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… werden wir Silberdistels jetzt – wir machen Blogpause …

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… und sind dann also mal fort, weil … der Sommer hat noch einiges mit uns vor. Oder war es die Enkeltochter, die uns wieder einmal so allerlei Beschäftigung angedroht hat? Nun, wer auch immer, das wirkliche Leben meint, es gibt auch fernab von Schreibtisch und PC so allerlei Interessantes zu tun und zu entdecken. Und wenn wir jetzt nicht endlich zu unserer sommerlichen Entdeckungsreise aufbrechen, ist dieser ohnehin sehr schwächelnde Sommer vielleicht still und leise an uns vorüber gegangen und wir haben es noch nicht einmal gemerkt.

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Wir machen uns denn mal auf die Socken, um zumindest das Wenige, was der Sommer in diesem Jahr im Gepäck zu haben scheint, noch mitzunehmen.

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Unsere graue Eminenz hat sich schon mal den besten Platz gesichert – im Grünen, wie man sieht, noch dazu äußerst gemütlich gepolstert und für alle Fälle trocken. Man weiß ja nie, zumal der Sommer momentan sehr tränenreich unterwegs ist. Andererseits ist sie mit ihrem regensicheren Plätzchen dennoch dicht an der Natur – an Vogelgezwitscher, summenden Insekten und bunter Blumenpracht. Was will man mehr als Katzendame im fortgeschrittenen Alter?

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Andere aus der Familie Silberdistel schauen vielleicht lieber den Rotschwänzen bei ihrer Arbeit zu.

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Und sollte der Sommer doch noch heiß werden, dann wissen wir Silberdistels auch für Abhilfe zu sorgen.

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Dann machen wir es wie unsere Kröte Arni, wir springen ins kühle Nass. Nur keine Angst, wir bringen nicht Arnis kleines Gartenteichlein zum Überlaufen. Das lassen wir ihm. Wir springen lieber in die große Badewanne vor unserer Haustür – in unsere Ostsee.

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Und die silberdisteligen Familienmitglieder, die es nicht so gern nass mögen, die baden voller Vergnügen in der Katzenminze.

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Und noch wieder andere baden einfach in Glückseligkeit.

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Kurz und gut, jeder von uns wird den Sommer auf seine Weise genießen und am Ende hoffentlich ganz erholt und fit hier wieder in unser bücherstaubiges Stübchen zurückkehren. Ja, da dürfte es fast schon Herbst sein. Bis dahin aber alles Liebe für Euch, habt eine schöne Zeit und genießt auch Ihr den Sommer und lasst Euch nicht von seiner eventuellen kalten Schulter beeindrucken! 😉

Es war Ende Februar, als mich Keks das erste Mal nervte und fragte, wann ich mich endlich um das neue Teichlein kümmern würde, schließlich wäre das der wichtigste Outdoor-Trinknapf für ihn und seine zwei pelzigen Mitbewohnerinnen. Doch das Teichlein wäre im Moment eher eine Stöckchensammelstelle als ein durstlöschender Wassernapf.

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„Silberdistel, hast Du schon mal ins neue Teichlein geschaut?“
„Nein, Keks. Warum sollte ich? Da gibt es doch um diese Jahreszeit gar nichts Interessantes zu sehen?“

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„Komm mal mit, Silberdistel!“

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„Guck mal, was alles im Teichlein herumliegt – …

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… ein Stöckchen vom ehemaligen Elsternnest aus unserem Wacholder. Und davon ist nicht nur dieses eine in den Teich gefallen. Es haben sich in ihm gleich mehrere davon zusammengerottet.“

„Ja und, Keks? Lass die Stöckchen doch liegen. Irgendwann werde ich sie schon rausräumen. Jetzt aber stören sie doch niemanden. Ihr könnt doch trotzdem aus dem Teichlein trinken. Da hat das Wasser sogar ein bisschen leckeres Vogelaroma. Im Moment ist es mir noch viel zu kalt für solche wasserlastigen Gartenarbeiten.“

„Silberdistel, das Teichlein ist doch aber unsere Trinkstelle. Wir wollen eine reine Trinkstelle – eine ohne den Müll von Familie Elster.“

„Keks, Ihr habt doch überall im Haus Trinkstellen, und als das Teichlein zugefroren war, konntet Ihr doch auch nicht aus ihm trinken. Ich kümmere mich, wenn es wärmer ist, um die Stöckchensammlung, okay?“

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Dann war es Mitte März und Keks drängte mich erneut, Hand an das Teichlein zu legen: „Silberdistel, wann kümmerst Du Dich endlich um unsere Wasserstelle? Inzwischen liegen auch noch Blätter im Teich und man kann gar nicht mehr genussvoll trinken.“

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„Hm, naja Keks, es stimmt schon, ich sehe jetzt auch, dass das Teichlein momentan wohl mehr eine Stöckchen- und Altblättersammelstelle als ein Trinknapf für Katzen ist.“

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„Guck, Silberdistel, wenn man trinken will, geht es jetzt nur noch so: Blätter angeln und ablecken. Probier‘ mal selber, Silberdistel! Du wirst merken, dass das ganz schön mühsam ist.“

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„Warte, Silberdistel, ich hole Dir ein Blatt. Dann kannst Du gleich mal selbst lecken.“

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„Guck, so musst Du lecken, Silberdistel.“

„Äh … ja, Keks, ich glaube Dir auch so. Ich muss das nicht extra selbst probieren. Du hast das sehr anschaulich vorgeführt und mich davon überzeugt, dass wir etwas tun müssen, damit Eure Trinkstelle wieder eine Trinkstelle wird. Hilfst Du mir dabei, Keks? Du hast doch inzwischen schon mächtig Übung im Rausangeln der Blätter und Stöckchen.“

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„Silberdistel … ich … ähhh … Moment mal …“

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„Hehh Keks!!! Ich dachte, Du hilfst mir beim Säubern des Teichleins.“

„Psssst, Silberdistel, sei leise!“

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„Warum soll ich leise sein, Keks? Was siehst Du denn gerade?“

„Psssst, da raschelt es, Silberdistel. Ich hab‘ jetzt keine Zeit für Gartenarbeit. Fang Du schon mal an!“

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„Ohne Dich soll ich anfangen, Keks? Nein, ich will auch sehen, was hier raschelt. Aber ich sehe nur Krokusse und die rascheln nicht.“

„Pssst, Silberdistel, leg‘ Dich neben mich und guck‘ und lausche aufmerksam wie eine Katze.“

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„Aber ich höre nichts rascheln, Keks, es summt. „

„Es hat aber erst geraschelt , Silberdistel, im Krokus. Nun, nun summt es vor Schreck, weil Du so laut warst.“

„Ach, Keks, und ich dachte, Du bist eher ein Schreckgespenst für ein Bienchen als ich. Kümmern wir uns nun ums Teichlein?“

„Später Silberdistel, ich muss weiter lauschen. Frag doch Torty, ob sie Dir hilft.“

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„Heh, Torty! Hilfst Du mir dabei, die Stöckchen und Blätter aus dem Teich zu angeln, damit Eure Trinkstelle wieder bestes Trinkwasser liefert? Keks hat gerade keine Zeit dafür.“

„Ruhe, Silberdistel! Stör mich nicht! Ich hab‘ anderes zu tun!“

„Zu tun? Was tust Du denn, Torty? Du sitzt doch da nur rum.“

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„Ich befasse mich mit Vogelkunde und dabei möchte ich nicht gestört werden, Silberdistel.“

„Aha! Vogelkunde nennst Du das. Ich dachte schon, es wäre eine Ansitzjagd auf den Amselmann dort auf der Blumenschale.“

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„Hihi, wie er dort herumtanzt, Torty. Ich glaube, der will Dich provozieren, springt wie ein Clown zwischen den Blumenschalen hin und her.“

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„Guck doch, wie er grinst, Torty.“

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„Nein, Silberdistel, der will nur dem Star dort oben im Apfelbaum beweisen, dass er, der Amselmann, hier im Garten der eigentliche Star ist.“

„Ach, ein Star ist auch noch da? Tatsächlich! Du bist ja wirklich eine Vogelkundlerin, Torty.“

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Tja, so waren sie alle beschäftigt, unsere Pelzträger, und keiner hatte Zeit, mir beim Saubermachen des Teichleins zu helfen. Selbst unsere graue Eminenz schaute mich ganz lustlos an, als ich um ihre Mitarbeit bat.

Allein hatte ich dann auch keine Lust mehr. Ich fand die Bienen und Vögel natürlich auch viel spannender, als im Teichlein nach Blättern und Stöckchen zu angeln. Und so habe ich die Arbeit schnell auf einen späteren Zeitpunkt verschoben.

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Inzwischen ist es nun gleich Ostern. Da wird es Zeit für eine Blogpause. Schließlich müssen wir uns, wie Keks es hier oben sehr schön demonstriert, seelisch und moralisch auf Ostern vorbereiten.

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Und vielleicht schaffen wir es doch noch, nicht nur die Ostereier in unserem Garten aufzuhängen, sondern auch noch, aus unserem Teichlein bis zum Osterfest eine ordentliche Outdoor-Trinkstelle zu machen, damit unsere pelzige Herrschaft zum Osterfest klares und reines Osterwasser trinken kann.

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In diesem Sinne wünschen wir Silberdistels Euch allen wunderschöne, sonnige und erholsame Ostertage mit Euren Lieben und viel Spaß beim Suchen der vielen Ostereier!

… und so tritt hier im Blog wieder einmal etwas Ruhe ein. Ob wir Silberdistels das mit der Ruhe auch sonst hinbekommen, das wird sich zeigen.

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Bei diesen Geschenken hier oben war allerdings nicht ich der Verpackungskünstler

Alle Geschenke sind zumindest beisammen und mit viel Liebe und auch ein wenig im Schweiße meines Angesichts verpackt worden. Warum mir dabei der Schweiß auf der Stirn stand? Nun, weil man neuerdings gaaaaanz, ganz vorsichtig verpacken muss, als würde man Seidenpapier dafür verwenden, so dünn ist das Geschenkpapier mittlerweile geworden. Eine kleine Unvorsichtigkeit und schon kann man seine Verpackungskunst erneut unter Beweis stellen. Ich habe den Verdacht, dass die Geschenkpapierhersteller derweil aus einer Rolle, wie es sie noch von vor ein paar Jahren gab – haltbar und reißfest – inzwischen drei Rollen zaubern. In meiner bibliothekarischen Ausbildung habe ich vor vielen Jahren einmal dabei zuschauen dürfen, wie man Papier spaltet. Verwendet wurde diese Technik damals bei der Restauration von Büchern. Ich habe den Verdacht, dass man es heute für die Spaltung von Geschenkpapier verwendet. Auch wenn jetzt aus einer ehemaligen Rolle drei gespalten werden, der Preis hat sich dummerweise keineswegs durch 3 dividiert. Naja, verständlich, Papierspaltung ist bestimmt nicht so ganz preiswert und andererseits hat man jetzt ganz wunderbar zartes und hauchdünnes Papier, das auf dem Geschenk so gar nicht aufträgt. Hat doch auch irgendwie was, oder?

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Lieblingsnusskekse nach Art der Frau Spätlese

Aber nicht nur die Geschenke sind verpackt, auch alles, was in meiner Backstube entstanden ist, wartet nun darauf, dass es auf die Weihnachtsteller springen darf, um alsbald verschlungen verkostet zu werden. Da sind nicht nur Elisenlebkuchen oder Schwarzweißgebäck vom Blech gesprungen, auch diese leckeren  Nusskekse nach Art der Frau Spätlese drängelten sich aufs Backblech und anschließend in die Vorratsdose. Okay, okay, manchmal sprang auch eins daneben, so wie in den Mund von Bäckerin und Vorkoster Herrn Silberdistel.

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An dem Rezept habe ich allerdings wieder einmal ein wenig herumgeschlimmbessert. Statt der 50 g Pistazienkerne, die ich gerade nicht zur Hand hatte, habe ich gemahlene Haselnüsse verwendet und an Stelle von 100 g Walnüssen, die ich erst hätte knacken müssen, wozu ich zu faul war, habe ich noch einmal gehackte Mandeln hinzugefügt und mein Früchtemix bestand zur Hälfte aus einem Soft-Früchte-Mix und zur anderen Hälfte aus getrockneten Mangofrüchten (siehe Abb.).
Die Kekse sind übrigens überaus leckerig geworden. Dieses Rezept von Frau Spätlese regt mich sicher noch öfter zum freudigen Experimentieren an. Es gibt ja sooo viele Früchte und Nüsse, die irgendwann auch noch einmal eine Zutat zu diesen Keksen sein wollen. Aber man muss ja nicht gleich alles auf einmal probieren. Kommt Zeit, kommen neue Kekse. Danke also, liebe Frau Spätlese, ich kann es nicht oft genug sagen, für das tolle Grundrezept!

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Ja, und dann waren da noch meine Lieblingsdominosteine. Ich hoffe, ich kann davon noch einige für die Weihnachtsteller retten. Wir mussten auch hier schon fleißig probieren. Ja, wir MUSSTEN, sie haben nämlich enorm magische Anziehungskräfte, diese Dominosteine. Und wenn sie ihr Opfer erst einmal angezogen haben, dann wollen sie fast automatisch in den Mund wandern. Wehren ist zwecklos.

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Inzwischen aber ist der Backofen gut ausgekühlt, die pelzigen Jungspunde mussten meine Behauptung natürlich testen, und ich musste ihm, also dem Backofen, versprechen, dass er nun erst einmal Pause hat. Das Versprechen konnte ich leichten Herzens abgeben, denn um den Kuchen für die Feiertage kümmert sich eine andere Bäckerin. Wir Silberdistels haben lediglich mit der Verkostung zu tun – übrigens ein ungemein toller und überaus befriedigender Job. Man sollte in solch einem Job natürlich voll und ganz bei der Sache sein. Neberher geht da gar nichts mehr. Da sollte nicht einmal mehr ein winziges Bücherstaubkörnchen ruhelos herumhüpfen. Und so macht der „Bücherstaub“ jetzt seine wohlverdiente Weihnachtspause. Er legt sich sanft und leise, wie es nur Bücherstaub kann, dort nieder, wo er hingehört, auf seine Bücher, denn wo sonst könnte er besser ruhen? So betrachtet haben wir doch eigentlich eine gute Grundlage für gemütliche und ruhige Weihnachtstage geschaffen.
Aber irgendwann nach Weihnachten wird einer von uns Silberdistels die bücherstaubigen Körnchen sicher wieder aufwirbeln und sie neue Geschichten in den Staub schreiben lassen. Bis dahin macht’s gut, habt wundervolle, fröhliche und hoffentlich auch friedvolle Weihnachtstage.

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Lasst Euch schön beschenken und verschenkt auch selbst ein wenig – und wenn’s nur solche Kleinigkeiten wie ein bisschen Freude, ein kleines Lächeln, eine liebe Umarmung und dazu ein schönes Buch sind. Bis denne! Wir lesen uns!

… und das nicht nur auf dem Kalender, dann sollte man sich auch die Zeit nehmen, um ihn ordentlich zu genießen. Und genau das werden wir Silberdistels jetzt tun. Bei uns ist jetzt Sommer- und Blogpause angesagt.

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Auch Euch wünschen wir einen wunderschönen Rest vom Sommer, freut auch Ihr Euch über die Sonne, die Wärme, die Blumen, das Summen der Insekten, vielleicht auch über das Meer, die Berge und den wunderschönen blauen Himmel darüber. Und ab und zu gehört vielleicht auch bei Euch ein schönes Buch zu einem erholsamen Sommer. Bei mir wäre ein Sommer ohne eine schöne Lektüre draußen im Garten – an meinem Lieblingsleseplatz – undenkbar. Also, habt viel Spaß, erholt Euch gut und bleibt gesund.

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Hier bei uns wird jeder das tun, was ihm am meisten gefällt, unsere pelzige Herrschaft wird sicher ihren beiden Lieblingsbeschäftigungen nachgehen – durch den Garten streifen und zwischendurch immer wieder eine kleine Ruhepause einlegen. Die aber möglichst immer draußen im Garten. Zur Not darf’s auch gern der Wintergarten sein, wobei der mehr Tortys Spezialität ist. Nur unser Keks scheint nie zu schlafen. Er ist fast immer im Laufschritt unterwegs, so, als müsse er immer und überall sein. Für ihn wird dieser Sommerurlaub wohl mehr ein einziger großer Abenteuerurlaub werden. Es gibt ja noch soooo viel zu entdecken. Wer weiß, vielleicht haben wir ja am Ende des Sommers so allerlei Aufregendes, Interessantes und sogar Spannendes zu berichten.
Jetzt aber tauchen wir zwei- und vierbeinigen Silberdistels erst einmal ab in unseren Sommergarten und wer weiß, möglich, dass wir auch das eine oder andere Mal außerhalb unseres Gartens unterwegs sein werden. Wir werden sicher zu gegebener Zeit berichten.
Und wer von Euch jetzt immer noch nicht so richtig auf Sommer, Urlaub und Erholung eingestellt ist, der darf sich ganz schnell noch in unserem kleinen summenden, brummenden, blühenden, bunten silberdisteligen Sommerglück ein Auge, eine Nase, ein Ohr voll Sommer holen. Und falls wir uns unterwegs irgendwo verlieren sollten, spätestens am Ende des Sommers lesen wir uns doch hoffentlich wieder. Macht’s gut bis dahin und macht ihn Euch schön – Euren Sommer!

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Hallo, da seid Ihr ja endlich.

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Ich sitze hier schon eine ganze Weile und warte auf Euch. Ich will Euch nur sagen, dass wir im Moment so gar keine Zeit haben. Hier ist mächtig was los. Wir erwarten nämlich Besuch.

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Da haben wir natürlich jetzt gewaltig zu tun – mit der ganzen Putzerei und so.

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Ihr glaubt gar nicht, wie erschöpfend das sein kann.

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Naja, ich bin jetzt wenigstens fertig mit dem Putzen.

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Ich will mal kurz schauen, wie weit die Silberdistel damit ist.

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Hier unten ist sie scheinbar fertig. … und auch sonst höre ich nichts mehr. Ich geh‘ mal vorsichtig gucken.

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Ja, hier ist die Luft rein und der Teppich auch. Wie himmlisch – endlich wieder Ruhe … Ach, … und ehe ich’s vergesse, wir machen erst einmal Sommerpause. Wir müssen uns um unsere Gäste kümmern. Da bleibt keine Kümmerzeit für den Bücherstaub übrig. Ihr müsst jetzt erst einmal eine Weile ohne uns auskommen.

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Und ich, ich muss mich nun von der Putzerei erholen. Bin völlig erschöpft und hundemü… ähh … katermüde. Also dann … bis irgendwann nach … nach unserer Sommerpause. Das kann aber dauern. Kater schlafen gewöhnlich lange … gaaaaanz lange … Also, bis später dann … brrrr … puhhhhhhhh …

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Was? Warum weckt Ihr mich noch mal? Katzen? Was ist mit Katzen?

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Ach so, … Katzen … ja, die schlafen auch lange, viel länger als Kater, weil … sie haben die besseren Schlafplätze …

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So, aber nun ist Ruhe hier! Gute Nacht … und dann bis nach dem Schlaf um acht im Bücherstaub!… brrrr … puhhhh … brrrr … puhhhhhhh …

 … Katze, sagt da doch gerade die Silberdistel zu mir. 00-KatzeIrgendwie reißt hier neuerdings ganz schön etwas ein. Ich kann mich noch gut daran erinnern, dass es vor einer Weile schon einmal so war und meine damals frisch aus dem Urlaub zurückgekehrte und sichtbar gut erholte Silberdistel den Kater mit ihrem Bettelblick dazu überreden wollte, hier im Blog den Pausenkasper zu spielen. Im ersten Moment hat sich Katerling ja damals noch stark gezeigt und so getan, als würde er sich über ihre Worte fast kaputtlachen. Er brachte es sogar fertig, sich nach dieser schauspielerisch hervorragend gelungenen Lachattacke ganz schnell in die Tiefen des Gartens zu verdrücken. Geschmälert wurde das Ganze jedoch dadurch, dass es ihm wenig später schon wieder leid getan hatte, zu seiner Lieblingssilberdistel so patzig gewesen zu sein. Naja, so ist er eben, irgendwo doch immer Kavalier und letztendlich kann er natürlich auch nicht widerstehen, wenn die Silberdistel ihn so liebreizend anschaut, wie sie eben manchmal schaut. Ich dachte immer, nur Katzen können so flehentlich gucken. Scheinbar sind einige Menschen entgegen der allgemeinen kätzischen Meinung wohl doch noch lernfähig.
Uups, ich schweife ab. Wo war ich doch gleich? Ach ja, beim Kater, der der Silberdistel dann damals natürlich doch noch unter die Arme griff und ihr in Gemeinschaftsarbeit mit der Kröte Undine einen kleinen Pausenfüller lieferte.

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Dieses Mal war der große Schauspieler allerdings klüger. Er ließ sich gar nicht erst ansprechen. Als hätte er gespürt, dass die Silberdistel wieder einmal einen Pausenfüller braucht, stellte er sich sofort schlafend, tat so, als wäre er in den tiefsten aller Tiefschlafe gefallen. Kluger Bursche!

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Nur für mich war es dumm gelaufen, weil ich dachte, sie hätte eine hübsche Überraschung für uns und so schaute ich die Silberdistel ganz besonders aufmerksam an. Warum musste ich sie auch nur angucken?

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Naja, was soll’s, fülle ich eben die Pause. Ich konnte diesem Blick der Distel am Ende ebenso wenig widerstehen wie der Kater. Außerdem sehe ich ein, meine Silberdistels haben im Moment eine ganze Menge um die Ohren. Nein, nicht nur Hausputz, Garten, Arztbesuche und Co., auch sonst … Aber zurück zum Pausenfüller. Wenn ich so richtig darüber nachdenke, dann frage ich mich, ob man denn eine Pause überhaupt füllen muss?

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Ist eine Pause nicht immer irgendwo ein Loch, ein Nix, ein geschichtenloser Raum? Darüber muss ich bei Gelegenheit einmal mit dem Kater philosophieren. Vielleicht kann man ja auch nur dasitzen, hübsch aussehen und ansonsten nix, aber auch gar nix, tun und das wäre dann wiederum etwas, was wir Katzen ohnehin formvollendet können.

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So, aber jetzt geht es los mit meinem Pausenfüller. Also, eigentlich war hier ja absolut nichts los, nachdem uns die Silberdistels so schmählich im Stich gelassen hatten. Wir Katzen haben die meiste Zeit geschlafen, geschlafen und nochmals geschlafen. Der Kater demonstriert das hier vortrefflich. Zwischendurch, also zwischen dem Schlafen und dem Schlafen, rüttelte uns zwar immer mal wieder die Pausenverpflegung aus den süßesten Träumen und servierte irgendwelches Essen – leider so gar nichts Besonderes – und das war auch schon alles. Ach ja, in unseren Katzentoiletten hat er auch noch herumgegraben, der Ersatzpfleger, als würde er nach verstecktem Gold suchen. Aber, hihi, er wird wohl doch etwas enttäuscht über die Funde gewesen sein.
Als das Hilfspersonal dann endlich, e n d l i c h  davon sprach, dass die Silberdistels nun gleich wieder hier im trauten Heim aufschlagen würden, sind wir Katzen ruckartig hellwach gewesen. Eine winzige Strafe für diesen uns aufgezwungenen Hausarrest  musste für die Silberdistels schon noch sein. So liefen wir eilfertig durchs Haus und drapierten überall hübsche kleine Fellbüschelchen. Zur Krönung des Ganzen habe ich mir just zu dem Zeitpunkt, als ganz sicher kein etwa noch aufräumendes Ersatzpersonal mehr zu erwarten war, den Magen so gewaltig mit Trockenfutter vollgeschlagen, dass mein Magen bald darauf rebellierte und überquoll. Mich von Zimmer zu Zimmer quälend hinterließ ich überall kleine eklige Berge von Erbrochenem, das bis zur Ankunft der Silberdistels noch genug Zeit hatte, um mit den jeweiligen Teppichen und sonstigen Unterlagen gut zu verschmelzen und festzutrocknen. Der Kater ergänzte die Bestrafungsliste wenig später noch meisterlich und pullerte in kühnem Schwung über den Rand der Katzentoilette hinaus und versetzte damit das Bad in einen … nun ja … besonders gut duftenden Raum. Wir Pelzträger sind halt doch immer und überall ein perfektes Team. Rache kann mitunter so unendlich süß sein. Die Silberdistel staunte natürlich nicht schlecht ob unserer Vielseitigkeit, sagte aber kein böses Wort, schrubbte und putzte sofort ganz dienstbeflissen und sank später völlig erschöpft auf die Couch. Herr Silberdistel hatte zu diesem Zeitpunkt bereits eine Flasche Wein entkorkt, um sich und der Silberdistel den Wiedereinstieg in den Arbeitsalltag eines hochherrschaftlichen Katzenpersonals ein wenig zu verklären. Sie sah gestresst aus, die arme Silberdistel, obwohl sie doch gerade Urlaub hatte …
Ich hätte das gern alles bildlich dokumentiert, nur … die Kamera der Silberdistel ist ein so schweres Teil, das konnte ich beim besten Willen nicht an die Orte des Geschehens schleppen. Mit dem Handy hätte es klappen können, nur hatte ich einige Probleme mit der Technik.

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Immer, wenn ich auf das Bildermach-Knöpfchen tatschte, war nur ich drauf und nicht der Fussel oder mein so hübsch auf dem Teppich drapierter Mageninhalt. Ich bin zwar eine äußerst kluge Katze, aber diese neumodischen Handys sind mir doch irgendwie suspekt. Ich merke, ich habe immer noch Nachholbedarf in Technikfragen, obwohl ich mit dem PC z.B. enorm gut umgehen kann. Was? Ihr hättet meine vorverdaute Teppichverzierung gar nicht sehen wollen? Auch den Teppich mit den vielen braunen und grauen Fellfusseln nicht? Und das Bad erst recht nicht? Naja, inzwischen hat sich das heimgekehrte Personal ohnehin all unserer Missetaten angenommen und sie beseitigt. So düste Herr Silberdistel auch sofort mit diesem laut kreischenden fellfressendem Ungeheuer durch die Räume, während die Silberdistel auf allen Vieren mit einem Wasserschüsselchen, einer Bürste und einem Tuch bewaffnet über die Teppiche und später durchs Bad kroch, um reinigend auf das verunstaltete Heim einzuwirken.

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Wir Katzen hatten unseren ganz besonderen Spaß dabei, schauten jedoch zum Selbstschutz sehr betreten drein. Schließlich waren uns unsere Missgeschicke sehr peinlich 😉

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Wir bekamen später, als endlich Ruhe im Haus und Wein in die Silberdistels einkehrte, auch noch enorm viele tröstende Streicheleinheiten und Trostleckerlis.

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So ist dann jetzt die Katzenwelt wieder in Ordnung.

Was mit der Menschenwelt ist? Naja, da sind sie noch am Richten und Bewältigen. Nein, mit uns und unseren Missetaten hat das nichts zu tun.

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Zumindest der Urlaub war schön, das darf ich schon mal verraten. Aber wann die Silberdistel darüber berichten wird, das weiß sie noch nicht so genau. Im Moment hat erst einmal anderes Vorrang.

Unsere Silberdistels sprechen schon seit Tagen davon, dass sie sich wieder einmal Ruhe und Erholung verdient hätten und unbedingt ausspannen müssten.

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Dabei hatte die Silberdistel jetzt im Garten mehr als genug Entspannung. Außerdem hat sie mit uns doch ganz sicher genug Abwechslung. Was kann denn schöner sein, als einer Katzenherrschaft von morgens bis abends dienlich zu sein. Das ist nicht nur Entspannung pur, das ist aller höchster Luxus. Für uns kann dieser seltsame Wunsch, der da mit Kofferpacken und freudiger Erwartung in ihren Gesichtern einhergeht,  im Grunde nur Schlechtes bedeuten, nämlich: Ausgang auf Null geschraubt, möglicherweise neues und unbekanntes Pflegepersonal. … und damit wiederum verbunden: Unverstandenheit oder gar totale Ignoranz unsere vorgebrachten Sonderwünsche betreffend. Ach, was sag ich arme Katze, Wünsche fallen für die nächste Zeit wohl eher völlig aus, egal ob Sonderwunsch oder nicht.

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Einzige Überlebensstrategie:  Schlafen, schlafen und nochmals schlafen. Wie Ihr seht, der Kater ist sofort in Tiefschlaf gefallen, als er die Silberdistels so seltsam sprechen hörte. Wahrscheinlich denkt er, je eher er schläft, umso schneller ist die sogenannte Entspannungs- und Erholungszeit des Personals vorbei  und wir Katzen werden endlich wieder so beachtet und bedient, wie es uns dienstgradmäßig zusteht.

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Während sich das Personal nun gleich fern der Herrschaft prächtig amüsiert, müssen wir daheim also zwangsweise auf der faulen Haut liegen und am Ende ernten wir noch vorwurfsvolle Blicke, weil wir angeblich alles vollgefusselt haben. Da fragt man sich doch ernsthaft, wie man alles vollfusseln kann, wenn man ständig nur vom Dösen in den Schlaf und vom Schlaf ins Dösen fällt. Das bisschen Zum-Fressnapf-Schleppen macht den Kohl ja wohl auch nicht fett. Wem fällt dabei schon eine Feder aus dem Pelz? Naja, egal, wir stehen eh über den Dingen und lassen uns von solchen unqualifizierten Äußerungen nicht beeindrucken.

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Wir sind dann also jetzt erst einmal im Zwangsurlaub. Aber vielleicht träumen wir ja allerlei Aufregendes, sodass es nach dieser uns aufgedrückten Pause doch so manche Geschichte zu erzählen gibt. Ich werfe noch schnell einen letzten Blick in meinen geliebten Garten und dann geh‘ ich schlafen, tue es also dem Kater gleich.

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Vielleicht ist es doch gar nicht so dumm, sich möglichst schnell zusammenzurollen und die blöde Pause einfach mit wunderbaren Träumen auszufüllen.

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Also, bis denne! … und ja, von der Silberdistel soll ich auch noch grüßen. Sie ist dann schon mal unterwegs … Der Herr Silberdistel? Ja, natürlich, da wo sie hingeht, will auch er sein. Der darf das. …und wir? Wir werden einfach zurückgelassen *schmoll*

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♥ Ach, noch eines …

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… bitte vergesst uns bloß nicht! Ihr müsst es uns versprechen! Bitte! Sonst können wir nicht ruhig und schon gar nicht entspannt schlafen ♥