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… auch wenn sie nur aus lauter Löchern besteht – gewissermaßen Loch an Loch. Ein Kater, der etwas auf sich hält, erkennt jede Kiste als das, was sie in Wirklichkeit ist, als Kiste nämlich. Da hilft es ihr auch nicht, wenn sie sich noch so sehr tarnt – mit diesem lächerlichen grünen Lochmuster. Nee, nee, da hat die dumme Kiste die Rechnung ohne den Kater gemacht. Und natürlich musste unser Keks sofort, wie unter einem Zwang, von dieser luftigen Kiste Besitz ergreifen.

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„Keksilein, worin sitzt Du denn? Das ist doch, das ist doch mein, mein Moorbottichschutz. Wie kommst Du denn plötzlich dazu?“

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„Hmmm, dumm gelaufen irgendwie. Ich hätte dem Kater sagen müssen, dass er dieses doofe Drahtdingens außer Sichtweite der Silberdistel schaffen muss, damit die mir nicht gleich wieder auf die Schliche kommt. In ihrem Moorbeet ist nämlich so wundervolle Erde für mein Nest – allerbeste Qualität – findet man woanders nicht. Nun baut sie den Moorbottich bestimmt gleich wieder mit diesem Drahtteil zu, um mich von dem Qualitätsmörtel für meinen Nestbau wegzusperren.“

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„Hast Du das Teil dorthin geschleppt, Keks?“

„Äh, naja, Silberdistel, die Amsel, die Amsel brauchte etwas von der schönen Moorerde aus dem Bottich – für ihren Nestbau. Sie wollte auch nur ganz wenig. Sie ist doch schon fast fertig mit dem Nest. Das bisschen fehlende Erde wäre Dir doch gar nicht aufgefallen.“

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„Und da hast Du der Amsel geholfen, den Draht von meinem Moorbeet zu entfernen? Verstehe ich das jetzt richtig, Keks? Die Amsel hat mir zwei ganze Töpfe in meinem Moorbeet völlig leer gemacht, Keks. Und weil sie an die Erde wollte, hat sie meine fleischfressenden Pflanzen einfach rausgerissen, Pflanzen, die ich gerade für viel Geld gekauft hatte.“

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„Guck, wie die „arme“ Amsel in meinem kleinen Moor gewütet hat, Keks, und Du unterstützt sie noch in ihrer Zerstörungswut.“

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„Und eben weil sie mir alles kaputt gemacht hat, hatte ich mein Minimoor im Anschluss an diesen Amselvandalismus mit genau dem Drahtkäfig, in dem Du jetzt sitzt, gesichert.“

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„Das ist gute Qualität, Silberdistel, diese hübsche Lochkiste. Beiß mal rein, Du wirst merken, es ist ganz schön festes Material. Viel besser, als die schönste Pappkiste.“

„Also Keks, Du willst aber jetzt nicht vom Thema ablenken, oder?“

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„Hahh, ohhh, hoffentlich habe ich mir jetzt nicht einen Zahn abgebrochen. Beiß lieber nicht rein, Silberdistel!“

„Das würde Dir nur recht geschehen, Keks, als Helfershelfer der frechen Amsel.“

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„Aber Silberdistel, Du musst zugeben, das hier ist eine gute Katerkiste – luftig schön, so als Sommermodell – die ideale Freiluftkiste. Ich finde, hier und mir steht sie viel besser als Deinem Moorbeet da drüben.“

„Ich würde mich trotzdem freuen, Keks, wenn Du mir helfen würdest, den Amselschutz wieder auf den Moorbottich zu bauen.“

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„Keks? Heh, Keks, hörst Du mir überhaupt zu?“

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„Heh, Keheks, ich hab‘ Dich was gefrahagt!“

„Wo mag die graue Eminenz hingegangen sein, Silberdistel?“

„Keine Ahnung, Keks. Hilfst Du mir nun, das Drahtgestell wieder auf den Moorbottich zu bauen?“

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„Wie kam das Gestell eigentlich hierher, Keks?“

„Es ist geflogen, Silberdistel, mit mir geflogen, hihi, als ich raufgesprungen bin. Die Amsel hat mir erklärt, wie das funktioniert. Silberdistel, ich konnte damit fliegen wie eine Amsel. Aber jetzt muss ich gucken, wo die graue Eminenz hin ist, Silberdistel. Du kriegst das schon allein hin mit Deinem Moorbottich und seiner luftigen Kiste.“

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Tja, und weg war er, der Keks, den Spuren der grauen Eminenz gefolgt, und ich stand wieder einmal allein da und musste sehen, wie ich mit meinem Drahtgestell fertig wurde.
Aber wie es vom Moorbottich gute zwei Meter weitergekommen war, blieb mir dennoch ein Rätsel. Ob Keks wirklich damit geflogen war? Steckte er tatsächlich mit der Amsel unter einer Decke? Manchmal sind mir meine Mitbewohner und auch meine Gartenbewohner doch irgendwie ein bisschen unheimlich.
Diese Amseldame hat mich eh schon manchmal fast zur Weißglut gebracht. Einmal hat sie aus einer Kakteensaatschale all meine kleinen frisch aufgelaufenen Kakteen geworfen und in der Schale, die in einem Regal an unserem Geräteschuppen stand, Sitzprobe gemacht. Offensichtlich war sie der Meinung, die Schale hätte die perfekte Größe für ein Amselnest.
Und im vergangenen Jahr begann die braune Dame dann, sich an meinem Moorbeet mit den fleischfressenden Pflanzen zu vergreifen. Da hatte ich es aber noch rechtzeitig gemerkt und ihr in einen der anderen Teichlein eine Schale mit Blumenerde gehängt. So hatte sie trotzdem Mörtelmasse für ihr Nest und meine Fleischfresser blieben nahezu unversehrt.
In diesem Jahr waren mir die Missetaten der Amsel wieder irgendwie aus dem Kopf. Ich merkte erst von ihrem Tun, als bereits zwei Töpfe, in denen vorher Fleischfresser gestanden hatten, nahezu leer waren. Eine der Pflanzen fand ich im Teichlein wieder, die andere blieb verschollen. Vielleicht gab sie gar eine weiche Nestpolsterung her, obwohl dann sicher eine recht klebrige. Aber wer weiß, wozu die findige braune Vogeldame den Klebstoff der Pflanzen gebrauchen konnte?

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Mein Moorbottich hat inzwischen wieder sein Sicherheitsnetz, obwohl die Amsel inzwischen ihren Nestbau abgeschlossen haben dürfte. Aber wer weiß, vielleicht spricht es sich unter der Vogelwelt noch herum, dass es in meinem Garten guten Mörtel für die Nester gibt. Sicher ist also sicher. Und Keks und die Amsel werde ich mal lieber im Auge behalten. Wieviel Jahresbruten gibt es beiden Amseln noch???

Erneut hatten NABU & Co. zur Vogelzählung aufgerufen. Vom 12. bis 14. Mai durfte wieder einmal eine Stunde lang gezählt werden, welche gefiederten Gäste während dieser Stunde den Garten frequentierten.
Dieses Mal hatten meine pelzigen Mitbewohner keine Lust zum Zählen, jedenfalls nicht so, wie sich in meinen Augen die Zählung gestalten sollte – mit Stift, Papier und Fernglas. Sie hätten lieber das zu zählende Vogelvolk herbeigetragen, weil man es so ganz aus der Nähe ja viel besser bestimmen kann. Da ich mich von dieser Art Zählung dann aber doch nicht überzeugen ließ, gingen sie lieber anderen spannenden Tätigkeiten nach.

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Keks hatte es sich auf der Fensterbank im Bad gemütlich gemacht.

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„Was? Vögel zählen? Och nee, Silberdistel, wenn ich sie Dir nicht bringen darf, …

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… dann, dann mache ich lieber andere katerwichtige Dinge …“

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„Vögel zählen? Wozu soll das gut sein, Silberdistel? Du siehst doch, ich hab Wichtigeres zu tun.“ So Tortys Antwort auf meine Bitte um Unterstützung bei der Gartenvogelzählung.

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Und hier wurde mein Anliegen nicht einmal angehört. Die graue Eminenz schnarchte mir nur etwas vor.

Tja, so saß ich also allein mit meinem Stift, Papier, Fernglas und Fotoapparat am Fenster. Und irgendwie hatten die Katzen wohl Recht. Es passierte auch zunächst nichts Besonderes. Es waren nur die üblichen Verdächtigen da. Okay, ein paar Schwalben flatterten noch hoch über unserem Garten dahin und ein Hausrotschwanz trällerte sein kurzes Lied vom Dach gegenüber.
Doch dann, dann wurde meine Ausdauer zumindest noch ein wenig belohnt, zwei Stare tummelten sich nämlich auf einmal am Futterplatz. Die zähle ich dann doch nicht so ganz zu den üblichen Verdächtigen. Das Futter mit den leckeren Mehlwürmern sagt wohl auch ihnen zu.

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Naja, da sah meine Vogelzählung so schlecht doch eigentlich gar nicht aus. Allerdings ließ mich mein Rotkehlchen völlig im Stich und Familie Gimpel hätte auch ruhig einmal vorbeischauen können.
Aber als ich schon fast einpacken wollte, bekam ich doch noch etwas ganz Besonderes zu sehen. Mir war in unserem Hollerbusch zwischendurch schon für einen kurzen Moment ein kleiner Feldsperlings-Zweierpack aufgefallen. Als ich das nächste Mal hinschaute, war er wieder fort. Doch dann hatte ich doch noch Glück. Plötzlich kam tatsächlich die gesamte Familie Feldsperling noch einmal eingeflogen, und ich durfte bei der Fütterung der Jungvögel zuschauen.
Ein paar Tage zuvor war mir das bereits geglückt. Aber jetzt zur „Stunde der Gartenvögel“ war diese Vorführung für mich natürlich ein ganz besonderes Highlight. Aber seht selbst! Ist es nicht allerliebst?

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Es war Ende Februar, als mich Keks das erste Mal nervte und fragte, wann ich mich endlich um das neue Teichlein kümmern würde, schließlich wäre das der wichtigste Outdoor-Trinknapf für ihn und seine zwei pelzigen Mitbewohnerinnen. Doch das Teichlein wäre im Moment eher eine Stöckchensammelstelle als ein durstlöschender Wassernapf.

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„Silberdistel, hast Du schon mal ins neue Teichlein geschaut?“
„Nein, Keks. Warum sollte ich? Da gibt es doch um diese Jahreszeit gar nichts Interessantes zu sehen?“

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„Komm mal mit, Silberdistel!“

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„Guck mal, was alles im Teichlein herumliegt – …

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… ein Stöckchen vom ehemaligen Elsternnest aus unserem Wacholder. Und davon ist nicht nur dieses eine in den Teich gefallen. Es haben sich in ihm gleich mehrere davon zusammengerottet.“

„Ja und, Keks? Lass die Stöckchen doch liegen. Irgendwann werde ich sie schon rausräumen. Jetzt aber stören sie doch niemanden. Ihr könnt doch trotzdem aus dem Teichlein trinken. Da hat das Wasser sogar ein bisschen leckeres Vogelaroma. Im Moment ist es mir noch viel zu kalt für solche wasserlastigen Gartenarbeiten.“

„Silberdistel, das Teichlein ist doch aber unsere Trinkstelle. Wir wollen eine reine Trinkstelle – eine ohne den Müll von Familie Elster.“

„Keks, Ihr habt doch überall im Haus Trinkstellen, und als das Teichlein zugefroren war, konntet Ihr doch auch nicht aus ihm trinken. Ich kümmere mich, wenn es wärmer ist, um die Stöckchensammlung, okay?“

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Dann war es Mitte März und Keks drängte mich erneut, Hand an das Teichlein zu legen: „Silberdistel, wann kümmerst Du Dich endlich um unsere Wasserstelle? Inzwischen liegen auch noch Blätter im Teich und man kann gar nicht mehr genussvoll trinken.“

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„Hm, naja Keks, es stimmt schon, ich sehe jetzt auch, dass das Teichlein momentan wohl mehr eine Stöckchen- und Altblättersammelstelle als ein Trinknapf für Katzen ist.“

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„Guck, Silberdistel, wenn man trinken will, geht es jetzt nur noch so: Blätter angeln und ablecken. Probier‘ mal selber, Silberdistel! Du wirst merken, dass das ganz schön mühsam ist.“

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„Warte, Silberdistel, ich hole Dir ein Blatt. Dann kannst Du gleich mal selbst lecken.“

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„Guck, so musst Du lecken, Silberdistel.“

„Äh … ja, Keks, ich glaube Dir auch so. Ich muss das nicht extra selbst probieren. Du hast das sehr anschaulich vorgeführt und mich davon überzeugt, dass wir etwas tun müssen, damit Eure Trinkstelle wieder eine Trinkstelle wird. Hilfst Du mir dabei, Keks? Du hast doch inzwischen schon mächtig Übung im Rausangeln der Blätter und Stöckchen.“

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„Silberdistel … ich … ähhh … Moment mal …“

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„Hehh Keks!!! Ich dachte, Du hilfst mir beim Säubern des Teichleins.“

„Psssst, Silberdistel, sei leise!“

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„Warum soll ich leise sein, Keks? Was siehst Du denn gerade?“

„Psssst, da raschelt es, Silberdistel. Ich hab‘ jetzt keine Zeit für Gartenarbeit. Fang Du schon mal an!“

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„Ohne Dich soll ich anfangen, Keks? Nein, ich will auch sehen, was hier raschelt. Aber ich sehe nur Krokusse und die rascheln nicht.“

„Pssst, Silberdistel, leg‘ Dich neben mich und guck‘ und lausche aufmerksam wie eine Katze.“

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„Aber ich höre nichts rascheln, Keks, es summt. „

„Es hat aber erst geraschelt , Silberdistel, im Krokus. Nun, nun summt es vor Schreck, weil Du so laut warst.“

„Ach, Keks, und ich dachte, Du bist eher ein Schreckgespenst für ein Bienchen als ich. Kümmern wir uns nun ums Teichlein?“

„Später Silberdistel, ich muss weiter lauschen. Frag doch Torty, ob sie Dir hilft.“

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„Heh, Torty! Hilfst Du mir dabei, die Stöckchen und Blätter aus dem Teich zu angeln, damit Eure Trinkstelle wieder bestes Trinkwasser liefert? Keks hat gerade keine Zeit dafür.“

„Ruhe, Silberdistel! Stör mich nicht! Ich hab‘ anderes zu tun!“

„Zu tun? Was tust Du denn, Torty? Du sitzt doch da nur rum.“

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„Ich befasse mich mit Vogelkunde und dabei möchte ich nicht gestört werden, Silberdistel.“

„Aha! Vogelkunde nennst Du das. Ich dachte schon, es wäre eine Ansitzjagd auf den Amselmann dort auf der Blumenschale.“

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„Hihi, wie er dort herumtanzt, Torty. Ich glaube, der will Dich provozieren, springt wie ein Clown zwischen den Blumenschalen hin und her.“

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„Guck doch, wie er grinst, Torty.“

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„Nein, Silberdistel, der will nur dem Star dort oben im Apfelbaum beweisen, dass er, der Amselmann, hier im Garten der eigentliche Star ist.“

„Ach, ein Star ist auch noch da? Tatsächlich! Du bist ja wirklich eine Vogelkundlerin, Torty.“

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Tja, so waren sie alle beschäftigt, unsere Pelzträger, und keiner hatte Zeit, mir beim Saubermachen des Teichleins zu helfen. Selbst unsere graue Eminenz schaute mich ganz lustlos an, als ich um ihre Mitarbeit bat.

Allein hatte ich dann auch keine Lust mehr. Ich fand die Bienen und Vögel natürlich auch viel spannender, als im Teichlein nach Blättern und Stöckchen zu angeln. Und so habe ich die Arbeit schnell auf einen späteren Zeitpunkt verschoben.

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Inzwischen ist es nun gleich Ostern. Da wird es Zeit für eine Blogpause. Schließlich müssen wir uns, wie Keks es hier oben sehr schön demonstriert, seelisch und moralisch auf Ostern vorbereiten.

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Und vielleicht schaffen wir es doch noch, nicht nur die Ostereier in unserem Garten aufzuhängen, sondern auch noch, aus unserem Teichlein bis zum Osterfest eine ordentliche Outdoor-Trinkstelle zu machen, damit unsere pelzige Herrschaft zum Osterfest klares und reines Osterwasser trinken kann.

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In diesem Sinne wünschen wir Silberdistels Euch allen wunderschöne, sonnige und erholsame Ostertage mit Euren Lieben und viel Spaß beim Suchen der vielen Ostereier!

Der NABU hatte für das vergangene Wochenende wieder einmal zur „Stunde der Wintervögel“ aufgerufen. Wer Lust und Spaß dran hatte, konnte wieder einmal zählen, welche Vogelarten und wie viele jeweils davon im, am und über dem eigenen Garten innerhalb einer Stunde zu sehen sein würden. Natürlich hätte man seine Beobachtungen auch irgendwo in der freien Natur machen können. Anschließend konnte man diese Beobachtungen an den NABU melden.
So saß ich mit Zettel, Stift, Fernglas und Kamera bewaffnet jetzt am Sonntag am Fenster und schaute erwartungsvoll in meinen Garten hinunter. Würden mehr oder andere Federbälle kommen als am Freitag? Da hatte ich mir nämlich auch schon eine Stunde Zeit für die gefiederten Gartengäste genommen.
Ich war mächtig gespannt, ob ich am Sonntag außer den üblichen Verdächtigen, die ich bereits am Freitag in meine Liste aufnehmen konnte, noch andere, vielleicht nicht ganz so alltägliche, Gäste würde zählen können.

Es lief recht betulich an und ich überlegte schon, ob ich die Zeit nicht lieber für etwas anderes nutzen sollte, denn meine Liste war im Grunde genommen fertig. Ich könnte also problemlos meine Beobachtungen vom Freitag an den NABU melden. Doch dann kam doch noch Bewegung in mein kleines Gärtchen. Ein Trupp Haussperlinge war gerade eingeflogen, als ich schon fast das Handtuch werfen wollte. Einige der Sperlinge stürzten sich sogleich auf die Futterstellen, doch ein Außenseiter hüpfte erst einmal auf eines der beiden runden Teichlein in unserem Garten zu. Sicher wollte er zunächst seinen Durst stillen, denn in den letzten Tagen war hier alles gefroren – also Mangel an offenen Trinkstellen. Oder aber er hatte wie wir Silberdistels über die Feiertage ein wenig zugenommen und da soll es ja durchaus hilfreich sein, wenn man vor dem Futtereinwurf ein wenig Wasser trinkt, damit der Magen meint, er wäre bereits gut gefüllt und somit passt nicht mehr so viel kalorienreiche Festnahrung hinein 😉 Egal wie, jedenfalls hatte das Tun des kleinen einzelgängerischen Federballs einen Sogeffekt.

Im Laufe der Nacht zum Sonntag hatte hier in meinem Norden wieder Tauwetter eingesetzt und so hatte auch die Eisfläche auf den beiden Teichlein begonnen aufzutauen.
Der kleine Haussperling stillte, wie vermutet, tatsächlich dort zunächst seinen Durst. Doch dann sprang er plötzlich mitten hinein ins nasse Vergnügen. Das blieb nicht ohne Folgen.

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Die Teichlein waren trotz Tauwetter immer noch von einer dünnen Eisschicht bedeckt, auf der aber inzwischen Wasser stand – wahrscheinlich jetzt genau die richtige Art von Badewanne. Kaum nämlich hatte der eine Spatz lustig zu platschen begonnen, gesellten sich die nächsten hausspätzischen Badegäste hinzu und schließlich sogar Frau Amsel, die sich offensichtlich hatte anstecken lassen vom fröhlichen Badegetummel der Spatzenfamilie.
Das Wasser muss ganz schön kalt gewesen sein, am Rande des Teichleins sieht man sogar noch letzte Eisreste. Aber die Kälte, knapp über 0° C, tat dem Badevergnügen von Familie Spatz und Frau Amsel offensichtlich keinen Abbruch. Sie hatten augenscheinlich viel Spaß dabei und ich ebenso – schon allein vom reinen Zuschauen.

Welche Wintergäste außer diesen Badegästen noch kamen? Die üblichen Verdächtigen waren da. Die meisten von ihnen waren allerdings eher weniger badefreudig gestimmt. Sie interessierten sich dann doch mehr für die Speisekarte des Vogelgasthauses „Zur Silberdistel“. Ich konnte Blaumeisen, Kohlmeisen, natürlich Großfamilie Haussperling wie oben bereits zu sehen, einen Feldsperling, Amseln, unser Rotkehlchen, Ringeltauben, Saatkrähen und eine Nebelkrähe beobachten und während meiner Zählung überflogen noch etliche Möwen und drei Stockenten unseren Garten.
Das Vogelbild in meinem Garten vom Sonntag glich in etwa dem vom Freitag. Ich war recht zufrieden mit meiner Zählung, auch wenn es keine Überraschungsgäste gab.

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Doch dann, ich wollte meinen Platz am Fenster gerade räumen, gab es doch noch eine Überraschung. Mir fiel nämlich plötzlich eine Bewegung an unserem Geräteschuppen auf. Im ersten Moment glaubte ich, unser Rotkehlchen würde dort schon wieder umherhuschen. Es hatte mich mit seinem Anblick an diesem Tag ohnehin schon sehr verwöhnt. Bei genauerer Betrachtung fehlte meinem vermeintlichen Rotkehlchen dann aber der rote Latz. Ich brachte schnell die Kamera in Anschlag und dann war ich mir sicher.
Ich hatte nämlich eine Vermutung. Im vergangenen Herbst mussten sich unsere Katzen recht häufig von einem Zaunkönig beschimpfen lassen. Manchmal bekam selbst ich etwas von den Schimpftiraden ab, einmal sogar mit doppelter Schimpfgewalt – da zeigten sie mir zu zweit, was sie von mir und meinen Katzen hielten.
Leider hatte ich nie eine Kamera parat und wenn ich schnell hinein eilte und sie holte, war nach meinem Wiedererscheinen weit und breit kein kleines keckes braunes Vögelchen mehr zu sehen. Wie schön, dass mir jetzt eins von ihnen doch noch vor die Kamera gekommen ist.

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Rechts neben meinem Logo sitzt der kleine Zaunkönig

Leider sind die Bilder, als das winzige Kerlchen am Schuppen herumwuselte, nicht berauschend geworden. Sie eignen sich fast mehr als eine Art von Vogelsuchbild. Ich zeige aber trotzdem eines der Fotos. Man sieht auf jeden Fall sehr schön, wie gut der kleine Bursche durch seine braune Farbe getarnt ist. Und was man noch sieht, das sind die grünen Spitzen der Krokusse. Der Frühling lässt also in gewisser Weise schon ein wenig grüßen 😉

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Aber am Ende hatte der Zaunkönig doch noch Mitleid mit mir. Er setzte sich für einen winzigen Moment an den Rand der Vogeltränke. Auch diese Bilder sind alles andere als perfekt. Ein wenig deutlicher ist der kleine Federball aber doch zu erkennen als auf dem Foto zuvor.

Meine Katzenfamilie hatte dieses Mal übrigens keine Lust, mir bei der Vogelzählung Gesellschaft zu leisten. Sie nahmen lieber ein Mütze voll Schlaf. Ich vermute, sie veranstalten bei etwas wärmeren Außentemperaturen ihre eigene kleine Vogelzählung und die dann in der freien Natur. Vom Fenster aus Vögel zu zählen, das haben sie bereits bei der letzten Vogelzählung, bei der sie mir noch mehr schlecht als recht Gesellschaft geleistet hatten, als reichlich albern eingestuft. So saß ich nun also allein am Fenster. Meinen Spaß hatte ich trotzdem dabei – auch ohne pelzige Unterstützung.

Naja, okay, ich will mich nicht streiten, die Tanzfläche war wohl doch nach genauerer Betrachtung eher ein Autodach.

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Aber aus der Vogelperspektive erscheint das Dach bestimmt so wie ein kleiner Vulkan, gut, wie ein ziemlich platter Vulkan. Aber so rot wie ein gerade ausgebrochener Vulkan doch allemal. Nicht? Okay, dann für diejenigen, deren Vorstellungkraft für meinen Vulkan nicht ausreicht, eine andere Variante.  Die weniger Fantasiebegabten stellen sich jetzt ganz einfach einen roten Ferrari vor. Genug Feuer unter der Motorhaube den Vogelfüßen? Was? Da erscheint immer noch kein vulkanisches Feuer vor dem geistigen Auge?

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Also dem leichtfüßigen Tänzer hier fehlt es so gar nicht an Vorstellungskraft. Er erweckt ja nun wirklich, zumindest phasenweise, den Eindruck, als tanze er auf einem echt feurigen Vulkan. Er flattert, …

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… hüpft und springt, als hätte er wahrlich Feuer unterm fedrigen Vogelpopo und unter den elegant dahinschwebenden großen Vogelfüßen.

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Während er fröhlich und voller Hingabe auf der so ungewöhnlichen Tanzfläche seinen Tanz vollführt, muss er auf andere gefiederte Tänzer mächtig Eindruck gemacht und auch ihre Tanzlust geweckt haben, denn plötzlich taucht aus dem Geäst nebenan ein weiterer Pseudo-Vulkantänzer auf …

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… und setzt mit kühnem Schwung auf der vulkanischen Tanzfläche auf.

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Ach! Verdutzter Blick unseres Startänzers. Der Neuankömmling ist gar kein Tänzer! Hat sich doch soeben ein Trinker ganz frech auf den Vulkan geschwungen und säuft nun die, für das bessere Dahingleiten auf der vulkanischen Tanzfläche, aufgebrachten Wasserperlen fort.

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So geht es aber nicht! Trinker sind auf dieser Veranstaltung nicht erwünscht. Wer nur trinken und damit tanzflächenzerstörerisch tätig sein will, der hat auf der Tanzfläche nichts zu suchen.

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„Hinfort mit Dir – Du, Du, Du … Sperling!“

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Und schon hat der Tänzer den Trinker in die Flucht geschlagen. Letzterer verschwindet hektisch flatternd in den Büschen.

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Das Tanzbein kann also wieder geschwungen werden. Olé!

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Caramba, mir kocht der Blut! Schwungvolle Drehung! Olé!

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..und Schluss!

“Na? wie war ich? Applaus bitte!“

***

Ach, und dass hier immer von DEM Tänzer die Rede ist, das ist nicht ganz korrekt, höchstens in Bezug auf den Vogel an sich. Natürlich handelt es sich um eine Vogeldame, die hier so gekonnt das Tanzbein schwingt – um die gefiederte Tänzerin Carmen Amsel.
Der Trinker allerdings, der ist in der Tat ein Er. Wir haben es hier mit dem Gewohnheitstrinker Erwin Haussperling zu tun.

Was ich alles so während meiner kleinen Blogpause gemacht habe? Naja, dass ich gelesen habe, das hatte ich ja schon erzählt. Und dass ich viel im Garten gewerkelt habe, das hatte ich ebenso bereits erwähnt. Und dann, dann war da noch diese Sache mit dem Mittelpunkt der Erde, den ich, wie Keks meinte, entdecken wollte. Na, und bei einer solch wichtigen Angelegenheit konnte er doch nicht außen vor bleiben …

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„Was macht die Silberdistel da im Garten? Sie buddelt und buddelt und hört überhaupt nicht mehr auf. Ob sie den Mittelpunkt der Erde sucht? Den will ich auch sehen. Die Silberdistel hatte da neulich nämlich ein Buch, auf dem was vom Mittelpunkt der Erde stand. Daraus hat sie bestimmt gelernt, wie man den findet und nun, nun buddelt sie nach ihm. Boahhh, ist das spannend!“

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„Warum hast Du das Loch hier zugedeckt, Silberdistel? Ich will auch sehen, was Du darunter versteckt hast.“

„Unter der Folie ist nur Erde versteckt, mein Keks.“

„Nee, Silberdistel, ich hab Dich durchschaut, Du willst den Mittelpunkt der Erde entdecken. Ich hab‘ gesehen, wie Du neulich ganz interessiert in das Buch geguckt hast, in das mit dem Mittelpunkt der Erde.“

„Nein, Katerchen, bis zum Mittelpunkt der Erde müsste ich noch viel, viel weiter graben. Das wäre mir dann doch zu mühsam.“

„Ich hab’s, Silberdistel, Du baust uns ein neues Freiluftkatzenklo. Aber Du denkst schon daran, dass da noch Sand rein muss, ja?“

„Nein, Keks, das wird auch kein neues Freiluftkatzenklo.“

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„Dann setz ich mich jetzt hier hin und beobachte Deine Buddelei, Silberdistel. Und wenn Du doch zum Mittelpunkt der Erde willst, dann sehe ich das sofort und dann musst Du mich mitnehmen. Du weißt doch, ohne mich geht hier gar nichts.“

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„Jaja, Katerchen, dann lass Dich mal überraschen. Aber es könnte noch ein Weilchen dauern.“

„Brrrrpuhhh, brrrrpuhhh …“

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„Na, das ist mir vielleicht ein aufmerksamer Beobachter. Er sitzt noch nicht einmal richtig auf seinem kleinen Thron und schon fallen ihm die Augen zu.“

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„Wie? Was hast Du eben gesagt, Silberdistel?“

„Du sollst nicht ganz von Deinem Thron fallen. Das hast Du wohl gar nicht gemerkt, dass Du eben mit dem Pöpöchen abgerutscht bist, oder? Pass bloß auf, dass Du nicht noch weiter  nach hinten rutscht. Am Ende bist Du schneller am Mittelpunkt der Erde, als Du dachtest, Katerchen.“

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„Wie? Was für ein … Mittelpunkt … der … der … Erde? Brrrrpuhhh … puhhh …“

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„Heh, Katerchen, aufwachen!!! Das Spannendste hast Du schon verpasst – nämlich den Mittelpunkt der Erde.“

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„Was? Warum hast Du mich nicht geweckt, Silberdistel?“

„Katerchen, Du hast so schön geschlafen. Da konnte ich Dich doch nicht einfach wecken. So haben Herr Silberdistel und ich den Mittelpunkt der Erde allein angeschaut und dann haben wir schnell alles mit Wasser aufgefüllt.“

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„Schau mal, was hier entstanden ist, als Du tief und fest geschlafen hast.“

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„Silberdistel, Ihr seid gemein, habt den sicher wunderschönen Mittelpunkt der Erde einfach mit Wasser zugeschüttet. Ich wollte ihn doch auch sehen.“

„Tja, Keks, wenn Du den nun sehen willst, dann wirst Du wohl tauchen müssen. Aber wie ich Dich kenne, ist das mit dem Tauchen ganz sicher kein Hinderungsgrund. Torty und die graue Eminenz hätten damit schon eher ein Problem.“

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„Ich weiß noch, wie entsetzt die beiden Damen geguckt haben, als es der Wettergott Ende April hier bei uns wieder einmal zu gut mit dem Wasser meinte, das er über uns ausschüttete. Da hatten wir ja nicht zum ersten Mal in unserem Garten die Mecklenburgische Seenplatte en miniature.“

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„Wie schnell die beiden Katzendamen doch damals wieder hinein ins Trockene wollten.“

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„Nur Du, Kekschen, warst eine Weile länger in der nassen Landschaft verschwunden. Guck mal, dort, wo der Pfeil hinzeigt, dort ist nun unser neues Teichlein. Das passt doch perfekt. Und wenn es dann wieder einmal etwas zuuuu viel regnet, dann haben wir, zumindest scheinbar, den ganz perfekten Wassergarten. Bin ich nicht furchtbar klug, Katerchen? Nicht jeder kann aus einer Überschwemmungsnot eine Tugend machen.“

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„So, Katerchen, ein paar Rest- und Verschönerungsarbeiten an unserer Seenplatte sind noch zu machen. Dabei hilfst Du mir doch bestimmt und verschläfst nicht wieder den spannendsten Teil, oder? Katerchen? Katerchen? Wo bist Du plötzlich?“

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„Pssssst, Silberdistel, sei still! Ich hab‘ zu tun!“

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„Was hast Du denn … zu tun, Katerchen? Nee, ne? Katerchen, die steht unter meinem ganz persönlichen Schutz.“

„Ich pass ja nur auf sie auf, Silberdistel. Du machst das neue Teichlein fertig und ich erzähl‘ der Amsel schon mal, wo der neue Badeteich ist.“

Unser Keks ist, nachdem er nun seinen kleinen tierärztlichen Eingriff bestens überstanden hat, ein begeisterter Freigänger geworden. Es gibt so viel im Garten zu entdecken und es wird von Tag zu Tag mehr werden, was er mit interessierten, mitunter allerdings auch mit recht gierigen, Augen betrachtet. Aber dass man nicht alles haben kann, was man im Leben so entdeckt, das wird er noch lernen müssen. Der kleine Kater ist ja noch am Anfang seiner Entdeckungsreise durch das große Wunder Leben.

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Zaubernuss

Bei seinen Streifzügen fallen ihm wohl eher weniger die täglich mehr werdenden hübschen Blüten der Zaubernuss oder die der vielen anderen Frühblüher auf. Sein Interesse gilt mehr dem, was da durch den Garten flattert und hier und da zwitschert.

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Auf geht’s zu einem neuen Abenteuer

So ließ ich den pelzigen Helden vor ein paar Tagen wieder einmal hinaus in unser kleines Gartenreich. Die Sonne lachte fröhlich vom Himmel und die Vögel übten fleißig an ihren Frühlingsliedern.  Kaum hatte ich die Tür geöffnet, huschte unser Keks hinaus in den schönen Tag und machte sich auf zu neuen Abenteuern. Und weil die Sonne es an jenem Tag so ganz besonders gut meinte, leistete ich unserem Jungspund dort draußen ein wenig Gesellschaft.

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Oh, Keks hat wohl etwas entdeckt

Eben sprang er noch vergnügt umher und dann plötzlich geht unser pelziger Mitbewohner in Deckung. Was mag er nur gerade entdeckt haben? Wie gebannt starrt er auf irgendetwas und schleicht dann ganz vorsichtig weiter.

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Wo mag er nur hinschauen?

Wenig später schaut er nach oben. Ist ihm etwa im letzten Moment das Objekt seiner Begierde entwischt? Ich folge seinem Blick. Was mag es dort oben zu sehen geben?

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Frau Amsel sitzt hoch oben auf dem Birnbaum

Ach, das Katerchen schaut auf den Birnbaum. Dort oben sitzt Frau Amsel, die eben noch im Garten einige braune Blätter wendete. Hat sie doch der pelzige Vierbeiner bei der Futtersuche gestört. Auf dem Baum fühlt sie sich dann wohl doch sicherer. Unser Keks schnattert aufgeregt und scheint zu überlegen, ob es sich lohnt, der Vogeldame  dort oben einen Besuch abzustatten.

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Ein paar Flügelschläge später sitzt Frau Amsel auf dem Dach unseres Geräteschuppens

Doch Frau Amsel stößt eine Reihe böser Schimpflaute aus und fliegt hinüber zum Schuppendach. Lieber noch ein paar Meter mehr Luftraum zwischen sich und das Raubtier bringen. Wer weiß, ob dieser Jungspund nicht doch noch auf den Baum klettert. So genau kann sie diesen jugendlichen Helden noch nicht einschätzen. Aber das wird sie ganz sicher bald gelernt haben.

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Wo ist die Amsel hin?

Keks lässt sich natürlich vom Gezeter der Amsel nicht entmutigen. Er schleicht hinterher und behält den Vogel im Auge.

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Vorsichtig schleicht er Richtung Schuppen

Ganz vorsichtig schlägt sich unser pelziger Jäger durch die Büsche und schließlich …

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Vom Kräuterbeet aus schaut Keks hoch zum Schuppendach

… landet er im Kräuterbeet. Wo ist die Amsel? Uups, die sitzt derweil wieder im Birnbaum.

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Die Amsel ist fort, aber was entdeckt er denn dort hinten auf dem Zaun?

Na, macht nichts, denn schon hat der kleine Kater etwas anderes entdeckt. Was sitzt denn da am Gartenzaun? Ganz die Aufmerksamkeit in Person schaut unser Keks dorthin.

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An der Tür vom Gartenzaun sitzt unser Rotkehlchen

Und dann sehe auch ich, was unser Jungspund entdeckt hat. Das allgegenwärtige Rotkehlchen hockt auf einem Blumentopf nahe der Gartentür. Aber ich bin sicher, das kleine Vögelchen mit dem roten Latz hat nicht nur mich, sondern auch unseren Keks schon längst bemerkt.

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Doch plötzlich schaut Keks nach oben – ist die Amsel wieder da?

Doch wenig später scheint das Rotkehlchen schon gar nicht mehr so interessant zu sein. Was hat unser Katerchen denn jetzt entdeckt?

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Wow, ist das spannend da oben am Himmel

Noch bevor ich selbst dem Blick des Katers folgen kann, höre ich, was er sieht. Laute Trompetenrufe schallen durch den schönen Tag. Als auch ich hinauf in den Himmel schaue, sehe ich sie in großen Formationen über uns hinwegfliegen – sehr hoch, fast deutlicher zu hören als zu sehen – Kraniche. Sie sind wieder da.

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Wie schön, dass ich dem Katerchen bei seinem kleinen Gartenabenteuer ein wenig Gesellschaft geleistet habe. Wäre ich nicht mit ihm draußen im Garten gewesen, hätte ich doch glatt die Kraniche verpasst. Für mich sind sie jedes Mal wieder DIE Frühlingsboten an sich.

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Sooo viele Kraniche – da staunt sogar unser Keks

Noch lange schauen Keks und ich in den blauen Himmel – hinauf zu den Kranichen, hinauf in den Frühling. Ich weiß nicht, wer mehr über die Schreihälse dort oben gestaunt hat. Er oder ich?