Mit ‘Bayern’ getaggte Beiträge

Und weiter geht’s mit meinem persönlichen Jahresrückblick. Nach dem nahezu beschaulichen ersten halben Jahr ging es ab August 2016 etwas lebhafter und vielleicht auch ein wenig interessanter bei uns zu. Der Juli endete mit einer Fahrt Richtung Süden zum bayerischen Zweig unserer Familie. Wir hatten vor, ein Ferienkind mit an unsere Ostsee zu nehmen. Im vorletzten Herbst, also 2015, hatten wir während eines Kurzurlaubs im Altmühltal getestet, wie wir ohne Mama und Papa miteinander zurechtkommen würden. Unserer Meinung nach hatte es recht gut geklappt. Nach dieser Generalprobe sollte nun also die Uraufführung folgen. Wir waren alle recht gespannt auf die vor uns liegenden geplanten zwei Ferienwochen.

August 2016
Unser Aufenthalt in Bayern Ende Juli ist dieses Mal nur kurz, denn wir haben nicht extra einen Katzenersatzpfleger engagieren wollen. So ist nur eine Übernachtung eingeplant und  am anderen Morgen geht es samt eingesammeltem Ferienkind wieder zurück in den Norden. Unsere Katzen sind nicht böse, uns so schnell schon wiederzusehen.

Am ersten Augusttag, der somit auch der erste Ferientag unserer Enkeltochter bei uns ist, machen wir einen kleinen Spaziergang zur Apfelplantage, die fast vor unserer Haustür liegt.
Offensichtlich haben wir damit durchaus einen Nerv bei unserem Feriengast getroffen. Die leuchtenden Augen sagen alles, auch wenn wahrscheinlich das Fernglas viel spannender ist, als die Rehe, die in der Ferne stehen, aber dennoch so nah anzuschauen sind.

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Einen Tag später geht es in den Vogelpark Marlow.

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Sicher sind auch die Vögel irgendwie interessant, aber mit dem großen Piratenschiff kann natürlich keiner der Vögel mithalten. Zumindest ist das aus Sicht unserer Enkeltochter so.
Wir Silberdistels suchen uns, während sich das Kind als Pirat übt, draußen vor dem riesigen Abenteuerspielplatz ein schattiges Plätzchen. Ab und zu winkt uns von hoch droben unsere kleine Piratenbraut zu.

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Die Vorführung der Arbeit eines Hütehundes im Vogelpark und die kletternden Ziegen machen irgendwie auch mehr her als die Vögel. Aber letztendlich haben wir wohl alle drei an diesem Tag unseren Spaß.

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Natürlich darf bei unseren Ausflügen auch der Rostocker Zoo nicht fehlen. Das allerdings artet in eine Mammutveranstaltung aus. Der Zoo an sich gehört schon nicht zu den kleinsten Zoos.
Da ich natürlich endlich einmal das „Darwineum“ anschauen möchte, wird es ein echt anstrengendes Unternehmen, aber eins, das sich gelohnt hat. Dort wird dem Besucher schon Beeindruckendes geboten. Man läuft quasi durch die Entstehungsgeschichte der Erde.

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Schon nach dem Darwineumsbesuch sind wir ziemlich pflastermüde, aber ein paar mehr Tiere als nur Fische und Affen wollen wir dann doch noch sehen.
Aber wie es scheint, sind am Ende die Tiere, die ganz freiwillig im Zoo sind, wie eine recht neugierige Nebelkrähe, wohl doch die interessantesten. Nur … sie sind auch fotoscheuer als die anderen und rennen vor der jungen Fotografin einfach davon.

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Die folgenden Tage sind ausgefüllt mit einem Besuch im Museumsdorf Klockenhagen, einer langen Hundegassigehrunde, einem Ausflug nach Groß Raden zur dortigen Slawenburg und Pferde dürfen wir auch noch besuchen.

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Und damit geht die Ferienzeit fürs Kind mit uns schon fast dem Ende entgegen. Aber ins „Miniland MV“ müssen wir trotzdem noch. Auch dort haben wir alle viel Spaß, nicht nur mit den Minibauten. Man kann auch Schach spielen, sogar ohne Vorkenntnisse, Hochstühle und Piratenschiffe besteigen oder sich optisch täuschen lassen.

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Aber was wären Sommerferien bei uns Silberdistels ohne den berühmten Ententeich? Das ginge doch so gar nicht.
Also müssen wir, wie natürlich auch zu den Rehen, mehrmals dorthin.

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Die Uroma in Wismar haben wir selbstverständlich auch nicht vergessen. Auch dort erleben wir einen sehr schönen Nachmittag, nicht nur zu unserer Freude, denn die Uroma freut sich riesig, ihre Urenkelin wieder einmal bei sich zu haben.
Ganz besonderen Anklang hat aber wohl ein Badetag in der Ostsee bei recht heftigem Wellengang gefunden. Unser Feriengast war fast gar nicht mehr aus dem Wasser zu kriegen.

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Damit ist der August aber noch nicht zu Ende, nur die schöne Ferienzeit mit unserem Ferienkind. In der Mitte des Monats übergeben wir unseren Feriengast wieder an die Eltern und dann packen wir Silberdistels noch einmal unsere Koffer. Wir haben nämlich noch einen kurzen Wanderurlaub in Franken eingeplant.

Ein wenig habe ich hier im Bücherstaub bereits darüber berichtet – über unsere Wanderung rund um die Burg Rabenstein, über unsere Besichtigung der Wehrkirche in Effeltrich und die Bewunderung der prächtigen Tanzlinde des Ortes.
Wir besuchen während unseres Kurzurlaubs aber ebenso unsere geliebte Gügelkirche, wandern hinauf zur Giechburg und zur Burgruine Neideck und auch Schloss Seehof statten wir einen Besuch ab. Alles in allem verleben wir herrliche Tage im schönen Frankenland.

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September 2016
Im September holen wir unseren eigentlich für Mai geplanten Rhönurlaub nach. Über diesen Wanderurlaub hatte ich hier im Blog ausführlich berichtet.

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Auch in der Rhön erleben wir erholsame und entspannte Tage. Ende des Monats sind wir wieder daheim.

Auf der Heimfahrt haben wir noch ein sehr interessantes Erlebnis. Während einer Tankpause wird mein Herr Silberdistel von einem Handwerkswanderburschen angesprochen, der an unserem Nummernschild erkannt hat, dass wir evtl. in Richtung Norden unterwegs sein könnten. Er fragt höflich, ob wir noch einen Platz für einen reisenden Handwerksburschen hätten. Er wolle nach Potsdam und wir würden doch sicher über den Berliner Ring fahren.
In der Regel nehmen wir nicht gern Anhalter mit. Aber Ausnahmen bestätigen die Regel und so steigt Oliver, schick in seine Handwerkerkluft gekleidet, in unser Auto. Unser Fahrgast ist ein Schreinergeselle, der seit etwa einem halben Jahr wandernd unterwegs ist. Wir hören während der Fahrt allerlei über wandernde Handwerksgesellen, z.B., dass er insgesamt drei Jahre unterwegs sein wird und dass er seine Wanderschaft mit nur 5,- Euro in der Tasche begonnen hätte. Trampen sei erlaubt, öffentliche Verkehrsmittel allerdings seien nicht gern gesehen. Unterkunft und Verpflegung müssen jeweils erarbeitet werden. Wie wir erfahren, gibt es gegenwärtig etwa 400 bis 600 wandernde Handwerker in Deutschland, wobei nicht nur Zimmerleute und Schreiner wandern. Die typische Handwerkskluft ist natürlich ein Muss, auch wie das Reisegepäck mitzuführen ist, hat seine strengen Regeln.

Auf dem letzten größeren Parkplatz vor dem Berliner Ring lassen wir Oliver aussteigen. Vor hier aus wird er sicher eine weitere Mitfahrgelegenheit Richtung Potsdam finden. Uns bleibt nur noch, ihm alles Gute für seine weitere Wanderschaft zu wünschen und dass er natürlich gut in Potsdam landet.
Er war ein sehr angenehmer und überaus freundlicher Fahrgast, von dem zumindest ich viel Neues und Interessantes dazugelernt habe. Mein Herr Silberdistel wusste ein wenig mehr als ich über wandernde Handwerksburschen. Obwohl … diese bisherige Bildungslücke bei mir dürfte nun wohl auch nicht mehr ganz so groß sein.

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Oktober 2016
Im Oktober ist noch einmal intensiv Gartenzeit. Aufräumen und Winterfestmachung sind angesagt und es ist auch wieder Kranichzeit. Der Zug der großen Vögel in den warmen Süden ist in vollem Gange.

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Wir hören und sehen sie fast täglich.  In großen Formationen fliegen sie über unser Haus hinweg. Ich kann mich kaum sattsehen an diesen schönen Vögeln und begeistert lausche ich ihren Rufen.

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November 2016
Im November gibt es hier in meinem Teil des Nordens den ersten Wintereinbruch. Nicht nur ich staune, auch die Katzen schauen verwundert hinaus in den Garten. Zum Glück habe ich einige Tage zuvor die Futterplätze für unsere gefiederten Wintergäste eingerichtet.

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Nach diesem Winterintermezzo kümmere ich mich noch einmal um die letzten Gartenarbeiten und ich bin froh, am Ende doch noch alles geschafft zu haben. Nun darf der Winter kommen.

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Auch in diesem November sind wir wieder zu einer Gedenkfahrt mit dem Schiff zur Insel Poel unterwegs. Während der Autofahrt nach Wismar fällt mir auf, dass der Schnee, den uns der kurze Wintereinfall gebracht hatte, je weiter ich in Richtung Westen fahre, noch fast eine geschlossene Schneedecke bildet. Bei mir zuhause sind dagegen nur noch kümmerliche Reste von der weißen Pracht zu sehen.

Dieses Mal haben wir die Fahrt zum Volkstrauertag gebucht. Die „Mecklenburg“ bringt uns und andere Menschen, die einen lieben Verwandten oder Freund, bei mir ist es mein Vater, einst im Meer haben bestatten lassen, zum Urnenfeld vor der Ostseeinsel Poel. Nach einer kleinen Gedenkrede dürfen wir unsere Blumengrüße dem Meer und somit unseren lieben Verstorbenen übergeben.

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Der November verzaubert uns wenige Tage nach dem ersten Schnee sogar noch mit einigen überaus hübschen Sonnenauf- bzw. Untergängen und  auch mit Kranichen, die durch die Abenddämmerung ziehen, kann er noch aufwarten.

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Vom 1. Advent Ende November bin ich dann allerdings doch ziemlich überrascht. Ich staune, wo die Zeit geblieben ist. Ich bin fast mehr auf den Winter vorbereitet als auf die Weihnachtszeit.

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Dezember 2016
Aber der Winter, der doch laut vieler Vorhersagen so früh über uns herfallen soll, kommt nicht. Diese kurze Eskapade Anfang November bleibt alles, was an den Winter erinnert. Es ist sogar plötzlich wieder erstaunlich warm und im Garten spitzen bereits die ersten Frühblüher.

Recht spät erst in der Adventszeit beginne ich mit der Weihnachtsbäckerei. Trotzdem geht alles recht entspannt über die Bühne und am Ende habe ich allerlei Leckeres in meiner Küche zusammengezaubert, sodass wir Silberdistels noch viele gemütliche Stunden mit ausreichend Kalorien verbringen können. Nicht, dass wir am Ende der Weihnachtszeit gar noch als unangenehm schlank auffallen und uns fragen lassen müssen, ob wir vielleicht krank wären 😉

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Der Dezember hätte eigentlich so schön sein können wie die anderen Monate des Jahre 2016, sehen wir mal vom Jahresbeginn ab. Aber unser Kater Keks sagte sich wohl, dass man das Jahr auch so abschließen soll, wie man es begonnen hat. Nein, nein, er schrottet nicht noch ein zweites PCli, er hebt lieber noch einmal die Pfote, als es um die Verteilung von Krankheiten geht. Plötzlich, fast von einer Sekunde zur anderen, liegt er schlapp und müde da, nichts kann ihn aufmuntern. Im ersten Moment kann ich es kaum glauben. Unser stets aktiver Kater wird doch nicht etwa krank sein? Doch, er ist es, mächtig sogar. Ohne Tierarztbesuch geht da nichts mehr, so sehr sorge ich mich um den pelzigen Tunichtgut.
Ich sehe schon fast den Weihnachtbesuch bei unseren Kindern und Enkelkindern in Bayern ins berühmte Wasser fallen. Aber unser Lieblingstierarzt bringt mit ein paar Spritzen alles wieder ins Lot und so können wir am Heiligabend doch noch ruhigen Gewissens gen Süden reisen.

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Schön ist es, die Weihnachtstage mit den Enkelkindern verbringen zu können. Wir haben viel Spaß miteinander und es gibt natürlich auch wieder viel zu erzählen.

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Die Zeit zwischen den Jahren verbringen wir wieder daheim bei und mit unserer Katzenfamilie. Und natürlich gibt es mit dem anderen Teil unserer Familie, der im Norden heimisch ist, auch noch ein schönes Weihnachtsessen und eine kleine nachweihnachtliche Bescherung.

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Silvester gehört dann ganz Herrn Silberdistel, unseren drei Pelzträgern und mir. Unsere Torty ist zwar etwas aufgeregt wegen der Knallerei, aber alles in allem bringen wir letztendlich auch die Vertreibung der bösen Geister um Mitternacht einigermaßen gut über die Bühne. Wir Silberdistels schicken natürlich keine Raketen in die Luft. Wir müssen unsere Pelzträger ja nicht noch wuseliger machen, als sie es ohnehin bereits sind. Unsere graue Eminenz sieht die ganze Sache noch am wenigsten aufgeregt. Aber sie weiß wahrscheinlich aus der Erfahrung vieler Lebensjahre, dass die Knallerei nichts Schlimmes zu bedeuten hat. Sie schüttelt sicher eher den Kopf über dieses sinnlose Treiben von uns Menschen.

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Das war also unser Jahr 2016 – ein insgesamt schönes Jahr, auch wenn einige kleine Tiefen dabei waren. Aber wann eigentlich gibt es die nicht? Schön ist, dass es einmal erstaunlich wenige waren und dafür sind wir sehr dankbar. So packen wir 2017 ebenso voller Zuversicht an, wie wir es vor gut 12 Monaten mit dem gerade vergangenen Jahr getan haben. Was es uns bringen mag? Wer weiß das schon? Und irgendwie ist es auch gut so.
Vielleicht lesen wir uns ja in etwa einem Jahr hier zu einem neuen Jahresrückblick wieder. Schau’n wir mal! Aber vorher geht es hier natürlich in gewohnter Weise weiter, vielleicht nicht ganz so regelmäßig wie bisher, denn ich habe da noch etwas anderes vor, das einiges von meiner Zeit in Anspruch nehmen wird.

Bereits in meinem Beitrag über die Wehrkirche St. Georg in Effeltrich, gelegen am Westrand der Fränkischen Schweiz, hatte ich erzählt, dass wir in dem kleinen Ort über einen uralten Baum quasi „stolperten“. Gegenüber der hübschen Wehrkirche, auf dem Dorfplatz des Ortes, steht ein beeindruckendes Naturdenkmal – eine Sommerlinde (Tilia platyphyllos). Für die Bewohner von Effeltrich ist es die Tanzlinde oder ihre Tausendjährige. Der Baum war viele Jahrhunderte ein Ort für Versammlungen, für die Gerichtsbarkeit und auch ein Ort, an dem Tanzvergnügen und andere Festlichkeiten stattfanden. Wie wir aus dem Schaukasten an der Linde erfuhren, konnte man noch bis zum Jahre 1950, bewirtet vom nahen Gasthaus, im Schatten des Baumes eine echte fränkische Brotzeit zu sich nehmen.

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Ich berichtete bereits im Beitrag über die Effeltricher Kirchenburg, dass der Ort nicht nur durch seine Kirchenburg bekannt ist, sondern auch durch seine Obstbaumzucht eine gewisse Berühmtheit erlangt hat. Sogar die Linde hat lange Zeit ihren Beitrag bei der Zucht der jungen Obstbäume geleistet. Sie hat mit ihren Ästen zur Bastgewinnung beigetragen. Bast benötigte man bei der Veredlung der jungen Obstbäume zum Festbinden und Fixieren der Pfropfstellen. Durch diese Art der Nutzung der Linde erhielt sie im Laufe der Zeit ihren so markanten Wuchs, die sehr flach gestaltete Krone. Dafür wurden die in die Höhe strebenden Äste der Tanzlinde nach unten gebunden, wodurch sich neue starke und querstrebende Äste entwickelten. Aus diesen Ästen wiederum wuchsen neue senkrechte Triebe, die dann jeweils der Bastgewinnung dienten. So wurde mit dem jeweiligen Fixieren und Schneiden die Krone des Baumes flach gehalten, dafür ging sie aber entsprechend in die Breite.

Über das Alter der Linde gibt es recht geteilte Ansichten. Nach verschiedenen Expertenmeinungen reichen die Schätzungen von 400 bis zu 1000 Jahren. Wahrscheinlich hat sie aber wohl eher ein Alter von etwa 800 Jahren. Der Stammumfang beträgt an der schlankestes Stelle der Linde gut 7 ½ m und kurz über dem Boden gemessen sind es mehr als 11 m. Der Kronenumfang der Linde beträgt etwa 60 m. Ihre Wurzeln reichen bis zu 40 m weit im Umkreis.

Wegen der immer stärker und somit auch schwerer werdenden Äste erhielt die Linde 1905 rundherum zur Abstützung ein Eichenholzgerüst. Damit wurden die diversen Einzelstützen, die es zuvor gab, ersetzt. Im Laufe der Zeit wurde der Baum mehrmals saniert, der hohle Stamm beispielsweise ausgemauert. Die Vermauerung wurde allerdings später wieder entfernt. Auch das Eichengerüst wurde mehrmals erneuert.

Der Baum ist, obwohl nicht nur der Stamm hohl ist, sondern auch viele Äste hohl sind, in einem sehr guten Zustand. Aus meinen Bildern sollte ganz gut hervorgehen, dass die Tanzlinde durchaus gut und kräftig belaubt ist. Sicher hat das auch mit der stets guten und  liebevollen Pflege zu tun.

Wer gern noch mehr über die Tanzlinde aus Effeltrich wissen möchte, der kann gern unter Wikipedia schauen. Von dort habe auch ich einen Teil meines Wissens bezogen. So, dann jetzt viel Freude beim Anschauen dieses wunderschönen alten Prachtstücks von Baum. Mich hat er wirklich tief beeindruckt.

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In unserem kurzen Augusturlaub von diesem Jahr in Franken haben wir zu Beginn einiges angeschaut, was wir bereits aus den Vorjahren kannten und bei unseren Wanderungen sogar ein wenig lieben gelernt haben. Fast wäre ein Urlaub dort ohne eine Wanderung zur Gügelkirche und/oder zur Giechburg kein richtiger Frankenurlaub für uns. Eventuell berichte ich davon irgendwann doch noch, denn neue Eindrücke gewinnt man auch dann noch oder vielleicht sogar gerade dann, wenn man Bekanntes erneut betrachtet. Plötzlich bemerkt man Details, die zuvor entweder noch gar nicht da waren oder man hat sie ganz einfach durch die Vielzahl der Eindrücke übersehen. Mitunter hat sich auch nur die eigene Sichtweise verändert. Im Grunde genommen gibt es immer wieder Neues auch an Altbekanntem zu entdecken.

Aber heute möchte ich doch erst noch über eine Neuentdeckung berichten. Ich hatte bereits im Beitrag zuvor erzählt, dass ich während dieses Urlaubs fleißig in Prospekten über Franken geblättert hatte. Wir Silberdistels waren dieses Mal nämlich gut vorbereitet auf unseren Frankenurlaub und hatten einiges an Prospektmaterial mit auf die Reise genommen, das sich im Laufe der Zeit bei uns über Franken angesammelt hatte.

So entdecke ich neben dem wunderschönen Wanderweg rund um die Burg Rabenstein, dass Franken auch über interessante Kirchenburgen verfügt.  Zwei davon finden unser besonderes Interesse – Hohenpölz und Effeltrich. Sie sind von unserem Ferienort aus recht schnell zu erreichen. Nur zwei Kirchenburgbesichtigungen an einem Tag wären uns dann doch zu viel, also müssen wir uns für eine der beiden entscheiden. Die Wehrkirche Hohenpölz gewinnt, weil sie schlicht und einfach schneller zu erreichen ist.

Aber irgendwie steht die Fahrt nach Hohenpölz dann doch nicht unter einem so guten Stern.  Wir kommen nämlich nicht weit. Wir sind kaum aus unserem Ferienort raus, schon blockieren im nächsten Ortsteil einige Traktoren die Straße. Wir halten an und warten geduldig, aber es tut sich nichts und es sieht auch nicht so aus, als würde die Straße demnächst geräumt werden. Wir haben eher den Eindruck, als würde hier gleich gar nichts mehr gehen. Scheinbar bereitet man sich gerade auf die Kirchweih vor. Wir haben keine Lust, länger zu warten und so wenden wir kurzentschlossen.

Effeltrich hat nun doch noch gewonnen, denn wir haben umdisponiert. Effeltrich wollte sich mit der Niederlage bei unserer Kirchenburgbesichtigungsauslosung offensichtlich nicht so einfach geschlagen geben. Sie muss den Herrn da oben um Mithilfe gebeten haben und der hatte die clevere Idee, uns ein paar unüberwindbare Traktoren in den Weg zu stellen – ganz nach dem Motto: „Bist Du nicht willig, so brauch ich Gewalt“. Obwohl … das war dann wohl doch mehr der Erlkönig, der da seine Hand im Spiel hatte. Komisch, hatte der sich neulich nicht schon mal hier irgendwo eingemischt? Er wird sich doch hoffentlich nicht als Dauergast bei uns einschleichen. Naja, egal, wer sich da wie oder wo eingemischt hat … Tatsache ist, dass wir dieses Mal am Ende gar nicht so unzufrieden mit der Umorientierung sind.

Effeltrich, es liegt übrigens am Westrand der Fränkischen Schweiz, entpuppt sich als etwas ganz Besonderes. Der Ort ist nämlich nicht nur durch seine Wehrkirche bekannt, auch durch seinen Obstanbau – speziell Äpfel – und die Obstbaumzucht ist Effeltrich nahezu berühmt. Und wer hätte es gedacht, dass sich diese Äpfel auch im Ortsnamen niedergeschlagen haben. In einer Schreibweise aus dem Jahre 1121 nennt sich der Ort „Affaltere“. Aus dem Althochdeutschen abgeleitet sollte das ziemlich sicher auf „affaltra“ wie Apfelbaum zurückgehen. Schon vor Jahrhunderten handelte man bis weit über die Grenzen hinaus mit Obstbäumen und daran hat sich auch bis heute nichts geändert.
Aber nicht nur durch seine Obstbäume ist Effeltrich berühmt, es gibt dort noch etwas, was speziell mich als Liebhaber alter Bäume ganz besonderes freute. Inmitten des Ortes steht nämlich eine uralte Tanzlinde – quasi gegenüber der Kirche. Ein Gerüst gab den vielen schweren Ästen des Baumes Halt. Aber darüber berichte ich noch in einem gesonderten Beitrag.

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Die Kirchenburg St. Georg in Effeltrich

Zurück zur Kirche: Die Kirchenburg St. Georg stammt aus dem 15. Jh.  Wie wir lesen konnten, ist sie die Wehrkirche in Oberfranken, die am besten erhalten ist. Ihre Mauer hat eine Länge von über 200 m.

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Hier sind die Reste des Wehrganges gut zu erkennen und links einer der 4 Türme

Es gibt 4 Türme und die noch gut erhaltenen Reste eines Wehrganges an der Südmauer. Zur Wehrkirche wurde sie zum Ende des 15. Jahrhundert hin ausgebaut. Anlass dafür waren brutale Überfälle von Nürnberger Truppen, die den Ort erbarmungslos ausgeraubt hatten. So baute man die Kirche zur Schutzburg für die Bewohner des Ortes um.

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Das Eingangsportal der Kirche mit den Heiligen Laurentius, Georg und Sebastian

Kaum auf dem Kirchhof, werde ich von einem älteren Herrn angesprochen, ob ich wüsste, um was für eine Kirche es sich hier handeln würde. Natürlich wusste ich, dass ich vor einer Wehrkirche stand, schließlich hatten wir sie deshalb anschauen wollen. Mein Herr Silberdistel kann dann sogar die nächste Preisfrage beantworten.

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Hier noch einmal die Figuren zur Preisfrage aus der Nähe (v.l.n.r. Laurentius, Georg, Sebastian)

Unser Showmaster will nämlich auch noch wissen, wer wohl die drei Heiligen über dem Eingangsportal wären. Herr Silberdistel kontert: Laurentius, Georg und Sebastian – gut zu erkennen an ihren Heiligenattributen – Rost, Drache, Pfeile. Unser Gegenüber ist von dieser Kenntnis einigermaßen  beeindruckt, denn, wie er sagt, würden viele Touristen fotografieren, ohne zu wissen, was sie da überhaupt vor sich hatten.
Ich muss zugeben, wäre mir nicht mein Herr Silberdistel zur Seite gesprungen, ich hätte nur Georg parat gehabt – wegen des Drachen, aber mein Retter in der Not stand, Glückes Geschick, ja neben mir und glänzte mit seinem Wissen. Rechts neben den drei goldenen Heiligenfiguren reitet uns übrigens noch einmal der Schutzheilige dieser Kirche, der Heilige Georg, entgegen.

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Der Schutzheilige der Kirche – der Heilige Georg

Nachdem wir noch einige Worte mehr miteinander getauscht haben, wobei wir nicht nur erfahren, dass wir einen ehemaligen Küster der Wehrkirche vor uns haben, sondern auch noch einiges mehr über die Kirche und Effeltrich hören, umrunden wir das Gotteshaus und werfen schließlich noch einen Blick ins Innere.

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Die prunkvolle Ausstattung der Kirchen im Süden beeindruckt mich immer wieder. Dagegen machen unsere norddeutschen fast einen ärmlichen Eindruck.
In der Kirche sind unter anderem ein barocker Hochaltar und eine Rokokokanzel zu sehen, außerdem ein als Lebensbaum gestalteter Bronzealtar und ein Ambo im gleichen Stil.

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Nach der Kirchenbesichtigung schauen wir neben der Kirche einen alten Backofen an und natürlich die Linde gegenüber der Kirchenburg, ebenso ein Fachwerkhaus und andere nette Details auf dem Weg zu unserem Auto.

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Inzwischen hat sich bei uns der kleine Hunger gemeldet. Wir haben die Idee, das Problem in der Gaststätte auf unserer Lieblingsburg, der Giechburg, zu lösen. Als wir bereits fast an der Giechburg sind, reiht sich plötzlich Auto an Auto und es geht nur noch in Schrittgeschwindigkeit vorwärts. Verwundert stellen wir kurze Zeit später fest,  dass alle hoch zur Burg wollen. Bunte Luftballons am Straßenrand lassen uns auch hier ein Kirchweihfest vermuten. Also vollziehen wir das zweite Mal an diesem Tag eine Wende und auf geht es zum Schloss Seehof, wo wir endlich etwas gegen unseren kleinen Hunger tun können. Wobei der Hunger derweil schon zu einem richtigen Bärenhunger angewachsen ist und da dieser Tag eh der letzte Urlaubstag ist, schlagen wir zum guten Schluss ordentlich zu.  Es gibt Kaffee, Torte und Eis, aber wir schwören fast noch während des genussvollen Essens, dass wir ab dem vor uns liegenden Montag Diät leben werden.

In einem der Kommentare zu meinen früheren Wanderurlaubsbeiträgen von diesem Jahr hatte Charis sich erkundigt, ob wir Silberdistels auch auf dem Kreuzberg waren. Natürlich waren wir auf dem Kreuzberg. Dieser Berg mit dem gleichnamigen Kloster gehört unbedingt immer und immer wieder in unseren Rhönurlaub. Einerseits, weil es meinen männlichen Begleiter schon allein wegen des berühmten Kreuzberg-Bieres hoch auf den Berg zieht und andererseits, weil im Biergarten des Klosters alljährlich ein fast schon traditionsreiches Treffen mit einem guten Bekannten meines Herrn Silberdistel stattfindet. Wir haben dort schon so manche schöne Stunde mit interessanten Gesprächen bei dem überaus leckeren Kreuzbergbier und einem schmackhaften Gericht aus der Klosterküche verbracht.

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Bei dem herrlichen Spätsommerwetter ist im Biergarten des Kloster Kreuzberg viel Betrieb

Auch dieses Mal fanden wir zusammen mit unserer Bekanntschaft im Biergarten wieder einen schönen Sonnenplatz. Für den vollendeten Genuss fehlten nur noch ein kühles Kreuzbergbier und für uns Silberdistels die geliebte Käseplatte.

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Zwei der Flaschen im Vordergrund werden wir gut befüllt mit echtem Kreuzbergbier mit nach Hause nehmen

Gewandert sind wir ausnahmsweise einmal nicht. Wir hatten nämlich vor, uns einige Liter des leckeren Bieres aus der Klosterbrauerei abfüllen zu lassen, um sie als kleine Urlaubserinnerung mit nach Hause zu nehmen. Die überdimensionalen Bierflaschen mochten wir nicht so gern stundenlang im Wanderrucksack mit uns herumtragen. Man muss sich das Leben ja nicht unnötig schwer machen, obwohl es wahrscheinlich für die Figur weitaus besser gewesen wäre, wenn wir das Bier nicht im Auto, sondern im Wandergepäck den Berg hinunter getragen hätten.

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Ein solches „Fläschchen“ hat schon ein nettes Gewicht

So hätten wir einen Teil der Kalorien, die wir später mit dem Bier zu uns nehmen würden, schon im Voraus ein wenig abgearbeitet. Ja, wenn doch nur nicht immer dieses Wörtchen „hätten“ wäre … Aber wer denkt im Urlaub schon über irgendwelche ‚Wenns‘ und ‚Aber‘ oder gar über Kalorien nach? Schließlich ist Urlaub und wenigstens da will man endlich einmal Ruhe vor ihnen haben. Am besten ignoriert man sie einfach und das taten wir.

Während die beiden Herren nach dem Essen weiter begeistert dem Bier zusprachen und dabei spannende Männerprobleme wälzten, besuchten wir beiden Mädels als kleinen Verdauungsspaziergang die Minishoppingmeile am Kloster, wo man all das kaufen kann, was man schon immer haben wollte und nie brauchte. Nun ja, auch an uns ging dieser Kelch nicht vorüber, d.h., dieser Punkt betraf wohl doch mehr nur mich. Meine Begleiterin fand eher etwas, von dem sie wohl bald Gebrauch machen würde – ein himmlisch gut duftendes Stückchen Lavendelseife. Ich musste mich mühsam beherrschen, türmte sich doch zuhause in meinem Schrank ein ganzes Lavendelseifenlager.

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Zuwachs für meine kleine Sammlung

Dafür wanderte eine kleine Figur in meine Tasche – Zuwachs für meine Sammlung von Heiligenfiguren. Und das gehört wohl schon eher in diese Kategorie: „Was Sie schon immer haben wollten …“ Aber was man schon immer haben wollte, braucht man doch auch irgendwie, oder? Und wenn es nur dazu da ist, einem ein Gefühl der Zufriedenheit zu verschaffen und genau das tat sie – die Maria.

Meine Kamera hatten bei dem diesjährigen Kreuzbergausflug ausnahmsweise einmal fast gar nichts zu tun – getreu nach dem Motto: „Wer nicht wandert, der entdeckt auch nichts“.

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Einer der berühmten Bernhardiner vom Kreuzberg

Obwohl … so ganz stimmt das nun auch wieder nicht, denn dem einsamen Bernhardiner vom Kreuzberg habe ich natürlich einen Besuch abgestattet. Wieder, wie auch schon im vergangenen Jahr, lag nur einer der Hunde im Zwinger. Mich hat es natürlich brennend interessiert, was aus dem zweiten Bernhardiner geworden ist und so habe ich ein bisschen recherchiert. In einem Artikel habe ich nun gefunden, dass es wohl nur noch die Hündin Rana (Rana von Wingert) gibt. Das war schon irgendwie eine Überraschung für mich. Endete damit die Bernhardinerzucht auf dem Kreuzberg erneut? Man hatte doch nach einer längeren Pause hoffnungsvoll mit Rana und Hugo wieder mit der Zucht begonnen und 2012 hatte es auch Nachwuchs gegeben. Schade irgendwie. Was mag mit Hugo passiert sein? Leider konnte ich da nichts in Erfahrung bringen.

Bei der Hündin Rana war es recht ruhig. Sie lag schlummernd in ihrem Zwinger und wer weiß, vielleicht träumte sie von ihrem Hugo.

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Ein Grünes Heupferd flaniert durch den Biergarten

Im Biergarten dagegen ging es recht lebhaft zu. Nein, ich meine nicht die Kreuzbergbierliebhaber, die von Bierchen zu Bierchen lauter wurden. Es gab da noch andere Biergartenbesucher, einen, der ganz grün war …, also nicht nur hinter den Ohren, auch sonst war er ganz grün – ein Grünes Heupferd. Ob es sich auch unter den Heupferden herumgesprochen hat, dass das dunkle Bier dort bei den Mönchen auf dem Kreuzberg ganz besonders lecker ist? Vielleicht hätten wir ihm einen Fingerhut voll Bier hinstellen sollen. Dass man an die wichtigsten Sachen auch immer erst zu spät denkt.

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Dieser Buchfink war weniger am Bier, dafür mehr an den heruntergefallenen Brot- und sonstigen Krümeln aus dem Biergarten des Klosters interessiert

Aber den beiden Buchfinken konnten wir helfen. Die schienen eher nicht an dem dunklen Gebräu interessiert zu sein, sie hatten es auf die bunte Krümelsammlung auf der Erde abgesehen, zu der wir noch ein wenig dazu taten, auch wenn es davon bereits reichlich gab.

Inzwischen war aus dem Vormittag Mittag und aus Mittag Nachmittag geworden. Der Gesprächsstoff war uns zwar immer noch nicht ausgegangen, aber unsere beiden Besucher hatten noch einen weiten Heimweg vor sich. Es war an der Zeit, dem Kreuzberg wieder einmal für ein Jahr den Rücken zu kehren. Vielleicht werden wir uns ja auch im kommenden Jahr wieder hier treffen. So verabschiedeten wir uns voneinander und wir Silberdistels, wir freuten uns auf den Liegestuhl und die letzten Sonnenstrahlen des Tages auf der Terrasse unseres Ferienhauses. Mein Herr Silberdistel hatte es bereits ab dem Moment, als er im Auto saß, gut.

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Gleich würden wir ihn wieder genießen können – den herrlichen Wasserkuppenblick

Er „durfte“ nämlich auf dem Beifahrersitz Platz nehmen und konnte sich schon mal ganz entspannt zurücklehnen und sich gedanklich auf den Liegestuhl und den herrlichen Wasserkuppenblick einstimmen, während ich uns zurück in unser idyllisch liegendes Ferienhaus fuhr.

Der nächste Tag unseres diesjährigen Wanderurlaubs in der Rhön, über den ich bereits im vorigen Beitrag zu berichten begann, zeigte sich absolut nicht so, wie wir es uns für eine Wanderung in lichte Höhen vorgestellt hatten. Wieder sieht es morgens grau und trübe aus. Damit fallen Unternehmungen, für die gute Fernsicht wünschenswert wäre, flach. Milseburg oder Wasserkuppe müssen wir also auf einen anderen Tag verschieben. Als es sich gegen Mittag immer noch nicht gelichtet hat, beschließen wir, zum „Schwarzen Moor“ zu fahren, einem in der bayerischen Rhön liegenden Hochmoor, uns dort die beste Bratwurst weit und breit schmecken zu lassen und anschließend einen Rundgang durchs Moor zu unternehmen. Sicherheitshalber ziehe ich unter meine regendichte Jacke noch eine Fleecejacke. Meine Wetter-App hat nämlich für diesen Tag von gefühlten 1° C „gesprochen“.
Später im Moor fühlt es sich allerdings nicht ganz so kalt an. Die untergezogene Jacke ist dennoch nicht unangenehm.

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Der Aussichtsturm im „Schwarzen Moor“

Wir beginnen jedoch nicht mit der Bratwurst, schließlich ist das Frühstück noch gar nicht so lange her, wir beginnen mit dem Moorrundgang und dort mit dem Weg Richtung Aussichtsturm. Den Turm allerdings lassen wir rechts liegen. Es ist erstens kalt und zweitens immer noch recht dunstig, zu dunstig für einen schönen Blick über die Weiten des Moores in windiger Höhe.

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Das „Schwarze Moor“ – ein interessantes Hochmoor in der bayerischen Rhön

Das „Schwarze Moor“ ist bereits seit 1939 als Naturschutzgebiet ausgewiesen. Es wurde davor in nur recht geringem Umfang für die Torfgewinnung genutzt. So ist uns mit diesem Moor ein noch weitgehend naturnahes Hochmoor erhalten geblieben. Es bedeckt eine Fläche von etwa 70 ha und bietet vielen interessanten und einzigartigen Pflanzen und Tieren Lebensraum. Wer mehr darüber erfahren möchte, dem kann ich das folgende Buch, dem ich obige Angaben entnommen habe, sehr ans Herz legen: Moore der Rhön / Fotografie: Jürgen Holzhausen. Text: Ute Lange. – 1. Aufl. – Veitshöchheim : Hahn, 2010. – ISBN 978-3928645-72-0

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Das Moor sieht bereits recht herbstlich gefärbt aus. Die Herbstfarben sind allerdings mehr an der Bodenvegetation ausgeprägt – an Gräsern, Heidekräutern und Moosen. Bäume und Sträucher sind noch mehr oder weniger grün.

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Mein Herr Silberdistel entdeckt bei unserem Moorrundgang nach längerem Suchen auch wieder den kleinen roten Sonnentau, den wir in diesem Moor schon so oft bewundert haben.  Ansonsten gibt es verschiedene hübsche Moose, vereinzelte Pilze und Blümchen zu entdecken. Auch Tautropfen geben etlichen Pflänzchen ein hübsches Aussehen. Meine Kamera jedenfalls hat genug zu tun.

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Wie mein Schrittzähler weiß, sind wir am Ende etwas mehr als 3 km gelaufen. So schmeckt dann auch die Bratwurst besonders gut.

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Nach unserer Moorwanderung schmeckt die Bratwurst, die in dem kleinen Imbisszentrum als beste Bratwurst weit und breit beworben wird, ganz besonders gut

Mein Herr Silberdistel eilt mir mit Riesenschritten voraus. Offensichtlich macht Moor auch hungrig. Nach dem Imbiss fahren wir Richtung Fladungen weiter. Wir wollen noch einiges im Bauernladen am dortigen Freilandmuseum einkaufen. In Fladungen angekommen, schauen wir zunächst in den kleinen Museumsladen, indem ich schon so manches interessante Buch gekauft habe. Inzwischen hat es angefangen zu regnen. Also war unser Tagesplan wohl doch so, wie wir ihn letztendlich durchgeführt haben, ganz sinnvoll. Mein Gatte findet ein Büchlein für sich und ich eins über alte Kinderspiele, bei dem ich nicht widerstehen kann.

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Der kleine Bauernladen am Freilandmuseum in Fladungen ist für uns immer wieder eine Fundgrube

Im Bauernladen macht mich Herr Silberdistel auf ein nett gestaltetes Backbuch  aufmerksam. Es bewirbt sich mit echt fränggisch und mehr. Was soll’s, ich muss auch dieses Buch noch haben. Geht nicht der Trend immer mehr zum Zweitbuch? Neben diesem und einem weiteren Buch (uups, das wäre dann schon das Drittbuch) wandern noch ein paar Ansichtskarten für die Urlaubsgrüße an die Daheimgebliebenen und natürlich Käse und Wurst in unsere Taschen. Zufrieden mit den netten Fundstücken und den leckeren Lebensmitteln aus der Region machen wir uns auf den Weg zurück zu unserem kleinen gemütlichen Urlaubsdomizil mitten im Wald am Fuße des Buchschirmberges.

Jetzt am letzten Freitag gab es hier im Bücherstaub noch einmal etwas über unseren Urlaub im Altmühltal im September des gerade vergangenen Jahres zu sehen und zu lesen. Dieser Urlaub war ja quasi ein Testurlaub gewesen. Wie würden Enkeltochter und wir in dieser knappen Woche miteinander auskommen? Inzwischen lag nun schon der letzte gemeinsame Tag vor uns und wir hatten durchaus den Eindruck, dass es bisher mit unserem Testurlaub ganz gut geklappt hatte. Wie könnten wir den letzten Tag gestalten?

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Als wir zwei Tage zuvor unterwegs zum Kloster Weltenburg waren, war uns ein Hinweis auf eine Tropfsteinhöhe aufgefallen. Auf unsere Frage, ob sich unsere Enkelin gern eine solche Höhle würde anschauen wollen, war sie sofort begeistert. Sie war schon einmal mit dem Papa in einer solchen Höhle gewesen und das hatte ihr sehr gefallen. Na, wunderbar!

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So machten wir uns also an unserem letzten Urlaubstag auf in Richtung Tropfsteinhöhle Schulerloch. Interessant fand ich, dass genau die Tropfsteinhöhle, auf die wir nur durch reinen Zufall während unserer Fahrt zum Kloster Weltenburg aufmerksam geworden waren, einst von einem Mönch aus diesem Kloster entdeckt wurde. So passten doch diese beiden Ausflüge wunderbar zusammen. Übrigens scheiden sich die Geister in dem Punkt, wie das Schulerloch zu seinem Namen kam. Einerseits soll sich in der Höhle einmal eine keltische Druidenschule befunden haben, andererseits könnte sich der Name auch von dem Wort „Schuller“ – wie Räuber – ableiten. Einer Sage nach soll dort ein Räuber einmal zu Stein verwandelt worden sein. Und noch eine weitere Variante erzählt sich der Volksmund. Mehrere Schulkinder sollen in grauer Vorzeit von einem bösen Geist zum Schulerloch gelockt worden und nie wieder aufgetaucht sein.

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Damit man auch ja nicht kurz vor dem Höhleneingang aufgibt, gab es unterwegs dieses Motivationsschild zu sehen

Erstaunlicherweise gab es dieses Mal so gar keine Diskussion über den ach so langen Weg bis hoch zu Höhle, den wir natürlich zu Fuß zurücklegen mussten. Der Anstieg war auch gar nicht so ohne. Aber dieses Mal fragte unser Ferienkind nicht, wann wir denn endlich dort wären. Unterwegs gab es sogar für diejenigen, denen der Schweiß schon zu sehr herunterlief und die vielleicht sogar schon ans Umkehren gedacht hatten, ein kleines Motivationschild: „… noch 5 Minuten zur Höhle“. Vor zwei Tagen am Kloster Weltenburg hätte unsere Enkelin sicher furchtbar gestöhnt beim Anblick eines solchen Schildes. Fünf Minuten noch – das wäre doch noch eine Ewigkeit. Dieses Mal waren weder Weg noch Anstieg ein Problem und es war eher lustig, dass andere unterwegs stehenbleiben mussten, um sich den Schweiß von der Stirn zu wischen. Ich fand allerdings auch eines recht witzig, dass hier eine Zeitangabe statt der Länge des restlichen Weges geschrieben stand. Naja, WIR standen dann tatsächlich fünf Minuten später vor dem Höhleneingang. Ob die Höhlenbesucher, die unterwegs zum Atemholen immer wieder stehenbleiben mussten, es auch in fünf Minuten geschafft haben? Ein wenig schummelte das Schild nämlich noch zusätzlich. Es ging trotz der Ankündigung „der Aufstieg ist geschafft“ noch weiter bergan.

Ein Blick ins Tal und auf die Altmühl

Ein Blick ins Tal und auf die Altmühl

Die Tropfsteinhöhle Schulerloch ist 420 Meter lang und befindet sich 55 Meter oberhalb der Talsohle der Altmühl. Übrigens hat man von unterwegs einen wunderschönen Ausblick hinunter ins Tal. Man muss also den Anstieg hinauf zur Höhle nicht in einem Rutsch bewältigen. Bei ein paar Fotos von dem schönen Aussichtspunkt aus, den wir für eine kleine Pause nutzten, kommt man dann auch schnell wieder zu Atem, obwohl andererseits dieser Ausblick auch wiederum irgendwie atemberaubend ist 😉

Auf etwa 3/4 der Höhe zur Höhle hat man diesen hübschen Blick auf die Altmühl

Auf etwa 3/4 der Höhe zur Höhle hat man diesen hübschen Blick auf die Altmühl

Schnell noch ein Foto zum Atemholen und dann auf zum Endspurt

Schnell noch ein Foto zum Atemholen und dann auf zum Endspurt

Leider durfte auch in der Höhle, wie wir das gerade vom Kloster Weltenburg kennengelernt hatten, wieder nicht fotografiert werden, sodass es leider keine Fotos vom Inneren des Schulerlochs zu sehen gibt. Der Grund ist hier allerdings ein anderer. Je mehr Licht es in der Höhle gibt, umso mehr Algen, Flechten und sogar höhere Pflanzen würden die Höhle besiedeln und das wiederum ist nicht gut für das Gestein, die so sehenswerten Tropfsteine und mehr. Durch die pflanzliche Besiedlung würden sie im Laufe der Zeit Schaden nehmen und am Ende gar zerstört werden. Also hier ein heißer Tipp: Selbst anschauen, wenn Ihr einmal Urlaub in dieser schönen Gegend macht. Es lohnt sich. Versprochen! Das Schulerloch hat übrigens gegenüber anderen Tropfsteinhöhlen einige schöne Besonderheiten aufzuweisen, beispielsweise an Wasserbecken erinnernde Sinterbecken und wunderhübschen wie Blumenkohl ausschauenden Sinterschmuck an der Decke der Höhle. Hierzu möchte ich noch einmal auf den Link weiter oben im Text verweisen. Dort gibt es diese hübschen Gebilde nämlich zu sehen. Über Winter dient das Schulerloch Fledermäusen als Winterquartier, Grund genug, es in der kalten Jahreszeit für die Besichtigung zu sperren. Was den Besuch des Schulerlochs aber ganz sicher aus allen anderen Tropfsteinhöhlenbesuchen herausragen lässt, ist eine multimediale Lichtshow, die man am Ende einer jeden Führung in der Haupthalle der Höhle anschauen kann. Unsere Enkelin hat sich zwar zu Beginn der Vorführung etwas gegruselt, denn die Show wird durch recht dramatisch wirkende Musik eingeleitet. Dann wird es dunkel und man hat plötzlich den Eindruck, zwischen Dinosaurien, Mammuts und Urmenschen zu stehen.  Als ich unserer Enkelin erzählte, dass das jetzt nur so etwas wie eine Kinoveranstaltung wäre, war sie dann doch beruhigt und schaute interessiert zu, was sich da vor und um uns an den Höhlenwänden tat. Und das war wirklich beeindruckend. Wer sich einen kleinen Eindruck davon verschaffen möchte, der sollte dem Link: Höhlenwandinszenierung im Schulerloch folgen. Ich fand nicht nur die Idee an sich, auch die Vorführung insgesamt, sehr gelungen. Es lohnt sich fast schon allein deshalb ein Besuch der Höhle.

Eingang zur Tropfsteinhöhle - außerdem im Turm ein kleines Museum

Eingang zur Tropfsteinhöhle – außerdem im Turm ein kleines Museum

Nicht uninteressant ist auch die kleine Ausstellung im Aussichts- und Wohnturm am Eingang der Höhle, der wir im Anschluss an den Höhlenbesuch ebenfalls noch einen Besuch abstatteten. Der Turm wurde um 1826 errichtet und zu diesem Zeitpunkt wurde auch der Eingangsbereich der Höhle recht massiv verändert. Im Museum sind verschiedene Höhlenmalereien zu sehen, einiges zur Fauna und Flora der Gegend und außerdem sind interessante Fundstücke ausgestellt. Was mich besonders interessierte, war das, was man dort über die Fledermäuse lesen und sehen konnte.

Im Museum gibt es allerlei Interessantes zu sehen

Im Museum gibt es allerlei Interessantes zu sehen

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Unsere Enkelin schaute sich ebenfalls sehr aufmerksam um und stellte viele Fragen zu den einzelnen Ausstellungsstücken und am Ende war sie ganz begeistert von unserem Ausflug in die Unterwelt und auch dem, was es in dem kleinen Museumsbereich zu entdecken gab. Natürlich mussten wir als Erinnerungsstück noch eine gruselige 😉 Deko-Fledermaus aus Gummi mitnehmen.

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Das Urlaubsende muss gefeiert werden

Und so ein Urlaubsabschluss muss ja auch noch irgendwie gefeiert werden.

Jeder tut's auf seine Weise

Jeder tut’s auf seine Weise

Wir beiden Silberdistels fanden einen Eisbecher durchaus angemessen, den wir uns in unserer Stammgaststätte am See in Kratzmühle gönnten. Das Kind war mehr für Pommes zu haben, denn ein Eis hatte es noch am kleinen Kaffee am Schulerloch bekommen.

In der kleinen Gaststätte an der Höhle beobachten uns neugierig zwei Kohlmeisen

In der kleinen Gaststätte an der Höhle beobachten uns neugierig zwei Kohlmeisen

Habt Ihr denn nichts anderes als Eis, Ihr da drüben?

Habt Ihr denn nichts anderes als Eis, Ihr da drüben?

Übrigens hatten wir in der Gaststätte an der Tropfsteinhöhle noch eine nette Begegnung. Zwei Kohlmeisen erhofften sich von uns wohl einen kleinen Imbiss. Sie landeten immer wieder auf einem der Tische und Stühle ganz in unserer Nähe. Aber Eis war dann wohl doch nicht das, was Familie Kohlmeise normalerweise auf ihrem Speiseplan hat. Immerhin waren wir nicht die einzigen Gäste. Ich denke, die Vögel sind ganz sicher auch noch ohne uns zu dem einen oder anderen Brot- oder Kuchenkrümel gekommen.

So ging ein kurzer, aber sehr schöner Urlaub zu Ende. Am nächsten Tag ging es wieder zurück zur Mutti, zum Papa und zum kleinen Bruder. Die Freude über das Wiedersehen war auf allen Seiten groß und natürlich gab es viel zu erzählen – auch auf beiden Seiten. Fazit: Ich denke, wir Großeltern sind gerüstet für die nächsten Sommerferien, von denen unsere Enkelin vielleicht einige Tage bei uns oben an der See verbringen wird. Zu sehen und zu erleben gibt es auch an der Küste eine ganze Menge. Außerdem wissen wir nun sogar einiges mehr über Feriengestaltung mit Kindern.

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Altes Gemäuer gehörte schon vor vielen Jahren zu unseren Urlaubszielen – 1986 – Ceský Krumlov

Obwohl … viel hat sich eigentlich nicht geändert, wenn ich so zurückdenke an das, was wir als Eltern vor vielen Jahren mit unseren Kindern in den gemeinsamen Urlauben erlebt haben – wir sind heute wie damals in alten Gemäuern unterwegs …

Enten füttern gehörte wohl schon immer in unseren Urlaub

Enten füttern gehörte wohl schon immer in unseren Urlaub – 1991 – Schloss Kuks bei Turnov

… und Enten füttern gehörte wohl schon immer irgendwie zu unserem Urlaub dazu. Auch unseren Kindern machte das Enten füttern Spaß, wie man an obigem Beispielbild sehen kann.

Noch einmal geht es heute gedanklich zurück in unseren Urlaub mit Enkelin vom September letzten Jahres. Vielleicht erinnert Ihr Euch noch an unsere Erlebnisse im und am Kloster Weltenburg. Unser Besuch dieser herrlichen an der Donau gelegenen Klosteranlage bei Kelheim war, obwohl wir erst so unsere Zweifel hatten, dass wir unserem Enkelkind mit einer solch trockenen Veranstaltung eine Freude bereiten könnten, dann letztendlich doch ein gelungener Ferientag. Mein schwarzes I-Pad, die Donau und ein klitzekleines Tierchen, eine Eidechse, hatten uns gerettet. Dieses Dreiergespann aus moderner Technik, Wasser und kleinem Kriechtier hatte genug Action in den Ausflug gebracht. Der darauffolgende Ferientagtag lief dann ganz nach Enkelinnenwunsch ab. Der Opa hatte nämlich in München zu tun und wir Mädels keine Meinung, dort irgendwo auf ihn wartend, die Zeit totschlagen zu müssen. Und dass Großstadt für eine Siebenjährige interessant sein würde, wagte ich dann doch zu bezweifeln.

Entenfüttern war auf jeden Fall ein gutes Programm

Entenfüttern war auf jeden Fall ein gutes Programm

Da blieben wir doch lieber im hübschen Altmühltal und machten unseren eigenen Plan für diesen Tag. Wir konnten also tun und lassen, wonach uns der Sinn stand und noch dazu so ganz ohne männliche Einmischung. So wurde dieser Frauentag ein Entenfütter- und Spielplatztag. Am Ende waren wir beide zufrieden und glücklich und am Abend hatte nicht nur der Opa uns viel zu erzählen, sondern wir auch ihm.

Endlich einmal keine Ente, ein Schwan nähert sich

Endlich einmal keine Ente, ein Schwan nähert sich

Sogar eine traurige Begebenheit, bei der leider auch Tränen rollten, gehörte in unseren Bericht. Da hatte es am See bei unserer Fütterungsaktion nämlich einen Schwan gegeben, den das Kind unbedingt auch noch füttern wollte, denn Enten hatten wir ja schon ausreichend mit Futter versorgt. Wir wollten schließlich Abwechslung im Ferienprogramm. Doch dieser dumme Schwan wollte und wollte nicht kommen.

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Als die sehr zahlreich erschienenen Enten schließlich fast alles, was wir an Brotkrumen mitgebracht hatten, aufgefressen hatten und sich nach dem Festmahl schon fleißig zu putzen begannen, …

… kam die weiße Schönheit plötzlich doch noch angeschwommen und erhoffte sich nun von uns  tatsächlich noch eine kleine Mahlzeit.

In hohem Bogen fliegt das letzte Stück Brot Richtung Wasser

In hohem Bogen fliegt das letzte Stück Brot Richtung Wasser

Das Kind warf in hohem Bogen das letzte Stückchen Brot in Richtung Schwan, doch ….

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Eine Ente ist schneller unterwegs zum Brot als der Schwan

… dumm gelaufen … eine Ente war schneller. So kam es dann, dass auf einmal im Kindergesichtchen die Tränen herunterkullerten, weil … der arme Schwan sollte doch auch noch etwas haben und nun hätte die Ente ihm das aller letzte Stückchen, das wir noch gehabt hatten, weggenommen. Es kostete mich ganz schön Mühe, das Kind zu beruhigen und ihm zu versichern, dass der Schwan ganz sicher auch ohne dieses Brotstückchen nicht verhungern würde.

Der Schwan schwimmt nach dem verpassten Imbiss wieder fort

Der Schwan schwimmt nach dem verpassten Imbiss wieder fort

Der machte sich, um mich nicht Lügen zu strafen, auch bald wieder auf und davon. Und ich versuchte schnell ein Ablenkungsmanöver zu starten.

Es gibt nicht nur Bänke, auch Spielplätze sind am See zu finden

Es gibt nicht nur Bänke, auch Spielplätze sind am See zu finden

Rund um den See herum gab es nämlich nicht nur Bänke für die Erholung der mehr omamäßigen Spaziergänger, dort gab es natürlich auch Gerätschaften für die jüngeren Urlauber – Schaukeln, Karussells, Wippen, Rutschen und mehr.

Als mein Finger in die Richtung eines Spielplatzes zeigte, war der Schwan fast schon wieder vergessen, die Tränen versiegten und der Rest des Tages war gerettet – mit einem Spielplatzmarathon.