Archiv für die Kategorie ‘Tiere’

… werden wir Silberdistels jetzt – wir machen Blogpause …

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… und sind dann also mal fort, weil … der Sommer hat noch einiges mit uns vor. Oder war es die Enkeltochter, die uns wieder einmal so allerlei Beschäftigung angedroht hat? Nun, wer auch immer, das wirkliche Leben meint, es gibt auch fernab von Schreibtisch und PC so allerlei Interessantes zu tun und zu entdecken. Und wenn wir jetzt nicht endlich zu unserer sommerlichen Entdeckungsreise aufbrechen, ist dieser ohnehin sehr schwächelnde Sommer vielleicht still und leise an uns vorüber gegangen und wir haben es noch nicht einmal gemerkt.

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Wir machen uns denn mal auf die Socken, um zumindest das Wenige, was der Sommer in diesem Jahr im Gepäck zu haben scheint, noch mitzunehmen.

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Unsere graue Eminenz hat sich schon mal den besten Platz gesichert – im Grünen, wie man sieht, noch dazu äußerst gemütlich gepolstert und für alle Fälle trocken. Man weiß ja nie, zumal der Sommer momentan sehr tränenreich unterwegs ist. Andererseits ist sie mit ihrem regensicheren Plätzchen dennoch dicht an der Natur – an Vogelgezwitscher, summenden Insekten und bunter Blumenpracht. Was will man mehr als Katzendame im fortgeschrittenen Alter?

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Andere aus der Familie Silberdistel schauen vielleicht lieber den Rotschwänzen bei ihrer Arbeit zu.

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Und sollte der Sommer doch noch heiß werden, dann wissen wir Silberdistels auch für Abhilfe zu sorgen.

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Dann machen wir es wie unsere Kröte Arni, wir springen ins kühle Nass. Nur keine Angst, wir bringen nicht Arnis kleines Gartenteichlein zum Überlaufen. Das lassen wir ihm. Wir springen lieber in die große Badewanne vor unserer Haustür – in unsere Ostsee.

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Und die silberdisteligen Familienmitglieder, die es nicht so gern nass mögen, die baden voller Vergnügen in der Katzenminze.

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Und noch wieder andere baden einfach in Glückseligkeit.

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Kurz und gut, jeder von uns wird den Sommer auf seine Weise genießen und am Ende hoffentlich ganz erholt und fit hier wieder in unser bücherstaubiges Stübchen zurückkehren. Ja, da dürfte es fast schon Herbst sein. Bis dahin aber alles Liebe für Euch, habt eine schöne Zeit und genießt auch Ihr den Sommer und lasst Euch nicht von seiner eventuellen kalten Schulter beeindrucken! 😉

… unsere graue Eminenz, denn sie hat heute …

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Geburtstag

Und so, wie auf dem Bild hier oben, sah sie aus, als sie am 23. September 2003 zu uns kam. Auch wenn sie auf dem Foto so unschuldig und vielleicht auch ein wenig ängstlich schaut, …

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… das täuschte gewaltig, denn sie war ein enormer Wirbelwind und sie ging nicht nur über Tische und Bänke, sie machte auch vor uns Silberdistels nicht halt. Jeans tragen wurde plötzlich für uns geradezu zur Pflicht, denn unser Katzenkind krabbelte mit wahrer Begeisterung und in rasanter Geschwindigkeit an unseren Hosenbeinen hoch, um Tische, Regale und Schränke zu erreichen, auf die sie noch nicht springen konnte. Wir dienten als Ersatzkletterbaum.

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Einen Tag später brachten wir ihr einen Spielkameraden mit – einen 12 Wochen alten Maine Coon Kater, der sie an Größe nahezu mächtig überragte. Ich hatte später immer Angst, er würde unser kleines Katzenmädchen eines Tages beim Spiel erdrücken. Aber der kleine graue Wirbelwind ließ sich nie unterkriegen. Schnell wurden die beiden zu engen Freunden.

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Viel Schönes, Lustiges und mitunter auch Aufregendes haben wir mit ihr und natürlich auch mit ihrem und unserem langjährigen Begleiter Bärchen erlebt. Etliche Geschichten habe ich hier im Blog festgehalten. Für mich sind es wundervolle Erinnerungen.

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Inzwischen ist unsere nun schon 14 Jahre alte graue Lady nicht mehr ganz so aktiv. Sie schläft gern und viel. Ihr allerliebster Schlafplatz ist schon eine ganze Weile mein Schreibtischsessel. Und wenn ich ihn gerade besetze, weiß sie sehr wohl, wie sie mich nötigen kann, aufzustehen und den Sessel ihr zu überlassen.

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Wer kann diesem Blick schon widerstehen? Aber wenn ich das dann doch einmal kann, fuscht sie mir auch mal ordentlich ins Handwerk und übernimmt mal schnell die Arbeit am PC  – ganz nach dem Motto:  Wenn die Arbeit getan ist, wird die Silberdistel ja wohl den Sessel freigeben.

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Da zeigt sie mir, was eine Katze in ihrem Alter noch alles kann. Ganz flink klimpert sie mit ihren flauschigen Zehen über die Tastatur und …

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… schon hat sie ein Screenshot geschossen und gleich noch gut abgespeichert.

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Katze müsste man sein. Ich grüble jedes Mal neu, wie das noch war mit den Screenshots. Aber wozu habe ich schließlich meine kluge graue Eminenz?

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Und da ich nun eh schon wieder einmal vor meinem Schreibtischstuhl stehe, kann ich auch gleich die obligatorische Thunfischgeburtstagsfrühstücksdose öffnen und dann wird ordentlich Katzengeburtstag gefeiert.

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Es sind doch tatsächlich bei uns noch einmal neue Untermieter eingezogen – die Art von Untermietern, die ein Federkleid tragen. Dieser Mal wurde aber nicht unser kleines Rosenschloss als Wohnsitz erwählt. Nicht, weil die Rosen rund ums Schlösschen gerade verblüht sind und der kleine Wanderwagen momentan vielleicht nicht mehr ganz so viel hermacht, wohl eher, weil die neuen Untermieter generell eine andere Wohnungsbauweise bevorzugen. Sie mögen es lieber ein wenig offener. Mehr wie ein Balkon sollte ihr Heim daherkommen.

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Unser Nistkasten für Halbhöhlenbrüter

Als nun unsere Kohlmeisen ihr Rosenschloss verlassen hatten, habe ich einen Nistkasten, der schon vor etwas längerer Zeit seinen ursprünglichen Platz räumen musste und für den ich bisher noch keinen neuen idealen Ort zum Aufhängen gefunden hatte, unter das Vordach zu unserer Haustür gehängt.  Ich hatte die Hoffnung, dass dieser Platz vielleicht  von einem Vogelpaar auf Hochzeitsreise entdeckt und für die Flitterwochen als bestens geeignet eingestuft werden könnte. Und tatsächlich, die luftige Sommervilla, ein Nistkasten für Halbhöhlenbrüter, wurde von einer Familie Hausrotschwanz entdeckt, inspiziert und für gut befunden.

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Unten links das Rosenschloss und oben rechts die luftige Sommerlaube

Bisher ging es dort oben immer noch recht ruhig zu und so waren wir Silberdistels zunächst nicht einmal ganz sicher, ob nach dem ersten Begutachten wirklich ein Einzug erfolgt war.
Seit einigen Tagen aber piepst es dort oben in einem ganz zarten mehrstimmigen Chor. Als ich am vergangenen Mittwoch und auch gestern wieder ein wenig in unserem Vorgarten herumwerkelte, wurde ich von Mama und Papa Rotschwanz ganz wüst beschimpft.

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Wie konnte ich aber auch so nah an ihrem Heim herumspringen. Nach ein paar Fotos von der schimpfenden Vogeldame hatte ich dann natürlich auch ein Einsehen und verlegte meine Werkelei an eine etwas entferntere Stelle.

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Auch wenn Frau Rotschwanz bald wieder ihrer Insektensammeltätigkeit für das Jungvolk nachging, behielt sie mich doch immer noch im Auge.

So konnte Frau Rotschwanz wieder unaufgeregt ihren Pflichten als Vogelmama nachgehen. Von unserer Zierkirsche aus beobachtete sie mich aber doch immer wieder. Man kann ja nie wissen, was so ein Mensch alles im Schilde führt.

Mal schauen, ob wir nun dieses Mal, den Ausflug der Jungvögel miterleben dürfen. Familie Kohlmeise hatte sich da ja leider nicht in die Karten schauen lassen und ihre Kinder nahezu heimlich ins feindliche Leben entlassen. Sollten wir jetzt mehr Glück haben, werde ich natürlich berichten.

Im Folgenden nun noch ein paar Bilder vom gestrigen Tag. Wie man sieht, gibt es wohl doch noch ein paar Insekten und offensichtlich fanden die beiden Altvögel immer recht schnell welche. Es war ein ständiges Kommen und wieder Losfliegen.
Lustig übrigens, wie sehr die beiden Federbälle auch mit vollem Schnabel noch mit mir schimpfen konnten, denn auch gestern wurde ich natürlich wieder als Störenfried eingestuft  😀

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Da wollte ich doch neulich gerade in den Garten eilen, um dort vor dem Mittagessen  schnell noch ein paar Handgriffe zu verrichten, als ich auf meinem Weg durchs Wohnzimmer ein seltsam grünes Blatt auf dem Teppich entdeckte. Im ersten Moment dachte ich, eine der Katzen hätte ein Blatt von unserer Korkenzieherhasel im Pelz mit hineingeschleppt und dort verloren. Nicht selten ist der Weg vom Wintergarten quer durchs Wohnzimmer bis hin zum Katzenfressplatz in der Küche mit solchen Katzenmitbringseln förmlich gepflastert. Während ich noch so auf das vermeintliche Blatt starrte, bewegte es sich plötzlich, obwohl doch im Wohnzimmer totale Windstille herrschte. Je näher ich  dem Blatt kam, umso mehr verformte es sich in meinen Augen und schließlich verwandelte es sich in ein grünes Lebewesen. Wow! Da lag mir doch tatsächlich etwas Königliches zu Füßen.
Hatte mir etwa eine der Katzen diesen entzückenden Froschkönig ins Haus getragen? Oder war der königliche Besucher auf eigenen vier Füßen in unser Wohngemach gehüpft? Sofort fiel mir der Film „Ein Kuss mit Folgen“ ein, in dem ein in einen Frosch verwandelter Königssohn versuchte, wieder in seine menschliche Gestalt zurück verwandelt zu werden. In seiner Not suchte er krampfhaft nach einer Frau, die ihn küssen und damit die Verwandlung wieder rückgängig machen sollte. Hm, nun ja, eigentlich hatte ich meinen Prinzen ja schon vor sehr langer Zeit gefunden und was man hat, das weiß man. Was man bekommt, das ist doch irgendwie immer ungewiss – selbst bei einem König.
Vielleicht sollte ich der Sache lieber erst einmal auf den Grund gehen und erforschen, wie der kleine Froschkönig in unser Wohngemach kam.  Danach würden wir weitersehen. Vielleicht könnte dem grünen Gesellen ja auch ohne Kuss zu seinem Glück verholfen werden.
Ach, da ist ja unser Keks, mein Hauptverdächtiger in puncto Frosch-Kidnapping.

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„Heh, Keksilein, hast DU den Frosch in unser Wohnzimmer getragen?“
„Stör mich nicht, Silberdistel, ich meditiere gerade.“
„Du mediwas? Nee, also Sachen gibt es in diesem Hause … Also gut, befrage ich erst einmal die anderen Herrschaften?“

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„Graue Eminenz, weißt Du etwas über den Frosch in unserem Wohnzimmer?“
„Frosch? Ich? Damit gebe ich mich nicht ab. Frösche schmecken nicht.“

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„Ach Torty, wie schön, dass Du auch hier bist. Sag mal, weißt Du, wie der Frosch in unser Wohnzimmer gekommen ist?“
„Tja, Silberdistel, vielleicht gehüpft?“
„Tolle Antwort, Torty, danke! Weißt Du vielleicht auch noch, ob er auf den eigenen vier Beinen hinein ins Wohnzimmer gehüpft ist?“

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„Vielleicht auch auf denen von Keks? Aber nun lass mich schlafen, Silberdistel.“
„Du meinst auf den Beinen von Keks, Torty? Dachte ich es mir doch gleich. Dieser Schlingel!“

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Während ich noch mit meiner Befragung befasst war, hatte Herr Silberdistel schon mal verhindert, dass unser grüner Besucher auf Nimmerwiedersehen in den Tiefen unseres Wohnzimmers verschwand. Und so hatte er dem Gast gegen unkontrolliertes Davonhüpfen ein Glas übergestülpt. Herr Silberdistel glaubt nämlich nicht an Märchen und stand somit meiner Variante mit dem verzauberten Königssohn eher skeptisch gegenüber. Aber vielleicht wollte er mich auch ganz einfach nur nicht in Versuchung führen.

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Derweil schaute ich, ob Keks zu Ende meditiert hatte. Ich wollte ihn nach Tortys Hinweis noch einmal befragen, ob er nicht doch seine Pfoten bei unserem grünen Gast im Spiel gehabt hatte. Doch der würdigte mich erneut keines Blickes und täuschte jetzt sogar tiefsten Schlaf vor.

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Herr Silberdistel hatte sich inzwischen des königlichen Fröschleins angenommen, ihm eine alte Katalogkarte unter den Froschpopo geschoben – wozu doch solche Bibliotheksüberbleibsel heutzutage noch nützlich sein können – und war mit dem Frosch im Glase in den Garten geschritten.

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Eines unserer drei kleinen Teichlein war das Ziel des tapferen Ritters Retters des kleinen verirrten Froschkönigs.

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Am Teichlein angekommen, durfte das Fröschlein seine gläserne Behausung wieder verlassen und auf einem Teichrosenblatt Platz nehmen. Scheinbar wusste der grüne Prinz im ersten Moment nicht, wie ihm geschah, denn er blieb ganz starr und steif auf dem Blatt sitzen.
Hatte er vielleicht doch allein den Weg in unser Wohnzimmer gefunden und nach einem weiblichen Wesen Ausschau gehalten, dass ihn würde retten wollen und ihm seine menschliche Gestalt zurückgab? Und nun sah er sich fortgestoßen und missverstanden?

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Ich blickte ihm noch einmal tief in die Augen und plötzlich … Was mochte er in meinen Augen wohl gesehen haben? Auf einmal nämlich …

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… machte er einen riesigen Satz und hechtete ins kleine Teichlein. Hm, war er nun doch kein Froschkönig? Oder was hatte er in meinen Augen gesehen, dass er doch lieber ein Frosch bleiben wollte?

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Doch plötzlich wurde ich ganz unsanft aus meinem Märchen mit dem Froschkönig gerissen. Etwas Pelziges drängelte sich an mir vorbei und starrte ebenfalls ins Teichlein. Irritiert erkannte ich Keks, der doch eben noch tief und fest im Wintergarten zu schlafen schien: „Silberdistel, wo, wo, wo ist mein Frosch? In welches Teichlein hast Du ihn getan? Das war mein Frosch, meiner ganz allein! Ich will ihn zurück!“
Aha, wegen Keksens Erscheinen war mein Froschkönig also geflüchtet, nicht, weil ICH so entsetzlich zum Fürchten aussah. Sicher hatte der grüne Geselle den pelzigen Jäger wiedererkannt und ein zweites Mal wollte er ihm nicht in die Fänge geraten.
Damit dürfte dann wohl geklärt sein, wie der grüne Gast in unser Wohnzimmer gekommen war.

Da war doch mein Märchen ganz einfach wie eine Seifenblase zerplatzt. Andererseits soll es ja wiederum auch nicht von Übel sein, wenn man nach einem solch märchenhaften Ausflug auch wieder auf dem Boden der Tatsachen landet.

Apropos märchenhafter Ausflug – hier geht’s entlang für diejenigen, die nun doch noch ein wenig weiterträumen möchten bei einem „Kuss mit Folgen„. Es lohnt sich – versprochen – besonders, wenn man Froschkönige und Märchen mag.

Also, als es zur Welt kam, das Übel, heute vor genau zwei Jahren, da ahnten wir Silberdistels noch gar nichts davon, dass etwa drei Monate später mehrere Übel über uns herfallen könnten.
ESONY DSCs gab auch so gar keine Veranlassung über irgendwelches Übel nachzudenken. Im Gegenteil, wir waren glücklich und zufrieden, hatten wir doch gerade einen 12. Geburtstag gefeiert, nämlich den unseres Katers Bärchen. Und natürlich hatten wir vor, mit ihm noch viele weitere Geburtstage zu feiern.
Aber irgendwie hatte das Schicksal etwas anderes mit uns und vor allem mit unserem Bärchen vor.
Dass wir damals an jenem Julitag, als unsere graue Eminenz ihrem langjährigen Begleiter ein liebevolles Geburtstagsküsschen zukommen ließ, noch nichts von alledem ahnten, war vielleicht auch gut so. Hätten wir sonst noch unbeschwert in die Zukunft schauen können? Sicher nicht.
Unser Kater Bärchen erlebte noch den Sommer mit uns und dann kam der Herbst und mit ihm auch ein Abschied für immer von unserem pelzigen Mitbewohner, ein Abschied, der uns unendlich traurig machte.

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Das kleine Übel – später Keks genannt

Aber heißt es nicht irgendwo, jedes Ende hätte auch einen neuen Anfang? So wagten auch wir, weil wir die Hoffnung hatten, über den Abschied von unserem vierbeinigen Freund besser hinwegkommen zu können, auch unsere graue Eminenz litt unter dem Verlust, einen neuen Anfang und beschlossen, noch einmal ein Kätzchen zu uns zu nehmen und damit nahm das Übel seinen weiteren Lauf. Ich hatte damals ausführlich darüber berichtet.
Der kleine Kerl, der im Oktober 2015 unser neuer Mitbewohner wurde, hatte stets viel Unsinn im Kopf und so kam er schnell zu dem Spitznamen „Das kleine Übel„.
Bei dem aber blieb es nicht. Die graue Eminenz plädierte bald für den Namen „Keks“, denn der kleine wilde Neuzugang ging ihr ziemlich auf selbigen. Er wollte rumtollen, sie aber gedachte, in Ruhe ihren Lebensabend zu genießen. Sie hatte einfach keine Lust auf Katzenkindbespaßung. Und das gab für uns schließlich den Ausschlag, diesem kleinen Übel ein Geschwisterchen hinzuzugesellen.

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Ein Übel kommt selten allein – Übel Nr. 2 – Torty

Dass wir damit das Übel verdoppeln könnten, befürchteten wir zwar irgendwo auch, aber Optimisten, die wir sind, hofften wir auf die gute Lösung für alle Seiten. Wir hofften, dass unsere alte Katzendame so ihre Ruhe zurückerhalten würde, da der kleine Jungspund nun einen entsprechenden, noch dazu gleichaltrigen, Spielkameraden hätte.
Letztendlich ging unser Plan auf, auch wenn Bruder und Schwester unser bis dahin doch recht geruhsames Leben ziemlich auf den Kopf stellten, denn sie verzapften einen Unsinn nach dem anderen an. Wir waren also auch weiterhin übel dran. Aber mochten wir dieses Übel im Doppelpack noch missen? Nein! Ganz sicher nicht! Wir brauchen es jetzt einfach irgendwie. Schon komisch, dass einem Übles so sehr ans Herz wachsen kann.

Heute nun jährt sich der Tag, an dem diese beiden Jungspunde das Licht der Welt erblickten, das 2. Mal. Sie feiern ihren 2. Geburtstag.

Herzlichen Glückwunsch, Ihr beiden inzwischen recht großen Übel!

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Einiges von dem, wie übel uns das pelzige Geschwisterpaar mitunter mitgespielt hat, durftet Ihr hier in unserem  bücherstaubigen Blog miterleben. In der folgenden Bilderschau gibt es noch einmal einen Rückblick auf die letzten zwei üblen Jahre in unserem Leben, die genau genommen gar nicht so übel waren, mit Ausnahme des Abschieds von unserem Bärchen natürlich und mit Ausnahme der Sorgen, die wir uns mitunter mal um Keks und dann auch wieder mal um Torty gemacht haben. Wer den Weg unserer zwei Jungspunde hier im Blog mit verfolgt hat, der wird sich sicher an die eine oder andere Begebenheit erinnern.

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2015

2016

2017

 

… haben wir Silberdistels momentan – egal, aus welchem Fenster wir schauen. Es ist Rosenzeit in unserem Garten und mit den blühenden Rosen rund ums Haus ist auch die Sommerzeit dahergekommen. Und gleich überschreiten wir auch schon wieder die Schwelle zur zweiten Hälfte des Jahres. Da geht der Blick zwar irgendwie ungewollt, aber dennoch, schon fast wieder in Richtung Herbst. Oder geht es nur mir so?
Gut, ich finde den Herbst mit seinen bunten Farben durchaus auch schön – keine Frage. Sein Gold betört mich jedes Jahr aufs Neue. Aber muss er sich denn jetzt schon wieder in meinen Kopf schleichen? Ich will ihn noch gar nicht. Alles zu seiner Zeit. Jetzt will ich viel lieber Sommer, viel Sommer.

Und damit das mit dem Sommer auch klappt, hätte ich eine Idee. Lasst uns ganz schnell unser silberdisteliges Rosenschloss anschauen …

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… und mit diesen rosigen Aussichten den herbstlichen Drängler einfach fortschieben aus dem Kopf.
Oben im Bild ist übrigens unser Rosenschloss im Rosenschloss zu sehen, also das kleine unserer ehemaligen gefiederten Untermieter, das sich perfekt in unser großes silberdisteliges Hauptschloss einfügt.

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Die Kohlmeisenfamilie, die dort gerade noch wohnte, hätte jetzt tatsächlich wie Dornröschen, umrankt von lauter Rosenblüten, wohnen können, denn der kleine Wanderwagen ist momentan von zahlreichen rosigen rosa Blüten umgeben.

Doch die Vogelfamilie hatte es eilig mit dem Auszug. Nicht, weil es ihr in ihrem kleinen Schlösschen nicht gefiel, sondern eher, weil das Jungvolk flügge war und endlich die Welt vor dem Nistkasten kennenlernen wollte.
Leider haben wir Silberdistels den Auszug nur noch in den letzten Zügen miterleben können.
Herr Silberdistel hat dem Ausflug des letzten kleinen Auszüglers gerade noch beiwohnen können. Ein Foto ist ihm allerdings nicht gelungen.

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Als meine Kamera dann einsatzbereit war, schimpften die Eltern zwar fleißig mit mir, sie schauten immer mal wieder mit vollem Schnabel zum Nistkasten, aber meisiger Nachwuchs war dort schon nicht mehr zu sehen.
Obwohl ich eine ganze Weile in respektvoller Entfernung ausharrte, bekam ich die Vogelkinder nicht mehr zu Gesicht. Offensichtlich waren doch schon alle Jungvögel ausgeflogen.

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Nun ist ein Nachmieter für den kleinen rosenumrankten Wohnwagen gesucht. Eigentlich sollte ein solch schönes Rosenschloss doch verlockend sein, oder? Na, schauen wir mal, ob sich in diesem Jahr noch ein neuer Untermieter findet.

Aber nun lasst uns erst einmal mit allen Sinnen den Sommer genießen und den Gedanken an den Herbst schieben wir noch einmal ganz weit fort, denn der Bursche kommt noch früh genug.

Na, Lust auf den Rest des silberdisteligen Rosenschlosses? Dann los!

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Herr Silberdistel hatte unlängst Geburtstag. Ich war an jenem Geburtstagsmorgen bereits ein wenig eher wach als das Geburtstagkind und so schlich ich mich leise wie eine Katze hinaus aus dem Schlafgemach, um mit einigen kleineren und einem etwas größeren Geschenk wieder zurückzuschleichen, schließlich wollte ich Herrn Silberdistel sogleich, wenn er die Augen aufschlagen würde, mit diesen Geburtstagsüberraschungen überhäufen.  Als ich zurück ins Schlafzimmer schlich, hatte ich, wie hätte es auch anders sein können, drei weitere Schleicher im Schlepptau.
Doch ganz so leise, wie ich es mir gewünscht hätte, ging unser Schleichen wohl doch nicht vonstatten Oder aber Herr Silberdistel hat, mit der Zeit mag die Nähe von Katzen vielleicht doch ein wenig abfärben, irgendwie etwas von einem Kater. Möglich, dass er schlichtweg nur enorm gut hören kann – wie ein Kater halt. Und somit entgingen diesem hochsensiblen Katergehör natürlich auch unsere schleichenden Schritte nicht.
Naja, ICH machte mich vielleicht noch ganz gut als schleichende Katze, unsere drei pelzigen Mitbewohner dagegen … Die polterten mehr ins Schlafzimmer, als dass sie leise und vorsichtig schlichen.
Und da geht immer die Saga, dass Katzen extrem leise umherschleichen würden – gewissermaßen kaum wahrnehmbar für das menschliche Ohr. Jetzt aber mal im Ernst, wer’s glaubt …
Aber egal, unsere pelzigen Mitbewohner polterten also teils hinter mir her, teils rannten sie mich fast über den Haufen, denn sie mussten schließlich VOR mir im Schlafzimmer sein. Ansonsten bestand die Gefahr, dass ich ihnen einfach die Tür vor ihrer pelzigen Nase zuschlagen würde, denn eigentlich haben sie nichts in unserem silberdisteligen Schlafgemach zu suchen. Eigentlich … Ausnahmen bestätigen wie immer und überall die Regel.
Okay, Geburtstage zählen zu diesen zahlreichen Ausnahmetagen, die sich unsere Herrschaft immer wieder einfach so herausnimmt, wenn wir einmal einen Moment lang etwas unaufmerksam jene magische Tür öffnen oder aber ihrem kläglichen Jammern einfach nicht mehr widerstehen können.

Derweil hatte also Herr Silberdistel nicht nur die Augen geöffnet und unsere Glückwünsche entgegengenommen, er war auch tätig geworden und hatte bereits die kleineren Geschenke ausgepackt. Das eine schwere ruhte noch verpackt auf seinen Knien und ganz oben drauf wiederum unser Keks.

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„Guck mal, Herr Silberdistel, ich habe gestern beim Einpacken der Geschenke geholfen.“

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„Diese Löckchen habe ich gemacht. Schau! So geht das – das Band zwischen die Zähne nehmen und durchziehen. Dann entstehen aus dem Bandende kleine Ringellocken. Geht ganz leicht und sieht total geburtstagsmäßig schick aus.“

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„Häh, was plapperst Du da, graue Eminenz? Torty hat die Locken gemacht und nicht ich?“

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„Torty, ich hab doch auch welche von den Locken gemacht, stimmt’s?“

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„Jaja, Keks, aber ich musste Dir erst zeigen, wie das funktioniert. Super schick sind sie geworden, unsere Locken, nicht wahr, Herr Silberdistel?“

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„Ich führ’s Dir noch einmal vor, Herr Silberdistel, damit Du das demnächst auch kannst. Wir haben nämlich auch bald Geburtstag. Also, zwischen die Zähne nehmen und das Bandende ganz kräftig durchziehen.“

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„Lang und länger durchziehen – bis zum Ende und ordentlich kräftig und dann … zack, loslassen.“

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„Guck, und schon hast Du aus dem schlappen langen Faden lustige Ringellocken gemacht  und … und … und  natürlich auch gleich ein Spielzeug für Katzen.
Nun pack schnell aus, Herr Silberdistel, damit wir Gäste auch was von Deinem Geburtstag haben. Wir wollen nämlich endlich spielen – mit den Ringellöckchen. Anstrengung muss schließlich belohnt werden und Ringellocken machen IST anstrengend.“

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„Alle weg da von den Ringellöckchen!“

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„Meine, ganz allein meine! Nehmt Euch die anderen, Herr Silberdistel hat noch mehr davon! Dieses passt am besten zu meiner Pelzfarbe.“

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„Oder will ich doch lieber das goldene Bändchen? Oder das grüne? Die passen doch alle zu meinem Pelz und nur zu meinem …“

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