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In meinem Beitrag über unsere Torty, die sich unlängst bei unserem Nachbarn versehentlich eine kleine Auszeit von uns nahm, erwähnte ich es bereits – wir Silberdistels haben endlich das Kloster Jerichow besucht.
Wie oft in unserem Leben sind wir schon an diesem beeindruckenden Bauwerk vorbeigefahren, wenn wir unterwegs zu einem Besuch bei Herrn Silberdistels Eltern oder von dort wieder auf dem Weg zu uns nach Hause waren? Der Ort Jerichow, nicht weit von Tangermünde entfernt (vielleicht ist ja Tangermünde etwas bekannter), liegt praktisch auf der Strecke, die wir immer gern benutzt haben, wenn wir uns zu einem Besuch Richtung Magdeburg auf den Weg gemacht haben.

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Kloster Jerichow

Nun endlich haben wir uns Kloster Jerichow auch ganz aus der Nähe angeschaut. Dieses Mal war unser Ziel direkt das ehemalige Kloster unweit der Elbe, denn seit Schwiegermutters Tod vor zwei Jahren zieht es uns eher selten noch in diese Richtung. Der Ausflug jedoch hat sich durchaus gelohnt. Kloster Jerichow hat uns nicht enttäuscht.

Es wurde übrigens 1144 als Prämonstratenserstift gegründet und vier Jahre nach seiner Gründung an seinen heutigen Standort verlegt. Um den Zeitpunkt seiner Verlegung wurde auch mit dem Bau der Klosterkirche begonnen. Fertiggestellt wurde das gewaltige Bauwerk aber erst 1250.
Interessant ist vielleicht noch, dass Kloster Jerichow, auch wenn das gesamte Gebäude-Ensemble klösterlichen Charakter trägt, nie im eigentlichen Sinne ein Kloster war.  Die Prämonstratenser lebten und wohnten nicht ausschließlich im Kloster. Sie hatten sich vor allem der Mission und der Seelsorge verschrieben, waren also zum großen Teil außerhalb des Klosters tätig.

Während des 30jährigen Krieges hatte der Klosterbau arg zu leiden, z.T. wurde er regelrecht verwüstet. Auch während des 2. Weltkrieges erlitt der Bau erneut starke Beschädigungen.
Ab Mitte der 50er Jahre bis etwa 1960 begann man, erstaunlicherweise also bereits zu DDR-Zeiten, mit einer Instandsetzung der Kirche. Doch letztendlich waren die Schäden so gewaltig, dass man sich 1998 gezwungen sah, die Anlage vorerst baupolizeilich zu sperren.
In den Folgejahren wurden dann vom Land Sachsen-Anhalt nicht unerhebliche Mittel zur Verfügung gestellt, um das Kloster wieder in neuem Glanz erstrahlen zu lassen. Und dieser neue Glanz steht dem gesamten Kloster-Ensemble ausgezeichnet.
Gefunden habe ich diese geschichtlichen Eckpunkte über Kloster Jerichow übrigens hier. Wer also gern noch ein wenig mehr darüber lesen möchte, der kann gern auch dort noch einmal schauen.

Wir Silberdistels waren sehr angenehm überrascht von dem, was wir vorfanden. Aus Klosterkirche, dazugehörigen Gebäuden und dem Klostergarten ist ein richtiges Schmuckstück geworden. Es lohnt sich, dort einmal reinzuschauen und sich mit eigenen Augen zu überzeugen.

Aber nun genug der Vorrede, ab ins Kloster! Wobei … erst einmal mussten wir natürlich einen kleinen Obolus löhnen, bevor wir wirklich hinein durften. Nebenher kam ich natürlich genau dort an der Kasse auch wieder einmal nicht an den angebotenen Büchern vorbei. So wanderte, wer hätte es gedacht, ein Kochbuch mit alten Rezepten in meinen Rucksack. Ich habe ja bisher auch kaum Kochbücher 😉

Aber nun wirklich los und auf ins Kloster!

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Was wandelt denn dort hoch oben auf einem der Hausdächer?

Auf einem der Dächer der Häuserreihe links von uns fallen mir unterwegs zum Eingangsbereich der Klosteranlage zwei witzige Figuren auf. Es ist zwar helllichter Tag, aber wahrscheinlich wandeln sie immer – unabhängig von Tages- oder Nachtzeit.
Wenig später stehen wir vor dem Eingang zum Klosterbereich – kein Kartenabreißer weit und breit, kein Chipkontrolleur. Selbst sind hier Mann und Frau und müssen Avtomat bedienen können.

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Dann also los – auf ins Kloster!

Herr Silberdistel hat zunächst ein kleines Problem mit dieser Automaten-Hürde, denn ohne die richtige Brille ist hier der Tastsinn gefragt. Man muss nämlich einen Chip, den wir an der Kasse bekamen und der mit mehreren Rillen versehen ist, in die richtige Position bringen, erst dann passt er in den Automaten, der schließlich die Eingangsschleuse zum Klosterbereich öffnet. Doch wir packen das Problem noch recht schnell, zumal von der anderen Schleusenseite hilfreiche Tipps kommen. Aber ich bin sicher, wir hätten es auch früher oder später allein geschafft 😉

Bevor wir uns nun zur allgemeinen Klostereinstimmung erst einmal ins Museum aufmachen, muss mein Gärtnerauge den hübschen Steingarten im Innenhof an der Geist-Brennerei bewundern. Aber dann geht’s hinein ins Museum. Dort gibt es allerlei Interessantes rund ums Kloster zu sehen – nicht nur Kirchenglocken und diverse Tonscherben. Vielleicht schaut Ihr ja irgendwann einmal selbst hinein. In der Bilderschau gibt es schon mal einen kleinen Vorgeschmack auf die Museumsluft.

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Nach dem Museumsrundgang locken uns unsere Mägen mit unwiderstehlicher Gewalt in den Klostergarten. Ein Wegweiser sagt nämlich, dass es dort nicht nur Garten, sondern auch ein Café geben soll. Scheinbar können Mägen lesen und vor allem dulden sie keinen Widerspruch 😉

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Letztendlich sind wir rundum zufrieden. Kaffee, Cappuccino und Torte haben gehalten, was sie zu versprechen schienen. Sie waren äußerst lecker und der Klostergarten gab zu Speis und Trank mit dem buntem Vogelgezwitscher rundum aus all dem Grün und dem Blick aufs Storchennest hoch über uns auf dem Schornstein unseres urigen Cafés eine wunderbare Atmosphäre.  So ist Entspannung pur.
Und als ich im Gemüse- und Kräutergarten ein wenig später auch noch für meinen Garten zuhause fündig werde, könnte ich den Tag bereits als nahezu perfekt gelungen einordnen.
Aber wie es so ist, man soll den Tag nicht vor dem Abend loben. Aber erst einmal war ich des Lobes voll und bereits wieder voller Tatendrang, denn dort hinten harrte unserer noch ein Backsteinmuseum.

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Nach dem Backsteinmuseum fehlt uns nun nur noch der Blick ins eigentliche Heiligtum – in die Klosterkirche. Mich interessiert zuvor natürlich noch einmal der Steingarten, den ich gleich zu Anfang unseres Rundgangs bewundert habe. Und während ich dort die Pflanzen anschaue, bemerke ich plötzlich gegenüber an der Hauswand einen Spatzen und ein Loch in der Wand, in dem Vater Haussperling kurz darauf verschwindet. Ich sehe gerade noch sein fedriges Hinterteil weghuschen und schon klingt lautes Babyvogelgeschrei von der Wand zu mir herüber. Da habe ich also eben den Eingang zu einer Spatzenkinderstube entdeckt. Wenig später taucht auch Mama Haussperling auf, um die Kinder zu versorgen. Was für eine nette Begebenheit nebenbei. Klosterleben kann doch so vielseitig sein.

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Zeit für den Kirchgang! Ich bin gespannt, was uns dort erwartet. Herr Silberdistel ist mir wieder einmal etwas voraus und wandelt bereits unter Gewölben dahin. Nur schnell hinterher, damit wir nichts verpassen!

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Beeindruckend, was wir zu sehen bekommen! Gewaltig, diese Höhe. Wie unscheinbar klein man sich doch vorkommt angesichts solcher unendlich erscheinender Höhe und wie spannend muss es gewesen sein, so etwas entstehen zu lassen.
Die Klosterkirche Jerichow gehört übrigens zu einem der ältesten Backsteinbauten Norddeutschlands. Wie schön, dass man ihr mit viel Geld, Mühe und Liebe wieder zu ihrer alten Pracht verholfen hat.

Nicht nur uns hat es in Jerichow gefallen. Auch die Störche scheinen sich dort wohlzufühlen. Wir entdecken auf einem Gebäude noch eine weiteres Storchennest und das, so finden wir, ist ein guter Abschluss für unseren Klosterbesuch.

Glücklich und zufrieden mit den gelungenen Tag machen wir uns wieder auf den Heimweg und dort spuckt uns dann unsere Torty in die Suppe dieses ansonsten so schönen Tages. Unser pelziges Dreigestirn will nämlich noch einmal hinaus in den Garten, als wir wieder daheim aufschlagen. Natürlich gönnen wir ihnen das, mussten sie doch bis dahin den ganzen Tag im Haus ausharren.
Ja, und dann, dann, dann verschwindet Torty spurlos

Ich hatte unlängst über ein armes Puppenkind berichtet, das uns bei einem Ausflug am letzten Aprilwochenende ins Thüringische vor die Kamera kam. Wir Silberdistels waren zu dem Zeitpunkt für drei Tage in Sömmerda, einem Ort, der etwa 20 km nördlich von Erfurt im Thüringer Becken zu finden ist.
Erstmals urkundlich erwähnt wurde Sömmerda 876. Ursprünglich war es einmal eine kleine unbedeutende Ackerbürgerstadt. Das fruchtbare Thüringer Becken legte eine intensive landwirtschaftliche Nutzung nahe. Durch einen Sohn der Stadt, Johann Nicolaus Dreyse, und seine Erfindung, das Zündnadelgewehr, verwandelte sich der Ort ab 1817 von seiner bis dahin fast ausschließlich landwirtschaftlichen Prägung immer mehr zu einer Industriestadt. Dreyse gründete zunächst zusammen mit dem Fabrikanten Kronbiegel eine Metallwarenfabrik. Später entstand in Dreyses Auftrag eine Gewehrfabrik und nach und nach siedelte sich immer mehr Industrie an. Es gab beispielsweise auch eine Handstrichziegelei, die sich bald zu einer hochmodernen Ziegelei weiterentwickelte.
Aus DDR-Zeiten dürfte noch das Büromaschinenwerk Sömmerda bekannt sein.
Wer noch mehr über die Stadt wissen möchte, der kann sich gern hier etwas intensiver belesen. Dort habe auch ich mich für meine kurze Zusammenfassung über Sömmerda und seine Geschichte schlau gemacht, schließlich wollte ich Euch wenigstens eine kleine Vorstellung von dem Ort, in dem wir Silberdistels gerade ein paar spannende und interessante Stunden verlebt haben, vermitteln.
Wenn man Thüringen hört, denkt man sofort an den Thüringer Wald und damit an ausgedehnte Waldflächen. Das Thüringer Becken kommt jedoch weitestgehend waldfrei daher und somit gab es für uns auch keine ausgedehnten Waldspaziergänge. Aber ein bisschen Natur haben wir, wie die folgenden Bilder zeigen, dennoch bewundern können.

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Na, nach all dem Grün noch Lust auf einen kleinen Stadtrundgang bekommen? Dann also los!
Ich finde, Sömmerda ist durchaus hübsch anzusehen. Auf uns hat es zudem noch einen recht gemütlichen Eindruck gemacht. Wir haben uns dort ausgesprochen wohlgefühlt. Es war Entspannung pur.
Unser Rundgang führte uns zunächst ins Zentrum der Altstadt. Auf dem Platz vor der St. Bonifatius Stadtkirche muss gerade Markttag gewesen sein. Zahlreiche Blumen und andere Pflanzen wurden gerade wieder in die Fahrzeuge geräumt. Schade eigentlich, denn mein Gärtnerherz hüpfte sofort in ungeahnte Höhen, als ich das viele frühlingshafte Bunt sah. Aber wer weiß, was ich alles gekauft hätte, obwohl ich eh keinen Platz mehr für Neuzugänge in meinem Garten habe.
Andererseits gab es außer den Blumen auch so viel Schönes anzuschauen. Die Kirche allein hatte schon viele interessante Details zu bieten. Aber schaut selbst!

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An der Stadtmauer angekommen, waren wir nun doch ein wenig fußlahm und der kleine Hunger meldete sich auch irgendwie. Ob wir irgendwo ein ruhiges Sitzplätzchen entdecken würden?
Und siehe da, ein Stückchen weiter fand mein Herr Silberdistel für beides Abhilfe …

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… Abhilfe für die lahmen Füße und etwas gegen den knurrenden Magen ebenso. Sogar dafür, dass wir es beim Ausruhen auch ordentlich bequem hatten, sorgte mein Herr Silberdistel. Da fehlte eigentlich nur noch die Füllung für den hungrigen Magen.

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Aber mein Gatte kümmerte sich sofort auch darum, während ich es mir schon mal in der Sonne bequem machte und von meinem Sitzplatz aus die beschauliche Straße entlangblickte. Viele Gäste saßen nicht draußen. Trotz Sonne war es nämlich recht kühl. Aber wir Silberdistels sind nun mal Freiluftfanatiker.

So, satt und zufrieden? Dann könnte es doch jetzt noch ein Stückchen weitergehen, oder? Zum Trost – es ist gar nicht mehr soweit bis zu unserem Hotel. Langweilig wird es uns bis dahin ganz sicher nicht werden.
Da ist vor uns auch schon wieder das Erfurter Tor, an dem unser Stadtrundgang begann.  Lasst uns noch ein wenig an der alten Stadtmauer entlangschlendern!
Mein Herr Silberdistel weiß übrigens zu berichten, dass die alte Mauer zu DDR-Zeiten einst abgerissen werden sollte. Zum Glück ist es nicht dazu gekommen. Ob es Geldmangel war oder andere Gründe eine Rolle spielten, wusste mein Stadtführer nicht. Wichtiger ist, sie ist immer noch da und heute ein kleines und gepflegtes Prachtstück. Es wäre in der Tat schade um diese alte Zierde der Stadt gewesen. Wenn solche Zeugen längst vergangener Zeiten verschwinden, blutet mir jedes Mal das Herz. Andererseits jubelt es, wenn solche alten Gemäuer auch der Nachwelt erhalten geblieben sind und ich darüber sinnieren kann, was sie wohl alles erlebt haben mögen.
Die Stadtmauer in Sömmerda wurde um 1368 errichtet. Ursprünglich war sie einmal 1300 m lang und 4 m hoch. Das Erfurter Tor, durch das wir Silberdistels den Altstadtbereich betreten haben, und durch das wir ihn gleich wieder verlassen werden, war einst das eigentliche Stadttor. Außer diesem Tor gab es noch weitere Stadtmauertürme, von denen heute noch sechs erhalten sind.
Heute befindet sich im Erfurter Tor ein Museum. Um das noch anzuschauen, fehlte uns dann doch die Zeit.

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Wir haben am Abend noch etwas vor und müssen uns dafür so langsam vorbereiten. Es wird also Zeit, um ins Hotel zurückzugehen. Aber bis dorthin sind es vom Erfurter Tor aus nun wirklich nur noch wenige Schritte.

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Wir Silberdistel weilten unlängst für ein paar Tage fern der Heimat – im ach so schönen Thüringischen. Fröhlich und an nichts Böses denkend bummelten wir an einem der Tage durch das hübsche Städtchen, in dem wir zu Gast waren und plötzlich, plötzlich erstarrten wir. Was, was war das denn dort vor uns?

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Wir trauten unseren Augen nicht. Sahen wir wirklich, was wir sahen? Konnte das sein?

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Und tatsächlich, unsere Augen hatten uns nicht getäuscht. Scheinbar friedlich schlafend lag sie vor uns – mitten in der Stadt und mitten auf einem Abfalleimer – eine kleine Fee. Eine zauberhafte Stadtfee? Gibt es Stadtfeen, die auf Mülleimern ruhen?

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Oder hatte hier eher das Schicksal für ein armes kleines Puppenkind erbarmungslos zugeschlagen?

… ist das „Miniland MV“. Bevor hier nun der Frühling ausbricht und wir lieber den Blick nach vorn denn zurück wandern lassen wollen, will ich Euch noch einmal in den August des letzten Jahres entführen, in die Zeit, als unsere achtjährige Enkelin unser silberdisteliges Leben ein wenig durcheinanderwirbelte und frischen Schwung in unser Leben brachte. Damit sich das Kind bei uns nicht langweilen und wir am Ende gar noch schlechte Haltungsnoten für unsere Pflicht- und Kürübungen als Großeltern erhalten würden, hatten wir uns mächtig Gedanken darüber gemacht, wie wir ein rundum interessantes und spannendes Ferienprogramm für unsere kleine Bayerin gestalten könnten. Natürlich  war unter einem Programmpunkt auch das „Miniland MV“ zu finden und wir dachten, genau das wäre sogar ein guter Abschluss unserer kleinen Rundreise mit Enkelkind durch unser schönes Bundesland Mecklenburg-Vorpommern.

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Erreicht haben wir die Miniaturausgabe unseres Heimatlandes über die A 19 und die A 20 aus Richtung Rostock. Verlässt man dann die Autobahn an der Ausfahrt Dummerstorf und fährt auf der B 103 weiter in Richtung Laage, hat man, so man sich weiter Richtung Schlage, bekannt durch sein Tierheim, orientiert, auch bald das „Miniland MV“ erreicht.

2012 waren wir Silberdistels das 1.Mal in diesem 4,5 ha großen Naherholungspark mit den liebevoll gestalteten Modellbauten bekannter und berühmter Bauwerke aus Mecklenburg-Vorpommern. Nicht nur Minischlösschen, Miniherrenhäuser und Minikirchen kann man in dem weitläufigen Parkgelände entdecken. Weder Kinder noch Erwachsene kommen hier zu kurz. Bereits nach unserem ersten Besuch vor vier Jahren hatte ich hier im „Bücherstaub“ über die hübschen kleinen Gebäude in der auch landschaftlich äußerst sehenswerten Gegend berichtet. Wer mag, kann sich gern unter den folgenden Links noch einmal ein Bild über unseren damaligen Ausflug machen:

https://buecherstaub.com/2013/01/05/unterwegs-im-miniland-mecklenburg-vorpommern/
https://buecherstaub.com/2013/01/07/ein-detail-schoner-als-das-andere-miniland-mv/
https://buecherstaub.com/2013/01/11/modell-oder-original-miniland-mv/
https://buecherstaub.com/2013/01/18/was-es-sonst-noch-im-miniland-mv-zu-entdecken-gab/

Inzwischen hat sich im „Miniland“ durchaus schon wieder einiges verändert, sodass es uns Silberdistels auch dieses Mal nicht langweilig wurde. Es gab so viel Neues zu entdecken. In der Märchenecke z. B. hatte sich einiges getan und so blieben wir dort gleich ein Weilchen hängen.

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Und dann eilte unser Feriengast weiter – von den Zwergen zu etwas Großem. Es gab nämlich als Gegensatz zu all dem Kleinen auch Riesiges zu bewundern und sogar zu erklimmen – wie einen überdimensional großen Stuhl und einen dazugehörigen Riesentisch. Die Kletterpartie hinauf auf den Stuhl war gar nicht so einfach, wie wir an den Anstrengungen unserer Enkeltochter erkennen konnten. Aber Tisch und Stuhl waren nicht das einzige Riesenhafte.

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Auch das Riesenschachspiel war eine spannende Entdeckung, egal, ob man nun ein Schachexperte oder nur ein einfacher Figurenrücker ist.

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Genug Schachfiguren herumgeschoben, jetzt geht es endlich los mit dem eigentlichen „Miniland MV“.
Wie bereits bei unserem ersten Besuch fiel mir wieder auf, wie liebevoll und detailgetreu die einzelnen Modelle gestaltet sind. Was die Details betrifft, habe ich dieses Mal die Burg von Neustadt-Glewe und noch einmal das Schloss aus Ludwiglust etwas genauer in Augenschein genommen – zwei Gebäude oder Gebäudeanlagen, die ich richtig zum Verlieben schön fand.

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Den Rundgang durch das kleine Mecklenburg-Vorpommern beendeten wir mit einem interessanten Ratespiel. Es ging um optische Täuschungen – eine faszinierende Sache – nicht nur für unsere Enkeltochter.

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Obwohl inzwischen schon der Magen nach einer Erfrischung bzw. nach Kaffee und Kuchen rief, gab es noch einmal einen Zwischenstopp an der Schatzinsel und wenig später am Piratenschiff. Wer kann an solchen Attraktionen schon vorbeigehen, ohne einen Blick hinein- oder hinaufzuwerfen? Aber dann lockten endgültig Kaffee, Kuchen und Eis. Also, Anker geworfen, runter vom Piratenschiff und dann immer der Nase nach – der Kaffeeduft war der perfekter Wegweiser.

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Und dieses Mal waren wir auch mit der Hafenkneipe Gastronomie des „Minilandes“ zufrieden. Mussten wir uns vier Jahre zuvor noch wegen einer geschlossenen Veranstaltung in der Miniland-Gaststätte hungrig und dadurch auch etwas verärgert wieder auf den Heimweg machen, wurden wir dieses Mal sehr freundlich und zuvorkommend bedient.

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Und Eis, Torte, Kaffee und Cappuccino waren sehr lecker, die Torte sogar so lecker, dass ich fast vergaß, ein kalorienreiches Erinnerungsbild mitzunehmen. Naja, das ganze große Stück hätte eh nicht aufs Bild gepasst 😉

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Der Eisberg im bestellten Eisbecher war auch riesig, sogar ein wenig zu riesig fürs Kind, …

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aber lieber zu viel und glücklich als gar nichts und somit hungrig und damit am Ende ärgerlich 😉
So waren wir zwar nach diesem Minilandbesuch auch wieder recht müde und erschöpft vom vielen Gucken, Bestaunen, Raten und Spielen, aber letztendlich auch glücklich und zufrieden über den rundum gelungenen Tag, zu dem dieses Mal  für jeden von uns sogar noch ein überaus leckeres und die Hüften stärkendes i-Tüpfelchen gehörte.

Im letzten August, als unsere Enkeltochter einen Teil ihrer Ferien bei uns Silberdistels verbrachte, waren wir auch wieder einmal im „Archäologischen Freilichtmuseum“ in Groß Raden. Auf dem Gelände des heutigen Freilichtmuseums wurden in den Jahren von 1973 bis 1980 umfangreiche Ausgrabungen durchgeführt. Während der Arbeiten wurden Reste einer slawischen Siedlung aus dem 9. und 10. Jahrhundert gefunden. Anhand der Funde konnte man die Anlage rekonstruieren und so entstand dort in den Folgejahren das Archäologische Freilichtmuseum.

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01-Was gibt es wohl im Tempel zu sehen?

Nicht nur für uns Silberdistels gab es wieder viel zu entdecken, auch unser Feriengast hatte seinen Spaß. Was mochte wohl in so einem altslawischen Tempel zu sehen sein? Ob dort ein Priester auf uns wartete?
Boahhh, war das spannend! Vorsichtig schauten wir hinein. Oh, was war das? Sooo viel Dunkelheit und sonst nichts – im ersten Moment jedenfalls …
Doch dann hörten wir seltsame Laute. Ob das der Priester war? Zwitschern Priester? Wenn ja, dann musste dieser hier irgendwo oben in den Dachsparren hocken. Oder schwebte er gar dort ganz schwerelos unter dem Dach? Gespannt schauten wir nach oben. Und dann sahen wir sie – ganz viele … klein und so niedlich und sie zwitscherten laut nach Futter.
Wie? Ach so, nein, keine kleinen und niedlichen Priester, die unter dem Dach schwebten und nach Futter riefen.

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02-Im Tempel hatten etliche Rauchschwalben ihre Nester gebaut. Auch später im Brückenhaus entdecken wir noch Schwalben

Dort zwitscherten Schwalbenkinder, die in vielen nebeneinander unter dem Dach klebenden Nestern hockten und auf die Mitbringsel ihrer Eltern warteten. Verzückt blickten wir beiden Mädels hinauf zu den piepsenden Federbällen. Es waren Rauchschwalbenfederbällchen.
Wozu doch so ein altslawischer Tempel gut sein kann. Den Priester hatten wir zwar vergeblich gesucht, aber als Schwalbentempel gefiel uns der hölzerne Bau durchaus auch sehr gut.
Später, als wir zum Burgwall unterwegs waren und am Brückenhaus vorbeikamen, vernahmen wir erneut diese zwitschernden Laute und als wir hineinschauten, entdeckten wir auch dort ein Rauchschwalbennest.

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Im Burgwall gab es gab es dann wesentlich kleinere Flieger zu bewundern – summende und flatternde, die so freundlich waren, sich für ein Foto auch einmal auf einer hübschen Blüte niederzulassen.

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Und was es sonst noch alles im Groß Radener Freilichtmuseum zu sehen gab, das zeigt die folgende Bilderschau.

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Noch einmal geht es zurück in den letzten Sommer, aber nicht nur das, eigentlich geht es noch viel weiter zurück – nämlich in die Zeit unserer Eltern, Großeltern und Urgroßeltern und damit ein bisschen sogar in meine eigene Vergangenheit. Wir Silberdistels haben unserer Enkeltochter im letzten Sommer bei unserem Ferienprogramm nicht nur Tiere, Sand und Meer geboten, ein kleiner Rückblick in die dörfliche Vergangenheit unserer Vorfahren war auch dabei. Ich denke, auch das fand unser Feriengast durchaus interessant und spannend. Angeschaut haben wir uns das Freilichtmuseum in Klockenhagen. Hier im Bücherstaub gab es schon öfter etwas über dieses Dorfmuseum zu lesen und zu sehen.

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Obwohl wir Silberdistel schon so oft in diesem Museum waren, gibt es immer wieder Neues zu entdecken. Dieses Mal waren es neue alte Fahrräder, die nicht nur mein Interesse geweckt haben, auch unsere Enkelin fand die alten Drahtesel erstaunlich interessant.

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Was mir persönlich neben den alten Fahrrädern ganz besonders gut gefallen hat, das war das große Mecklenburg-Panorama, das den Betrachter nicht nur anhand alter Bilder, sondern auch lautmalerisch in die Zeit unserer Vorfahren entführt. Wenn man dieses Panorama, das in dem Nachbau einer Göpelscheune aus dem Jahre 1900 zu sehen ist, auf sich wirken lässt und anschließend noch einmal durch das Museumsdorf läuft, wird Geschichte wirklich lebendig – zumindest in unserem Kopf.

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Hat doch was, oder? So können wir ein weiteres Mal geschickt dem gegenwärtigen Einheitsgrau, der Kälte, der Nässe, der schlechten Laune oder wem auch immer entfliehen. Wer also mag – mir nach!
Im letzten August haben unsere Enkeltochter und ich eine solche Zeitreise unternommen und ich dachte mir, ich könnte sie jetzt noch einmal mit Euch wiederholen. Wir waren nämlich im Darwineum des Rostocker Zoos. Das Tolle an dieser Reise dort durch die Zeit ist übrigens, dass man nicht nur durch die Geschichte der Erdentwicklung wandelt, es gibt sogar einen schönen Nebeneffekt. In der riesigen Tropenhalle des Darwineums kann man sich so ganz nebenbei noch bestens aufwärmen. Na, das sollte doch wohl wieder einmal gegen norddeutsches winterliches Einheitsgrau helfen, oder? Wer mag, kann sich gern das kleine nachfolgende Video anschauen, um zu erfahren, was es überhaupt mit diesem  Darwineum im Rostocker Zoo auf sich hat.

Auch wenn wir beiden Mädels nach der Reise durchs Darwineum schon ziemlich pflastermüde waren, haben wir natürlich trotzdem noch bei etlichen anderen Tieren, die im Zoo Rostock ein Zuhause haben, vorbeigeschaut. Danach aber waren wir ganz schön k.o., aber es war insgesamt ein toller und spannender Nachmittag, der uns viel Spaß gemacht hat.

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