchen mit diesen leckeren Früchten irgendwo im Hause zum Verzehr bereit. Mitunter passen nicht alle ins dafür vorgesehene Körbchen, dann liegen die überzähligen Kandidaten übergangsweise schon mal an anderer Stelle. So vor einigen Tagen wieder einmal geschehen. Ein kleines Einzelstück hatte einen vorläufigen Sonderplatz zugeteilt bekommen – an exponierter Stelle, damit es auch ja nicht übersehen wird.

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So lag es leuchtend schön vor einem Korb, der gerade mit Äpfeln besetzt war, und damit lag es dummerweise, was ich bei der Standortvergabe für die einzelne Mandarine leider nicht bedacht hatte, auf Tortys täglichem Küchenwechsel. Sie steigt nämlich gern vom nahen Kleiderständer auf dieses Beistelltischchen, auf dem nun gerade auch unser orangenes Einzelstück lag, und von dort aus läuft Torty in der Regel weiter über den daneben stehenden Küchenschrank hinüber zur Spüle und Arbeitsplatte, um zu schauen, ob nicht zufällig an der Zubereitung eines leckeren Mahls für das Katzenvolk gearbeitet wird. Es könnte ja sein, da die Silberdistel just in diesem Moment so geschäftig an eben dieser Arbeitsplatte herumwirbelt. Eine Katze, die etwas auf sich hält, sollte in solchen Fällen immer rechtzeitig zur Stelle sein. Keks frisst ansonsten unerbittlich alles allein.

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Während nun Torty auf ihrem erhabenen Küchenpfad unterwegs ist, wirft sie traditionsgemäß alltäglich mehrmals die auf dem Schrank stehenden hölzernen Salz- und Pfefferstreuer um, die ich ebenso traditionsgemäß jeweils wieder aufstelle. Schließlich lasse ich mir von einer Katze nicht vorschreiben, wo ich was hinzustellen habe.

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Nun war ich in der Tat an diesem bewussten Tag und in diesem Moment, als es hinter mir so seltsam klirrte, mit dem Zubereiten des Abendessens beschäftigt. Auf das klirrende Geräusch hin schaute ich mich verwundert um und sah … Wen wohl? Natürlich Torty auf dem Küchenschrank. Aha, unsere Käsematze erhoffte sich eine milde Gabe von unserem Abendessen.
Nur, was hatte da eben geklirrt? Die hölzernen Gewürzstreuer standen ausnahmsweise noch ganz akkurat auf dem Schrank. Außerdem klirrten sie gewöhnlich nicht in solch hellen Tönen, wie ich es eben vernommen hatte. Torty blickte irgendwie leicht erstaunt, verwundert, begeistert, wie auch immer, auf das Beistelltischchen, das nun wiederum auf mich einen seltsam verlassenen Eindruck machte. Was fehlte da nur?

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Ja, aber, aber … da lag doch eben noch die Mandarine. Genau! Ich bin ganz sicher, sie lag da eben noch. Wo war sie nur hin?

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Tortys Blick sagte mir dann alles. Ich musste nach unten auf die Erde schauen. Und was entdeckte ich dort?

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Eigentlich sollte es unter dem Beistelltischchen so wie auf dem Bild hier oben aussehen. Gewöhnlich stehen darunter die Katzenfutternäpfe, die gerade nicht in Gebrauch sind, und in einem der Futternäpfe liegt immer die kleine Gabel, mit der ich jeweils zu den Katzenmahlzeiten die Näpfe fülle. Aber genau so sah es eben dieses Mal dort unten nicht aus. Mir bot sich ein ganz anderes Bild.

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Die Näpfe standen schon so da, wie ich es erwartet hatte, nur … sie hatten Gesellschaft bekommen, Gesellschaft von der vermissten Mandarine. Allerdings hatte die Mandarine ein schweres Schicksal ereilt. Torty muss auf ihre umwerfende Art mit einem eleganten Hüftschwung unter Zuhilfenahme des Schwanzes oder gar einer Pfote (?) die Mandarine vom Beistelltischchen in die Tiefe befördert haben. So sauste die Mandarine, sanft geschubst und sicher zunächst nichts Böses ahnend, eher noch vom freien Fall wie ein Fallschirmspringer glücksberauscht der Schwerkraft folgend, in die Tiefe. Nur dummerweise hatte das arme Früchtchen keinen Fallschirm dabei. Da dämpfte nichts den dumpfen Aufprall, nicht einmal ein Teppich. Ein Teppich wäre wohl in diesem Falle eh nicht hilfreich gewesen. Er wäre zu spät als Retter in Erscheinung getreten, denn über ihm lauerte bereits die kleine spitze und gehässig grinsende Gabel. Womit wir bei dem klirrenden Geräusch wären, das an mein Ohr gedrungen war. Die hinterlistige kleine Gabel stoppte nämlich mit einen scheppernden Jauchzer aus dem Futternapf heraus, in dem sie vorübergehend weilte, unerwartet abrupt den freien Fall der eben noch so glücksberauscht dahinsausenden Mandarine , stoppte den Fall nicht nur, sie stach der armen kleinen Frucht einfach mitleidslos ins Herz, spießte sie gnadenlos auf.
Mit offenem Munde schaute ich auf das eben Geschehene und die schwerverletzte Frucht zu meinen Füßen.

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Sanft hob ich sie auf und bestaunte die auf die Gabel gespießte Mandarine dabei so, wie ich als Kind zu Weihnachten jeweils die auf einem hölzernen Stöckchen sitzenden kandierten Äpfel bewundert hatte, die es auf dem Weihnachtsmarkt zu kaufen gab und die ich so gern mochte.
Unmerklich, fast automatisch wanderte mein Blick zu Torty. Wie hatte sie dieses Kunststück nur vollbringen können?

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Ehrfurchtsvoll und zutiefst beeindruckt von einer solch enormen Präzisionsarbeit blickte ich auf die Katzenkünstlerin, die sich nach dieser anstrengenden Tätigkeit auch gleich auf ihren Ruheplatz zurückzog und über weitere Projekte ähnlicher Art sinnierte. Bewundernd schaute ich ihr nach und eilte hinterher, musste ich doch noch mein Lob loswerden.

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„Torty, Du bist eine Könnerin!“, so sprach ich.

„Ich weiß, Silberdistel und endlich siehst auch Du das ein und meckerst hoffentlich nicht mehr, wenn ich etwas gekonnt zu Boden werfe.“

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„Bescheiden, Torty, bescheiden bist Du gar nicht, oder?“

„Bescheidenheit ist gut, aber eben nur dort, wo es angebracht ist, Silberdistel.“

„Ahja, Torty, man lernt doch nie aus.“!

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„Und jetzt, Silberdistel, jetzt bin ich müde. Solche Präzisionsarbeit ist nämlich überaus anstrengend. Du kannst es ja mal selbst probieren. Ich wette, Du kriegst das nicht hin. Und nun gute Nacht, Silberdistel!“

Tja, so ist sie, unsere Torty. Jetzt hatte sie es mir aber mal ordentlich gezeigt.

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Und was nun die arme Mandarine betraf, da blieb uns Silberdistels nur noch die Notschlachtung übrig. Aber was soll’s?

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Dieses Schicksal hätte sie ohnehin bald ereilt. So hatte sie vorher wenigstens noch ordentlich Action und konnte dieses berauschende Glücksgefühl eines Fallschirmspringers während des freien Falles fühlen 😉 Das wird auch nicht jedem geboten und einer Mandarine schon gar nicht.

Und noch einmal muss ich mich, bevor ich erneut in der Versenkung, sprich: In der Sommerpause, verschwinde, kurz aus meiner Küche zu Wort melden, hatte doch der Nachbar unlängst noch eine Zucchini über unsere Türschwelle geschoben. Und die wollte schließlich ihrer Vorgängerin gegenüber nicht benachteiligt werden. Also die Zucchini, nicht die Türschwelle. So forderte sie, die Zucchini, eine gelbe übrigens, kaum, dass ich sie liebevoll in meine Arme genommen hatte, recht nachdrücklich ihren ganz eigenen Auftritt in meinem Küchen-Blog. Meine Worte: „Aber … aber Zucchini hatten wir doch gerade, sogar so hübsche gelbe!“, ließ sie nicht gelten. Neue Ideen mussten also her, wenn ich das gelbe Früchtchen nicht enttäuschen wollte. Doch wozu hat man schließlich eine umfangreiche Kochbuchsammlung? In dem einen oder anderen Büchlein sollte wohl ein gewinnendes Outfit für eine stolze Zucchinidame zu finden sein.

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Und siehe da, ich wurde in der Tat fündig – in dem Büchlein: „Gemüse : ein besonderes Bildkochbuch mit reizvollen Rezeptideen. – 3. Aufl. – München : Gräfe und Unzer, 1998. – ISBN 3-7742-3947-9“ auf Seite 46. Die Bilder im Buch sind übrigens von Christian Teubner. Die Bilder hier im Blog sind allerdings von mir – vielleicht nicht ganz so professionell, aber hoffentlich trotzdem appetitanregend  😉

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Ich fand in besagtem Büchlein sogar ein Rezept, dass gerade ganz besonders gut in meinen Plan passte, denn es wartete nicht nur diese gelbe Zucchini auf eine besondere Verwendung. Vielleicht erinnert Ihr Euch noch an meine hübschen weißen Pflanzkästen, in die im Frühjahr nicht nur Kräuter, sondern in zwei von ihnen auch einige Tomatenpflanzen eingezogen sind. Aus den kleinen Pflänzchen sind derweil ansehnliche Pflanzen geworden, die auch schon reichlich Ertrag gebracht haben.

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Einige Tomaten haben es sogar zu einer respektablen Größe gebracht. Diese Riesentomate ist inzwischen schon längst verspeist.

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Aber es wuchsen noch weitere prachtvolle rote Früchte heran. Mitunter konnten wir sie gar nicht so schnell verspeisen, wie sie erröteten und nach Ernte riefen. So passte also, als die gelbe Zucchinidame in unser Haus trudelte, alles zusammen – für einen Tomaten-Zucchini-Auflauf. Wie der geht? Wer also für das Sonntagsessen morgen noch keine Idee hat, im Küchenschrank aber Zucchini und Tomaten und der Kühlschrank vielleicht sogar noch ein wenig Hack beherbergt, der könnte mir dann jetzt in die Küche folgen und schauen, was er Leckeres auf den sonntäglichen Mittagstisch bringen kann!

Wir brauchen für unseren Tomaten-Zucchini-Auflauf folgende Zutaten:

1 gelbe Zucchini (unser gelbes Prachtstück wog etwa 600 g)
etwa 300 g Tomaten
1 Zwiebel (ca. 50 g)
250 g gemischtes Hackfleisch
100 g Reis
Salz
1 Esslöffel gehacktes Basilikum
gemahlenen Pfeffer
1 Ei
80 g Butter
geriebenen Käse (etwa 60 g oder nach Belieben)

Übrigens weichen die Mengenangaben hier wieder etwas vom Originalrezept aus dem Buch ab. Ich habe etwa die doppelte Menge an Zucchini verwendet und nur halb soviel Hackfleisch. Wir beiden Silberdistels hatten so trotzdem für zwei Tage ein jeweils sehr leckeres Essen. Am zweiten Tag, aufgewärmt, schmeckte es übrigens noch vorzüglicher.

Dann also zur Zubereitung:

Zunächst einmal widmen wir uns dem Reis. Ich habe losen Reis verwendet (also keinen Kochbeutelreis), habe zu den 100 g Reis die 6-fache Menge Wasser gegeben, etwas Salz dazu getan und das Ganze etwa 15 Minuten im offenen Topf auf kleiner Flamme kochen lassen.

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Nach dem Kochvorgang den Reis durch ein Sieb abgießen und gut abtropfen lassen. Während der Reis so vor sich hin köchelt, können wir uns schon mal nach einer passenden Auflaufform in unserer Küche umschauen. Wenn wir sie gefunden haben, wird sie mit der Hälfte der Butter (40 g) ausgestrichen, anschließend nehmen wir uns der Zucchini und der Tomaten an.

Zucchini und Tomaten werden in Scheiben geschnitten …

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… und jeweils die Hälfte davon wird in die Auflaufform geschichtet.

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Nun können wir uns den anderen Zutaten widmen. Wir geben das Hackfleisch, die in Würfel geschnittenen Zwiebeln, das Basilikum und das Ei in eine Schüssel und würzen nach Belieben mit Salz und Pfeffer.

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Inzwischen dürfte auch der Reis fertig gekocht sein. Er kommt mit in die Schüssel mit dem Gehackten. Jetzt wird alles gut miteinander vermengt …

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… und dann darf die Hackfleisch-Reismischung auf die bereits in die Auflaufform geschichteten Zucchini- und Tomatenscheiben.

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Damit die Hackfleischmischung gut eingepackt ist, bekommt sie als Deckmäntelchen jetzt noch die restlichen Zucchini- und Tomatenscheiben drauf geschichtet. Harmonieren das Rot und Gelb nicht trefflich miteinander? Ich kann versprechen, sie tun es nicht nur farblich, auch vom Geschmack her passen sie vorzüglich zueinander. Die Tomaten peppen die eher geschmacksneutralen Zucchini deutlich auf.

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Aber der geriebene Käse, der abschließend noch auf die obere Schicht kommt, …

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… ist das kleine i-Tüpfelchen des Ganzen und rundet unser Gericht wunderbar ab. Ein Auflauf wäre natürlich kein Auflauf, wenn er nicht noch in den heißen Ofen müsste. Wir geben erst noch die restliche Butter (40 g) in Flöckchen auf die Käseschicht und dann kann unser Auflauf für etwa 40 Minuten bei 200° C hinein ins heiße Vergnügen, also in den vorgeheizten Backofen.

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So, es schaut gut aus dort im Backofen. Ich denke, wir haben fertig. Dann können wir uns also jetzt endlich gemütlich an den Tisch setzen und uns unseren Tomaten-Zucchini-Auflauf schmecken lassen.

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Neben den „Gefüllten Zucchini“ mit der herrlichen Sauce (siehe den Eintrag zuvor) steht dieser Auflauf hier bei uns Silberdistels ebenfalls ganz hoch im Kurs. Aber probiert’s einfach selbst. Ihr werdet sicher nicht enttäuscht sein.

Also dann … guten Appetit!

Da bin ich also wieder. Ob nur kurz oder wie bisher gewohnt, wird sich noch zeigen. Der Garten und vieles andere mehr rufen momentan ganz gewaltig laut nach mir und verlangen meine ungeteilte Aufmerksamkeit. Zumindest der Garten sollte sich aber eigentlich nicht allzu sehr über Vernachlässigung beklagen können, denn ihm habe ich während meiner Abwesenheit hier im Netz sehr viel Zeit gewidmet und an Arbeitskraft hat es auch nicht gefehlt. Aber darüber werde ich noch berichten. Andererseits gab es nach der vielen Gartenarbeit auch Ruhemomente, die ich mit einer weiteren Lieblingsbeschäftigung neben dem Werkeln im Garten ausgefüllt habe. Ich habe gelesen.

Monti - Jahrmarkt der Gier

Die Autorin Olivia Monti hat mir unlängst ein Rezensionsexemplar ihres Buches „Luna Park 2 – Jahrmarkt der Gier“ angeboten. Da ich Kinderbücher, Märchen und auch Fantastisches durchaus gern lese, stand ich Olivias „Luna Park“ natürlich nicht ablehnend gegenüber. Die Thematik schien mir recht interessant zu sein. Also machte ich mich freudig und voller Erwartung ans Lesen. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an Olivia Monti für das Rezensionsexemplar, das mir als Kindle-Edition vorliegt.

Worum geht es im „Luna Park“
Der „Luna Park“ aus Olivia Montis Buch ist ein Berliner Vergnügungspark. Es gab ihn übrigens wirklich einmal, den „Luna Park“, und wer mehr darüber lesen möchte, der kann gern hier schauen – vielleicht als kleine Vorbereitung auf Olivias fantasiereiche Variante eines solchen Vergnügungsparks. Sie lässt nämlich in ihrem bisher zweibändigen fantastischen Roman vier Teenager auf seltsame Weise in einem Berliner „Luna Park“ landen. Im Band 1 präsentiert sich der „Luna Park“ für die vier jugendlichen Helden als „Jahrmarkt des Grauens“. Was genau die vier Freunde Dugo, Zaza, Brauni und Camel dort Grauenvolles erleben mussten, das ist für mich eigentlich fast noch ein Geheimnis, denn ich weiß bisher nur aus der kleinen Vorgeschichte zum 2. Band des „Luna Park“, dass man sich dort hemmungslos vergnügen konnte, dass die ganze Sache aber einen Haken hatte. Und genau da wurde es scheinbar grausam. Tatsache ist aber, dass die vier Freunde am Ende dem „Jahrmarkt des Grauens“ entkommen konnten und sehr froh darüber waren. Warum nur gibt es dann einen 2. Band zum „Luna Park“? Vielleicht, weil den Teenies die Lust auf einen Rummelplatzbesuch doch nicht so ganz abhandengekommen war? Aber eigentlich geschah dieser erneute Jahrmarktbesuch mehr aus einer Art Frustration heraus. Brauni nämlich ärgerte sich wie schon so oft wieder einmal über seine Pflegefamilie, musste also, um es konkret zu sagen, Frust abbauen, und so überredete er seine drei Freunde dazu, ein Volksfest in Berlin Mitte zu besuchen. Und damit nahm das Verhängnis erneut seinen Lauf. Übrigens versichert die Autorin, dass man auch ohne den Band 1 des „Luna Park“ gelesen zu haben, voll auf seine Kosten kommt und keinerlei Verständnisschwierigkeiten haben wird. Jeder Band ist ein in sich abgeschlossener Roman. Das vielleicht schon mal für diejenigen vorausgeschickt, die wie ich, das Pferd von hinten aufzäumen wollen und sich erst einmal über den zweiten Band der „Luna Park“-Geschichte hermachen möchten. Dann also los: Hinein ins Getümmel auf dem „Jahrmarkt der Gier“. Wir gruseln uns mit dem Band 1 also später, weil wir jetzt erst einmal ganz gierig auf den zweiten Band vom „Luna Park“ sind.

Da sind Dugo, Zaza, Brauni und Camel, vier 13-jährige Freunde,  also wieder einmal auf einem Berliner Rummelplatz unterwegs. Brauni hat die Freunde ganz einfach dazu überredet,  nach längerer Abstinenz endlich mal wieder einen Rummelplatz zu besuchen. Er meint: „Wir könnten eigentlich mal wieder auf nen Rummel, sozusagen aus alter Erinnerung.“ Nicht gerade überschäumend begeistert, aber dennoch machen sich die Freunde gemeinsam mit Brauni auf den Weg zu besagtem Berliner Volksfest. Sie haben dann auch einen recht erlebnisreichen Tag, den eine Fahrt mit der dortigen Geisterbahn zu einem schönen Abschluss bringen soll. Aber dann passiert’s, die Bahn bringt die vier Jugendlichen auf mysteriöse Weise erneut in den „Luna Park“. Allerdings sieht der Park, den sie bereits als „Jahrmarkt des Grauens“ kennengelernt hatten, dieses Mal ganz anders aus und bald erfahren sie auch, dass sie dazu verdammt sind, ein Spiel zu spielen, ein Spiel, bei dem es darum geht, eine Million Euro zu verdienen. Wer das geschafft hat, der darf den „Luna Park“ wieder verlassen, so heißt es. Um überhaupt die Million verdienen zu können, erhält jeder der Freunde einen Job wie ihn sonst eigentlich nur Erwachsene ausüben. Brauni  erhält einen Posten in einer Geschäftsbank, Camel und Dugo werden Geschäftsinhaber einer Rennbahn bzw. einer Videothek und Zaza  soll  in der Zentralbank arbeiten. Bald stellen alle vier nach und nach fest, dass sie auf ehrliche Weise kaum dazu kommen können, so viel Geld zu verdienen. Sie werden praktisch immer wieder dazu gezwungen, durch unlautere Methoden anderen das Geld aus der Tasche zu ziehen. Dabei spielt der König des Luna Park, den sie bereits aus dem „Jahrmarkt des Grauens“ kennen, immer wieder eine gewichtige Rolle. Dass sie auf ehrliche Weise zu der ersehnten Million kommen können und das auch noch schnell, das erscheint ihnen nahezu unmöglich. Doch wollen Dugo, Zaza, Brauni und Camel nicht nur andere, sondern auch einander betrügen, ihre Freundschaft, gegenseitiges Vertrauen und mehr aufs Spiel setzen, nur damit sie am Ende auf der Gewinnerseite stehen und den Park wieder verlassen können? Gibt es auch eine andere Möglichkeit, um dem „Luna Park“ erneut zu entkommen? Sie hatten es ja bereits einmal geschafft. Warum sollte das nicht erneut gelingen können? Aber, ob es ihnen wirklich gelingt?

Wie es mir im „Luna Park 2 – dem Jahrmarkt der Gier“ gefallen hat
„Luna Park 2 – Jahrmarkt der Gier“  ist laut Titelblatt ein „fantastischer Roman für Kinder“, und zwar für Kinder „von 11 bis 111 Jahren“. Er ist also, betrachtet man jetzt einmal nur die Altersspanne, für einen recht breiten Leserkreis gedacht. Ein 11-Jähriger sollte demnach genauso viel Spaß und Spannung mit dem Buch haben können wie ein 111-Jähriger. Außerdem  sollten beide gleichermaßen verstehen können, was uns die Geschichte und somit die Autorin sagen möchten. Ist das mit diesem Buch gelungen? Es geht im „Jahrmarkt der Gier“ zunächst um das Vergnügen, das man auf so einem Rummelplatz miteinander haben kann. Es geht hier aber auch tiefer, es geht um Freundschaft, die Liebe zueinander, Vertrauen und es geht in diesem Buch um Verantwortungen und Verpflichtungen wie sie ein Erwachsener im beruflichen Alltag ständig erfährt. Es geht außerdem um eine reichliche Portion Gesellschaftskritik, um Profit, Geldgier und Macht – kurz gesagt – um ein ordentliches Schippchen Wirtschaft und Politik, um Manipulation von Menschen. Nicht nur zwischen den Zeilen wird hier gefragt, ob mit Europa alles so richtig läuft, wie es läuft. Und an dieser Stelle hatte ich so meine ersten Zweifel, ob ein 11-Jähriger für solche finanzpolitischen und gesellschaftskritischen Probleme überhaupt schon zu interessieren ist. Dass er in den Arbeitsalltag eines Erwachsenen einen kleinen Einblick erhält, selbst einmal sieht, welche schwerwiegenden Folgen unbedachte oder egoistische Entscheidungen haben können, das ginge für mich noch in Ordnung. Damit kann man nicht früh genug konfrontiert werden. Aber sind nicht all die finanztechnischen Details und ihre politischen Auswirkungen, von denen hier die Rede ist, für einen 11-Jährigen möglicherweise zu schwere Kost? Gut, andererseits handelt es sich hier um ein Buch, das zugleich mehrere Generationen ansprechen soll. So betrachtet muss der jugendliche Leser vielleicht auch nicht bis ins kleinste Detail überblicken, was es mit den jeweiligen Bankgeschäften und ihren Auswirkungen auf sich hat. Der erwachsene Leser dagegen bekommt hier einen recht interessanten Denkanstoß, wenn nicht mehr.
Was mir an anderer Stelle etwas Bauchschmerzen bereitete, das war der Punkt, dass Bier scheinbar für 13-Jährige ein fast normales Getränk zu sein scheint. Es wird zwar an einer Stelle im Buch gesagt, dass weder Zaza noch Dugo wie 16 aussehen würden, trotzdem hätten sie das Bier bekommen. Hier hätte ich mir durchaus einen deutlichen Hinweis gewünscht, dass Bier, bzw. Alkohol, eben nicht das Teenie-Getränk N. 1 sein kann. Fast am Ende des Buches, als man im Grunde genommen denken sollte, dass die vier Freunde während ihres aufregenden Abenteuers einiges dazu gelernt haben, greift Brauni nicht nur zum Würstchen, sondern auch wieder zum Bier. Beides wird ihm zwar vom König durch einen Fingerschnipps weggenommen, aber das heißt für mich durchaus noch nicht, dass der König es nicht gutheißt, dass Brauni seinen Durst mit Bier stillen möchte, denn am Ende landet beides wieder auf dem Tresen – Bier UND Würstchen.
Ein bisschen schwer tat ich mich beim Lesen mit der Erzählperspektive. Eigentlich erzählt uns Dugo, der eine der vier Freunde, die Geschichte aus seinem Erleben heraus. Immer wieder aber gibt es Teile, in denen diese Ich-Perspektive verlassen wird, denn Dugo kann von dem parallel zu seinen eigenen Erlebnissen laufenden Geschehen eigentlich noch gar nichts wissen, weil er selbst nicht dabei ist. Trotzdem tritt er auch hier als Erzähler auf. An einer Stelle im Buch erfährt man allerdings, dass Zaza Dugo später ihre Erlebnisse erzählte, sodass er sie im Nachhinein quasi wiedergeben konnte. Es muss also zwingend auch so mit den Erlebnissen der anderen beiden Freunde gewesen sein. Meiner Meinung nach ist das keine so gelungene Erzählweise. Eine auktoriale Erzählsituation, also ein allwissender Erzähler, wäre meines Erachtens für den Lesefluss besser gewesen. Der ständige Wechsel zwischen dem eigenen Erleben Dugos und dem Beschreiben der weiteren Ereignisse nervten mich ehrlich gesagt sogar in gewisser Weise, weil man sich immer wieder umorientieren musste. Sicher, ich habe mich hineingelesen, aber es brauchte halt seine Zeit.

„Luna Park 2 – Jahrmarkt der Gier“  – eine Lektüre, die zu empfehlen ist?
Die Idee, die hinter diesem Buch steht, hat mir durchaus gefallen. So war ich nach der kurzen Inhaltsangabe, die ich mir vor dem eigentlichen Lesebeginn des Buches zu Gemüte führte, auch recht gespannt auf das, was mich im „Jahrmarkt der Gier“ alles erwarten würde. Einerseits wurden meine Erwartungen erfüllt, andererseits wurden sie aber auch ein wenig enttäuscht. Olivia Montis Buch las sich, sicher auch bedingt durch die stets wechselnde Erzählperspektive, längst nicht so flüssig, wie man es sich gewöhnlich von einem guten Buch erhofft. Andererseits konnte mich die Lektüre aber auch nicht uneingeschränkt von der ersten bis zur letzten Seite fesseln. Es gab immer wieder Momente, Passagen, in denen ich den „Jahrmarkt der Gier“ erst einmal aus der Hand legen musste, weil er mir schlicht und einfach zu langatmig erschien. Da braucht man halt zwischendurch doch einmal eine Pause. An solchen Stellen wäre vielleicht weniger sogar mehr gewesen, um die Spannung durchweg aufrechterhalten zu können. Ein Erwachsener kämpft sich vielleicht durch solche eher weniger fesselnden Stellen noch durch. Ob das Kinder oder Jugendliche auch tun, das ist für mich wirklich ein wenig fraglich.
Aber kommen wir zum Schluss und dem Eigentlichen dieser Rezension. Trotz der hier aufgezählten Kritikpunkte kann und möchte ich eine Leseempfehlung geben. Auch wenn ich das Buch immer wieder einmal zur Seite legen musste, es zumindest mich nicht durchweg mit Spannung überzeugen konnte, wollte ich wissen, wie es Dugo, Zaza, Brauni und Camel am Ende ergeht. Würden sie dem „Jahrmarkt der Gier“ entkommen können, wollten sie ihm überhaupt entkommen? Und ich muss sagen, zum Schluss hin wurde es dann durchaus wieder spannend und aufregend und wären die oben aufgezählten Schwächen nicht gewesen, dann hätte ich mich mit dieser Rezension auch nicht so schwer getan. Und das habe ich, denn ich war und bin bei diesem Buch doch recht hin- und hergerissen zwischen mehreren Gefühlen. Wir haben hier eine gute Geschichte mit interessanten Charakteren, die ein wenig besser umgesetzt, etwas ganz Tolles sein könnte – dennoch auch so ein Buch, an dem man nicht ganz achtlos vorübergehen sollte. Aber was sag ich? Selber lesen macht klug und meine Meinung ist sicher nur eine von vielen Meinungen.

Erschienen ist Olivia Montis „Luna Park 2 – Jahrmarkt der Gier“ übrigens im April 2016 und zwar sowohl als Taschenbuch als auch als Kindle-Edition.

Lesen geht heute anders, ganz anders als damals, als wir, besonders wir ganz schön doll Erwachsenen, noch in den Kinderschuhen steckten. Das ist mir heute wieder einmal klar geworden, als ich meinen letzten Rest vom Frühstückstee genüsslich in mich hineinschüttete und dann mein kleines Tablet zur Hand nahm, um zu schauen, was es Neues in der Welt gibt. Da las ich doch gleich: Heute ist „Welttag des Buches“. Uups, wie peinlich ist das denn? … und ich sitze hier mit meinem Tablet statt mit einem ordentlichen Buch oder einer raschelnden Zeitung in den Händen. Tja, und da sind wir dann auch genau bei dem Thema, dass das Lesen heute eben anders geht als damals, als klein Silberdistelchen noch in einem ihrer ach so geliebten Märchenbücher aus richtigem Papier blätterte und sich schließlich in diese Geschichte mit dem süßen Brei vertiefte. Meine alten Märchenbücher hat mir unlängst ein Blogbeitrag von Gudrun aus dem „Spinnstübchen“ wieder einmal ins Gedächtnis gerufen. Gudrun hatte nämlich überglücklich in einem Antiquariat genau die Ausgabe ihres einstigen Lieblingsmärchenbuches aus Kindertagen wiederentdeckt. Natürlich musste sie hinein in die Buchhandlung und das Buch, das wunderschöne alte Erinnerungen weckte, mitnehmen. Als ich Gudruns Beitrag las, da musste auch ich meine beiden Lieblinge aus der Kinderzeit wieder einmal aus dem Bücherregal nehmen und hineinschauen.

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Mein allerliebstes Märchenbuch mit Grimms Märchen hatte sich durch den vielen Gebrauch zur Kinderzeit schon etwas aufgelöst, wie es auch mit Gudruns ursprünglichem Buch einst geschah. Ihres sollte zum Buchbinder, verschwand dann aber auf seltsame Weise auf dem Weg dahin ganz. Meines hingegen fand den Weg zum Buchbinder, allerdings erst spät. Die Kindheit lag schon eine erstaunlich lange Zeit hinter mir, mein Herr Silberdistel war bereits in mein Leben getreten und ich hatte sogar selbst schon Kinder. Der kleine Märchenschatz stand nach wie vor im Bücherschrank und eines Tages wollte mein Herr Silberdistel einige Bücher, die ihm sehr am Herzen lagen, zum Buchbinder bringen. Was lag da näher, als mein altes Lieblingsmärchenbuch, „Die Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm“, illustriert von Lea Grundig, erschienen im Kinderbuchverlag Berlin im Jahre 1955, mitwandern zu lassen. Es hatte sich ein neues Kleid verdient, hatte es mir doch schon so viele wunderbare märchenhafte Stunden im Leben geschenkt – erst mir selbst, dann mir und meinen Kindern und vielleicht schaut ja auch noch einmal eines meiner Enkelkinder gemeinsam mit mir hinein. Aber wer weiß, möglicherweise schauen wir auch auf mein Tablet und lesen dort Grimms Märchen oder aber wir spielen mit Playmobilfiguren und nehmen dabei so ganz nebenbei eine Kelle voll klassischer Bildung zu uns – ganz spielerisch und so gar nicht anstrengend. Wie das geht? Ganz einfach. Ich hab’s gerade bei „Fernweh“ gelernt.
Als ich nämlich heute mit meinem elektronischen Lesegerät nach dem Frühstück noch ein wenig weiter durchs WWW schlenderte, blieb ich bei einem Blogbeitrag mit dem Titel „Kultur – für Banausen???“ hängen. In diesem Post ging es unter anderem um diese geliebten oder mitunter auch gehassten kleinen Heftchen, die wahrscheinlich ähnlich wie Märchenbücher in wohl fast jedem Haushalt zu finden sind oder die dort zumindest irgendwann einmal zu finden waren – die kleinen Büchlein vom Reclam Verlag. Wie oft haben wir sie in der Schulzeit gehasst, mussten wir uns doch durch sie und ihren mitunter unverständlichen alten klassischen Inhalt quälen. Und nun lese ich bei „Fernweh„, dass auch „Reclam“ mit der Zeit geht und uns das Leseleben leichter macht, besonders das, bei dem es um unsere sogenannte klassische Bildung geht. Mit Hilfe von Playmobilfiguren erzählt uns der Literaturwissenschaftler, Regisseur, Autor und Dramaturg Michael Sommer in einem etwa 10-Minuten-Filmchen den Inhalt einiger gewichtiger Theaterstücke und inzwischen auch den Inhalt etlicher anderer Werke der Weltliteratur. Begonnen hat das Ganze mit einer Einführungs-Veranstaltung zur Inszenierung von „Dantons Tod“ am Ulmer Theater. Da dieses Filmchen so enorm gut ankam, folgten bald weitere solcher Kurzfilme und inzwischen gibt es eine richtig kleine Serie unter dem Titel „Sommers Weltliteratur to go„. Wie ich bei „Fernweh“ las, wird das Projekt seit Sommer 2015 vom Reclam Verlag unterstützt, dem Verlag also, dem wir fast alle einen Teil unserer klassischen Bildung zu verdanken haben.

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Übrigens war Reclambuch nicht immer gleich Reclambuch. Die ganz alten Heftchen kamen im schlichten mehr oder weniger Braun daher. Nach der deutschen Teilung trugen die Reclam-Ausgaben im Westen ein gelbes Outfit und die im Osten ein weißes bzw. schwarzes. Die einen erschienen in Stuttgart und die anderen in Leipzig.

Als kleines Filmbeispiel aus „Sommers Weltliteratur to go“ hier nun „Romeo und Julia to go“. Wie hätten wir uns damals über eine solche, noch dazu sehr unterhaltsame, Kurzfassung gefreut, denn gewöhnlich hatte man doch viel zu spät mit dem Lesen begonnen und wusste im Literaturunterricht zunächst bei der Besprechung des Werkes gar nicht, was Sache war, wobei, unter uns gesagt, ich „Romeo und Julia“ noch ganz gern gelesen habe. Neuerdings kann also das Schulkind seine Ferien bei der Oma verbringen und anschließend kommt es mit einem großen Sack voller Playmobilfiguren klassischer Bildung nach Hause zurück. Apropos Märchen, sicher ließe sich auch das eine oder andere Märchen genauso überaus humorvoll als Film umsetzen. Mir geht da gerade „Der süße Brei to go“ durch den Kopf 😉 Aber was heißt hier könnte? Mein Wunsch ist bereits Wirklichkeit, denn unter „Geheimakte Grimm“ gibt es schon so allerlei Märchenhaftes von Herrn Sommer zu sehen.

Ich hatte noch gar nicht richtig angefangen, da hatte ich bereits interessierte Zuschauer.

Ich hatte gerade mal die ersten Zutaten zusammengeschüttet

Ich hatte gerade mal die ersten Zutaten zusammengeschüttet, da hatte ich schon Zuschauer

Bisher hatte ich angenommen, unsere beiden neuen pelzigen Mitbewohner würden sich in erster Linie für die Arbeit am PC interessieren. Aber weit gefehlt.

Schauen hier interessierte Bäcker in den Ofen?

Schauen hier interessierte Bäcker in den Ofen?

Eigentlich hätte ich es mir denken können, hatten sie doch unlängst bereits den Backofen ausgiebig inspiziert. Schon da hätte sich mir der Verdacht aufdrängen sollen, dass wir in unserem Heim nicht nur PC-Spezialisten beherbergen, sondern dass wir uns zwei kleine Allroundinteressierte ins Haus geholt haben. Dass sie gern lesen, ist mir natürlich nicht verborgen geblieben. Wir sahen gerade Keks und Torty interessiert in dem hauptstädtischen Anzeiger lesen, der unlängst mit Frau Tonaris „Stille-Örtchen-Päckchen“ bei uns eintrudelte.

Nicht selten schaute plötzlich, wie von Zauberhand hervorgezogen, ein Kochbuch keck in den RaumNicht selten wunderte ich mich über hervorgezogene Bücher in meinem Kochbuchregal

Aber auch sonst gab es in unserem Hause schon öfter kleine Hinweise darauf, dass wir allseits interessierte Mitbewohner haben. Geschriebenes und Gedrucktes sind eh nicht vor ihnen sicher. Immer wieder stecken sie ihre Nasen in unser reichhaltiges Buchangebot. Nicht selten schaute plötzlich, wie von Zauberhand hervorgezogen, eines meiner Kochbücher keck in den Raum. Eigentlich hätte mir schon längst auffallen sollen, dass gerade Kochbücher immer wieder besonderes Interesse weckten. Was sag ich hier? Kochbücher? Meistens waren es die Backbücher, die so vorwitzig, wie hier mein Lieblingsbackbuch, aus dem Regal schauten.

ist Keks hier auf der Suche nach einem Keksrezept?

ist Keks hier auf der Suche nach einem Keksrezept?

Und in diesem Falle erwischte ich den Backbuchliebhaber doch fast noch auf frischer Tat. War er etwa ein backinteressierter Kater, ein verkappter Bäcker gar? Aber wer weiß, vielleicht war sein Tun auch nur ein Hinweis darauf, dass ich endlich einmal mit der Weihnachtsbäckerei beginnen sollte. Eventuell gelüstete es den kleinen Keks ganz einfach nach einem Keks – einem Lieblingsnusskeks, wie ich ihn unlängst auf dem Blog von Frau Spätlese entdeckt hatte. Okay, als Katzenversteherin hatte ich die Aufgabe begriffen und so machte ich mich frisch ans Werk. Das Rezept der Lieblingsnusskekse von Frau Spätlese wollte endlich ausprobiert werden.

Etwas verunsichert schüttete ich weitere Zutaten in mein Rührschüsselchen

Etwas verunsichert schüttete ich weitere Zutaten in mein RührschüsselchenAber

Aber ein wenig wenig verunsichert werkelte ich schon mit den angegebenen Zutaten herum, wurde mir dabei doch von Katzenaugen äußerst penibel auf die Finger geschaut.

Ich werden streng bei meinen Backvorbereitungen beobachtet

Ich werden streng bei meinen Backvorbereitungen beobachtet

Ob Frau Spätlese den beiden vielleicht sogar den Auftrag erteilt hatte, genau zu beobachten, wie ich die Lieblingsnusskekse verhunzen würde? Bei solch scharfem Blick soll man am Ende auch noch die Ruhe bewahren.

Endlich war der Teig fertig

Endlich war der Teig fertig

Mit zittrigen Fingern arbeitete ich mich weiter im Teig voran. Endlich war die Masse fertig. Nun wartete sie darauf, zu Lieblingsnusskeksen geformt auf dem Blech platziert zu werden.

Geschafft - und nun ab in den Ofen

Geschafft – und nun ab in den Ofen

Zu dumm, da hatte ich doch glatt vergessen, Belegkirschen einzukaufen. Die sollten lt. Frau Spätleses Rezept die Kekse noch ein wenig dekorativer und vielleicht sogar noch ein wenig leckerer machen.

Uups, die Kekse sehen nach dem Backen gut aus, aber die Physalis ...

Uups, die Kekse sehen nach dem Backen gut aus, aber die Physalis …

Was soll’s. Ich hatte getrocknete Physalis da. Die sollten es ebenso tun, auch wenn sie nicht in so weihnachtlichem Rot erstrahlten, wie es die Kirschen sicher getan hätten. Doch was war das? Entgeistert blickte ich in den Backofen. Meine getrockneten Physalis-Kirschen hatten sich während des Backvorganges mächtig aufgeblasen und waren dabei vor lauter Anstrengung ganz schwarz geworden. Seltsam! Wie konnte das passieren? War das etwa der Kater mit seinem scharfen Blick gewesen? Hatte er die Physalis verhext? Hatte ich nicht irgendwo gelesen, dass Katzen mitunter hexen können? Aber er wird doch wohl nicht … Also, ich glaube, vielleicht sollte man doch nicht ganz so viel lesen. Da kommt man nur auf dumme Gedanken und beschuldigt unschuldige Kätzchen der Hexerei. Naja, immerhin sahen die Kekse an sich gut aus.

Neuer Versuch - mit Papaya als Dekoersatzkirsche

Neuer Versuch – mit Papaya als Deko-Ersatzkirsche

Nur keine Panik, mahnte ich mich zur Ruhe. Der Teig gab noch genug Material für mehrere Bleche her und außerdem hatte ich neben anderen getrockneten und kandierten Früchten noch getrocknete Papaya eingekauft. Ob die die Belegkirschen irgendwie ersetzen könnten? Also, neuer Versuch!

Das sah doch schon wesentlich netter aus als Versuch Nr. 1 mit den Schwarzkirschen

Das sah doch schon wesentlich netter aus als Versuch Nr. 1 mit den Schwarzkirschen

Mein Herr Silberdistel musste bei Versuch Nr. 2 als Testesser herhalten und er befand die Papaya-Variante doch tatsächlich als recht lecker. Nun doch ein wenig getröstet machte ich mich weiter ans Werk.

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Aber auch ohne fruchtige Deko schmecken die Lieblingsnusskekse äußerst lecker

Letztendlich gab es noch einen Testlauf ohne jegliche kirschige oder sonstige Dekoration auf den kleinen Nussteilchen. Wenn man also gerade keine Belegkirschen im Hause hat, geht’s auch ganz ohne und auch so schmecken die Lieblingsnusskekse á la Frau Spätlese total gut.

Trotz kleiner Kohlen auf den Lieblingsnusskeksen war der 3. Advent gerettet

Trotz kleiner Kohlen auf den Lieblingsnusskeksen war der 3. Advent bei uns äußerst gemütlich

Die kleinen hinterlistigen zum Verkohlen neigenden Physalis taten unserer Gemütlichkeit am 3. Advent jedoch keinen Abbruch. Ich wette, diese physalischen Früchtchen hatten sich bereits vor dem Backvorgang hämisch in ihr kleines Physalis-Fäustchen gelacht, weil sie ganz genau wussten, wie schwarz und ungenießbar sie aus der ganzen Sache hervorgehen und damit die Bäckerin ein wenig ärgern würden. Aber da hatten sie nicht mit uns Silberdistels gerechnet. Wir schlugen den hinterlistigen schwarzen Teilen für ihre Bösartigkeit ein Schnippchen und aßen die Kekse einfach ohne sie. Da schauten sie plötzlich ganz dumm aus ihrer schwarzen Wäsche. Übrigens, die Variante mit Papaya gefiel uns am Ende am besten, sodass die restlichen Bleche nur noch Papaya-Lieblingsnusskekse produzieren durften.

Und die nächste Runde Kekse erfreute uns dann umso mehr

Und die nächste Runde Kekse erfreute uns dann umso mehr – lecker mit Papaya-Deko

So, wer jetzt vielleicht noch an dem Rezept der Lieblingsnusskekse interessiert ist, der darf das gerne bei Frau Spätlese nachlesen. Welche Fehler man vermeiden sollte, das weiß allerdings die Silberdistel besser als Frau Spätlese 😉

Somit also allen mutigen Nachbackern guten Appetit!

Aber, unter uns, es lohnt sich, diese kleine Köstlichkeit einmal auszuprobieren – sehr lecker. Da fällt mir ein, wo sind eigentlich plötzlich die Katzen abgeblieben? Ach nee, da liegen sie ja, tief schlummernd. Kein Wunder, dass es auf einmal doch noch gut lief mit der Backerei. Kaum schauen sie mir nicht mehr auf die Finger, schon gelingen sogar die Lieblingsnusskekse bestens. Hätte ich sie bloß gleich auf ihre Schlafplätze verwiesen. Das nächste Mal bin ich klüger. Ob da vielleicht doch irgendetwas mit Hexerei … ?

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„Ein Leben ohne“ Buch „ist möglich, aber sinnlos“ – so möchte ich heute zum „Welttag des Buches“ einmal einen der vielleicht bekanntesten Sätze von Loriot ein wenig abändern. Für diejenigen, die nicht wissen, wovon Loriot ursprünglich sprach, möchte ich hier schnell noch die Auflösung des Rätsels anfügen. In Loriots Satz stand anstelle des Buches der Mops – der Hund also, der so oft zitierte beste Freund des Menschen und in diesem speziellen Fall der beste Freund von Loriot. Ich als Katzenmensch würde das natürlich etwas anders sehen. Mein Leben ist durchaus auch ohne Hund nicht sinnlos, aber ohne Katze wäre es schon ein bisschen weniger schön und vielleicht sogar nahe an sinnlos, aber ganz bestimmt sinnlos wäre mein Leben ohne Buch. … und schon bin ich bei meinem eigentlichen Anliegen gelandet. Ich möchte nämlich auf den „Welttag des Buches“ hinweisen, der sich mit dem heutigen Tag das 20. Mal jährt. In Zeiten, in denen mehr  auf  digitale Technik als auf zartes raschelndes Papier Wert gelegt wird, möchte ich dem lieben alten Buch mit seinem so ganz eigenen Geruch nach Druckerschwärze und Papier noch einmal mein Herz zu Füßen legen und ihm meine tiefe Liebe erklären, auch wenn ich meinen E-Book-Reader inzwischen ebenfalls sehr zu schätzen weiß. Kann ich doch mit ihm quasi all meine Lieblingsbücher immer bei mir haben, sei es während einer Wartezeit beim Arzt oder wenn es in den Urlaub geht. Die Extrareisetasche für unseren Lesestoff fällt neuerdings extrem klein aus. Sie muss nämlich nur zwei E-Book-Reader fassen. Früher mussten pro Kopf mindestens 3 Bücher mit ins Gepäck, manchmal sogar mehr – als Reserve für eventuelle Regentage, die schließlich auch irgendwie ausgefüllt sein wollten. Was lag da näher, als ein gutes Buch zu lesen? Ja, so ändern sich die Zeiten. Dennoch, E-Book-Reader hin, E-Book-Reader her, ohne die geliebten bunten papiernen Gesellen mag ich mir mein Haus nicht vorstellen. Ohne die vielen Bücherregale voll mit Geschichten und Abenteuern und voll mit dem enorm umfangreichen Wissen der Sachbücher würde mir etwas fehlen, würde mir ein ganz persönlicher, lieb gewordener Freund fehlen.

SONY DSC… und genau auf einen solchen Freund möchte ich heute, am „Welttag des Buches“  zu sprechen kommen – auf eines meiner Lieblingsbücher aus Kindertagen. Zu meinem Leben gehörten Bücher bereits, als ich noch gar nicht lesen konnte. Ich erinnere mich mit einem herrlichen Wohlgefühl daran, dass mein Vater in seiner freien Zeit oft im Sessel saß, meine Mutter mit einer Handarbeit ihm gegenüber und ich spielend unten auf dem Teppich und mein Vater las aus einem Roman vor. Meine Mutter war selbst nie eine große Leserin, selten einmal habe ich sie mit einem Buch in der Hand gesehen. Aber eine wundervolle Zuhörerin war sie damals schon und sie ist es heute noch immer. Ich glaube, wir haben diese gemütlichen Vorlesenachmittage und -abende alle drei sehr genossen, auch wenn ich sicher mitunter einiges aus diesen Erwachsenenbüchern nicht so recht verstanden habe. Die Atmosphäre allein war etwas enorm Wundervolles, etwas, das ich nie vergessen werde. Es war ein Gefühl von Wärme, Zuneigung, von Miteinander, von Zusammengehörigkeit.
Als ich dann endlich selbst lesen konnte, kam zu diesen Vorlesestunden eine Zeit, in der ich auch allein auf Abenteuerreise gehen konnte. Auch das war wichtig für mich. Ich verschlang ein Buch nach dem anderen. Auf dem Geburtstagstisch lagen natürlich von da an immer Bücher und auch zu Weihnachten fehlte nie ein Buch auf dem Gabentisch. Eines Tages, ich weiß nicht mehr, ob es zu einem Geburtstag, zu Weihnachten oder zu einem anderen Anlass war, wickelte ich das Buch „Frank“ von Karl Neumann aus seinem buntem Geschenkpapier. Der Frank auf dem Cover eroberte sofort mein Herz und er besitzt es irgendwie noch heute. Ich weiß nicht, wie oft ich dieses Buch inzwischen gelesen habe. Sogar als schon sehr erwachsene Frau habe ich es immer wieder zur Hand genommen, um noch einmal in die Erlebniswelt dieses Buches abzutauchen und jetzt, jetzt liegt es gerade wieder neben mir und wartet darauf, erneut aufgeschlagen und gelesen zu werden.

SONY DSCWorum es in „Frank“ geht? Natürlich um einen Jungen mit diesem Namen, um seine Probleme in und mit seiner neuen Klasse, um die Idee, ein Kanu zu bauen und um, wie wir auch der kurzen Inhaltsangabe auf der Buchrückseite entnehmen können: „… Abenteuer und Träume, Siege und Niederlagen, Freundschaft und Feindschaft, Glück und Traurigkeit und die Liebe zu dem Mädchen Irene.“

Ein wenig widerspiegelt dieses Buch auch meine Kindheit und Jugend. So viel anders und simpler als die Kinder und Jugend von heute erlebten wir die Welt, dennoch war auch sie voller Abenteuer, Leben, Lachen und manchmal sicher auch Traurigkeit. Es war noch eine andere Welt, in der es uns Kindern aber trotzdem an nichts mangelte, eine Welt, in der es nur richtige Bücher aus Papier und gedruckten Buchstaben gab. Ich hoffe, diese Welt der gedruckten Bücher bleibt uns noch lange erhalten – gern NEBEN dem modernen elektronischen Buch, das eine neue Welt verkörpert, die aber auch Teil unseres Lebens und aus diesem ebenfalls nicht mehr wegzudenken ist. Schön wäre es, wenn sie beide gut miteinander auskämen – der alte, in die Jahre gekommene Freund und der jugendliche Bursche mit all seiner Frische und seiner modernen Technik.

Das gedruckte Exemplar meines lieben „Frank“, das in meinem Bücherschrank schon viele Jahre sein Zuhause hat, ist nicht mehr jenes, das ich einst geschenkt bekam. Das steht inzwischen bei einem meiner Kinder. Aber weil  mich dieser „Frank“ nie so richtig losgelassen hat, ist irgendwann eine der Ausgaben, die auch noch zwei Folgebände zu „Frank“ enthält – nämlich „Frank und Irene“ und „Frank bleibt Kapitän“ – in meiner Büchersammlung gelandet. Diese Drei-Bände-in-einem-Band-Ausgabe ist wie auch die Einzelbände um Frank im Kinderbuchverlag Berlin erschienen. Mein Exemplar  ist eine 2. Auflage aus dem Jahre 1989. Übrigens gibt es die Bücher noch zu kaufen – sowohl als Einzelbände als auch als Sammelband, wobei der Sammelband wohl schon mehr als Liebhaberstück durchgeht und man dafür unter Umständen entsprechend mehr Euros auf den Tisch legen muss.

Welches Buch auch immer, nehmt heute zur Feier des „Welttages des Buches“ doch wieder einmal eines Eurer Lieblingsbücher, ein nach Farbe und Papier duftendes Buch, aus Eurem Bücherschrank, streichelt ihm liebevoll über seinen Buchrücken und sagt ihm ein Dankeschön für all die schöne Zeit, die Ihr mit ihm verbringen durftet. Ich denke, das Buch mit seinen raschelnden und so gut duftenden Papierseiten hat es sich verdient, dass wir ihm heute unsere ganz besondere Aufmerksamkeit schenken.

… ist nicht mehr, aber seine Scheibenweltromane bleiben uns und lassen ihn mit seinen Büchern in uns weiterleben. Er starb am Donnerstag letzter Woche im Alter von 66 Jahren, zu jung eigentlich, aber dennoch vielleicht auch gut für ihn. Er wusste schon seit einiger Zeit, dass er an Alzheimer erkrankt war und ihm war bekannt, was diese Krankheit am Ende aus ihm machen würde. Seitdem er von seiner Erkrankung erfahren hatte, setzte er sich intensiv für die Erforschung von Demenzerkrankungen ein. Gönnen wir ihm nun seinen Frieden. Vielleicht hat er irgendwo in seiner Scheibenwelt ein Plätzchen gefunden und kann dort mit den Helden seiner Bücher weiterleben, mit den Helden, die wir Silberdistels lieben gelernt haben und mit denen wir auf jeden Fall weiterleben werden, denn sie sind uns sehr ans Herz gewachsen mit ihrem Charme und ihrem Witz, dem Charme und dem scharfsinnigen Witz ihres Meisters Terry Pratchett. Mach’s gut, Terry, ganz sicher werde ich immer wieder einmal eines Deiner Bücher zu Hand nehmen oder vielleicht sogar einem der Kochrezepte aus Deinen Büchern Leben einhauchen.

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Ich erinnere mich, dass Frau Spätlese sogar Deinem Erdbeerwackler mit ihrem Beitrag „Rezeptetester – Folge 4“ ein Denkmal gesetzt hat. Nachlesen kann man das Rezept aber auch auf Seite 64 in „Nanny Oggs Kochbuch. – 2. Aufl. – München : Goldmann, 2006. – ISNN 978-3-442-46081-6

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… und wer noch ein klein wenig mehr über Terry Pratchett und sein Werk erfahren möchte,  dem lege ich gern noch einmal meine Beiträge „Filmabenteuer – The Color of Magic“ , „Filmabenteuer  – Going Postal“, „Filmabenteuer – Hogfather“ , und „Lese- oder Kochabenteuer?“ ans Herz. Übrigens hatte Terry Pratchett in allen drei hier genannten Filmen einen Kurzauftritt. In „The Color of Magic“ war er als Astrozoologe zu sehen, in „Going Postal“ als Postbote und in „Hogfather“ trat er als Spielzeugmacher in Erscheinung. Ich kann diese Filme nach wie vor sehr empfehlen. Wir Silberdistels haben sie schon viele Male gesehen. Immer wieder haben wir viel Spaß dabei.

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Also Pterry, danke für all das, was Du uns und all Deinen anderen Lesern gegeben hast. Wir vergessen Dich ganz sicher nicht! Deine Bücher werden ihren Platz in der ersten Reihe unseres Bücherschrankes immer behalten und vielleicht kommt ja auch noch das eine oder andere Buch, das wir bisher noch nicht kennen, hinzu.