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Bereits zum 14. Mal fand die bundesweite Aktion „Stunde der Gartenvögel“ statt. Wir Silberdistels waren natürlich wieder dabei und haben fleißig gezählt, wer so in unseren Garten hineinflatterte.
Es gestaltet sich allerdings meistens etwas schwierig, wenn man drei pelzige Mitbewohner hat, die Vögel auch sehr gern haben und sich durchaus nicht zu schade sind, bei der Zählung mit Pfote anzulegen.

Meine Versuche, die Vogelzählung gemeinsam mit den vierbeinigen kätzischen Ornithologen durchzuführen, waren recht aufregend. Jedenfalls missverstand zumindest Herr Haussperling die aufmerksamen Blicke meiner drei pelzigen Mitzähler.
Er schimpfte lautstark und empört von seiner Dachwohnung herunter und machte alle anderen Mitglieder seiner Großfamilie darauf aufmerksam, dass in unserem Garten Gefahr in Form von drei pelzigen Raubtieren lauern würde.

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Einen Vorteil hatte seine Schimpftirade wenigstens, so wurden wir schon mal auf den ersten Vogel in unserer Zählstatistik aufmerksam.

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Herr Amsel allerdings sah das Ganze recht locker und buddelte weiter fröhlich in unserem Garten nach Gewürm für den Nachwuchs.

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Die Katze dort auf dem Gartenstuhl schien weder an Vogelzählung noch an Amselbraten interessiert zu sein. Herr Amsel hatte einen Blick für so etwas. Die Katzendame hockte nämlich mehr dösend denn lauernd auf ihrem grünen Gartenstuhl.

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Auch der graue Tiger wirkte harmlos. Er genoss wohl mehr die Kühle der Steinplatten unter sich. Jedenfalls schaute auch er mehr gelangweilt als interessiert in die Gegend.

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Doch plötzlich gab sich dieses allgemeine Desinteresse. Unser Keks wechselte rasant schnell von tiefster Entspannung in höchste Anspannung über.

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„Heh, Torty, guck mal da!“

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„Was ist denn, Keks? Ja, Vögel, na und? Ich hab‘ keine Lust auf Vogelzählung. Lass das mal die Silberdistel allein machen.“

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„Hier, Keks, hier unten riecht es interessant. Ich glaube, da versteckt sich eine Maus. Das ist viel spannender als Vogelzählung und außerdem ist die Maus nicht so weit weg wie Dein Vogel dort am Futtersilo.“

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Auch wenn Torty lieber ihrem Mäusejagdfieber nachgab, als Vögel zu zählen, bei der grauen Eminenz war Keksens Ruf nicht ungehört geblieben. Wo wollte er denn jetzt hin?“

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Ahhhh, jetzt sah auch sie, was die Aufmerksamkeit des Katers erregt hatte. Es war gar nicht, wie sie erst dachte, diese kleine flinke Spatzenfrau am Futtersilo.

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Es war dieser herrlich appetitlich ausschauende glänzende Vogel mit den vielen Herzen im Gefieder. Da musste doch einfach jeder Katze das Jägerherz aufgehen. Kein Wunder also, dass Keks ihn sich unbedingt ganz aus der Nähe anschauen musste. Gespannt blickte die graue Dame zum Futtersilo, an dem gerade ein Star gelandet war.

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Doch der hatte natürlich die Katzen längst entdeckt. Interessiert verfolgte er den sich anschleichenden Kater.

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Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste, dachte sich Meister Star, schimpfte lauthals mit dem seltsamen Vogelzähler und platzierte sich sicherheitshalber etwas oberhalb vom Futtersilo. Dort sollte er sicher sein vor dem pelzigen Jäger, denn schließlich können Katzen nicht fliegen.

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So jedenfalls dachte der Star. Er staunte allerdings nicht schlecht, als er merkte, dass Keks gar nicht so weit weg vom Fliegenkönnen war. Unser grauer Tiger flog nämlich tatsächlich fast in den Apfelbaum.

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Aber ein Vogel ist beim Fliegen eben doch etwas wendiger als ein fliegender Keks. Während unser Kater nun hoch oben im Apfelbaum stand, machte es sich der Star wieder am Futtersilo gemütlich. Keks schaut einigermaßen fassungslos hinunter zum Star, der schon wieder fröhlich Futter einwarf.

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Irgendwie dumm gelaufen – für unseren pelzigen Vogelzähler. Er hätte mir für meine Statistik so gern einen Vogel zur Begutachtung direkt vor die Füße gelegt.
Also wieder runter vom Baum. Das allerdings gestaltete sich wesentlich schwieriger als der Aufstieg wie im nachfolgenden Video gut zu erkennen sein sollte.

Was für ein Stress mit diesem Kater! Dass der dem Star immerzu nachsteigen musste! Meister Star schnappte sich schnell noch ein Körnchen und dann flog er flink wieder hinauf auf den Apfelbaum.

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Unser Keks hatte allerdings die Katernase voll. Er hatte genug von dem blöden Vogel, genug von seinen Kletterübungen und überhaupt genug von dieser albernen Vogelzählung.
Der Star jedoch lachte sich eins in sein kralliges Fäustchen und flog erneut den Futtersilo an, um seine Mittagsmahlzeit fortzusetzen.

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Keks musste nun erst einmal erschöpft abruhen. Wer hätte gedacht, dass Vogelzählung so nervenaufreibend sein kann und vor allem auch noch zu sportlichen Höchstleistungen aufforderte. Ja, irgendwie muss unser Kater da etwas falsch verstanden haben mit der Gartenvogelzählung. Er brauchte jetzt erst einmal ein paar Yogaübungen zur Entspannung.

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Den Rest meiner Vogelzählstunde hatten dann sowohl die Vögel als auch ich Ruhe vor meinen pelzigen Mitbewohnern. Außer den üblichen Verdächtigen wie Blaumeisen, Kohlmeisen, Amseln, Haussperlingen waren an besonderen Gästen neben diesem einen Star noch ein zweiter am Futterhaus zu Besuch und ein Hausrotschwanz turnte auf unserem Dach umher. Zwei Stockenten, mehreren Silbermöwen, eine Rauchschwalbe und ein Graureiher überflogen während dieser Zählstunde unseren Garten. Gehört, wenn auch nicht gesehen, habe ich noch einen Zilpzalp. Alles in allem also gar nicht so ein schlechtes Ergebnis.

Und schon steht das Pfingstfest vor der Tür. War nicht eben gerade noch Ostern? Man könnte sich doch glatt schon wieder darüber wundern, wie die Zeit so dahinrast. Na, was soll’s, genießen wir doch die Pfingsttage einfach ganz entspannt – vielleicht bei einem Spaziergang in der Natur oder wir machen’s wie unsere graue Eminenz. Wir setzen uns  in unseren Garten und machen einmal rein gar nichts – außer vielleicht dem Gezwitscher der Vögel zuhören.

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Also, habt schöne und entspannte Pfingsttage!

… haben wir Silberdistels uns am ersten Sonntag im wunderschönen Wonnemonat Mai gemacht. Und bisher machte der Mai seinem Beinamen ja wirklich alle Ehre. So auch am Tag unseres Ausflugs zum Kloster Rühn.
Mehr zufällig haben wir auf dem Rückweg von einem Besuch des Freilichtmuseums Groß Raden vor einigen Jahren diese hübsche Klosteranlage entdeckt. Zu DDR-Zeiten diente der Gebäudekomplex lange Zeit als Jugendwerkhof, d.h. hier waren sogenannte schwererziehbare Jugendliche untergebracht.

1995 ging das Kloster in Privatbesitz über. In den Folgejahren wechselten die Besitzverhältnisse mehrmals. Seit 2008 gehört die Klosteranlage dem „Klosterverein Rühn e.V.“

Zwischen unserem ersten und dem jetzigen Besuch hat sich viel an der Klosteranlage getan. Der Verein scheint sehr rührig zu sein. An den Gebäuden ist viel restauriert worden. So langsam findet das ehemalige Zisterzienserkloster zu seiner einstigen Schönheit zurück. Wer ein wenig mehr zur Geschichte des Klosters erfahren möchte, kann sich hier belesen. Dort habe auch ich mich klug gemacht. Außerdem habe ich hier im „Bücherstaub“ bereits mehrmals von unseren Besuchen dort berichtet.

Inzwischen finden auf dem Klostergelände regelmäßig Veranstaltungen statt, die viele Besucher anlocken. So sind auch wir speziell zu den Klostermärkten immer wieder gern dabei. Es gibt viel zu sehen, zu essen, überall Spielspaß für die Kleinen unter den Klosterbesuchern und natürlich auch viel zu kaufen. Die Stände muten alle ein wenig mittelalterlich an und unterstützen somit zumindest ein wenig diese besondere Atmosphäre innerhalb der geschichtsträchtigen alten Mauern.
Natürlich bin auch ich nicht davon verschont geblieben, eine kleine Erinnerung von unserem Klostermarktbesuch mit nach Hause zu tragen. Einem Buch konnte ich nicht widerstehen und ohne einige Pflanzen für meinen Garten ging es natürlich auch nicht.
Aber genug der Vorrede. In der folgenden Bilderschau ein kleiner Eindruck von unserem diesjährigen Besuch im Kloster Rühn.

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Die drei Pflanzen haben inzwischen ihren Platz in meinem Garten gefunden. Ich hatte ja bereits berichtet, dass ich in meinem kleinen grünen Reich ein wenig umgestalten möchte.
Mein Kräuterbeet hat nun einen kleinen Steingartenanbau erhalten. Noch sieht es dort etwas ärmlich aus, aber das wird sich sicher schnell ändern, wenn die drei Mitbringsel und die drei kleinen Ableger aus meinem Vorgarten erst angewachsen sind.

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Im vorangegangenen Beitrag habe ich von unserem erlebnisreichen Wochenende in Sömmerda berichtet. Damit war unser Ausflug gen Süden allerdings noch lange nicht beendet. Nach einem gemütlichen Frühstück in unserer Pension an der Stadtmauer machten wir uns, da wir gar nicht sooo weit weg waren von unserem bayerischen Familienableger, am letzten Sonntag des April von Sömmerda aus auf nach Franken. Die Gelegenheit war günstig, denn Tochter und Schwiegersohn wollten den Montag vor dem 1. Mai als Brückentag nutzen. Schade war nur, dass unsere Enkelin keinen solchen Brückentag zur freien Verfügung hatte. Sie musste am Vormittag noch die Schulbank drücken. Trotzdem oder gerade deshalb sollte der Montag noch zu einem besonders schönen Tag werden. Wir nutzen ihn für einen Familienausflug zum Schloss Thurn in Heroldsbach, einem Schlossbesuch der etwas anderen Art.

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01-Mit diesem schönen Anblick werden wir auf Schloss Thurn empfangen

Das Wetter hätte nicht besser sein können und die Wahl des Tages ebenso nicht. Wie wir später immer wieder hörten, hatte es am Vortag nur so von Besuchern gewimmelt. Wir dagegen hatten rundum freie Bahn.

Bevor wir aber genau erkundeten, was Schloss Thurn alles für Attraktionen zu bieten hat, mussten wir uns stärken, schließlich wollten wir möglichst schadlos über die Runden kommen. Also nahmen wir zunächst auf der Sonnenterrasse des Restaurants Platz und ließen uns ein leckeres Mittagessen munden.

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02-Zunächst ist auf der Sonnenterrasse des Restaurants Mittagessen angesagt

Gut gestärkt durch Speis und Trank machten wir uns auf zu unserem Erkundungsgang.

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03-Gut gestärkt durch Speis und Trank soll unser Erkundungsgang beginnen

Weit kamen wir aber erst einmal nicht, denn die Kinder stürmten, kaum, dass wir uns vom Tisch erhoben hatten, den Spielplatz neben der Sonnenterrasse und testeten ihre  Kondition für die weiteren Unternehmungen. Sie hatten enorm Spaß dabei, von ihrer Ausdauer ganz zu schweigen.

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04-Uups, was haben wir denn dort für ein langes Kind?

Eltern und Großeltern saßen derweil schwatzend auf einer Bank und staunten plötzlich nicht schlecht. Dieser Spielplatz musste Zauberkräfte besitzen. Oder handelte es sich gar um eine Streckbank? Das Kind sah auf einmal so erstaunlich überlang aus. Diese ungewöhnliche Überlänge erwies sich allerdings nicht als lange haltbar. Gerade als wir nach dem zweiten Kind, das uns irgendwie beim Plaudern aus dem Augen geraten war, Ausschau halten wollten, hatten wir wieder zwei von diesen Frechdachsen. Als das vermeintlich überlange Kind hinten am Tunnel wieder zum Vorschein kam, zerfiel es doch tatsächlich in zwei Teile – in einen weiblichen und einen männlichen Teil. Unser Problem war also gleich in doppelter Hinsicht gelöst – beide Kinder waren wieder da. Und so machten wir uns auf ins weitere Schlossvergnügen.

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05-Ein Drache verschlingt uns …

Und schon gab es das nächste Horrorszenario. Ein Drache drohte mit weit aufgerissenem Maul, uns verschlingen zu wollen. Und hast Du nicht gesehen, waren die Kinder bereits in seinem Rachen verschwunden. Was war das nun wieder? Die Kinder wie gewonnen, so zerronnen? Was blieb uns Erwachsenen anderes übrig, wir mussten uns ebenfalls in den Rachen stürzen – die Kinder vor dem Ungeheuer retten. Kaum waren wir durch den Drachenschlund gerutscht, legte das Untier auch schon ab und entführte uns auf den hinter ihm liegenden See.

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06-… und entführt uns auf den See

Aber irgendwie müssen wir dem Wasserdrachen schwer im Magen gelegen haben, denn nachdem er uns von der Fontäne im See ordentlich hatte benässen lassen, er umkreiste das sprühende Nass ganz nah, spuckte er uns wieder an Land und gleich auf den nächsten Spielplatz.

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07-Puhh, ging nochmal gut, der Drache hat uns wieder an Land gespuckt

Die Kinder waren nach dem Drachenerlebnis auf hoher See sofort wieder obenauf und tollten umher. Einige Erwachsene kämpften jedoch noch mit den Auswirkungen der sie ereilten Seekrankheit, wie man deutlich an dem mühsam auf allen Vieren kriechenden Papa erkennen kann.

Noch gar nicht wieder richtig bei Sinnen, zumindest wir Erwachsenen nicht, schrien die Kinder nach der Achterbahn.

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08-Und nun auf zur Achterbahn!

Oma und Papa, es ist eh schon alles egal, opfern sich und treten mit den Kindern eine aufregende Reise an. Achterbahn fahren ist so schon aufregend genug, aber im Erlebnispark Schloss Thurn wird die Fahrt sogar noch ein bisschen aufregender und spannender.

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09-Und schon sitzen wir in der Achterbahn …

Wenn man mutig genug ist, bekommt man eine VR-Brille (Virtual-Reality) aufgesetzt und dann geht es ab in ein buntes Märchenland. Man begegnet einem Ritter und vielen anderen aufregenden Gestalten. Man holpert und poltert über sich drehende und windende Wege, rauscht in Tiefen und unsagbare Höhen. Sogar eine riesige Fledermaus taucht plötzlich auf und zieht den Wagen, in dem man sitzt, hinter sich her.

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10-…und rasen durch ein aufregendes Wunderland

Das folgende Video, das ich mir bei YouTube ausgeliehen habe, gibt einen kleinen Eindruck von unserer so erlebnisreichen und abenteuerlichen Reise durch eine fantastische virtuelle  Welt.

Die Wagen standen noch gar nicht wieder richtig, da riefen die Kinder bereits nach einer Wiederholung der Fahrt. Okay, Oma stieg mutig ein zweites Mal mit ihnen in die Bahn – dieses Mal ohne Brille – aber mit ist es viel schöner. Man hat hier eine relativ alte Familienachterbahn durch dieses tolle virtuelle Erlebnis mächtig aufgepeppt.

Inzwischen dürfte nun jeder Leser mitbekommen haben, dass es sich bei Schloss Thurn um einen Erlebnispark für die ganze Familie handelt. Es gibt neben der Achterbahn noch viele andere aufregende Erlebniswelten zu erkunden, beispielsweise eine Wildwasserbahn, einen Freifallturm und vieles mehr. Aber auch Tierisches hat im großen Schlosspark eine Heimat gefunden. Man kann das Gelände per Eisenbahn, mit einer Schwebebahn oder zu Fuß erkunden. Wir waren zu Fuß unterwegs, wenn wir nicht gerade irgendwo durch die Lüfte flogen oder übers Wasser dahinschwebten.
Wer mag, kann uns nun noch ein wenig auf unserem Weg durch einen schön gestalteten Erlebnispark folgen. Vielleicht habt Ihr genauso viel Spaß dabei wie wir. Unsere Enkelin sagte am Ende zu mir: „!Oma, das war heute ein richtig schöner Tag!“  Dem habe ich eigentlich nichts mehr hinzuzufügen 😀

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In meinem vorangegangenen Beitrag hatte ich kurz erwähnt, dass wir Silberdistels uns am letzten Aprilwochenende auf in Richtung Thüringen gemacht hatten.
Mit dem Wetter hatten wir unwahrscheinlich viel Glück, sodass unser Ausflug einem kleinen Urlaub gleichkam.

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01-Uns erwartet ein wundervolles Frühlingswochenende

Mein Herr Silberdistel hatte wieder einmal eine Verabredung in dem kleinen Städtchen Sömmerda, in dem wir bereits im letzten Jahr einige Tage verbracht hatten. Stammleser erinnern sich vielleicht an das arme verlorene Püppchen, das uns bei einem Stadtrundgang durch Sömmerda begegnete.
Dieses Mal fanden wir zum Glück kein traurig auf einem Abfalleimer liegendes Puppenkind. Zu sehen gab es dennoch eine Menge Interessantes.

Während mein Herr Silberdistel seinen Termin wahrnahm, schlenderte ich ein wenig durch die frühlingshafte Natur am Rande des Städtchens.
Ein kleiner Trampelpfad rechts der Straße, an der ich zunächst entlang lief, machte mich neugierig. Mit seinem so leuchtend hellen Grün, wie es nur im Frühling zu finden ist, zog mich der Weg geradezu magisch an.

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02-Verlockend – dieser Pfad ins Grüne

Was mochte dort hinten alles verborgen sein? Ich wollte es herausfinden und folgte dem schmalen Pfad, der auf mich fast wie ein Wildwechsel wirkte. Ob am Ende wilde Tiere auf mich lauern würden?
Links und rechts vom Weg umfing mich ein wahrer Blütentraum in Weiß und Rosa, Vögel zwitscherten ihre Frühlingslieder, Bienen und Hummeln ließen ihr gemütliches Summen hören. Herrliche Düfte umwaberten mich und auch viel gelber Blütenstaub. Und der rührte mich doch tatsächlich immer wieder zu Tränen. Aber sollte ich mir einen solch herrlichen Frühlingstag von einem Heuschnupfen verderben lassen? Keine Chance, da bin ich eisern. Und natürlich hatte ich vorausschauend schon einige Gegenmaßnahmen ergriffen, damit der Spielverderber bei mir wirklich keine Chance haben würde.

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Hinter einer Wegbiegung wurde das Grün wieder etwas lichter und ganz hinten im Gras schien es seltsam zu glitzern. Als ich etwas näher trat, wurde aus dem silbernen Glitzern ein fließendes Gewässer. Ich stand, oh Wunder, an der Unstrut, die ich hier gar nicht erwartet hatte. Sie entspringt westlich von Kefferhausen und schlängelt sich von ihren insgesamt 192 km 20 km lang durch den Landkreis Sömmerda. Ein Stückchen davon konnte ich gerade bewundern – ein herrlich romantisches Stück. Wie ich später unter obigem Link nachlesen konnte, wird die Unstrut heute nicht mehr wirtschaftlich genutzt. Mit Sportbooten darf sie aber befahren werden. Sicher ist auch der Unstrutradweg etwas für passionierte Radler.

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10-Ein leuchtendes Glitzern lässt mich vom Weg abweichen und eine kleine Böschung hinunter steigen

Eine ganze Weile schaute ich dem eilig davonfließenden Wasser hinterher. Um mich herum flatterten tänzelnd zahlreiche Kohlweißlinge. Im warmen Ufersand tankten sie Sonne und an den vielen gelben Blüten des Löwenzahns in der Wiese süßen Nektar.
Wilde Tiere im Sinne von wild waren mir am Ende auf dem grünen Trampelpfad nicht begegnet, aber allerlei anderes Getier schon.  Das trug allerdings mehr zur Entspannung und Erholung bei, zum Fürchten eher weniger 😉

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Eigentlich würde jetzt nur noch ein Liegestuhl fehlen, um mein Entzücken vollkommen zu machen. Aber inzwischen war es auch soweit, dass ich meinen Herrn Silberdistel zu einem kleinen Stadtspaziergang abholen konnte. Der durfte natürlich auch dieses Mal nicht fehlen. Sömmerda ist nämlich ein hübsches kleines Städtchen, wie wir bereits aus dem vergangenen Jahr wissen und sicher würde es für uns noch Neues zu entdecken geben.

Was wir bei unserem Stadtbummel zunächst erlebten, glich mehr einem Déjà-vus-Erlebnis.

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17-Auch dieses Mal findet im Zentrum der Altstadt wieder ein Gartenmarkt statt

Wieder fand, wie bei unserem Besuch vor fast genau einem Jahr, im Zentrum der Altstadt ein Gartenmarkt statt. Nicht hinschauen ging beim besten Willen nicht. Am liebsten hätte ich einen Großeinkauf getätigt. Da wir aber nach unserem Sömmerdabesuch noch weiter in Richtung Franken wollten, versuchte ich, mich in Beherrschung zu üben. Ganz gelang mir diese Übung am Ende dann doch nicht. Eine Mittagsblume rief so heftig nach mir, dass ich einfach nicht widerstehen konnte.

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Zuhause warteten auf diese Neuerwerbung mit den leuchtend gelben Blüten zwei Mittagsblumen, die in unterschiedlichen Rottönen blühen. Sicher würden sie zusammen mit der in Gelb blühenden Schwester ein hübsches Bild ergeben.

Mit meinem Einkauf im Tütchen schlenderten wir weiter – zunächst Richtung Museum, in dem auch die Bibliothek untergebracht ist. Leider würde das Museum erst wieder nach dem 1. Mai geöffnet haben. Doch da würden wir bereits in Franken sein. Also setzten wir unseren Bummel fort, bewunderten nebenher den hübsch angelegten Garten vor der Bibliothek und beobachteten in dem kleinen Springbrunnen in eben diesem Garten eine kleine gefiederte Badetruppe. Ich lernte sogar etwas dazu. Spatzen können auch schwimmen.

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Weiter ging es über die Dreyse-Mühle in den dahinter liegenden Stadtpark, der uns mit einem wundervollen alten Baumbestand empfing. Viele Bänke luden  an lauschigen Plätzen zum Verweilen unter frühlingshaftem Grün ein.

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Ein wenig pflastermüde kehrten wir nach unserem Stadtparkbesuch in ein kleines Straßencafé ein. Frisch gestärkt mit einem Stückchen leckerster Torte und einem Tässchen Kaffee bzw. Cappuccino widmeten wir uns dem Höhepunkt unseres Stadtbummels durch das alte Sömmerda – der Stadtmauer mit ihrem ganz besonderen Flair.

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38-Wir schlendern einmal außen, dann wieder innen und noch einmal außen an der alten schön restaurierten Stadtmauer entlang

Die Stadtmauer in Sömmerda ist ein kleines Highlight für sich. Und für uns in diesem Jahr sogar einmal mehr. Wir wohnen nämlich während unseres Aufenthaltes in dem kleinen Städtchen im wahrsten Sinne des Wortes an der Stadtmauer. Das kann man nicht überall haben, in Sömmerda schon.

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Eigentlich sollte dieser Beitrag bereits letzten Freitag erscheinen als kleiner Gruß in den Mai von mir. Doch dann holperte es plötzlich mit dem Internet. Online ging absolut nichts mehr. Ja, und am anderen Tag hatten wir Silberdistels bereits unser Ränzlein für die Reise in ein verlängertes Wochenende in Thüringen und Franken geschnürt.
Dabei hatte ich meinen Maigruß so schön vorbereitet. Ich hatte zwar keine rote Mainelke zur Hand, dafür aber die letzten roten Blüten meiner Kamelie. Sie hat uns dieses Jahr mit einem ganz besonders reichen und langanhaltenden Blütenflor beschenkt und es somit mehr als verdient, hier im Blog noch einmal eine Hauptrolle zu spielen.
Bereits um die Weihnachtszeit öffnete sie zaghaft ihre erste Knospe.

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01-Um Weihnachten herum entfaltet sich die erste Knospe

Zu Ostern dann setzte sie mit ihrer wundervollen roten Blütenpracht einen hübschen Farbtupfer auf all das Weiß dort draußen vor der Tür. Ob der Winter einfach nicht anders konnte und zu diesem herrlichen Rosenrot sein Schneeweißchen zaubern musste?

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02-Wie Schneeweißchen und Rosenrot

Immer noch hatte meine Kamelie reichlich Knospen zu bieten, ihre Blühfreudigkeit schien einfach kein Ende nehmen zu wollen.

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Ende April war sie dann aber doch bereit, ihren alljährlichen Sommerurlaub anzutreten. Blütenblättchen für Blütenblättchen entledigte sie sich ihres leuchtend roten Kleides. Täglich lag ihr mehr Rot zu Füßen  – für mich ein untrügliches Zeichen, sie nach draußen in den Garten umziehen zu lassen.

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07-Ende April will unser Rosenrot in die Sommerfrische umziehen

Als ich am Tag ihres Umzugs in die Sommerfrische ihren Topf berührte, schlüpfte sie fast vollständig aus ihrem hübschen Winter-Frühlings-Kleid. Nur hier und dort glänzte sie noch mit ein wenig roter Farbe.
Ich hoffe, der diesjährige Sommeraufenthalt bekommt ihr ebenso gut wie der im vergangenen Jahr.
Übrigens gibt es von unserem Wacholder nur noch einen winzigen Stumpf zu sehen – links oben im folgenden Bild am Topfrand der Kamelie als heller Kreis zu erkennen. Das Ausgraben der Wurzeln erwies sich als Ding der Unmöglichkeit. So wird uns mit diesem Überbleibsel immer noch ein kleines Andenken an einen einst so stolzen Wacholder erhalten bleiben. Schauen wir mal, ob die Rose, die ihn einst erklettern sollte, nun auf diese Weise mit ihm leben kann.

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08-Unsere Lady in Red in ihrem Sommerquartier – nebenbei haben wir hier noch ein Suchbild mit zwei Katzen

Unser Mandelbäumchen, das durch den von der Schneelast gefällten Wacholder auch arg zu Schaden kam, ist übrigens schon wieder guten Mutes. Es sieht zwar momentan ein wenig ärmlich, also zweiglos, aus, aber es versucht tapfer, das Beste draus zu machen. Die wenigen verbliebenen Zweige tragen ganz stolz etliche hübsche rosa Blüten.

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Unser angeschlagener Garten erholt sich also so langsam wieder. Nicht nur das Mandelbäumchen ist guter Dinge, auch die Vögel sind es. Sie trällern den verwundeten Pflanzen mit fröhlichen Liedern und lustigem Geschwätz neuen Lebensmut zu. Wenn das nicht hilft, um alle Verwundeten wieder gesunden zu lassen. Das zusammen mit meiner liebevollen Pflege und wundervollem Maiwetter sollte doch bald wieder alles richten.

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Da saß ich doch unlängst wieder einmal an meinem PC herum und bildete mich ein wenig über Wühlmäuse. Im Netz wird man ja förmlich mit Informationen über die Wühl- oder Schermaus zugeschüttet. Mich interessierte, warum ausgerechnet mein Garten bisher von diesen schädlichen Nagern verschont blieb. Nicht, dass ich sie haben möchte, aber es interessierte mich schon, wo sie sich besonders gern aufhalten, denn manche Gärtnerfreude fühlen sich von diesen Wurzelfressern doch geradezu überrannt.

Ich fand nicht nur jede Menge Bilder vom Gärtnerfeind Nummer 1, ich fand auch alle möglichen und unmöglichen Ratschläge, wie man diese lästigen Gesellen wieder los wird oder eben auch nicht. Wollte man jedoch Erfolg bei der Bekämpfung dieses unangenehm gefräßigen Gastes haben, sollte man besser den Profi an die Maus ranlassen – so ein Tipp im großen weiten Web.

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Dieser Hinweis war gut mit mausigen Bildern bestückt. Aber da dort ausdrücklich stand, dass die Bilder eventuell urheberrechtlich geschützt wären, habe ich die Mausbilder einfach kastriert … ähem … fortgeschnitten. Ich will schließlich keinen Ärger wegen fremder Mäuse bekommen …

Aha, dachte ich mir so, ich sollte also im Bedarfsfalle den Profi ranlassen. Das konnte ich mir leicht merken und machte mich auf in den Garten, denn dort wartete noch jede Menge Arbeit auf mich. Um Mäuse könnte ich mich kümmern, wenn es irgendwann nottun sollte.

Und natürlich hatte ich auch wieder Gesellschaft bei meinem gärtnerischen Tun. Die Gesellschaft schaute mir aber zunächst nur vom weichen Sitzplatz im Wintergarten aus auf die werkelnden Finger.

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Schon seltsam, denn Keks rastet oder ruht eher selten einmal. Und so war es dann auch. Es dauerte nicht lange und schon saß unser Wuselich im Garten neben mir, allerdings nur kurz. Plötzlich schien es, als hätte er noch einen wichtigen Termin wahrzunehmen und so tauchte er ab – in die Tiefen der blühenden und grünenden Natur unseres kleinen Gartenreiches.

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Irgendwann meldete mein Rücken, dass es Zeit für ein Päuschen wäre. Und so setzte ich mich zu Herrn Silberdistel in den Wintergarten, um mich mit einem Tässchen Kaffee zu stärken. Während wir tranken und plauderten, kam Keks plötzlich im Sauseschritt herbeigelaufen, ließ ein freundliches Mrrrr ertönen und eilte weiter durch die offene Tür hinein ins Wohnzimmer. Nicht nur die Tür stand offen, plötzlich auch mein Mund, der gerade noch sagen wollte: „Nicht damit ins Wohnzimmer!“ Aber es war bereits zu spät. Keks war schon dort, wo er nicht sein sollte – mit seinem Mitbringsel.

Ich stürzte also mit angehaltenem Atem hinter ihm her, ahnte ich doch wieder einmal Schlimmes. Aber nein, zum Glück, also mehr zu unserem, weniger zum Glück des kleinen Nagers, den unser Kater mitgebracht hatte, hatte das arme braune Mitbringsel sein kleines Leben bereits ausgehaucht. Ich würde also nicht wieder Möbel schieben und auseinanderbauen müssen. Ich konnte wieder normal atmen. Das war doch jetzt irgendeine Lehrvorführung, oder?

Scheinbar hatte Keks mir bei meiner Internetrecherche über die Schulter geschaut. Natürlich musste er umgehend beweisen, dass nicht irgendwer da ein Profi in Bezug auf Wühlmäuse ist.

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Hier war ein echter Profi am Werk – q.e.d.

Wo kämen wir denn da hin? Er, nur er, der Keks, ist DER Profi überhaupt – nicht irgendein Zweibeiner mit gesundem Halbwissen. Na, und das erklärt natürlich auch, warum mein Garten bisher wühlmausfrei blieb. Ich habe meinen eigenen Profi im Haus.

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Und so sieht ein echter Profi nach getaner Arbeit aus.

Endlich sind auch die letzten Zweige unseres von der österlichen Schneelast gefällten Wacholders in handliche Stücke zerkleinert und konnten entsorgt werden.

Nun warten „nur“ noch die beiden verbliebenen Baumstümpfe samt Wurzelwerk auf ihr weiteres Schicksal.

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03-Die ehemalige Wacholderecke – nur noch zwei Stümpfe sind geblieben

Das wird sicher noch ein hartes Stück Arbeit werden. Danach aber kann es an die Neu- bzw. Umgestaltung der ehemaligen Wacholderecke gehen.
Wenn man es allerdings genau betrachtet, ist gar nicht sooo viel Neugestaltung notwendig. Eine Kletterrose, die bisher ein eher kärgliches Dasein führte, steht ohnehin noch in dieser Ecke. Für sie ist der gefällte Baum sicher eher ein Segen, denn er nahm ihr viel Kraft. Geplant war ursprünglich, dass sie den Wacholder beranken sollte. Doch mein Plan ging nicht auf. Die arme Rose mickerte seit Jahren mehr vor sich hin, als dass sie tat, was Kletterrosen gewöhnlich tun – nämlich klettern. Ich hatte bereits erwogen, sie an einen anderen Platz umzusetzen. Vielleicht nutzt sie nun die Chance, könnte sie sich doch jetzt, ohne die übermächtige Baumkonkurrenz, frei entfalten. Sie bekommt als Rankhilfe einen Rosenturm und schon könnte die Lücke zum Nachbargarten wieder gut ausgefüllt sein, so die Rose willig ist. Ich hoffe, dieser Plan klappt besser als der, den ich der Rose zuvor zugemutet hatte.

Während meiner Wacholderzerkleinerungstätigkeit hatte ich übrigens stets aufmerksame Zuschauer – meine pelzige Herrschaft. Ja, man muss immer schauen, was das Personal so treibt. Nicht, dass es eigenmächtig irgendwelche größeren Veränderungen im Garten vornimmt. Schlimm genug, was sich der Wacholder einfach so herausgenommen hatte. Wie konnte er umstürzen, ohne vorher die Erlaubnis der kätzischen Herrschaft einzuholen? Ein Unding!

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04-Die graue Eminenz ist froh, dass ihre Lieblingstrinkstellen, die beiden Teichlein, wieder von Wacholderzweigen freigeräumt sind

Die graue Eminenz ist froh, dass endlich die beiden kleinen Teichlein wieder unter all dem Geäst zum Vorschein gekommen sind. Wie konnte das Personal aber auch ihre wichtigste Trinkstelle einfach mit Wacholderzweigen bedecken? Endlich ist wieder eine gewisse Ordnung in Katzens Gartenleben eingekehrt.

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05-Torty findet meine Wacholderschnippelei wohl mindestens so langweilig wie ich

Torty schaute der mit der Gartenschere werkelnden Gärtnerin lieber vom Wintergarten aus auf die Finger. Aber irgendwie muss sie die eintönige Schnippelei an dummen Zweigen ziemlich langweilig gefunden haben. Warum sonst hatte sie immer wieder so herzzerreißend gegähnt?
Ob mich die Schnippelei müde gemacht hat oder ob Tortys Gegähne letztendlich ansteckend war? Am Ende meines letzten Wacholdergartentages war ich nämlich mindestens so müde, wie meine bunte Katze es vorgab zu sein.

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06-Keksiges Suchbild

Natürlich ging im Garten auch nichts ohne Keks, wenn er auch oft nur zu erahnen war. Weit weg war er aber nie. Dafür ist er viel zu neugierig. Er musste immer wieder mal schauen, wie weit ich mit der Arbeit bereits vorangekommen war. Dann kamen auch jeweils kluge maunzende Ratschläge von ihm, was ich wo besser und schneller machen könnte. Eine wirkliche Hilfe war aber keiner der Pelzträger – weder die graue Eminenz, noch war es Torty, noch Keks. Nun ja, vielleicht irgendwie doch, schließlich war ich so wenigstens nicht einsam und allein im Garten.

Wobei … einsam und allein war ich auch so nicht. Ich hatte zwischendurch immer wieder recht possierlichen und interessanten Besuch.
Wer weiß, vielleicht waren meine drei pelzigen Herrschaften auch eher wegen dieses Besuchs im Garten und weniger meinetwegen.
Mir leisteten nämlich mehrmals zwei Schwanzmeisen Gesellschaft und ließen sich die angebotenen Knödel in unserem Vogelgasthaus schmecken. Leider war das Licht nicht wirklich Licht. Die Bilder sind entsprechend mies. Zu erkennen sind die beiden langschwänzigen Meisen aber dennoch ganz gut. Ich denke, man kann sie als Beweisfotos gelten lassen 😉

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Und ein Gimpelpaar kam sogar mehrmals täglich vorbei und ließ sich das Angebot in unserer Körnerbar schmecken. Das Gimpelpaar schaut übrigens immer noch täglich vorbei. Ob Familie Gimpel hier irgendwo in der Nähe brüten möchte? Oder ob die beiden doch nur Durchzugsgäste sind? So oder so zählen sie, wie auch die Schwanzmeisen, zu den eher besonderen und vergleichsweise seltenen Gästen in unserem Garten. Umso größer ist natürlich meine Freude über ihren Besuch. Die Bilder von Herrn und Frau Gimpel sind von der Qualität her recht unterschiedlich – auch hier wieder eine Lichtfrage.

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