Archiv für die Kategorie ‘Urlaub’

Der Winter steht mit Kälte, Schnee oder hier im Norden vielleicht auch nur wieder, wie so oft, mit Schneematsch vor der Tür.  Vielleicht ist es da gar nicht so übel, gedanklich noch einmal zurück in den vergangenen Sommer zu wandern und ein wenig Wärme und Sonne nachzutanken, auch wenn der zurückliegende Sommer damit eigentlich ziemlich gegeizt hat. Dennoch machen sommerliche Gedanken und das eine oder andere Bild aus dieser Zeit ganz bestimmt die kalten Füße und vielleicht auch das Herz ein wenig wärmer. Na, und um Herzen geht es hier so ganz nebenbei auch noch.

Und andererseits passt dieser Beitrag so oder so gut in diese Zeit, in die Zeit des Backens und Schlemmens.  Gut, es handelt sich nicht gerade ums weihnachtliche Plätzchenbacken oder um den berühmten Gänsebraten, der gern zu Weihnachten auf den Tisch kommt. Es geht um Brot – um Brot aus Sauerteig.

Unsere Enkeltochter verbrachte, wie ich bereits in einem früheren Beitrag erwähnte, einen Teil ihrer Sommerferien bei uns Silberdistels. Natürlich gaben wir uns Mühe, diese Ferientage möglichst abwechslungsreich und spannend zu gestalten, sollten sie unserem Ferienkind doch in guter Erinnerung bleiben. So hatten wir an einem Mittwoch im August einen Ausflug nach Klockenhagen ins dortige Freilichtmuseum geplant.
Wir Silberdistels hatten bei einem früheren Besuch in dem Bauernmuseum unweit der Ostseeküste erfahren, dass dort neuerdings auch fleißig gebacken wird. Diese Brotbacktage sind in erster Linie für Kinder gedacht. Aber ich habe gemerkt, auch als vielleicht im Backen schon ein wenig geübter Zaungast kann man noch eine ganze Menge dazulernen.

Wir waren spät dran an jenem Tag, als wir uns auf den Weg zum Klockenhagener  Backhaus machten. Der Straßenverkehr hatte uns doch glatt einen dicken Strich quer durch unsere, wie wir dachten, so gut kalkulierte Rechnung gezogen. Wir wollten lange vor 10.30 Uhr in Klockenhagen sein, sollte doch zu dieser Zeit bereits der Brotbacklehrgang für die jungen Bäcker in spe beginnen. Gewöhnlich sichert rechtzeitiges Erscheinen die besten Plätze. Kurz vor besagter Urzeit schneiten wir ziemlich entnervt endlich durch den Eingangsbereich des Freilichtmuseums. Das mit den besten Plätzen dürfte wohl derweil gegessen sein.

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Eilig hasteten wir weiter durchs Freilichtgelände, vorbei an dem alten Backofen, der uns die Richtung zum eigentlichen Backhaus vorgab.

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Dann der letzte Fingerzeig …

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… und das Backhaus lag vor uns – bereits, wie zu vermuten war, von zahlreichen Backwilligen und Zuschauern umschwärmt.
Für die erste Backrunde waren wir leider tatsächlich zu spät dran. Da fielen mir doch glatt wieder einmal Gorbatschows Worte mit dem Zuspätkommen ein. Nun gut, bestraft wurden wir zum Glück nicht. Das waren wir eh schon durch die bummelige Autofahrt, die fast doppelt solange gedauert hatte wie geplant. Doch der Bäcker beruhigte uns. Es wäre genug Teig für alle vorhanden. Wir müssten uns lediglich ein kleines Stündchen gedulden. Erst dann würde sich die zweite Gruppe der kleinen Bäckerlehrlinge an die Arbeit machen können.
Okay, wenigstens hatten wir uns nicht total umsonst auf den Weg gemacht. Das wäre dann doch sehr ärgerlich gewesen, auch wenn wir uns in Klockenhagen sicher nicht gelangweilt hätten. Zu sehen gibt es dort immer allemal genug. Aber dieses Mal galt unser Besuch ja einem ganz besonderen Ereignis. Es wäre dumm gewesen, hätten wir unsere Enkeltochter enttäuschen müssen.

Die eine Stunde verging schließlich fast wie im Fluge. Das Zuschauen allein war schon enorm spannend und äußerst lehrreich. Und irgendwie sah auf den ersten Blick alles kinderleicht aus.

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Dann endlich war es soweit. Die nächste Gruppe von Bäckerlehrlingen durfte sich in Vorbereitung auf ihre Arbeit mit dem Brotteig die Hände waschen, eine schicke weiße  Schürze umbinden und sich einen Platz am gut bemehlten Tisch des Geschehens aussuchen.

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Der Herr und Meister über den Sauerteig, aus dem ein lecker duftendes Brot entstehen sollte, hatte bereits für jeden Lehrling einen Batzen Sauerteig abgewogen und ihn zur weiteren Bearbeitung durch die jungen Bäckerlehrlinge bereitgelegt.

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Und dann ging’s los. Der Meister erklärte den Kindern sehr anschaulich, wie das, was vor ihnen lag, noch bearbeitet werden müsste, damit daraus am Ende ein richtig gutes Brot entstehen könnte.
Bisher war ich der irrigen Annahme gewesen, dass Falten mehr zu Papier oder vielleicht noch zu Handtüchern oder Tischwäsche gehört. Doch man lernt nie aus. Auch Brotteig kann gefaltet werden.

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Besser gesagt:  Brotteig möchte sogar gefaltet werden.  Durch das Falten, eine spezielle Art des Teigknetens, bekommt der Brotteig erst die richtige Struktur und Konsistenz.
Dann war die Arbeit der Bäckerlehrlinge gefragt. Sie falteten, kneteten und drückten fleißig nach, was ihr „Vorturner“ ihnen vormachte – einer war dabei eifriger als der andere.

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Nachdem der Teig viele, viele Male so bearbeitet worden war, war er fast ofenreif. Ein paar Handgriffe vom Meister seines Faches fehlten allerdings noch. Er gab dem Teig schließlich die vollendete Brotform. Auch das sah wieder kinderleicht aus.
Aber wer sich selbst schon einmal an einem eigenen Brot versucht hat, wird wissen, so kinderleicht ist es nun doch nicht. Ich fand es faszinierend, was die Hände des Fachmannes vor unseren Augen aus dem Teigbatzen schließlich zauberten.

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Die Kinder durften zwischen einem länglichen Brot, einem runden oder einem Brot in Herzform wählen. Nicht nur unsere Enkelin wünschte sich spontan ein Herzbrot. So konnten wir mehrere Male die Kunstfertigkeit des Bäckers beim Formen eines herzigen Brotes beobachten. Das allein war schon fast den Ausflug nach Klockenhagen wert.

Und dann war noch einmal die Arbeit der Kinder gefragt. Damit am Ende auch jeder das von ihm selbst vorbereitete Brot bekam, musste der Teigrohling natürlich noch gekennzeichnet werden.
Aus einem weiteren kleinen Stückchen Teig sollte zunächst eine Rolle und daraus der Anfangsbuchstabe des Namens des jungen Bäckerlehrlings geformt werden.

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So wurde noch einmal fleißig herumgeknetet, gerollt und geformt. Der Meister befeuchtete, während die Kinder angestrengt an ihrem Namenskürzel arbeiteten, die Herzen, länglichen und runden Brotrohlinge ordentlich mit Wasser. Danach konnte der jeweilige Buchstabe kinderleicht auf das Kunstwerk aus Sauerteig geklebt werden.

Schließlich konnten die jungen Künstler ihrem Kunstwerk noch mit etwas draufgestaubtem Mehl oder mit ein paar Körnern den letzten Schick verleihen. Einige Kinder deuteten das ETWAS allerdings sehr großzügig, sodass es nur so staubte.
Dem Meister blieb ihm ersten Moment beim Anblick der unter Mehlbergen verschwindenden Teigrohlinge fast die Spucke weg.  Doch er fasste sich schnell wieder und erklärte, wie zart doch Frau Holle die Schneeflocken fallen lassen würde. Und genauso zart müsse man auch Mehl oder Körner über das Brot streuen. Das nun wiederum war einleuchtend. Wer wollte nicht gern neben einem Bäcker auch noch Frau Holle sein, und so rieselten sacht Mehl und Körner aus Kinderhänden auf teigige Herzen und Co.

Damit waren fast alle Arbeiten geschafft. Die letzten Handgriffe blieben dann aber doch dem Meister dieses schönen Handwerks vorbehalten, schließlich wollten wir am Ende der anstrengenden Bäckerlehre, die kinderleichter aussah als sie ist, ein fertig gebackenes Brot mit nach Hause nehmen. Die Brote mussten also noch in den Ofen.

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Und schon klappte die Backofentür vor unseren Augen zu. Nun war Warten angesagt. In etwa einer Stunde würden wir das erste selbst gefaltete und selbst gestaltete Brot unserer Enkelin abholen können.

Die Wartezeit überbrückten wir mit einem kleinen Rundgang durch das Museumsdorf. Ich sprach währenddessen mit Hühnern und Blumen, und unsere Enkeltochter versuchte sich im Balancieren von Eiern über ein langes Holzbrett, auf dem viele kleine Hindernisse angebracht waren, die das Ei, möglichst ohne vorzeitigen Absturz, zu überwinden hatte. Natürlich habe auch ich probiert, ein Ei – zum Glück eine Plastik-Attrappe – sicher ins Ziel zu bringen. Die Sache war gar nicht so einfach. Aber während wir uns in dieser Kunst übten und übten und übten, war die Stunde ruckzuck vorbei.

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Derweil durch Arbeit, Spaß und Spiel schon etwas hungrig, eilten wir zurück zum Backhaus. Und da warteten sie schon auf uns – die frisch gebackenen lecker duftenden Brote.

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Beim Anblick der vielen köstlichen Brotlaibe knurrte der Magen gleich noch lauter als ohnehin schon. So kauften wir im Bäckerladen nicht nur noch ein weiteres Brot, sondern auch gleich noch einige Stückchen leckeren Kuchens, den wir fast im Stehen an Ort und Stelle hinunterschlangen. Er war einfach köstlich – so köstlich, dass es nicht einmal ein Foto von ihm gibt. Zu gierig waren wir auf diese leckere Köstlichkeit. Da rief tatsächlich erst der Magen nach seinem Recht. Die Fotografin in mir hatte keine Chance.

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Und hier ist es –  das herzige Kunstwerk unserer Enkelin. Okay, das gemeinsame Kunstwerk mit dem Herrn und Meister in Weiß. Es war übrigens nicht nur hübsch, es war auch lecker, wie wir Silberdistels später hörten. Angeschnitten wurde es nämlich erst einige Tage später, als Mama, Papa und Bruderherz auch davon kosten konnten.

Aber wir Silberdistels hatten ja noch ein weiteres Brot mitgenommen – eines zur sofortigen Verkostung. Wir hatten also eine sehr genaue Vorstellung davon, wie lecker dieses Herzbrot schmecken würde.

… war der 4. August im Sommer dieses Jahres für die kleine und die etwas größere Silberdistel. Wir beiden Mädchen – Enkelin und Oma – waren an jenem Freitag nämlich wieder einmal im Rostocker Zoo unterwegs.
Der Zoobesuch ein Jahr zuvor, als unsere Enkelin das erste Mal ohne Mama und Papa bei uns einen Teil ihrer Ferien verbrachte, muss ihr wohl gefallen haben, denn der Vorschlag auf einen erneuten Besuch kam von unserem silberdisteligen Ableger.
Aber auch mir macht ein Zoobesuch immer wieder Spaß. Wie bereits 2016 begannen wir unseren Rundgang wieder im „Darwineum“.
Wer mag, kann sich mit dem kleinen Film, den ich mir bei YouTube ausgeliehen habe, auf unseren Besuch und die Bilder, die ich im August eingefangen habe, ein wenig einstimmen.

So, dann wollen wir uns mal gemeinsam auf den Weg machen. Das „Darwineum“ wartet auf uns.
Und es hatte, wir waren noch nicht einmal ganz dort, schon eine Überraschung für uns parat. Bisher dachte ich, diese riesigen elefantenähnlichen Tiere, die Mammute, gelten als ausgestorben.

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Wie man sich doch irren kann. Plötzlich nämlich stand doch tatsächlich ein solches Mammut vor uns. Einfach so, am Wegesrand. Ein wenig erschrocken waren wir da schon. Aber es tat uns nichts, schaute uns nur mit kleinen aufmerksamen Augen an.  Es hatte sicher Mitleid mit uns beiden schreckhaften Mädels, und so blieb es ganz bewegungslos dort stehen, wo es gerade stand. Wir nutzten die Gelegenheit und schlichen auf leisen Sohlen davon – Richtung „Darwineum“.

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Und dort ging es schon vor dem Eingang mit uraltem Getier weiter – mit Galàpagos-Riesenschildkröten. Warum an ihrem Gehege wohl ein Schild angebracht war, auf dem stand, dass man sie nicht füttern solle? Sie könnten beißen. Andererseits konnte man lesen, dass sie reine Pflanzenfresser seien. Ob sie einen menschlichen Finger mit einem dicken Grashalm verwechseln würden?

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Nun ja, uralt und so ganz ohne Brille kann das vielleicht doch schnell mal passieren. Da sollte man die Finger lieber doch von so einer Riesenschildkröte lassen.
Die Riesen mit dem dicken Panzer fühlten sich übrigens nicht nur in der Wärme ihrer großen Halle im „Darwineum“ sehr wohl, ihnen schien auch ihr grünes Freigehege mit Pool und schattigen Felshöhlen zu gefallen.

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Aber auch ich fand ihren Vorgarten ausgesprochen hübsch und sehr wohnlich. Der Rostocker Zoo weiß, wie sich seine Riesenschildkröten ein gemütliches Zuhause vorstellen.

So, dann hinein ins „Darwineum“!

Wir beiden Mädels hatten viel Spaß in der tropischen Hitze. Besonders faszinierend ist für mich immer wieder die fantastische Unterwasserwelt. Aber meiner jungen Begleiterin erging es nicht anders. Sie konnte sich ebenso wenig  wie ich an all den Fischen, Korallen, Quallen und den vielen anderen Unterwasserwesen sattsehen.

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Aber es gibt noch mehr im „Darwineum“ zu sehen – nicht nur Unterwasserwelten. Es gibt auch spannendes Landleben zu beobachten.

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Nach dem „Dawineum“ schauten wir, was der Zoo sonst noch zu bieten hat. Obwohl wir bereits ein wenig pflastermüde waren, sahen wir uns auch noch bei all den anderen Tieren um, die der Zoo beherbergt. Zuvor stärkten wir uns aber ein wenig mit einem kleinen Mittagessen und natürlich einem leckeren Eis zum Dessert. Mit neuen Kräften ging es auf zum zweiten Teil unseres Zoobesuchs. Am Ende waren wir dann wirklich rechtschaffen müde, aber auch zufrieden und dankbar für den interessanten, spannenden und sehr lehrreichen Tag.

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Als ich nach meiner Sommerpause hier wieder meine Tür öffnete, versprach ich, demnächst darüber zu berichten, was wir Silberdistels während dieser scheinbaren Ruhepause so getrieben haben. Ich denke, es wird so langsam Zeit dafür.
Gestern zeigte sich der November zwar ausnahmsweise einmal nicht von seiner grauen Seite. Nein, er hatte ein sonniges Lächeln in seinem erstaunlich blauen Himmelsgesicht. Damit wir jedoch angesichts seines sonnigen Strahlens nicht gleich übermütig werden, zeigte uns der Schelm neben dem sonnigen Lächeln auch seine kalte Schulter.
Soll er nur, wir schlagen ihm ein Schnippchen und erinnern uns einfach an den einen oder anderen schönen und warmen Tag des vergangenen Sommers. Auch wenn der nun nicht gerade übermütig mit solchen Tagen geprotzt hat. Egal, wir picken uns einfach die schönsten heraus. Die schönsten müssen nicht gezwungenermaßen die sonnigsten Tage gewesen sein, schöne Tage sind auch solche, die uns nette Erlebnisse beschert haben.
Und von solchen Erlebnissen hatten wir Silberdistels während des hinter uns liegenden Sommers eine ganze Menge. Es begann damit, das unsere Enkeltochter einige ihrer Ferientage bei uns verbrachte. Natürlich sollte unsere kleine Bayerin auch wieder erleben dürfen, in welcher landschaftlich hübschen und interessanten Gegend ihre Mutti ihre Kindheit und Jugend verbracht hat.
So haben wir, wie auch schon im vorigen Jahr, wieder den einen oder anderen Ausflug unternommen. Einer davon führte uns in das kleine Städtchen Ribnitz-Damgarten. Vielleicht ist dem einen oder anderen dieser Ort von einem Urlaub an der Ostsee bereits bekannt, vielleicht aber auch wegen des „Deutschen Bernsteinmuseums„.  Und genau dieses Museum war an einem Tag Anfang August unser Ziel. Damit dürfte sich nun wohl auch der Titel des heutigen Beitrags erklären:

Bernstein, ein fossiles Harz, wird gern auch als Gold des Meeres bezeichnet. Es entstand ursprünglich aus dem Harz von Nadelbäumen, die vor 40 bis 50 Millionen Jahren im Gebiet der heutigen Ostsee zu finden waren. Bernstein begeisterte die Menschen schon immer, und so entstanden aus ihm viele faszinierende Dinge, nicht nur Schmuck, auch Pommes, wie wir sehen konnten 😉
So mancher Künstler zauberte fantastische Kunstwerke aus diesem besonderen Gold. Eine klitzekleine Auswahl davon ist in der folgenden Bilderschau zu sehen. Es lohnt sich, in Ribnitz-Damgarten vorbeizuschauen und sich selbst von all den goldenen Wundern, die im Laufe der Zeit aus diesem harzigen Material entstanden sind, zu überzeugen.

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Das Bernsteinmuseum befindet sich übrigens in einem interessanten historischen Gebäude – im „Klarissenkloster„. Bekannt geworden ist das Kloster durch eine seiner Äbtissinnen – Beatrix von Ribnitz, die als einzige heilige Frau Mecklenburgs gilt.
Im Zuge der Reformation wurde das Kloster in „Mecklenburger Landeskloster Ribnitz“ umbenannt. Es bot von da an als Damenstift unverheirateten adligen Damen Unterkunft.

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Heute befindet sich im Klostergebäude nicht nur das „Deutsche Bernsteinmuseum“, es beherbergt unter anderem auch die Stadtbibliothek, das Stadtarchiv und das Standesamt.

Nach unserem Museumsbesuch war natürlich ein Eis nahezu Pflicht. Das kleine Café, mit Freiluftsitzplätzen im Klosterhof, lockte uns unwiderstehlich an.

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Links das Café mit Freiluftsitzplätzen im Klosterhof, rechts das Klostergebäude

Schau’n wir doch mal, welche Eissorten im Angebot sind. Unsere Enkeltochter findet die Eiskarte ungeheuer spannend.

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Eine Eiskarte ist durchaus eine spannende Lektüre

Mich dagegen interessiert der Baum schräg gegenüber unseres Sitzplatzes viel mehr. Ein Baumliebespaar – das sieht man nicht alle Tage, Eis dagegen schon 😉
Aber letztendlich widme auch ich mich meinem Eisbecher. Dabei muss ich aber immer wieder schmunzeln, wenn ich zu dem lustigen Baumpaar hinüberschaue.

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Gestärkt und mit kühlem Kopf Bauch machen wir uns schließlich wieder auf den Weg zu unserem Auto, das wir in der Nähe der Ribnitzer „Stadtkirche St. Marien“ geparkt haben. Auf dem Marktplatz befindet sich übrigens ein sehr hübscher Brunnen – „Bernsteinfischer mit Familie“. Er ist eine Arbeit von Thomas Jastram. Im Zuge einer Neugestaltung des Marktplatzes wurde der Brunnen 2007 zur Eröffnung des Bernsteinfestes der Öffentlichkeit übergeben. Wir konnten uns sogar davon überzeugen, dass die Öffentlichkeit diesen Brunnen nun auch rege nutzt. An dem Tag unseres Besuches in Ribnitz-Damgarten fischten dort nicht nur der Bernsteinfischer und seine Familie. Es übten sich noch andere Fischer in der Kunst des Bernsteinfischens oder vielleicht auch nur in der Kunst des Wasserspiels …

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Und wer nun glaubt, wir haben im Bernsteinmuseum oder bei den Bernsteinfischern nur geschaut und gestaunt, der irrt. Wir beiden Mädels konnten nämlich nicht widerstehen, als wir am Museums-Shop vorbeikamen. Wir fühlten uns plötzlich auch zum Bernsteinfischer berufen. Zu unserem Leidwesen Glück ging es auch ohne Kescher. Unsere Fischerutensilien bestanden aus kleinen runden Teilchen mit eingeprägten Ziffern drauf, die wir gegen Bernsteine in Gestalt netter kleiner Andenken oder einer riesigen Auswahl an Schmuck eintauschen konnten. Das Kind verliebte sich in ein Igelchen und ich mich in herzige Ohrstecker.

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Angeblich hat jeder seine Leiche im Keller. Hätte das jemand von uns Silberdistels behauptet, wäre ich wahrscheinlich bis eben noch zutiefst beleidigt gewesen. Inzwischen muss leider auch ich zugeben, wir haben uns eingereiht in die Schlange all derer mit ihren Kellerleichen. Obwohl … bei uns lag sie nicht im Keller. Unsere Leiche hatte es wärmer und irgendwie auch gemütlicher. So sind wir Silberdistels eben. Wenn schon eine Leiche, dann soll sie es auch gut haben.
Aber vielleicht lag es auch ganz einfach nur in der Ermangelung eines Kellers im Hause Silberdistel. Da wollen wir vielleicht doch lieber ehrlich bleiben und uns nicht über den grünen Klee loben.

Zunächst jedoch ahnten wir noch gar nichts von unserer Leiche, schließlich hatten wir ein reines Gewissen. Mit unserer „Keller“-Leiche ist es nämlich etwas anders als mit den Kellerleichen all der anderen, die krampfhaft versuchen, sie unter den Teppich zu kehren. Unsere wurde uns ohne unser Wissen einfach untergeschoben. Ja, untergeschoben. Was? Das behaupten die Täter in den Krimis auch immer? Nein, wir sind wirklich ganz, total und völlig unschuldig. Sie war plötzlich einfach da – ohne unser Zutun.

Wie gesagt, wir ahnten zunächst noch gar nichts von ihr. Dann aber machte sie sich bemerkbar – erst langsam und dann immer heftiger. Herr Silberdistel und ich saßen in trauter Zweisamkeit vor dem Fernseher und schauten diese „Lucifer-Serie“, in der ja nun in einer Tour auch Leichen vorkommen. Ich glaubte schon, dass die Technik wieder einmal in einem enormen Weitsprung zu neuen Möglichkeiten gehüpft war. Konnte man jetzt schon nicht nur Geräusche so hautnah miterleben, als würde man selbst in der jeweiligen Filmszene agieren, konnte man neuerdings etwa auch schon die jeweiligen im Film vorherrschenden Gerüche wahrnehmen?
Warum sollte man nicht die Gerüche wahrnehmen können? Unlängst hatten wir während eines Kurzurlaubs in Franken die Cadolzburg im Landkreis Fürth besucht. Dort lernten wir, wozu Technik und Fantasie in der Lage sind.

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Die Burg an sich war schon mehr als sehenswert. Ihr Erlebnis-Museum jedoch war das berühmte Sahnehäubchen auf unseren Ausflug – ein Museum nicht nur zum Anfassen, An- und Ausprobieren.

Genau dort nämlich sollten wir sogar miterleben, wie die Cadolzburg einst brannte. Wir sahen UND rochen, wie sich das Feuer durch die Burg fraß. Warum also sollten nicht auch die „Lucifer“-Macher über diese Kunst verfügen und die Düfte aus der Serie in unser Wohnzimmer zaubern können?

Jedenfalls schien es, während wir gespannt auf den Fernsehschirm starrten, als würde ein leichter Verwesungsgeruch durch unser Wohngemach wabern. Zunächst wollte ich noch den Katzen die Schuld daran geben. Hatte sich eine von ihnen irgendwo mit diesem ekligen Geruch parfümiert? Katzen sind ja mitunter etwas seltsam drauf.
Eine Geruchsprobe aus der Nähe ließ jedoch nichts in dieser Richtung erkennen. Kam es doch vom Fernseher und dieser teuflischen Serie? Oder schlug meine Fantasie bei all dem Grusel wieder einmal Purzelbäume?
Herr Silberdistel war sich derweil auch nicht mehr ganz sicher, ob ich ihn nur mit meiner Hysterie angesteckt hatte oder ob er selbst tatsächlich auch etwas roch, das nicht in unser Wohnzimmer gehörte.

Wir beschlossen, zunächst einmal gründlich durchzulüften. Dann gingen wir beruhigt zu Bett. Die Luft schien nun wieder rein zu sein.

Anderntags, ich trat frisch geduscht und wohlparfümiert in unser Wohnzimmer. Das bettelnde Katzenvolk wollte schleunigst hinaus in den Garten. Wir hatten für den Geschmack unserer pelzigen Mitbewohner wieder einmal viel zu lange geschlafen. Ungehalten sprangen sie mir vor den Füßen herum und mauzten mir zu, mich gefälligst etwas mit dem Türöffnen zu beeilen.
Ich hatte das Zimmer noch nicht einmal ganz durchstolpert, als mir das Frischgeduschte und Wohlparfümierte abhanden zu kommen schien. Erneut wehte mir statt meines eigenen Wohlgeruchs diese Duftwolke vom Abend vorher um die Nase.
Irritiert blickte ich zum Fernseher. War Lucifer … ? Doch der Bildschirm war dunkel. Dennoch schien dieser Ekelgeruch stärker geworden zu sein. Hatte uns hier vielleicht doch jemand eine Leiche in den Keller ins Wohnzimmer gelegt? Ich würde der Sache auf den Grund gehen müssen.

Nachdem wir im Wintergarten, in dem glücklicherweise angenehme Frischluft herrschte, gefrühstückt hatten, machte ich mich ans Werk. Ich kroch in alle Ecken und Winkel unseres Wohngemachs. Am stärksten schien mir der fiese Geruch in der Nähe unserer Sitzmöbel  spürbar.

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Die Sitzecke musste also weg und alles gründlich durchforstet werden. Dumm nur, dass die Sessel auch als Stauraum dienen und so allerlei beherbergen, was man braucht oder auch nicht.
Ich musste Klarheit haben. Also rückte ich Möbel hin und Möbel her. Letztendlich immer noch nicht fündig geworden, baute ich Stück für Stück auseinander und inspizierte zugleich jeden einzelnen Sesselinhalt. Überall konnte die vermutete Leiche versteckt sein. Gründlichkeit war angesagt. Dabei kamen ungeahnte Schätze zum Vorschein, Schätze, von denen ich gar nicht mehr wusste, dass wir sie jemals hatten. Eine Leiche brachte meine Inspektion allerdings nicht zutage. Wie hätte sie auch da hineinpassen sollen? Obwohl … klein und zusammengerollt …

Bei meiner Aktion musste mir immer wieder Herr Silberdistel zur Hand gehen. Er befüllte die Mülltonne mit Dingen, die wir einst dringend zu brauchen glaubten, die aber bald aus unserer Erinnerung verschwunden sein mussten. Ganz nach dem Motto: Aus den Augen, aus dem Sinn. Vermisst hatten wir davon kaum etwas. Wie konnte besser bewiesen werden, dass wir all den Kram nicht mehr brauchten? Also weg damit!

Endlich war ich im Schweiße meines Angesichts am letzten Sessel angelangt. Irgendwie war ich derweil schon ein wenig verzweifelt. Meine Suche nach der Herkunft dieser eigenartigen Duftnote war bisher erfolglos gewesen. Egal, auf zum Endspurt!

Bereits etwas entmutigt, hoben wir Silberdistels gemeinsam das letzte Sesselteil hoch. Und da waberte schlagartig eine unverdünnte Wolke dieses „edlen“ Geruchs zu uns empor. Fast hätte ich vor Entsetzen den Sessel wieder fallen lassen.
Unsere „Keller“-Leiche war gefunden. Winzig und ein wenig spitz im Gesicht lag sie dort – mausetot.

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Und wir beiden Silberdistels, wir schwören es hoch und heilig, haben wirklich nichts mit ihrem Tod zu tun. Diese Leiche wurde uns von fremder Hand oder vielleicht auch von bekannter Pfote untergeschoben. Wir sind ziemlich sicher, dass mehr eine Pfote denn eine Hand im Spiel war. Lebt doch in unserem Hause ein recht geschickter getigerter Mauserich, der uns oft schon mit derartigen Mitbringseln  „beglückte“.

Das kleine Spitzmäuschen muss wohl noch gelebt haben, als es von dem vierbeinigen Jäger und von uns unbemerkt ins Haus getragen wurde. Sogar die Flucht unter besagten Sessel ist ihm offensichtlich noch gelungen. Dann jedoch muss der Stress wohl doch zu gewaltig gewesen sein und der Mäuse-Sensenmann hat dem armen Opfer still und leise unter unserer Sitzecke die Augen zugedrückt.

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Bei der Befragung des Hauptverdächtigen konnten allerdings keine Beweise für seine Schuld erbracht werden. Er schwieg sich einfach aus.

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Weitere Befragte wuschen ihre Pfoten laut Mauzsage ebenfalls in Unschuld.

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Mangels an Beweisen mussten am Ende alle in Frage kommenden Verdächtigen freigesprochen werden.

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Weitere Untersesselfundstücke konnten nicht als Beweisstücke für die Untat mit herangezogen werden. Sie schienen nicht mit dem Mordopfer und dieser Tat in Zusammenhang zu stehen. Mit den Verdächtigen aber wohl schon. Immerhin beweisen diese Stücke, dass bereits öfter Mäuse & Co. unter Sessel gehetzt wurden. Dieser Tatbestand könnte also durchaus auf einen Wiederholungstäter hinweisen. Nur konnten wir weder diese, noch die vorherigen Taten einem konkreten Täter zur Last legen. Wahrscheinlich aber stecken sie alle unter einer Decke – organisiertes Verbrechen gewissermaßen. Schwer gegen anzukommen. Wer traut sich da schon?

Ein Gutes jedoch hatte die ganze Sache. Endlich ist das kleine hölzerne Schaukelpferdchen wieder aufgetaucht. Gewöhnlich schmückte es zum Weihnachtsfest gemeinsam mit anderen Figuren unseren Christbaum. Vorletztes Weihnachten verschwand es plötzlich spurlos und ließ mich traurig zurück. Wie konnte es mir das antun und einfach davonschaukeln? Jetzt weiß ich, dass es ganz unfreiwillig verschwand, ich nur seine Hilferufe nicht gehört habe.

Ende gut, alles gut. Naja, nur für die arme kleine Spitzmaus nicht.

 

… werden wir Silberdistels jetzt – wir machen Blogpause …

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… und sind dann also mal fort, weil … der Sommer hat noch einiges mit uns vor. Oder war es die Enkeltochter, die uns wieder einmal so allerlei Beschäftigung angedroht hat? Nun, wer auch immer, das wirkliche Leben meint, es gibt auch fernab von Schreibtisch und PC so allerlei Interessantes zu tun und zu entdecken. Und wenn wir jetzt nicht endlich zu unserer sommerlichen Entdeckungsreise aufbrechen, ist dieser ohnehin sehr schwächelnde Sommer vielleicht still und leise an uns vorüber gegangen und wir haben es noch nicht einmal gemerkt.

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Wir machen uns denn mal auf die Socken, um zumindest das Wenige, was der Sommer in diesem Jahr im Gepäck zu haben scheint, noch mitzunehmen.

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Unsere graue Eminenz hat sich schon mal den besten Platz gesichert – im Grünen, wie man sieht, noch dazu äußerst gemütlich gepolstert und für alle Fälle trocken. Man weiß ja nie, zumal der Sommer momentan sehr tränenreich unterwegs ist. Andererseits ist sie mit ihrem regensicheren Plätzchen dennoch dicht an der Natur – an Vogelgezwitscher, summenden Insekten und bunter Blumenpracht. Was will man mehr als Katzendame im fortgeschrittenen Alter?

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Andere aus der Familie Silberdistel schauen vielleicht lieber den Rotschwänzen bei ihrer Arbeit zu.

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Und sollte der Sommer doch noch heiß werden, dann wissen wir Silberdistels auch für Abhilfe zu sorgen.

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Dann machen wir es wie unsere Kröte Arni, wir springen ins kühle Nass. Nur keine Angst, wir bringen nicht Arnis kleines Gartenteichlein zum Überlaufen. Das lassen wir ihm. Wir springen lieber in die große Badewanne vor unserer Haustür – in unsere Ostsee.

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Und die silberdisteligen Familienmitglieder, die es nicht so gern nass mögen, die baden voller Vergnügen in der Katzenminze.

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Und noch wieder andere baden einfach in Glückseligkeit.

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Kurz und gut, jeder von uns wird den Sommer auf seine Weise genießen und am Ende hoffentlich ganz erholt und fit hier wieder in unser bücherstaubiges Stübchen zurückkehren. Ja, da dürfte es fast schon Herbst sein. Bis dahin aber alles Liebe für Euch, habt eine schöne Zeit und genießt auch Ihr den Sommer und lasst Euch nicht von seiner eventuellen kalten Schulter beeindrucken! 😉

… ist das „Miniland MV“. Bevor hier nun der Frühling ausbricht und wir lieber den Blick nach vorn denn zurück wandern lassen wollen, will ich Euch noch einmal in den August des letzten Jahres entführen, in die Zeit, als unsere achtjährige Enkelin unser silberdisteliges Leben ein wenig durcheinanderwirbelte und frischen Schwung in unser Leben brachte. Damit sich das Kind bei uns nicht langweilen und wir am Ende gar noch schlechte Haltungsnoten für unsere Pflicht- und Kürübungen als Großeltern erhalten würden, hatten wir uns mächtig Gedanken darüber gemacht, wie wir ein rundum interessantes und spannendes Ferienprogramm für unsere kleine Bayerin gestalten könnten. Natürlich  war unter einem Programmpunkt auch das „Miniland MV“ zu finden und wir dachten, genau das wäre sogar ein guter Abschluss unserer kleinen Rundreise mit Enkelkind durch unser schönes Bundesland Mecklenburg-Vorpommern.

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Erreicht haben wir die Miniaturausgabe unseres Heimatlandes über die A 19 und die A 20 aus Richtung Rostock. Verlässt man dann die Autobahn an der Ausfahrt Dummerstorf und fährt auf der B 103 weiter in Richtung Laage, hat man, so man sich weiter Richtung Schlage, bekannt durch sein Tierheim, orientiert, auch bald das „Miniland MV“ erreicht.

2012 waren wir Silberdistels das 1.Mal in diesem 4,5 ha großen Naherholungspark mit den liebevoll gestalteten Modellbauten bekannter und berühmter Bauwerke aus Mecklenburg-Vorpommern. Nicht nur Minischlösschen, Miniherrenhäuser und Minikirchen kann man in dem weitläufigen Parkgelände entdecken. Weder Kinder noch Erwachsene kommen hier zu kurz. Bereits nach unserem ersten Besuch vor vier Jahren hatte ich hier im „Bücherstaub“ über die hübschen kleinen Gebäude in der auch landschaftlich äußerst sehenswerten Gegend berichtet. Wer mag, kann sich gern unter den folgenden Links noch einmal ein Bild über unseren damaligen Ausflug machen:

https://buecherstaub.com/2013/01/05/unterwegs-im-miniland-mecklenburg-vorpommern/
https://buecherstaub.com/2013/01/07/ein-detail-schoner-als-das-andere-miniland-mv/
https://buecherstaub.com/2013/01/11/modell-oder-original-miniland-mv/
https://buecherstaub.com/2013/01/18/was-es-sonst-noch-im-miniland-mv-zu-entdecken-gab/

Inzwischen hat sich im „Miniland“ durchaus schon wieder einiges verändert, sodass es uns Silberdistels auch dieses Mal nicht langweilig wurde. Es gab so viel Neues zu entdecken. In der Märchenecke z. B. hatte sich einiges getan und so blieben wir dort gleich ein Weilchen hängen.

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Und dann eilte unser Feriengast weiter – von den Zwergen zu etwas Großem. Es gab nämlich als Gegensatz zu all dem Kleinen auch Riesiges zu bewundern und sogar zu erklimmen – wie einen überdimensional großen Stuhl und einen dazugehörigen Riesentisch. Die Kletterpartie hinauf auf den Stuhl war gar nicht so einfach, wie wir an den Anstrengungen unserer Enkeltochter erkennen konnten. Aber Tisch und Stuhl waren nicht das einzige Riesenhafte.

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Auch das Riesenschachspiel war eine spannende Entdeckung, egal, ob man nun ein Schachexperte oder nur ein einfacher Figurenrücker ist.

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Genug Schachfiguren herumgeschoben, jetzt geht es endlich los mit dem eigentlichen „Miniland MV“.
Wie bereits bei unserem ersten Besuch fiel mir wieder auf, wie liebevoll und detailgetreu die einzelnen Modelle gestaltet sind. Was die Details betrifft, habe ich dieses Mal die Burg von Neustadt-Glewe und noch einmal das Schloss aus Ludwiglust etwas genauer in Augenschein genommen – zwei Gebäude oder Gebäudeanlagen, die ich richtig zum Verlieben schön fand.

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Den Rundgang durch das kleine Mecklenburg-Vorpommern beendeten wir mit einem interessanten Ratespiel. Es ging um optische Täuschungen – eine faszinierende Sache – nicht nur für unsere Enkeltochter.

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Obwohl inzwischen schon der Magen nach einer Erfrischung bzw. nach Kaffee und Kuchen rief, gab es noch einmal einen Zwischenstopp an der Schatzinsel und wenig später am Piratenschiff. Wer kann an solchen Attraktionen schon vorbeigehen, ohne einen Blick hinein- oder hinaufzuwerfen? Aber dann lockten endgültig Kaffee, Kuchen und Eis. Also, Anker geworfen, runter vom Piratenschiff und dann immer der Nase nach – der Kaffeeduft war der perfekter Wegweiser.

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Und dieses Mal waren wir auch mit der Hafenkneipe Gastronomie des „Minilandes“ zufrieden. Mussten wir uns vier Jahre zuvor noch wegen einer geschlossenen Veranstaltung in der Miniland-Gaststätte hungrig und dadurch auch etwas verärgert wieder auf den Heimweg machen, wurden wir dieses Mal sehr freundlich und zuvorkommend bedient.

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Und Eis, Torte, Kaffee und Cappuccino waren sehr lecker, die Torte sogar so lecker, dass ich fast vergaß, ein kalorienreiches Erinnerungsbild mitzunehmen. Naja, das ganze große Stück hätte eh nicht aufs Bild gepasst 😉

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Der Eisberg im bestellten Eisbecher war auch riesig, sogar ein wenig zu riesig fürs Kind, …

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aber lieber zu viel und glücklich als gar nichts und somit hungrig und damit am Ende ärgerlich 😉
So waren wir zwar nach diesem Minilandbesuch auch wieder recht müde und erschöpft vom vielen Gucken, Bestaunen, Raten und Spielen, aber letztendlich auch glücklich und zufrieden über den rundum gelungenen Tag, zu dem dieses Mal  für jeden von uns sogar noch ein überaus leckeres und die Hüften stärkendes i-Tüpfelchen gehörte.

Und weiter geht’s mit meinem persönlichen Jahresrückblick. Nach dem nahezu beschaulichen ersten halben Jahr ging es ab August 2016 etwas lebhafter und vielleicht auch ein wenig interessanter bei uns zu. Der Juli endete mit einer Fahrt Richtung Süden zum bayerischen Zweig unserer Familie. Wir hatten vor, ein Ferienkind mit an unsere Ostsee zu nehmen. Im vorletzten Herbst, also 2015, hatten wir während eines Kurzurlaubs im Altmühltal getestet, wie wir ohne Mama und Papa miteinander zurechtkommen würden. Unserer Meinung nach hatte es recht gut geklappt. Nach dieser Generalprobe sollte nun also die Uraufführung folgen. Wir waren alle recht gespannt auf die vor uns liegenden geplanten zwei Ferienwochen.

August 2016
Unser Aufenthalt in Bayern Ende Juli ist dieses Mal nur kurz, denn wir haben nicht extra einen Katzenersatzpfleger engagieren wollen. So ist nur eine Übernachtung eingeplant und  am anderen Morgen geht es samt eingesammeltem Ferienkind wieder zurück in den Norden. Unsere Katzen sind nicht böse, uns so schnell schon wiederzusehen.

Am ersten Augusttag, der somit auch der erste Ferientag unserer Enkeltochter bei uns ist, machen wir einen kleinen Spaziergang zur Apfelplantage, die fast vor unserer Haustür liegt.
Offensichtlich haben wir damit durchaus einen Nerv bei unserem Feriengast getroffen. Die leuchtenden Augen sagen alles, auch wenn wahrscheinlich das Fernglas viel spannender ist, als die Rehe, die in der Ferne stehen, aber dennoch so nah anzuschauen sind.

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Einen Tag später geht es in den Vogelpark Marlow.

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Sicher sind auch die Vögel irgendwie interessant, aber mit dem großen Piratenschiff kann natürlich keiner der Vögel mithalten. Zumindest ist das aus Sicht unserer Enkeltochter so.
Wir Silberdistels suchen uns, während sich das Kind als Pirat übt, draußen vor dem riesigen Abenteuerspielplatz ein schattiges Plätzchen. Ab und zu winkt uns von hoch droben unsere kleine Piratenbraut zu.

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Die Vorführung der Arbeit eines Hütehundes im Vogelpark und die kletternden Ziegen machen irgendwie auch mehr her als die Vögel. Aber letztendlich haben wir wohl alle drei an diesem Tag unseren Spaß.

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Natürlich darf bei unseren Ausflügen auch der Rostocker Zoo nicht fehlen. Das allerdings artet in eine Mammutveranstaltung aus. Der Zoo an sich gehört schon nicht zu den kleinsten Zoos.
Da ich natürlich endlich einmal das „Darwineum“ anschauen möchte, wird es ein echt anstrengendes Unternehmen, aber eins, das sich gelohnt hat. Dort wird dem Besucher schon Beeindruckendes geboten. Man läuft quasi durch die Entstehungsgeschichte der Erde.

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Schon nach dem Darwineumsbesuch sind wir ziemlich pflastermüde, aber ein paar mehr Tiere als nur Fische und Affen wollen wir dann doch noch sehen.
Aber wie es scheint, sind am Ende die Tiere, die ganz freiwillig im Zoo sind, wie eine recht neugierige Nebelkrähe, wohl doch die interessantesten. Nur … sie sind auch fotoscheuer als die anderen und rennen vor der jungen Fotografin einfach davon.

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Die folgenden Tage sind ausgefüllt mit einem Besuch im Museumsdorf Klockenhagen, einer langen Hundegassigehrunde, einem Ausflug nach Groß Raden zur dortigen Slawenburg und Pferde dürfen wir auch noch besuchen.

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Und damit geht die Ferienzeit fürs Kind mit uns schon fast dem Ende entgegen. Aber ins „Miniland MV“ müssen wir trotzdem noch. Auch dort haben wir alle viel Spaß, nicht nur mit den Minibauten. Man kann auch Schach spielen, sogar ohne Vorkenntnisse, Hochstühle und Piratenschiffe besteigen oder sich optisch täuschen lassen.

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Aber was wären Sommerferien bei uns Silberdistels ohne den berühmten Ententeich? Das ginge doch so gar nicht.
Also müssen wir, wie natürlich auch zu den Rehen, mehrmals dorthin.

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Die Uroma in Wismar haben wir selbstverständlich auch nicht vergessen. Auch dort erleben wir einen sehr schönen Nachmittag, nicht nur zu unserer Freude, denn die Uroma freut sich riesig, ihre Urenkelin wieder einmal bei sich zu haben.
Ganz besonderen Anklang hat aber wohl ein Badetag in der Ostsee bei recht heftigem Wellengang gefunden. Unser Feriengast war fast gar nicht mehr aus dem Wasser zu kriegen.

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Damit ist der August aber noch nicht zu Ende, nur die schöne Ferienzeit mit unserem Ferienkind. In der Mitte des Monats übergeben wir unseren Feriengast wieder an die Eltern und dann packen wir Silberdistels noch einmal unsere Koffer. Wir haben nämlich noch einen kurzen Wanderurlaub in Franken eingeplant.

Ein wenig habe ich hier im Bücherstaub bereits darüber berichtet – über unsere Wanderung rund um die Burg Rabenstein, über unsere Besichtigung der Wehrkirche in Effeltrich und die Bewunderung der prächtigen Tanzlinde des Ortes.
Wir besuchen während unseres Kurzurlaubs aber ebenso unsere geliebte Gügelkirche, wandern hinauf zur Giechburg und zur Burgruine Neideck und auch Schloss Seehof statten wir einen Besuch ab. Alles in allem verleben wir herrliche Tage im schönen Frankenland.

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September 2016
Im September holen wir unseren eigentlich für Mai geplanten Rhönurlaub nach. Über diesen Wanderurlaub hatte ich hier im Blog ausführlich berichtet.

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Auch in der Rhön erleben wir erholsame und entspannte Tage. Ende des Monats sind wir wieder daheim.

Auf der Heimfahrt haben wir noch ein sehr interessantes Erlebnis. Während einer Tankpause wird mein Herr Silberdistel von einem Handwerkswanderburschen angesprochen, der an unserem Nummernschild erkannt hat, dass wir evtl. in Richtung Norden unterwegs sein könnten. Er fragt höflich, ob wir noch einen Platz für einen reisenden Handwerksburschen hätten. Er wolle nach Potsdam und wir würden doch sicher über den Berliner Ring fahren.
In der Regel nehmen wir nicht gern Anhalter mit. Aber Ausnahmen bestätigen die Regel und so steigt Oliver, schick in seine Handwerkerkluft gekleidet, in unser Auto. Unser Fahrgast ist ein Schreinergeselle, der seit etwa einem halben Jahr wandernd unterwegs ist. Wir hören während der Fahrt allerlei über wandernde Handwerksgesellen, z.B., dass er insgesamt drei Jahre unterwegs sein wird und dass er seine Wanderschaft mit nur 5,- Euro in der Tasche begonnen hätte. Trampen sei erlaubt, öffentliche Verkehrsmittel allerdings seien nicht gern gesehen. Unterkunft und Verpflegung müssen jeweils erarbeitet werden. Wie wir erfahren, gibt es gegenwärtig etwa 400 bis 600 wandernde Handwerker in Deutschland, wobei nicht nur Zimmerleute und Schreiner wandern. Die typische Handwerkskluft ist natürlich ein Muss, auch wie das Reisegepäck mitzuführen ist, hat seine strengen Regeln.

Auf dem letzten größeren Parkplatz vor dem Berliner Ring lassen wir Oliver aussteigen. Vor hier aus wird er sicher eine weitere Mitfahrgelegenheit Richtung Potsdam finden. Uns bleibt nur noch, ihm alles Gute für seine weitere Wanderschaft zu wünschen und dass er natürlich gut in Potsdam landet.
Er war ein sehr angenehmer und überaus freundlicher Fahrgast, von dem zumindest ich viel Neues und Interessantes dazugelernt habe. Mein Herr Silberdistel wusste ein wenig mehr als ich über wandernde Handwerksburschen. Obwohl … diese bisherige Bildungslücke bei mir dürfte nun wohl auch nicht mehr ganz so groß sein.

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Oktober 2016
Im Oktober ist noch einmal intensiv Gartenzeit. Aufräumen und Winterfestmachung sind angesagt und es ist auch wieder Kranichzeit. Der Zug der großen Vögel in den warmen Süden ist in vollem Gange.

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Wir hören und sehen sie fast täglich.  In großen Formationen fliegen sie über unser Haus hinweg. Ich kann mich kaum sattsehen an diesen schönen Vögeln und begeistert lausche ich ihren Rufen.

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November 2016
Im November gibt es hier in meinem Teil des Nordens den ersten Wintereinbruch. Nicht nur ich staune, auch die Katzen schauen verwundert hinaus in den Garten. Zum Glück habe ich einige Tage zuvor die Futterplätze für unsere gefiederten Wintergäste eingerichtet.

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Nach diesem Winterintermezzo kümmere ich mich noch einmal um die letzten Gartenarbeiten und ich bin froh, am Ende doch noch alles geschafft zu haben. Nun darf der Winter kommen.

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Auch in diesem November sind wir wieder zu einer Gedenkfahrt mit dem Schiff zur Insel Poel unterwegs. Während der Autofahrt nach Wismar fällt mir auf, dass der Schnee, den uns der kurze Wintereinfall gebracht hatte, je weiter ich in Richtung Westen fahre, noch fast eine geschlossene Schneedecke bildet. Bei mir zuhause sind dagegen nur noch kümmerliche Reste von der weißen Pracht zu sehen.

Dieses Mal haben wir die Fahrt zum Volkstrauertag gebucht. Die „Mecklenburg“ bringt uns und andere Menschen, die einen lieben Verwandten oder Freund, bei mir ist es mein Vater, einst im Meer haben bestatten lassen, zum Urnenfeld vor der Ostseeinsel Poel. Nach einer kleinen Gedenkrede dürfen wir unsere Blumengrüße dem Meer und somit unseren lieben Verstorbenen übergeben.

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Der November verzaubert uns wenige Tage nach dem ersten Schnee sogar noch mit einigen überaus hübschen Sonnenauf- bzw. Untergängen und  auch mit Kranichen, die durch die Abenddämmerung ziehen, kann er noch aufwarten.

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Vom 1. Advent Ende November bin ich dann allerdings doch ziemlich überrascht. Ich staune, wo die Zeit geblieben ist. Ich bin fast mehr auf den Winter vorbereitet als auf die Weihnachtszeit.

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Dezember 2016
Aber der Winter, der doch laut vieler Vorhersagen so früh über uns herfallen soll, kommt nicht. Diese kurze Eskapade Anfang November bleibt alles, was an den Winter erinnert. Es ist sogar plötzlich wieder erstaunlich warm und im Garten spitzen bereits die ersten Frühblüher.

Recht spät erst in der Adventszeit beginne ich mit der Weihnachtsbäckerei. Trotzdem geht alles recht entspannt über die Bühne und am Ende habe ich allerlei Leckeres in meiner Küche zusammengezaubert, sodass wir Silberdistels noch viele gemütliche Stunden mit ausreichend Kalorien verbringen können. Nicht, dass wir am Ende der Weihnachtszeit gar noch als unangenehm schlank auffallen und uns fragen lassen müssen, ob wir vielleicht krank wären 😉

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Der Dezember hätte eigentlich so schön sein können wie die anderen Monate des Jahre 2016, sehen wir mal vom Jahresbeginn ab. Aber unser Kater Keks sagte sich wohl, dass man das Jahr auch so abschließen soll, wie man es begonnen hat. Nein, nein, er schrottet nicht noch ein zweites PCli, er hebt lieber noch einmal die Pfote, als es um die Verteilung von Krankheiten geht. Plötzlich, fast von einer Sekunde zur anderen, liegt er schlapp und müde da, nichts kann ihn aufmuntern. Im ersten Moment kann ich es kaum glauben. Unser stets aktiver Kater wird doch nicht etwa krank sein? Doch, er ist es, mächtig sogar. Ohne Tierarztbesuch geht da nichts mehr, so sehr sorge ich mich um den pelzigen Tunichtgut.
Ich sehe schon fast den Weihnachtbesuch bei unseren Kindern und Enkelkindern in Bayern ins berühmte Wasser fallen. Aber unser Lieblingstierarzt bringt mit ein paar Spritzen alles wieder ins Lot und so können wir am Heiligabend doch noch ruhigen Gewissens gen Süden reisen.

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Schön ist es, die Weihnachtstage mit den Enkelkindern verbringen zu können. Wir haben viel Spaß miteinander und es gibt natürlich auch wieder viel zu erzählen.

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Die Zeit zwischen den Jahren verbringen wir wieder daheim bei und mit unserer Katzenfamilie. Und natürlich gibt es mit dem anderen Teil unserer Familie, der im Norden heimisch ist, auch noch ein schönes Weihnachtsessen und eine kleine nachweihnachtliche Bescherung.

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Silvester gehört dann ganz Herrn Silberdistel, unseren drei Pelzträgern und mir. Unsere Torty ist zwar etwas aufgeregt wegen der Knallerei, aber alles in allem bringen wir letztendlich auch die Vertreibung der bösen Geister um Mitternacht einigermaßen gut über die Bühne. Wir Silberdistels schicken natürlich keine Raketen in die Luft. Wir müssen unsere Pelzträger ja nicht noch wuseliger machen, als sie es ohnehin bereits sind. Unsere graue Eminenz sieht die ganze Sache noch am wenigsten aufgeregt. Aber sie weiß wahrscheinlich aus der Erfahrung vieler Lebensjahre, dass die Knallerei nichts Schlimmes zu bedeuten hat. Sie schüttelt sicher eher den Kopf über dieses sinnlose Treiben von uns Menschen.

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Das war also unser Jahr 2016 – ein insgesamt schönes Jahr, auch wenn einige kleine Tiefen dabei waren. Aber wann eigentlich gibt es die nicht? Schön ist, dass es einmal erstaunlich wenige waren und dafür sind wir sehr dankbar. So packen wir 2017 ebenso voller Zuversicht an, wie wir es vor gut 12 Monaten mit dem gerade vergangenen Jahr getan haben. Was es uns bringen mag? Wer weiß das schon? Und irgendwie ist es auch gut so.
Vielleicht lesen wir uns ja in etwa einem Jahr hier zu einem neuen Jahresrückblick wieder. Schau’n wir mal! Aber vorher geht es hier natürlich in gewohnter Weise weiter, vielleicht nicht ganz so regelmäßig wie bisher, denn ich habe da noch etwas anderes vor, das einiges von meiner Zeit in Anspruch nehmen wird.