Wunder der Natur – update

Veröffentlicht: 24. November 2017 in Fotos, Garten, Geschichten, Natur, Pflanzen, Unterhaltendes
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Es war kurz vor Sommerbeginn, als ich meiner Weigelie im Vorgarten einen kleinen Rückschnitt verpassen musste. Ich wollte unserem Postmann nicht ständig ein anstrengendes Hürdenlaufen zumuten.

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So musste ein etwas größerer Zweig dieses wunderhübsch blühenden Strauches weichen, weil er vorwitzig in den Zugang zu unserem Haus hineinragte.
Da er über und über mit Knospen bedeckt war, konnte ich mich einfach nicht dazu durchringen, ihn herz- und schmerzlos dem Kompost zuzuführen. So landete er in einer Vase. Vielleicht würden sich all die Knospen noch in wunderhübsche rote Blüten verwandeln. Ein Versuch war es mir jedenfalls wert.

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Und der kleine Weigelienableger enttäuschte mich nicht. Nicht nur die bereits vorhandenen Knospen entfalteten sich, es bildeten sich sogar noch etliche neue, die uns dann ebenfalls mit ihrem leuchtenden Rot erfreuten.
Und eines Tages entdeckten wir im sonnigen Morgenlicht an dem im Wasser stehenden Ende des Weigelienzweiges kleine Ausbuchtungen.

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Wollten das etwa Wurzeln werden? Gespannt beobachteten wir, was weiter geschah.

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Vier Wochen später war das im Wasser stehende Zweigende regelrecht aufgeplatzt.

Neue Blütenknospen hatten sich nicht mehr gebildet. Unser Zweig hatte jetzt anderes zu tun. An seinem im Wasser stehenden Teil waren winzige Wurzelfäden zu sehen und zahlreiche kleine helle Nasen.

Wie sich bald herausstellte, waren diese Nasen das Anfangsstadium weiterer Wurzeln. Am Ende war in der Vase ein richtig großes Wurzelgeflecht zu sehen. Leider habe ich das nicht mehr dokumentiert. Dummerweise ließ ich dieses Mal der Gärtnerin in mir den Vortritt und nicht der Fotografin. Die vielen Wurzeln hatten mich wohl so beeindruckt, dass ich nur noch ans Wohlergehen des Zweigleins dachte und nicht mehr daran, dieses schöne Naturwunder auch noch fotografisch festzuhalten.
Ich hatte in der Antwort auf einen Kommentar zu meinem ursprünglichen Beitrag versprochen, über den weiteren Werdegang der kleinen Weigelie zu berichten. Nun, das gesamte beeindruckende Wurzelgeflecht kann ich meinem Bericht nun zwar nicht mehr bildlich beifügen, aber alles andere möchte ich dann doch noch mit Euch teilen.

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Inzwischen hat die kleine Weigelie nämlich einen Platz ganz in der Nähe ihrer Urmutter in unserem Vorgarten gefunden. Dass ich hätte auch noch ein Bild ihrer Wurzeln machen sollen, fiel mir erst ein, als ich ihre Füße bereits mit Erde bedeckt hatte. Wieder ausbuddeln kam natürlich für mich nicht in Frage. Vielleicht hätte ich das zarte Geflecht damit am Ende noch beschädigt. So müsst ihr also Eurer Fantasie freien Lauf lassen. Aber ein richtiger Hobbygärtner kann auch das. Schließlich weiß er, wie ein prächtiges Wurzelgeflecht ausschaut.
Noch trägt meine kleine Weigelie ihr rotbuntes Herbstkleid. Und obwohl ich ihr am Ende nach einiger Überlegung doch keinen Pflanzschnitt verpasst habe, scheint es ihr gut zu gehen. Sie ist eine starke Pflanze, die sich nicht so schnell unterkriegen lässt. Sie wird ganz sicher auch so gut klar- und bestens über den Winter kommen.
Und natürlich werde ich weiter aus ihrem Leben bei uns Silberdistels berichten 😉 😀

Kommentare
  1. kowkla123 sagt:

    da hast du viel Wunder schön ins Bild bekommen, erhole dich gut, Klaus

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  2. Frau Hummel sagt:

    Ich drücke die Daumen das es eine stattliche Pflanze wird. Wenn ich mir das erste Bild anschaue und jetzt in den Garten sehe, bekomme ich Sehnsucht nach Sommer 🐝. Ich werde das Experiment im nächsten Frühjahr auch machen und hoffe auf ebenso viel Erfolg wie Du ihn hattest 🐞🌱 Liebe Grüße ♥️

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    • Silberdistel sagt:

      Ich habe auch ganz sehnsüchtig auf dieses Wärme suggerierende Bild geschaut. Aber irgendwann wird’s wieder bunter und wärmer da draußen. Ich freue mich schon jetzt drauf.

      Die Urweigelie habe ich ja, ich glaube, ich erwähnte es schon einmal, auch aus einem kleinen Ableger gezogen. Ich denke, Dir wird das Experiment auch gelingen. Dieser Strauch scheint generell sehr wurzelwillig zu sein. Also, ich drücke die Daumen, dass auch Du Glück mit der Nachzucht hast. Wobei … bei mir war die Nachzucht doch mehr ein Zufallsprodukt 😀
      Danke für Deinen Kommentar und liebe Grüße auch an Dich ❤ ❤

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  3. Die hat sich aber schön entwickelt! Alles Gute weiterhin mit den kleinen Zögling!

    LG Michèle

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  4. Wie schön, da drück ich aber auch mal fest die Daumen, daß sich die Weigelie richtig gut weiter entwickelt.
    Die Wurzelentwicklung kann ich mir gut vorstellen, ich habe vor etlichen Jahren mal einen Osterstrauß aus Korkenzieherweide auf dem Grab meines Vaters gehabt, der auch Wurzeln schlug, ich hab ihn an Ort und Stelle eingepflanzt und es ist ein wunderschöner stattlicher Baum geworden, da freu ich mich jedes Mal drüber, wenn ich ihn sehe!
    Ich wünsche ein schönes Wochenende, liebe Grüße
    Monika.

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    • Silberdistel sagt:

      Wenn so viele dem Weigelienspross die Daumen für eine gute Fortentwicklung drücken, dann sollte doch eigentlich nichts mehr schiefgehen 😀

      Was Du über die Korkenzieherhasel schreibst, habe ich auch einmal mit einem Strauß voller Weidenkätzchen erlebt, den ich zu Ostern in der Vase hatte. Aber Weiden wurzeln ja eh gut. Nur hatte ich damals keinen schönen Platz, an dem ich die bewurzelten Weidenzweige hätte in die freie Natur entlassen können. Der Minigarten, der damals zu unserer Wohnung gehörte, bestand fast nur aus Sandboden – also weniger für Weiden geeignet.
      Schön, dass aus Deiner Korkenzieherhasel so ein stattlicher Baum geworden ist. Deine Freude darüber kann ich nachempfinden.
      Auch Dir ein schönes Wochenende, ein Dankeschön für Deine Zeilen und liebe Grüße an Dich

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  5. naturfreundin59 sagt:

    Dann bist du eine Art Mischung aus Leih- und Ziehmutter, liebe Silberdistel. Offensichtlich gefällt es der Kleinen bei euch. Sie wächst und gedeiht und ich bin sicher, sie wird euch noch viel Freude machen.

    Hab ein schönes Wochenende …
    liebe Grüße,
    Frau Morgentau

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    • Silberdistel sagt:

      Es scheint so, liebe Frau Morgentau, als würde sich die kleine Weigelie in unserer Gesellschaft durchaus wohlfühlen. Nun bin ich schon ganz gespannt aufs Frühjahr – in der Hoffnung, dass ich dann irgendwann kleine grüne Blattknospen an ihr entdecke 😉 😀
      Danke für Deinen Kommentar, auch Dir ein gutes Wochenende und vor allem gute Besserung für Dich

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  6. Ja die Natur weiss sich sehr oft zu helfen, man muss ihr nur Zeit lassen und die Veränderungen sehen…

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  7. kowkla123 sagt:

    gute Erholung wünsche ich, Klaus

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  8. wolke205 sagt:

    Jetzt weiß ich endlich wieder wie das Gewächs heißt! 😀 Hier gibt es rund um den Fußweg den wir täglich gehen und in einigen Gärten gaaaaaaanz viel davon. Find ich immer so schön wenn alle blühen ❤ Liebe Grüße

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  9. kowkla123 sagt:

    lass es dir heute am Sonntag gut gehen, Klaus

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  10. kowkla123 sagt:

    komme gut durch die Woche; Klaus

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  11. Eva sagt:

    HÄTTE SIE nicht den Weg versperrt..dann hätte man es nicht für möglich gehalten..
    aber sicher hat es auch von der Mutterpflanze zugeraunt bekommmen..strenge sich an,hier ist es gut.
    Danke liebe Silberdistel für diesen schönen Beitrag
    mit einem LG von Eva

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    • Silberdistel sagt:

      Ich glaube, die Weigelienmütter sorgen eh sehr liebevoll für ihren Nachwuchs, denn die Mutter der Mutter ist auf ähnliche Weise zu mir gekommen. Ich hatte damals von einem Strauch am Wegesrand, dessen Blüten mir so ganz besonders gut gefielen, einfach ein Zweiglein abgeschnitten und gehofft und gebetet, dass es wurzeln würde. Und es hat mir den Gefallen getan. Dieser kleine Nachkomme jetzt verfügt wohl über die guten Gene von Mutter und Großmutter 😉 😀 Ich hoffe, er wird weiter prächtig wachsen und gedeihen.
      Danke für Deine Zeilen, liebe Eva 🙂 Ganz liebe Grüße zu Dir und grüß mir auch den Paulimann

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  12. Gudrun sagt:

    Schön, dass es nun eine neue kleine Weigelie in eurem Vorgarten gibt. Mich begeistert es auch immer wieder, wenn wenn Zweige Wurzeln bilden und weiter leben können.
    Weigelien hatte ich damals am Haus stehen. Sie blühten immer so schön ausdauernd. Mitnehmen konnte ich sie nicht, denn der Garten in Leipzig ist sehr klein.
    Liebe Grüße an dich, liebe Silberdistel. Und danke für diese schöne Geschichte aus deinem Garten.

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    • Silberdistel sagt:

      Ein Zweiglein hätte zum Mitnehmen gereicht, liebe Gudrun. Ich hatte die Urmutter meiner Weigelie eine ganze Weile in einem großen Blumentopf stehen. Sie hat sich auch sehr gut für den Topfgarten geeignet. So würde sie sich auch bei Dir auf dem Balkon ganz sicher wohlfühlen.
      Danke fürs Reinschauen und Deinen Kommentar, liebe Gudrun.
      Liebe Grüße auch an Dich

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