Mit ‘Adventszeit’ getaggte Beiträge

Und schon ist er da – der 2. Advent. Irgendwie habe ich das Gefühl, der Advent hat es in diesem Jahr besonders eilig. Geradezu in Riesensprüngen scheint mir der 2. seinem älteren Bruder nachgeeilt zu sein. Aber was soll’s, wir müssen die vier Brüder nehmen, wie sie kommen – ob schnell oder langsam.

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Übrigens hatte es mein Weihnachtkaktus (Schlumbergera) auch wieder einmal sehr eilig. Er konnte sich mit seinen roten Blüten so gar nicht bis zum Weihnachtsfest gedulden. Aber von ihm bin ich es schon gewohnt, dass er bereits spätestens im November die Weihnachtszeit mit seinen roten Blüten einläutet. Zum eigentlichen Weihnachtsfest dann steht er schon wieder ganz entspannt und in reinem Grün da.
Gewöhnlich verschläft er so die Weihnachtstage und auch zu Beginn des Jahres hält er sein kleines Winterschläfchen noch durch. Doch dann, zu Ostern, gibt er noch einmal eine kleine Vorstellung in Rot, wenn auch etwas verhaltener als jeweils zum Jahresende.
Anfang November war er auch in diesem Jahr wieder startklar für sein rotes Blütenkleid. Trägt er nicht ein schönes Weihnachtsrot? Ob er so ein Frühstarter ist, weil er in all dem Rot, das gewöhnlich mit dem Weihnachtsfest daherkommt, nicht untergehen will?

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Dieses Jahr habe ich ihn natürlich wie immer ausgiebig bewundert, gehegt und gepflegt und ihm viele liebe Worte zukommen lassen. Ja, ich bin eine, die nicht nur mit ihrem Herrn Silberdistel und ihren Tieren spricht, ich bin eine von denen, die auch mit  ihren Blumen spricht  😉 Aber manche Blumen hören einfach nicht auf mich. Sie haben ihren eigenen Kopf und tun einfach das, was SIE wollen. So auch dieser Weihnachtskaktus. Meine Bitte, all die Blütenpracht wenigstens ein einziges Mal erst ab der Adventszeit zu zeigen, bleibt seit Jahren ungehört.

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Aber einmal möchte ich auch zu Weihnachten einen blühenden Weihnachtskaktus bewundern dürfen. Sein Name sollte doch schon Grund genug sein, mir diesen Wunsch zu erfüllen. Aber wer nicht hören will, der muss fühlen 😉 Und so habe ich meinen Frühstarter ganz einfach überlistet. Ich habe ihm still und leise einen zweiten Kumpel an die Seite gestellt. Und der, der beginnt nun gerade damit, seine Blütenpracht zu entfalten 😉

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Da er noch diverse Knospen hat, hoffe ich, dass er mich auch am Heiligabend noch mit einigen seiner hübschen Blüten erfreut. Ich bin gespannt.
Vor allen Dingen bin ich aber gespannt, ob auch dieser Weihnachtskaktus sich im kommenden Jahr zu einem solchen Frühstarter entwickelt oder ob er der eigentliche Weihnachtskaktus sein wird. Ich werde berichten 😀

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Und mit diesem blumigen Adventsgruß wünschen sowohl die zwei zwei- als auch die drei vierbeinigen Silberdistels allen, die heute unser Adventstürchen öffnen und zu uns hineinschauen, …

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… einen wunderschönen und ganz geruhsamen zweiten Advent.

Wie gut, dass zumindest einer unserer Nachbarn gewöhnlich sehr zeitig mit seiner Weihnachtsdekoration beginnt. Als grobe Orientierung ist so ein Frühstarter gar nicht so übel. Auf jeden Fall habe ich durch ihn schon mal eine leichte Ahnung davon, dass es auch in diesem Jahr wieder einen 1. Advent geben wird. Gefühlt hätte ich auch dieses Mal noch Wochen Zeit haben müssen bis zum Anzünden der ersten roten Kerze. Doch dann steht das erste Adventswochenende trotz aller Vorwarnung wieder einmal ganz plötzlich und unerwartet vor der Tür. So grübelte ich dann auch gleich angestrengt  ob des an die Tür klopfenden 1. Advents, wo ich wohl zu Beginn des Jahres all das weihnachtliche Dekozeugs verstaut hatte.

Aber während ich gestern tatsächlich noch einmal für letzte Arbeiten in meinem Gärtchen herumwerkelte, wurde mein Kopf an der erstaunlich frischen Luft angenehm frei. Und siehe da, nach und nach tauchten vor meinem inneren Auge all die Versteckplätze auf, an denen die vorweihnachtliche Gemütlichkeit verbreitenden Sterne, Kugeln, Figuren und Häuschen die meiste Zeit des Jahres verbracht haben.

Nach meiner Gartenarbeit inspizierte ich dann auch an den vermuteten Stellen Schränke & Co., und bald darauf war alles im Haus verteilt, um ab sofort seinen unnachahmlichen Weihnachtszauber verbreiten zu können. Nur einer der Adventssterne hatte keine Lust auf Advent. Sein Lichtlein war ihm scheinbar im dunklen Schrank abhanden gekommen. Aber so einfach konnte er mir nicht davonkommen.

Unseren Weihnachtsbaum im Garten schmückt dieses Jahr eine neue Lichterkette. Aus der alten war er derweil herausgewachsen. Die Minikette, die er bisher in der Weihnachtszeit gewöhnlich trug, war nun noch übrig. Ob ich dem Stern damit neues Leben einhauchen könnte? Und siehe da, ich konnte. Der alte Bursche erstrahlte nach einer kleinen Umbauaktion in neuem Lichterglanz und macht uns hoffentlich mit seinem neuen leuchtenden Innenleben noch lange Freude.

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Also, Advent, obwohl Du mich wie jedes Jahr, auch dieses Mal wieder, mit Deinem gefühlt viel zu zeitigen Erscheinen überrascht hast, Du bist willkommen. Wir Silberdistels sind bereit!

Na, und wenn der Winter will, dann darf auch der kommen. Für die gefiederten Gartengäste habe ich gestern auch noch ausreichend gesorgt. Zu Futterhaus und Knödelstation sind im Garten noch ein zusätzlicher Futtersilo und eine zweite Stelle für die Knödelliebhaber gekommen.
Sogar im Vorgarten hat unser Vogelgasthaus so einiges im Angebot. Schließlich sollen die Federbälle merken, dass Weihnachten nicht nur ein Fest für uns Menschen ist. Wenn wir schon reichlich und meistens viel zu viel essen, dann sollen selbstverständlich auch die gefiederten Gäste nicht darben.

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Mein Angebot wurde übrigens sofort fleißig genutzt. Spatzen, Blau- und Kohlmeisen bedienten sich begeistert, und auch mein Rotkehlchen fehlte nicht.

Und dann war da noch ein kleines Vögelchen, das ich zunächst für eine Kohlmeise hielt. Erst als sich die vermeintliche Kohlmeise an die Wasserstelle setzte, konnte ich sie etwas genauer betrachten. Das war doch …, das war doch keine Kohlmeise. Dieser lange weiße Nackenfleck, der fast wie ein Scheitel wirkte, gehörte doch einer ganz anderen Meise. Dort saß eine Tannenmeise in meinem Garten – ein eher seltener Gast hier bei mir. Umso größer war meine Freude.

Und um mein Glück vollkommen zu machen, tauchten sogar noch zwei Schwanzmeisen auf. Sie hatten es allerdings sehr eilig. Oder ich war nicht schnell genug. Jedenfalls gelang mir kein Beweisfoto. Aber vielleicht schauen sie irgendwann noch einmal vorbei und ich habe mehr Fotoglück.

So, mit der Gartenarbeit ist es aber jetzt vorbei. Der Rest hat Zeit bis zum nächsten Frühjahr. Nun widmen wir uns in aller Ruhe der Adventszeit. Wir Silberdistels werden’s uns ganz gemütlich machen.

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Unser Keks macht sich schon mal hübsch für den gemeinsamen Adventsnachmittag – mit einer kurzen Katzenwäsche – das muss reichen, wie er meint.

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Unsere beiden Damen wählten für die Schönheit die weniger aufwendige Variante – den Schönheitsschlaf.

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Und wir Silberdistels sind von Natur aus schön. Eigenlob? Okay, okay, aber wir wissen, dass Kaffee schön macht und das eine und/oder andere Plätzchen doch wohl auch 😉

In diesem Sinne macht auch Ihr es Euch gemütlich und habt zusammen mit Euren Lieben einen wunderschönen 1. Advent!

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Na, ist das nicht das richtige Licht für eine perfekte Adventsstimmung? So und nicht anders hätten wir es gern, oder? Nur leider wird es heute zum 4. Advent damit wohl eher nichts werden. Und weil ich das bereits befürchtet habe, habe ich unseren schönen Sonnenuntergang jetzt vom Freitag noch schnell eingefangen, schließlich brauchte ich für den heutigen Adventsbeitrag etwas Stimmungsvolles.

Wie? Stimmungsvolles Licht ist gut, aber was ist mit den Keksen? Ja, natürlich, was dachtet Ihr denn? Natürlich habe ich in der letzten Woche Kekse gebacken und wir Silberdistels haben sogar schon fleißig gekostet, denn schließlich musste ich mich davon überzeugen, dass alles gut gelungen ist. Naja, nicht nur ich musste mich von meiner Backkunst überzeugen, mein Herr Silberdistel möchte ebenfalls immer gern überzeugt werden und das geht natürlich nur durch Verkostung.

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Diese leckeren Elisenlebkuchen z. B. haben die Verkostung mit Bravour bestanden. Sie sind aber nicht nur überaus köstlich, sie sind auch unwahrscheinlich schnell gemacht. Das Rezept habe ich vor fast genau drei Jahren hier schon einmal veröffentlicht. Wer also rasch noch welche backen will – nur zu!

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„Hm, was soll das denn? Ich dachte, bei dem heutigen Adventsbeitrag geht es um mich und nicht um irgendwelche anderen Kekse?“

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„Duften tut es ja irgendwie gut, das, was die Silberdistel da außer mir noch als Keks bezeichnet. Meinst Du, Torty, wir bekommen auch etwas davon ab? Ob das so etwas ist, wie es unsere Leckerchen sind?“

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„Wir können ja nachher mal gucken, ob wir welche probieren dürfen, Keks. Bestimmt trinken unsere Silberdistels bald Kaffee und dazu haben sie doch diese Keksdingse immer gegessen.“

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„Ja, Torty, wenn der Stern da oben leuchtet, dann ist immer Kaffeezeit.“

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„Aber noch leuchtet der Stern nicht, da können wir noch weiter Vögel angucken, Torty.“

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„Torty, guck mal, bei der Meise ist es schon Nachmittagsessenszeit.“

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„Ob unsere Silberdistels nicht auch langsam ihren Kaffee trinken und diese so lecker duftenden Kekse essen wollen? Vielleicht ist die Lampe vom Stern kaputt und dann verpassen sie am Ende noch das Nachmittagsessen.“

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„Ich geh‘ jetzt mal gucken, Torty.“

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Und kaum war unser Keks drinnen, fing auch der Stern an zu leuchten …

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… und wir Silberdistels durften es uns endlich bei Kaffee, Elisenlebkuchen und Keksen gemütlich machen.

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Nur unser pelziger Keks war etwas enttäuscht, weil diese Art von Leckerchen, wie wir Silberdistels sie gleich verspeisen würden, so gar nicht für einen Katzenmagen geeignet ist. Aber er bekam statt dessen die kleinen Katzenkekse und seine beiden Mitbewohnerinnen kamen natürlich auch nicht zu kurz. Und so waren am Ende alle zufrieden.

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Und so wünschen wir fünf Silberdistels auch Euch einen gemütlichen 4. Advent, an dem alle mit sich und ihrer kleinen Welt rundum zufrieden sind. Die große Welt blenden wir heute einmal aus, denn mit der kann man wohl nie rundum und ganz zufrieden sein. Schade eigentlich, aber wohl ein Traum, der immer nur ein Traum bleiben wird.

 

Wie die Zeit doch rennt, als hätte sie einen neuen Schnell-Laufrekord zu brechen. Oder erscheint es nur mir so, weil mich am letzten Novemberwochenende der 1. Advent mit seinem Erscheinen so völlig überrumpelt hatte? Naja, irgendwie gehört der Advent doch auch mehr in den Dezember, oder? Kein Wunder also, dass ich so überrascht war, weil er sich dieses Jahr bereits im November ins vorweihnachtliche Rampenlicht gesetzt hat. Vielleicht befinde ich mich deshalb gedanklich und irgendwie auch gefühlsmäßig immer noch eine Woche zurück.

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Aber egal, angekommen sind wir Silberdistels inzwischen schon im Advent, denn an Gemütlichkeit fehlt es hier durchaus nicht, auch nicht am vorweihnachtlichen Kerzenschimmer oder dem würzigen Duft nach Weihrauch, den das eine oder andere Kerlchen aus der großen bei uns Silberdistels wohnenden Räuchermännchenfamilie verbreitet.

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Jetzt zur Adventszeit sind sie alle wieder aus ihren geheimen Schrankverstecken hervorgekrochen und schmücken nun mit ihrem lustigen Aussehen unser Haus.

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An der Plätzchenbackerei hapert es allerdings noch. Die ist erst für die kommende Woche eingeplant. Vorerst sollten zur Kaffeezeit vielleicht auch die leckeren kleinen Angebermuffins unsere Gaumen bestens verwöhnen können. Ich finde, sie passen ausgezeichnet in die Vorweihnachtszeit und schnell gemacht sind sie allemal.
Die bisher noch fehlenden Plätzchen sind aber ein unbedingtes Muss, gehören sie doch alljährlich als eine der leckersten Kalorienbömbchen auf unsere Weihnachtsteller. Und als bekennende Plätzchen- bzw. Keksliebhaber ginge Weihnachten für uns ohne Kekse gar nicht und ohne Dominosteine erst recht nicht.

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Dominosteine werde ich, wie bereits die Jahre zuvor, auch dieses Mal wieder selbst zusammenzaubern. Seitdem ich mich vor drei Jahren in der Kunst ihrer Herstellung versucht habe, gehören auch sie nur noch als selbstgemachtes süßes Backwerk auf unsere Weihnachtsteller. Speziell ich bin nämlich nicht nur bekennender Keksliebhaber, ich liebe auch Dominosteine über alles. Und gerade Dominosteine sind ein weites Feld – ein Feld zwischen abgrundtief schlecht und dem vollendeten Geschmackserlebnis.
Richtig gut schmecken nur die vom Lieblingsbäcker oder eben die selbstgemachten. Und wenn jetzt dem einen oder anderen das Wasser im Munde zusammengelaufen sein sollte und er sich liebend gern auch einmal selbst in der Dominosteinbackkunst üben möchte, dem kann ich gern mein Rezept empfehlen. Ansonsten gibt es sicher auch noch 101 andere Rezepte, die man ausprobieren könnte, aber dieses, dieses ist mein Lieblingsrezept und für mich schmecken gerade diese Dominosteine unübertroffen gut.

Nun denn, genug übers Backen geredet! Frisch ans Werk, sonst wird es am Ende vor den Festtagen gar nichts mehr mit der vollen Keksdose und mit dem Teller voller Berge von Dominosteinen. Dabei muss doch alles auch noch vor Weihnachten verkostet werden.

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Aber zum heutigen Adventssonntag beißen wir keksvertretungs- und dominovertretungsweise noch einmal in die Angebermuffins. Ihr könnt sicher sein, sie sind die perfekten Keksstellvertreter.

Und

in diesem Sinne wünschen wir Silberdistels Euch allen einen fröhlichen, kuscheligen und genussvollen 3. Advent.

… und wir Silberdistels sind doch tatsächlich derweil auch im Advent angekommen.

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Kekse habe ich zwar noch nicht gebacken, aber gemütliche Nachmittage bei Kaffee und Kerzenschein gehörten dennoch in unsere Adventswoche und irgendwie gehörte trotz null Backaktivität auch immer ein Keks dazu. Was wäre ein Advent ohne Keks? Wohl dem also, der immer einen Keks im Hause hat – auch ohne aufwendige Backkunst.
Mein Keks ist allerdings von etwas anderer Natur als der gewöhnliche Weihnachtskeks, mein Keks ist etwas pelzig wie guter Rotwein auf der Zunge, andererseits auch recht fusselig und daher würde ich eher davon abraten, diesen Keks wie Rotwein zu behandeln und gar zu verkosten. Unter Umständen könnte das Pelzige schnell in Kratziges umschlagen und wer will das schon?
Mein Keks leistet mir übrigens überall Gesellschaft. So auch, als ich mich jetzt in der Woche mit den restlichen Gartenarbeiten beschäftigte, von denen mich das bis dahin vorwiegend unangenehme nasse und nebelgraue Wetter abgehalten hatte. Plötzlich und unerwartet gab es nun noch einmal eine Schönwettergelegenheit, um endlich die restlichen Gartenarbeiten abschließen zu können.
Mein kleines Moorbeet schrie förmlich nach Winterfestmachung. Die pflanzlichen Fleischfresser waren zum Glück schon vor unserer kleinen Schneekatastrophe hier in meinem Teil des Nordens in den Wintergarten umgezogen, denn nicht alle sind frosthart und es hätte mir in der Seele wehgetan, wenn sie Schaden genommen hätten.

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Und genau bei dieser Winterfestmachung warf sich mir besagter Keks förmlich vor die Füße – pelzig, im dezenten grauen Tigerlook.
Er bot sich mir als Gartenhelfer an und er hatte auch gleich eine durchreißende Idee, als ich davon sprach, das Wasser aus dem Pflanzenfresserbottich schöpfen zu wollen, damit es nicht bei Frost zu Eis gefriert und evtl. dadurch am Ende den Bottich zerstört. Der geniale Keks meinte, er würde das Wasser ganz einfach austrinken und schon wäre mir und dem Moorbottich geholfen.

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So trank er und trank und trank, aber dann stürzte er plötzlich eilig davon und begann kurz darauf, im Freiluftkatzenklo zu scharren.
Er wollte es zwar später nicht zugeben, aber ich denke, er hatte sich mit seinem kühnen Vorhaben dieser Art von Bottichentleerung wohl doch ein wenig übernommen, denn dass aus ihm das viele Wasser auch wieder raus musste, das hatte er wohl nicht bedacht.
Da mein Keks nun erst einmal anderweitig beschäftigt war, musste ich die weiteren Arbeiten am Moorbottich allein ausführen. Ich vermutete, dass mir das mit dem Austrinken des Bottichs wohl auch nicht ganz problemlos gelingen würde und so schöpfte ich das Wasser schließlich lieber mit einem Topf per Hand aus.

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Die beiden vierbeinigen Damen beschäftigten sich, während sich der pelzige Keks im Freiluftkatzenklo amüsierte und ich schwer schöpfend bis zur Erschöpfung arbeitete, mit einer anderen Art von Gartenarbeit. Sie befassten sich schon mal mit der Vogelzählung – gewissenmaßen als Vorübung für die nächste „Stunde der Wintervögel“.

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Über diese Blaumeise gab es allerdings Meinungsverschiedenheiten unter den pelzigen Damen und zwar darüber, wer sie in seiner Zählliste erfassen dürfe.

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Unsere Torty behauptete, die Blaumeise dort an der Hängetasse zuerst entdeckt zu haben. Unsere graue Eminenz war da ganz anderer Ansicht, denn sie hätte die Meise bereits viel früher gesehen. Sie hätte die Blaumeise bereits entdeckt, als diese noch im Roten Hartriegel saß und sich einbildete, sie wäre dort für Katzenaugen unsichtbar.

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Torty müsse sich also für ihre Vogelzählung eine neue Meise suchen.
Wie der Streit ausging, ist mir leider irgendwie entgangen, denn ich ärgerte mich derweil mit meinem Moorbottich herum, den ich nach dem Ausschöpfen mit einer Folie gegen Regen und Schnee abzudecken gedachte.
Als ich nach Herrn Silberdistel rief und um Hilfe beim Festbinden der Abdeckung bat, tauchte der zwischenzeitlich verschollen gewesene Keks plötzlich wieder auf und ging mir mit seiner erneuten Hilfsbereitschaft auf selbigen.

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Er setzte sich nämlich kurzentschlossen mitten auf die Folie und erklärte mit, wir könnten das allein, wir bräuchten den Herrn Silberdistel nicht. Wenig überzeugt von dieser Variante, machte ich mich an die Arbeit. Wenn doch Keks nur hätte stillsitzen können. Aber das gelang ihm irgendwie nicht. Wahrscheinlich drückten die im Bottich verbliebenen Steine zu schmerzhaft auf seinen zarten Katerpopo. Nebenher pfötelte er mir auch noch ständig zwischen den Fingern und am Bindfaden herum, weil er angeblich besser wusste als ich, wie man einen Bindfaden bändigt.
Schließlich musste ich doch Herrn Silberdistel um seine freundliche Mithilfe ersuchen. Keks zog da allerdings beleidigt davon. Er jedenfalls hätte alles im Griff gehabt, nur ich wäre zu ungeschickt gewesen. Aber wenn ich seine Hilfe nicht wollte …
Nun ja, dass mein keksiger Helfer alles im Griff gehabt hatte, das muss ich schon zugeben, aber … aber … Naja, lassen wir das lieber.

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Irgendwann jedenfalls war der Bottich endlich verpackt und damit Keks bei seinen nächsten Sitzversuchen darauf nicht wieder blaue Flecken am pelzigen Hinterteil  bekommt,  wurde er noch mit einer Drahtgeflechtabdeckung versehen – also der Bottich, nicht der Keks. Torty, hier gerade als pelzige Gutachterin tätig, fand unser Gesamtkunstwerk sehr gelungen.

Ach und neben der Arbeit am Moorbottich habe ich es sogar noch geschafft, den Garten vom größten Teil des Laubes zu befreien. Das war eine Arbeit, die erneut das Interesse des keksigen Gartenhelfers weckte, und so war er schnell wieder zur Hilfe bereit. Und während ich harkte und mein Helfer die Blätter, die sich heimlich davonmachen wollten, geschickt wieder einfing, legten wir unseren Bindfadenstreit ganz unauffällig bei.
Sogar unseren Geräteschuppen haben wir noch in schöner Eintracht aufgeräumt. Obwohl wir auch hier mitunter etwas unterschiedliche Ordnungsvorstellungen hatten. Aber man darf nicht immer alles so verbissen sehen. Schließlich ist gleich Weihnachten – das Fest von Friede, Freude, Keks und Gänsebraten. So durfte dann auch Keks ab und zu gern wieder etwas nach unten werfen stellen, dem ich gerade oben einen Platz zugeteilt hatte. Und so haben wir schließlich alles geschafft – irgendwie. Weihnachten darf also kommen.

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In diesem Sinne wünschen wir zwei- und vierbeinigen Silberdistels Euch allen einen schönen und besinnlichen 2. Advent und passt beim Verzehr der Kekse auf – nicht die falschen in den Mund nehmen 😉

Ich könnte hier beinahe weiterreimen: Fast hätt‘ ich es verpennt. Im vergangenen Jahr hatte mich die Adventszeit schon gewaltig überrascht, in diesem Jahr komme ich mir sogar noch viel mehr überrascht vor. Ob meine Zeit so sehr mit Warten auf den goldenen Herbst ausgefüllt war, dass mir gar nicht in den Sinn kam, dass ich schon gleich Plätzchen und weihnachtliche Kuchen backen müsste? Irgendwie stand das alles noch gar nicht auf meinem Plan.

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Als ich am Freitag aus dem Küchenfenster schaute, leuchtete mich von gegenüber ein goldener Weihnachtsstern an. Erstaunt blickte ich auf den Kalender und stellte fest, dass nicht unsere Gegenüber sich in der Zeit vertan hatten, ich war’s, die noch keinen einzigen Gedanken an Weihnachten verschwendet hatte und von wie auch immer gearteter Weihnachtsdekorationen wollen wir gar nicht reden. Doch dem Advent war das völlig egal, der 1. seiner Art drohte überfallartig mit fast sofortigen Ankunft. Wie konnte mir das entgangen sein? Wo kam der Advent so plötzlich her?
Eigentlich wollte ich den auf mich wartenden Wäscheberg endlich bezwingen – Bügeln und Reparieren stand auf meinem Programmzettel für den Freitag. Wieder einmal dumm gelaufen.
Ich wägte hin, ich wägte her und der Wäscheberg verlor, der Advent gewann. Armer Wäscheberg! Ich glaube, Wäscheberge haben es bei mir schwer, sie verlieren meistens. Schlimm ist, dass sie sich gewöhnlich furchtbar rächen. Sie wachsen und wachsen und wachsen. Sie sind wie der süße Brei aus diesem Märchen der Gebrüder Grimm. Wie war das da eigentlich noch mit dem Zauberspruch, der das Überquellen stoppte? Vielleicht funktioniert der auch bei Wäschebergen. Aber egal, der muss erst einmal warten, denn der Advent ist bockig, der hat nämlich beschlossen, es nicht zu tun – also zu warten.

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So fügte ich mich gezwungenermaßen dem in Windeseile nahenden 1. Advent und grub in den Schränken nach weihnachtlichen Sternen & Co. und dekorierte hier und dekorierte dort. Die Katzen fanden das alles sehr lustig und aufregend, d. h. DIE Katze, denn zum Glück war gerade nur unsere graue Eminenz anwesend. Die beiden Jungspunde tummelten sich im Garten und ärgerten die Vögel, die sich eigentlich im Futterhaus gütlich tun wollten. Aber die graue Eminenz schaffte es  auch allein, mich nervös und wuschig zu machen, musste ich doch zeitweilig um meine gläsernen Weihnachtskugeln fürchten.

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„Vorsichtig, Katze, tritt nicht auf den Karton mit den Weihnachtskugel! Ich brauche sie noch und möchte nicht, dass Du sie kaputt machst.“

„Was? Wo soll ich nicht drauftreten, Silberdistel? Was hast Du von einem Karton gesagt? Oh, wie ich Kartons liebe!“

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„Ich spreche von dem da, vor dem Du gerade stehst, Katze.“

„Dann nimm doch die dummen Kugeln raus, Silberdistel, dann kann sie keiner zertreten und ich könnte so schon mal testsitzen in dem hübschen Karton machen. Ach, wie ich Kartons liebe!“

„So, Katze, nun mach mal Platz, ich muss noch den Karton mit der Weihnachtspyramide aus dem Schrank nehmen.“

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„Boahh, Silberdistel, dieser Karton ist viel schöner für mich. Ich glaube, Du kannst den mit den Weihnachtskugeln behalten. Ich nehme diesen oder warte, Silberdistel, in dem Schrank, aus dem Du den Karton genommen hast, da ist doch jetzt Platz. Da könnte es noch viel schöner sein. Ich probiere ihn mal.“

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„Häh, was? Ach was, ich hab‘ nichts zertreten, als ich in die Schrankhöhle geklettert bin. Guck doch, Silberdistel, alles noch heil.“

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„So, Silberdistel, und jetzt lass bloß nicht die Jungspunde rein. Ich muss jetzt ein Nickerchen machen und will nicht gestört werden – von keinem Jungspund. Und Du Silberdistel, sei auch leise! Bevor ich nun ruhe, kannst Du aber noch die Schranktür zumachen. Dann ist es gemütlicher.“

„Hm, ja, und wo packe ich all das hin, was ich jetzt noch nicht brauche, Katze, was erst später zu Weihnachten an den Weihnachtsbaum kommt? Eigentlich sollte das wieder in den Schrank zurück, genau dorthin, wo Du Dich jetzt ausgebreitet hast.“

„Ach, Silberdistel, Dir fällt schon was ein! Und jetzt mach die Tür zu und lass mich schlafen!“

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Tja, so saß dann unsere graue Eminenz in ihrer neuen Höhle und ich, ich dekorierte das Haus weihnachtlich und grübelte nebenher darüber nach, was ich demnächst alles würde backen wollen. Und während ich so darüber nachdachte, fühlte ich mich plötzlich dem Advent ein ganzes Stückchen näher. Ich dachte unter anderem an den hübsch gedeckten Kaffeetisch und die so leckeren Angeber-Muffins. So hatte mich das weihnachtliche Dekorieren wider Erwarten doch noch auf die Adventszeit eingestimmt.

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Also dann, macht ihn Euch gemütlich, diesen 1. Advent. Wir Silberdistels sind übrigens zum Adventskaffee eingeladen, sodass ich also vorerst noch ganz in Ruhe weiter über die zu backenden Kuchen und Weihnachtskekse nachgrübeln kann. Heute werde ich erst einmal genussvoll fremdessen 😉 Was es wohl geben mag? Stollen? Pfeffernüsse? Eine nahrhafte Adventstorte? Ich bin ja sooo gespannt! Ich hoffe nur, dass das alles ohne Kalorien gebacken ist 😉

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Frau Spätlese hatte es ja unlängst mit diesen herrlichen Nusskeksen, die so überaus lecker aussahen, dass ich sie natürlich unbedingt nachbacken musste. Wie sich nach dem, mit einigen kleinen Hindernissen, gespickten Testbacken herausstellte, sind die Lieblingsnusskekse etwas, das man durchaus ins alljährliche Adventsbackprogramm aufnehmen kann. So könnte man sich die Wartezeit auf Weihnachten mit dem Knabbern einer tollen Leckerei sehr angenehm verkürzen. Frau Spätlese hatte aber noch mehr Weihnachtliches und vor allem Nussiges in ihrer Weihnachtsbackstube gezaubert. Da gab es außer diesen fantastischen Lieblingsnusskeksen noch eine 2. Variante nussiger Plätzchen. Die musste ich selbstverständlich ebenfalls testen und auf meine Nachfrage hin hat Frau Spätlese auch dieses Rezept auf ihrem Blog mit uns geteilt. Hier noch einmal mein Extra-Dankeschön für zwei tolle Rezepte! Bei uns Silberdistels ist Frau Spätleses Variante Nr. 2 sogar als Testsieger hervorgegangen und zur Nummer 1 gekrönt worden.  Sie schmeckt uns doch tatsächlich sogar noch ein wenig besser als die zuerst getesteten Lieblingsnusskekse.

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Ich hatte kaum alles bereitgestellt, saß, wie bereits in der ersten Keksbackrunde, der kleine pelzige Bäckermeister schon wieder in Position, um mir auf die Finger zu schauen. Dieses Mal saß er hoheitsvoll auf seinem Prinzenthron und hatte so sogar eine bessere Übersicht über das Backgeschehen. Es war ihm völlig egal, dass auf dem Thron ein gerade eingegangenes Päckchen lagerte. Wo ihn zuvor eine Erbse, oder war es eine Stoff-Falte, am wohlverdienten Nickerchen gehindert hatte, störte ihn nun das Päckchen so gar nicht. Wahrscheinlich machte es den Thron nur noch um einige Zentimeter höher, was jetzt natürlich beim Auf-die-Finger-Schauen von Vorteil war. Wie dem auch sei, ich hoffe, er hat bald genug zugeschaut und somit genug dazu gelernt und kann dann selbst in die Hohe Kunst des Keksebackens einsteigen oder mir zumindest bei einigen Tätigkeiten hilfreich unter die Arme greifen. Im Moment besteht diese Hilfe noch mehr daraus, dass er wohl eher gern einmal kosten würde, was ich da Schmackhaftes zusammenrühre. Aber ich konnte diesem flehenden Blick bisher zu seinem großen Leidwesen doch noch widerstehen. Es gab keine Kostprobe für den pelzigen Bäckerlehrling, jedenfalls keine von den süßen Weihnachtsplätzchen. Ein Trostleckerli aus der Katzenspeisekammer gab es dann schon 😉

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Aber weiter zu den Lieblingsnusskeksen Variante 2. Das vollständige Rezept ist wieder bei Frau Spätlese zu finden. Natürlich ging meine Backerei auch dieses Mal nicht so ganz ohne Hindernisse über die Bühne. Ich hatte nämlich eine kleine Änderung in dem Rezept von Frau Spätlese vorgenommen. Ob es das allein war?

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Statt der 3 Eigelb und zusätzlich einem ganzen Ei hatte ich frech fröhlich 3 ganze Eier in mein Rührschüsselchen geschlagen, weil ich keine Lust darauf hatte, noch irgendetwas aus dem übrigen Eiklar zu zaubern und es einfach wegzutun, das ging mir dann doch gegen den Strich.

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So verrührte ich alles fleißig und war guter Hoffnung, dass die Kekse mir diese kleine Abänderung nicht verübeln würden. Die 3 Eier, 200 g Butter, 250 g Zucker, 2 Päckchen Vanillezucker, eine Prise Salz und 2 Teelöffel Zimt hatte ich bereits zu einer schaumigen Masse verrührt. Das sah schon mal ganz ordentlich aus.

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Nun kamen noch 250 g Mehl und 2 Teelöffel Backpulver hinzu.

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Zum guten Schluss mussten noch 200 g gemahlene Mandeln oder Nüsse (bei mir waren es 100 g Mandeln und 100 g Haselnüsse) dazu gegeben werden und letztendlich alles zu einem festen Teig verknetet werden, aus dem 4 Teigrollen geformt werden sollten. So weit, so gut. Nur bei mir wurde beim besten Willen kein so fester Teig daraus, dass ich am Ende bequem Scheibchen für Scheibchen hätte abschneiden können, um sie auch noch formschön auf dem Backblech zu dekorieren. Der Teig war einfach nicht fest genug. Da wurde nichts formschön und rund schon gar nicht, weil sich meine Teigrolle beim Schneiden einfach plattdrückte. So schüttete ich noch weitere 50 g Mandeln (dieses Mal gehobelte) in meinen Teig. Aber das reicht immer noch nicht für eine feste Teigrolle. Also kam noch mehrmals ein Schippchen Mehl dazu. Aber mit dem Ergebnis war ich immer noch nicht zufrieden.

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Letztendlich verabschiedete ich mich von dem Projekt Teigrolle, denn zu viel Mehl wollte ich dem Ganzen nun auch wieder nicht zufügen, und rollte den Teig einfach aus. Das nun wiederum ging bestens.

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Und tatsächlich fand ich auch ziemlich schnell die Förmchen zum Ausstechen der Plätzchen – sogar die mit den Weihnachtsmotiven.

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Ab jetzt ging es zügig voran mit dem Formschön und dem formschön Platzieren erst recht. Nebenbei bemerkt, der Plätzchenteig schmeckte schon mal vielversprechend. Ich musste ja wegen der ständigen Mehlzugaben immer wieder kosten. Schließlich wollte ich keine reinen Mehlkekse produzieren.

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Und sie hielten, was sie als Teig schon so verlockend versprachen. Wir Silberdistels waren hin und weg von diesen Keksen. Ach so, ja, sie sehen nun natürlich doch etwas anders aus als die von Frau Spätlese. Ich habe Sternchen, Engelchen, Glöckchen, Kometen, Halb- und Vollmonde produziert. Frau Spätleses Kekse haben einen hübschen Schokorand, tragen dazu ein Nussmäntelchen und in der Mitte liegt als Krönung des Ganzen eine wunderhübsch anzuschauende Walnusshälfte. Da können meine Lieblingsnusskekse natürlich nicht mithalten, obwohl ich auch irgendwie stolz auf mein Produkt bin 😉
Wir Silberdistels haben nach der ersten Verkostung auf die zusätzlichen Schoko- und Nusskalorien verzichtet. Wir essen die Kekse pur und ich möchte wetten, sie stehen den Hübscheren in nichts nach – zumindest vom Geschmack her.

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Aufopferungsvoll habe ich diese wunderbaren Lieblingsnusskekse bewacht, sodass wir auch heute am 4. Advent noch ein paar von ihnen zum nachmittäglichen Kaffee genießen dürfen.

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In diesem Sinne auch für Euch einen schönen ruhigen und ganz gemütlichen 4. Advent.

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Vielleicht stehen ja auch bei Euch solche leckeren Kekse ähnlich diesen hier auf dem Tisch, die nur darauf warten, unserem noch nicht so ganz formvollendeten Körper die nächste hübsche Rundung zu verpassen 😉