Schlaftrunken ließ ich heute zu nachtschlafender Zeit die Katzen nach draußen. Herr Silberdistel musste früh raus. Damit es ihm nicht gar so schwerfiel, leistete ich ihm Gesellschaft. Als die Katzen hinaus in den Garten wuselten, fiel mir im ersten Moment gar nicht auf, dass sie kurz stockten. Es war noch dunkel – morgens kurz vor 6 Uhr. Ich musste, um nicht vom rechten Wege abzukommen, im Wintergarten Licht machen. Viel vom Draußen sah ich nicht, zumal  sich die Lampen in den großen Scheiben spiegelten. Was sollte es dort im finsteren Garten auch großartig zu sehen geben? Gut, die Katzen würden mir sicher eine ganze Menge an Interessantem aufzählen können. Aber mich interessierte das gerade so gar nicht. Ich wollte, wenn ich schon nicht ins Bett konnte, wenigstens schnell zurück ins Warme.

Als ich wenig später in der Küche stand, bereits etwas wacher, und mein Blick aus dem Fenster fiel, staunte ich nicht schlecht. Eine dünne Schneeschicht lag auf der Häuserlandschaft vor dem Küchenfenster. War etwa hinten im Garten auch alles weiß? Wie konnte mir das entgangen sein? Ob ich doch kein Licht angeschaltet hatte, als ich die Katzen raus ließ? Eigentlich sollte ich ja den Weg schon so wie mit geschlossenen Augen finden können. Ja, wahrscheinlich war es so, dass ich noch irgendwie schlafwandelnd die Tür zum kalten Garten hin geöffnet hatte, um unseren drei drängelnden Pelzträgern ihren Wunsch nach Freiheit und herrlicher Dunkelheit zu erfüllen.

Wie ich gar nicht soviel später erfuhr, war es im Garten tatsächlich ebenso winterlich weiß wie vor dem Haus. Die Katzenmädels standen schon wieder schreiend an der Wintergartentür und begehrten zügigen Einlass in die wohlige Wärme des Hauses. Nur unser Keks, der war nicht dabei, der musste natürlich erst einmal wieder alles ganz genau anschauen und untersuchen. Die Mädels dagegen sahen in der dünnen weißen Schneedecke wohl eher das Zeichen für eine gemütliche Winterschlafrunde. Entspannt schmissen sie sich auf ihre Lieblingsschlafplätze.

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Die graue Eminenz schaute zwar zwischendurch noch einmal kurz aus dem Fenster, die Welt könnte ja schon wieder ganz anders aussehen, …

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… doch dann besetzte sie schnell meinen Schreibtischsessel, bevor ich vielleicht noch auf dumme Ideen kommen könnte.

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Schließlich weiß man nie, ob sich die Silberdistel nicht auch auf dem Sessel würde zusammenrollen und ein Nickerchen würde machen wollen.
Nur unser Keks, der hatte gerade keine Zeit für den Winterschlaf. Der musste erst einmal seinem Forscherdrang nachgeben. Schlafen konnte er immer noch, denn wer weiß, in letzter Zeit war dieses weiße Etwas immer schnell wieder fort gewesen – noch bevor er es so richtig ergründet hatte.

Für Diaschau eines der Bilder anklicken!

Na, und Amsel, Rotkehlchen und Blaumeise hatten ebenso keine Zeit für Winterschlaf, wie Keks nach diversen Ausflügen in die mit einer hauchzarten weißen Schneeschicht bedeckte Winterlandschaft später berichtete.

Für Diaschau eines der Bilder anklicken!

Kommentare
  1. einfachtilda sagt:

    Schaut schön aus. Bei uns alles weggetaut
    .
    LG Mathilda ❤ 😊❤🍀

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  2. Frau Hummel sagt:

    Melde minus 1 Grad und leichter Schneeregen 😁😍

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  3. Seufz….wie schööööön!!! Auch haben will!!!
    Ich hab jetzt ganz sehnsüchtig euren Keks begleitet durch den winterlichen Garten, er ist ja ein richtiger Schneekater, hihihi, er mag das wohl echt gerne! Aber der Garten sieht ja auch echt wie ein Märchenwald aus, ganz verzaubert, ich kann mich nicht sattsehen. Mimi hat nur einen kurzen Blick auf die weiße Pracht auf dem Monitor geworfen, sich kurz geschüttelt und dann genau wie eure graue Eminenz wieder sein Sofa-Schlafkissen bezogen und sich gemütlich eingerollt! Die Schlafposition eurer grauen Eminenz ist ja auch herrlich!
    Danke fürs teilen, so komm ich auch bissel in Schneegenuß, gute Nacht und wir wünschen dir und deinen pelzigen Herrschaften einen schönen Sonntag, liebe Grüße
    Monika und Mimi.

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    • Silberdistel sagt:

      Na, wie ich eben gelesen habe, gab es bei Euch dann jetzt ja doch auch eine leichte Puderzuckerschicht *freu*
      Ja, unser Keks findet den Schnee richtig gut. Er kommt zwar immer mal wieder zum Aufwärmen ins Haus, aber lange dauert es nie, dann muss er wieder raus. Ich glaube, er ist wohl wirklich ein Schneekater 😀 Nur leider ist derweil von dem Schnee hier nicht mehr viel übrig. Aber wer weiß, vielleicht hat unser Keks ja bei Frau Holle schon Nachschub bestellt 😉
      Liebe Grüße zurück und auch Dir und Mimi einen schönen Sonntagabend

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  4. Tja, hier wird es jetzt hell, und wir haben heute mehr weiße Pracht zu bieten 😉 Unsere Mädels liegen zwar alle noch gut abgefüttert vom 4-Uhr-Frühstück hier rum. Aber heute scheint tatsächlich die Sonne zu blinzeln, und für die dringend erforderlichen Garten-Aufräumarbeiten liegt noch zu viel Schnee. Ich glaube heute machen wir mal mit den Mädchen den ersten Schneespaziergang an der Leine. Meine Laptop-Festplatte bricht eh‘ schon wieder fast zusammen 😉
    Unsere alte graue Dame wird bei so einem Wetter aber wohl höchstens mal die Nase aus dem Fenster halten. Und unsere Maus wäre an so einem Tag wie heute sicherlich auch schon lange wieder unter der Leuchte im Bett angekommen. Denn ähnlich wie Euer Keks, hätte sie sicherlich ganz lange und total spannende Schneespaziergänge unternommen oder den Mäuschen aufgelauert und sich eins zum Spielen mit nach Hause gebracht …
    Und, habt Ihr heute auch ein noch üppigeres Winter-Wunderland vor der Tür?
    LG Silke

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    • Silberdistel sagt:

      Ich hoffe, Eure Mädels hatten heute einen schönen Spaziergang durch den Schnee 😀 Ich finde es immer lustig, wie die Katzen den ersten Schnee bestaunen. Das ist ja nicht nur bei den Katzenkindern so, die das erste Mal Schnee erleben. Sie staunen ja jedes Jahr wieder über dieses kalte weiße Zeugs. Und sie gehen alle ganz unterschiedlich damit um. Keks scheint Schnee ganz toll zu finden. Er muss immer wieder raus. Die Mädels haben es eher weniger mit kalten Füßen und Schneekrümeln im Pelz 😀
      Unser Winterwunderland hat sich leider schon wieder fast in Wohlgefallen aufgelöst. Aber wer weiß, vielleicht hat Keks ja bei Frau Holle Nachschlag bestellt 😉
      Liebe Grüße zurück und einen schönen Sonntagabend

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      • Guten Morgen liebe Silberdistel.
        Es hat leider nicht hingehauen. Nicht wegen dem Schnee oder der feuchten Pfötchen. Wir hatten ein ganz anderes Problem: Ihr Katzengeschirr hatten sie das letzte Mal im Dezember beim Tierarztbesuch zur Kastrations-Nachkontrolle an. Und auch wenn die gut verlief, so hätten wir s ihnen schön längst wieder umlegen bzw. vorher damit trainieren müssen. Feala war vor dem Geschirranlegen auf der Flucht, und Flo riss sich los und rannte mit Flexleine im Schlepptau in den Keller. Also hielt nur Finja einige Zeit das Näschen in die kühle Winterluft, während sie wohlbehütet auf dem Arm saß.
        Wahrscheinlich werden sie den Schnee dann erst im nächsten Winter erleben, aber dann können sie auch ohne Leine überall umher tollen 🙂
        LG Silke

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        • Silberdistel sagt:

          Na, das war ja dann ja wohl ganz schön aufregend und verlief ganz anders als geplant. Wir haben hier nach dem ersten Ausgang mit Geschirr und Leine fast täglich ein bisschen Ausgang eingeplant. Das Geschirr rief zwar bei unseren Katzenkindern damals auch nicht gerade Begeisterung hervor, aber sie wussten recht bald, dass es nur mit Geschirr bzw. Halsband nach draußen geht. Sie haben letztendlich dieses notwendige Übel akzeptiert. Der Ausgang war ihnen wichtiger als der Leinenzwang 😀 Inzwischen sind Leine und Geschirr hier ja ohnehin kein Thema mehr.
          LG zurück

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          • So war das vor der Kastration auch. Daher hatte ich mir beim Finjaschnappen und Geschirranlegen auch so gar keine Gedanken gemacht. Aber wir hätten es nach so langer Zeit wohl trainieren müssen. Das werden wir jetzt halt wieder üben ;-(

            Bei Maus hatte das damals mit dem Halsband auch so funktioniert: Abends nach dem letzten Spaziergang das Halsband abnehmen und morgens ging es nicht ohne raus. Vorher verpasste sie mir allerdings eine Trainingseinheit: Sie ging zur Kratzmaus an der Treppe, bearbeitete sie so sehr, bis ich mit dem Halsband kam. Dann lief sie quiekend ins Treppenhaus unserer Haus-Mitbewohnerin bis unters Dach und wartete dort oben auf mich. Da durfte ich ihr das Band umlegen. Danach blitzschnell die Treppe runter, im Treppenhaus noch etwas verstecken und dann schnell raus wenn sich die Tür zum Garten öffnete. Ich bin schon gespannt, was für kleine Rituale sich unsere Mädchen dann im Herbst ausdenken 😉

            Liebe Grüße von Silke, die nun gleich mal die Vögel füttert und ihnen warmes Trinkwasser rausstellt

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            • Silberdistel sagt:

              Solche Spielchen kenne ich auch von unserer Torty. Manchmal habe ich es dann zwischendurch aufgegeben, ihr hinterher zu rennen. Irgendwann stand sie wieder vor der Terrassentür und ließ sich missmutig das Halsband umbinden. Ich denke mal, sie hat gemerkt, dass es ohne dieses lästige Teil nicht rausging 😀
              Unser Keks hatte es immer sehr eilig mit dem Ausgang, sodass er sich das Halsband gewöhnlich relativ schnell anlegen ließ. Nicht nur wir, auch die Katzen sind ja lernfähig 😉 😀

              Seit es hier recht frostig ist, sind nun doch 1 1/2 Vögel mehr an den Futterstellen zu Besuch. aber richtig großer Andrang herrscht immer noch nicht.

              Liebe Grüße auch an Dich und Deine pelzigen Mitbewohner 🙂

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  5. naturfreundin59 sagt:

    Mit solchen Fotos könnte ich heute auch aufwarten, liebe Silberdistel. Sowohl aus dem Innen- wie aus dem Außenbereich. Und auch für unser Tigerle fiel der morgendliche Rundgang durch den Garten ziemlich spartanisch aus, wenn man so will … hihi.

    Ein lieber Sonntagsgruß zu euch
    von Frau Morgentau

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  6. kowkla123 sagt:

    ja, er ist wieder da, erholsamen Sonntag und einen guten Start in die neue Woche wünsche ich, Klaus

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  7. Eva sagt:

    hier hat der Garten über das Wochenende auch eine Decke in weiss gehabt liebe Silberdistel…und die Vögel haben mir das Futter zack zack aus den Futterhäusern geholt.HUNGER
    mit einem LG von Eva

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    • Silberdistel sagt:

      Trotz der weißen Decke sah es hier mit den Futtergästen immer noch recht traurig aus. Vielleicht sind sie alle bei Dir und bei Frau Hummel 😀 😉
      Einen lieben Gruß zurück zu Dir und dem Paulimann

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  8. kowkla123 sagt:

    es ist kalt, erkälte dich nicht,Klaus

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  9. kowkla123 sagt:

    hier ist es kalt trotz Sonnenschein, kommende Nacht minus 10 Grad, Klaus

    Gefällt 1 Person

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